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Die Weihnachts-Betriebsfeier: Top-Flirt oder Flop des Jahres?

Weihnachts-Betriebsfeier Knigge

Heiligabend und Weihnachtsfeiertage:
(k)ein Grund über die Stränge zu schlagen?!

Flirtfalle Betriebsfeier: Beziehungscoach Nicole Kleinhenz (Flirtpub.de) gibt für Ajouré Tipps für die Firmen-Weihnachtsfeier. Ihr Credo: Kein Rum-Gockeln, kein exzessives Trinkgelage, keine Libido-Orgien. Bei der Weihnachtsfeier im Kollegenkreis, die laut Umfrage von 59 Prozent als schöner Brauch gesehen wird, solltest du dich von seiner besten Seite zeigen, denn auch hier gilt die Etikette. Und ein Verstoß kann sogar zum Arbeitsplatzverlust führen.

Alle Jahre wieder: Pünktlich vor Weihnachten lockt die Weihnachts-Betriebsfeier. Für die einen ist es Pflicht, für die anderen eine Plage. Wieder andere reden das ganze Jahr über fast nichts anderes. Es kann schön sein, wenn du die Kollegen und den Chef auch mal von der privaten Seite erlebst. Muss es aber nicht. Auf jeden Fall solltest du vorab einige Regeln beachten. Egal, wie relaxt der Umgang im Office und mit Kollegen oder Chefs ist – denke daran, dass in vielen Betrieben die Regel gilt: never fuck the company. Lässt du dich dennoch auf eine Affäre ein oder flirtest ungeniert oder unerwidert, riskierst du im schlimmsten Fall deinen Arbeitsplatz. Trotzdem darfst du auf Xmas-Feiern flirty und fröhlich sein. Auch wir freuen uns jedes Jahr darauf: Schließlich ist das Arbeitsjahr fast zu Ende und wir wollen dann endlich mal gemeinsam Spaß haben und feiern!

Aber das sieht natürlich nicht jede/r so. Demnach sieht jeder Vierte in der Betriebsfeier lediglich eine nette Abwechslung, nur 15 Prozent empfinden das Ereignis als lästige Pflichtveranstaltung. Immerhin nahmen fast 40 Prozent die Gelegenheit wahr, dabei zu flirten. Allerdings haben sich fast die Hälfte dadurch bereits Ärger eingefangen. Die Umfrage hat auch gezeigt, dass bereits ein Drittel der Befragten schlechte Erfahrungen mit Betriebsfeiern gemacht hat. Ich rate deshalb: Anstandsregeln unbedingt einhalten! Gerade bei der jetzigen Diskussion um Hollywood / Weinstein sollte jeder sensibel genug sein und aufpassen. Innerbetriebliche Flirts sollstest du am besten auf private Veranstaltungen verlagern, so klappt es auch mit den Kollegen, und der Bürofrieden bleibt intakt.

Deshalb solltest du aber das ungezwungene Beisammensein nicht komplett meiden. Bei Weihnachtsfeiern im Betrieb lauern jedoch zahlreiche Fettnäpfchen und Fallstricke – zu viel Alkohol, falsche bzw. zu knappe Kleidung oder exzessive Flirts – die im schlimmsten Fall sogar den Arbeitsplatz kosten können. Oder auch die Sympathien der Kollegen. Ich warne daher vor allzu ausgelassenem Treiben. Denn wer sich unter dem starken Einfluss von Bier, Wein und Punsch zu hemmungslosem Flirten hinreißen lässt, riskiert schnell einen Eklat. Deswegen mein Rat: Lieber ein Glas weniger, als eines zu viel. Denn die Weihnachtsfeier im Kollegenkreis bleibt eine betriebliche Veranstaltung, auf der die Etikette gilt. Auch wenn die Stimmung noch so gut ist…

Und so locker die Stimmung auch sein kann: Zeige dich von der besten Seite, am nächsten Tag gehen ja alle wieder ins Büro. Das solltest du nicht vergessen! Aber das ist kein Grund zur Langeweile: Tanzen bei der Firmen-Weihnachtsfeier ist nicht nur erlaubt, sondern auch ausdrücklich erwünscht. Nur: Beim Slowfox die Gelegenheit zu nutzen, um mit dem angehimmelten Kollegen auf Tuchfühlung zu gehen, geht gar nicht! Nur wer sowieso schon einen Flirt hat, der wird auch bei der Betriebsfeier weiterflirten. Flirts sind bei vielen Firmen-Xmas-Feiern oft unvermeidlich und sollen auch schon zum Jawort geführt haben. Aber: du solltest grundlegende Anstandsregeln unbedingt einhalten. Weniger ist dabei mehr! Und Vorgesetzte (das gilt auch für Projektleiter-/innen und deren Praktikanten) dürfen nie das Autoritätsverhältnis missbrauchen. Ein Flirt oder gar mehr mit Angestellten ist auch hier absolut tabu. Sich also diskret aus der Affäre ziehen, wäre hier das Beste!

