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Auf Tuchfühlung mit Stardesigner Dimitri

Man möge meinen, er hat alles geschafft. Dimitrios Panagiotopoulos kleidet die ganz Großen ein: Topmodels wie Eva Padberg, TV-Star Sylvie van der Vaart oder Moderatorin Nazan Eckes lieben seine femininen Kleider, die tagein tagaus auf den Cover und Modestrecken großer Magazine zu sehen sind. Doch auch einen Stardesigner plagen die einen oder anderen Sorgen.

Dimitri
Modedesigner Dimitri

Zum Interviewtermin in seinem Atelier in Meran kommt er leicht gehetzt und einen Tick zu spät. „Sorry, ich war den ganzen Tag schon unterwegs.“ Dimitrios Panagiotopoulos ist viel beschäftigt: Gerade erst im Juli sah man die Kollektion seines Labels Dimitri auf der Mercedes Benz Fashion Week in Berlin, die nächste darf nicht allzu lang auf sich warten lassen. „Als Designer arbeitest du immer“, sagt er, „Man hat nie Feierabend.“ Trotzdem nimmt er sich alle Zeit der Welt für Ajouré, erzählt ausschweifend von seiner Arbeit und seinen Erfahrungen in der Fashionwelt.

Angefangen hat alles schon in der Jugend. Ganz anders als der Rest seiner Hoteliersfamilie entschied sich Dimitri für ein Design-Studium, zunächst in München, dann in Mailand. Seine Karriere führte ihn weiter zu großen Designern wie Hugo Boss, Jil Sander und Vivienne Westwood, bevor er 2007 sein eigenes Label gründete. „Es war sehr schwierig finanziell alles aufzubauen, aber meine Familie hat mich sehr unterstützt“, erzählt er, „Auch jetzt hat man’s nicht immer leicht. Die ganzen Kollektionen, die Shows, die Fashionweeks…alles kostet so viel Zeit, Mühe und Geld.“ Für einen Slot auf der Berliner Fashion Week zahlt man eine fünfstellige Summe, in den großen Metropolen wie New York oder Paris noch viel mehr – Vorbereitungen natürlich nicht miteingeschlossen. Ob es sich dennoch lohnt? „Finanziell für viele Designer bestimmt nicht. Der Markt ist überhäuft von guter Mode, es sind nur ganz wenige, große Namen, die in diesem Beruf noch das große Geld machen.“

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Dimitri Spring/Summer 2014 CampaignFoto: Andreas Ortner

 
Es sind vor allem andere Dinge, die die Mühe belohnen. Die Leidenschaft zum Beruf machen, seine Kreationen vor einem Publikum präsentieren zu können und die Anerkennung, die man dafür bekommt. Dimitri genießt Beliebtheit und Popularität, stets steigend. In Deutschland ist sein Name bereits eine feste Größe, Lena Gercke zum Beispiel sehen wir fast jede Woche in Dimitri beim Supertalent auf dem Jurysitz. Und das freut natürlich. „Lena finde ich super. Die sieht immer toll aus.“ Was hält er von den anderen Germany’s Next Topmodels? „Eher weniger. Den Mädchen wird was ganz Falsches eingebläut, diese Show hat nichts mit Realität zu tun. Da wird mehr nach TV-Sternchen gesucht, aber sicher nicht nach Topmodels.“ Dass selbst Heidi Klum mit Haute Couture nicht viel am Hut hat, sei mal dahingestellt. Sie sei mehr ein Werbegesicht, das es in den USA zu was ganz Großem gebracht hat. Und dahin will auch Dimitri.

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Backstage mit Sylvie van der Vaart

„New York wäre toll. Dort gibt man neuen Designern eine ganz andere Chance.“ Auf die New York Fashion Week im nächsten Frühjahr freut er sich deswegen besonders. Nach Berlin will er nun im Big Apple Fuß fassen. „Das passt auch mehr zu mir. Meine Mode ist sehr tragbar, weniger edgy und nicht so durchgeknallt wie etwa Berlin oder London. Meine Kleider soll jeder Frau auch in den Alltag passen.“ Der ganz große Traum bleiben nach wie vor die Couture-Schauen in Mailand: „Das ist immer noch der größte Wunsch. Irgendwann mal zu den bekanntesten Namen Italiens zu gehören.“ Und Dimitri ist auf einem guten Weg. Seine Kleider bestechen mit Eleganz und Weiblichkeit, Perfektion und der Liebe zum Detail. Nicht nur in Europa wird das geschätzt, auch Hollywoodstars wie Rachel Bilson und internationale Supermodels wie Karolina Kurkova schmücken sich gerne in Dimitri. Neben der Klamottenlinie ist der Designer auch für seine Taschenkollektion bekannt. Gerade erst hat Eletronikhersteller Sony an seiner Tür geklopft, für das Ultrabook VAIO Pro 11 Red Edition entwarf er eine passende Damentasche. Und was dürfen wir noch von Dimitri erwarten? „Eine Herrenkollektion steht noch auf der Liste.“

Foto top: Andreas Ortner, Artikelfotos: facebook.com/dimitrios.panagiotopoulos, facebook.com/byDimitri

Gwyneth Paltrow gibt Kochtipps: It’s All Good

Sie ist die Übermutter Hollywoods, eine Sauberfrau und Oscarpreisträgerin: Und jetzt kann sie auch noch kochen. Allround-Talent Gwyneth Paltrow zaubert in ihrem Kochbuch Rezepte der Note 1A mit Sternchen – und das alles figurfreundlich und glutenfrei, was denn sonst…

Als Vorzeigefrau Gwyneth Paltrow ihr Kochbuch vorstellte, haben wir’s kaum glauben können: Was kannn die eigentlich noch alles? „It’s All Good“ heißt das Werk und mit einem Bilderbuch-Lächeln stellt sie es vor. Das Buch enthält Rezepte, die Gwyneth selbst kreiert hat. Gesund, vorbildlich, zum Wohlfühlen, so, wie man es von der 41-jährigen erwartet.

