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Schauspielerei, Musik & Adrenalin: Das Ausnahmetalent Nadja Bobyleva

Nadja Bobyleva Interview

Kaum ein Leben scheint so vielseitig zu sein, wie das von Nadja Bobyleva. Ursprünglich wollte sie Disney-Zeichnerin zu werden, doch sie entschied sich für die Schauspielerei. Geboren in Russland, gelebt in Deutschland, und zurzeit befindet sie sich in den USA. Sie braucht die Abwechslung wie andere die Luft zum Atmen. So schreibt sie ihr eigenes Buch, spielt in ihrer Freizeit Klavier und E-Gitarre, und wenn auch das zu langweilig werden sollte, holt sie sich einen Adrenalinkick beim Freeclimbing. Wir haben uns mit der hübschen, erst 34 Jahre alten russisch-deutschen Schauspielerin über ihre aktuellen Pläne für dieses Jahr unterhalten.
 

Ajouré: Liebe Nadja, du hast bereits im Alter von sieben Jahren eine Kunst- und Theaterschule in deiner Heimatstadt Moskau besucht, bevor du mit neun Jahren nach Deutschland gezogen bist. War bereits so früh für dich klar, dass du in die Schauspielerei möchtest, oder woher kam schon so früh der Wunsch, dich vor einer Kamera oder Publikum zu zeigen?

Ich wollte damals eigentlich Trickfilm-Zeichnerin bei Disney werden. Heute bin ich immer noch ein großer Disney-Fan. Irgendwann haben sich die Bilder in meinem Kopf in reale Bilder verwandelt, und da ich als Kind viel geschrieben habe, wollte ich eigentlich eher schreiben und Regie führen. Meine Mutter hatte schon damals Schauspiel unterrichtet und mich immer mitgenommen. Somit bin ich dann ein Teil ihrer Gruppen geworden. Erst später, im Teenager-Alter, habe ich gemerkt, dass mir das Spielen Freude bereitet. Der Regiewunsch ist allerdings immer bei mir geblieben.

Ajouré: 2004 hast du für gleich drei TV-Produktionen den Günter-Strack-Fernsehpreis erhalten, da du als „Ausnahme-Schauspielerin mit größter Präsenz“ (O-Ton) überzeugt hast. War das zum ersten Mal ein Moment für dich, in dem all dein Fleiß, den du bereits als Kind an den Tag gelegt hast, belohnt wurde? Veränderte dieser Moment nochmals merkbar deinen beruflichen Werdegang?

Es war mein erster Preis und ich habe mich wahnsinnig gefreut. Aber ehrlich gesagt, habe ich danach keine Veränderung gespürt. Ich weiß nicht, ob es Kollegen gibt, die anders empfinden, aber ich hatte nie das Gefühl eine Karriereleiter hochzuklettern, wie es in anderen Berufen üblich ist. Wenn ich nach einem Film kein Folgeprojekt habe, habe ich oft die Befürchtung, dass es das letzte Projekt war. 🙂
 

Nadja Bobyleva
 

Ajouré: Du hast bis heute schon zweimal für Star-Regisseur Steven Spielberg vor der Kamera gestanden. Unter anderem bei dem noch nicht so alten Kinofilm „Bridge Of Spies“, in dem auch Oscar-Gewinner Tom Hanks mitspielte. Wie war es für dich am Set im Vergleich zu einer deutschen Produktion?

Ich habe Steven schon vor dem ersten Drehtag kennengelernt, was sehr geholfen hat. Ich war sehr aufgeregt, bevor ich ihn das erste Mal sah. Aber er war so offen und herzlich und so entspannt, dass es mir jegliche Ehrfurcht genommen hat. Auch am Set hat er sich sehr um uns zwei (meinen Kollegen Will Rogers, der meinen Freund spielte) gekümmert. Somit hat es sich sehr natürlich angefühlt da zu sein. Was mich beeindruckte, war die Größe des Sets. Die vielen Wohn- und Cateringwagen. Die vielen abgeriegelten und umgestalteten Wohnblöcke in Breslau und die Panzer, die über die Straße rollten. Bei kleineren US-Produktionen ist es natürlich nicht so, aber mir ist damals schon aufgefallen, dass effizienter gearbeitet wird. Es gibt keine Set-Tische mit Snacks, an denen man sich zwischendurch unterhält, sondern es wird konstant gearbeitet.

Ajouré: Es gab seit 2001 praktisch kein Jahr, in dem du nicht in mindestens zwei oder mehr Filmen mitgespielt hast. Genau genommen waren es zwischen 2001 und 2017 ganze 48 Serien, Fernseh- und Kinofilme. Wenn man sich das anschaut, könnte man denken, du hast bereits viel erlebt und erreicht. Doch wo liegt dein persönliches Ziel? Hast du einen Wunsch, den du in der Schauspielerei unbedingt erreichen möchtest?

Ich würde mich freuen, wenn irgendwann der Punkt käme, an dem ich einfach tolle Drehbücher auf den Tisch gelegt bekomme und mir gesagt wird: „Ich will, dass du das machst“. Das ist eine Art Freiheit, die man erreichen kann. Und ich will meinen ersten Langspielfilm drehen. Ich will mich immer weiter bewegen. Aber im Endeffekt möchte ich einfach etwas mit spannenden Menschen zusammen kreieren, ob als Regisseurin oder Kollegin. Hauptsache, man macht zusammen etwas Erfüllendes. Auch wenn unsere Arbeit auch „nur“ ein Job ist, sollte man danach streben, dass man Freude daran hat.

 

Nadja Bobyleva
 

Ajouré: Am 15. März startet bereits eine neue Serie, in der du dabei bist. Auf der neuen Serienplattform „Blackpills“ bist du in der Serie „The Show“ zu sehen. Erzähl uns doch kurz, worum es in deiner Rolle geht.

Wir erzählen die Welt einer der größten Internet-Plattformen, die es gibt, namentlich: „The Show“. Ich spiele Maggie, eine hochbegabte Frau, die es schafft, sich von „The Show“ anstellen zu lassen, mit dem Plan, diese insgeheim zu vernichten. Die Serie wurde von dem französischen Star-Regisseur Jan Kounen gedreht, der auch schon “39,90” gemacht hatte. Wer diesen Film kennt, wird ungefähr wissen, was auf ihn zukommt. Viele Inszenierungs-Überraschungen und eine sehr wilde Reise. Mitproduzent war Luc Besson, somit war es von alleine schon spannend, in seinen Studios zu drehen, in denen noch die Autos von „Das fünfte Element“ stehen. „Blackpills“ ist eine interessante Plattform. Man lädt sich die App runter und kann umsonst Kurzserien anschauen, die dafür gedacht sind, die Zeit beim Warten oder in der Bahn spannender zu machen.

Fotos: Lou van Door

Mit diesen 8 Tipps kannst du fokussiert arbeiten

Mit diesen 8 Tipps kannst du fokussiert arbeiten

In der Theorie klingt alles ganz einfach: Je besser wir uns auf eine bestimmte Sache konzentrieren, desto erfolgreicher sind wir auch dabei. Doch in der Praxis geht die Konzentration immer wieder flöten und es lässt sich scheinbar nichts dagegen unternehmen. Die folgenden Tipps können dir aber dabei helfen, dich besser auf deine Aufgaben zu konzentrieren und dadurch nicht nur erfolgreicher, sondern auch entspannter zu werden.

1. Kein Multitasking

Multitasking gilt in der heutigen Zeit schon fast als eine Tugend. Nicht wenige brüsten sich damit, dass sie alles auf einmal erledigen könnten und dadurch Zeit sparen würden. Tatsächlich zeigte eine in Stanford durchgeführte Studie aus dem Jahr 2009 aber, dass Multitasker in Sachen Aufmerksamkeitsspanne und Erinnerungsvermögen all jenen unterlegen sind, die einfach eins nach dem anderen erledigen.

