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Pimm’s Cup Rezept

Pimm’s Cup No. 1 ist wohl eins der bekanntesten britischen Sommergetränke und läutet bei mir den Start in die Schönwettersaison ein. Denn sobald  das Wetter schön wird wächst bei mir die Minze im Garten, die für mich in einen Pimm’s Cup gehört. Nach ein paar Stunden Gartenarbeit ist dieser Sommercocktail im Liegestuhl eine wahre Freude.

Pimm's Cup Rezept

Pimm’s Cocktail Rezept

Es gibt bestimmt hundert verschiedene Rezepte einen Pimm’s Cocktail zu mixen, aber im Prinzip besteht er aus Pimm’s und Zitronenlimonade. Pimm’s ist ein mit Kräutern aromatisierter Ginlikör mit 25% Alkoholgehalt, der herb fruchtig schmeckt. Dazu wird er mit Gurkenscheiben und Obst auf Eis serviert.

Diesen Cocktail kannst Du beliebig aufwändig mixen. Zum Beispiel kannst Du die Zitronenlimonade selber machen oder Dir einen Gurkensirup einkochen, um den Gurkengeschmack zu intensivieren. Zum Einstig habe ich Dir hier mein liebstes Basisrezept aufgeschrieben.

Pimm’s Cup No. 1

60 ml Pimm’s

90 ml Zitronenlimonade

2 dünne Gurkenscheiben

2 Erdbeeren

1 Zweig Minze

1 Scheibe Zitrone

Pimms Cup Rezept

Ein Glas mit Eiswürfeln füllen und den Pimm’s hineingießen. Die Gurke mit einem Sparschäler längs dünn aufschneiden, die Erbeeren halbieren. Die Gurkenscheiben, Erdbeeren und die Zitronenscheibe ebenfalls in das Glas geben und mit Zitronenlimonade aufgießen. Zum Schluss den Minzzweig hinstecken und vorsichtig umrühren.

Mit dem Obst kannst Du variieren, anstatt Zitronenscheiben schmecken sehr gut Orangenscheiben. Himbeeren oder Brombeeren passen auch ganz hervorragend in diesen Cocktail.

 

Fotos: Heike Niemoeller

Kolumne: Ich glaube, ich bin verliebt…

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Mein Herz schlägt schneller, meine Hände sind ganz feucht, mir wird heiß und kalt auf einmal, und ich habe ein Grinsen wie ein Honigkuchenpferd im Gesicht. Ich glaube, ich bin verliebt.

Aber wie kann das sein? Weit und breit ist kein Mann in Sicht. Ich stehe hier mit einer Freundin, also warum diese Gefühle? Es ist so einfach: Ich stehe in einem Geschäft voller Handtaschen und Schuhe und habe soeben meine Zukünftige entdeckt! Sie ist wunderschön und elegant, klassisch schwarz, mit kleinen goldenen Details, nicht aufdringlich oder billig, einfach nur hinreißend. Nein, günstig ist das Schätzchen wirklich nicht, sie kostet 300€. Mag sein, dass das nicht viel für eine tolle Handtasche ist, aber wenn man nur ein knappes Budget zur Verfügung hat und des Öfteren mal shoppen geht, dann sind 300€ einfach nicht drin.

Ich lebe alleine, habe also niemanden der sich die Miete mit mir teilt oder mir so ein schickes Teil einfach mal zum Geburtstag schenkt. Also tanze ich den „Soll-ich-sie-mir-kaufen-Tanz“. Ich lege mir das gute Stück über die Schulter und tänzele mit Schmetterlingen im Bauch zum nächsten Spiegel, betrachte mich von allen Seiten und stelle sie wieder zurück. Kaum habe ich sie ins Regal zurück gestellt, höre ich sie schon rufen: „Mia, nimm mich!“ Ich kann das arme Ding nicht im Regal stehen lassen und werfe sie mir abermals über die Schulter und stolziere wie Heidi Klum wieder zum Spiegel. Sie ist einfach wunderschön und zusammen geben wir ein traumhaftes Paar ab. Wieso können Dinge in uns solche Gefühle auslösen? Was läuft in unserem Hirn falsch, dass uns eine Handtasche so verdammt glücklich macht?

Es fühlt sich wirklich genauso an wie richtig verliebt zu sein. Können wir dieses Gefühl nicht irgendwie nutzen, wenn uns gerade niemand will oder wir einfach keine Zeit für eine Beziehung haben? Könnte unser Kleiderschrank nicht unsere Beziehung sein und das Shopping-Center echt guter Sex? Schwanger kann man auch nicht werden. Das wäre doch eigentlich echt ideal! Okay, außer Frau steht in der Umkleide und es passt mal wieder nichts. Auch ganz besonders toll finde dieses überaus schmeichelhafte Neonlicht, das jeden Frauenhintern aussehen lässt wie einen Golfball. Wenn das nicht schon Strafe genug ist! Nein, dann gibt es auch noch diese fantastischen Umkleiden, die nur aus Spiegeln bestehen, so dass frau das Elend auch ja von allen Seiten zu sehen bekommt. Solche Gegebenheiten können natürlich auch eine kleine Krise in der Beziehung auslösen, aber gut, die gibt es schließlich auch in den besten Familien.

