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7 Dokus über Nachhaltigkeit, die du gesehen haben solltest

6 Dokus über Nachhaltigkeit, die du gesehen haben solltest

Kaum ein Thema steht derzeit so sehr im Mittelpunkt wie Umweltschutz und der Kampf gegen die Klimakrise. Bei all den unterschiedlichen Lösungsvorschlägen kann man schnell einmal den Überblick verlieren. Und vielleicht fragst du dich auch, ob du alleine mit deinem Verhalten etwas bewirken kannst. Vielleicht aber möchtest du dich einfach einmal gut über das Thema informieren, damit du im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz selbstbewusst mitreden kannst. In jedem Fall helfen dir gut recherchierte und eindrucksvolle Dokumentationen dabei, deinen Wissenshorizont zur Nachhaltigkeit zu erweitern. Wir stellen dir sieben Dokus vor, die du keinesfalls verpassen solltest, wenn dir die Umwelt und das Klima am Herzen liegen.

Tomorrow

Im französischen Original heißt diese Doku „Demain“. Darin reist die Schauspielerin Mélanie Laurent, die du vielleicht aus „Inglourious Basterds“ kennst, gemeinsam mit dem Umweltaktivisten Cyril Dion in zehn Länder rund um die Welt und stellt dort verschiedene Nachhaltigkeitsprojekte vor. Im Gespräch mit Expertinnen und Experten werden Lösungsvorschläge erarbeitet und erklärt. Das Zusammenspiel mit Politik und Wirtschaft wird genauso in den Vordergrund gestellt wie der Aufruf, selber aktiv zu werden. Das Besondere an „Tomorrow“ ist, dass sich der Film weniger auf die Grausamkeiten fokussiert, die die Menschheit dem Planeten bereits angetan hat, sondern anhand der Initiativen positiv in die Zukunft blickt.

Plastic Planet

Als 2010 Werner Bootes Dokumentation „Plastic Planet” erschien, löste sie eine globale Welle der Aufklärung rund um das Thema Plastik aus. Zum ersten Mal stellte ein Film jenen Stoff in den Mittelpunkt, der zwar schnell und billig erzeugt werden kann und uns somit unseren Wohlstand ermöglichte, der uns aber auf lange Sicht vermutlich das Kostbarste nehmen wird: eine intakte Umwelt und unsere Gesundheit. Denn längst findet sich Plastik nicht nur als unzerstörbarer Müllberg zu Land und auch im Meer, der in immer kleinere Partikel zerfallene Stoff ist mittlerweile sogar in unserem eigenen Blut angelangt. Der Film zeigt nicht nur diese dramatischen Auswirkungen unseres Plastik-Wahns, sondern gibt auch einfach umzusetzende Alternativen und Wege aus dem Plastik, die jede von uns in den Alltag integrieren kann.

More than Honey

Vermutlich kennt jeder das berühmte Zitat „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“, das Albert Einstein zugeschrieben wird. Dass sich diese Aussage bewahrheiten könnte, ist schon jetzt in manchen Teilen der Welt zu beobachten. In Mitteleuropa bekommen wir zum Glück davon noch nicht viel mit, aber schon jetzt gibt es Regionen in China, in denen Pflanzen vom Menschen per Hand bestäubt werden, weil die fleißigen Honigsammler fehlen. Durch Monokultur der Nutzpflanzen bzw. Massentierhaltung bei den Bienen schreitet das Bienensterben immer weiter voran. Ziel dieses Films ist es, die Menschen dazu anzuregen, den Bienen wieder eine lebenswerte Umgebung zu ermöglichen. Vielleicht entscheidest auch du dich nach dieser Doku dazu, deinen Garten bienenfreundlicher zu gestalten.

Bottled Life

Nicht umsonst rufen immer mehr Menschen zu einem Boykott des riesigen Nestlé Konzerns auf. Nicht nur kauft er eine Konkurrenzfirma nach der anderen auf, er versucht auch schamlos, aus dem Grundrecht auf sauberes Wasser Profit zu schlagen. So wird die Bevölkerung in vielen Ländern – anders als in Mitteleuropa – nicht vom Staat mit sauberem Trinkwasser versorgt. Genau in diesen Ländern tritt Nestlé auf den Plan und schränkt den Zugang zum Wasser immer mehr ein, bis Menschen gar nichts anderes übrigbleibt, ihre Produkte zu kaufen. Dass Nestlé die Stellungnahme zu diesem Film ablehnt, spricht Bände.

Taste the Waste

Dieser deutsche Dokumentarfilm von Valentin Thurn beschäftigt sich mit der Lebensmittelverschwendung, wie sie in Industrienationen im großen Stil betrieben wird. Er zeigt absurde Praktiken, wie Supermärkte, die Lebensmittel schon vor Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums vorsorglich entsorgen, bis hin zu Gemüse, das schon auf dem Feld verworfen wird, weil es nicht „schön“ genug ist. Mit diesen willkürlich aussortierten Lebensmitteln könnten nicht nur unzählige hungernde Menschen ernährt werden, es entstehen durch diesen anfallenden Biomüll auch große Mengen des Treibhausgases Methan. Dass sich seit der Veröffentlichung des Films im Jahr 2011 schon einiges getan hat, zeigt ein Gesetz in Frankreich, wonach es Supermärkten nicht mehr gestattet ist, genießbare Lebensmittel zu entsorgen. Weitere Länder ziehen hoffentlich bald nach.

Minimalism

Der Kapitalismus hat uns fest im Griff. Die meisten von uns besitzen mehr, als sie eigentlich brauchen. Wir ersetzen noch brauchbare Gegenstände, Geräte oder Kleidungsstücke und werfen Dinge weg, die andere Menschen noch benutzen könnten. Der Film verfolgt mehrere Personen aus den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten, die unabhängig von ihrer finanziellen Lage nur noch das Mindeste besitzen. Auch die Frage nach Glück und Zufriedenheit wird behandelt. Bestimmt wirst auch du dein Konsumverhalten nach diesem Film überdenken.

Unsere Erde

Diese BBC Dokumentation aus dem Jahr 2007 trägt im englischen Original den simplen Titel „Earth”. Der Film zeigt verschiedene Tiere quer durch alle Klimazonen, wie sie fernab des Menschen ihren Alltag bewältigen. Eine Eisbärenfamilie steht genauso im Mittelpunkt wie eine Elefantenherde in den Savannen Afrikas, ein Weißer Hai auf der Jagd oder Jungfernkraniche, die auf ihrer Wanderung in atemberaubenden Höhen durch die beeindruckenden Gipfel im Himalaya manövrieren. Der Film begeistert mit nie gesehen Aufnahmen, die teils mit moderner Technik von Helikoptern aus gemacht wurden, um das natürliche Verhalten der Tiere nicht zu stören. Mit ihren beeindruckenden Bildern möchte die Dokumentation zeigen, welche wunderschönen Naturjuwelen auf der Erde zu finden sind, appelliert aber auch an alle Zuseher, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Lebensräume zu schützen und auch den nächsten Generationen zu erhalten.

 
Noch mehr mitreißende Dokus gefällig? Dann schau dir hier unsere weiteren Tipps an!
 

Foto: minimalismfilm.com

Die Verkehrswende: Lösungsvorschläge und Ziele

Die Verkehrswende: Lösungsvorschläge und Ziele

Was in vielen Großstädten auf der ganzen Welt bereits spürbar ist, könnte auch für uns bald Realität werden: Immer mehr Stadtbewohner beklagen sich über die zunehmende Lärmbelästigung durch den steigenden Verkehr, die damit einhergehende abnehmende Verkehrssicherheit, aber besonders die schlechte Luft, die nicht nur spürbar, sondern auch wissenschaftlich nachweisbar schlechter ist als außerhalb der Ballungsräume. Teilweise überschreitet der Anteil des Stickstoffdioxids in der Luft sogar die EU-weit festgelegten Emissionswerte, was nicht nur zu schlechter Luft, sondern auch zu einer verringerten Lebensqualität der Stadtbewohner führt.

Doch nicht nur der Verkehr in den Städten gilt als ernstzunehmendes Umweltproblem: Ganze 17,8 Prozent der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen Deutschlands stammen aus dem Verkehrssektor – mit steigender Tendenz. Um diesem umweltschädlichen Trend entgegenzuwirken, ist schon lange eine einheitliche Verkehrswende in Deutschland Gegenstand der politischen Überlegungen, die unsere Mobilität zukunftsgerecht und umweltfreundlich verändern könnte.

Warum eine Verkehrswende immer notwendiger wird

Auf der internationalen Klimaschutzkonferenz von Paris haben sich im Dezember 2015 195 Länder auf ein allgemein verbindliches, weltweites Klimaübereinkommen geeinigt, um den Klimawandel einzuschränken und dessen weitreichende Folgen zu vermindern. Der internationale Aktionsplan ist darauf ausgelegt, dass ein weltweiter Temperaturanstieg gegenüber vorindustriellen Werten langfristig auf unter 2 Grad Celsius begrenzt werden kann, wobei die zeitnahe Begrenzung auf 1,5 Grad die Folgen und Konsequenzen des Klimawandels erheblich eindämmen soll. Auch Deutschland hat sich zu diesem Klimaabkommen bekannt, doch um die Ziele des Abkommens einzuhalten, wäre neben dem Ausstieg aus dem Abbau fossiler Kraftstoffe wie Kohle auch eine grundlegende Verkehrswende bis 2030 notwendig.