2. Arbeit und Freizeit trennen

Um sich voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren zu können, ist es wichtig, diese klar von der Freizeit zu trennen. Das bedeutet, dass du dich in deiner Freizeit bewusst von deiner Arbeit loslöst und gar nicht mehr darüber nachdenkst. Genau diese Pausen braucht das Gehirn, um besser und effektiver arbeiten zu können. Oft sind es Zeiten des Müßiggangs, die bei der Bewältigung von Problemen helfen und nicht etwa zahllose unfreiwillige Überstunden mitten in der Nacht.

3. Pausen machen

Auch während der Arbeit darf und sollte es Zeiten geben, in denen sich mal nicht alles nur um das Erledigen von Aufgaben dreht. Verschiedene Studien zeigen immer wieder auf, dass regelmäßige Pausen zu einer erhöhten Produktivität führen. Zwischendurch mal eine Runde um den Block zu drehen oder sich mit Kollegen zu unterhalten, kann also helfen. Wichtig ist aber, dass du für solche Tätigkeiten auch die entsprechenden Zeiten einplanst und es nicht zu einer Ablenkung wird.

4. Kaffee in Maßen genießen

Kaffee gilt für viele von uns als Treibstoff, ohne den wir nichts auf die Reihe kriegen würden. Es spricht auch nichts dagegen, morgens mit einem wohlschmeckenden Kaffee auf die Beine zu kommen. Über den Tag ist die richtige Dosis aber sehr wichtig. Zuviel Kaffee kann schnell die Konzentration stören und zu innerer Unruhe führen. Wie viel zu viel ist, hängt aber immer vom Einzelfall ab.

5. To-do-Listen

To-do-Listen sind ein echter Klassiker, wenn es um Tipps für eine bessere Konzentration geht. Das hat auch einen guten Grund, denn sie funktionieren wirklich. Du kannst mit einer solchen Liste deinem Tag eine feste Struktur geben und alle Aufgaben nacheinander abarbeiten. Sinnvoll ist es dabei, Aufgaben nach ihrer Wichtigkeit zu listen und das Ganze nicht zu überfrachten. Belasse es also bei möglichst nur einer Handvoll Dingen, die du auf jeden Fall erledigen musst. Wer eine To-do-Liste mit Kleinigkeiten füllt, kann sich sonst schnell erschlagen fühlen und daran zweifeln, alles darauf abhaken zu können.

6. Sportliche Betätigung

Sport ist nicht jedermanns Sache und manch einem graust es nur vor dem Gedanken, sich regelmäßig zu betätigen. Doch genau das kann bei einer besseren Konzentration ungemein helfen. Die Bewegung führt zu vermindertem Stress und erhöht gleichzeitig die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Dabei musst du auch nicht zur Sportskanone mutieren und jeden Tag kilometerweit laufen. Es reichen schon kleinere Übungen aus, um Erfolge zu erzielen. Mach also etwas, was dir Spaß macht und sei es nur das Trainieren mit einer kleinen Hantel oder etwas Ähnlichem.

7. Offline bleiben

Inzwischen ist es schon normal geworden, dass jeder immer und überall erreichbar ist. Genau das ist für die Konzentration natürlich wenig förderlich. Ständig kommt es zu Ablenkungen, weil irgendjemand etwas von dir will oder dir mal wieder ein neues Katzenvideo präsentieren möchte. Um derartige Szenarien zu vermeiden, empfiehlt es sich, bei der Arbeit nach Möglichkeit einfach mal offline zu bleiben. Schalte das WLAN am Computer aus und schicke dein Smartphone in den Offline-Modus oder schalte es einfach ab. Dann kannst du dich voll und ganz auf deine Aufgaben konzentrieren und was immer dir Freunde und Bekannte mitteilen wollen, hat bestimmt auch noch ein paar Stunden Zeit. Mach dir immer wieder klar, dass du nichts verpasst, nur weil du mal für eine gewisse Zeit nicht online bist.

8. Langeweile genießen

Wer einen stressigen Alltag gewohnt ist, der kann mit dem Gefühl von Langeweile oft kaum oder gar nicht umgehen. Gibt es mal nichts zu tun, suchen wir daher nicht selten selbst aktiv nach einer Ablenkung. Sei es das TV-Programm, irgendwelche Putztätigkeiten in der heimischen Wohnung oder Telefonate mit Freunden. Es ist jedoch ratsam, die Langeweile einfach mal zu genießen. Durch simples Nichtstun erlaubst zu deinem Körper und deinem Geist runterzukommen und sich zu entspannen. Das gibt dir Kraft, um dich später wieder voll und ganz in die Arbeit und den Alltag zu stürzen. Langeweile ist nichts Schlechtes, sondern eine Gelegenheit, um zur Ruhe zu finden. Statt sich darüber zu ärgern solltest du für solche Momente in Zukunft also einfach dankbar sein und sie so gut wie möglich auskosten.

 

Foto: fizkes / Getty Images

Abnehmen mit Hypnose – Geht das wirklich?

abnehmen durch hypnose

Tausend verschiedene Diäten, Sport, Trennkost, keine Kohlenhydrate nach 17 Uhr, Abnehmdrinks – was haben wir nicht schon alles versucht, um überschüssige Kilos loszuwerden. Du hast sicher auch schon die ein oder andere Erfahrung mit derartigen Methoden gemacht. Manches hilft gar nicht, anderes nur kurzzeitig, oder es fällt schwer, dauerhaft am Ball zu bleiben. Auch mit Hypnose soll man angeblich abnehmen können. Das klingt ziemlich verführerisch – einfach nur eine Weile rumliegen, sich hypnotisieren lassen und der perfekte Beach Body kommt von ganz allein? Klingt fast zu schön, um wahr zu sein…

Was steckt dahinter?

Durch Hypnose soll im Grunde der innere Schweinehund überlistet werden. Die Sitzungen sollen dir helfen, bisherige Verhaltensmuster und -gewohnheiten zu verändern. Der Hypnotherapeut versetzt dich in Trance und vermittelt dir dann individuell neue Verhaltensweisen, wie zum Beispiel, dass du abends keine Lust mehr hast, vor dem Fernseher zu naschen. Eine Sitzung dauert etwa eine halbe bis eineinhalb Stunden und wird in der Regel als sehr angenehm und entspannend empfunden. Wie viele für den gewünschten Erfolg nötig sind, ist unterschiedlich. Manchmal reicht schon eine aus. Vorab findet zunächst ein Gespräch statt, in welchem dir der Hypnotherapeut erklärt, wie die Hypnose abläuft und was sie bringen kann.

 

Hypnose: Seriöser als ihr Ruf

Tatsächlich ist die Wirksamkeit dieser Methode wissenschaftlich belegt. Viele Menschen sind bei Hypnose erst mal skeptisch. Vielleicht denkst du dabei auch erst einmal an Show-Hypnotiseure, die ihr „Opfer“ vermeintlich glauben lassen, es sei ein Huhn, das zur Erheiterung der Zuschauer gackernd über die Bühne läuft. Nicht selten stellen sich solche Programme im Nachhinein als Fake raus. Es gibt zwar Scharlatane auf diesem Gebiet, aber die Behandlung von einem seriösen Hypnotherapeut kann wirklich viel bringen. Vorausgesetzt, die Ursache des Übergewichts ist nicht eine Krankheit, sondern falsches Essverhalten oder mangelnde Bewegung.

Um die Wirksamkeit aufzuzeigen, wurde eine Studie der Universität Tübingen mit 43 adipösen Frauen durchgeführt. Diese wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Alle Teilnehmerinnen bekamen alle zwei Wochen eine Verhaltenstherapiesitzung, eine Gruppe wurde aber zusätzlich noch hypnotisiert. Abnehmen konnten in dem Testzeitraum von sechs Monaten alle Frauen, doch die Teilnehmerinnen, die auch Hypnose-Behandlungen bekamen, nahmen stärker und dauerhafter ab.