„Essen soll sich gut anfühlen“, sagt sie und meint damit: Genuss und Gaumenfreuden ohne schlechtes Gewissen und möglichst fett-, zucker- und glutenfrei. Wie sie auf diese Idee kam? „Stress und Erschöpfung, ich wollte endlich mal etwas für mich tun“ und entschied sich dann auch gleich, ihre Tipps mit uns zu teilen. Ernährung als Weg zu Glück und innerem Frieden. Wie das funktioniert? Dem Körper nur Nahrung geben, die er voll und ganz verdauen kann. Frisch gepresste Säfte und Smoothies, viel Fisch, exotische Gewürze und ganz viele Zutaten, von denen wir noch nie was gehört haben, die mit Sicherheit aber unglaublich gesund sind (und auf keinen Fall dick machen). Ab nun aus dem Speiseplan zu streichen sind: Koffein, ungesunde Kohlenhydrahte (Weizenprodukte, Kartoffeln), Eier, Milchprodukte, Alkohol, Soja, Muscheln und – weiß Gott warum – Tomaten. Weitere Verbote nicht ausgeschlossen. Gwyneth hat’s jedenfalls geholfen. Wie ein neuer Mensch fühle sie sich jetzt.

Kritiker dagegen zerrissen das Buch: Diät- und Ernährungswahnsinn aus Hollywood auf einer nie zuvor dagewesenen Ebene der Lächerlichkeit. Auch wir finden: Gesunde Ernährung gerne, aber gleich auf 90 Prozent des Supermarktes verzichten? Das geht auch anders. Vor allem Kindern sollte man ordentlich ernähren, da sind Gwyneths Kochtipps fehl am Platz. Wer sich aber in Gesundheits- und Ökoneurose mal ausprobieren möchte, der kann It’s All Good für 19 Euro über Amazon erwerben.

Ankle Boots: Der Alleskönner im Trendcheck

Ankle Boots

Welche Frau hat sie nicht im heimischen Schuhschrank: Angesagte Ankle Boots, die du zu jeder Tages- und Jahreszeit tragen kannst. Zu Jeans, zu schmal geschnittenen Röhren- oder scharfen Lederhosen. Kombinierst du sie zu schicken Kostümen und trendigen Röcken und Kleidern, bist du zu jeder Gelegenheit stylisch angezogen. Die trendigen Schuhe sorgen für die richtige Portion Chick und setzen die Beine voll in Szene.

Ankle Boots – mehr als nur ein Schuh

In den 80er Jahren hat die Mode Ankle Boots für sich entdeckt und die Schuhe waren damals schon ein Trendsetter. Sie erleben heute, im 21. Jahrhundert, eine nie erlebte Renaissance.

Ankle Boots gibt es mit einem Reißverschluss, zum Schnüren oder für ganz Eilige auch zum Hineinschlüpfen. Für den Herbst sind sie die optimale Schuhkreation zwischen Stiefeln und Pumps, eignen sich zu jedem Anlass und können problemlos zu Hosen, Kleider oder Röcken kombiniert werden. Cool und alltagstauflich sehen sie zu Skinny-Jeans und lässigem Oberteil aus und geben diesem Look eine Extra-Portion KLasse. Wird das Kleine Schwarze aus dem Schrank geholt, braucht die modebewusste Frau auch nicht auf ihre geliebten Ankle Boots zu verichten.

Schickes Lackleder oder Materialien in Gold, Silber oder Velourleder, machen diesen Trendsetter ausgehtauglich. Zu heißen Hotpants sehen Ankle Boots aus Flechtleder sexy aus und ziehen bewundernde Blicke auf sich. Da wird die Straße zum Laufsteg. Kombiniert man kurze oder lange Kleider mit Ankle Boots, ist man immer perfekt und modisch angezogen.

Gesegnet sind Frauen, die von Natur aus mit langen Beinen ausgestattet sind. Durch Ankle Boots mit einem hohen Absatz wirken diese noch länger. Aber auch Ankle Boots mit einer flachen Sohle sehen schick aus. Der Schuh integriert sich einfach hervorragend in jeden Modestil.

Styling-Tipps für verschiedene Körpertypen

Ankle Boots sind vielseitig und können von Frauen aller Körpertypen getragen werden, aber es gibt bestimmte Styling-Strategien, die je nach Körperform besonders vorteilhaft sein können.

