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Jetzt kennenlernen – später treffen: Mit dieser App bleibst du Zuhause nicht alleine

The Inner Circle

Online-Dating kann schon ziemlich frustrierend sein. Zwischen den ganzen Fakeprofilen, Dauerchattern und Bildersammlern gestaltet es sich äußerst schwer, die wahre Liebe zu finden. Deshalb stellen wir dir heute die App The Inner Circle vor, ein Dating-Service, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen wirklich zusammenzubringen.

Was macht The Inner Circle so besonders?

Zunächst einmal hebt sich The Inner Circle dadurch ab, dass sie auf echte Begegnungen abzielt. Während in den meisten Dating-Apps nur stundenlang gescrollt und gechattet wird, ohne sich auch im echten Leben zu treffen, geht diese App andere Wege.

The Inner Circle legt Wert auf Qualität anstatt Quantität. Dafür wird bereits nach der Registrierung in einem Überprüfungsprozess sichergestellt, dass es sich um eine echte Person handelt. Dabei ist die Anmeldung über deinen Facebook- oder Linkedin-Account möglich. Bilder werden manuell gecheckt und nur freigegeben, wenn sie aktuell sind und eine gute Qualität aufweisen. So sollen Fakes und Anmeldungen von Menschen, die sich einfach nur durch die Profile scrollen wollen, vermieden werden.

Besonders leidgeprüfte Frauen, die auf Tinder und Co von allerhand grotesken Gestalten umgarnt wurden, dürften froh sein über diese Vorabselektion.

Eine weitere Besonderheit von The Inner Circle ist die „Spots“-Funktion. Dort können Nutzer angeben, wo sie am liebsten essen gehen, was ihre Lieblingsbar ist oder in welchem Club sie gerne abtanzen. So kann man sich noch leichter an einem bestimmten Ort gemeinsam treffen.

Es geht aber noch einfacher: The Inner Circle organisiert für seine User monatliche Veranstaltungen an einigen der gefragtesten Veranstaltungsorte der Welt, um die Kontaktaufnahme noch unkomplizierter zu machen. Die Mitglieder können aber auch selbst Events erstellen, die du besuchen kannst.

The Inner Circle App

Die App

Die Handhabung der App ist denkbar einfach und die Funktionen sehr vielfältig. Auch ist es nicht erforderlich, ein Match zu erzielen, um mit der Kommunikation beginnen zu können. Die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme reichen vom Liken des Profils bis hin zur ganz normalen Textnachricht.

Die sogenannte Discovery-Funktion ermöglicht den weltweiten Austausch der Mitglieder über ihre nächsten Trips und die coolsten Locations in den angesagtesten Regionen der Erde. Dieses Feature bringt Gleichgesinnte zusammen. Die selben Dinge zu mögen verbindet.

Für wen ist The Inner Circle geeignet?

The Inner Circle ist eine Plattform für Liebeshungrige in den hippen Metropolen. Gestartet in Amsterdam, hat sich die App mittlerweile in 39 Städte weltweit vorgearbeitet. Weitere sollen folgen. Die Konzentration auf große Städte hat natürlich den Hintergrund, dass sich primär dort die gewünschte Zielgruppe findet: Singles, die sich gerne zu einem Event oder in einer Location in ihrer Nähe treffen wollen.

Worauf wartest du? Melde dich hier für The Inner Circle an!

 

Fotos: The Inner Circle

Schnelle Regeneration nach dem Sport: Leistung durch Erholung verbessern

Schnelle Regeneration nach dem Sport

Regeneration ist eine notwendige Ergänzung zu jedem Training. Ob du deine Fitness nachhaltig verbessern willst oder du dir den Aufbau von Muskeln als Ziel gesetzt hast, immer spielt die Erholung für den Organismus eine entscheidende Rolle.

Das Training hat eine bessere Wirkung, wenn anschließend eine Ruhephase folgt. Also solltest du nicht gleich anschließend den Garten umgraben oder anderen anstrengenden Beschäftigungen nachgehen. Um dies zu vermeiden, ist ein Trainings- oder auch Tagesplan hilfreich. So vermeidest du, dass eine Belastung auf die andere folgt und die Regeneration ausbleibt. Denn ohne ausreichende Entspannung besteht die Gefahr, dass du irgendwann übertrainiert bist. Als Ergebnis bleiben die Erfolge aus, die Fitness wird nicht weiter verbessert, der Muskelaufbau findet nicht statt. Und du wirst nicht gelenkiger, sondern verspannst immer mehr.

Erfolg durch Regeneration

Denn während der Erholung finden im Körper wichtige Prozesse statt. Fett wird abgebaut und in Muskelmasse umgewandelt. Kleine, unmerkliche Verletzungen der Muskulatur, die während eines engagierten Trainings immer entstehen können, werden nicht repariert. Dann ist am nächsten Tag oft ein richtiger Muskelkater entstanden, weil du den Reparaturprozessen nicht die Zeit gegeben hast, die sie benötigen.

Zusätzlich solltest du im Hinterkopf behalten, dass jeder Organismus individuell ist und ein anderes Verhältnis von Spannung und Entspannung toleriert. Durch Achtsamkeit findest du aber nach einiger Zeit heraus, wie andauernd die Entspannungsphasen sein sollten, um das Training zu optimieren, die Erfolge zu verbessern und beizubehalten.

Aktive und passive Entspannung

Regeneration hilft auch, eine Anfälligkeit für Verletzungen zu reduzieren oder Verletzungen vorzubeugen. Deine Leistungsfähigkeit wird deutlich erhöht, und es kann nicht mehr passieren, dass du bereits auf niedrigem Trainingsniveau deine Leistungsgrenze erreichst.

Die richtige Erholung ist ein überaus komplexes Thema. Denn auch die richtige Ernährung spielt eine Rolle, wenn du die im Training erbrachte Leistung umsetzen und für die Dauer konservieren willst.

In der Trainingslehre wird dabei zwischen aktiver und passiver Regeneration unterschieden. Wie man passiv regeneriert, weiß jeder. Einfach abhängen und mal alles bleiben lassen. Der Körper erholt sich von selbst, kompensiert die Anstrengungen und stellt den Normalzustand bald von selbst wieder her. Aber diesen Prozess kannst du unterstützen, indem du mit aktiver Regeneration etwas nachhilfst. Mit leichtem Auslaufen etwa werden Kreislauf und Stoffwechsel allmählich in den Normalzustand versetzt. Durch die verringerte Belastung in den letzten Trainingsminuten kann der Körper die Erholung schneller einleiten.

Stretching nach dem Training

Im Anschluss an ein intensives Training ist ein lockeres und kurzes Stretchingprogramm sinnvoll. Anspannungen der Muskulatur werden schon durch moderate Bewegungen verringert. Der Organismus ist somit vorbereitet auf den eigentlichen Regenerationsprozess, der anschließend automatisch in Gang kommt. Das Stretching macht die Muskeln wieder beweglich, beruhigt den Geist und den Körper, die Erholung erhält Unterstützung und verläuft schneller.

Auch Yoga bietet sich in der Cool-down-Phase an. Ohnehin sind Stretching und Yoga sehr verwandt, einige Übungen sind sogar identisch. Ergänzt durch Achtsamkeit und Meditation entsteht ein Ruhezustand, der die Anstrengungen nicht nur aufhebt, sondern den Trainingserfolg auf die Dauer nachhaltig steigert.

Stretching nach dem Training

Regeneration: Erholung im Schlaf

Die einfachste und zugleich effektivste Methode, um zu regenerieren, ist ausreichender Schlaf. Denn die Folgen des Trainings für den Organismus werden im Schlaf verarbeitet. Grundsätzlich finden dann Reparaturen statt, die Zellen werden erneuert, auch für das Lernen und die Erinnerung ist die Schlafphase wichtig. Ein Mangel führt zu einem reduzierten Stoffwechsel, zu Gereiztheit und einer Schwächung des Immunsystems.

Für den Trainingserfolg ist aber eine funktionierende Entschlackung besonders wichtig. Auch ein starkes Immunsystem nutzt dem Training, denn so werden minimale Verletzungen der Muskulatur schnell behoben. Ausgeglichenheit ist notwendig, um das Training konzentriert zu absolvieren und so die eigene Leistung zu verbessern.

Pausen zwischen den Trainingseinheiten

Während des Trainings solltest du Pausen einlegen, die sich oft von allein ergeben, weil die Anstrengung zu hoch geworden ist. Die Länge dieser Unterbrechungen des Trainings ist unter anderem abhängig von der erbrachten Trainingsleistung, dem Alter, dem allgemeinen Gesundheitszustand, der Fitness und der Tagesform. Wie lange nun diese Pausen sein sollten, lässt sich nicht pauschal sagen. Denn zu vielfältig sind die Faktoren, zu komplex die Wechselwirkungen, um hier eine genaue Vorgabe geben zu können. Du merkst ohnehin selbst, wann du die nächste Einheit angehen kannst.

Für das Trainieren von Tag zu Tag gibt es einige Indikatoren: der Muskelkater ist verschwunden und du hast keine schweren Glieder mehr. Die Muskulatur ermüdet nicht mehr im Alltag, schweres Tragen ist wieder normal, du bist ausgeruht und fühlst dich leistungsfähig. Nach einer moderaten Belastung sollten 12 bis 24 Stunden für eine vollständige Regeneration reichen. Intensives Trainieren kann es schon mal erforderlich machen, dass du in den nächsten drei Tagen oder länger das Training aussetzt. Nur im Einzelfall kann hier eine genaue Einschätzung vorgenommen werden, denn auch hier gilt: Jeder Organismus ist individuell, auch was die Regeneration angeht.

Regeneration: Ausreichende und angepasste Ernährung

Wer Sport treibt, verbrennt Kohlenhydrate und verliert Flüssigkeit. Durch deine Ernährung musst du diese Verluste wieder ausgleichen. Dabei sind langkettige Kohlenhydrate optimal, weil sie für längere Zeit den Organismus mit Nährstoffen versorgen. Ein besserer Energielieferant ist aber Protein. Wer Muskelmasse aufbauen will, ist auf Eiweiß geradezu angewiesen, denn nur mit Kohlenhydraten verbessert sich die Muskulatur nicht dauerhaft.

In welcher Form du Protein zu dir nehmen solltest, ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Einige schwören auf Nahrungsergänzung, etwa auf konzentriertes Eiweiß, das inzwischen auch als veganes Pulver angeboten wird. Andere bleiben bei einer konventionellen Ernährung. Diese sollten aber auf eine erhöhte Eiweißzufuhr achten. Fleisch ist die optimale Proteinquelle, denn der Organismus kann tierisches Eiweiß besonders gut verarbeiten. Aber auch pflanzliche Lebensmittel, insbesondere Hülsenfrüchte, haben einen hohen Eiweißanteil. Auch Getreide- und Milchprodukte (besonders Käse) liefern viel Protein.

