6 Tipps, wie du an deinen Ängsten wachsen kannst

Die meisten Menschen haben vor irgendetwas Angst. Vielen fällt es schwer, vor einer großen Menschenmenge einen Vortrag zu halten. Andere müssen am Morgen zuerst mit dem linken und dann mit dem rechten Fuß aufstehen, weil sie der Meinung sind, dass sonst etwas Schlimmes passiert. Angst kann dich im Alltag stark beeinflussen und fühlt sich unangenehm an. Doch wenn du willst, dass sie verschwindet, musst du dich ihr stellen. Dann gelingt es dir eher, deine Ziele zu erreichen und du kannst Mut für Neues schöpfen.

So kannst du besser mit deinen Ängsten umgehen:

1. Mache jeden Tag eine Sache, vor der du Angst hast

Sehr hilfreich kann es sein, jeden Tag eine Sache zu unternehmen, vor der du Angst hast. Damit ist nicht gemeint, dass du jeden Tag einen Vortrag hältst. Vielmehr können es auch kleine Dinge sein, wie zum Beispiel:

  • einen anderen Weg zur Arbeit wählen
  • mit einem Fremden einen kleinen Smalltalk halten
  • anstatt das Navigationsgerät zu nutzen, einen Passanten nach dem Weg fragen
  • eine neue Sportart austesten
  • ein neues Gericht probieren

Wenn du dich jeden Tag einer neuen Sache widmest, vor der du dich eigentlich fürchtest, sind das im Jahr ganze 356 neue Dinge. Damit stellst du dich täglich für eine kurze Zeit deiner Angst. Auf diese Weise kannst du dir Stück für Stück dein Selbstvertrauen zurückholen. Wenn du dich immer wieder kurz deinen Ängsten stellst, ist das deutlich besser, als dies einmal in einer größeren Aktion zu tun.

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2. Lerne deine Ängste kennen, akzeptiere sie und stelle dich ihnen

Wenn du gar nicht genau weißt, wovor du Angst hast, solltest du versuchen, das herauszufinden. Denn nur dann kannst du dich deinen Problemen stellen und sie im Idealfall auch bekämpfen. Hast du deine Ängste identifiziert, solltest du sie, solange sie noch vorhanden sind, akzeptieren. Wenn du zum Beispiel Angst vor Mäusen hast, kannst du überlegen, warum das so ist. Haben dir die Tiere jemals etwas getan? Wenn nicht, liegt es eventuell an ihrem Aussehen. Vielleicht befürchtest du, dass sie dich beißen. Derartige Ängste lassen sich in der Regel sehr gut therapieren. Denn wenn du eine Maus einige Minuten auf deiner Hand laufen lässt, hat sie keinen Grund, dich zu beißen. Dadurch merkst du, dass die Tiere eigentlich ganz friedlich sind.

Doch auch bei anderen Ängsten ist es sehr wichtig, die Ursachen zu kennen. Denn fast alle Phobien stehen im Zusammenhang mit dem Fehlen von Informationen oder einfach unbekannten Dingen.

3. Stelle dir dein Leben ohne Ängste vor

Wenn du dich sträubst, etwas gegen deine Ängste zu unternehmen, stell dir für einen kurzen Augenblick vor, wie unbeschwert dein Leben ohne diese wäre. Du würdest in bestimmten Situationen deutlich gelassener reagieren und müsstest dich nicht mehr quälen. Um das zu verdeutlichen, kannst du eine Liste schreiben. Auf dieser trägst du alles ein, was ohne Ängste besser wäre.

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Ängste überwinden

4. Begnüge dich mit kleinen Schritten

Wichtig ist, dass du nicht denkst, dass du deine Angst auf einmal überwinden kannst. Begnüge dich auch mit kleinen Schritten. Denn wenn du die ersten Erfolge bemerkst, kannst du an diesen wachsen. Und im Idealfall hast du irgendwann deine Ängste besiegt und kannst wieder befreiter und unbeschwerter durchs Leben gehen. Wenn du der Sache, vor der du dich fürchtest gegenüberstehst, darfst du dich auf keinen Fall passiv verhalten. Denn dann wirst du zum Opfer deiner eigenen Angst. Daher ist es besser, dich aktiv deinen Ängsten zu stellen. Auch wenn es sicherlich nicht einfach ist, musst du dich immer wieder dazu überwinden.

Sehr häufig ist der schwierigste Teil, sich dazu zu entscheiden, endlich etwas gegen diese quälenden Gedanken zu unternehmen. Denn Ängste spielen sich häufig nur in deinem Kopf ab. Wenn du dich ihnen stellst, denke an das Beispiel mit der Maus. Und wenn du dann bemerkst, dass die Bedrohung nicht so groß war wie gedacht, hast du den ersten Schritt in eine sorgenfreie Zukunft bereits getan.

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5. Hol dir Hilfe

Du musst deine Ängste nicht komplett alleine besiegen. Wenn du weißt, was dich quält, solltest du mit jemandem sprechen, der Ähnliches erlebt und im Idealfall auch überstanden hat. Im Internet findest du viele Foren zu diesem Thema. Natürlich kannst du es auch alleine schaffen, dafür dauert es aber auch deutlich länger. Zudem tut es dir sicherlich gut, dich mit einem Menschen auszutauschen, der dich versteht. Denn schließlich hat er ähnliche Gedanken gehabt wie du. Und wenn das alles nicht hilft, kannst du dich immer noch einem Psychologen oder Psychiater anvertrauen.

6. Sag Nein zu den quälenden Gedanken

Immer wenn die Ängste aufkommen, solltest du dich gegen sie wehren und ihnen gar nicht erst die Chance geben, dich zu kontrollieren. Zum Beispiel kannst du eine Freundin anrufen, deine Lieblingsmusik hören oder joggen gehen. Sport im Allgemeinen ist sehr gut dafür geeignet, um den Kopf freizubekommen. Auch dadurch wird es dir auf Dauer besser gehen. Und im Idealfall kommen die Ängste dann seltener hoch und du kannst wieder unbeschwerter leben.

 

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Fotos: FredFroese / Getty Images; hramovnick / stock.adobe.com