1. Für Frauen mit kürzeren Beinen:

  • Wähle Ankle Boots in einer ähnlichen Farbe wie deine Hose oder Strumpfhose: Dies schafft eine durchgehende Linie und lässt deine Beine länger wirken.
  • Vermeide breite oder sehr klobige Boots: Sie können deine Beine kürzer erscheinen lassen. Stattdessen solltest du nach schlankeren Designs suchen.
  • Nutze den Vorteil von Absätzen: Ein kleiner bis mittlerer Absatz kann die Beine optisch verlängern.
  • Trage kurze Röcke oder Kleider: Dies kann helfen, mehr von deinen Beinen zu zeigen und sie länger wirken zu lassen.

2. Für Frauen mit kräftigeren Beinen:

  • Wähle Boots mit einem breiteren Schaft: Diese sind bequemer und schmeicheln kräftigeren Beinen mehr.
  • Vermeide zu enge Boots: Sie können unangenehm sein und unvorteilhafte Linien erzeugen.
  • Dunkle Farben und einfache Designs: Dunklere Farben und Boots ohne viel Verzierung helfen, die Beine schlanker wirken zu lassen.
  • Kombiniere mit locker sitzenden Hosen oder längeren Röcken: Diese Kombinationen können helfen, ein ausgewogeneres Gesamtbild zu schaffen.

3. Für Frauen mit kurvigen Körpern:

  • Wähle Boots mit einem stabilen Absatz: Sie bieten bessere Unterstützung und Balance.
  • Vermeide zu helle oder auffällige Boots: Sie können ungewollt Aufmerksamkeit auf deine Füße und Knöchel lenken.
  • Trage Boots mit Details an der Spitze oder am Schaft: Dies kann helfen, das Auge nach oben zu ziehen und eine ausgeglichene Silhouette zu schaffen.

4. Für Frauen mit schlanken Beinen:

  • Experimentiere mit verschiedenen Stilen: Schlankere Beine können verschiedene Boot-Styles gut tragen, einschließlich solcher mit Verzierungen oder auffälligen Designs.
  • Trage Boots mit einem breiteren Schaft für einen trendigen Look: Dies kann einen interessanten Kontrast zu schlanken Beinen schaffen.
  • Nutze Layering: Kombiniere deine Boots mit Leggings oder Strumpfhosen, um Tiefe und Textur zu deinem Look hinzuzufügen.

Allgemeine Tipps:

  • Achte auf die Proportionen: Dein gesamtes Outfit sollte ausgewogen sein. Wenn du voluminösere Boots wählst, halte den Rest deines Outfits eher schlicht.
  • Sei selbstbewusst: Das wichtigste beim Tragen von Ankle Boots ist, dass du dich wohl fühlst. Wähle Styles, die deine Persönlichkeit widerspiegeln und in denen du dich selbstbewusst fühlst.

Ankle Boots kombinieren – unser Styling-Guide

Wir lieben Ankle Boots, weil sie einfach unglaublich vielseitig und modisch sein können. Egal, ob du einen lässigen, eleganten oder kantigen Look anstrebst, Ankle Boots sind ein echter Alleskönner.

1. Lässiger Alltags-Look

  • Mit Jeans: Kombiniere Ankle Boots mit Skinny Jeans oder Boyfriend-Jeans. Stecke die Hosenbeine in die Boots, um einen nahtlosen Übergang zu schaffen.
  • Mit Leggings: Eine schwarze Legging mit einem übergroßen Pullover oder einer langen Bluse und Ankle Boots ist ein bequemer, aber stilvoller Look.

2. Bürotaugliche Eleganz

  • Mit Bleistiftrock: Trage Ankle Boots zu einem eng anliegenden Bleistiftrock und einer Bluse für einen eleganten, professionellen Look.
  • Mit Anzughose: Eine gut sitzende Anzughose, die knapp über den Boots endet sorgt für einen schicken und modernen Büro-Look.

3. Abendgarderobe

  • Mit dem kleinen Schwarzen: Ein klassisches schwarzes Kleid gepaart mit auffälligen Ankle Boots (z.B. in Lackleder oder mit Verzierungen) ist ein zeitloser Abend-Look.
  • Mit einem langen Abendkleid: Wähle Ankle Boots mit einem etwas höheren Absatz, um Eleganz und Stil zu einem langen Abendkleid hinzuzufügen.

4. Boho-Chic

  • Mit Maxikleidern: Kombiniere leichte, fließende Maxikleider mit Ankle Boots für einen entspannten Boho-Look.
  • Mit Shorts: Trage die Schuhe zu Shorts und einem lockeren Top für ein sommerliches Boho-Flair.

5. Kühne und kantige Outfits

  • Mit Lederjacke: Eine Lederjacke, kombiniert mit Ankle Boots, verleiht jedem Outfit einen kantigen Touch.
  • Mit Statement-Accessoires: Wähle Ankle Boots mit auffälligen Details wie Schnallen, Nieten oder ungewöhnlichen Absätzen und kombiniere sie mit mutigen Accessoires.

6. Winterliche Kombinationen

  • Mit Strumpfhosen: Trage Ankle Boots mit dicken Strumpfhosen und einem kuscheligen Strickkleid für einen warmen Winterlook.
  • Mit Oversize-Pullovern: Ein großer, gemütlicher Pullover zu engen Jeans oder Leggings und Ankle Boots ist ein perfektes Winteroutfit.

