Richtig streiten in der Beziehung: So vermeidest du eine Eskalation

Verliebt & glücklich

Frieden und Harmonie in der Partnerschaft sind etwas Herrliches. Wenn du dich mit deinem Mann oder Freund gut verstehst und ihr liebevoll miteinander umgeht, ist alles wunderschön. Ihr seid glücklich. Gerade am Anfang einer Beziehung ist dieser Zustand leicht aufrechtzuerhalten. Du verzeihst ihm vor lauter Verliebtheit jede Macke und erfüllst ihm gern alle Wünsche.
 

Die Realität holt dich ein

Irgendwann entstehen erste Konflikte. Das ist unausweichlich. Gründe dafür gibt es wie Sand am Meer: Du fühlst dich nicht mehr so beachtet wie vorher. Eine seiner früher liebenswerten Macken fängt an, dich zu nerven. Er fühlt sich in der Beziehung eingeengt. Er will etwas anderes unternehmen als du und gibt nicht nach. Das sind nur ein paar Beispiele. Das Gefühl der Unzufriedenheit entsteht meist nicht über Nacht. Je früher du es wahrnimmst, desto leichter ist es, das Problem ohne Aggression anzusprechen. Verdränge es nicht. Du erkennst, er ist nicht perfekt. Aber wer ist das schon?
 

Konflikte als Chance für die Beziehung

Du brauchst den Mann nicht gleich in die Wüste zu schicken. Konflikte sind nichts Negatives. Sie sollten aber konstruktiv angegangen werden. Ihr kommt nicht drum herum, euch zusammen- und auseinanderzusetzen. Wenn ihr einen Konflikt ansprecht und aufeinander eingeht, lernt ihr euch besser kennen und verstehen. Es ist wichtig für dich zu erfahren, dass dein Freund vielleicht gar nicht gemerkt hat, wie sein Verhalten bei dir ankommt. Möglicherweise hat es einen Grund, von dem du nichts weißt, und es ist in keiner Weise gegen dich gerichtet. Öffne dich also, sprich über deine Gefühle und gib ihm die Chance, dasselbe zu tun.
 

Wie streiten wir denn nun am besten?

 

richtig streiten
 

Du solltest dich auf ein solches Gespräch nicht einlassen, wenn du gerade auf 180 bist. Wer wütend ist, sagt schnell ein unbedachtes Wort. Damit ist keinem gedient. Atme kurz durch, gehe erst mal ein wenig an die frische Luft oder tu etwas anderes, was dich runterbringt.

Ob ihr streitet oder ruhig über das Problem sprecht, ist sicherlich Temperamentsache. Anschreien, Beleidigungen, bewusste verbale Verletzungen und Schuldzuweisungen helfen euch jedoch sicher nicht weiter. Logisch, oder? Wer so angegriffen wird, macht zu. Damit ist die Chance vertan.

Teile deinem Partner mit, wie du dich fühlst und was dich unzufrieden macht. Wichtig ist dabei, dass du selbst erkannt hast, weshalb genau du dich ärgerst oder traurig bist. Bleibe während des Gesprächs bei diesem Punkt und schweife nicht ab. Sätze wie „Außerdem bringst du nie den Müll runter!“ oder „Wie es mir geht, ist dir doch eh egal!“ tragen nichts zur Klärung bei.

In einer Beziehung sind Kompromisse notwendig. Jeder kann mal nachgeben, ohne sich selbst aufzugeben. Es spricht nichts dagegen, hin und wieder etwas dem anderen zuliebe zu tun. Dieses Entgegenkommen sollte allerdings nicht einseitig sein. Es ist nicht gesund für eine Beziehung, wenn einer den anderen ausnutzt. In dem Fall wäre ein Machtwort fällig und Durchsetzen angesagt.

Habt ihr einmal einen Streitpunkt auflösen können, ohne euch gegenseitig unnötig weh zu tun, werdet ihr zufriedener sein und den Partner noch mehr schätzen als vorher. Als erfolgreiche Konfliktlöserin wird es dir beim nächsten Mal leichter fallen anzusprechen, was dir auf der Seele liegt.
 

Foto: Jeffry W. Myers / Getty Images