Wenn da nur nicht dieser verflixte Kontostand wäre, der meinen Plan von einer Beziehung mit der süßen Kleinen kaputt macht. Er ist quasi wie die fiese Ex-Freundin; er ruft sich immer dann ins Gedächtnis, wenn man es eigentlich überhaupt nicht gebrauchen kann. Meine Freundin hat ungefähr die selben Gefühlsausbrüche in diesem Geschäft. Sie lebt aber im Gegensatz zu mir nicht monogam. Nein, sie ist eine kleine Taschen-Schlampe. Sie trägt an jedem Arm eine und hat schon die nächste auf dem Radar. Die Verkäuferin hat uns seit einiger Zeit im Visier; entweder wittert sie schon ein dickes Geschäft oder, was ich eher für wahrscheinlich halte, sie sieht uns an, dass wir zwar gerade beide unser Herz verloren haben, aber es uns nicht leisten können, es wieder zu bekommen. Meine Freundin schon zweimal nicht! Sie befindet sich mittlerweile in einem Rauschzustand und ich weiß nicht, wie viele Taschen sie an sich hängen hat. Sie ist geschmückt wie ein Christbaum, eben nur mit Taschen statt Kugeln… Oh man, was ein Spektakel! Wir unterhalten den ganzen Laden. Susanne und ich sind am kichern und herumalbern wie kleine Teenager und haben alle anderen Kunden und Verkäufer völlig ausgeblendet.

Ich mache noch schnell ein Abschiedsfoto von meiner neuen Fernbeziehung, damit ich sie mir ab und an mal anschauen kann, wenn ich einsam bin. Susanne legt nach und nach ihre Taschen auch wieder zurück ins Regal. Ich hätte nicht gedacht, dass es bei ihr die Trennung so einfach gehen würde. Ich habe mich eigentlich schon auf einen fiesen Kampf eingestellt – ich an der einen Seite der Tasche und sie an der anderen. Ein Geziehe und Gereiße bis die Tasche wieder an ihrem Platz steht. Doch die böse Schwiegermutter, in diesem Falle das Preisschild, hat sie doch vernünftig werden lassen.

Na ja, keine Beziehung ist perfekt! Ich werde also meine kleine süße Tasche dann und wann besuchen gehen und wenn es mein Geldbeutel irgendwann einmal zulässt, werde ich auch was Festes daraus machen – wir werden zusammenziehen, ganz sicher!

Foto: clipdealer.com

Bad Hair Day? Die besten SOS-Tricks

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Haare machen einen wesentlichen Teil der weiblichen Schönheit aus. Sie umschmeicheln das Gesicht, geben Frau einen Teil ihres Charakters und doch führen die meisten Trägerinnen eine Hass-Liebesbeziehung mit ihrer natürlichsten Kopfbedeckung. Bad Hair Day? Das muss nicht sein, denn schon kleine Veränderungen können die lästigen Probleme in Luft auflösen. Dann kann der Hut oder die Mütze getrost zuhause bleiben.

Fettiger Ansatz

Dieses Problem haben die meisten Frauen bereits in der Pubertät, die Haare wollen einfach nicht aufhören wie angeklebt am Kopf zu haften. Einfaches Waschen reicht nicht aus, um das unangenehme Rückfetten zu verhindern, es muss zusätzlich mehr Pflege her. Fettet das Haar stark nach, ist das meist ein Hinweis auf zu trockene Kopfhaut. Der Körper hilft sich mit dem Schmierfilm nur selbst, doch das sieht in den meisten Fällen nicht gerade stylisch aus. Ein milderes Shampoo mit weniger Tensiden ist hier hilfreich. Es trocknet weniger aus, reizt die Kopfhaut nicht so stark und das Haar kann sich erholen.

Trockenes Haar mit Schuppen

Auch dieses Malheur hatte jede Frau schon einmal in ihrem Leben. Lästige weiße Flöckchen überall auf dem Kopf. Damit geht keiner gerne nach draußen, geschweige denn unter Leute. Dennoch sind die lästigen Partikel ein natürliches Übel und deuten wie der fettige Ansatz auf eine falsche Waschroutine hin. Wer bereits ein mildes Shampoo verwendet, kann einmal in der Woche zusätzlich Olivenöl in die Kopfhaut einmassieren, am besten vor dem Schlafengehen, sodass das Naturprodukt Zeit hat, die Haut ausreichend mit guten Inhaltsstoffen zu verwöhnen. Am Morgen den Kopf wie gewohnt waschen und das Ergebnis bestaunen. Flocken adé!

Null Volumen

Es muss nicht gleich die Peggy Bundy Frisur sein, doch ein wenig Schwung wünscht sich jede Frau in ihrer Mähne. Liegen sie glatt am Kopf an ist dies meist der Haarstruktur zu verdanken, die bei einigen Frauen glatter ist als bei anderen. Wer mit solchen „Spagettihaaren“ geboren wurde, muss jedoch nicht verzagen. Volumenshampoos rauen die Haarstruktur leicht auf, sodass sie sich später minimal verhaken – das zaubert Volumen. Wer kein Volumenshampoo verwenden möchte, kann auf Trockenshampoos wie das von Batiste setzen, welches einfach aufgesprüht wird und einen ähnlichen Effekt hat. Sea Salt Spray, zum Beispiel von Toni&Guy, ergibt ebenso mehr Volumen.

Dünnes Haar

Wer mit feinen Haaren geboren wurde, ist wirklich nicht gesegnet. Jahrzehntelang musste man entweder mit Extensions arbeiten oder damit leben lernen, was beides nicht mehr sein muss. Neuste Technologie ermöglicht dickere Haare in nur wenigen Wochen. Produkte für den kleinen Geldbeutel gibt es zum Beispiel von Head&Shoulders. Versprochen wird eine Verbesserung der Haarstruktur durch einen Komplex aus Niacinamid, Panthenol und Koffein. So kann Haarbruch vorgebeugt werden.

 

Foto top: clipdealer.com

Kolumne: Die Geschichten nach dem Happy-End

Carrie hat Jahre gebraucht, um Big für sich zu gewinnen. Witzigerweise mögen ihn fast alle Männer, die ich kenne. Klar, er hat ja sechs Staffeln lang Bindungsangst. Aber wie geht es weiter, wenn man den richtigen Mann gefunden hat? Und wer erzählt eigentlich die Geschichten nach dem Happy-End?