Während der ersten Stunde nach dem Training ist die Verwertung der zugeführten Nährstoffe besonders nachhaltig, die Mahlzeit sollte aber jetzt nicht zu üppig ausfallen. In diesem Zeitraum solltest du proteinreiche Nahrung auswählen und vor allem viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Nach etwa 1,5 Stunden kannst du wieder normal essen.

Mineralstoffe als Nahrungsergänzung

Mineralstoffe sind an verschiedenen biologischen Vorgängen im Organismus beteiligt. Als Teil von Enzymen regeln sie physiologische Prozesse wie die Muskelkontraktion und den Sauerstofftransport. Auch am Säure-Basen- und am Flüssigkeitshaushalt sind sie beteiligt, ebenso an der Blutgerinnung und der Steuerung der Herzfrequenz.

Im Organismus sollten diese Mineralien in ausreichender Menge und im richtigen Verhältnis zueinander vorhanden sein. Durch außergewöhnliche Belastungen und durch Flüssigkeitsverlust werden diese Stoffe aber erhöht ausgeschieden oder abgebaut. Vieles spricht dafür, durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln die Regeneration zu unterstützen, um so die Leistungsfähigkeit wieder herzustellen. Die Ursache einer Leistungsschwäche kann nämlich auch ein Mangel an einem dieser Mineralstoffe sein.

 

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Fotos: Bojan / stock.adobe.com

Ilira: „Ich will Männer, die mir auf Augenhöhe begegnen.“

Ilira Interview

Egal wo Ilira erscheint, es geht die Sonne auf. Die quirlige Pop-Queen weiß sowohl wie das Business, als auch wie der Hase läuft. Was sie will, sagt sie und was sie nicht möchte, sagt sie auch. Wir haben uns schon 2019 mit ihr getroffen und haben nicht geahnt, dass sich in diesen paar Monaten so viel bei ihr verändert hat. In Kürze verreist sie nach Los Angeles, um dort weiter an ihrem Album zu arbeiten und wir wollten uns die Chance natürlich nicht entgehen lassen, vorher zu erfahren, worauf sich ihre Fans in naher Zukunft freuen dürfen, was es mit ihrem Song „Royalty“ auf sich hat und ob 2020 noch das ein oder andere Feature mit einem DJ erscheint.

Gestern war Weltfrauentag, hast du etwas Besonderes gemacht?

Nichts Spezielles, ich habe Sport gemacht, ein paar dazu passende Postings veröffentlicht und abends mit meinen zwei liebsten Jungs tonnenweise Ben&Jerry Eis geholt und Filme geguckt. Ich bin ja tatsächlich eher mit Jungs befreundet.

Findest du es wichtig, dass es so einen Tag gibt?

Ja, auf jeden Fall. Meine Verwandten haben sich auch gegenseitig alle angerufen. Auch meine Tanten aus Albanien, die ja eigentlich eher konservativ eingestellt sind, haben sich bei mir gemeldet und mir einen schönen 8. März gewünscht.
Meine Mutter hat sich sehr über mein Posting mit einem Bild von uns beiden gefreut. Sie lebt ja nicht in Deutschland, deshalb habe ich ihr Instagram eingerichtet, damit sie mich ein wenig beobachten kann und sie sich keine Sorgen um mich machen muss. Für sie war das damals sehr schlimm, als ich ausgewandert bin. Inzwischen ist sie schon so bei Instagram angekommen, dass sie mir sogar Ratschläge erteilt, was ich posten soll.

Vor ein paar Wochen ist dein neuer Song „Royalty“ erschienen. Um was geht es in dem Song und wie ist er entstanden?

Royalty ist ein Power-Song, in dem ich sage, dass ich keine Lust auf Männer habe, die mir nicht auf Augenhöhe begegnen und ich möchte auf jeden Fall einen Typen haben, der mich wie eine Königin behandelt. Es ist natürlich parodisch dargestellt, aber es geht im Prinzip darum, dass sich sage: „Hey, fordert ruhig etwas vom Partner ein.“

Das gilt natürlich sowohl für Mann als auch Frau. Sagt ruhig dem Partner, was ihr wollt, was ihr nicht wollt, was euch gefällt und was euch nicht gefällt. Lasst euch gut behandeln. Man kennt das ja in Beziehungen, dass man manches nicht offen sagt und vorsichtig ist. Sage deinem Freund einfach, gib mir eine Fußmassage oder bring mir Frühstück ans Bett. Es geht einfach darum, ein bisschen Attitude zu zeigen und als Frau keine Angst zu haben, auch mal in die Männerrolle zu schlüpfen und Dinge einzufordern.

Machst du das in deinen Beziehungen auch so?

Ich hatte bisher nicht so viele Beziehungen, aber aus denen konnte ich viel lernen. Ich bin auf jeden Fall nicht so, dass ich sage: „Boah, der behandelt mich nicht wie eine Queen, raus mit dem!“, sondern ich schaue eher auf so Sachen wie Moral, hat er die gleichen Ziele wie ich oder geht er mit den Leuten genauso um wie ich. Ich achte jetzt nicht darauf, ob er mir die Füße massiert oder nicht, aber ich achte natürlich schon darauf, dass es jemand ist, der mir auf Augenhöhe begegnet.

Es muss jemand sein, der auch mal sagt: „Hey, treat ME like royalty!“ Ich würde das also natürlich umgekehrt genauso machen, es geht einfach darum, dass der Partner sagt, was er will und das kann er natürlich auch bei mir machen. Ich finde das gut, das muss sogar sein. Keine Frau will schließlich einen Mann, der einen nur wie „royalty treated“, sondern auch mal sagt: „hey, stopp, hör mal auf“ oder „dies und das will ich“.

Wie sind den die Resonanzen von deinen Fans auf den Song?

Die Resonanzen sind echt krass. Vor allem die Frauen fühlen sich angesprochen, weil es scheint, als ob das Thema nicht von vielen Musikern aufgegriffen wird. Die meisten Songs sind eben Liebessongs oder Vibe-Songs. Es gibt wenige, die diese Message so direkt rüberbringen. Deshalb schreiben mir auch so viele Leute, die es cool finden, dass ich das mal so direkt gesagt habe. Ich hatte übrigens auch keine Kommentare von Typen, die gesagt haben, dass das gar nicht gehen würde oder so. Es ist ja aber auch sehr witzig dargestellt mit einem kleinen Charme, nicht arrogant.

Wie waren die Dreharbeiten zum Video?

Wenn ich diese Frage gestellt bekomme, denke ich an Kälte, an Leiden, an Heulen. (lacht) Wir waren in diesem Schloss in Vorpommern und es war so schön. Es sah so geil aus und ich mit meinen Tüllkleidern im Hochwinter habe so gefroren, dass ich sogar kurz auf dem Klo weinen musste. Es waren 16 Stunden Dreh und ich war die ganze Zeit so hauchdünn angezogen. Drinnen war es sogar noch kälter als draußen, weil das Schloss nicht geheizt wurde. Andererseits hatten wir so viele Leute bei der Produktion mit dabei wie noch nie zuvor, das war schon krass. Das wird bei jedem Dreh größer und geplanter – das macht schon Spaß.

Ilira im Interview

Macht dir das auch Angst, wenn das so überwältigend ist?

Ich freue mich darüber, denn ich habe als Newcomer anfangs so gelitten. Es war schon schwer, erst einmal Leute zu finden, die wirklich Lust darauf haben, präzise arbeiten und die diese Bubblegum-Welt perfekt repräsentieren und umsetzen können. Denn die meisten Videos sind in der Natur, haben einen Vibe und einen coolen swaggy Street-Style, aber es gibt wenige Videos, wie z.B. bei Shirin David mit richtigen Kulissen und Schleifen usw. Das ist so schwer zu planen und Leute zu finden, die das auch mit dir umsetzen. Deshalb bin ich so froh, dass ich jetzt ein Team habe.

Du hast eben als 20-jähriges Mädchen mit großen Träumen nur wenige Leute um dich herum, die sich dann auch nur halbherzig um dich kümmern. Erst viel später kamen zum Glück mehr Leute dazu und auch ein Label, das supported! Also Leute, die auch wirklich von deinem Projekt leben. Dadurch steigt natürlich auch der Druck, erst einmal selbst etwas zu werden und etwas zu kreieren. Aber du hast natürlich ein Team, das so krass an dich glaubt. Du musst dann selber an dich glauben lernen und den Druck, den du sowieso schon hast, mit dem Druck, den du aus Verantwortung für deine Mitarbeiter hast, zu kombinieren. Aber es ist auch schön. Es muss ja was an meinem Projekt sein, dass so viele Leute daran mitarbeiten wollen.

Du hast mal gesagt, du möchtest die nächste Britney Spears werden. Britney Spears ja nicht unbedingt den besten Ruf: viele Abstürze und Negativschlagzeilen. Willst du uns genauer erklären, wie du das meinst?

Ich mochte Britney früher sehr und wegen ihr habe ich angefangen Musik zu machen. Damals, als ich ihre CD bekommen habe, hat mich das überwältigt. Es ist aber auch krass, was mit der Zeit mit meiner Illusion passiert ist, als sie dann die Abstürze hatte und dieses ganze Bubblegum-Welt, die sie anfangs um sich herum aufgebaut hatte, zerplatzt ist. Meine Aussage ist also eher in dem Sinne von: Ich möchte auch bei den jungen Leuten das auslösen, was Britney damals bei mir ausgelöst hat. Also wie entsteht sowas, dieses Konzipierte und Durchdachte, was ihr Team damals um sie herum erschaffen hatte, das war für mich sehr beeindruckend und das wünsche ich bei mir auch – nur ohne Schlagzeilen.

Ilira

Hast du noch andere musikalische Vorbilder?

Ich war ein Riesenfan von Rihanna und von Kurt Cobain, ich weiß nicht warum, aber irgendwas hat er in mir ausgelöst. Ich habe auch viel Metal gehört wie System of a Down oder kleine unbekanntere Indie- und Metal-Bands. In der Schweiz bin ich auch immer auf Metal-Festivals gegangen. Es waren also zwei Welten. Ich habe Pop geliebt, gehört und gesungen und bin gleichzeitig auf Metal-Konzerte und habe dort geheadbangt. Ich habe auch angefangen, Gitarre zu spielen und war da voll in der Welt drin. Ich bin übrigens auch ein Riesenfan von Alter Bridge mit Sänger Myles Kennedy. Inspiriert wurde ich also sowohl von Nirvana als auch von Rihanna, also quasi die nächste Britney Spears.