7. Sommerliche Styles

  • Mit Sommerkleidern: Leichte Sommerkleider sehen toll aus in Kombination mit Ankle Boots, besonders wenn du einen Stilbruch wagen möchtest.
  • Mit Miniröcken: Kombiniere die Schuhe mit Miniröcken für einen spielerischen und sommerlichen Look.

Foto: Victoria Chudinova / stock.adobe.com

Kolumne: Funny #Hashtag Friday

#isitfriday? #yeah!

Unwissende fragen mich immer wieder „Mia, was sind eigentlich diese Hashtags?“. Als Social Media Junkie möchte ich dann natürlich am liebsten Wikipedia zitieren „Hashtag bezeichnet ein Wort oder eine Zeichenkette mit vorangestelltem Doppelkreuz“ oder noch besser einfach mit #thisisfunny, #lol, #yolo und natürlich mit #rofl antworten.

Es sind schlicht und ergreifend Gefühle und Schlagworte die heute auf Facebook, Twitter und Instagram mit Hashtags ausgedrückt werden. Hashtags sind eine Erfindung unserer Netzkultur, sie sind 2007 geboren und sie sind eine Konvention mit der man es schafft das Informationsgewitter nach relevanten, unrelevanten, verwandten und einfach nur dummen Beiträgen zu filtern – eben jenen, die das gleiche Hashtag verwenden. Hier gibt es kein Maß der Dinge mehr und manchmal wünschte ich Instagram würde eine Höchstzahl der heißgeliebten Hashtags einführen. Zumindest bei einfachen „#Selfies“, auch so ein Wort der Netzkultur, welches in diesem Video wunderbar erklärt wird, häufen sich Hashtags bei denen ich mich schon mal gerne fremdschäme.

Da fragt sich manch einer doch wirklich, wann unsere oder eben „diese Generation“, ich will uns ja alle unmöglich über einen Kamm scheren, die Hashtags auch ins „echte Leben“ holt. Jimmy und Justin haben genau das jetzt bei der Show „Late Night with Jimmy Fallon“ getan. Ich lag am Boden. Und das möchte ich euch zum Wochenende natürlich nicht vorenthalten! Los geht’s:
 

Jimmy Fallon & Justin Timberlake show you what a Twitter conversation sounds like in real life.
 

Das Video wurde vor 3 Tagen hochgeladen und hat bereits über 8.000.000 Views. Also, ihr wisst was das bedeutet: #youbetterusehashtags!

#happyweekend

 

Foto: Mia Bühler

Kolumne: Von internationalen Affären und Platzhaltern

Jede Woche schreibe ich hier kleine Geschichten, Gedanken und Anekdoten rund um das Thema Liebe. Manchmal ist das gar nicht so leicht, wenn man nichts Spannendes zu berichten hat und trotzdem eine Kolumne schreiben möchte, der man(n) etwas abgewinnen kann. „Dann schreib’ doch über Nicht-Liebe“, riet mir gestern ein Vertreter des männlichen Geschlechts. Gesagt. Getan.

Darf ich also mal provokant behaupten, dass sich Männer mit dem Thema Nicht-Liebe anscheinend beschäftigen, ich möchte nicht sagen, eventuell sogar ganz gut auskennen?

Ich habe Männer in meinem Freundeskreis, denen ich immer wieder sage, sie sollen bloß die Finger von meinen Mädels lassen. Das ist zwar eher augenzwinkernd als wirklich böse oder ernst gemeint, aber einige von ihnen sind definitiv Typ Mann, über den ich froh bin, mich nicht in ihn zu verlieben. Sie gehören zu denen, die nach einer Trennung gerne mal mehrere Eisen im Feuer haben, sogar in verschiedenen Städten oder Ländern. Ein Freund von mir ist erst gerade mit einer Australierin durch Spanien gereist, hat dann eine Andere in Berlin besucht und bekommt am Wochenende Gesellschaft von einer dritten Bekanntschaft. Seine friends with benefits stellen durchaus abendfüllende Themen dar und bereichern die Clique immer wieder mit Pleiten, Pech und Pannen, über die man schallend lachen kann. Auch er.

Nur stelle ich nach einer gewissen Zeit immer die Frage, ob die weiblichen Kandidatinnen ersten von ihrer Konkurrenz wissen und zweitens das ganze Abenteuer genauso unverbindlich sehen, wie er das tut. Meistens antworten diese betreffenden Männer dann mit „Ja klar, weiß sie das“ und ich entgegne „ach, du hast das also mit ihr geklärt? Super!“. Und dann verstummen sie kurz und stammeln: „Ne, aber das ist doch klar!“

Äh. Ne, meist ist es das nicht. Machen wir uns doch nichts vor, selbst eine Australierin auf der Durchreise hat schon von diesen überromantischen Liebesgeschichten gehört, die alle Zeitzonen und Sprachbarrieren überwinden. Wir träumen alle von der großen Liebe und sogar wenn im voraus abgesprochen ist, dass es sich hier nur um eine nette Affäre handelt, so ist es leider meistens so, dass sich einer von beiden verliebt. Früher oder später erliegen wir immer unseren Gefühlen.