Es gibt sie nicht, die perfekte Beziehung. Zwar kann man füreinander perfekt sein, sich gegenseitig fordern und fördern, sich lieben, schlichtweg zusammenpassen. Trotzdem gibt es ein Leben lang Einflüsse von außen (und innen), die jede Partnerschaft beeinflussen und manchmal auf harte Proben stellen können.

Manche Beziehungen scheitern am Alltag, der wohl fieseste Einfluss von außen. Wer kann schon gut damit umgehen, wenn sich ein Tag an den Anderen reiht und diese sich kaum voneinander unterscheiden? Da muss man selbst aktiv werden, doch wir Menschen sind schlichtweg Gewohnheitstiere, finden Sicherheit in gleichen Abläufen und tun uns oftmals schwer, aus bekannten Kreisläufen auszubrechen. Man will ja schließlich kein Rebell sein.

Andere haben nicht den Alltag zum Feind sondern zu viele Abwechslungen. Wechselnde Umstände, in denen man sich immer wieder finden muss. Immer wieder sein Gegenüber neu kennenlernen, weil man sich beispielsweise lange nicht gesehen hat oder so viele Dinge erlebt, dass die Eindrücke gemeinsam verarbeitet werden müssen, um sich nicht zu verlieren.

Ich höre in Beziehungsfragen gerne auf alte Menschen. Wenn ich sehe, wie meine Großeltern immer noch Händchen haltend einen Spaziergang machen, dann geht mein Herz auf. Und die haben weiß Gott mehr durchgemacht, als ich es wahrscheinlich je tun werde.

Und ich lasse mir gerne sagen, dass Liebe auch Arbeit bedeutet. Denn sobald die Schmetterlinge ausgeflogen sind, geben schon die Ersten auf und fliegen ebenfalls weg. Wir wollen es eben immer schön, immer bequem, immer perfekt, immer rosarot und mit Glitzer bestreut.

Für mich, und wahrscheinlich für alle anderen Zuschauer auch, war immer klar, dass Big der Richtige für Carrie ist. Und dass es eben ein bisschen dauern würde, bis auch er das begreift. Es ist schließlich nichts Neues, dass Männer oftmals ein bisschen länger brauchen, um sich Dinge Gefühle einzugestehen. Ich fand es sehr schön, dass die Filme gezeigt haben, wie es eben danach weitergeht. Nach dem Happy-End. Diese Geschichten erzählt kaum jemand, dabei sind es doch genau die, die uns tagtäglich beschäftigen. So lange das Leben weitergeht, gibt es kein Ende, also auch keins aus Hollywood. Alles bleibt im Fluss, an allem muss gewerkelt werden und was nicht passt, muss passend gemacht oder eben verabschiedet werden.

Glückliche Beziehungen beinhalten also auch Arbeit. Was wir dabei manchmal vergessen ist, dass Arbeit auch schön sein kann und nicht automatisch heißt, man würde nicht mehr im gleichen Boot sitzen. Es sei dann, man fängt an zu kämpfen. Damit hat dann einer schlichtweg das Boot verlassen.

Carrie und Big sind immer wieder gescheitert, allerdings nie ganz untergegangen. Der Funke, der alles am Leben erhält, ist immer geblieben.
Und wie heißt es so schön von Samuel Beckett?
„Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.“

Auf dass wir ganz oft scheitern und daran wachsen anstatt unterzugehen.

Foto: Anika Landsteiner

Nazan Eckes – Deutschlands schönste TV-Frau erzählt

Nazan-Eckes-interview

Sie ist eines der Aushängeschilder unserer Fernsehwelt: Nazan Eckes gilt nicht nur als Powerfrau von RTL, sie zählt auch zu den schönsten Gesichtern der Branche. Mit über 15 Jahren im Geschäft ist sie eigentlich schon ein alter Hase. Was sie uns über ihr Leben als Vorzeige-TV-Frau erzählen kann, erfahrt ihr hier.

 

Letztes Jahr wurdest du von einer TV-Zeitschrift zur schönsten Moderatorin im deutschen Fernsehen gewählt. Was sagst du dazu?
Das ist ein wirklich nettes Kompliment, aber wir alle wissen ja: Jede Frau zweifelt an sich und ihrer Schönheit. Daher war ich auch ein wenig überrascht.

Was sind deine Beauty-Geheimnisse, worauf achtest du und was geht gar nicht? Was hältst du vom gängigen Schönheitsideal in der Fernsehbranche? Herrscht diesbezüglich hierzulande viel Druck?
Ich glaube eher, dass der Druck für alle Frauen, die in der Öffentlichkeit stehen, in jedem Land sehr groß ist. In der Türkei ist das auch nicht besser. Dort verbringt jede zweite Schauspielerin, Sängerin oder Moderatorin die Hälfte ihrer Zeit in Beauty- Salons oder beim Schönheitschirurgen. Ich finde in Deutschland ist die Situation im direkten Vergleich schon ein wenig entspannter. Dennoch, auf dem Roten Teppich interessiert keinen Menschen, ob du nett oder schlau bist, sondern einzig und allein, ob du schön bist. Natürlich ist das ein riesen Druck. Schließlich gehören öffentliche Auftritte schlichtweg zu meinem Job. Aber verrückt machen, lasse ich mich trotzdem nicht.

Beruflich läuft es für dich richtig rund: Wir sehen dich fast täglich im Fernsehen. Momentan vor allem bei DSDS. Hast du einen persönlichen Favoriten?
Erstmals Danke! Ich kann mich tatsächlich nicht beschweren. Gott sei Dank… Aber meinen DSDS- Favoriten möchte ich trotzdem nicht verraten 😉 Zumal ich in dieser Phase noch mehrere Kandidaten gut finde.