Während in anderen Sektoren die Treibhausemissionen seit 1990 deutlich zurückgegangen sind, sind diese im Verkehrssektor sogar noch gestiegen. Wird dieser Trend zu zunehmendem Verkehr beibehalten, wird es Deutschland nicht möglich sein, die Klimaschutzziele des Pariser Abkommens einzuhalten. Durch eine Mobilitätswende, wie sie von Forschern und Umweltschützern vorgeschlagen wird, könnte nicht nur die Klimabilanz Deutschlands, sondern auch die Lebensqualität im städtischen sowie ländlichen Sektor verbessert werden.

Öffentliche Verkehrsmittel

Ziele der Mobilitätswende

Die geplante Verkehrswende ist wesentlich vielschichtiger als die reine Beschränkung von Automobil- und Flugverkehr und umfasst viele Schritte, die nicht nur die Mobilität, sondern auch das Stadtbild verändern. Während zu den primären Zielen gehört, Kurzstrecken- und Inlandsflüge als emissionsreichste Transportart sowie den übermäßigen PKW-Verkehr einzuschränken, ist neben umweltfreundlichen und verlässlichen Alternativen auch die Umgestaltung des Straßenbildes Gegenstand der Mobilitätswende, sodass weniger Lärmbelastung und mehr Verkehrssicherheit gewährt werden können.

Kürzere Wege in Städten und auf dem Land

Damit in Zukunft auf das eigene Auto verzichtet werden kann, gilt es, eine Stadt der kurzen Wege zu schaffen, in der alltägliche Wege leicht zu Fuß, mit dem Rad oder mit wenig Zeitaufwand in öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden können. Dazu müsste die Infrastruktur in städtischen Wohnvierteln, aber auch auf dem Land so ausgebaut werden, dass grundlegende Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und Freizeitangebote den Bewohnern zugänglich sind und ohne große Distanz erreicht werden können.

Ausbau des Radwegenetzes

Ausbau des Radwegenetzes und mehr Verkehrssicherheit für Radfahrer

Um eine sichere und umweltfreundliche Alternative zu Autos ermöglichen, soll im Zuge der Verkehrswende besonders das Radwegenetz ausgebaut und benutzerfreundlicher gestaltet werden, indem Radfahrern im Verkehr mehr Platz gewährt wird. Breitere Radwege und Radschleusen an Kreuzungen sowie längere Wegenetze sollen Radfahrern eine sichere und generationenfreundliche Fortbewegung ermöglichen, die das Rad als Fortbewegungsmittel für tägliche Strecken von bis zu 20 Kilometern tauglich machen.

Nur zusammen möglich: Verkehrswende und Energiewende

Während der Umstieg auf umweltfreundlichere, kleine und leichte Elektroautos sowie der Verzicht auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren als offensichtliche Maßnahme erscheint, ist auch die Elektrisierung des Güterverkehrs ein Ziel der Mobilitätswende. In Zukunft sollen 80% des Güterfernverkehrs elektrisch über Oberleitungen angetrieben werden. Für die übrigen Wege sollen LKWs eingesetzt werden, die mit klimaverträglichen Kraftstoffen angetrieben werden. Mit einem solchen Umstieg könnte in Kombination mit der Reduzierung des Flugverkehrs und dem Ausbau erneuerbarer Energien laut Greenpeace bis 2035 die Senkung des Energiebedarfs des deutschen Verkehrssystems um 70% erreicht werden.

Sharing is Caring – Moderne Mobilität zum Teilen

In Anbetracht der fortschreitenden Digitalisierung soll es für die Bevölkerung einfacher werden, Mobilität individuell und spontan zu planen. Dabei sieht die Verkehrswende die Förderung von Car-Sharing-Projekten sowie dem Radverleih vor, sodass bereits vorhandene Verkehrsmittel optimal ausgelastet werden können. Auch für die Bevölkerung auf dem Land sollen derartige Car-and-Ride-Systeme und Car-Sharing-Projekte zugänglich werden.

Carsharing

Öffentliche Verkehrsmittel als realistische Alternative

Eines der wohl wichtigsten Ziele der Mobilitätswende ist es, im öffentlichen Nah- und Fernverkehr erschwingliche und verlässliche Alternativen zu bilden. Dazu sieht die Verkehrswende attraktivere Preise für öffentliche Verkehrsmittel und ein gutes Anbindungsnetz mit regelmäßigen Fahrzeiten vor, das unkomplizierte und preisgünstige Fortbewegung ermöglicht.

Was passieren muss, damit die Mobilitätswende kein Traum von Morgen bleibt

Die Umsetzung der genannten Maßnahmen setzt nicht nur ein Umdenken der Politik, sondern auch ein Umdenken der Bevölkerung voraus, damit die Veränderungen problemlos eingeführt werden können. Besonders im Autoland Deutschland fällt es uns schwer, mehr von diesem Transportweg und anderen klassischen Mobilitätsformen abzusehen, was jedoch notwendig ist, um die Verkehrswende als die Innovation anzunehmen, die sie für uns sein könnte.

 

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Die größten Mythen der Bisexualität: Schluss mit den Klischees!

Die größten Mythen der Bisexualität

Das Konzept der Bisexualität wirft immer wieder unzählige Fragen auf. Trotz gesellschaftlicher Fortschritte scheint es nach wie vor für viele schwer nachvollziehbar zu sein, sich zu mehr als nur einem Geschlecht hingezogen zu fühlen. Nicht selten wird dabei von Unentschlossenheit, Untreue oder sogar einem Aufmerksamkeitsdefizit gesprochen. Wir klären dich daher über die größten Vorurteile der Bisexualität auf.

Was bedeutet eigentlich Bisexualität?

Bisexuell bedeutet im groben Sinne, sich zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlt. Ein Konzept, das selbst in der heutigen Zeit noch für viele schwer vorstellbar ist. Oftmals wird Bisexualität lediglich als Phase abgetan, um herauszufinden, ob jemand hetero- oder homosexuell ist – völliger Quatsch! Als ob es möglich ist, sich für seine Sexualität zu entscheiden? Im Grunde genommen hängt es davon ab, wie und was du fühlst und was für dich als momentane Lebensrealität zählt. Nichtsdestotrotz haben sich im Laufe der Jahre tonnenweise Vorurteile gegenüber Bisexuelle angesammelt – ein paar davon möchten wir heute aufräumen.

1. Bisexuelle sind häufig auf Dreier aus

Stell dir vor, du erzählst jemanden von deiner Sexualität und das erste, was du hörst, ist: „Wow, interessant! Lust auf einen Dreier?“ Ob du es glaubst oder nicht, es ist keine Seltenheit, dass bisexuell-orientierten Menschen eine solche Lebensweise nachgesagt wird. So ernüchternd das Ergebnis nun vielleicht klingen mag, aber Bisexuelle interessieren sich nicht mehr oder weniger für Dreier als beispielsweise Heterosexuelle.

2. Es ist nur eine Übergangsphase

Wer sich als bisexuell outet, wird nicht selten mit den berühmten Wörtern: „Es ist doch nur eine Phase“ eines Besseren belehrt. Viele Menschen glauben, dass sich Bisexualität später in Homosexualität verwandeln wird. Andere wiederum identifizieren damit lediglich Erfahrung sammeln, aber letztendlich wieder zur Heterosexualität zurückzukehren. Nein, bisexuell ist weder das eine, noch das andere. Viel mehr werden sich Bisexuelle ihrer Orientierung erst mit der Zeit bewusst – ähnlich wie beispielsweise homosexuelle Menschen.

3. Du bist noch unentschlossen

Immer wieder von Bisexuellen gehört: „Du bist einfach noch unentschlossen.“, „Sobald es wirklich ernst wird, wirst du dich entscheiden“ – völliger Unsinn. Wer Männer und Frauen attraktiv findet, wird sich auch in Zukunft nicht von diesem Gedanken abbringen lassen und es nicht einfach nur als eine Phase abtun. Noch dazu kannst du es dir auch nicht aussuchen, wen du attraktiv findest – es passiert einfach!

4. Bisexuelle sind nicht treu

Auch wenn bisexuell-orientierte Menschen auf beide Geschlechter stehen, heißt das noch lange nicht, dass sie untreu sind. Egal um welche sexuelle Orientierung es sich handelt, das Wort Treue wird in jeder ernsthaften Beziehung großgeschrieben.

5. Aufmerksamkeitsdefizit

„Bisexuelle können doch nur Aufmerksamkeit wollen, oder?“ „Es gefällt ihnen doch, zahlreiche Blicke auf sich zu ziehen.“ Nein, Bisexuelle küssen sich nicht nur, weil sie Aufmerksamkeit von anderen wollen, sondern weil sie sich lieben – genauso wie Heterosexuelle eben auch. Wer auch immer diesen Mythos erfunden hat, hat vermutlich selbst ein wenig an einem Aufmerksamkeitsdefizit gelitten. Bisexuelle Menschen wollen ebenso Liebe erfahren und fühlen sich einfach zu beiden Geschlechtern hingezogen. Sie wollen nicht mehr Aufmerksamkeit als beispielsweise Heterosexuelle.

6. Sexuelles Interesse verändert sich in einer monogamen Beziehung

Bisexuellen Menschen wird nicht selten eingetrichtert, dass sich ihr sexuelles Interesse verändern wird, sobald sie in einer festen Beziehung sind. Auch wenn manche Menschen es nicht glauben wollen, aber eine sexuelle Orientierung verändert sich nicht, noch verschwindet sie. Bisexuelle fühlen sich nach wie vor zu beiden Geschlechtern hingezogen, selbst wenn sie in einer Beziehung sind. Wer also einen Freund oder eine Freundin hat, ist nicht gleich automatisch homo- oder heterosexuell, sondern bleibt nach wie vor bisexuell.