Du hast schon mit Prinz Pi zusammengearbeitet und mit Alle Farben hast du letztes Jahr den Nummer-eins-Hit „Fading“ gelandet. Hören wir in dieser Richtung von dir in Zukunft noch mehr?

Neue Kooperationen kommen bei mir auf jeden Fall und ich finde das auch super wichtig. Ich mag Kooperationen sehr, weil sie viele Genres in einen Song vereinen. Zum Beispiel Fading mit Alle Farben hätte ich so in dieser Art nie gemacht. Es ist ein toller Song und durch den Einfluss von Alle Farben habe ich ein bisschen die alternative Seite von mir rausholen können, die ich sonst so nicht zeige. Die Kooperation war sehr witzig, da ich Alle Farben davor schon ein bisschen kannte und ich davon ausgegangen bin, dass es ein Country-Song wird. Deshalb habe ich das so eingesungen und ihnen zugeschickt. Ich bekam dann als Antwort, dass sie das zwar gut fanden, aber zu Country-mäßig. Anschließend habe ich eine poppigere Version daraus gemacht und die war es dann auch.

Also besonders mit DJs wird in nächster Zeit viel Neues entstehen, weil sich das einfach gut mit meinem Pop kombinieren lässt.

Wie stehst du zu dem Deutsch-Rap-Hype, der sich seit einiger Zeit in Deutschland verbreitet?

Ich finde es cool, dass so eine Urban-Szene über die letzten Jahre an Aufmerksamkeit gewonnen hat und Anerkennung bekommt. Ich persönlich höre das zwar nicht, weil mir als Pop-Maus in diesem Rap-Genre die Melodie und das Musikalische fehlt. Es gibt natürlich musikalische Tracks von Rappern, bei denen ich denke: „Krass, da ist ne geile Hook drin“, aber mich erfüllt das einfach nicht.

Du kannst ja mit deiner 4-Oktaven-Stimme super singen, wie stehst du denn selbst zur Verwendung von Autotune?

Ich persönlich bin froh, dass die Rapper heutzutage Autotune benutzen und dass man das Ganze noch ein bisschen schön und melodisch macht. Zum Beispiel Post Malone benutzt das als Stilmittel und ich finde das unfassbar geil. Ich feiere dieses Autotunige, nicht jeder Rapper macht das gut, aber wenn man das melodisch kombiniert, finde ich das unglaublich gut. Auch bei Popkünstlern braucht man das, weil es einfach ein geiles Stilmittel ist. Live sollte man den Leuten aber schon zeigen, dass man auch ein guter Sänger ist und das auch ohne machen kann. Ich selbst nutze für Studio-Aufnahmen auch immer Autotune, zwar nicht besonders stark, aber schiefe Töne machen mich einfach wahnsinnig. Ich mag das auch nicht, wenn bei finalen Produktionen die Vocals noch rough sind und die Songs nicht im perfekten Pitch sind.

Auch live habe ich schon mit Autotune als Stilmittel gearbeitet, gerade bei großen Bühnenshows. Aber man muss halt auch zeigen, dass man es ohne kann. Aktuell spiele ich vermehrt Akustik mit Gitarre, weil ich merke, dass das den Leuten extrem gut gefällt und die Stimme kommt mehr zur Geltung. Früher waren die die Sängerinnen einfach viel krasser, wie zum Beispiel Mariah Carey oder Whitney Houston. Das ist jetzt auch einfach eine andere Zeit.

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Was meinst du, woran das liegt?

Ich glaube, früher waren einfach die Plattenfirmen noch sehr mächtig und die suchten sich Sängerinnen, die man auch live auf die Bühne stellen konnte, da es so etwas wie Autotune eben noch nicht gab. Heutzutage haben die Labels nicht mehr so viel Einfluss und jeder kann Musik releasen. Es ist eine Zeit geworden, in der die Leute mehr das Produkt haben wollen, anstatt den Künstler. Musik wird schneller konsumiert und dementsprechend auch schneller produziert.

Gerade durch Social-Media haben die Leute heute den Druck, jemand zu sein und wollen einfach nur fame werden, auch wenn sie nicht singen können. Sie wollen keine Mariah Carey bewundern oder den Vergleich zu ihrer eigenen Stimme ziehen. Also hören sie sich lieber jemanden an, der chillig ist und im Hintergrund läuft und einem nicht das Gefühl gibt, man sei selbst nicht talentiert. Sie wollen nahbare Musik hören, die sie auch selbst machen können.

Wir sprechen oft im Team darüber, wohin sich der Markt bewegt. Das ist echt unberechenbar und keiner kann dir sagen, was ein Hit wird. Du haust als Musiker Songs raus und das ganze Team fiebert mit. Dann läuft ein Song wieder nicht, bei dem man gedacht hat, ey, das ist ein Hit. Also wir sind ständig am überlegen, wohin sich der Musikmarkt entwickelt und alles mit einbeziehen.

Schreibst und produzierst du deine Songs für eine ganz bestimmte Zielgruppe oder veröffentlichst du das, was dir gefällt und schaust dann, wer es annimmt?

Wenn man seine Songs auf jemanden zuschneiden würde, dann würde man als Musiker wohl irgendwann kaputtgehen. Am Ende des Tages machen wir Musiker das ja, um selbst glücklich zu sein.

Und das geht nur, wenn wir das vertreten können, was wir erschaffen. Für mich ist es sehr wichtig, dass ich den Song feiere und stolz darauf bin. Es gibt zum Beispiel Songs, die haben nicht so viele Klicks, aber ich bin trotzdem stolz darauf, sie veröffentlicht zu haben. Wenn ich dann andere Künstler sehe, die das kopieren, denke ich mir, ok, ich habe etwas richtig gemacht. Ich bin nicht nur Musikerin, sondern mittlerweile auch Business-Frau und deshalb weiß ich, dass die Klicks meistens weniger mit dem Song zu tun haben, sondern mehr mit dem Marketing.

Wenn heute ein Teenager auf dich zukommt und dich fragt, wie man so erfolgreich werden kann, was könntest du als Tipp geben?

Hartnäckig bleiben, nervig und penetrant sein, den Leuten auf die Pelle rücken und sich ständig verbessern. Ich bin selbst so hartnäckig geblieben, bis jemand auf mich aufmerksam geworden ist. Dann habe ich mir ein Team ausgesucht, sonst klappt das auch nicht. Du brauchst jemanden, der dich unterstützt, sei es ein Co-Writer oder ein Produzent. Du solltest auch Kritik annehmen können und auch andere Musiker nach ihrer Meinung fragen, ob man überhaupt Talent hat und ob das ausbaufähig ist. Mir schicken auch viele Fans Demos und ich sage ihnen dann auch ehrlich, was ich darüber denke. Wichtig ist, sich viele verschiedene Meinungen einzuholen oder auch mal was auf YouTube bzw. Instagram hochzuladen und zu schauen, wie die Leute darauf reagieren.

Kam es auch schon vor, dass dir jemand gesagt hat, er findet es nicht so toll, was du machst?

Also es hat bei mir nie jemand gesagt, ich kann nicht singen. Man hat immer drum herum kritisiert, zum Beispiel das Aussehen, was ich singe oder die Thematik. Dadurch habe ich das Selbstvertrauen bekommen und gedacht, ok, ich muss irgendwas richtig machen.

Ilira

Wie gehst du allgemein mit Kritik um?

Hater sind meist so gebaut, dass sie aus dem Affekt schreiben, wenn sie innerlich etwas stört oder verbittert sind. Dann gibt es meistens einen Satz: „OMG, sie ist so ugly“ oder „That’s trash“. Aber wenn jemand konstruktiv mehrere Zeilen schreibt und seine Meinung begründen kann, dann nehme ich das natürlich gerne an und denke auch darüber nach. Meine Mama ist Psychiatrie-Ärztin, deshalb weiß ich, dass hinter den Hater-Kommentaren reine Verbitterung steht und die Person sich selbst nicht gefunden hat. Also ich kann das schnell kategorisieren und lasse das nur bis zu einem gewissen Punkt an mich ran. Du musst dir da schon eine Art Schutzschild aufbauen, sonst gehst du kaputt.

Deshalb predige ich auch immer Selbstvertrauen und Selbstvertrauen, das braucht man auch, wenn man nicht im Musikbusiness ist. Denn wenn du auf Social-Media unterwegs bist, dann bist du bereits Angriffsfläche, egal ob mit oder ohne Talent.

Dein Ziel Nummer-eins-Hit hast du erreicht. Was sind deine nächsten Ziele?

Billboard Nr. 1 (lacht). Nein, mein nächstes Ziel ist erst einmal auf Tour gehen, das Album veröffentlichen und dann auch international auf Tour gehen. Für das Album habe ich mir viel Zeit gelassen. Da kommen jetzt vorher noch Singles und Features. Vor dem Album-Release am Ende des Jahres kommen jetzt auch noch viele Shows, zum Beispiel auf dem Fritz-Festival am 28. März, im Uebel & Gefährlich in Hamburg und auf dem c/o pop Festival in Köln, beides im April. Danach geht es für zwei Wochen nach Los Angeles, um an meinem Album weiterzuarbeiten.

Warum arbeitest du an deinem Album an der Westküste der USA?

Ich komme zwar mit meiner Musik aus Deutschland heraus, aber Popmusik, wie ich sie kreiere, kommt eher aus Amerika. In Deutschland ist es sehr urban, was auch sehr cool ist, aber meine Musik ist anders gebaut, sodass es nicht 100% passt. Es finden sich selten Leute, wie Produzenten oder Co-Writer, die dieses Prinzip der Popmusik in dieser Form verstehen. Deswegen haben wir dort Leute, die das wirklich so jeden Tag machen. Wir wollen mit internationalen Leuten konkurrieren und sind auch schon so international, dass wir behaupten können, mit diesen Leuten auf einer Höhe zu sein.

Wir sind in den gleichen Playlisten vertreten und waren auch schon in UK und USA in den Spotify Top 50-Viral Charts sowie in der Pop Rising-Playlist. Wir sind also international schon poprelevant, deshalb ist es gut, mit den Leuten vor Ort zu arbeiten. Wir bauen uns da gerade den Weg selbst, um aus Deutschland heraus mit englischsprachiger Musik den Durchbruch zu schaffen. Das ist eine große und schwere Aufgabe und wir sind da ziemlich alleingelassen, da uns in Deutschland keiner wirklich sagen kann, wie es funktioniert.