Was hältst du selbst von Casting-Shows und Reality TV? Was macht solche Formate interessant? Bist du selbst Fan?
Zwischen Casting und Reality gibt es ja tatsächlich nochmal einen großen Unterschied. Auf ein Reality-Format hätte ich nicht sonderlich Lust. Auch bei Casting-Shows war ich anfangs skeptisch, aber bevor ich mich für DSDS entschieden habe, bin ich nochmal in mich gegangen und habe überlegt, was ich an Casting-Shows mag und was nicht. Und für mich haben die positiven Elemente überwogen. Ich finde, sie sind inzwischen ein fester Bestandteil der TV- Unterhaltung und sie machen offenbar vielen Menschen immer noch Spaß. Mir übrigens auch, sonst würde ich DSDS nicht moderieren.

Auch privat scheint alles perfekt zu sein. Seit zwei Jahren schon bist du verheiratet. Planst du mit deinem Mann schon die nächsten Schritte?
Es gab ja da viele Spekulationen hinsichtlich unserer Familienplanung, was auch völlig in Ordnung ist. Dennoch: Das bleibt erstmal unser Geheimnis 🙂

Hast du bei deinem Terminkalender überhaupt Zeit zum Entspannen und Durchatmen? Wie nutzt du diese Freizeit dann?
Absolut. Ist alles eine Frage der Organisation. Wenn ich weiß, dass bestimmte Phasen bei mir stressig werden, dann sorge ich dafür, dass ich davor und danach viel Zeit für mich und die Menschen habe, die mir am Herzen liegen. Außerdem haben Julian und ich gelernt, Zeiträume gezielt zu blocken und Urlaube rechtzeitig zu planen, damit bloß nicht wieder was dazwischen kommt. Und nehme ich mir immer Zeit für Sport – egal wie, das geht immer!

Dein Leben scheint ja nicht besser laufen zu können. Ein Paradebeispiel für erfolgreiche Integration, du hast ja türkische Wurzeln. Glaubst du, du musstest für eine erfolgreiche Karriere mehr kämpfen bzw. hattest es schwerer aufgrund deiner Herkunft?
Ich habe oft darüber nachgedacht und die Antwort wird viele überraschen, aber nein, das glaube ich nicht. Ich bin ganz gezielt meinen Weg gegangen und hatte das große Glück, dass sich mir niemand in den Weg gestellt hat. Nun muss man aber vielleicht dazu sagen, dass die Medien- Branche sehr aufgeschlossen ist und Menschen unterschiedlicher Kultur und Herkunft dort üblich sind. Das war sicher auch ein Vorteil. Bei RTL sowie bei anderen Produktionen z.B. Werbedrehs sind oft alle möglichen Nationalitäten am Start. Das mag ich sehr. Ich wünschte das wäre überall so selbstverständlich. Mir ist natürlich bewusst, dass viele junge Leute allein schon wegen ihres ausländischen Nachnamens benachteiligt werden. Das darf nicht sein!

Nazan-Eckes-Immo-Fuchs

Was ist das Wichtigste, was man mitbringen muss, um in der TV-Welt zu bestehen?
Puuuh, keine Ahnung. Ich denke, es sehr wichtig, dass du dir treu bleibst. Wenn du versuchst eine Rolle zu spielen, merken das die Leute schnell. Egal, ob du schrill bist oder ruhig, lustig oder eher der gradlinige Typ. Hauptsache, du bist du selbst. Ach ja, Disziplin gehört auch unbedingt dazu. Alles, was im Fernsehen passiert, sieht nach sehr viel Spaß aus, was ja auch oft so ist. Trotzdem ist es harte Arbeit und geht an die Substanz. Das muss man wissen, wenn man diesen Weg gehen will.

Welche Termine und Projekte stehen dir dieses Jahr besonders nah am Herz? Worauf dürfen wir uns freuen?
Ich freue mich tierisch auf die Hochzeit von guten Freunden, die in Südfrankreich heiraten werden. Wir haben unseren gesamten Urlaub danach geplant. Das wird toll! Beruflich gibt es ein paar Ideen, aber davon ist noch nichts spruchreif… 🙂

Fotos: Immo Fuchs Fotografie

10 Anzeichen, dass du schwanger bist

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Für junge Frauen oft ein kleiner Schock, bei vielen anderen dagegen heiß erwartet: Die Schwangerschaft. Woran erkennen wir aber zuerst, ob sich etwas in uns tut? Ajouré listet 10 erste Anzeichen einer Schwangerschaft und sagt, worauf frau dabei achten muss.

1. Übelkeit

Typisch für schwangere Frauen ist die Übelkeit. Bei den meisten Betroffenen handelt es sich dabei um eine morgendliche Magenverstimmung, die mal leicht bis sehr stark ausfallen kann. Grund dafür sind hormonelle Umstellungen im Körper. Oftmals setzt Schwangerschaftsübelkeit schon einige Tage nach der Befruchtung ein, im ersten Zeitraum dann auch mittags und abends. Hält das Unwohlsein über einen längeren Zeitraum an, ohne dass ein anderer Grund wie etwa eine Lebensmittelvergiftung zugrunde liegt, ist dies eines der ersten Zeichen für eine Schwangerschaft.

2. Heißhunger

Da hat sich die Natur aber etwas Fieses ausgedacht: Trotz Übelkeit bekommen Schwangere nicht selten Heißhungerattacken. Da sieht die vertrocknete Salatgurke auf einmal aus wie ein saftiges Steak. Plötzlich auftretender Heißhunger ist zwar kein eindeutiges Symptom, dennoch vor allem bei Frauen, die sonst sehr gezügelten Appetit haben, ein Zeichen, dass eine Schwangerschaft bevorsteht.

3. Geschwollene Brüste

Werden die Brüste größer und empfindlicher, tun sie vielleicht sogar weh? Durch den Hormonanstieg werden die Brüste extrem sensibel, sie fühlen sich bei Berührungen anders an und schmerzen bei einigen Frauen sogar. Dies ist aber oft nur in der Anfangsphase nach der Befruchtung der Fall, während der Schwangerschaft gewöhnt sich der Körper an das neue Hormonlevel. Hinzu kommt, dass die Hautfarbe um die Brustwarzen herum sich oftmals dunkler färbt.