7. Bisexuell ist ein Trend

Zwar gibt es immer wieder die Sorte Menschen, die bei Bisexualität an einen Modetrend denken, aber wer wirklich bisexuell ist, weiß, dass dem natürlich nicht der Wahrheit entspricht. Es ist nach wie vor eine sexuelle Orientierung und kann nicht einfach so gewechselt werden wie ein Stück Kleidung. Heterosexuelle Menschen können auch nicht von einem Tag auf den nächsten plötzlich ihre Orientierung verändern, nur weil es gerade „trendy“ ist.

8. Bisexuelle sind polygam

Nicht selten kommt es vor, dass Menschen Bisexualität mit Polyamorie verwechseln. Es handelt sich hierbei jedoch um zwei verschiedene Paar Schuhe: Bei Polyamorie ist eine Person mit mehreren Menschen in einer Beziehung, währenddessen sich Bisexuell lediglich auf die sexuelle Orientierung bezieht. Grundsätzlich kann jeder in einer polyamoren Beziehung sein, was aber nicht zwingend heißt, dass jeder hierfür bisexuell sein muss – auch heterosexuelle Menschen entscheiden sich für diesen Lebensweg.

9. Bisexuelle wechseln häufig den Partner

Zwar haben Bisexuelle weitaus mehr Möglichkeiten, einen Partner zu finden – das heißt aber nicht, dass sie sich auch auf jeden einlassen. Nur weil theoretisch gesehen mehr potenzielle Partner zur Verfügung stehen, muss das noch lange nicht heißen, dass alle Bisexuelle dies ausnutzen und täglich ihre Sexpartner wechseln.

10. Bisexuell ist ein Übergang zur Homosexualität

Immer wieder wird angenommen, dass Bisexualität nur eine Ausrede für Homosexualität ist – dem ist jedoch nicht so. Manche Menschen versuchen auf diese Weise nur, ihr Umfeld langsam auf ihre echte sexuelle Orientierung vorzubereiten. In manchen Situationen ist es vermutlich leichter, diesen Weg zu nehmen. Nicht alle Mitglieder innerhalb des Familien- oder Freundeskreises reagieren ähnlich, daher mag diese Wortwahl für den ein oder anderen einfacher erscheinen.

 

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LOTTE von melancholisch zu happy: Ihr neues Album „Glück“

LOTTE von melancholisch zu happy: Ihr neues Album „Glück“

LOTTE veröffentlichte gerade am 11. Oktober ihr neues Album „Glück“ und sie ist auch noch nach einigen Jahren im Musikbusiness sehr aufgeregt. Denn in ihrem neuen Album stecken eineinhalb Jahre harte Arbeit. Die super sympathische Ravensburgerin, die seit Jahren in Berlin Fuß gefasst hat, wusste, dass es in ihrem Business wichtig ist, glücklich zu sein und zu bleiben, was nicht immer einfach war. Sie selbst sagt mittlerweile, dass für sie Glück ein Leben voller liebevoller Momente und eine Art Dinge zu sehen ist. Damit hat die 24-jährige sicherlich recht. Doch wie klein der Spagat zwischen Glück und Einsamkeit sein kann, woher sie die Inspirationen für ihre Lieder nimmt, was dieses Jahr noch alles ansteht und worauf die Fans sich während ihrer kommenden Tour freuen dürfen, erfährst du jetzt.

Am 11. Oktober erschien dein zweites Album „Glück“. Wie groß sind deine Erwartungen und wie aufgeregt bist du?

Das erste Album kam so gut an und da möchte ich natürlich, dass auch mein neues Album „Glück“ so gut ankommen wird. Für mich beginnt jetzt eine sehr aufregende Zeit, denn das Album ist im Prinzip seit einem halben Jahr fertig und jetzt darf ich es mit meinen Fans teilen. Zum einen ist das sehr aufregend für mich und zum anderen freut es mich natürlich unheimlich. Ich erhoffe mir, dass es von ganz vielen Menschen gehört wird, doch was am Ende passiert, kann man nicht vorhersehen. Aber ich bin guter Dinge, denn ich finde das Album super (lacht).

Man hört, dass ich mich musikalisch verändert habe und dass das Album weniger organisch ist. Das bedeutet, dass wir zum Beispiel eine Gitarre eingespielt und darauf dann einen elektronischen Sound gelegt haben. Von daher ist es auf jeden Fall eine Veränderung. Aber ich würde nicht sagen, dass es etwas komplett Neues ist, denn die Art wie ich texte, hat sich nicht groß verändert. Ich denke, dass die Leute, die mich kennen, sich darin wiederfinden können und diejenigen, die eigentlich in einem anderen Musikbereich unterwegs sind, spricht es aber vielleicht auch an.

In wie weit hat sich deine Musik auf „Glück“ im Vergleich zum vorherigen Album „Querfeldein“ aus 2017 verändert?

„Querfeldein“ hat sehr viel Melancholie mit dabei, viele traurige Singer-Songwriter-Texte sozusagen. Das neue Album heißt ja „Glück“ und ich finde, dass man dieses Glück auch heraushört. Weniger introvertiert und mehr „Geil, das Leben ist schön!“ Es sind mehr tanzbare Songs. Denn bevor ich das Album geschrieben habe, habe ich mich viel mit mir selbst beschäftigt und mir die Frage gestellt, was für Musik eigentlich ich höre. Ich glaube, dass „Glück“ insgesamt optimistischer und auf jeden Fall glücklicher ist.

Lotte im Interview

Wie kam es zu der Veränderung? Einst eher melancholisch, jetzt eher hoffnungsvoll?

Ich habe für dieses Album viel mehr geschrieben als für das letzte. Das heißt, ich habe mich bewusst hingesetzt und habe überlegt, wie die Songs klingen und wie sie überhaupt sein sollen. So kam es dann auch, dass ich nicht zwanzig Songs schrieb, sondern sechzig. Von denen habe ich mich dann für die Songs entschieden, die mir am besten gefallen haben. Bei meinem ersten Album wollte ich noch komplett ungefiltert sein und so kam es, dass ich alles reingepackt habe, was mich damals bewegte. So entstanden diese ganzen melancholischen Songs.

Für „Glück“ hatte ich ein Konzept – ich wusste, dass ich darüber schreiben möchte, wie schön das Leben mit seinen ganzen Höhen und Tiefen ist. So entstand auch der Song „Auf das, was da noch kommt“. Selbst wenn ich darüber schreibe, dass jemand nicht mehr in meinem Leben ist und ich durchaus traurig darüber bin, habe ich trotzdem versucht, hier einen positiven Ansatz zu finden. Der Song „Wenn Liebe kommt“ hätte durchaus melancholisch sein können. Denn es geht darum, dass man sich nach einer Trennung irgendwann auf der Straße begegnet, man einfach ignoriert wird und selbst ein „hallo“ zu viel verlangt ist. Statt sich darüber zu ärgern, sagt man sich aber: „Wenn Liebe kommt, will ich, dass sie bleibt!“ Es war mir wichtig, die positiven Aspekte aus negativen Situationen herauszuheben.

Ein Lied, an dem man aktuell nicht vorbeikommt, wenn man deinen Namen hört, ist dein Ende August erschienener Song „Auf das, was da noch kommt“, den du im Duett mit Max Giesinger singst. Was steckt hinter diesem Ohrwurm, wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Ich finde, dass das Duett thematisch super zum Album passt. Es geht um die guten und die schlechten Zeiten im Leben, das ganze Auf und Ab und immer wieder mal gegen eine Wand rennen, um sich danach wieder eine andere Richtung suchen zu können, ohne dabei das Positive aus den Augen zu verlieren.

Max und ich haben uns vor drei Jahren in Mannheim kennengelernt. Dort habe ich mit meiner E-Gitarre ein kleines Konzert gespielt und er hat es gesehen und fand es sehr gut.

Er fragte mich dann, ob ich nicht vielleicht seine große Album-Release-Show in Hamburg supporten möchte zu seinem ersten erfolgreichen Album „Der Junge, der rennt“. Ich fuhr natürlich hin und stand zum ersten Mal alleine mit meiner E-Gitarre vor 800 Leuten. Daraus entstand dann diese Freundschaft.

Er hat sich viel Zeit genommen, mich zu unterstützen und zu zeigen, wie Dinge in diesem Business laufen. Mittlerweile haben wir beide dasselbe Management und wir schreiben viel gemeinsam. Für das Album „Glück“ wollten wir auch einen Song gemeinsam schreiben. Einen Song, der dieses ganze Thema zusammenfasst. Max kann einfach nicht die Klappe halten, das ist unglaublich (lacht) – wenn du mit ihm schreibst, dann singt er einfach die ganze Zeit und so kam es, dass er auch die ganze Zeit im Studio gesungen hat. Da sich alle an Max im Song „Auf das, was da noch kommt“ gewöhnt hatten, war es dann so, dass wir ihn gemeinsam sangen.

Du bist ja eine Sängerin und Songschreiberin. Was inspirierte dich für dein neues Album? Woher kamen all deine Ideen für die Lieder?

Dieses Mal inspirierte mich tatsächlich mein eigenes Leben, denn es ist beinahe alles autobiographisch. Es gibt ein, zwei Songs, die sich um Themen drehen, die ich bei Freunden gesehen habe, aber ansonsten geht’s um mich. Ich habe mich in den letzten drei bis vier Jahren verändern dürfen und so geschahen immer neue Dinge. Ich bin aus dem kleinen Ravensburg über Hamburg ins „große und gefährliche“ Berlin gezogen. Überhaupt hat sich wohl mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt! Ich habe das Gefühl, dass wenn man so viele Veränderungen durchlebt, man sich auch selbst immer wieder neu finden muss.

