Eingelaufene Kleidung retten? Mit diesen Tricks klappt‘s!

Du brauchst deine Wäsche nur einmal zu heiß waschen oder trocknen und schon ist es passiert – dein Lieblingsteil ist ein paar Kleidungsgrößen kleiner und oftmals ein Fall für die Altkleidersammlung. Kleidungsstücke laufen vor allem dann ein, wenn sich die Textilfasern durch falsches Waschen oder Trocknen zusammenziehen. Um eingelaufene Kleidung zu verhindern, solltest du vor dem Waschen stets den eingenähten Waschzettel lesen. Bereits dadurch verhinderst du die meisten Waschunfälle und eingelaufene Lieblingskleidung.

Wenn es dir nun doch passiert ist und du ein eingelaufenes Kleidungsstück hast, haben wir ein paar Tipps für dich auf Lager, wie du das Leben deiner Lieblingsteils noch retten kannst. Für unseren ersten Lifehack benötigst du Folgendes:

  • Haarspülung oder Babyshampoo (ein Teelöffel voll für einen Liter Wasser)
  • Lauwarmes Wasser
  • Einen großzügigen und wasserdichten Behälter, eine Badewanne oder alternativ das Waschbecken
  • Zwei große Handtücher – am besten Badelaken
  • Schwere Gegenstände zum Beschweren
  • Ausreichend Zeit
  • Einen wasserunempfindlichen und großzügigen Platz

1. Eingelaufene Kleidung einweichen

Zunächst solltest du deinen großen Behälter, deine Badewanne oder dein Waschbecken mit lauwarmem Wasser füllen und die Spülung oder das Babyshampoo anschließend dazugeben. Der Conditioner zaubert nämlich nicht nur dir weicheres Haar, sondern entspannt ebenso deine eingelaufenen Textilfasern. Lege nun dein Lieblingsteil ins Wasser und lasse es für mindesten 30 Minuten einweichen.

2. Kleidung einrollen

Nach einer halben Stunde nimmst du dein Kleidungsstück aus dem Behälter. Wasche oder spüle es vorher nicht erst aus. Nur so wirkt die Spülung am besten ein und die Textilien deines Lieblingsteils können sich richtig entspannen. Anschließend breitest du das Kleidungsstück auf einem großen Handtuch aus und rollst es mit diesem ein. Drücke das Wasser sanft aus der Handtuchrolle aus. Lasse die Rolle nun noch etwa zehn Minuten einfach liegen, damit das Handtuch so viel Flüssigkeit aufsaugen kann, wie es geht.

3. Kleidung trocknen

Um dein Kleidungsstück zu trocknen, legst du es jetzt ausgebreitet auf ein zweites trockenes Handtuch. Im Anschluss ziehst du das Kleidungsstück vorsichtig in seine ursprüngliche Form zurück. An dieser Stelle verraten wir dir einen Trick, damit sich die Fasern nicht wieder zusammenziehen. Fixiere die gesamten Ränder deiner Kleidung mit schweren Gegenständen. Wenn dein Lieblingsteil im trockenen Zustand wieder normal aussieht, kannst du es waschen sowie trocknen und auch wieder anziehen.

4. Falls es nicht funktioniert hat …

… musst du die vorigen drei Schritte ein weiteres Mal wiederholen. Tipp: Die einzelnen Schritte funktionieren bei den meisten Grobstrickwaren aus Wolle und bei Textilien aus Baumwolle sowie bei Jeansstoffen. Bei Kleidungsstücken aus Polyester, Kaschmir oder Seide wirst du leider eher weniger Erfolg haben. Der Grund dafür ist, dass diese Stoffe äußerst dicht gewebt sind und kaum nachgeben.

Rette deine eingelaufene Kleidung mit Essig

Du kannst eingelaufene Kleidung ebenso mit einem Essigbad wieder in die ursprüngliche Form bekommen. Dafür musst du lediglich dein Waschbecken mit lauwarmem Wasser füllen und ein wenig Essig hinzugeben. Wähle dabei das Verhältnis zwei zu eins. Nun solltest du dein Lieblingsteil etwa 25 Minuten lang im Essigwasser einweichen lassen. Spüle es vorerst nicht aus.