4. Stimmungsschwankungen

Ähnlich wie während der Periode kann es während der Schwangerschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit zu plötzlichen Stimmungsschwankungen kommen. Wirst du schneller aggressiv oder schlecht gelaunt? Weinst du häufiger? Und das ohne nachvollziehbarem Grund? Dann kann das am Hormonhaushalt liegen, der vor allem in den ersten Wochen der Schwangerschaft stark ansteigt.

5. Zwischenblutung

Zwischenblutungen können aus vielen Gründen auftreten, einer davon ist Schwangerschaft. Dabei gilt zu beachten: Wie genau sieht die Blutung aus? Eine leichte Schmierblutung, die eher hell als dunkel ist, könnte auf eine Schwangerschaft hinweisen. Heftige, dunkle Ausflüsse sind eher auf andere Gründe zurückzuführen.

6. Müdigkeit

Von allen Anzeichen für eine Schwangerschaft ist die Müdigkeit die am häufigsten auftretende. Hand in Hand mit der Müdigkeit geht auch die Kurzatmigkeit. Achte darauf, welche Aktivitäten du über den Tag verteilt gemacht hast. Bist du erschöpfter, als du sein solltest? Sind Alltäglichkeiten wie der Gang zum Supermarkt oder kurzes Treppensteigen anstrengender als sonst? Vor allem in den ersten Monaten einer Schwangerschaft ist das der Fall, da der Körper durch die Vorbereitung auf das Embryo extrem belastet wird.

7. Geruchsempfindlichkeit

Bei schwangeren Frauen ist eine besondere Geruchsempfindlichkeit sehr typisch. Auch die Geschmacksnerven verändern sich dadurch. Alles riecht und schmeckt intensiver und stärker. Das beeinflusst Appetit und Magenempfinden. Manchen Frauen schmecken bestimmte Speisen, Gewürze und Getränke nicht mehr, häufig zählt der alltägliche Kaffee dazu.

8. Regel bleibt aus

Neben einem positivem Schwangerschaftstest ist das wohl das eindeutigste Anzeichen für eine Schwangerschaft: eine ausbleibende Periode. Bekommst du nicht zur gewohnten Zeit deine Regelblutung, obwohl dein Zyklus sonst regelmäßig ist, warte 1 bis 2 Wochen und mache dann einen Test. Zu diesem Zeitpunkt wirkt dieser sehr zuverlässig.

9. Erhöhte Basaltemperatur

Auch eine erhöhte Basaltemperatur (Körpertemperatur am Morgen nach dem Aufstehen) ist ein relativ sicheres Zeichen einer Schwangerschaft. Bleibt sie über zwei Wochen hinweg dauerhaft höher als normalerweise, ist es sehr wahrscheinlich, dass du schwanger bist.

10. Häufiger Harndrang

Durch hormonelle Umstellungen sind die Nieren aktiver und die Blase entspannter, es kommt also zu häufigeren Harndrang. Wenn du also auffällig oft auf Toilette musst, ohne mehr getrunken zu haben als sonst auch und ohne dass die Blase dabei voll ist, ist das ein Anzeichen für eine Schwangerschaft. Viele Frauen bekommen dieses Gefühl ab der fünften Schwangerschaftswoche.

Viele der genannten Anzeichen treten bereits wenige Tage nach der Befruchtung auf. Treffen gleich mehrere Anzeichen auf dich zu, sind ein Schwangerschaftstest und der Gang zum Frauenarzt ratsam.

Foto top: clipdealer.com

Fenchelsalat mit Halloumi

Bei Fenchel als Gemüse scheiden sich wohl die Geister. Die einen lieben ihn, die anderen finden das man Fenchel höchstens bei schwerer Erkältung als Tee geschmacklich akzeptieren kann. Ich liebe Fenchel, gerade roh knuspere ich ihn schrecklich gerne einfach mal zwischendurch. Als Salat finde ich Fenchel auch ganz wunderbar erfrischend und aromatisch. In diesem Rezept verwende ich frischen Dill, der den Anisgeschmack des Fenchels betont.

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 Fenchelsalat für zwei Personen

1 großer Fenchel

1/2 Bund Dill

Handvoll Haselnüsse

Saft einer halben Zitrone

1 Esslöffel Weißweinessig

1 Esslöffel Haselnussöl

Salz

Pfeffer

1 Teelöffel Ahornsirup

200 g Halloumi

2 Esslöffel Olivenöl

ggf. frische oder getrocknete Cranberries

 

Die äußeren Blätter des Fenchels mit einem Sparschäler schälen und den Boden dünn abschneiden. Anschließend die Fenchelknolle mit dem Gemüsehobel in feine Scheiben schneiden und sofort mit dem Zitronensaft beträufeln, damit der er nicht braun wird. Aus Weißweinessig, Haselnussöl, Ahornsirup, gehacktem Dill, Salz und Pfeffer ein Dressing anrühren und über den Fenchel geben. Den Salat mit den Händen kurz vermischen.

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Die Haselnüsse grob mit dem Messer hacken und kurz in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Fangen die Nüsse an zu duften aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.

Den Halloumi in Würfel schneiden und in Olivenöl rundherum anbraten.

Den Fenchelsalat auf zwei Tellern anrichten, den Halloumi darauf verteilen und mit gerösteten Haselnüssen bestreuen.

Wer es gerne sauer mag, kann noch ein paar frische Cranberries auf dem Salat verteilen. Da frische Cranberries aber nun wirklich nicht jedermanns Sache sind schmecken auch getrocknete gesüßte Cranberries ganz hervorragend auf dem Salat.