Anika Landsteiner, Schauspielerin

Vor zwei Wochen habe ich für eine Onlinezeitschrift einen Artikel über Halbbeziehungen geschrieben, der davon handelt, dass viele junge Menschen gerne von allem etwas hätten und sich somit zwischen Single-Dasein und Partnerschaft wiederfinden. Der Artikel hatte sich so wahnsinnig schnell geklickt, dass die Redaktion zu mir meinte, ich hätte wohl einen Nerv der Zeit getroffen. Und so ist es auch, ohne Urteil oder Meinungsbildung dazu, aber: Es gibt sie immer mehr, die alternativen Paarungen, ein bisschen mehr Spaß, aber bitte nur ganz wenig Verantwortung.

Warum? Weil wir Generation „Alles ist möglich“ sind und wenn eine Partnerschaft all diese Optionen nicht mittragen kann (oder will), dann trennt man sich und geht alleine seinen Weg beziehungsweise findet eben jemanden, der keine Anforderungen oder Fragen stellt.

Das Schöne ist allerdings, dass die meisten wirklich stillstehen, wenn der oder die Richtige den Weg kreuzt. Das Bäumchen-wechsel-Dich-Spiel ist plötzlich beendet und das Gefühlskarussell dreht sich nur noch um zwei Menschen. Die Zeit der Nicht-Liebe ist auf einmal vorbei und man möchte denjenigen ganz für sich.

Ich kenne ein Pärchen, das zwischen den USA und Deutschland pendelt, und das schon seit Jahren. Sie führen – soweit ich das einschätzen kann – eine glückliche Beziehung. Natürlich wären sie gerne jeden Tag zumindest mal im gleichen Land und jede Nacht im gleichen Bett, aber es funktioniert, weil der Wille da ist. Und die Liebe. Damit schließt sich der Kreis der Generation „Alles ist möglich“ und die Nicht-Liebe wird auf einmal so unglaublich langweilig und überflüssig, dass sie nicht mehr ist, als ein Platzhalter, bis jemand kommt und ihn sich einfach nimmt.

Fotos: Anika Landsteiner

Ear Cuffs: Die wirkungsvollsten Schmuckstücke der Saison

Ear Cuffs

Spätestens seit der London Fashion Week sind sie in aller Munde: Ear Cuffs, zu deutsch Ohrspangen. Nicht nur zum rockigen, lässigen Look passen die Schmuckstücke der Saison – Models tragen ihre Ear Cuffs am liebsten zum tief ausgeschnittenen Abendkleid.

Auffälliger als Ohrstecker, schlichter als Creolen, aber mindestens genauso wirkungsvoll: Ear Cuffs gibt es in Gold und Silber, aus Edelstahl und Holz. Frauen mit blauen Augen greifen am besten zur silbernen Variante; dunklere Typen sind mit der goldenen Variante gut beraten. Ear Cuffs stehen einfach jeder Frau!

Ear Cuffs – Viel easier als Ohrringe

Die trendigen Ear Cuffs kann man auch ohne Ohrlöcher tragen. Die Ohrspangen werden ums Ohr geknipst, das Anbringen und Entfernen ist kinderleicht. Dank ihrer Form sind Ear Cuffs länger ohne Schmerzen tragbar; sie strapazieren das Ohr nicht. Auf extravagante Ketten sollten Sie bei diesem Look verzichten – das ist zu viel des Guten. Eine filigrane Kette hingegen rundet den eleganten Look ab. An den Armen darf wieder geklotzt werden: Packen Sie ihre Bangles aus – der zweite Trend der Saison – dicke, stabile Armreifen.

Da Ear Cuffs, anders als Ohrringe, einen größeren Teil des Ohrs schmücken, ist ein Dutt die Frisur der Wahl. Models setzen auf den Messy Bun – diese Duttvariante kommt verrucht-lässig daher, weil absichtlich Haarsträhnen aus dem Dutt herausgezupft werden. Aber auch offenes Haar schmeichelt dem Look. Kämmen Sie einfach das Haar an der Seite hinters Ohr, an der sie die Ohrspange tragen. So macht es auch das Topmodel der Stunde – Cara Delevingne.

Beide Ohren solltest du jedoch nicht mit Ear Cuffs schmücken – das wirkt schnell überladen. Schmücke dein zweites Ohr lieber mit schlichten Ohrsteckern im Farbton der Ohrspange. Den Trendschmuck findest du aktuell in vielen Boutiquen, teils schon zum kleinen Preis. Wer es individueller mag, kann im Internet handgemachte Ohrenspangen bestellen – da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Foto: obrik / stock.adobe.com

Von It-Girls und Stilikonen: Grace Kelly

Zurückhaltende Eleganz, umwerfende Schönheit und ein beeindruckendes Talent waren zeitlebens ihr Aushängeschild: Grace Kelly.

