Schlafen bei Hitze

So schön die Sonne tagsüber an freien Tagen auch sein mag, zur Nachtruhe wird die von ihr ausstrahlende Wärme zu einem echten Ärgernis. Denn wer kennt es nicht: Hitzebedingt rollt man sich im Bett hin und her und findet einfach keine Ruhe. Wie man sich auch hinlegt, es ist einfach viel zu warm, um einfach entspannt die Augen zu schließen und in süße Träume abzudriften. Schnell ist man verschwitzt und alles klebt. An Schlaf ist da nicht zu denken. Und die Folgen sind nur allzu bekannt: Am nächsten Morgen stehst du wie gerädert auf und bist einfach nicht fit. Keine guten Voraussetzungen, um den Herausforderungen bei der Arbeit und im Alltag zu begegnen. Also, was tun?

Vor dem Zubettgehen die richtigen Vorkehrungen treffen

Bis gerade eben auf der Couch gelümmelt, jetzt mal schnell ins Bett wechseln und schlafen? So einfach ist das bei Hitze nicht. Als sinnvolle Vorkehrung bietet es sich an, den Schlafraum einmal gründlich durchzulüften. Soll heißen: Alle Fenster auf. Am meisten hilft es, hier einen Durchzug herzustellen, sodass die Luft optimal zirkulieren kann. Nach etwa fünf Minuten sollte die warme Luft, die sich über den Tag verteilt im Schlafzimmer gestaut hat, ausgetauscht sein. Außerdem fühlen sich die Laken nun auch angenehm frisch an. Beste Voraussetzungen also, um schnell in den Schlaf zu gleiten. Übrigens: Optimale Schlafbedingungen bieten Raumtemperaturen zwischen 16 und 18 Grad.

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Sollten sich in deinem Schlafzimmer größere Elektrogeräte befinden, kann von diesen auch Wärme abstrahlen. Vergewissere dich, dass Laptop, TV und Co nicht im Stand-by-Modus sind.

Den Körper auf den Schlaf vorbereiten

Dein Körper sollte sich ebenfalls schon im Vorfeld auf die Ruhephase einstellen. Daher ist es wichtig, den Kreislauf nicht in Schwung zu bringen, sondern ein wenig runterzufahren. Und das gelingt leicht mit einer lauwarmen Dusche. Von kaltem Duschen ist abzuraten, denn dadurch wird der Organismus stimuliert. Daher solltest du übrigens auch von Sporteinheiten direkt vor dem Schlafen absehen. Zwischen Training und Nachtruhe sollten mindestens zwei Stunden liegen.

Tipp: Trockne dich nach dem Duschen nicht komplett ab, sondern nur soweit, dass ein feiner Feuchtigkeitsfilm auf der Haut zurückbleibt. Während dieser dann verdunstet, wird deine Haut angenehm gekühlt und du fühlst dich leicht erfrischt.

Das richtige Outfit für den Schlaf auswählen

Im Winter ist der wärmende Baumwoll-Schlafanzug unverzichtbar, aber im Sommer? Da sollte es das leichte Schlafshirt mit weitem Schnitt sein. Setze hier am besten auf ein älteres Shirt aus besonders dünnem Stoff. Oder noch besser: du schläfst einfach nackt. So kann deine Haut am besten atmen. Und jeder erfrischende und kühlende Hauch, der durch dein Schlafzimmer weht, wird direkt wahrgenommen. Das erleichtert das Einschlafen ungemein.

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Die richtige Ernährung spielt eine Rolle

Man mag es kaum glauben, aber auch auf das Schlafverhalten hat die richtige Ernährung einen großen Einfluss. Schweres Essen, das nur leicht zu verdauen ist, belastet den Magen und stellt ein zusätzliches Problem dar, das dein Körper zu bewältigen hat. Finger weg von fettigem Essen, lautet daher die Devise. Stattdessen raten Experten dazu, an heißen Tagen vermehrt auf eiweißhaltige Nahrungsmittel zu setzen. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Milchprodukte
  • Geflügel oder
  • Eier

Gehörst du zu den Menschen, die gerne abends noch eine Folge der Lieblingsserie schauen und dabei wie von selbst zu Chips, Schoki und Co greifen? Auch davon solltest du (nicht nur) in der Sommerzeit Abstand nehmen. Denn der Naschkram kurbelt den Stoffwechsel unnötig an, sodass dein Körper in Unruhe versetzt wird. Das gilt übrigens auch für Alkohol! Daher solltest du es mit dem Feierabendbier oder dem Gläschen Wein zur Abendstunde nicht übertreiben.

Und selbstverständlich unterstützt auch Koffein aus Kaffee deine Schlaflosigkeit – das gilt auch für Eiskaffee.

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Kühles Bettzeug oder nur Laken als Decke auswählen

In heißen Nächten strampelst du das Bettzeug meistens schon unbewusst weg. Daher bietet es sich an, auch hier auf kühle Elemente zu setzen. Meist reichen einfache Laken als Bettdecke aus. Oder du setzt auf einen alten Trick, den schon die Oma kannte: Du legst das Bettlaken vor der Nutzung ein paar Stunden in den Kühlschrank. Das von diesem dann des Nachts keine Hitze mehr ausgeht, liegt wohl auf der Hand.

Ventilator oder geöffnetes Fenster?

Ein Luftzug im Schlafzimmer ist angenehm und bringt Kühle in den Raum. Doch wie stellt man diesen am besten her. Hier gibt es zwei Optionen – du entscheidest dich entweder dafür, bei geöffnetem Fenster zu schlafen oder ziehst einen Ventilator hinzu. Beides hat Vor- und Nachteile. Während durch ein geöffnetes Fenster mitunter Straßenlärm in das Zimmer dringt, geht von dem laufenden Ventilator ein permanentes Störgeräusch aus. Außerdem kann der ständige Luftzug durch den Ventilator zu einem starken Abkühlen der Haut führen, was eventuell Verspannungen zur Folge hat. Durch das geöffnete Fenster hingegen gelangt angenehm kühle Luft in der Morgenstunde in den Raum – und du wirst von den ersten Sonnenstrahlen sanft geweckt.

 

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