Es gibt so viele Künstler, die auf den größten Bühnen spielen, täglich auf anderen Partys unterwegs sind und dennoch sind sie unfassbar unglücklich und einsam. Ich habe mich sehr viel mit der Frage beschäftigt: „Was macht mich glücklich?“ Nur Konzerte zu spielen macht mich nicht glücklich, aber nur zuhause bei meiner Familie zu sein, macht mich ebenfalls nicht glücklich. Deshalb habe ich in den letzten Jahren mein Glück für mich neu definieren müssen. Genau über diese ganzen Geschichten geht das neue Album.

Es gibt aber auch den Song „Neonlicht“, der nicht autobiographisch ist. Er handelt vom Vereinsamen, was ich in der Großstadt ganz oft sehe, vom Anonym-Werden und wo man sich selbst in dieser ganzen vorherrschenden Ekstase verliert.

Hattest du denn im Laufe der letzten zwei drei Jahre Momente, in denen du sehr traurig warst?

Es gab auf jeden Fall Momente, in denen ich dachte: „Oh man, das war doch mein Traum und jetzt habe ich ihn angefangen zu leben, also was soll der Scheiß…“ Es ist schwierig, eine Balance zwischen dem Stehen auf der Bühne vor 20.000 Leuten und dem danach einsamen Liegen im Hotelzimmer zu finden.

Wenn man so viel zu tun hat und unterwegs ist, dann vergisst man sehr schnell für eine längere Zeit die Familie und seine Freunde. Diese Tatsache passiert einfach so, ohne dass man sich davor schützen kann und dann fragst du dich auf einmal: „Super, und was habe ich jetzt von all dem, wenn ich es mit niemandem teilen kann?“

Wenn man sich diese Gegebenheit bewusst macht und bewusst dagegen angeht, kommt man damit besser zurecht. Man muss sich in Erinnerung rufen, dass man die Beziehung zur Familie und zu den Freunden aktiv pflegen und sich Zeit für diese nehmen muss und dass das Glück und den „Fame“, welcher dir ein Auftritt auf der Bühne verspricht, einfach nicht real ist. Ich denke, dass das Zeit benötigt und dass man immer wieder mal darauf reinfällt.

Hast du ein Lied auf deinem neuen Album, welches dir besonders viel bedeutet?

Natürlich bedeuten mir alle Lieder viel. Es gibt allerdings ein Lied mit dem Titel „Alles zieht vorbei“, in dem es um meine letzten drei Jahre geht und um die Dinge, die ich in dieser Zeit erleben durfte. Es ist ausnahmsweise ein trauriges Lied, das beschreibt, wie ich 2015 angefangen habe, Musik zu machen und dass alles an irgendeinem Punkt sehr schnell ging. Das ging so weit, dass ich mich teilweise an manche Wochen gar nicht mehr erinnern konnte, da so viel passierte. Wenn ich auf die letzten Jahre zurückschaue, dann fühlt es sich für mich an, als sitze ich in einem Zug und alles zieht so schnell vorbei – egal ob anstrengende oder super schöne Momente. Ich war nicht in der Lage, diese Momente irgendwie festzuhalten.

Was war denn dein bester Moment in den letzten drei Jahren?

Gute Frage… Es waren sicherlich mehrere, um nicht zu sagen viele Momente. Ein richtig tolles Gefühl ist, Musik zu kreieren. Und die ersten drei Monate in 2019, als wir im Studio waren, um das neue Album zu machen, waren Wahnsinn. Wir haben das so entspannt realisiert. Einer meiner beiden Produzenten meinte, man kann sich in solch einer Produktion komplett verkopfen und alles sehr anstrengend durchziehen, oder man macht diese Zeit zu einer Lebenszeit. Er ist der Meinung, dass alles, was man in der Zeit erlebt und was einen glücklich und entspannt macht, man auf dem Album auch hört. So war dann unsere Devise, also haben wir gegrillt, gekocht, waren in der Therme und in der Sauna. Und so entstand ein sehr entspanntes Außenherum, bei dem wir immer wieder zwischendurch sehr relaxt Musik gemacht habe. Ich glaube, dass das der beste Weg war, „Glück“ zu produzieren.

Zwischen dem 6. und 28. Februar 2020 tourst du durch 18 Cities in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Worauf dürfen sich deine Fans freuen?

Meine Fans dürfen sich auf ein neues und sehr glückliches Album und Konzert freuen. Wir haben uns sehr schöne Sachen überlegt. Natürlich haben wir das neue Album hierfür vorbereitet, wir werden aber auch einige Songs vom alten Album nehmen und diese mal anders darstellen. Es wird richtig cool, die Songs sind tanzbar und es wird voll nach vorne gehen. Ich freue mich sehr darauf.

Wer aktuell so viel arbeitet und unterwegs ist wie du, bei dem bleibt das Privatleben nicht selten komplett auf der Strecke. Ist das okay für dich oder zweifelst du manchmal an allem, da du so tust?

Ich versuche ganz bewusst, nicht alles um mich herum zurückzustellen, doch das ist ein Spagat, der teilweise sehr schwierig zu bewerkstelligen ist. Du bist einfach immer am Straucheln zwischen Arbeit und Menschen, die dir wichtig sind. Ich merke es, wenn ich mal drei Tage in der Heimat bin und das Handy weglege – das geht einfach nicht, denn ich verpasse dann so viele wichtige Anrufe und E-Mails. Ich bin halt selbstständig, lebe meinen Traum und der macht mir auch noch Spaß, deshalb möchte ich auch dafür da sein. Man muss sich zu manchen Dingen zwingen, damit sie nicht verloren gehen.

Vermisst du denn deine Heimatecke Ravensburg und das Ländliche drumherum?

Ich vermisse die Ruhe manchmal, denn alles ist so aufregend um mich herum. Die nächsten drei Wochen habe ich jetzt jeden Tag irgendetwas und ich freue mich unfassbar auf diese Zeit. Heute Morgen wachte ich auf und dachte so „GEIL!“ Ich vermisse sicherlich irgendwann das Gefühl, zuhause in Ravensburg zu sein, wo die Luft so frisch ist und ich runterkommen kann. Aber ich würde nicht tauschen wollen, denn es ist gut, so wie es gerade ist.

Wann war denn das letzte Mal, dass du etwas zum ersten Mal erlebt hast?

Woah! Das ist ja mal eine echt schwere Frage! Ich habe mir, als ich vor kurzem in Griechenland war, zum ersten Mal ein Auto gemietet. Das war so eine richtig räudige Autovermietung. Die haben mir ein unfassbar altes Auto zur Verfügung gestellt, mit dem ich mir dachte, dass ich jetzt doch mal die Berge hochfahre. Es war so unglaublich alt, nicht einmal der Anschnallgurt ist im Halter steckengeblieben und hat sich immer wieder gelöst. Das Fenster ging nicht und bei jeder Mautstation musste ich die Tür öffnen und aussteigen. Das war so eine furchtbare Autofahrt, die gleichzeitig viel Spaß gemacht hat. Wir haben die Fenster dann runtergezogen und einfach offengelassen. Ich war hier mit meiner Schwester unterwegs und es war ein richtig schönes Abenteuer.

Was sind deiner Meinung nach – neben dem fehlenden Privatleben – die Schattenseiten deines Jobs? Wie gehst du mit ihnen um?

Ignorieren (lacht)! Nein, Quatsch. Einsamkeit ist sicherlich Nummer eins. Den Spagat, die Familie und Freunde nicht im Stich zu lassen, schafft man einfach nicht bzw. nicht immer. Eine Balance zu finden, während man sich von einem Extremen zum nächsten bewegt, ist sehr schwierig. Entweder bin ich mega busy mit vielen Leuten unterwegs oder halt alleine und habe plötzlich nichts mehr zu tun. Entweder ist alles ultra-laut oder unbeschreiblich leise. Doch dies liegt natürlich auch an meinem Wesen, denn ich bin super emotional und deshalb sauge ich alles um mich herum auch so sehr auf. Wenn ich glücklich bin, dann bin ich glücklich für zwei und wenn ich traurig bin, dann ist Ende Gelände und ich merke, dass dieses Business dies alles noch verstärkt.

Durch dein junges Alter bedienst du natürlich auch Fans, die in den sozialen Medien sehr aktiv sind. Wie viele Nachrichten flattern denn täglich bei dir auf Insta und Co rein und hast du die Zeit, diese zu lesen und persönlich zu beantworten?

Ich bekomme viele Fragen, vor allem via Instagram. Ich habe leider nicht die Zeit, alle Fragen zu beantworten. Ich versuche immer, alles zu lesen und manchmal schaffe ich es auch zu antworten. Aber es ist unmöglich, alle Nachrichten zu beantworten.

Liebe LOTTE, vielen Dank für die Zeit, die du dir genommen hast. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg. Auf das, was da noch kommt!

 

Foto: Christoph Köstlin

Miracle Morning: Mit der Life S.A.V.E.R.S. Morgenroutine zum Erfolg

Miracle Morning: Mit der Life S.A.V.E.R.S. Morgenroutine zum Erfolg

Der Morgen macht den Tag. Nach diesem Konzept hat der amerikanische Autor und Schriftsteller Hal Elrod seinen Bestseller „The Miracle Morning“ verfasst. Er beschreibt in dem Buch eine Methode, die jeden deiner Tage in ein außergewöhnliches Erlebnis verwandelt. Dabei geht er insbesondere auf die Life S.A.V.E.R.S.-Strategie ein, eine Morgenroutine, die aus sechs Schritten besteht und äußerst positive Auswirkungen auf deinen Tag hat.