Liebe Ilira, vielen Dank für die Zeit, die du dir für uns genommen hast. Wir drücken dir die Daumen und hoffen, dass wir dich dann demnächst in Los Angeles besuchen und interviewen können.

 

Fotos: Jack Alexander

Friluftsliv: Bringe frischen Wind in dein Leben

Friluftsliv

Bestimmt hast du schon von Hygge gehört, dem beliebten Trend aus Skandinavien, der sich voll und ganz der Gemütlichkeit verschrieben hat. Mit Friluftsliv schwappt nun ein neuer Trend nach Zentraleuropa herüber, der anfangs vielleicht gegensätzlich zu Hygge scheint, doch bei genauerer Betrachtung ähnliche Ziele verfolgt. Wenn du dich in deinem Alltag manchmal nicht mehr richtig wohlfühlst und du den Eindruck hast, dass dir alles zu viel wird, dann könnte das Konzept hinter Friluftsliv durchaus interessant für dich sein. Wir haben alle wichtigen Informationen für dich zusammengetragen, sodass du dir ein gutes Bild von diesem Trend, der vielmehr eine Philosophie als ein Lebensstil ist, machen kannst.

Was genau ist Friluftsliv?

Friluftsliv lässt sich mit Freiluftleben übersetzen. Das Leben in einer modernen und immer besser vernetzten Gesellschaft hat dazu beigetragen, dass wir nicht mehr länger auf unsere biologische innere Uhr hören. Dein Alltag ist bestimmt von Terminen und Deadlines und es ist nicht mehr länger das Sonnenlicht, das bestimmt, wann du zu Bett geht und aufstehst, sondern der zumeist nervige Weckton deines Handys. Dieser Lebensstil bringt den Körper schnell aus der Balance und kann dafür sorgen, dass du ein erhöhtes Stresslevel verspürst. Im schlimmsten Fall kann ein solcher Alltag, der von Hektik und Zeitdruck dominiert ist, zu Burn-out oder Depressionen führen.

Friluftsliv ist ein Konzept, das sich ganz der tiefgreifenden Kontaktaufnahme mit der Natur verschrieben hat. Dabei geht es nicht um Sport im Freien oder Wandern, sondern vielmehr um das bewusste Wahrnehmen der Umgebung. Indem du dich bewusst der Natur aussetzt, wird deine innere Uhr praktisch zurückgesetzt. Du wirst dich wieder geerdet fühlen und der Stress baut sich wie von selbst ab. Das Leben in der Natur bedeutet dabei nicht, dass ein Spaziergang am Nachmittag ausreicht. Friluftsliv bedeutet, dass für eine bestimmte Zeit ein wesentlicher Bestandteil des Tages im Freien verbracht wird. Das härtet sowohl psychisch als auch physisch ab. Plötzlich werden ganz andere Dinge für dich wichtig und du wirst feststellen, wie wichtig gemeinschaftliches Leben und Freundschaft sind.

Welche Effekte bringt Friluftsliv mit sich?

Das neuartige Konzept basiert auf den Werken großer Namen wie Hanry David Thoreau, Roald Amundsen, Fridtjof Nansen oder John Dewey. Diese erkannten schon vor langer Zeit, dass sich der Mensch immer mehr von der Natur entfernt. Dabei geht zu einem großen Teil das „Mensch-sein“ verloren. Friluftsliv präsentiert dir einen Ansatz, der das Denken, Fühlen und das Handeln ganzheitlich betrachtet. Im Alltag, vor allem während der Arbeit, ist es doch zumeist so, dass das Fühlen eher zweitrangig betrachtet werden muss. Begibst du dich an in die freie Natur, so musst du gezwungenermaßen Kopf, Herz und Hand vereinen. Das trägt erheblich dazu bei, dass du dich und deinen Körper plötzlich ganz anders wahrnimmst.

Nimm bewusst die Änderungen in der Umwelt wahr und reflektiere, was diese für dich bedeuten. So wirst du vollkommen neue Ressourcen und Talente in dir finden, die dir das Leben in der Natur erleichtern werden. Stück für Stück wirst du dich im Freien sicherer fühlen und die neuen Erkenntnisse mit in deinen Alltag nehmen können. Indem du praktische Dinge ausprobiert und konkret handelst, wirst du viele neue Dinge lernen, die dir dabei helfen, den Alltag besser zu bewältigen. Du wirst besser über dein Handeln nachdenken können und kannst damit vielleicht Dinge ändern oder weglassen, die überflüssig sind. Nach innen wirst du reicher, während sich nach außen das Leben vielleicht schlichter gestalten kann.

Die Gruppe – entscheidend für dein Erlebnis

Im Alltag ist es oftmals so, dass man sich alleine gegen viele behaupten muss. Das kann schneller als man denkt zur Vereinsamung führen. In der freien Natur bist du auf das Miteinander und ein gutes Verhältnis zu deinen Mitmenschen angewiesen. Erst dann kannst du feststellen, wie gewinnbringend das Handeln in der Gruppe ist und wie wichtig echte Freundschaften sind. Heutzutage dienen soziale Medien als Rückzugsort. Das Konzept der Friluftsliv schließt diese aus. Nichts lenkt dich von der Natur und deinen eigenen Gefühlen ab.

Der Einstieg gelingt dir am besten, wenn du dich einer bereits bestehenden Gruppe anschließt. Sehr schnell wirst du ein tragender Teil des Gefüges. Du erfährst die nötige Wertschätzung und schnell wirst du merken, wie die kleinen und manchmal auch die großen Alltagssorgen verschwinden. Es ist erwiesen, dass Erwachsene, die als Kind viel Zeit in der Natur verbringen konnten, ausgeglichener und glücklicher sind. Es ist niemals zu spät, diese Zeit in der Natur nachzuholen. Was gibt es schließlich Besseres als den Geruch des Waldbodens nach dem Regen oder das Knistern eines Lagerfeuers. Die Natur bietet dir eine Schönheit, die im Alltag so kaum zu erleben ist.

Indem du dich von Luxusgütern, aber auch von der Sicherheit deines Alltagslebens befreist, kannst du dich bewusst auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren. Begib dich in die Hände einer erfahrenen Gruppe und du wirst staunen, wie überraschend schnell und effektiv das skandinavische Konzept des Friluftsliv deine Lebensqualität erheblich verbessern kann.

 

Foto: Farknot Architect / stock.adobe.com

Berufliche Neuorientierung? So klappt’s bestimmt!

Berufliche Neuorientierung? So klappt’s bestimmt!

Einen Großteil unserer Lebenszeit verbringen wir mit Arbeiten. Weil die Frage, wie und mit wem wir unsere Zeit verbringen, einen entscheidenden Einfluss auf unser Lebensglück haben kann, wird es höchste Zeit, zu fragen, wie zufrieden du mit seinem Job bist. Denn auch wenn viele ihn scheuen: ein Berufswechsel ist in jeder Phase des Lebens möglich. Wir zeigen, wie die berufliche Neuorientierung gelingt.

Diese Gründe sprechen für eine berufliche Veränderung

Während der eine mit seinem Job ganz glücklich zu sein scheint, kommen dem ein oder anderen vielleicht Zweifel an der eigenen beruflichen Entscheidung. Gründe dafür kann es viele geben. Einer davon ist das so genannte Boreout. Fühlst du dich an deinem Arbeitsplatz oft gelangweilt und unterfordert? Dann könntest du ebenfalls von einem Boreout betroffen sein und es wird Zeit, über eine berufliche Neuorientierung nachzudenken.

Folgende Gründe können für den Wunsch nach einer Umschulung verantwortlich sein:

  • Du kannst aufgrund einer Krankheit nicht mehr in deinem alten Beruf arbeiten
  • Nach der Erziehung deiner Kinder hast du Probleme, in deinem alten Beruf Fuß zu fassen
  • Du wünschst dir ein höheres Gehalt
  • Das Arbeitsmodell in deinem aktuellen Job lässt sich nicht mit deinem Familienleben vereinen

Mit welchen Hindernissen muss ich rechnen?

Wenn du beruflich nochmal von vorne anfangen und einen anderen Weg einschlagen möchtest, können sich dir einige Hindernisse in den Weg stellen. Aber spätestens dann, wenn du einen Job hast, der dir Spaß macht und zu dir passt, wirst du für deine Mühen belohnt.

Die zwei größten Hürden am Anfang der Neuorientierung sind Angst und Zweifel. Wer einen sicheren Arbeitsplatz aufgibt, hat keine Garantie dafür, dass der neu eingeschlagene Weg der richtige ist. Doch nur dann, wenn du dich deiner Angst stellst, kann die Neuorientierung gelingen. Behalte immer im Hinterkopf: Entweder akzeptierst du diese Unsicherheit und überwindest sie oder du akzeptierst deine aktuelle berufliche Situation ohne etwas zu verändern. Diese Sichtweise, auch als Entweder-Oder-Vergleich bekannt, schafft Motivation.

Die zweite große Hürde bei einem Perspektivwechsel sind Zweifel. Diese können nicht nur von dir selbst kommen. Es ist durchaus möglich, dass dein näheres Umfeld deine Entscheidung nicht gutheißt. In diesem Fall solltest du auf eine offene Kommunikation setzen. Erkläre Familie, Freunden und Bekannten, warum du diesen Schritt gehst. Mit einem genauen Plan kannst du nicht nur dir selbst die Unsicherheit nehmen, sondern auch deinem Umfeld. Anstatt dich mit ihren Zweifeln weiter zu verunsichern, wirst du merken, dass dir dein Umfeld den Rücken stärken wird. Und dies ist bei einem großen Veränderungsprozess besonders wichtig.

Fördermöglichkeiten

Wenn du eine Umschulung anstrebst, musst du die Kosten hierfür nicht alleine tragen. Erfüllst du die Voraussetzungen für eine Umschulung, ist eine Förderung durch die Agentur für Arbeit möglich. Dann bekommst du nicht nur die Lehrgangskosten bezahlt. Auch Fahrtkosten, die Kosten für eine auswärtige Unterkunft und eventuelle Kinderbetreuungskosten können übernommen werden.

Übrigens musst du während der Umschulung nicht auf dein Gehalt verzichten, denn einige Umschulungslehrgänge finden in Abendkursen statt. Bis du deinen neuen Abschluss hast, kannst du dir deinen Lebensunterhalt über eine weitere Erwerbstätigkeit sichern.