Ihre Karriere

Geboren wurde sie als Grace Patricia Brendon. Die Tochter einer Deutschen und eines Amerikaners, kam am 12. November 1929 in Pennsylvania zur Welt. Trotz des Reichtums ihrer Eltern, wurde sie streng katholisch und mit eiserner Disziplin erzogen. Bereits in ihrer Kindheit äußerste Grace Kelly den Wunsch, Schauspielerin zu werden. Ihr Kopf setzte sich gegen den Willen ihrer durch: Mit nur zwölf Jahren bekam sie Schauspielunterricht. Nach dem Abschluss ihrer Schulzeit zog Grace Kelly nach New York, um an der dortigen American Academy of Dramatic zu studieren. Der Anfang war holprig, mit Modeljobs verdiente sie ihr erstes, eigenes Geld. Zigaretten, Waschmittel und Schreibmaschinen waren die erste Produkte, für die sie warb. Dann der erste Erfolg: In einem Stück von August Strindberg gab sie im Jahr 1949 ihr Bühnendebüt am Broadway. Ihr Talent begeisterte die Kritiker, ihr Charme entzückte das Publikum. Von da an ging es bergauf: Erfolge abseits der Theaterbühne ließen nicht lange auf sich warten. Grace arbeitete mit den ganz Großen, von Alfred Hitchcock bis zu James Steward, sie alle schwärmen von der schönen, jungen Schauspielerin, die bald ein Aushängeschild des Golden Hollywood wurde. Für ihren Auftritt im Film “Ein Mädchen vom Lande” dann der große Coup: Der Oscar.

Fürstin Gracia Patricia von Monaco

Grace-Kelly
Klassische Schönheit und bis heute ein Idol: Grace Kelly Foto: wikipedia.com

Im gleichen Jahr, in dem sie ihren Oscar verliehen bekam, lernte Grace bei Dreharbeiten ihren späteren Mann, Fürst Rainier III von Monaco, kennen. Hingerissen von ihrem Charme reiste der Fürst in die Staaten und umwarb sie, ein Hollywoodmärchen, wie es sich kein Drehbuchautor hätte besser ausdenken können. Nur ein weiteres Jahr und zwei Filme später beendete Grace Kelly ihre Karriere als Schauspielerin. Grund dafür: Die anstehende Hochzeit am 18. April 1956, denn nach nur dreimonatiger Verlobungszeit, gab sich das junge Paar in der Kathedrale von Monaco das Eheversprechen. Über dreißig Millionen Zuschauer verfolgten die Zeremonie, das die Geschichte eines wahrgewordenen Märchens widerspiegelt. Eine so schöne, erfolgreiche Schauspielerin, die in den europäischen Hochadel heiratet – so etwas gab es noch nie, und es begeisterte die ganze Welt.
Trotz der großen Liebe zu ihrem Mann und der drei kleinen Kinder, hang Fürstin Gracias Herz noch immer an Hollywood. Ihren größten Wunsch, die Rückkehr vor die Kamera, verweigert ihr jedoch das Fürstentum. Selbst eine Einladung von Alfred Hitchcock konnte die Meinung des Hofes nicht ändern. Die Absage brach der Fürstin das Herz. Eine Autofahrt sollte alles beenden. 26 Jahre nach der Traumhochzeit befand sich die Fürstin mit ihrer Tochter, auf dem Rückweg von ihrer Sommerresidenz. In einer Kurve verlor Fürstin Gracia die Kontrolle über ihren Wagen. Die Fürstentochter überlebte schwer verletzt, die Fürstin erlag einen Tag später, am 14.09.1982, ihren schweren Verletzungen.

Bis heute bleibt Grace Kelly aber als eine der größten Legenden, die Hollywood hervorgebracht hat, in Erinnerung. Ihre Filme sind absolute Klassiker, ihr Stil nach wie vor gefeiert. Nach ihr benannte Hermès sogar die Kelly Bag.

Foto top: Grace Kelly in Rear Window, Paramount Pictures PR

Kolumne: Montenegro – du und deine Melancholie

Montenegro hat 270 Sonnentage im Jahr, wir haben zwei Dauerregen-Tage erwischt. Vielleicht weil ich den Sommerregen so liebe und der Himmel mir dieses feucht fröhliche Geschenk noch einmal in voller Pracht präsentieren wollte in diesem Jahr. Vielleicht auch darum, dass wir näher aneinander rücken, uns zu viert an einem Schirm festklammern und die nasse Haut der eigentlich Fremden an der eigenen spüren. Oder dafür, dass wir einfach mal losrennen. Unter den Regentropfen hindurch und mit ihnen in unseren lachenden Gesichtern.

Vielleicht auch für diesen einen Moment, in in dem wir einfach stehen bleiben. Der Regen hat jede Faser durchweicht und klebt an uns. Manchmal bringt es einfach nichts mehr, dieses Davonlaufen, irgendwann macht es uns einfach nichts mehr aus.

Montenegro

Podgorica wirkt grau aber nicht trist. Ich wusste nicht, dass es einen Unterschied gibt, doch jetzt weiß ich es. Die Menschen sind fröhlich, sie tragen bunte Farben und unter die Wolken mischen sich immer wieder Sonnenstrahlen. Ein Regenbogen umrahmt die Stadt und mit müden Augen bin ich einfach nur glücklich in diesem Moment an diesem Ort zu sein, der mal nicht ganz oben auf der Reise-Wunschliste stand. Vielleicht sind das die verborgenen Schätze, von denen alle sprechen, die von Weitem nicht strahlen, die dich beim zweiten Blick aber packen und dann festhalten. Verbogen und verweht, keine klaren Linien, viel Schmutz und Staub, Fensterlädern klappern leise im Wind, ein Lachen aus der Ferne und die Regentropfen klatschen laut auf den Asphalt.