Jeder der sechs Buchstaben der Life S.A.V.E.R.S.-Routine steht für eine Tätigkeit oder einen Zustand, die dein Leben aussichtsreich beeinflussen. Das S steht dabei für Silence, A steht für Affirmations, V für Visualisation, E für Exercise, R für Reading und S für Scrivening. Übersetzt man die Begriffe in die deutsche Sprache, erhält man die Worte: Stille, Affirmationen, Visualisierung, Bewegung, Lesen und Schreiben. Aber was hat es mit diesen scheinbar willkürlich aneinandergereihten Begriffen nun auf sich und wieso sollten diese dazu beitragen mein Leben auf positive Weise zu verändern?

Hal Elrod beschreibt es folgendermaßen: Die Life S.A.V.E.R.S.-Strategie hilft dir dabei, deinen Fokus auf die positiven Seiten des Lebens zu lenken und deine Wünsche und Träume somit, wie auf magische Weise, anzuziehen. Darüber hinaus bringst du deinen Geist gemeinsam mit deinem Körper in Schwung und hast folglich die besten Voraussetzungen, um aus jedem deiner Tage das Beste zu machen. Im Detail hat jeder der sechs Begriffe eine tiefgreifende Bedeutung und verbirgt hinter seiner Fassade einen Horizont voller Selbsterkenntnis und Chancenorientierung.

Silence – Stille

Dein Tag beginnt zunächst mit reiner Stille. Das Handy wird zunächst einmal nicht angerührt, Instagram bleibt geschlossen und der Fernseher bleibt ausgeschaltet. So hast du die Möglichkeit, deine Umwelt wahrzunehmen, ohne bereits von äußeren Einflüssen geprägt zu sein. In der Stille erkennst du dich selbst und kannst deine innere Stimme verstehen, ohne dass der Lärm von außen Einfluss auf deine Gedanken nimmt. Die ruhigen Momente verschaffen dir Klarheit und lehren uns zur Ruhe zu kommen, den Moment zu leben und Dankbarkeit zu erfahren. Deine Zeit in Stille kannst du zur Fokussierung und zur Meditation nutzen.

Affirmations – Affirmationen

Die richtigen Glaubenssätze haben einen immensen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Wer sich von negativen Gedanken leiten lässt, wird nie ein erfülltes Leben führen können. Durch positive Affirmationen haben wir die Möglichkeit, unser Unterbewusstsein durch einen Hinterhalt auf eine positive Einstellung hin zu trainieren. Hierbei kommt uns das Gesetz der Anziehung zu Gute, denn wir sind was wir glauben und wir ziehen im Leben genau das an, was wir selbst verkörpern. Positive Affirmationen bestimmen insbesondere am Morgen die Richtung unseres Tages und unterstützen uns somit dabei, unseren Zielen und Wünschen näher zu kommen.

Miracle Morning

Visualisation – Visualisierung

Wenn wir uns unsere Ziele täglich bildlich vor Augen führen, fällt es uns im Laufe der Zeit immer leichter, uns in der jeweiligen Situation tatsächlich zu sehen. Sobald unser Ziel uns bildlich nicht mehr unerreichbar scheint, öffnet sich für uns der Weg zu genau dieser Reise. Die erfolgreichsten Personen unserer Zeit wie Muhammad Ali oder Arnold Schwarzenegger haben sowohl die Macht der Affirmationen, als auch die Macht der Visualisierung für sich genutzt um ein unbändiges Verlangen in Richtung ihrer Ziele zu entwickeln, das sie schließlich unaufhaltbar scheinen lies.

Exercise – Bewegung

Um ein erfülltes Leben zu führen, müssen sich unser Geist und unser Körper im Einklang miteinander befinden. Dementsprechend genügt es nicht, seine mentalen Kräfte zu stärken, wenn der Körper, der den physischen Belastungen standhalten muss, dazu nicht in der Lage ist. Unser Körper trägt uns durch den Tag und wird dabei von unserem Geist gesteuert. Aber ein starker Geist benötigt auch einen starken Körper, dem er die Lasten des Lebens auferlegen kann. Bewegung am Morgen fördert unsere Lebensenergie, hält uns fit und steigert unser Selbstwertgefühl. Sie hilft uns, unseren Kreislauf in Schwung zu bringen und regt die Sauerstoffzufuhr im Gehirn an.

Morgenroutine

Reading – Lesen

An fünfter Stelle deines Miracle Mornings steht das Lesen. Durch Bücher erhalten wir das Wissen und die Erfahrung von Experten, die unseren künftigen Weg bereits erfolgreich beschritten haben. Sie vermitteln uns Strategien und liefern uns Inspiration auf unserem Weg zu einem erfolgreichen und erfüllten Leben. Dementsprechend beeinflusst jedes Buch, das wir lesen unsere geistigen Fähigkeiten und hilft uns dabei auf ein neues Level heranzuwachsen.

Scrivening – Schreiben

Das Aufschreiben erlebter Ereignisse und Emotionen hilft uns, diese zu verarbeiten und sinnvoll in unser Leben einzugliedern. Geschriebene Worte setzen sich darüber hinaus tiefer in unseren Gedanken fest, da wir sie in unseren eigenen Worten formulieren und somit ein tieferes Verständnis der Materie fördern. Hierbei stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Wir können zum Beispiel Tagebuch schreiben oder ein Erfolgsjournal verfassen, in dem wir unsere Erfolge des letzten Tages festhalten. Wir können uns bewusst machen, wofür wir dankbar sind und wo unsere Stärken und Talente liegen. Durch das Schreiben konstruieren wir Verbindungen in unserem Gehirn, die Klarheit schaffen und Struktur in unsere Gedanken bringen. Es verleitet uns zur Selbstreflexion und verhilft uns so zur Selbsterkenntnis und Selbstbekenntnis.

Die Kurzversion

Für die Tage, an denen uns am Morgen nicht genügend Zeit bleibt, um die entsprechenden Morgenroutinen ausführlich und konsequent durchzuführen, gibt es eine Kurzversion, die insgesamt nicht mehr als sechs Minuten pro Tag beansprucht. Unabhängig wie beschäftigt jemand ist, sind sechs Minuten für jeden selbst an besonders stressigen Tagen umsetzbar. Dabei wird jeder der zuvor ausgeführten Schritte genau eine Minute durchgeführt. Somit können wir zwar nicht die volle Entfaltung unseres Miracle Mornings genießen, aber jeder Schritt in die richtige Richtung ist entscheidend und bringt uns somit einem erfolgreichen, glücklichen und erfüllten Leben ein Stück näher.

Unser Buchtipp:

 

Fotos: Nadezhda; gpointstudio; millefloreimages / stock.adobe.com; Irisiana Verlag

Abschminken leicht gemacht: Warum jetzt alle zu Gesichtsseifen greifen

Warum jetzt alle zu Gesichtsseifen greifen

Eine tägliche Soap Opera im eigenen Badezimmer? Wieso nicht? Weltweit feiern die festen Waschstücke, die schon unseren Großeltern bekannt waren, ihr großes Comeback und erobern die Beautyszene im Sturm für sich. Doch die Beauty Bars, die nun zu alltäglichen Wundermitteln im heimischen Badezimmer werden, haben viel mehr zu bieten als herkömmliche Seifen aus industrieller Produktion: Mit ausgewählten Zutaten natürlichen Ursprungs reinigen und verwöhnen die Seifen die Haut und verhelfen dir zu einem ausgeglichenen Hautbild.

Beauty Trend: Natürliche Gesichtsseifen

Obwohl Seife uns schon lange als Hygieneprodukt zur Reinigung bekannt ist, ist sie hierzulande eher mit Klischees und Vorurteilen behaftet, welche die Waschstücke nicht unbedingt als erste Wahl für die Gesichtsreinigung erscheinen lassen. So findet sich immer noch der Mythos, dass Seife die Haut zwangsläufig austrockne und die natürliche Schutzfunktion der Haut schädige.

Dass diese Klischees längst überholt sind, zeigt der Beauty-Trend aus Korea, der die internationale Beauty-Szene erobert: Mit hochwertigen pflanzlichen Ölen und den darin enthaltenen Nährstoffen wird besonders die empfindliche Gesichtshaut effektiv gereinigt und reichhaltig gepflegt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit der richtigen Seife wirkt deine Haut nach der Reinigung strahlend rein und fühlt sich gepflegt und weich an und das ganz ohne unnötige chemische Zusatzstoffe und unnötigen Verpackungsmüll.

Beauty-Seifen für jeden Hauttyp

Handlich, praktisch und beinahe unverpackt kommen die neuen Gesichtsseifen daher, die neben ihrem Nachhaltigkeitseffekt das Potenzial zum echten Beauty-Helden haben. Egal ob Mischhaut, fettige Haut oder empfindliche Haut – die große Auswahl an natürlichen Gesichtsseifen hält für alle Hautbedürfnisse das optimale Produkt zur täglichen Anwendung bereit.

Unabhängig davon, ob du regelmäßig Make-up trägst oder nicht, sollte deine Haut täglich gereinigt werden, um sie optimal auf Pflegeprodukte vorzubereiten und Hautunreinheiten vorzubeugen.

Dabei ist es wichtig, eine Seife zu wählen, die zu deiner Haut und ihren Bedürfnissen passt. Für empfindliche Haut bieten sich milde Gesichtsseifen mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Lavendel, Ringelblumen oder Arnika an, während Mischhaut mit Aloe Vera Gesichtsseife die nötige Portion Feuchtigkeit erhält und dennoch geklärt wird. Für unreine Haut sind Gesichtsseifen mit Aktivkohle, Teebaumöl oder Heilerde empfehlenswert, die auf natürlicher Basis für einen reinen und gepflegten Teint sorgen, ohne die Haut auszutrocknen.