 

Mehr Lebensqualität dank veränderter Psyche

Des Weiteren konnte man bei der Hypnose-Gruppe der Studie auch eine deutliche Verbesserung der Gesundheit und der Lebensqualität feststellen. Kein Wunder: Dass ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und Psyche besteht, ist schon länger bekannt. Bei der Hypnose geht es nicht darum, zu vermitteln, mit welcher Sportart man am besten abnehmen kann oder welche Nahrungsmittel gesund sind. Stattdessen soll herausgefunden werden, warum zu viel gegessen wird, welche psychologischen Hintergründe das Übermaß an Kalorien hat.

So kann zum Beispiel ein Mangel an (Selbst)liebe dafür sorgen, dass du dich unterbewusst mit Essen tröstest. Fast jeder hat einen inneren Schweinehund. Wir sehen ihn als Schwäche an, aber wir hinterfragen leider viel zu selten, wieso er überhaupt da ist.Im Grunde ist dieser Schweinehund aber nicht unser Feind. Er bringt uns dazu, das zu tun, was uns in diesem Moment guttut – leider wird dabei unser Wohl auf lange Sicht vernachlässigt. Die Hypnose soll helfen, den Schweinehund kennenzulernen, zu verstehen und dadurch letztendlich auch leichter zu überwinden.

 

Vom Couch-Potato zur Sportskanone?

Nicht nur das Ernährungs-, sondern auch das Bewegungsverhalten kann durch Hypnose-Sitzungen verändert werden. Dafür muss der Hypnotherapeut herausfinden, warum du eine Abneigung gegen Sport hast. Möglicherweise hast du schlechte Erlebnisse mit sportlichen Menschen gehabt, durch die du unbewusst eine Abneigung gegen diese Art der Aktivität entwickelt hast. Oder dir wurde schon im Kleinkindalter ein bewegungsarmer Lebensstil von deinen Eltern vorgelebt, der dich geprägt hat.

Entscheidend für die Freude am Sport ist Ehrgeiz, und der muss erst einmal geweckt werden. Dabei sind immer wieder neue realistische und konkrete Ziele nötig. So kannst du dir zum Beispiel vornehmen, bis zu einem bestimmten Datum drei Kilo abzunehmen.

 

Hypnose in Eigenregie

Hypnose-Sitzungen sind nicht unbedingt preiswert – je nach Therapeut kann schon mal ein dreistelliger Betrag fällig werden. Es gibt aber auch CDs, mit denen du dich zu Hause selbst in Trance versetzen kannst, um dein Unterbewusstsein positiv zu beeinflussen.

Dabei wird mit einer Kombination aus beruhigender Musik und Suggestionen gearbeitet. Der Haken ist, dass hier nur ganz pauschale Sprüche zu hören sind, die aber nicht individuell auf dich zugeschnitten sind und daher weniger effektiv sind. Unter Umständen kann das regelmäßige Anhören der CD aber trotzdem eine positive Wirkung haben. Durch den recht geringen Preis ist es allemal einen Versuch wert, aber du solltest nicht zu viel erwarten.

 


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Nachhaltige Mode: Fairtrade-Label spielt immer größere Rolle

Nachhaltige Mode: Fairtrade-Label noch mit Akzeptanzproblemen

Achtest du eher darauf, dass deine Kleidung fair produziert und gehandelt wird – oder dass sie möglichst schick aussieht und bequem ist? Für die meisten Deutschen ist es (noch) nicht kaufentscheidend, ob Textilien nachhaltig hergestellt und fair gehandelt werden. Das zeigt eine aktuelle Studie.
 

Die Kleidung soll in erste Linie bequem sein

Ein führender deutscher Lebensmittelhändler wollte wissen, wie es um das Kaufverhalten bei Textilien steht und ob die Bundesbürger nachhaltiger konsumieren. Für die repräsentative Erhebung befragte das Hamburger Marktforschungsinstitut Innofact Ende 2017 mehr als 1.000 Personen.

Wie wichtig ist es, dass Pullover, Hemd und Hose nachhaltig produziert und fair gehandelt werden? Die Studie zeigt, dass Kleidung für die meisten Deutschen in erster Linie bequem sein soll. Das gilt noch ein wenig mehr für die Arbeit (79 Prozent) als für den Privatbereich (75 Prozent).

Bei der Kleidung darf selbstverständlich die Optik nicht zu kurz kommen – knapp zwei Drittel legen im Privaten Wert darauf, im Berufsleben achten dagegen nur 26 Prozent auf den Style-Aspekt. Ähnlich verhält es sich in puncto „Sexyness“: 28 Prozent achten beim Kauf von Kleidung für die Freizeit darauf, während sich lediglich 2 Prozent im Büro sexy kleiden.
 

Fairtrade-Label bringt Transparenz

Das Fairtrade-Siegel soll Transparenz schaffen und für Glaubwürdigkeit sorgen. Es kennzeichnet Produkte und garantiert festgelegten Herstellungsstandards der zertifizierten Kleidungsstücke. Fairtrade in der Mode steht für:

  • geregelte Arbeitsbedingungen auf den Rohstoffplantagen und in den Produktionsstätten
  • faire Löhne für die Arbeiter
  • gerechten Handel

Das Fairtrade-Label ist in der Modebranche immer weiter auf dem Vormarsch. Hier arbeitet Fairtrade mit zwei Siegeln: Dem Fairtrade-Siegel für Baumwolle, das die Faser Baumwolle in einem Kleidungsstück zertifiziert, und dem Fairtrade Textile Production Siegel, das jeden Arbeitsschritt der Lieferkette einer Textilie zertifiziert. Textilien mit Fairtrade-zertifizierter Baumwolle gibt es in Deutschland seit 2007 zu kaufen. Aktuell gibt es bereits 90 Unternehmen, die Kleidung, Bettwäsche, Handtücher, Arbeitsbekleidung, Rucksäcke oder Schuhe mit Fairtrade-Baumwolle herstellen und die Produkte entsprechend mit dem Fairtrade-Baumwoll-Siegel ausloben. Textilien mit dem Fairtrade Textil Production Siegel gibt es bisher noch nicht zu kaufen. Jedoch arbeiten bereits drei große deutschen Unternehmen daran, ihre Lieferketten nach dem Textilstandard umzustellen.

Aktuell sehen 44 Prozent der Befragten einen Zusammenhang zwischen dem Fairtrade-Label in der Mode und Nachhaltigkeit. Und immerhin verbinden 63 Prozent der Studienteilnehmer mit Fairtrade positive Arbeitsbedingungen.

Weitere Erkenntnis der Umfrage: Zwar spenden 82 Prozent ihre Altkleider an gemeinnützige Organisationen – doch jeder Zehnte wirft seine ausgediente Bekleidung einfach in den Müll, allen Möglichkeiten der Weitergabe oder des Recycling zum Trotz.

Du interessierst dich für die Themen Fairtrade und Nachhaltigkeit in der Mode? Mehr dazu und was es mit dem ökologischen Fußabdruck auf sich hat erfährst du in diesem Beitrag im TRIGEMA Magazin.

 

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Foto: CC0 Creative Commons / Pixabay

Blind Date Guide: So wird dein Treffen ein Erfolg

Blind Date Guide: So wird dein Treffen ein Erfolg

Blind Dates sind aufregend und spannend, können aber auch nach hinten losgehen, wenn es an Vorbereitung mangelt. Schließlich hat man vom Gegenüber bestenfalls ein Profilbild im Internet gesehen oder nur Textnachrichten bekommen, die wenig Rückschlüsse auf Charakter und gegenseitige Sympathie zulassen. Ein Blind Date ist definitiv ein Abenteuer – um sich darauf einzulassen, musst du ein wenig mutig sein, und um es zum Erfolg zu bringen, die nachfolgenden Tipps beachten. Wer weiß: Vielleicht wartet ja als nächstes dein Traummann bei solch einem Date?
 