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Was Händchenhalten über deine Beziehung aussagt

Was Händchenhalten über deine Beziehung aussagt

In einer Welt, in der harte Pornographie nur einen Mausklick entfernt ist und eine völlig durchsexualisierte Gesellschaft kaum mehr Tabus kennt, klingt der Begriff Händchenhalten ungefähr so aufregend wie ein Seminar über das deutsche Steuerrecht. Doch weit gefehlt. Denn wahrscheinlich ist diese unschuldige Geste eine der magischsten Berührungen überhaupt, die zwischen zwei Menschen ausgetauscht werden kann.

Jeder erinnert sich noch an die erste Liebe, an das vorsichtige Herantasten an seinen Schwarm. An die schüchternen Blicke und das Kribbeln im Bauch, wenn der andere zurücklächelt. An das behutsame Annähern von Händen und vor allem an die Euphorie in dem Moment, in dem du merkst, dass die andere Hand nicht zurückgezogen wird, sondern im stummen Einverständnis mit deinen Gefühlen mit deiner Hand verschmilzt – ein Moment voller Zauber. So unschuldig, und doch ein Versprechen auf mehr.

Der Mut, der dazu gehört, die Hand eines anderen Menschen zu nehmen, sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Denn diese Geste ist ein Bekenntnis zu deinen Gefühlen, die du dir von der anderen Person zwar erhoffst, derer du dir aber nicht sicher sein kannst. Es ist ein Verlassen der Komfortzone. Ein Flug auf Sicht ohne Geräte. Wir wollen die Bedeutung des ersten Kusses keinesfalls herabwürdigen, doch kann man sich zu diesem Zeitpunkt in der Regel schon sicher sein, dass die Gefühle auf beiden Seiten vorhanden sind, während das Tasten nach der Hand des anderen eher einem hoffnungsvollen Stochern im Nebel gleicht.

Wir liefern dir hier Argumente, warum das Händchenhalten so schön, so wichtig und so besonders ist, und was es über deine Beziehung aussagt.

Jeder kann es tun – immer und überall

Die Geste, einander an den Händen zu halten, kennt weder Alter noch räumliche oder zeitliche Limits. Es bedarf auch keiner besonderen Fähigkeiten. Es ist eine Geste für jedermann. Kaum eine Situation ist vorstellbar, in der Händchenhalten unangebracht wäre. Du kannst die Hand deines Liebsten sogar auf einer Beerdigung nehmen, ohne irritierte Blicke zu ernten. Gerade weil diese Geste so unschuldig und so alltäglich ist, ist sie so besonders. Und zwar für Menschen jeden Alters. Ob frisch verliebtes Teenagerpärchen im Kino oder 85jähriges Ehepaar im Park – Händchenhalten ist immer angebracht.

Glücklicherweise ist Händchenhalten auch ohne jede Vorkenntnis möglich. Die Angst, etwas falsch zu machen wie beim Küssen oder dem ersten Sex, spielt hier keine Rolle. Händchenhalten ist nichts, was man mühsam erlernen muss. Nichts, was Erfahrung voraussetzt, um es gut zu machen. Es ist auch nichts, was Person A besser kann als Person B. Du musst keinem Vergleich standhalten. Wir haben noch nie den Satz gehört „Oh, die Julia kann aber toll Händchenhalten.“ In einer Welt, in der nur allzu oft die eigene Performance kritisch beäugt wird, ist es geradezu befreiend, etwas tun zu können, das wie von selbst läuft.

Eine Geste der Zusammengehörigkeit

Wenn zwei Menschen Hand in Hand durch die Welt gehen, ist das nichts weniger als ein klares Bekenntnis zum Partner. Wir gehören zusammen – und jeder darf es wissen. Es ist ein Signal sowohl an den Partner als auch an die Welt. Es ist eine sehr leise Geste, kein marktschreierisches Demonstrieren eines Besitzanspruchs – und doch genügt es völlig, um das auszudrücken, was es bedeutet. Um Zusammengehörigkeit zu signalisieren, ist es nicht notwendig, mit der eigenen Zunge nach den Speiseresten im Mund des anderen zu wühlen. Händchenhalten ist dezent, aber doch nachdrücklich und klar.

Zudem schafft Händchenhalten Nähe. Und was Nähe schafft, stärkt die Liebe. Es gibt viele Dinge, die du tun kannst, um deine Beziehung zu festigen. Händchenhalten ist eines der einfachsten davon. Es ist eine kleine Geste mit großer Wirkung. Denn es zeigt, dass du nicht allein bist in dieser Welt. Das Leben lässt sich zu zweit besser meistern und jemanden an deiner Seite zu wissen, gibt Sicherheit, Ruhe und Geborgenheit. Es bedeutet, dass du einen Verbündeten in deinem Leben hast, jemanden, der dir zur Seite steht und dich unterstützt. Es muss nicht gleich ein „Wir gegen den Rest der Welt“ – Statement nach dem Vorbild von Bonnie und Clyde sein, jedoch schweißt diese Nähe, die für alle sichtbar ist, mehr zusammen als du vielleicht denkst.

Händchenhalten als erotische Komponente

Das erste Händchenhalten ist auch deswegen so zauberhaft, weil es auf eine eigentlich völlig harmlose Art das erste Mal die natürliche Distanzzone, die jeder Mensch um sich herum aufgebaut hat, durchbricht. Es ist ein Hineintasten in die Welt des anderen. Ein Versuchsballon, um herauszufinden, ob man sich miteinander auch körperlich wohlfühlt.

Händchenhalten kann daher auch ein Versprechen auf mehr sein. Die Hände sind hochempfindliche Körperteile, die aufgrund der Anzahl von Nervenenden besonders sensibel auf Berührungen reagieren. Durch die Alltäglichkeit dieser Geste hat der erotische Aspekt bedauerlicherweise etwas gelitten. Jedoch ist es nie zu spät, um die Sinnlichkeit wieder zu entdecken, die entsteht, wenn du mit den Fingerspitzen über die Handflächen deines Liebsten streichelst. Welche Blicke du ihm dabei zuwirfst, und welche Worte du ihm währenddessen ins Ohr flüsterst, bleibt selbstverständlich dir überlassen. Der Fantasie sind jedoch keine Grenzen gesetzt.

Das Spielen mit den Fingern und Händen kann ein sehr schönes Vorspiel sein, gerade wenn ihr euch in der Öffentlichkeit befindet und daher gerade keine andere Art der Berührung möglich ist.

Leider gerät das Händchenhalten heute in so manchen Beziehungen oft in Vergessenheit. Ob es aus Bequemlichkeit oder Nachlässigkeit nicht mehr geschieht, spielt keine Rolle. Es wäre jedoch sehr schade, wenn die Bedeutung dieser Geste und deren Wirkung auf deine eigene Beziehung keine Wertschätzung mehr erfährt. Hab auch keine Angst davor, einfach mal wieder die Hand deines Partners in der Öffentlichkeit zu nehmen, auch wenn du es länger nicht mehr getan hast. Er wird es nicht als Klammern oder als Ausdruck von Besitzdenken ansehen, sondern als liebevolle Geste der Zuneigung. Probiere es einfach aus! Deine Beziehung wird davon profitieren.

 

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Befreie dich von Fast Fashion – bye-bye Wegwerfmode!

Befreie dich von Fast Fashion - bye, bye Wegwerfmode!

Bergeweise T-Shirts, unzählige Hosen, Kleider für jeden erdenklichen Anlass. Der Kleiderschrank quillt beinahe über, eigentlich stünde schon längst wieder eine Ausmistaktion an. Doch das Schaufenster im Einkaufszentrum sah wieder einmal derart farbenfroh und verlockend aus, dass du nun doch ein neues Teil mitgenommen hast. Neue Fast Fashion beim Shopping zu ergattern macht schließlich glücklich! Aber wenn du wirklich ehrlich zu dir selbst bist: Hast du dieses neue Kleidungsstück wirklich gebraucht? Hat es überhaupt noch Platz in deiner Garderobe?

Speziell im Modebereich hat sich unsere Mentalität in Richtung Konsum- und Wegwerfgesellschaft entwickelt. Schnelle und günstige Einkäufe erzeugen zwar kurzfristig gute Laune, doch genau hier liegt die Krux begraben: die Freude ist nur kurzer Dauer. Einmal ausgeführt, verstaubt das hübsche Kleid gerne mal im Schrank, genauso ergeht es dem coolen Top, welches neben dem ein-zwei Mal getragenen Statement-Pulli monatelang ungetragen in der Kommode liegt.

Wie kannst du dich von Wegwerfmode befreien?

Sogenannte Fast Fashion finden wir meistens auf den ersten Blick in jedem Kleiderschrank. Die mediale Beschallung mit neuen Modetrends in Kombination mit den extrem günstigen Preisen an jeder Ecke macht es dir aber auch wirklich nicht leicht, dieser Falle zu entkommen. Die schöne Fassade der Mode macht (oberflächlich betrachtet) auch einfach Spaß. Blickt man allerdings nur kurz dahinter, ist meist beim Blick aufs Etikett des neuen Teils schon klar, welche Bedingungen notwendig waren, damit es so günstig verkauft werden konnte. Doch mit ein paar einfachen Tipps, die dich zum Umdenken verleiten, wird dir der Schritt zu mehr Nachhaltigkeit und Wertschätzung leichtfallen. Wir zeigen dir wie! Dies in nur zwei simplen Schritten:

Bye, bye Fast Fashion: Schritt 1 heißt Umdenken

Bewusstsein schaffen ist die erste Schlüsselaufgabe im Kampf gegen Fast Fashion. Du darfst vor den Hintergründen und Folgen von Wegwerfmode nicht länger die Augen verschließen! Versuche, dir einmal realistisch und ehrlich vorzustellen, wie diese günstige Mode produziert wird. ArbeiterInnen oder gar Kinder werken, nähen oder färben unter den niedrigsten Bedingungen, zu unmenschlichen Löhnen und ohne jeden angemessenen Dank. Während du dich in deinem kuscheligen Bett gemütlich für die Arbeit ausschläfst, nach dem Aufstehen einen köstlichen Kaffee trinkst und in dein neues, stilechtes Outfit schmeißt, sind diese Menschen nach einer kurzen Nacht im Gemeinschaftszimmer schon seit Stunden wach und stehen mit wunden Händen und Mundschutz in der Fabrik. Menschen sollten sich heutzutage vielmehr bewusst werden, wie gut es ihnen doch geht!

Konsumzwang – ja oder nein?