Hautreinigung mit natürlichen Inhaltsstoffen

Besonders im Vergleich zu herkömmlichen Cleansern bieten natürliche Gesichtsseifen einen entscheidenden Vorteil: Sie kommen ohne synthetische Inhaltsstoffe aus, die die feine Gesichtshaut zusätzlich beanspruchen können. In vielen herkömmlichen Beauty-Produkten sind Paraffine, Alkohol und chemische Konservierungsstoffe enthalten, welche die Haut nicht nur reizen können, sondern sich auch längerfristig schädigend auf das Hautbild auswirken können.

Besonders bei Gesichtsseifen solltest du deshalb immer darauf achten, dass nur natürliche Inhaltsstoffe enthalten sind und die Seife bestenfalls mit einem Siegel versehen ist, das sie als Naturkosmetik zertifiziert. Durch Reinigungsprodukte auf Pflanzenbasis, wie die Naturseifen für die Gesichtsreinigung, kannst du deine Haut auf natürliche Weise reinigen und zugleich pflegen – und das ebenso effektiv wie mit herkömmlichen Reinigungsprodukten. Zusätzlich sind die Naturseifen komplett biologisch abbaubar und kommen meist ohne Verpackungen aus Plastik aus, was sie zu einer echten Errungenschaft in Sachen Nachhaltigkeit macht.

Neben ihren für die Haut wertvollen Inhaltsstoffen wie Pflanzenextrakten und Ölen verhelfen die Beauty Bars nicht nur zu einem reinen Hautbild, sondern auch zu einer vereinfachten Beauty-Routine, die sich in jeden Tagesablauf eingliedern lässt. Einfach morgens und abends die Seife mit ein wenig Wasser aufschäumen, den Schaum in die Gesichtshaut einmassieren und mit lauwarmem Wasser gründlich abspülen.

Damit die Gesichtsseifen länger halten, solltest du sie nach der Anwendung auf einem Seifenhalter ablegen, wo sie bis zur nächsten Anwendung gründlich trocknen können.

Übrigens: Mit speziellen Haarseifen lassen sich ganz einfach herkömmliche Shampoos ersetzen – unbedingt mal ausprobieren!

Unsere Gesichtsseifen Favoriten:

 

Fotos: deniskomarov / stock.adobe.com; PR / Amazon

Schluss mit Body Shaming – Wir brauchen uns nicht zu verstecken

Schluss mit Body Shaming – Wir brauchen uns nicht zu verstecken

Wir kennen solche Schlagzeilen zur Genüge: Schauspielerinnen und Models wehren sich auf Social Media immer häufiger gegen Kommentare, die ihr Äußeres angreifen. Und das ist ihr gutes Recht. Doch was tun, wenn du kein Model oder keine Schauspielerin bist und die Kommentare keine anonymen Social Media-Anfeindungen sind, sondern „gutgemeinte Ratschläge“ aus deinem direkten Umfeld? Vielleicht hast du es sogar selbst schon erlebt, dass dir Freunde oder Familienmitglieder geraten haben, doch mal ein bisschen mehr Sport zu treiben. Sehr oft sind wir von unserem Umfeld und dem Medieneinfluss so geprägt, dass wir selbst glauben, wenn wir uns an das „normale“ Schönheitsideal anpassen, sind wir liebenswerter und werden glücklicher. Wir verraten dir ein paar Strategien, wie du beim nächsten Mal souverän auf solche Kommentare reagieren kannst. Kleiner Spoiler: Vor allem „sachlich bleiben“ und „sich nicht angreifen lassen“ – damit fährst du am besten.

Ratschläge sind nicht böse gemeint, dahinter stecken jedoch tiefsitzende Vorurteile

Ratschläge – auch wenn sie gut gemeint sind – die unser Äußeres betreffen, fallen sehr oft in die Kategorie „Body Shaming“. Die Ursachen dafür liegen oft in Vorurteilen und falsch wahrgenommenen Gründen für Übergewicht – und daraus resultierenden falschen Lösungsvorschlägen, die betroffene Menschen verletzen und sozial isolieren. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass der Grund für Übergewicht nicht bei der einzelnen Person zu suchen ist, sondern veränderte Nahrungs- und Lebensverhältnisse die Ursache dafür sind.

Oft beginnen solche diskriminierenden Äußerungen schon im Kindesalter – aber auch erwachsene Menschen sind vor übergriffigen Kommentaren im Alltag nicht geschützt. Manchmal bleibt es bei Kommentaren, aber die weit verbreiteten Vorurteile greifen auch noch tiefer in unser Leben ein. Beispielsweise wird dicken Menschen weniger Selbstdisziplin zugetraut. Die Annahme, dass sie wegen ihrer Bequemlichkeit übergewichtig sind, ist ebenfalls weit verbreitet.

Diagramm: Wahrgenommene Gründe für die Zunahme an übergewichtigen Menschen
Vorurteile gegenüber dicken Menschen – eine Grafik von Yoursclothing.de

Ein offener Brief gegen Body Shaming

Menschen, denen Bodyshaming auch in ihrer beruflichen Umgebung begegnet, sind Plus-Size-Blogger. Sie haben gemeinsam diesen offenen Brief gegen Body Shaming formuliert und einmal zusammengefasst, welche Äußerungen sie sehr oft zu hören bekommen – vielleicht kommt dir die eine oder andere Situation bekannt vor?

Open Letter gegen Body Shaming, Offener Brief gegen Body Shaming
Offener Brief gegen Body Shaming – von Yoursclothing.de

Ein spannendes Projekt zum Thema Body Shaming wurde von Yoursclothing umgesetzt, schau es dir mal an. Dort findest du zusätzliche Tipps, wie du beim nächsten Mal auf übergriffige Kommentare reagieren kannst.

 

Fotos: yoursclothing.de

Bye-bye, blauer Dunst – so hörst du endlich auf zu Rauchen

Bye, Bye Blauer Dunst – so hörst du endlich auf zu Rauchen

Eine nach dem Essen, eine mit den Kolleginnen in der Pause und natürlich eine nach dem Sex. Zigaretten begleiten dich durch deinen Alltag. Trotzdem lässt dich der Gedanke nicht los, dass sie dich langsam krankmachen oder sogar umbringen können. Du beschließt also aufzuhören, weißt aber leider nicht wie. Du weißt nur, dass es schwer werden wird. Umso besser ist es, wenn du Unterstützung bekommst und die gibt es in vielen Formen.

Vermeidbare Todesursache Nummer 1

Etwa 120.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr an den Folgen des Rauchens. Dazu zählen auch etwa 3.300 Passivraucher*innen. Bricht man die Zahl runter, sind das etwa 300 Tote pro Tag. In ganz Europa ist das Rauchen mit etwa 700.000 Todesopfern die am häufigsten vermeidbare Todesursache.

Dazu zählen aber nicht nur Todesfälle durch die Folgen von Krebsarten mit etwa 37 Prozent, sondern vor allem auch Herz-Kreislauf-Krankheiten mit 45 Prozent. Auf Platz 3 der Sterbefälle durch Folgekrankheiten liegen die Atemwegserkrankungen mit 18 Prozent.

Klar, dass du dich da entscheidest endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Nicht nur deine Gesundheit wird es dir danken, sondern auch dein Geldbeutel. Die Frage ist nur wie hörst du auf?! Die Anzahl an Methoden und Hilfsmitteln ist fast endlos. Aber selbst die beste Methode hilft auch nur, wenn der Wille zum Aufhören auch wirklich da ist.

Ohne Hilfsmittel aufhören

Das ist wohl die Möglichkeit, die am günstigsten ist und die jeder schon mal ausprobiert hat. Sie verlangt einem aber auch ganz schön viel ab. Jedenfalls zeigst du schon mal den Willen und der ist neben Disziplin die Grundvoraussetzung, um es zu schaffen. Wichtig ist hier eine gute Vorbereitung. Leg einen ganz bestimmten Tag fest, an dem du dir sagst: „Dann werde ich aufhören.“ Zieh das letzte Mal an deiner Zigarette und verstecke dann alles, was dich ans Rauchen erinnert.

In den ersten Stunden nach deiner letzten Zigarette wirst du unruhig und reizbar sein und dich eher unwohl fühlen. Dazu kommen Hunger- und Durst-Attacken, denen du mit Obst, zuckerfreien Kaugummis Tee und Wasser entgegenwirken kannst.

Vor allem die ersten zwei Wochen sind hier entscheidend. Du solltest Situationen, die dich leicht in Versuchung bringen, meiden und dir einen Ersatz zum Rauchen suchen, wie beispielsweise Sport. Komplett ohne Hilfsmittel empfiehlt es sich aufzuhören, wenn du nicht so stark abhängig bist.

In den kommenden Wochen stellen sich dann auch weitere angenehme Nebeneffekte ein: Du fühlst dich fitter, Haut und Haare sehen schöner aus, riechen besser und Verfärbungen an deinen Zähnen und Fingern gehen zurück.

Diese Tipps können dich beim Rauchen aufhören unterstützen:

Ein Datum setzen

…und es nicht verschieben! Ein erster wichtiger Schritt ist getan, wenn ein festes Datum gesetzt ist. Am besten ist es, nicht von heute auf morgen aufzuhören, sondern sich auch Zeit zu geben, sich selbst vorzubereiten oder auch einfach nur die letzten Zigaretten zu genießen. Ein Datum innerhalb der nächsten zwei Wochen ist optimal: So hast du genug Zeit, dich darauf einzustellen, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren.

Familie und Freunde mit einbeziehen

Erzähle dein Vorhaben guten Freunden und Familie, sie können eine große Stütze sein, vor allem wenn du kurz davor bist, schwach zu werden. Außerdem: Hast du andere Menschen mit eingeweiht, bist du ehrgeiziger. Schließlich willst du nicht nur dir selbst beweisen, dass du es schaffst, du willst auch die anderen nicht enttäuschen.