Anschließend rollst du deine Lieblingskleidung zusammen und wringst sie leicht aus. Stopfe die Textilien danach komplett mit Handtüchern aus. Die Handtücher sorgen wieder dafür, dass das Wasser aufgesogen wird. Darüber hinaus dehnen sie deine Kleidungsstücke. Es ist jedoch äußerst wichtig, dass du die Textilien gleichmäßig ausstopfst, damit diese nicht verbeulen. Sobald die Handtücher einiges an Wasser aufgesogen haben, kannst du dein Kleidungsstück auf einem Bügel aufhängen und trocknen lassen.

Tipp: Du kannst die noch feuchten Textilien in der Luft wirbeln. Hierbei dehnt das Gewicht sowie die Fliehkraft dein Kleidungsstück zusätzlich.

So rettest du deine eingelaufene Jeans

Wenn du deine Jeans wieder passend machen möchtest, ziehe sie einfach an – auch wenn sie ein wenig zu eng ist. Bestenfalls kannst du noch den Reißverschluss sowie den Knopf schließen. Setze dich nun mit der angezogenen Jeans in die Badewanne. Diese sollte mit lauwarmem Wasser gefüllt sein. Bleibe etwa zehn Minuten lang in der Badewanne sitzen. Anschließend steigst du aus der Badewanne. Vorsicht: Du bist aufgrund deiner engen Jeans in deiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt und darüber hinaus könntest du leicht ausrutschen.

Du solltest deine Jeans jetzt etwa eine Stunde lang tragen und dich dabei möglichst viel bewegen. Insbesondere im Hochsommer lässt sich dies hervorragend mit einem Spaziergang in der Sonne kombinieren. Nach der Behandlung sind die Fasern deiner Jeans ein wenig gedehnt und sie wird dir wieder wie angegossen passen.

Häufige Waschfehler vermeiden

Damit deine Wäsche gar nicht erst einläuft oder anderweitig beschädigt wird, liefern wir dir hier noch einige Tipps, wie du häufige Waschfehler vermeidest.

In erster Linie solltest du deine Wäsche niemals zu heiß waschen. Das erhöht zum einen die Einlaufgefahr und zum anderen verbraucht es viel mehr Energie. In der heutigen Zeit lassen sich auch hartnäckige Flecken mit entsprechenden Waschprodukten entfernen. Du bekommst deine Kleidung auch bei Temperaturen zwischen 20 und 40 Grad sauber. Lediglich dann, wenn du Infektionserreger in der Wäsche abtöten möchtest, solltest du deine Kleidung mit höherer Temperatur waschen. Tipp: Die Temperaturempfehlungen, die du in den kleinen Waschzetteln findest, sind stets nur das Maximum. Weniger geht immer.

Nur andersherum solltest du es nicht ausprobieren. Wenn ein Kleidungsstück nur bei 30 Grad gewaschen werden darf, könnten bereits zehn Grad mehr fatale Folgen für deine Wäsche haben. Es könnten vor allem Nähgarne darin verarbeitet sein, die schon bei 40 Grad nicht mehr standhalten.

Wähle das richtige Waschprogramm

Die Waschmaschinen aus der heutigen Zeit verfügen über ein breites Spektrum an Waschprogrammen. Insbesondere für Kleidung aus Wolle oder für Feinwäsche solltest du das entsprechende Programm verwenden. Wenn du ein falsches Programm auswählst, hast du eventuell nicht lange Freude an deinem Lieblingsstück. Textilien aus Baumwolle mögen dir das falsche Waschprogramm vielleicht verzeihen. Stoffe wie Seide oder Kaschmir jedoch auf keinen Fall.

Verzichte auf einen Wäschetrockner, denn er ist nicht nur ein extremer Energiefresser. Kleidung, die du regelmäßig im Wäschetrockner trocknest, halten weniger lange und können rasch einlaufen. Wenn du die Möglichkeit hast, deine Wäsche draußen an der frischen Luft zu trocknen, solltest du das auch machen. Dies rettet nicht nur deine Wäsche, sondern du sparst zusätzlich jede Menge Geld. Darüber hinaus trocknet deine Wäsche draußen auch viel schneller, vor allem wenn die Sonne scheint und es ein wenig windig ist.

 

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