Irgendwann wird dieses Grau zu Schwarz und wir irren durch die Straßen. Am nächsten Tag wieder jede in seine Richtung – haltlos in der Luft, schwebend, frei und irgendwann wieder mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Und dann wird das Rauschen wieder still und die einzelne Wolke vor dem Fenster verliert ihren Kampf. Staub tanzt in der deutschen Heizungs-Luft und ich denke nur eines: Nimm mich wieder mit, nach Irgendwo, für einen neuen Tag in allen Farben.

Montenegro

Montenegro

 

Fotos: Anika Landsteiner

Der Aufstieg von Urban Decay in der Kosmetikindustrie

Urban Decay

Die Kosmetikmarke Urban Decay zählt nicht nur in den Staaten zu den ganz Großen – und das nicht zu Unrecht. Inzwischen hat sich der Make-up-Gigant einen Platz in der Beauty-Branche als eine trendige und kreative Marke gesichert.

Urban Decay: Die Erfolgsgeschichte des Make-up-Giganten

Die Geschichte des heute weltbekannten Labels begann vor über 20 Jahren: Make-up-Enthusiastinnen Sandy Lerner und Wende Zomnir kreierten ihre eigenen Lippenstifte und Nagellacke in Farbtönen, die bisher für die Beautyindustrie ungewöhnlich waren: Farbenfroh wie das Leben, die Welt und ihre verschiedensten Seiten mit kreativen Nuancen wie „Smog“, „Acid Rain“ oder „Rust“. Die hervorstechenden Farben sowie deren außergewöhnliche Namensgebung ist noch bis heute Markenzeichen des Hauses und hat Urban Decay zu einem der erfolgreichsten Beauty-Herstellern der Welt gemacht.

Das Konzept war anders: Bodenständig und simpel gehalten ohne den Glitzer und Glamour der elitären Kosmetikbranche, aber so individuell und innovativ, dass die Massen begeistert waren. Der eigenen Geschäftsethik stets treu geblieben, waren die Macher hinter Urban Decay wahre Trendsetter: Man schaffte immer einen eleganten Übergang zwischen den verschiedenen Hypes, ohne dabei auch nur ein bisschen an Authentizität zu verlieren. Der Rest ist Geschichte – und was für eine!

Von den USA in die ganze Welt

Das Kosmetik-Unternehmen expandierte: In Nordamerika findet man keine Parfümerie mehr ohne die fabelhaften Produkte für Augen, Lippen und Nägel. Mittlerweile gibt es von der Marke auch Hautpflege, Düfte und eine Herrenlinie. Feminin mit einem Hauch von Gefahr und einer großen Menge Spaß – so beschreibt sich das Label selbst und erfährt damit Erfolg auf ganzer Linie.

Sein bekanntestes Produkt: Die Lidschatten-Palette Urban Decay Naked. Von Make-up-Fans geliebt, von der ganzen Welt gehypt: Kein anderes Augen-Make-up, das auch nur annähernd an die Popularität der Naked-Palette herankommt. Farben, Qualität und Preis-Leistungsverhältnis bekommen in sämtlichen Blogs Bestnoten.

Mehr zur gehypten Beauty-Marke

Urban Decay ist auch bekannt für seine kreativen und einzigartigen Verpackungen, die oft von der Kunst, Musik und Kultur inspiriert sind. Die Marke hat inzwischen auch einige Kollaborationen mit bekannten Künstlern, darunter Gwen Stefani, Jean-Michel Basquiat und Game of Thrones, durchgeführt.

Übrigens sind die Produkte der Marke vegan und tierversuchsfrei.

Urban-Decay-Naked-Palette
Urban Decay Naked Palette

Vorsicht: Finger weg von Ebay! Die Bekanntheit des Labels lädt viele Betrüger dazu ein, Fälschungen zu verkaufen.

Urban Decay auch in Deutschland beliebt

Musste man früher noch mühsam ins Ausland reisen oder sich sein Lieblingsprodukt mitbringen lassen, kann man inzwischen die beliebten Eyeshadows und Blushes auch bequem bei uns kaufen. Große Parfümerien wie Douglas haben die beliebte Kosmetikmarke im Sortiment.

Wir empfehlen für Einsteiger, die Urban Decay kennen lernen wollen, das Aushängeprodukt schlechthin: die Naked Palette. Eine Palette mit 16 großartigen Nude-Nuancen, die super aufeinander abgestimmt sind. Damit kreiert man im Handumdrehen umwerfende, natürliche Looks. Mittlerweile gibt es schon 3 verschiedene Naked-Paletten, die allesamt Spitzennoten bei Kritikern und Beauty-Junkies erhalten haben. Ein absolutes Muss!

Weitere Tipps: Den Eyeshadow Primer für langanhaltende, strahlende Farben, sowie die geschmeidigen Lippenstifte und das Naked Flush Rouge.

 

Hier unsere Urban Decay Highlights zum Nachshoppen:

Weitere interessante Produkte der Marke, die du mal ausprobieren solltest:

 

 

Fotos: Urban Decay / PR

Kolumne: Ich Tarzan, du… Jane!?