Einen Quit-Smoking-Partner suchen

Kennst du vielleicht einen Freund oder einen Bekannten, der ebenfalls mit dem Rauchen abschließen möchte? Dann tut euch zusammen. So motiviert ihr euch gegenseitig und könnt einander unterstützen, wenn es mal brenzlig werden sollte. Jemanden zu haben, der die gleichen Herausforderungen und Ziele hat, der durch ähnliche Hindernisse, Schwierigkeiten und Erfolge geht, gibt einem selbst Mut, denn man weiß: Man ist nicht alleine.

Alle Zigaretten entfernen

Wenn die Verführung an jeder Ecke wartet, ist es schwierig, „nein“ zu sagen. Daher: Alle Zigaretten und Feuerzeuge aus der unmittelbaren Umgebung entfernen, auch die SOS-Päckchen aus dem Handschuhfach und der Socken-Schublade! Außerdem: Raucherräume etc. meiden. Andere beim Rauchen zu sehen, wenn man selbst aufhören will, ist alles andere als hilfreich.

Eine neue Beschäftigung suchen

Ablenkung tut gut. Um nicht dauernd an die Zigarette zu denken, hilft z.B. Sport. Sowohl Entspannung als auch Power können dem Vorhaben auf die Beine helfen, denn sie lassen die Gedanken um etwas Anderes kreisen.

Aufhören mit Ersatzmitteln

Beim Entzug verlangt der Körper nach Nikotin, der sonst immer über die Zigaretten aufgenommen wurde. Der Körper reagiert also mit Entzugserscheinungen. Wenn sich ein Raucher aber zuerst um seine psychische Abhängigkeit kümmern möchte, gibt es eine ganze Reihe an Hilfsmitteln.

Hier können die Pflaster, Tabletten, Kaugummis, Inhaliergeräte oder sogar E-Zigaretten die körperlichen Symptome lindern. Besonders hilfreich ist es beim Dampfen nach und nach Liquids mit immer niedrigerem Nikotingehalt zu verwenden. So kannst du deinem Körper langsam das Nikotin abgewöhnen. Der Vorteil dabei ist, dass es die Flüssigkeiten in allen möglichen Geschmacksrichtungen gibt. Kombinierst du diese Art der Selbsttherapie mit einer guten Beratung, stehen die Chancen vom blauen Dunst loszukommen gar nicht mal so schlecht.

Therapie

Beratung ist auch das nächste Stichwort: Eine gute Beratung kann ein sehr großer Bestandteil einer Rauchentwöhnung sein. Du willst dir ja immerhin ein schlechtes Verhalten abgewöhnen und es durch positive Erfahrungen neu besetzen. Oft verknüpft man Rauchen nämlich selbst mit positiven Erinnerungen und Eindrücken. Zum Beispiel, wenn du bei der Arbeit eine kleine Zigarettenpause mit deiner Kollegin einlegst, um dir einfach mal Luft zu machen.

Hier kann auch die Verhaltenstherapie helfen. Es wird versucht, dir mit Gesprächen, Rollenspielen oder auch in Gruppensitzungen neue Wege für Situationen zu zeigen, in denen du normalerweise eine rauchen würdest. Aber gerade in der Therapie bist du sehr abhängig von zwischenmenschlichen Beziehungen. Herrscht eine schlechte Stimmung in der Gruppe oder in deiner Einzelberatung, kann sich das auf den Erfolg deiner Therapie auswirken.

Medikamente

Nach einem Rauchstopp kannst und solltest du auch deinen Arzt aufsuchen. Der kann dich ebenfalls tatkräftig unterstützen und dich über Medikamente aufklären, die dir das Aufhören erleichtern können. Unter anderem die Wirkstoffe Buprorion und Varencelin können die Entzugserscheinungen und das Rauchverlangen abmildern.

Hypnose und Akupunktur als Hilfsmittel

Es könnte alles so leicht sein. Du begibst dich in Trance oder legst dich hin, bekommst ein paar Nadeln ins Ohr gesteckt und schon bist du rauchfrei. Hier musst du schon an den Effekt glauben. Leider ist in diesem Zusammenhang nicht wirklich viel mehr wissenschaftlich bewiesen als die Placebo-Wirkung beider Methoden. Dennoch haben sie einen festen Platz in der Rauchentwöhnung, da sie dich unterstützen und dir das Gefühl geben, dass du es nicht alleine schaffen musst.

Wenn du die Entscheidung getroffen hast mit dem Rauchen aufzuhören, ist das schon ein großer Schritt. Mit unseren Tipps und mit etwas Disziplin und Selbstvertrauen kannst auch du es auch schaffen vom Rauchen loszukommen.

 

Foto: unsplash.com, © Yoann Boyer

Recycling-Mode: Wie sinnvoll ist Kleidung aus Plastikmüll und Co?

Recycling-Mode: Wie sinnvoll ist Kleidung aus Plastikmüll, alten Kleidungsstücken und Co?

Sicher sind sie dir beim Shoppen auch schon begegnet: schicke und tadellose Kleidungsstücke, die angeblich aus Müll und Plastik recycelt wurden. Ja, das gibt es tatsächlich. Nicht nur kleine, exklusive Labels, sondern auch die großen Modeketten beschäftigen sich zunehmend mit nachhaltiger Mode und machen sich Gedanken über Wiederverwertung, Müllverbrennung und Nachhaltigkeit.

Denn das Einkaufsverhalten der Kunden hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert: Trugen unsere Großmütter ihre Kleidung noch, bis sie tatsächlich verschlissen und nicht mehr zu reparieren war, so kaufen und entsorgen wir heute nach Lust und Laune. Wir haben uns auf die Suche nach nachhaltigen Labels gemacht, die Recycling-Mode anbieten und einige Informationen für dich zusammengestellt.

Welche Formen und Möglichkeiten der Wiederverwertung gibt es?

Am bekanntesten scheint momentan die Mode aus Plastikmüll zu sein. Das ist eine gute Sache. Vor allem dann, wenn der Müll nicht aus den Sortieranlagen abgeholt wird – wo er ja hin gehört – sondern direkt aus dem Meer gefischt wird. Anschließend müssen die brauchbaren Rohstoffe ebenso aufwändig aus dem Müll gewonnen werden, um dann zu neuen, sauberen Stoffen verarbeitet zu werden. Es versteht sich ganz von selbst, dass dies mit sehr viel Aufwand und hohen Kosten verbunden ist, und dass es die aus diesen Stoffen gefertigten Kleidungsstücke nicht zum Schleuderpreis geben kann.

Eine ebenfalls sehr nachhaltige und wie wir finden schlaue Methode zur Herstellung nachhaltiger Kleidung ist das bereits vorab geplante Recycling. So verwenden manche Hersteller für ihre Textilien nur noch Materialien, die sich am Ende der Lebensdauer optimal voneinander trennen und wiederverwerten lassen. Dieses System wird als sogenannte Kreislaufwirtschaft bezeichnet.

Was übrigens viele Menschen noch gar nicht wissen: Ein Textil muss nicht zwangsläufig aus Baumwolle, Seide oder Wolle sein. Auch viele moderne Polymermischungen fühlen sich heute auf der Haut längst nicht mehr an wie Plastik. Manche Hersteller nehmen die von ihnen verkauften Produkte nach dem Gebrauch wieder zurück und recyceln aus ihnen die Stoffe, die noch verwertbar sind. Das Ziel dieses Vorgehens ist es, so viel Müll wie möglich zu vermeiden und dem Kunden ein nachhaltiges Einkaufen zu ermöglichen.

Was ist, wenn ich den Öko-Look nicht mag?

Wenn du dir Gedanken machst, in ökologisch hochwertiger Kleidung womöglich auszusehen wie ein Ökoaktivist aus den 1970er-Jahren, oder sie einfach nicht schick zu finden, dann können wir dich beruhigen. Schau dich einmal bewusst in den Läden um, in die du ohnehin zum Shoppen gehst oder stöbere durch die Online-Shops und du wirst schnell feststellen, dass nachhaltige Kleidung heute nicht nur im Trend liegt, sondern sogar den Trend bestimmt.

Was versteht man unter „Fast Fashion“ und „Slow Fashion“?

Als „Fast Fashion“ (schnelle Mode) wird Mode mit einem sehr kurzen Lebenszyklus bezeichnet. Natürlich möchten wir alle gern ständig neue und modische Kleidung tragen. Wer jedoch nur über einen normalen oder kleinen Geldbeutel verfügt, der greift bei der Auswahl dann eher auf die günstigeren Angebote zurück. Genau wie Fast Food wird Fast Fashion schnell konsumiert und ist nicht auf Langlebigkeit ausgerichtet.

Als „Slow Fashion“ (langsame Mode) dagegen werden vorwiegend Produkte bezeichnet, die für eine lange Lebensdauer konzipiert sind. Früher war dies zum Beispiel der Pelzmantel der Oma, der über mehrere Generationen vererbt wurde und heute natürlich nicht mehr politisch korrekt wäre. Slow Fashion liegt inzwischen absolut im Trend. Die meisten Modeikonen oder Fashion Blogger zeigen sich inzwischen regelmäßig mit wiederkehrenden Kleidungsstücken oder Einzelteilen, die komplett aus der Zeit gefallen erscheinen, um als Vorbilder für Nachhaltigkeit zu werben.

Wie sieht es mit der Ökobilanz von Recycling-Mode aus?