Doch nicht nur das Bewusstsein für die Hintergründe der Billigmode ist hierbei wichtig. Auch das Eingestehen des eigenen Kaufverhaltens ist ein wichtiger Schritt beim Umdenken. Viele gehören zu jenen, die sich derartige Themen schönreden und sich einfach zu dieser Gesellschaft nicht dazuzählen wollen. Es gibt ein paar Erkennungsmuster, anhand derer wir leider eindeutig beweisen können, dass du doch auch irgendwo von diesem Konsumzwang betroffen bist:

  • Ich gönne mir doch sonst nichts, so nur für mich allein.
  • Man soll schon auch mal etwas kaufen, an dem man einfach eine Freude hat, wofür geht man schließlich arbeiten?
  • Das sah einfach wie für mich gemacht aus und neun Euro für ein Shirt tun mir auch nicht weh.
  • Ich habe noch gar nichts in dieser Farbe, wobei sie mir doch so gut stehen würde!
  • Ich kann doch nicht zu zwei Anlässen dasselbe Kleid tragen, wie das wirkt!

Hast du dich in einem der vorangegangenen Sätze und Aussagen wiedererkannt? Ja, zugegebenermaßen: Wir uns auch, sogar in mehr als nur in einem. Deswegen musst du jetzt nicht gleich ein schlechtes Gewissen haben. Aber eines sollte dir klar sein: diese Denkmuster nutzt die Industrie schamlos aus! Mit Marketing-Tricks und geschickter Manipulation verliert man in Onlineshops oder Geschäften leicht den Überblick über das Kaufverhalten und verliert auch den logischen Ansatz. Sicher ist auch dir schon mal passiert, dass du ein geshopptes Teil zuhause ausgepackt, es anprobiert und dir beim Blick in deinen eigenen Spiegel gedacht hast: Was war mit mir im Shop bitte verkehrt?

Bye, bye Fast Fashion: Schritt 2 lautet Umlenken

Gute Vorsätze sollte man schnell in die Tat umsetzen, bevor sie wieder in der Versenkung unseres Denkens verschwinden. Deshalb raten wir dir, gleich in Aktion zu treten und dein neu gewonnenes Bewusstsein mit ein paar einfachen Schritten direkt anzuwenden. Als erstes wird mal nachhaltig ausgemistet! Schalte dir deine Lieblings-Gute-Laune-Musik ein, versorge dich mit Snacks und einem leckeren Getränk und feiere dich und deinen Kleiderschrank selbst. Ein Nachmittag voller Erleichterung, in dem du ganz rabiat alles raushaust und auf dem Boden verteilst. Welche Berge an Klamotten da zu Tage treten, wird bestimmt für den Wow-Effekt sorgen! Durch diese Berge darfst du dich nun schamlos wühlen und so viel ausmisten, wie möglich. Beim großzügigen Ausmisten solltest du nach einem simplen System vorgehen und dir folgende Fragen stellen:

  • 1. Wie oft hast du das Teil im letzten Jahr getragen?
  • 2. Wie oft wirst du es in nächster Zeit noch tragen, was könntest du von deinen vorhandenen Sachen dazu kombinieren?
  • 3. Welchen Wert hat dieses Kleidungsstück?

Die Antwort auf die erste Frage in unserem Entrümpelungs-Umlenken-System ist eigentlich die wichtigste. Immerhin definiert diese, ob das gegenständliche Kleidungsstück es wieder zurück in deinen Schrank schafft oder auf dem Ausmist-Haufen landet. Du solltest eine Faustregel aufstellen, die (bezogen auf Basic-Stücke für den Alltag) besagt, dass man ein Teil mindestens insgesamt einen Monat (also 31 Tage) im Jahr tragen muss.

Die zweite Frage geht mit der ersten einher, denn du wirst mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht plötzlich anfangen, ein längst vergessenes Stück wöchentlich zu tragen. Es hat einen Grund, weshalb manche Kleidungsstücke im Schrank verweilen. Liegen sie schon ungetragen und unbeachtet eine Weile in deinem Schrank, finden sie kaum den Weg zu einem deiner gern getragenen Looks.

Die dritte Frage nach dem Wert der Kleidung ist etwas vielschichtiger. Natürlich soll niemand gezwungen sein, einen Pulli zu entsorgen, der einen sentimentalen Wert hat (beispielsweise vom verstorbenen Opi gekauft oder aus einem schönen Urlaub mitgebracht). Die Wertfrage bezieht sich eher darauf, ob die Qualität des jeweiligen Stücks sich rentiert, um dieses nach wie vor aufzubewahren.

Was tun mit den ausrangierten Kleidungsstücken?

Nach dem Ausräumen deines Schrankes empfehlen wir für das gute Gewissen und im Sinne der Nachhaltigkeit, die Klamotten zu waschen, ordentlich zusammenzulegen und an einen Wohltätigkeitsverein zu spenden oder sie auf dem Flohmarkt verkaufen. Die neuen Freiräume in deinem Schrank sollen aber nicht dazu dienen, sie gleich wieder mit neuen Dingen zu füllen! Die drei Fragen, nach deren System du ausgemistet hast, solltest du als Denkmuster verinnerlichen und auch beim Einkaufen in Zukunft anwenden. Auch Second-Hand-Mode oder hochwertige und dafür teurere Produkte sind ein Tipp, um gegen die Fast Fashion zu arbeiten.

 

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Spiele erst testen, dann kaufen? So geht’s!

Spiele testen

Jeder kennt das sicherlich: In irgendeiner Ecke im Schrank findet sich mit Sicherheit ein Spiel, welches nach ein- bis zweimal keine Freude erbringt und deshalb nicht mehr genutzt wird. Damit die Ansammlung der eingestaubten Spiele ohne Spaßfaktor nicht allzu groß wird, wäre es doch toll, vor dem Kauf aller Ruhe ausprobieren zu können, ob das Spiel überhaupt was für die heimische Sammlung ist. Spiele kennenlernen geht ganz leicht und ist vor allem online ein echter Geheimtipp.

Die Top Gesellschaftsspiele kennenlernen

Monopoly, Siedler von Catan & Co. – die Liste der Gesellschaftsspiele ist lang und wird jedes Jahr länger. Eine Umfrage zur Häufigkeit des Spielens von Gesellschaftsspielen zeigt, dass ich die Spiele in der Reihenfolge der begehrtesten Freizeitaktivitäten nach wie vor noch behaupten können. Damit keine Langeweile aufkommt, sind die Spielehersteller jedes Jahr aufs Neue bemüht, am Puls der Zeit zu sein und neue Abenteuer auf den Markt zu bringen. Die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ wird seit 1979 vergeben und zeichnet die besten deutschsprachigen Brett- und Kartenspiel-Neuheiten aus. 2019 konnte sich beispielsweise „Just One“ gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen.

So kannst du Brettspiele testen

Wer ein Spiel vor dem Kauf testen möchte, der kann beispielsweise die zahlreichen Spielemessen nutzen. Alternativ gibt es auch Bibliotheken, die Brettspiele zum Ausleihen anbieten. Insbesondere in Kinder-Büchereien gibt es oftmals eine schöne Auswahl an Spielen zum Ausprobieren.

Und natürlich gibt es auch online einige Möglichkeiten, die klassischen Brettspiele vorab zu testen:

  • Virtuelle Brettspiel-Plattformen: Es gibt zahlreiche Online-Plattformen, auf denen man klassische Gesellschaftsspiele in digitaler Form spielen kann. Diese Plattformen bieten oft kostenlose Versionen oder Demos beliebter Brettspiele an, sodass Nutzer das Spiel ausprobieren können, bevor sie sich für den Kauf der physischen Version entscheiden. Beispiele für solche Plattformen sind Tabletopia, Board Game Arena und Tabletop Simulator.
  • Demo-Versionen von Brettspielen: Einige Spieleentwickler bieten Demo-Versionen ihrer Spiele online an. Diese Demos sind oft vereinfachte Versionen des Spiels, die darauf abzielen, den Spielern einen Eindruck vom Gameplay und den Mechaniken zu vermitteln. Diese können direkt auf den Websites der Entwickler oder auf spezialisierten Brettspiel-Plattformen gefunden werden.
  • Online-Communitys und Foren: In verschiedenen Online-Communitys und Foren können sich Interessierte über ihre Erfahrungen mit bestimmten Spielen austauschen. Hier finden sich oft detaillierte Bewertungen und Diskussionen über Spiele, die dabei helfen können, eine fundierte Entscheidung vor dem Kauf zu treffen.
  • Virtuelle Spielemessen und Events: Viele Spielemessen und Events finden auch online statt. Diese virtuellen Veranstaltungen bieten oft die Möglichkeit, neue Spiele zu entdecken und auszuprobieren. Sie können auch eine Plattform bieten, auf der Entwickler Demo-Versionen ihrer Spiele präsentieren.
  • YouTube und Spielerezensionen: Viele Spieleenthusiasten und -kritiker veröffentlichen auf YouTube ausführliche Rezensionen und Spielanleitungen. Diese Videos können einen guten Einblick in das Spiel und seine Mechaniken bieten und dabei helfen, eine Entscheidung zu treffen, ob das Spiel den eigenen Vorlieben entspricht.

Online-Spiele ausprobieren & Spaß haben

Nicht nur die klassischen Karten- und Brettspiele erfreuen sich größter Beliebtheit, sondern auch Online-Spiele. Vor allem Spielangebote für die mobilen Endgeräte sind heiß begehrt. Der Grund ist leicht erklärt: Das Smartphone oder Tablet lassen sich komfortabel in fast jede Tasche stecken, sodass die User immer ihre beliebten der beiden Spiele dabeihaben können. Du brauchst keinen großen Karton mit Spielkarten oder musst ein Spielfeld aufbauen. Stattdessen wird einfach das Smartphone gezückt und schon kann es losgehen.

Spiele-Apps – das kosten & können sie

Im Apple oder Google Play Store findest du zahlreiche tolle Gaming Apps. Viele von ihnen gibt es sogar völlig kostenfrei. Du musst die App nur downloaden, installieren und schon kann es losgehen. Angeboten werden beispielsweise:

  • Geschicklichkeitsspiele
  • Konzentrationsspiele
  • Puzzles
  • Ratespiele

Häufig ist die Basis-Version der App kostenlos, sodass Werbeeinblendungen auftreten können. Damit finanzieren die Spielentwickler ihre Leistung. Wer als Spieler auf die Werbung verzichten will, der kann sie häufig mit dem Kauf des Spiels für kleines Geld deaktivieren. Wie viel die Apps kosten, bestimmen die Entwickler selbst. Erfahrungsgemäß sind sie aber schon unter 1,00 Euro und bis zu ca. 3,00 Euro zu haben.