Authentisch sein

Den schlimmsten Fehler, den du machen kannst, ist, dich zu verstellen. Du erzählst, dass du dich schon immer für Medizin interessiert hast, nur weil er Arzt ist? Du gibst vor, auf Camping zu stehen, weil er das liebt, würdest deinen wertvollen Urlaub aber lieber in einem komfortablen Wellness-Hotel verbringen? Es ist besser, einfach authentisch zu bleiben – wenn er dich als Person mag, ist es gut, wenn nicht, ist es auch kein Beinbruch. Sei einfach du selbst, mit all deinen Schwächen und Eigenarten, aber auch all deinen Stärken und tollen Seiten. Der Rest ergibt sich von alleine!

 

Smalltalk-Themen überlegen

Jeder von uns kennt sie: Diese peinliche Stille, die entstehen kann, wenn man sich zum ersten Mal sieht und nicht wirklich weiß, über was man eigentlich reden soll. Sie schlägt meistens dann zu, wenn man wenig gemeinsam hat oder versucht, nicht zu viel über sich selbst zu reden. Von daher ist es absolut wichtig, dass du dir vorher ein paar Smalltalk-Themen überlegst, die das Gespräch eröffnen oder als Lückenfüller dienen können. Dabei muss es nicht der abgedroschene Klassiker Wetter sein – Serien, Traumberufe oder Fragen zu Urlaubsplänen („Sag mal, wohin möchtest du in deinem Leben eigentlich noch gerne reisen?“) können ebenso gut eine interessante Konversation auslösen. Wenn sich dabei noch herausstellt, dass ihr genau die gleichen Serien auf Netflix gut findet oder ähnliche Reisevorstellungen habt, ist das doch schon mal ein super Anfang!

 

Outfit frühzeitig raussuchen

Wir alle kennen die Outfit Frage, weil wir unsere beste Freundin und uns selbst vor einem anstehenden Date regelmäßig damit nerven. Dabei gilt es, einen fatalen Fehler unbedingt zu vermeiden: Das Outfit in letzter Minute herauszusuchen, weil du es deiner Laune überlassen willst, auf welche Kleidungsstücke du Lust hast. Der gut gemeinte Gedanke kann schnell in Panik ausarten und im schlimmsten Fall zu einer granatenmäßigen Verspätung führen, weil du feststellst, dass das neue Kleid doch nicht so gut sitzt, die Schuhe nicht passen etc…
Besser ist es, das Outfit frühzeitig zu planen, mit der besten Freundin ein paar Tage vorher abzustimmen und es am Tag des Blind Dates in weiser Voraussicht schon einmal bereitzulegen. Spart Zeit und Nerven!

 

Passende Location aussuchen

Die Wahl der Location entscheidet meist über die Atmosphäre während des Dates und sollte daher gut überlegt sein. Wer sich für ein Café oder Restaurant entscheidet, sollte eines wählen, in dem nicht zu viel los ist. Du wirst sonst kaum ein Wort verstehen und von dem Geräuschpegel genervt sein. Auch ist es nicht ratsam, sich beim ersten Mal bei einem von euch beiden zuhause zu treffen – wer weiß, was sonst alles passiert. Ein Spaziergang an der frischen Luft oder ein Date zum Bowling spielen sind eine schöne Alternative zum klassischen Sit-and-talk Szenario.

 

Vorab klären, wer zahlt

Sofern ihr bei eurem ersten Treffen etwas konsumiert, gilt es, den unangenehmsten aller Fehler zu vermeiden. Die Frage der Bezahlung kann nämlich dem sympathischsten Blind Date einen Strich durch die Rechnung machen – im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn es darum geht, die Rechnung zu bezahlen, sind falsche Erwartungshaltungen oft an der Tagesordnung. Meistens erwartet die Frau, dass der Mann wie selbstverständlich bezahlt, schließlich soll er ein Gentleman sein. Manche Männer übernehmen diese Aufgabe gerne, erwarten aber im Gegenzug, dass die Frau aus Höflichkeit zumindest anbietet, ihren Teil der Rechnung selbst zu bezahlen, damit sie es ausschlagen können. Wieder andere pochen auf Emanzipation und bestehen auf getrennte Rechnungen. Deshalb ist es absolut ratsam, die Frage der Bezahlung schon vorher zu klären. Am besten noch schriftlich, bevor ihr euch das erste Mal seht. Eine angemessene Formulierung von deiner Seite aus könnte sein: „Ich würde mich freuen, wenn du mich zum Essen einlädst, bin aber auch gerne bereit, meinen Teil selbst zu bezahlen. Lass uns einfach was Leckeres essen gehen.“

 

Fehlende Sympathie bekunden ist erlaubt

Falls es beim ersten Treffen so gar nicht passt, ist es völlig ok, fehlende Sympathie seinem Blind Date Partner gegenüber zu bekunden oder das Date auch abzubrechen. Es muss dir nicht peinlich sein, denn wenn ihr nicht füreinander bestimmt seid oder optisch nicht zusammen passt (z. B. Mann wesentlich kleiner als Frau), dann ist es eben so. Dann ist es besser, den Tatsachen ehrlich ins Auge zu sehen, anstatt falsche Hoffnungen zu wecken und hinterher den Ärger zu haben.

 

Foto: ArthurHidden / Getty Images

9 Gründe, um mehr Zeit im Freien zu verbringen

9 Gründe, um mehr Zeit im Freien zu verbringen

In unserem hektischen Alltag kann es mitunter schwierig sein, Zeit im Freien zu verbringen. Gerade diejenigen unter uns, die in Großstädten wohnen, haben deshalb häufig kaum noch einen Bezug zur Natur. Dabei gibt es viele gute Gründe dafür, warum wir mehr Zeit im Freien verbringen sollten – und das das ganze Jahr über.
 

Frische Luft stärkt unsere Abwehrkräfte

Wer sich häufig an der frischen Luft bewegt, wird seltener krank. Durch die Bewegung in der Natur werden unsere Abwehrkräfte gestärkt, und auch das Herz-Kreislauf-System profitiert von der Zeit in der Natur.

 

Vitamin-D-Speicher werden aufgefüllt

Wohl ein Großteil der Deutschen hat einen Vitamin-D-Mangel. Vitamin D, auch Sonnenvitamin genannt, kann vom Körper nicht selbst gebildet werden. Nur mithilfe von Sonnenstrahlen kann er ausreichend Vitamin D bilden. Ein Mangel kann gravierende Folgen haben – von einem schwachen Immunsystem über Konzentrationsprobleme bis zu Depressionen. 15 Minuten an der frischen Luft mit unbekleideten Armen und bestenfalls kurzen Hosen hilft, die Speicher wieder aufzufüllen.

 

Zeit in der Natur entschleunigt und wirkt Stress entgegen

Wer sich in der Natur bewegt, fühlt sich meist schon nach kurzer Zeit entspannter als vorher. Wanderungen oder ein Spaziergang wirken Stress entgegen und entschleunigen. In Japan gibt es deshalb einen Trend zum sogenannten Waldbaden. Diese Praxis, bei der Zeit im Wald verbracht wird, folgt dem Ergebnis von Studien, nach denen Menschen, die Zeit im Grünen verbracht haben, weniger gestresst sind – und das mehrere Tage oder sogar Monate lang.