 

 

Fotos: Heike Niemoeller

Kolumne: Einparkhilfe

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„So, jetzt rechts rum, einschlagen, noch etwas zurück und stopp, wieder anders rum – nein so doch nicht, wieder zurück und jetzt einschlagen!…“ Ich kann echt viel, aber Einparken auf keinen Fall. Beim Parken brauche ich immer Hilfe von außen. Derjenige, den es trifft, hat dann alle Hände voll zu tun, mich an mein Ziel zu bringen. Meist suche ich mir dafür einen Mann, die können das irgendwie besser. Doch in einigen Fällen brauchen selbst Männer eine Einparkassistentin und zwar dringend! Zu guter Letzt kommen diese vermeintlich hoffnungslosen Fälle mit der richtigen Anleitung dann auch irgendwann zum gewünschten Ergebnis; der eine etwas schneller und manch einer eben auch gar nicht…

Ich werde gleich nach einer langen Beziehung das erste Mal mit einem anderen Mann Sex haben. Ich gebe offen zu, ich bin schon etwas aufgeregt. Passt das mit uns? Gefalle ich ihm nackt? Dann kommt mir sofort der Gedanke. „Hätte ich lieber mal die letzte Tafel Schokolade nicht gegessen, scheiße!“ Jetzt habe ich mich extra in Schale geworfen und dabei dummer Weise nicht bedacht, dass meine Hose wirklich eng sitzt und das Teil später sexy auszuziehen leider so gut wie unmöglich ist. Vermutlich wird es nachher mehr nach einem Herauswinden aus einer zweiten Haut und alles andere als sexy erscheinen, scheiße!

Er sieht unheimlich gut aus, wie gemalt, hat einen Sixpack, ist allgemein sehr muskulös und durchtrainiert, so dass jede römische Statur vor Neid erblassen würde. Seine Haut ist leicht gebräunt und weich wie ein Babypopo, keine Haarstoppeln oder Unebenheiten, nirgends. Wir küssen uns und ich schmelze dahin, es passt einfach wie Vanilleeis und heiße Himbeeren. Er schmeißt mich aufs Bett und zieht mir die Hose aus, was deutlich besser geht als erwartet. Für den Bruchteil einer Sekunde hatte ich die Befürchtung, er müsste mich am Ende aus dem Teil rausschneiden, aber ich bekomme schnell den Eindruck, der Mann scheint zu wissen, was er da tut. Langsam wandert er mit seinen Küssen und seiner Zunge immer weiter nach unten. In meinem Körper schreit alles für einen leider viel zu kurzen Moment ganz laut auf. Meine Organe führen sich auf wie betrunkene Fußballfans bei einem Finale, in dem ihr Team den Sieg schon so gut wie sicher in der Tasche hat und vollführen eine Laolawelle nach der andern.

„Mhhh, etwas mehr links, nicht so schnell, schneller, da nicht so drücken, ja so, nein so doch nicht.“

Endlich hat er sein Ziel erreicht, aber alle betrunkenen Fans setzten sich wieder hin und sind ruhig, oder buhen sogar. Was zum Teufel ist denn da los??? Fehlentscheidung, Elfmeter verschossen und Abseits auf einmal?! Das gibt’s doch einfach nicht! Oh man wie konnte alles so gut passen und dann das? Ein wildes Gestochere und Gepiekse, wie ein blindes Huhn ohne Orientierungssinn – hoffnungslos verloren. Man kennt sich nicht, hatte noch nie zusammen Sex, also versuche ich ihm ein paar Anweisungen zu geben. Aber ehe ich mich versehe, habe ich das Gefühl, eine verzweifelte Frau wie mich in eine viel zu kleine Parklücke einzuweisen: „Mhhh, etwas mehr links, nicht so schnell, schneller, da nicht so drücken, ja so, nein so doch nicht.“

Und dann bin ich still. Ich schlage die Augen auf und schaue mir das Unheil an. Dazu muss ich vorwegnehmen, dass ich so gut wie nie die Augen auf habe. Wenn es um guten Sex geht, bin immer ganz bei mir und genieße jede Sekunde. Aber hierauf habe ich nun wirklich keine Lust – Ein Freizeitpark ohne rasante Fahrgeschäfte und professionelle Animation, wo gibt’s denn so was? Richtig – nirgends! Mittlerweile starre ich an die Decke und muss feststellen, dass sie erstens mal wieder gestrichen gehört und zweitens, in der Ecke eine kleine Spinne lebt, die uns bestimmt gerade zuschaut und mich entweder auslacht oder bemitleidet. Ich kann es nicht ganz nachvollziehen, dass Mann es nicht mitbekommt, wenn eine Frau auf einmal ganz leise ist und nicht ein winziges Bisschen mehr stöhnt. Wie kann er dann denken, dass es, oder viel mehr er, gut ist?

Dann noch die Sache mit dem Kitzler – Warum denken Männer immer, dass das Teil so etwas wie ein Buzzer oder ein An-Aus-Schalter ist? Liebe Männer da draußen: Das Ding ist echt empfindlich und auch irgendwann überreizt und dann geht nichts mehr! Da muss man doch mit etwas Feingefühl ran und nicht einfach ziellos drauf rumdrücken. Es wird mir langsam echt zu arg und ich rutsche etwas nach oben, und spätestens da sollte doch jeder Mann verstanden haben, dass das, was er da gerade tut, nicht das Wahre sein kann. Also Aufgepasst: Näherkommen bedeutet: „Super Junge, Du bist auf dem richtigen Weg, mach weiter so, wir sind auf der Zielgeraden!“. Aber Hochrutschen…Hochrutschen ist ganz übel und heißt übersetzt: „Oh Mann, Du hast ne‘ völlig falsche Abzweigung genommen und das Ziel liegt in der anderen Richtung!“. Ich versuche es noch einmal mit Einparkhilfen und Anweisungen. Am liebsten würde ich mich jetzt selbst hinters Steuer setzen und ihm „Einparken in drei Zügen“ vorführen, aber nach kurzer Zeit ist selbst die Option aus dem Rennen. Es hilft alles nichts, ich glaube dieser Typ hat gar keinen Führerschein oder er scheint zumindest keinen Praxisunterricht gehabt zu haben, sonst wären wir mit Sicherheit nicht in dieser dämlichen Sackgasse gelandet. Ich muss dieses Desaster so schnell es geht beenden, obwohl schnell eigentlich nie mein Ding ist. Aber was hier momentan läuft, das geht gar nicht.