Browserspiele ohne App nutzen

Neben den Apps gibt es auch eine weitere Variante, um den Spielgenuss online zu genießen und dabei sogar auf einen Download der mobilen Anwendung zu verzichten: die Browserspiele. Hier kannst du deinen mobilen Browser vom Smartphone oder Tablet dazu nutzen, um beispielsweise aufregende Titel verschiedener Genres auszuprobieren. Dazu gehören:

  • Kings and Legends
  • Anno Online
  • Astro Lords
  • Pirate Storm

Darfst dich bei den meisten Browserspielen über fantastische Grafiken und tolle Soundeffekte freuen. Mittlerweile sind nahezu alle bekannten Browserspiele auf die Erfordernisse der mobilen Endgeräte angepasst, sodass sie sich flexibel am PC, auf dem Smartphone oder Tablet nutzen lassen.

Fazit: Spiele erst testen und dann erwerben

Der Test von klassischen Gesellschaftsspielen ist häufig nur eingeschränkt möglich. Dadurch kommt es, dass viele Gesellschaftsspiele nach dem Kauf langweilig werden und in der Ecke verstauben. Damit genau das nicht passiert, bieten Spielemessen oder Spielwarengeschäfte auf die Möglichkeit, die Highlights auszuprobieren und dann zu entscheiden, ob dieses Spiel in die eigene Sammlung aufgenommen werden soll. Noch leichter geht es mit Online-Spielen, die meist Gratis-Versionen haben oder auch zurückgegeben werden können.

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Wer war eigentlich Simone de Beauvoir?

Simone de Beauvoir

Erscheinen dir Feminismus und Frauenrechte wie ein alter Schuh? Tatsächlich wirkt das Thema heute manchmal etwas ausgetreten. Deine Rechte als Frau sind für dich wahrscheinlich schon ganz normal! Aber kannst du dir vorstellen, dass Frauen vor einhundert Jahren ohne die Erlaubnis eines Mannes weder studieren, berufstätig sein, noch Auto fahren durften? Dein heutiges selbstbestimmtes Leben als Frau wurde erst durch den Kampf großer Frauen und Freidenkerinnen möglich. Eine der bekanntesten unter ihnen war die französische Philosophin und Schriftstellerin Simone de Beauvoir.

Ein Leben ohne freie Wahl?

Simone de Beauvoir wurde 1908 in Paris als Tochter wohlhabender Eltern geboren. Durch den Ersten Weltkrieg verarmte die Familie. Mit nur noch einem kleinen Angestelltengehalt war der Vater kaum noch in der Lage, Simone und ihre Schwester Hélène mit einer ausreichenden Mitgift auszustatten. Das schmälerte ihre Aussichten auf eine Ehe und damit die weitere sichere soziale und finanzielle Versorgung. Vater de Beauvoir bereitete seine Töchter auf ein Leben als berufstätige Frauen vor. Als Alternative wäre ihnen noch der Gang in ein Kloster geblieben.

Obwohl sie als junge Frau tief gläubig gewesen sein soll, kam dies für Simone nicht in Frage. Sie hatte Glück. Sie war klug und wach genug, die ersten neu erstrittenen Frauen-Rechte in Anspruch zu nehmen. Nach der Oberschule schrieb sie sich als eine der ersten Studentinnen an der berühmten Pariser Sorbonne ein.

Simone – die Lehrerin und leidenschaftliche Querdenkerin

Nach dem Studium arbeitete Simone de Beauvoir als Gelegenheitslehrerin. Ihr erstes eigenes Geld verdiente sie durch einen kleinen Lehrauftrag in Psychologie. Jener zu diesem Zeitpunkt noch jungen Wissenschaft, die erst durch Sigmund Freuds revolutionäre Erkenntnisse den Zuspruch fand, die sie eigentlich verdiente. Ihr Geld nutze sie neben der Finanzierung des Lebensunterhaltes für Ausflüge in die Welt der Künstler und Intellektuellen von Paris. Sie besuchte einschlägige Cafés und engagierte sich in einem Wohltätigkeitsverein. Die Vorurteile und Barrieren ihrer Zeit trieben sie schon bald zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Geschlechterbild.

Was machte den Mann zu einem Mann und bliebe einer Frau tatsächlich nichts anderes übrig, als unter der Führung eines Mannes zu leben?

Simone de Beauvoir

Die Idee von der sozialen Prägung des Geschlechts

Beauvoirs Überlegungen zielten immer mehr in eine ganz besondere Richtung. Ihre Beobachtungen und Gesellschaftsstudien ließen sie zu dem Schluss kommen, dass das Wesen der Frau vielmehr vom Umfeld geprägt wurde als bisher angenommen.

Das damals noch strenge Sittenbild ging davon aus, dass eine Frau als schwach und weniger wert als der Mann geboren werde. Den geistigen Leistungen einer Frau wurde nur in Ausnahmefällen Beachtung geschenkt. Noch im 19. Jahrhundert durften Frauen nicht öffentlich ihre Meinung kundtun. Von politischen Veranstaltungen waren sie komplett ausgeschlossen. Als höchste Ziele der Weiblichkeit galten Heirat und Mutterschaft.

Simone de Beauvoir kam zu der These, dass die Frau keineswegs von Geburt an schwach oder gar minderbemittelt sei. Vielmehr werde sie vom sozialen Umfeld dazu gemacht und in einem Zustand ständiger Abhängigkeit und Unterwerfung gehalten. Eine Frau könne also, wenn es denn notwendig oder gefordert wäre, auch ganz andere Züge annehmen.

Als eine der ersten Freidenkerinnen und Feministinnen der Welt unterschied sie zwischen „Sex“ und „Gender“. Dem körperlich angeborenen Geschlecht sowie der angenommenen beziehungsweise ausgeübten Geschlechter-Rolle.

Zwei ihrer bekanntesten Zitate lauten:

„Nur weil eine Frau eine Vagina hat, verhält sie sich noch nicht wie eine Frau.“

„Man ist nicht als Frau geboren, man wird es.“

Der dritte berühmte Ausspruch ist sinngemäß besser auf Englisch zu verstehen:

„Woman is as woman does.“ (Die Frau ist, was sie tut)

Sie richtete ihre Überlegungen dabei keineswegs nur anklagend gegen eine dominierende Männerwelt. Vielmehr kritisierte sie auch die unterdrückten Frauen ihrer Zeit, die sich durch ihr Verhalten eben zu genau dem machen ließen!

Simone de Beauvoirs Leben mit Jean Paul Sartre

Um 1929 herum hatte Simone den berühmten französischen Philosophen Jean Paul Sartre kennengelernt.

Beide ließen sich auf ein für die damalige Zeit sehr eigenartiges Liebesexperiment ein, das sie „Pachtverhältnis“ nannten. Ohne Zwang, Verpflichtungen oder gar eine Heirat wollten beide für zwei Jahre auf Probe zusammenbleiben. Danach hätte jeder seines Weges gehen können, ohne dafür Gründe nennen zu müssen. Schlussendlich sollten beide ein Leben lang verbunden bleiben!

Das Paar reiste viel, lebte aber nie zusammen in einer Wohnung. Simone traf an der Seite Sartres die Denker und Revolutionäre ihrer Zeit. In Kuba trafen sie auf Che Guevara und Fidel Castro. Neben den gemeinsamen Reisen begann Simone auf eigene Faust zu reisen. In den USA lernte sie den Schriftsteller Nelson Algren kennen. Mit ihm soll sie über viele Jahre eine intensive Liebesbeziehung gepflegt haben. Dennoch blieben auch Sartre und sie stets von gegenseitigem Respekt geprägt verbunden.

Simone de Beauvoirs Leben mit Jean Paul Sartre

Das große feministische Werk ihrer Zeit

Im Jahr 1949 kam Simone de Beauvoirs Buch „Das andere Geschlecht“ auf den Markt. Ihre Thesen und die kritische Auseinandersetzung mit dem Rollenbild von Mann und Frau revolutionierten das damalige Denken.

Neben der bereits erwähnten Theorie zur Ausbildung der „Frau“ durch das soziale Umfeld widmete sie sich intensiv der Frage nach den Unterschieden zwischen Mann und Frau. Der Mann galt im damaligen Weltbild als das Absolute, das Subjekt. Die Frau dagegen wurde nur in Abhängigkeit zum Mann, als das Objekt, betrachtet.

Für einen heutigen Geist sicher nur schwer begreifbar, hatte die Frau ohne den Mann praktisch keine Daseinsberechtigung. Jetzt hast du sicherlich ein Bild davon, wie wichtig die Arbeit von Simone de Beauvoir und anderen Feministen des 20. Jahrhunderts war!

Simone de Beauvoir wurde 78 Jahre alt. Ihr Leben lang wirkte sie als Schriftstellerin und Philosophin. Sie blieb unverheiratet, hatte keine Kinder und unterhielt diverse Liebschaften mit Gleichgesinnten beiden Geschlechts.

 

Fotos: rowohlt Verlag, Jerry Bauer; Copyright holder is Archives Gallimard at Paris, Archives Gallimard no longer exists – Schwarzer, Alice: Simone de Beauvoir, Reinbek, Rowohlt, 2007, ISBN: 978-3-498-06400-6, S. 68, Gemeinfrei, Link; Moshe Milner – Crop of File:Flickr – Government Press Office (GPO) – Jean Paul Sartre and Simone De Beauvoir welcomed by Avraham Shlonsky and Leah Goldberg.jpg, CC BY-SA 3.0, Link

Neuroathletik – So funktioniert die Fitness fürs Gehirn

Neuroathletik

Was ist eigentlich unter Neuroathletik zu verstehen?

Wenn du jetzt automatisch an „Gehirnjogging“ denkst, liegst du zwar nicht ganz richtig. Du liegst aber auch nicht gänzlich falsch. Doch es geht bei der Neuroathletik um etwas Spezielleres. Beim neuroathletischen Training geht es darum, den sportlich trainierten Körper um eine weitere Trainings-Komponente zu ergänzen: das Gehirn als die Steuerzentrale aller Bewegungsabläufe.

So gesehen soll das sportliche Training durch Neuroathletik-Erkenntnisse holistischer werden. Die Übungen für Sportler zielen nicht mehr nur auf die Muskulatur ab, sondern auch auf mehr bewusstes Handeln. Es geht um eine bewusstere Konzentration auf bestimmte Bewegungsabläufe, die trainiert wurden. Es geht auch um eindeutigere visuelle Informationen, die das Gehirn schneller auswerten kann. Wenn der Geist das Training torpediert, bringt es nicht so viel, wie es könnte. Wenn die Augen unterschiedliche Daten ans Hirn weitergeben, kann das Gehirn keine hinreichend präzisen Bewegungsabläufe koordinieren.