Natürlich musst du den ganzen Prozess der recycelten Mode und der Herstellung aus Plastikmüll auch kritisch betrachten. Denn der Müll und die Reststoffe verwandeln sich ja schließlich nicht allein durch gute Vorsätze und den Ökogedanken zu attraktiven neuen Produkten. Im Gegenteil: Es fallen hier sehr viele Schritte zur Säuberung, Trennung und Neuverarbeitung an, die ebenfalls wertvolle Ressourcen benötigen. So wird eine Menge Wasser verbraucht und auch massenweise Energie (in Form von Strom) eingesetzt. Im Färbebad zum Beispiel fallen nicht nur Heizkosten an, sondern je nach Materialwahl auch chemische Restprodukte ab, die dann wieder geklärt, aufgefangen und entsorgt werden müssen. Doch selbst wenn man all diese Faktoren berücksichtigt, so bleibt unterm Strich doch ein positives Ergebnis: Durch den bewussten Umgang mit den Ressourcen wird die Welt wird ein kleines bisschen sauberer und nachhaltiger.

Was du selbst tun kannst

Wenn du mithelfen möchtest, die Nachhaltigkeit zu fördern, dann genügt es manchmal schon, dass du deinen eigenen Konsum kritisch prüfst. Vielleicht kaufst du das eine oder andere Stück weniger und greifst stattdessen zum nachhaltig gefertigten Produkt, das du dann auch länger und mit Stolz tragen kannst. Shoppen soll auch weiterhin Spaß machen. Aber das wird es auch, wenn du bewusster aussuchst und dich mehr an deinen neuen Sachen freust, ohne dabei vielleicht ein schlechtes Gewissen zu haben. Dieses Prinzip kannst du übrigens auf viele andere Aspekte in deinem Leben ebenfalls übertragen.

 

Foto: Полина Власова / stock.adobe.com

Warum du besser zur Biomilch greifen solltest

Warum du besser zur Biomilch greifen solltest

Wer Biomilch kauft, hat dafür häufig mehrere Gründe. Im Mittelpunkt steht wohl immer der Wunsch, sich etwas Gutes zu tun. Ein bisschen möchte man auch die Welt verbessern, denn je mehr Bio konsumiert wird, desto weniger konventionelle Tierhaltung gibt es. Doch bietet Biomilch tatsächlich die Vorteile, die es verspricht?

Ist Bio wirklich besser?

Biomilch unterliegt EU-weit strengen Regeln. Im Ergebnis erhalten wir eine hochwertige Milch, die besser sein soll als herkömmliche Milch. Besser heißt vor allem: gesünder.

Das lässt sich vor allem am Inhalt festmachen. Hier unterscheidet sich Bio vor allem in einem wesentlichen Punkt von normaler Milch. Sie besitzt viel mehr der berühmten Omega-3-Fettsäuren, während konventionelle Milch mehr Omega-6-Fettsäuren enthält.

Nicht ganz so gut sieht es leider mit Pestiziden aus: Auch Biomilch kann Spuren davon aufweisen! Der Grund sind aber nicht betrügerische Aktivitäten, sondern die Vorfahren der Bio-Bauern. Weil sie noch Pestizide verwendeten, enthält der Boden deren Rückstände. Grasen die Kühe auf diesem Boden, lässt sich kaum verhindern, dass etwas davon in ihr Futter gerät. Doch keine Panik: Die Belastung bleibt stets weit unter den zulässigen Grenzwerten.

Billig-Bio versus Premiumqualität?

Mittlerweile tauchen Bioprodukte sogar schon im Discounter auf und sind damit für eine breite Masse erschwinglich geworden. Damit einher gehen aber auch Ängste, das sei lediglich Augenwischerei.

Zum Glück darf sich nicht alles in der EU einfach Bio nennen. Vielmehr schreibt die EU-Öko-Verordnung vor, was geht und was nicht. Zwar unterwerfen sich die alteingesessenen Bioverbände wie Demeter oder auch Naturland weit strengeren Regeln. Bio ist aber trotzdem alles. Denn immer geht es hier den Tieren besser als in konventioneller Landwirtschaft.

Was die Supermarktmilch angeht, ist einer der wenigen deutschen Premium-Bioanbieter mittlerweile ebenfalls bei Lidl vertreten: Bioland gehört seit wenigen Monaten zur Stammausstattung des Discounters.

Bio kaufen – darauf musst du achten

Weitere Bezugsquellen für Biomilch sind die Höfe direkt, Wochenmärkte, Reformhäuser oder Naturkostläden. Achte hier auch auf die Milchart, denn es gibt Unterschiede. Besonders Schwangere und Kleinkinder sollten keine Rohmilch trinken. Sie ist unbehandelt und enthält eventuell Keime, die Menschen schaden, deren Immunsystem geschwächt oder noch nicht voll ausgebildet ist. Auch Vorzugsmilch ist dann tabu.

Besser bekömmlich ist erhitzte Milch. Hier gibt es Unterschiede, die du auch bei herkömmlicher Milch findest.

  • Frischmilch = pasteurisiert: wurde kurz auf über 70 Grad erhitzt. Haltbar bis zu zehn Tage.
  • Extended Shelf Life: ESL, kurz auf maximal 127 Grad erhitzt. Haltbar bis zu drei Wochen.
  • H-Milch, auf mindestens 135 Grad erhitzt. Ungeöffnet haltbar bis zu sechs Monate.

Welche Biosiegel gibt es?

Die zahllosen Biosiegel wirken manchmal etwas unübersichtlich. Im Prinzip ist es aber einfach: Es gibt das EU-Siegel, das ist Pflicht für alle Bioprodukte in der EU. Dann gibt es ein Ländersiegel. Das deutsche Bio-Siegel findet sich daher meist zusätzlich zum EU-Siegel. Hinzu kommen oft noch deutsche Bioverbände mit ihrem Logo, etwa das von Demeter oder Naturland.

Biomilch als Frage der Ethik

Wem besonders das Tierwohl am Herzen liegt, der kommt an Bio nicht vorbei. Denn hier geht es den Tieren nachweislich besser als in Massentierhaltung. Kurz gefasst ergeben sich einige wesentliche Vorteile, von denen ein Biorind profitiert:

  • mehr Platz
  • viel Auslauf / Zeit draußen
  • Hörner nicht gestutzt
  • Ernährung besser
  • Ausschluss von Zusatzstoffen

Interessant für die Qualität der Milch sind vor allem die Punkte Ernährung und Auslauf. Eine Kuh, die auf die Weide kann, wird dort grasen. Was zugefüttert wird, besteht zu einem hohen Anteil aus Raufutter – und zu 100 % aus Bioanbau. Es enthält also keine Gentechnik, keine schädlichen Dünger und stammt zu 60 % aus der Region, belastet demnach nicht die Umwelt.

Bio ist also nicht nur für dich gesünder. Es ist dies vor allem für die Tiere, die dir ihre Milch geben. Das liegt auch an den Vorschriften zur Stallhaltung.

Bei konventioneller Kuhhaltung gibt es kaum Regeln, wie viel Platz die Kühe haben sollten. Bei Bio hingegen gibt es dazu Vorschriften. Im Stall ist es ein bisschen mehr – Minimum sechs Quadratmeter – als draußen, wo die Kuh mindestens viereinhalb Quadratmeter zur Verfügung hat. Außerdem sollten die Tiere Auslauf haben, sie dürfen also regelmäßig auf die Weide. Geht das nicht, sollten sie eine Freifläche für Auslauf haben.

Biomilch Kühe

Antibiotika

Antibiotika-Rückstände sind bei Bio und herkömmlicher Milch gleich, denn sie sollten überhaupt nicht vorhanden sein. Geht alles mit rechten Dingen zu, kaufen Molkereien die Milch nämlich nicht, wenn sie Reste von Antibiotika darin finden. Hier hat Bio darum keinen Vorteil gegenüber konventioneller Milch.

Bio und die Umwelt – wie nachhaltig ist Bio?

Hier finden sich die meisten Skeptiker, denn diese Frage ist für einen Laien nicht leicht zu durchschauen. Da passt es gut, dass Stiftung Warentest in der Ausgabe 10 des Jahres 2017 auch Biomilch getestet hat, und zwar auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit.

Weniger nachhaltig waren bekannte konventionelle Marken, etwa Weihenstephan. Große Nachhaltigkeit bescheinigte die Stiftung hingegen vor allem Biomilch. Produkte wie die Gläserne Molkerei, Dennree oder auch Zulieferer für die Supermärkte Aldi, Rewe, Lidl und Penny bekamen eine gute Nachhaltigkeit bescheinigt.

Fazit

Biomilch ist in jeder Variante besser als solche aus konventioneller Produktion. Selbst die weniger strenge EU-Öko-Verordnung achtet auf gewisse Regeln, die sich auf den Inhalt der Biomilch auswirken. Weil Biorinder anders gefüttert werden, enthält deren Milch mehr wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Darüber hinaus ist die Tierhaltung in Bio-Betrieben eindeutig besser als in normalen Landwirtschaftsställen. Preislich ist Biomilch mittlerweile erschwinglich auch für Menschen mit schmalem Geldbeutel. Deshalb ist Biomilch erste Wahl, wenn du auf deine Ernährung achten möchtest.

Wenn du noch einen Schritt weiter gehen möchtest, kannst du auch auf pflanzliche Milch-Alternativen zurückgreifen. Egal ob Soja-, Hafer-, Reis- oder Mandelmilch – die Auswahl ist inzwischen so groß, dass für jeden Geschmack der passende Milchersatz dabei ist. Außerdem sind sie mittlerweile in fast jedem Supermarkt erhältlich – probiere es doch einfach mal aus!

 

Fotos: Aaron Amat; Countrypixel / stock.adobe.com

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