Ich musste ja wirklich laut loslachen, als meine Freundin mir neulich bei einem Glas Wein eröffnete, dass München – die Stadt, in der ich wohne – die Flirtstadt #1 sei. Das würde zumindest eine, nun ja, zuverlässige Printquelle behaupten. Also, ich weiß ja nicht, aber meiner Meinung nach ist München eher die Stadt des dezenten Lächelns, wo man sich meist höflich zunickt, jedoch alleine nach Hause geht.

München, Flirtstadt #1? So eine Aussage zu treffen, ist ungefähr genauso wagemutig, wie zu behaupten, Zehlendorf hätte einen bemerkenswerten Altstadtkern. Ich möchte ja nicht unfair klingen, aber wo sind sie denn, die riskanten, flirtbesessenen, Männer? Aus Erfahrungsberichten kenne ich eher die Tatsache, dass man in München meistens doof grinsend angestarrt wird, – so an die zwei bis drei Stunden – um dann noch doofer zu gehen. Alleine. Elvis left the building. Nix Beutezug.

Mich interessierte das Thema immer mehr und ich wusste, dass ich nur verlässliche Antworten bekommen würde, wenn ich ans andere Ufer schwimmen und einen Vertreter männlichen Geschlechts ausquetschen würde. Daraufhin hat mich ein Freund detailliert über die Flirtoffensive schlechthin aufgeklärt. Es folgt eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, man(n) zücke Stift und Papier bei Bedarf:

  1. Auf das Mädchen zugehen, dabei beachten, dass man sich niemals frontal gegenüberstellt, sondern durch diagonales Abwenden signalisiert, dass man „auf dem Sprung sei“.
  2. Interesse zeigen, zuhören, sich ungezwungen unterhalten, eventuell taktische Komplimente machen, die allerdings ernst gemeint sein müssen.
  3. Maßnahmen ergreifen: Bevor es zu unangenehmen Schweigen kommt, sich charmant abwenden und sagen, man müsse mal wieder zurück zu seinen Freunden. Das sei nämlich nun angeblich der Punkt, der bei der Frau endgültiges Interesse weckt.
  4. Durchziehen. Abwarten.

Ich war baff und ging im Kopf alle meine Flirts der letzten Jahre durch. Und sah leider eindeutige Parallelen. Zur Krönung des Ganzen hörte ich nun im Radio eben diesen Erfahrungsbericht, allerdings aus Sicht der Frau. Sie rief an, erzählte ihre Story und versprach sich Erklärungsversuche männlicher Zuhörer (sind wir eigentlich nun an einem Punkt, an dem wir Frauen Ratgeberbücher kaufen müssen, um Männer zu verstehen?). Jedenfalls rief doch tatsächlich ein sogenannter „Flirt-Experte“ (ja, es darf gelacht werden) an, der dann erklärte, dass er den Männern in seinen Seminaren beibringt, sich so oder so ähnlich zu verhalten. Er brachte das Beispiel, man solle einer Frau sagen, dass sie definitiv die Schönste im Club sei und dass man ihr einen tollen Abend wünsche und dann aber von dannen ziehen und abwarten solle.

Daraufhin entstand eine heftige Geschlechterdiskussion, dass das alles nur noch mehr verkompliziert, als es eh schon sei. Seit wann sollen wir Frauen denn die Männer ansprechen? Nur, weil wir auf Emanzipation pochen und in der Politik angekommen sind, heißt das doch nicht, dass sie aufhören sollen, um uns zu kämpfen. Oder sich für uns zu prügeln – wer hat denn je behauptet, das sei unromantisch und überholt? Ich nicht.

Ani denkt - flirten

Jungs, wir dachten, ihr wollt männlich sein. Umdrehen, gehen und dann die Frau machen lassen? Das ist doch nichts. Ich meine, ihr wollt „Pretty Woman“ nicht anschauen (obwohl gerade bei dem Film der Lernfaktor enorm groß ist), aber angesprochen werden wollen? Das passt nicht zusammen. Also auf, zieht endlich mal blank und zeigt, was ihr drauf habt, das wird doch wohl ohne Flirtexperte und durchdachtes Vormarschieren in weibliche Gebiete möglich sein. Ich persönlich finde es sehr charmant, wenn mich ein Mann anspricht, der sich das zwar gut überlegt hat, ich ihm jedoch die Nervosität ansehen kann. Dann weiß ich nämlich, dass da jemand vor mir steht, dem anscheinend wirklich was daran liegt, mich kennenzulernen. Und ich habe die leise Hoffnung, dass ich nicht die zehnte Anmachadresse des heutigen Abends bin.

An letzter Stelle noch ein ganz einfacher Vorschlag, vor allem für die, die das Flirten im Nachtleben satt haben: Schaut mal nach links. Und dann nach rechts. Auch virtuell ist es erlaubt. Der oder die Richtige befindet sich nämlich oft direkt vor der Nase. Und ein kleines „Hallo, ich würde dich gerne kennenlernen“ reicht aus, solange man sich danach nicht umdreht und geht. Es wird schon noch kompliziert genug, da darf das erste Zusammentreffen doch reibungslos verlaufen, oder? In diesem Sinne:

Ihr bleibt Tarzan. Ob ihr wollt oder nicht!

 

Fotos: Anika Landsteiner

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