Es gibt nur noch eine Lösung: Vortäuschen!

Also was tun? Um jeglichen Gesprächen und ähnlich peinlichen Situationen aus dem Weg zu gehen, da wir uns leider noch ein paar Mal über den Weg laufen werden, gibt es nur eine Lösung: Vortäuschen! Verdammt, das hab ich das letzte Mal im Teeniealter gemacht. Aber gut, das Ganze hier hat keinen Wert, also wird etwas gestöhnt und fertig! Puh, das war aber keine besonders gute schauspielerische Leistung. Die Goldene Himbeere für die schlechteste Leistung des Jahres 2014 in der Kategorie „Fake-Orgasmus“. Und der Preis geht an…….MICH! Wer hätte das gedacht… Ich hätte sie auch sofort entgegengenommen und dafür eine um so bessere Dankesrede gehalten.

Natürlich ist es schwer bei einem One-Night-Stand zu wissen, was der andere mag, ohne dass er oder sie es dem Gegenüber sagt, aber ich bin einfach kein Freund von Einparkhilfen beim Sex. Ich glaube, wir Frauen zeigen deutlich, wann uns etwas gefällt und wann nicht. Und manches Mal passt es einfach nicht zusammen. Deshalb ist der andere nicht unbedingt schlecht, aber eben nicht für Dich geeignet. Aber ich bin der festen Überzeugung, wenn so mancher Mann mal seine Antennen richtig ausrichten würde und mit offenen Augen und vor allem offenen Ohren im Verkehr unterwegs wäre, könnte es viel mehr glückliche Frauen geben, die ihre Befriedigung nicht im Schuhladen um die Ecke suchen müssten.

Foto: istockphoto.com

Kolumne: Es war einmal… die Monogamie

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…und zwar vor langer, LANGER (!) Zeit…

Denn heute sieht’s mau aus mit „in guten wie in schlechten Zeiten, bis dass der Tod uns scheidet“. Schneller als der Tod ist nämlich die Untreue. Und die kommt häufiger als befürchtet.

Bin ich jetzt zynisch, wenn ich das so behaupte? Je mehr ich höre von gegenwärtigen Ehen und Beziehungen, desto eher verabschiede ich mich von unserer Idealvorstellung einer Liebe. Ein Neverending Happy End, ein Zusammensein durch Dick und Dünn, eine Liebe wie im Märchen oder in der Kinderschokolade-Werbung. Und das Märchen der Monogamie wurde uns doch allen schon an beispiellosen Lovestories aus Filmen und Büchern vorgelebt: Da treffen sich zwei Menschen und die Funken beginnen zu sprühen – und was für Funken. Funken, die auch nach Jahren so leidenschaftlich leuchten wie am ersten Tag, die zwei Seelenverwandte ein ganzes Leben lang zusammenhalten können, die dafür sorgen, dass du und ich zusammen alt und grau werden. Und wenn das nicht der Fall ist, dann war der oder die Richtige einfach noch nicht da.

Aber reality hits hard! Nachdem ich mit so einigen meiner männlichen Freunde das Thema Untreue angeschnitten habe, bin ich zum Entschluss gekommen, dass jede Frau mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann einmal in ihrem Leben betrogen wird – bye bye Disney, bye bye Milch und Schokolade.

Die Gründe für’s Fremdgehen sind so unendlich zahlreich wie verzweifelte Singles bei Partnerbörsen. Unzufriedenheit in der Beziehung, sei sie emotional oder sexuell, ein besoffener Ausrutscher oder einfach nur „die Gelegenheit war halt da“. Letzteres scheint mir ziemlich häufig der Fall zu sein und man möge meinen, dass gerade in einer gut laufenden Beziehung eine „Gelegenheit“ nicht genutzt und angesprungen wird. Aber drehen wir mal die Zeit zurück und schauen, wie realistisch Monogamie überhaupt ist.

Der Schritt zum Moralbruch leichter und schneller getan, als so manch einer denkt

Die meisten von uns haben ein ganz festgefahrenes Ideal von Liebe und Beziehungen. Und dazu gehört die Monogamie. Tatsache jedoch ist: Heirat und Partnerschaften der Liebe wegen war für viele Jahrhunderte (und ist in vielen Ländern und Kulturen der Welt heute immer noch!) eine Ausnahme. Menschen heirateten aus finanziellen, politischen und gesellschaftlichen Gründen. Und Liebe? Die gab’s nur außerhalb der Ehe. Ironisch, wie man auf alte Tradition verweist, wenn über Treue und Loyalität gesprochen wird, denn Monogamie ist ein relativ junges Phänomen. Nun gut, die gesellschaftlichen Strukturen haben sich, zumindest in den westlichen Ländern, deutlich geändert und die monogame Liebe wird heute gepriesen. Daher findet die Evolution eine andere Erklärung für Untreue: Liegt alles in den Genen und an der Natur. Urinstinkt eines Mannes ist es nämlich, möglichst viele Nachkommen mit möglichst vielen Partnerinnen zu zeugen, denn das gewährleistet die optimale Verbreitung des eigenen Erbgutes: Je mehr Kinder von verschiedenen Frauen, desto besser. Das mit den Kindern fällt heutzutage natürlich weg, schließlich ist „Unterhaltszahlung“ schon ein ziemlich abschreckendes Wort. Was geblieben ist, ist der tierische Trieb, sexuelle Lust auszuleben. Und da sich heute in jedem Nachtclub und an jeder Straßenecke eine Verführung an die andere reiht, ist der Schritt zum Moralbruch leichter und schneller getan, als so manch einer denkt.