Das Gehirn als Trainingshelfer

Neuroathletik verbindet als Schnittstelle die Erkenntnisse der Neurowissenschaft mit hochmodernen Methoden des Athletiktrainings. Doch ohne weiteres kann das Gehirn nicht in dieser Richtung eingesetzt werden. Die Evolution hat das Gehirn darauf gepolt, die Aufgabe des Überlebens sicherzustellen. All seine Funktionen sind darauf ausgelegt. Die Betrachtungsweise dessen, was jemand gerade tut, fällt entsprechend anders aus, als wir uns das vorstellen.

Für das Gehirn ist es beispielsweise nicht relevant, ob ein Mensch läuft, weil er für eine Meisterschaft trainiert oder weil ein Löwe hinter ihm her ist. Das menschliche Gehirn will wissen, ob das Leben seines Besitzers in Gefahr ist. Ist diesbezüglich keine klare Antwort möglich, schaltet es sich automatisch in einen Modus, in dem es seine Schutz-Reflexe aktiviert. Hauptziel des Neuroathletik-Trainings muss es daher sein, diese reflexhaften Reaktionen zu unterbinden. Das gilt zumindest zeitweise und im vertretbaren Rahmen. Denn der Erhalt der Schutz-Reflexe macht in anderen Situationen als im sportlichen Training Sinn. Das Gehirn benötigt also eindeutig identifizierbare, neuronale Hinweise, wann trainiert wird und wann nicht.

Was haben Situationsanalyse und Motorik damit zu tun?

Wenn die Schutz-Reflexe beim Training plötzlich aktiviert werden, steigt dadurch die Verletzungsgefahr. Der Grund: Für die geschonten Körperbereiche müssen andere Körperbereiche plötzlich stärker belastet werden. Das Training leidet, weil es dann nur noch auf „Sparflamme“ ausgeführt werden kann. Ein kraftvolles und effektives Training ist neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge nur dann möglich, wenn das Gehirn bzw. das propriozeptive System besser ausgebildet wird. In diesem Kontext werden eine verbesserte Situationsanalyse und eine damit einhergehende Motorik-Verbesserung relevant.

Das neuroathletische Training ist besonders dann effektiv, wenn ein Sportler nach einer ausgeheilten Verletzung erneut mit dem Training beginnen möchte. Verheiltes Gewebe ist aber noch lange kein Garant für Trainingserfolge. Die Ursachen für die Verletzung lagen nämlich zum Teil im Gehirn und seinen schützenden Kompensationsmustern. Trainer, die mit neuroathletischen Strategien arbeiten, betrachten den Körper gewissermaßen als die Hardware des Sportlers. Das Gehirn stellt jedoch mit dem Bewegungsplan quasi die Software zur Verfügung – und die muss jeder Situation bedarfsgerecht angepasst werden.

Das bedeutet: das Gehirn muss nach einer Verletzung neu programmiert werden. Das geschieht oft in der Reha. Passiert das nicht, sind nachfolgende Verletzungen fast unvermeidlich. Das kennen die sportinteressierten Menschen vom Fußball. Wieder und wieder fallen Profifußballer aus, weil sie sich nach der Verletzungspause erneut an der Patella-Sehne oder am Knie verletzen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Viele Fußballspieler werden nach Verletzungspausen nur mit biomechanischen Methoden trainiert. Die Hardware ist damit zwar geheilt. Doch die neuroathletische Neuprogrammierung der Bewegungsabläufe – der körperlichen Software – fehlt oft.

Was geschieht beim Neuroathletik-Training?

Zu Beginn wird der Sportler zu seiner Verletzungsgeschichte befragt. Das ist wichtig, weil die Verletzungen oder Erkrankungen Auskunft über Elemente der Programm-Konzeption geben können. Dann werden sogenannte „Drills“ eingesetzt. Dabei handelt es sich um spezielle Übungen. Diese werden individuell an das Neuro-Profil des Athleten angepasst. Sie sprechen das System an, das alle Bewegungsabläufe im Gehirn steuert. Bei den Drills kann es sich um Gleichgewichts- oder Gelenkübungen, aber auch um gezielte Augenübungen handeln. Diese Übungen werden beim Aufwärmen eingebaut.

Wurde also bei der Anamnese eine koordinatorische Schwäche der linken Körperseite festgestellt, werden Drills in das Aufwärmtraining eingebaut, die eine Aktivierung des linken Kleinhirns zur Folge haben sollen. Dadurch soll die linke Körperseite stärker werden. Üblicherweise soll auf einen starken Reiz durch einen Drill ein schwächerer Reiz folgen. Die Abläufe der Drills werden exakt festgelegt, um den erwünschten Erfolg zu erzielen.

Sind bei einem Profi-Fußballer Mängel bei der Schnelligkeit festgestellt worden, werden im neuroathletischen Training nicht nur Sprintleistung oder schnelle Richtungswechsel trainiert. Vor allem die Wahrnehmung des Sportlers muss auf diese Leistungen hin optimiert werden. Der Laufreflex erfolgt bei Fußballern oft zu langsam, weil die Notwendigkeit zum Lossprinten zu spät erkannt wird. Schnell laufen zu können, muss also auch im Kopf trainiert werden.

Was bewirkt Neuroathletik beim Schuss auf das Tor?

Auch Torschüsse aus der Distanz können durch gezieltes Neuroathletiktraining verbessert werden. Das Gehirn eines Profi-Fußballers ist bei jedem Torschuss darauf angewiesen, exakte Daten über die Tordistanz, sowie die Stellung oder die Laufgeschwindigkeit anderer zu erhalten. Problematisch ist jedoch, dass beide Augen unabhängig voneinander Daten an das Gehirn übermitteln. Insofern muss das Fußballer-Gehirn in wenigen Augenblicken einen geschätzten Mittelwert aus den gelieferten Daten bilden. Die nun folgende Bewegung kann also oft nicht so exakt ausfallen, wie sie sein könnte.

Es geht bei der Neuroathletik also eher um den Prozess des Abschusses als um das Anvisieren des Ziels. Durch neuroathletische Übungen sollen die Spieler lernen, den ausgeführten Bewegungen mehr Aufmerksamkeit und Konzentration zu schenken. Wer sich auf den Prozess konzentriert, erzielt am Ende die besseren Ergebnisse. Das zumindest sagen die Spezialisten, die die Neuroathletik entwickelt haben. Aller Anfang ist jedoch schwer – und die bisherigen Ergebnisse lassen sich erst nach längerer Übungszeit verändern. Zunächst muss die neue Denk- und Arbeitsweise einem Sportler in Fleisch und Blut übergehen.

Funktioniert die Neuroathletik auch im Amateursport?

Heutzutage bauen bekannte Leichtathleten – ebenso wie viele Profi-Fußballer – Übungen aus der Neuroathletik in ihren Trainingsplan ein. Sprinterin Gina Lückenkemper hat ihre Bewegungen so optimiert, dass sie seitdem verletzungsfrei trainiert. Das war vorher nicht der Fall. Heute trainiert Lückenkemper nicht nur ihre Muskulatur, sondern auch ihr visuelles System oder ihre Nervenbahnen ganz gezielt. Denn nur über das Zusammenspiel aller beteiligten Instanzen kann sie das abrufen, was an Potenzial in ihr steckt.

Da der Weg zum Sportprofi in der Amateurliga beginnt, ist es auch schon auf dieser Ebene sinnvoll, die Erkenntnisse der Neuroathletik ins Training einzubauen. Was also können Amateursportler bereits tun, um bessere Sportler zu werden? Viele neuroathletische Übungen sind auch für Amateursportler sinnvoll. Wichtig ist beispielsweise, die schwächere Körperseite herauszufinden und diese gezielt zu trainieren. Dazu gehören beispielsweise die Mobilisation der schwächeren Hand oder Gleichgewichtstraining durch Kopfschütteln und Nicken.

Gezieltes Augentraining nach neuroathletischen Prinzipien sorgt dafür, dass die Bewegungssteuerung sich verbessert. Die Augenmuskeln von Sportlern werden kaum je trainiert, obwohl sie für die Informationsübermittlung zum Gehirn ein zentraler Bereich sind. Zudem gehören alle Bestandteile des Körpers zusammen. Sie bilden eine funktionelle Einheit, bei der jede Einheit besondere Aufgaben übernimmt. Sich dieser Aufgaben bewusster zu werden und die Fähigkeiten jedes Beitrags durch gezieltes Training zu erweitern – das ist Ziel des Neuroathletik-Trainings.

Auch beim Fitnesstraining kann die Neuroathletik einen wertvollen Beitrag leisten. Es geht eben nicht nur darum, die Motivation oder die Schnelligkeit zu steigern. Vielmehr geht es darum, dass alle körperlichen Instanzen ihren Beitrag gezielter und mit mehr Konzentration leisten können.

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Der Mai ist da, und mit ihm kommt eine Fülle von Farben, Düften und Erlebnissen, die nur darauf warten, in dein Bullet Journal Einzug...
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Unsere Top 10 Casting-Auftritte aller Zeiten

Von wegen talentfrei: Neben den DSDS-Totalausfällen der letzten Jahre haben auch wahre Stimmwunder das Parkett der internationalen Casting-Shows betreten. Performances mit Gänsehaut-Garantie! Man mag es...
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Eine glänzende, glatte Haarpracht gilt bereits seit etlichen Jahren als ein weitverbreitetes Schönheitsideal. Leider fehlt allerdings oftmals die Zeit für das tägliche Glätten mithilfe...
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Du überlegst, was du deinem Partner zum Geburtstag, zum Valentinstag oder zu Weinachten schenken sollst? Es gibt weitaus spannendere Geschenke, als eine schnöde Krawatte,...
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Der schönste Tag im Leben naht - und zwar der deiner Schwester oder besten Freundin. Du bist Brautjungfer, Trauzeugin oder Hochzeitsgast und das Internet...
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Manchmal versagt die Verhütung einfach. Egal, ob das Kondom gerissen ist oder die Pille vergessen wurde, die Entstehung einer Schwangerschaft lässt sich nicht ausschließen....
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Erotische Toys für Frauen – Stimulation aus der Nachttisch-Schublade

Wir leben in einer Zeit, in der endlich auch Frauen offen zu ihrem Sexualleben und zu ihren ganz besonderen Bedürfnissen stehen können. Selbstbewusstsein und...