 

Die Natur als Anti-Depressivum

Wer häufig mit schlechter Stimmung oder gar Depressionen zu kämpfen hat, für den empfehlen sich regelmäßige Ausflüge ins Grüne ganz besonders. Denn die Zeit in der Natur kann helfen, Depressionen zu mildern. Das liegt auch an der damit meist verbundenen Bewegung, die Endorphine freisetzt.

 

Zeit in der Natur macht glücklich

Wenn wir Zeit in der Natur verbringen, fühlen wir uns wieder stärker mit unserer Umwelt verbunden als wenn wir uns nur in der hektischen Großstadt aufhalten. Regelmäßig draußen im Grünen zu sein, kann auch zu mehr Zufriedenheit verhelfen. Wenn du dich der Natur stärker verbunden fühlst, ist es auch wahrscheinlicher, dass du positive Gefühle und Glücksmomente erlebst.

 

Du verbesserst deine Fitness

Ganz nebenbei hat die Zeit im Grünen auch den Vorteil, dass du durch die Bewegung fitter wirst – ganz egal, ob du joggen gehst, wanderst oder einfach nur spazieren gehst. Im Vergleich zum Fitnessstudio hast du bei der Bewegung draußen zudem den Vorteil, dass dein Körper stärker gefordert ist, weil dein Workout durch die natürliche Umgebung stärker variiert. Außerdem verbrennst du dabei mehr Kalorien.

 

Dein Training kommt dir weniger anstrengend vor

Noch ein Argument dafür, im Freien Fitness zu betreiben – egal, ob Biken, Basketball oder Klettern – wir empfinden die Anstrengung draußen meist als weniger groß, als es bei einer vergleichbaren Tätigkeit in einer Halle oder einem Fitnessstudio der Fall wäre. Auch Wanderungen sind sehr empfehlenswert und alles andere als altbacken. Sie werden nämlich je nach Terrain als nicht besonders anstrengend empfunden, du verbrennst dabei jedoch gerade über lange Strecken viele Kalorien und wirst fitter.

 

Deine Kreativität kann so gesteigert werden

Neben den knappen Bikini oder das hautenge Schlauchkleid solltest du ein möglichst peinliches Foto von dir platzieren, dass du bei Facebook oder in anderen sozialen Medien gefunden hast. Das ist blamabel. Und das wird dir nicht wieder passieren – dank deiner Workouts machst du künftig immer eine gute Figur.

 

Die schöne Umgebung genießen

Wenn du draußen in der Natur unterwegs bist, hat das auch einen ganz simplen Pluspunkt: Du bewegst dich in einer schönen Umgebung. Das allein macht meist schon bessere Laune und reduziert Stress und Anspannung. Für besondere Panoramen lohnen sich auch anstrengende Aufstiege und Wanderungen. Den Ausblick kannst du dann bei einer wohlverdienten Stärkung genießen.

 

Foto: martin-dm / Getty Images

Die besten Tipps fürs Styling mit dem Glätteisen

Die besten Tipps fürs Styling mit dem Glätteisen

Das Glätteisen ist und bleibt wohl die beliebteste Styling-Waffe von uns Frauen. Doch auch der Zauberstab fürs Haar sollte nicht willkürlich und unbedacht zum Einsatz kommen. Schließlich geht es hier nicht nur buchstäblich um das Spiel mit dem Feuer – beziehungsweise mit der Hitze. Deshalb haben wir Tipps für die richtige Anwendung recherchiert, die du beim Styling deiner Mähne mit dem Glätteisen berücksichtigen solltest.
 

Welches Eisen passt zu deinem Haar?

Dies ist sicherlich die erste Frage, die du dir stellen solltest, wenn du auf der Suche nach einem passenden Glätteisen bist. Dabei kann es sein, dass du zunächst einmal von der großen Auswahl mehr oder weniger erschlagen wirst. Den heißen Stab gibt es nicht nur in allen Farben, Größen und Preisklassen, sondern auch mit den unterschiedlichsten Qualitätsmerkmalen. Wenn dein Budget steht, kannst du die Palette schon mal etwas einkreisen. Dann kommt es auf deine Haarlänge an: Für langes Haar eigen sich Glätteisen mit größeren Platten. Für das Styling von Kurzhaarschnitten und Ponys solltest du eher zu solchen mit schmalen Platten greifen, das vereinfacht das Glätten erheblich.

Auch bei der Art der Beschichtung gibt es Unterschiede. So sollten etwa nur diejenigen unter euch zu Titan-Beschichtungen greifen, die bereits einen sicheren und wenn nicht sogar professionellen Umgang mit dem Glätteisen geübt sind. Denn das Titan wird äußerst heiß und kann eure Haare dementsprechend eher schädigen. Nicht so Beschichtungen aus Keramik. Denn dieses Material sorgt dafür, dass sich die Hitze gleichmäßig erst auf den Platten verteilt und dann vorsichtig an das Haar abgegeben wird. Darüber hinaus musst du bei der Wahl deines Glätteisens darauf achten, dass eben diese Platten gut aufeinander aufliegen, da es sonst zu Haarschädigungen kommen kann. Außerdem sollte das Gerät einfach zu öffnen und zu schließen sein, gut in der Hand liegen und eine stufenweise Hitzeregulierung ermöglichen.

 

Vor dem Glätten: pflegen!

Das Glätteisen wird enorm heiß und Hitze ist nicht die beste Pflege fürs Haar, das ist wohl bekannt. Daher ist es besonders wichtig, das Haar auf diese intensive Wärme vorzubereiten – ob du nun deine Mähne nur für besondere Anlässe glättest, oder aber jeden Tag mit dem heißen Eisen bändigst. Für den optimalen Hitzeschutz gibt es Mousse, Sprays und Co, die du vor dem Glätten sorgfältig auf die Strähnen auftragen solltest. Sie legen sich sozusagen um die Haare und bilden eine schützende Schicht zum heißen Eisen. Wenn du deine Haare vor dem Glätten wäschst, musst du sie zwingend vorher trockenföhnen. Denn noch feuchte Strähnen können beim Kontakt mit dem heißen Glätteisen tatsächlich verbrennen. Da du bereits beim Trocknen mit dem Föhn deine Haare einer Hitzebehandlung unterziehst, ist es besser, du lässt sie ganz natürlich an der Luft trocken werden. Oder aber, du föhnst sie auf niedriger Stufe und mit kühler Luft. Darüber hinaus gilt: Feuchtigkeit pflegt am besten. Wer regelmäßig zum Glätteisen greift, muss daher enorm großen Wert auf eine solche Pflege mit entsprechenden Shampoos und Kuren legen.
 

Die richtige Anwendung

Da du deine Haare nun ausreichend gepflegt und auf die Wunderwaffe vorbereitet hast, kann es tatsächlich losgehen. In einem ersten Schritt kämmst du deine Haarpracht gründlich und steckst das Deckhaar nach oben. In der Zwischenzeit dürfte sich dein Glätteisen erhitzt haben. Dabei bitte unbedingt beachten, dass du die 180 Grad Celsius Marke nicht überschreiten solltest. Bei feinem Haar sogar besser mit einer maximalen Hitze von 150 Grad vorgehen. Beim eigentlichen Glätten beginnst du jetzt mit den unteren Haarpartien. Das Eisen führst du dafür vom Ansatz der jeweils etwa fünf Zentimeter breiten Strähnen aus hin zu den Spitzen – vorsichtig und geduldig. Denn wenn du die Strähne einmal langsam glättest, musst du sie nicht noch ein zweites Mal der Hitze des Styling-Gerätes aussetzen. So arbeitest du dich Partie für Partie voran und gehst mit dem Deckhaar genauso vor. Wenn du etwas mehr Volumen in deine Mähne zaubern möchtest, ziehst du die Strähnen der obersten Haarschicht allerdings beim Glätten nach oben. So schaffst du Volumen am Ansatz, das dein Haar allgemein fülliger wirken lässt. Damit die neu gewonnene Glätte auch möglichst lange hält, solltest du sie zum Schluss mit Haarspray fixieren, immer einen Regenschirm dabei haben und dann mit deinem seidenglatten Haar durch die Welt spazieren.