Dann wäre also die Frage, woher das ganze Herumvögeln kommt, nun auch geklärt. „Ja aber…liebst du deine Freundin denn nicht?“, habe ich mal jemanden gefragt. Es scheint aber, dass, wenn das Eis einmal gebrochen ist, Gewissen und Gefühle immer leiser werden und irgendwann keinen Ton mehr von sich geben. Und das ist vielleicht alles logisch und wissenschaftlich begründet, man könnte es fast schon akzeptieren und dahinnehmen, dass wir einfach auch mal schwach und primitiv sein können, dennoch ein ziemlich trauriges Armutszeugnis für Mensch und Gesellschaft. Denn auf Urinstinkt und natürliche Triebe zu verweisen, wo uns Kultur und Moral doch zum Menschen machen und uns vom Tier unterscheiden, ist eine äußerst schlechte Rechtfertigung für’s Fremdgehen.

Die Menschheit schreitet jeden Tag auf’s Neue über ihre vermeintlich natürlichen Grenzen hinaus, wir leben heute in einer Gesellschaft mit Werten, die mehr beinhalten als die simplen Regeln der Jäger und Sammler. Klar ist nämlich: Ein bisschen Spaß und Lustbefriedigung können nicht im geringsten die Waage halten gegen den Schmerz und die Trauer, die wir unserem Partner damit zufügen. Menschsein heißt nämlich vor allem eines: Nächstenliebe, und das Wohl der Person, die wir lieben, über eigene Bedürfnisse stellen zu können.

Foto top: clipdealer.com

Kolumne: Salsa für alle!

Kolumne: Salsa für alle!

Die Eifersucht hat wohl genauso viele Falten, wie der älteste Beruf der Welt. Manche Menschen verspüren diese Emotionsregung kaum, andere neigen dazu, beim kleinsten Fremdflirt des Partners vollkommen auszurasten. Hier in Kolumbien beobachte ich Pärchen, um mir ein Bild von der Liebe in anderen Kulturen zu machen. Und sehe große Unterschiede zu uns in Deutschland.

Eifersucht ist eine weltweit verbreitete Emotion. Wir alle müssen uns wohl leider eingestehen, sie irgendwann mal verspürt zu haben, sei es auch in den hintersten Winkeln unserer Erinnerung.

Um mal einen ehrlichen Start hinzulegen: Ich kann sehr eifersüchtig sein. Sogar dann, wenn ich weiß, dass es überhaupt keinen Grund gibt, keinen Einfluss von außen, der es mir berechtigt, das Gefühl an meinem Partner auszulassen. Aber wie es eben immer der Fall ist, so können meist die Menschen oder Umstände gar nicht etwas zu unserem Empfinden. Sie sind lediglich ein Auslöser für das, was in uns schlummert. In puncto Eifersucht handelt es sich schlichtweg um fehlendes Selbstbewusstsein und Vertrauen. Nicht umsonst reiht sich die Frage „was hat sie, was ich nicht habe“ in die Steinzeitfragen an das eigene Selbst mit ein.

Ich bin mir sicher, dass es auch hier in Kolumbien Eifersucht in seiner eklatantesten Form gibt. Allerdings sehe ich sie bisher nicht, sondern beobachte meist etwas vollkommen anderes: Von Kopf bis Fuß entspannte Menschen. Das ist an einem speziellen Beispiel sehr gut sichtbar:

Jeder hier kann tanzen, die meisten wahrscheinlich, bevor sie überhaupt laufen können. Gerade Salsa, ein sehr körperbetonter und filigraner Tanz, wird hier überall praktiziert. Wenn man nun in einer Gruppe junger Leute in die Disco geht, dann schnappt sich jeder von ihnen den nächstbesten Tanzpartner – unabhängig davon, wer in einer Beziehung ist und wo der dazugehörige Partner steckt. Der tanzt eventuell schon längst mit einer Anderen. Nach ein paar Minuten geht man auseinander, lacht, Ende der Geschichte. Zu bedeuten haben die Berührungen rein gar nichts. Es ist reine Tradition, verankert in den Menschen, die hier leben.

In Deutschland wäre das nicht möglich. Zumindest behaupte ich, dass es viel öfter Probleme bei so etwas gäbe. Wer schnappt sich hier schon den Partner der besten Freundin, um mit ihm auf der Tanzfläche zu verschwinden? Wir Frauen spucken schon oftmals Feuer, wenn ein fremdes Mädchen unseren Freund lediglich anspricht. Und wie hoch ist die Mordrate aufgrund eines Eifersuchtsdramas? Liegt in Deutschland bei ca. 313 Todesfällen pro Jahr.

Es ist schon seltsam: Wir alle wären glücklicher ohne diese verdammte Eifersucht. Allerdings unternehmen wir kaum etwas dagegen. In manchen Beziehungen kommt dieses Thema mehrmals am Tag auf den Tisch. Immer wieder wird über irgendeine Nichtigkeit diskutiert, am Ende versöhnt und ewige Liebe geschworen, um kurze Zeit später durch den SMS-Verlauf des Partners zu stöbern.

Der Hypochonder lässt grüßen. Man ist nicht krank und es gibt auch keine Probleme, aber man baut sich welche und steigert sich hinein, weil man ohne nicht kann. Weil die Eifersucht mittlerweile ein großer Teil der Gesellschaft ist und man sogar schief angeschaut wird, wenn man sagen würde, dass man nicht wüsste, wie sich das anfühlt. Das weiß doch jedes Kind. Ja, aber sicherlich nicht auf der ganzen Welt. Denn manche Kulturen machen sich schlichtweg keine Gedanken über Dinge, die sie einfach nur unglücklich machen.

Foto: Red Hair Dancing von Paul Stein (Flickr) via cc by-sa 2.0

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