 

Foto: Yuri_Arcurs / Getty Images

Beim Urlaub buchen sparen – Diese Studie verrät das größte Einsparpotential

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Theoretisch gesehen steht der Frühling vor der Tür, doch noch beherrschen einstellige Gradzahlen das Land, und jeden Morgen stellen wir uns die selbe Frage: Warum bin ich noch nicht im Urlaub? Und so wird der Weg zur Arbeit mit Träumereien von fernen Zielen zurückgelegt und wir begeben uns gedanklich nach Thailand, Dubai, Malediven oder die Karibik. Hauptsache warm und Strand oder eine Destination, in der wir mit unserem Rucksack reisen und täglich neue Dinge erleben können. Unterm Strich zählt für uns nur eines: Weg hier und raus aus der Kälte.

Im direkten Anschluss an die Traumziele folgt in der Regel die Überlegung, was uns der Spaß wohl kosten wird und wie wir vielleicht hier und da noch Geld sparen können. Schließlich muss ja manchmal die ganze Familie mit eingepackt werden. Und da kann es schon einmal teuer werden. Gut also, wenn wir ein paar Tricks auf Lager haben, die uns teilweise ein paar Hundert Euro sparen lassen.

Genau das dachte sich auch Expedia und präsentiert die gerade veröffentlichte globale Studie „The 2018 Air Travel Outlook Report“, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Airlines Reporting Corporation (ARC). Das Ziel: Die Vorhersage der Flugpreisentwicklung für das laufende Jahr. Mit diesen Erkenntnissen verschafft Expedia jedem Urlauber einen Mega-Vorteil. Touristen werden in der Lage sein, die für sich besten Preise finden zu können, nur durch die Tatsache, dass sie wissen, worauf bereits im Vorfeld zu achten ist.

Wer denkt, dass Airlines nach Belieben die Preise hoch- und runterfahren und die Buchung zum Glücksspiel wird, irrt sich, denn dahinter steckt ein Muster, welches Expedia dank der Studie erkennen konnte und welches das Online-Reiseportal nun an seine Kunden weitergeben möchte, damit diese eine größtmögliche Ersparnis beim Buchen erfahren können.

Zusammengefasst verrät Expedia vier Tipps, mit denen sich teilweise hohe dreistellige Beträge sparen lassen. Reist man nicht alleine, sondern mit der kompletten Familie, werden aus mehreren Hundert schnell mal Ein- bis Zweitausend Euro. Und alles nur, weil man die Tricks kennt.
 

Urlaub buchen sparen

 

Tipp 1:
Der günstigste Tag zum Buchen ist der Sonntag!

Natürlich kann man nicht davon ausgehen, dass jeder Sonntag der Woche das Mega-Schnäppchen verspricht, doch im Schnitt betrachtet erwies sich dieser Tag als „Best-Offer-Day“, was Flüge angeht. Als schlechtester Buchungstag entpuppte sich der wohl beliebteste Wochentag der Arbeitnehmer: Freitag. Der Grund: Geschäftsleute haben hier die benötigte Zeit, sich mit Urlaub auseinanderzusetzen. Und da die Airlines das auch wissen, werden die Preise hier kräftig angezogen. Bei Buchungen am Sonntag werden die Flugticketpreise von Flügen innerhalb Europas teilweise 55% niedriger angeboten. Bei Interkontinentalstrecken ist es etwas anders, doch auch hier können noch immer 40% gespart werden.

 

Tipp 2:
Der Mai machts!

Der Studie nach zu urteilen, ist der beste Monat für eine Flugbuchung der Mai. Dies gilt bei Hin- und Rücklügen ins Ausland. Besonders, wenn es um Ziele wie Asien, Südamerika und die Vereinigten Staaten geht. Aus der Reihe tanzt hier nur die 1001 Nacht-Destination Dubai. Wer hier hin möchte, sollte mit seiner Buchung bis Juni warten. Urlaub mit dem Flugzeug in Deutschland gibt es natürlich auch. Hier stehen die besten Preise im Dezember zu Verfügung.

 

Tipp 3:
Frühbucher-Angebote wahrnehmen!

Die Zeiten des Last Minute, wie wir es einst gekannt haben, sind lange vorbei. Wer merkbar weniger bezahlen möchte, als der Rest der Reisenden, muss die Frühbucherangebote wahrnehmen. Wer es schafft, seinen Urlaub ein Vierteljahr im Voraus zu planen und zu buchen, der spart im Schnitt rund 42%. Wem das zu früh ist, der kann bis einen Monat vor Abreise noch immer gute Preise finden. Ab diesem Zeitpunkt ziehen die Preise dann allerdings wieder an.

 

Tipp 4:
Kombi-Buchungen sparen Geld!

Es gibt sogenannte „Paketbuchungen“, bei denen es Veranstaltern möglich ist, deutliche Preisnachlässe zu gewähren. Hierfür müssen dann Flugticket, Hotel und/oder Mietwagen zusammen gebucht werden. Bei diesen Veranstaltertarifen ist also eine Landleistung im Zielgebiet notwendig. Ein Hotel brauchen allerdings sowieso die meisten Reisenden und wenn nicht, dann wird es wohl ein Mietwagen. Die Ersparnisse liegen alleine hier bei mehr als 100 Euro pro Person. Je nach Reiseziel liegen die Ersparnisse sogar noch weit darüber.
 

Urlaub buchen günstig

 

Wir haben uns mit einem Touristikkaufmann getroffen, der über eine 20 Jahre lange Erfahrung verfügt und haben ihn gefragt, ob es nicht noch mehr Möglichkeiten gibt, an bessere Preise zu gelangen, als die bereits genannten vier Punkte der Expedia-Studie. Der Touristiker bestätigte ohne Zweifel die genannten Punkte von Expedia, hat allerdings noch das ein oder andere Ass im Ärmel, welches viele Urlauber vielleicht nicht kennen:

Flexibilität zahlt sich aus. So ist ein Vergleich der Abflughäfen in Deutschland schon einmal gut. Die meisten schauen allerdings nur die Flughäfen in unmittelbarer Nähe an, was wenig Sinn macht, denn die großen Preisunterschiede erreicht man oftmals bei Flughäfen, die etwas weiter weg sind. Allerdings bieten viele Reiseveranstalter Zugtickets an, die bereits im Preis inklusive sind. Wer hier zwei bis drei Stunden Fahrt in Kauf nimmt, spart richtig.

Der Frühbucher ist komplett unterschätzt. Viele gehen auf Last Minute, da sie immer noch denken, wer zuletzt kommt, freut sich am meisten. Weit gefehlt, wie uns der Reiseexperte erzählt. Es ist wie Expedia bereits erwähnt hat: Man kann fast nicht früh genug buchen, um die Top-Preise zu erzielen.

Auch wichtig ist zu wissen, welches Bundesland wann Ferien hat und wo der Flughafen liegt, von dem man abfliegen möchte. Liegt ein Alternativflughafen außerhalb des Feriengebietes, fallen hier keine oder weniger Zuschläge an.

Bei Linienflugtickets rät der Reiseexperte vor allem eines: Keine One-Way-Flüge buchen. Hier sind die Kosten immens höher, als wenn man direkt einen Return-Flug bucht. Zudem kommt, dass man in vielen Ländern mit einem One-Way-Ticket nicht einreisen darf, da vor Ort ein Weiter- oder Rückflug vorgewiesen werden muss. Anders natürlich, wenn man über ein Visum des jeweiligen Landes verfügt.

Weiterhin sollte darauf geachtet werden, nicht irgendwelche Airlines wahllos miteinander auf einem Ticket zu verbinden, da diese teilweise nicht gut miteinander arbeiten oder nicht der selben Alliance angehören. Was für die USA beispielsweise immer gut geht, ist eine Kombination aus Lufthansa Langstrecke und United Airlines innerhalb Nordamerikas.

 

Fotos: levente bodo; Jasmina007; Steve Debenport / Getty Images

USA Serienstar – Made in Germany: Elisabeth Röhm im Interview

Elisabeth Röhm im Interview

Niemand hätte damals wohl gedacht, dass Elisabeth Röhm, die 1973 in Düsseldorf geboren wurde, eines Tages ein amerikanischer Serienstar werden würde. Heute spielt die hübsche Blondine mit deutschen Wurzeln in weltbekannten Super-Serien wie „Law&Order“, „The Last Ship“ und der brandneuen Serie „The Oath“ tragende Rollen. Wir haben uns die herzliche Schauspielerin geschnappt, die uns erzählt, wie sie zu ihrem Erfolg kam und wie sie es bis heute schafft, so wandelbar und ausgeglichen zu sein – und vor allem, was es mit ihrer neuen Rolle bei „The Oath“ auf sich hat.
 

Liebe Elisabeth, seit 20 Jahren bist du Schauspielerin und hast beinahe jedes Jahr in Filmen und Serien mitgespielt. Wann war für dich klar, dass du Schauspielerin werden möchtest und was war der ausschlaggebende Grund hierfür, denn studiert hast du ja eigentlich europäische Geschichte?

Ich ging zum College um Geschichte zu studieren und möglicherweise Journalistin zu werden, nur um die wilde und lebendige Welt des Theaters und des Films zu entdecken. Ich war viel mehr introvertiert und durch mein soziales Leben, das mich in die Theaterwelt brachte, begann ich, meine eigene Stimme und mein Selbstvertrauen zu entdecken. Nach dem College fing ich mit Vorsprechen an und glücklicherweise landete ich einen Drei-Jahres-Vertrag bei einer Serie. Ich merkte, dass ich eine Künstlerin sein kann mit einem Job, der mich gut bezahlt. Das alles zu einer Zeit, in der ich das Geld sehr brauchte, denn ich war ja eine junge Studentin.

In der neuen Serie „The Oath“ spielst du FBI-Agentin Aria Price, die eine Undercover-Operation leitet. Wie gut oder wie schlecht hat dir deine neue Rolle im Vergleich zu deinen anderen Rollen wie in „Law&Order“, „The Last Ship“ oder „Hawaii Five-O“ gefallen? Konntest du dich mit Aria Price identifizieren?

Aria Price unterscheidet sich definitiv von Serena Sutherland aus Law&Order, Allison von „The Last Ship“ und Dr. Grey aus „Five-O“. Ich spiele mit ihr einen ziemlich intensiven und dunklen Ckarakter. Jedoch hat Aria eine gewisse Gewalt und einige Kanten an ihr, die sie besonders interessant machen, ebenso wie die Intensität und das Feuer, die sie bezüglich ihrer Arbeit an den Tag legt. Letztendlich ist sie eine Kreatur des Mysteriums und eine tickende Zeitbombe, die versucht, genau wie die anderen zu überleben. Jeden von uns. Aber mehr wird gegen Ende der ersten Staffel verraten.
 


 

Du wirst in zehn Episoden zu sehen sein. Wie groß ist die Vorfreude auf den Start dieser ersten Staffel?

Die Vorfreude auf „The Oath“ ist sehr groß, sowohl von den Schauspielern, den Produzenten, als auch von den Kritikern!

Du hast im Laufe deiner Karriere diverse Rollen verkörpert. Von einer FBI-Agentin in „The Oath“, über eine Staatsanwältin in „Law&Order“, bis hin zur Polizistin bei „Navy CIS“, um nur ein paar wenige zu nennen. Du warst in Angel, Miss Congeniality 2, American Hustle und Lake Placid 4 und vielen Filmen und Serien mehr zu sehen. Hast du nach all deinen Rollen noch einen Charakter-Wunsch, den du gerne einmal spielen möchtest?

Sicher, ich hatte das Privileg, in den letzten 20 Jahren einige interessante Charaktere zu spielen. Aber ich habe das Gefühl, als hätte ich bezüglich dem, was ich in Zukunft zu tun erhoffe, gerade erst begonnen. Wenn ich die unglaublichen Leistungen wie Francis McDormand in „Three Billboards“ betrachte oder Gary Oldmands Auftritt in „The Darkest Hour“, bin ich motiviert und habe immer noch viel, was ich als Schauspielerin erreichen möchte und denke, das Beste kommt erst noch!
 

Elisabeth Röhm  Interview
 

2014 hast du den Screen Actors Guild Award in der Kategorie „Outstanding Performance by a Cast in Motion Picture“ gewonnen. Was war das für ein Gefühl? Hat sich deine Arbeitsweise danach geändert oder sind dir diese Preise nicht so wichtig, sondern eher der Spaß an der Arbeit?

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Arbeit, die bei „American Hustle“ von den Schauspielern, von mir selbst und von David O Russell geleistet wurde, eines der besten Projekte war, an denen ich je mitgewirkt habe. Es hat meinen Geschmack an Projekten, sowie die Art und Weise, wie ich an meine Charaktere und meine Arbeit herangehe, stark beeinflusst. Aber auch Russell hatte mit seiner Art, als Regisseur zu denken, großen Einfluss auf mich. So wird es für mich immer auf die Arbeit und nicht auf die Auszeichnungen ankommen.

Du bist in deinen Rollen und auf deinen Fotos eine unglaublich wandelbare Frau. Wie machst du das? Hast du hierfür ein Geheimrezept?

Ich hatte nie Angst davor, meine Haare zu färben, meine Augenfarbe zu verändern und große Risiken einzugehen, was körperliche Herausforderungen anbelangt. Ich denke nicht, dass der Schauspieler von der Leistung ablenken sollte. Also, egal ob es Akzente oder die Körpersprache verändert, ich möchte in dem Charakter verschwinden – ich will, dass es transformativ wird. Ich fühle mich wie mein Charakter, den ich spiele, und ich sollte immer individuell sein und nicht der letzten Person ähneln, die ich gerade gespielt habe.
 

mit Elisabeth Röhm im Gespräch
 

Geboren wurdest du 1973 in Deutschland. Du bist jedoch bereits kurz danach mit deinen Eltern in die USA gezogen und dort in Bedford, NY, aufgewachsen. Hast du durch deine Eltern einen besonderen Bezug zu Deutschland?

Die deutsche Kultur ist immer ein Teil von mir. Wir reisen auch immer mal wieder zurück nach Deutschland, um dort Familie zu besuchen und ich würde gerne noch mehr Zeit dort verbringen.

Gibt es etwas, was du als deine persönliche Herzensangelegenheit bezeichnen würdest und wofür du dich auch im Privatleben einsetzt?

Es gibt mehrere Dinge, die mir am Herzen liegen und die einen großen Teil meines Familienlebens ausmachen. Ich habe in den letzten 15 Jahren mit dem amerikanischen Roten Kreuz zusammengearbeitet und bin mit ihnen international gereist, um Katastrophenhilfe zu leisten.
Meine Mutter starb im Alter von 60 Jahren an einer Herzkrankheit, und seitdem bin ich bei der American Heart Association sehr aktiv. Das St Jude’s Krankenhaus in den USA und Global Green sind weitere Projekte, die ich unterstütze.

Du bist Mutter einer Tochter und eine vielbeschäftigte Schauspielerin. Wie schaffst du es, alles unter einen Hut zu bekommen, und was machst du, um dich von diesen Strapazen auch einmal zu erholen?

Als alleinerziehende Mutter einer unglaublichen neunjährigen Tochter muss ich wirklich auf Zack und sehr gut organisiert sein. Sicherlich geht es anderen berufstätigen Müttern genauso – um ausgeglichen zu sein und zu einem glücklichen Selbst zu kommen, musst du auf dich selbst aufpassen und Dinge unternehmen, die dich wieder runterbringen. Ich für meinen Teil gehe in die Natur, um mit meinem Husky zu wandern, Yoga zu machen, auf langen Radtouren zu radeln und ich fahre auch gerne Ski. Und eine tolle Massage, Gesichtsbehandlung oder Meditation machen den Unterschied für mich!

Worauf dürfen wir uns neben „The Oath“ 2018 von dir freuen? Darfst du schon etwas erzählen?

Ich habe einen Film namens „Adolescents“ gedreht, der dieses Jahr herauskommt. Es ist ein herzzerreißendes Drama über einen Jungen aus einem zerrütteten Elternhaus, der sich in Drogen verfängt, und ich spiele seine Mutter. Die Regisseurin ist Ashley Avis. Außerdem kommt ein Film namens „Will Gardner“ raus. Hier geht es um einen Kriegsveteranen, der nach Hause kommt und versucht, sich wieder in sein Leben einzugliedern. Ich bin von beiden begeistert und freue mich auf die Veröffentlichung!
 

Nicht verpassen:
The Oath läuft in Deutschland ab dem 9. April um 22.55 Uhr beim Pay-TV-Sender AXN.

 

Elisabeth Röhm

 

Credits:
Photographer: Kimberly Metz
Makeup & Hair: Nancy Nicholson
Stylist: Linda Medvene
Nails: Rosie Valdivia
Location: Courtesy of Above the Penthouses W Los Angeles
Clothing credits:
– Light blue dress: Julea Domani by Zeena Zaki
– Copper sequin dress: Talbot Runhof
– Black gown: Michael Costello
– Metallic top: Lagence
– Lime organza dress: by Aliona Kononova

Wie du mit progressiver Muskelentspannung deinen Stress auflöst

Wie du mit progressiver Muskelentspannung deinen Stress auflöst

Gehörst du auch zu den engagierten Powerfrauen, die jeden Tag ihr Bestes geben? Das kann ganz schön anstrengend werden. Wir zeigen dir eine einfache Methode, um mit dem Alltagsstress besser klarzukommen und neue Energie zu tanken. Viel Spaß beim Ausprobieren!
 

Die Methode: Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Edmund Jacobson (1888-1983) war ein amerikanischer Arzt und Forscher an der Harvard University. Er erkannte als erster einen Zusammenhang zwischen Stress und körperlicher Muskelspannung. Auf der Basis dieser Entdeckung entwickelte er eine Entspannungsmethode: die progressive Muskelentspannung – kurz PME genannt.

Zuerst wandte er sich mit seiner Arbeit an seine Kollegen und löste regelrechte Begeisterungsstürme aus. Die Mediziner forderten ihn auf, sein Wissen der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Also veröffentlichte er 1934 das Buch „You must relax“, das bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Das Grundlagenwerk wird heute noch unter dem deutschen Titel „Entspannung als Therapie: Progressive Relaxation in Theorie und Praxis“ angeboten.

Zahlreiche Studien belegen die positive Wirkung der PME auf die Gesundheit. Im Jahr 1987 haben die Krankenkassen sie in ihren Leistungskatalog aufgenommen. Seitdem gilt die progressive Muskelentspannung als die am häufigsten verwendete Entspannungsmethode.

Kein Wunder, denn sie bringt einige Vorteile mit sich:

  • Sie ist kostenlos.
  • Sie ist einfach zu erlernen.
  • Du musst nur wenig Zeit dafür aufwenden.
  • Du kannst sie gut in den Alltag integrieren.

 

So wirkt die progressive Muskelentspannung

Bei der progressiven Muskelentspannung ist der Name das Programm. Die Technik leitet die Übenden dazu an, verschiedene Muskelgruppen für einige Sekunden anzuspannen und wieder zu entspannen.

Während der Übung konzentrieren sich die Personen auf die Körperregion, die sie gerade anspannen. Ein Ziel der Übung besteht darin, das körperliche Empfinden zu erkunden: Wie reagiert der Körper nach der Anspannung? Wie fühlt sich die Entspannung an?

Das Entspannungsverfahren durchbricht die Spirale aus Stress – Verspannung – Schmerz (verstärkt Stress) – stärkere Verspannung. Die progressive Muskelentspannung kehrt den Kreislauf sogar um: Entspannung – weniger Schmerz (mehr psychisches Wohlbefinden) – tiefere Entspannung. Damit steigt dein allgemeines Wohlbefinden und du bist weniger anfällig für Stress.
 

PME - Progressive Muskelentspannung

 

Die Grenzen der PME

Die hier beschriebene Technik soll dir helfen, mit deinem Alltagsstress umzugehen. Jacobson nannte zahlreiche Krankheitsbilder, die ein Patient mit seiner Methode lindern kann. Dazu zählen zum Beispiel ein zu hoher Blutdruck, Magengeschwüre und psychische Erkrankungen wie etwa eine Angststörung.

Solltest du unter einer der genannten Krankheiten leiden, dann sprich bitte mit deinem Arzt, bevor du mit der PME beginnst. Geh auch dann in die Sprechstunde, wenn deine Beschwerden sich verschlimmern oder länger als zwei Wochen andauern.

 

Progressive Muskelentspannung konkret: Acht Übungen für den Alltag

Nun stellen wir dir eine Übungsreihe vor, die aus acht einzelnen Schritten besteht. Sie dauert etwa fünfzehn Minuten. Wir wünschen dir gutes Gelingen!

Vorbereitung

  • Schaffe dir eine ruhige, störungsfreie Umgebung.
  • Setze oder lege dich bequem hin.
  • Schließe deine Augen und atme einige Male tief ein und aus.

Übung 1: Hände

Balle deine rechte Hand zur Faust; halte die Spannung fünf Sekunden aufrecht. Dann lässt du los. Achte auf das Gefühl nach der Übung, genieße die Entspannung. Anschließend wiederholst du diese Übung mit der linken Hand.

Übung 2: Oberarme

Nun drückst du deine rechte Handfläche auf den Boden. Dabei spannst du einen Unterarm an. Halte auch diese Spannung für fünf Sekunden. Entspanne dich anschließend wieder und verfahre mit deinem linken Arm genauso.

Übung 3: Oberschenkel

Für diese Übung baust du Spannung zuerst im rechten und dann im linken Oberschenkel auf. Spanne wieder jeweils für fünf Sekunden die Muskeln an und nimm die Entspannung nach der Anspannung wahr.

Übung 4: Oberkörper

Atme tief ein, bis sich dein Brustkorb wölbt. Nun hältst du die Position für fünf Sekunden und lass anschließend wieder los.

Übung 5: Schultern

Ziehe beide Schultern für fünf Sekunden gleichzeitig zu deinen Ohren hoch und entspanne dich hinterher.

Übung 6: Nacken

Presse deinen Nacken nach hinten-unten in Richtung deiner Unterlage; nach fünf Sekunden lässt du locker.

Übung 7: Zunge/Kiefer

Drücke deine Zunge gegen deinen Gaumen und halte die Spannung. Wenn du wieder entspannst, hast du deinen Kiefer ebenfalls gelockert.

Übung 8: Gesicht

Jetzt spannst du alle Gesichtsmuskeln gleichzeitig an und lässt nach fünf Sekunden wieder los.

Der Abschluss

Bleibe noch ein paar Momente liegen und kehre gedanklich in den Raum zurück. Du darfst dich gerne ausgiebig strecken und gähnen. Dann stehst du auf und kehrst in deinen Alltag zurück.

 

Foto: fizkes; Wavebreakmedia / Getty Images

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