Falls es zu Grabschereien kommt: direkt den Kollegen ansprechen – oder bei besonders hartnäckigen und unbelehrbaren Fällen kannst du am nächsten Tag zum Betriebsrat oder, wenn keiner vorhanden, direkt zum Chef. Keiner muss sich Übergriffigkeiten – egal ob handgreiflich oder nur verbal – gefallen lassen. Aber etwas Gelassenheit und Toleranz, wenn der betrunkene Kollege mal einen blöden sexistischen Witz raushaut, wäre auch nicht schlecht. Wer besonders nette Kollegen hat und auch mit einem flirten möchte, kann dies jenseits von der offiziellen Weihnachtsfeier auf privatem Wege tun, zum Beispiel mit einer persönlichen Einladung auf den Weihnachtsmarkt: hier kannst du tun und lassen, was du willst und mit wem du willst …
 

Benimmregeln für Weihnachtsfeier und Xmas-Dating:

  • Verheiratete Kollegen sind für Flirts tabu – und wenn, dann nur heimlich!
  • Chef und Vorgesetzte unbedingt auf Distanz halten, egal wieviel Alkohol fließt.
  • Auch bei Betriebsfeiern nicht alles Private / Intime ausplaudern, egal wie vertraulich die Atmosphäre ist.
  • Am Besten für die Weihnachtsfeier einige nette Themen auswählen wie Urlaub, Hobby, Weihnachtsgeschenke, Rezepte, TV-Serien. Tabu: Politik, Kritik, andere Kollegen / Büro-Klatsch
  • Wer unter Alkoholeinfluss zu dummen Sprüchen neigt, sollte sich mit dem Konsum zurückhalten oder aber rechtzeitig gehen.
  • Auf keinen Fall bis zum Schluss durchhalten, lieber rechtzeitig mit (vorbestelltem) Taxi gehen oder von Kollegen heimfahren lassen.
  • Bei Übertritten solltest du so schnell wie möglich mit einem vertrauten Kollegen sprechen oder direkt zum Betriebsrat. Probleme werden nicht kleiner, wenn man sie ignoriert.
  • Weihnachtsfeiern sind eine gute Gelegenheit, soziale Beziehungen zu verfestigen. Aber keine enthemmte Parties – diese solltest du (nur) privat und mit guten Freunden feiern.

 

Nicole Kleinhenz

Nicole Kleinhenz

Nicole Kleinhenz verfügt über umfassende Kenntnisse in den Bereichen Partnersuche, Partnerwahl und Partnerschaft: Sie ist zertifizierter Beziehungscoach und Inhaberin des Portals Flirtpub / Webmido (www.flirtpub.de). Mit ihrer Crew holte sie den Guinness-Weltrekord im Schnellküssen nach Deutschland. Als Beziehungscoach ist sie gefragter Interviewpartner in Print, Radio und TV. Ab sofort macht sie die regelmäßige Flirt-Kolumne bei Ajouré.

 

Foto: skynesher / Getty Images; Nicole Kleinhenz privat

Chelsea Yusuf: „Nimm nicht zu viel Farbe für deine Augen“

Chelsea Yusuf Interview

Top Celebrity Make-up Artist Chelsea Yusuf im Interview über Beauty-Routinen, Make-up Trends und No-gos
 

Ajouré: Hallo Chelsea, du bist momentan eine der angesagtesten Star-Make-up-Artists in diesem Business. Was würdest du sagen, ist dein Geheimnis?

Chelsea: Ich denke, mein Geheimnis ist, dass ich, was Farben angeht, immer am Nabel der Zeit bin und natürlich durch die richtigen Hautbehandlungen immer eine makellose Haut erreiche.

Ajouré: Wir hätten gerne einige Ratschläge von dir. Was sind momentan die besten Schönheitsprodukte?

Chelsea: YSL Beauty All Hours. Hier handelt es sich um eine Foundation, die vollkommen abdeckt und eine makellose Haut hinterlässt. IT Cosmetics Bye Bye Breakout ist ein hervorragender, voll abdeckender Concealer und Lakme Moon-Lit Highlighter ist toll für Highlights und Konturen.

Ajouré: Was würdest du aus deiner Sicht sagen, ist ein absolutes Beauty-No-go?

Chelsea: Ein ungeschminktes Gesicht – es sei denn, du hast eine wunderschöne Haut. Die meisten meiner Kunden, oder die meisten Menschen allgemein haben allerdings einige Makel auf ihrer Haut. Ich denke, vor die Haustüre zu gehen und irgendwelche Aktivitäten zu unternehmen, ohne dabei einen Concealer oder eine Foundation bzw. BB Cream auf dem Gesicht zu haben, ist ein absolutes „No“ für mich. Benutze wenigstens einen Concealer. 🙂
 

Chelsea Yusuf
 

Ajouré: Was ist der beste Beauty Tipp, den du jemals bekommen hast?

Chelsea: Lege nicht zu viel Farbe auf deine Augen! Ich verstehe das natürlich ein Stück weit. In einer Palette gibt es normalerweise sehr viele Farben und Frauen neigen dazu, so viele Farben wie möglich zu verwenden, weil sie denken, dass es richtig sei. Da gibt es diesen einen großartigen Make-up-Artist, der mir beigebracht hat, dass man im Grunde nicht zu viel Farbe auf die Augen legen muss, da manchmal eine Farbe bereits ausreichend ist.

Ajouré: Würdest du uns eine kurze Make-up-Anleitung geben? Was kommt zuerst drauf?

Chelsea: Als erstes kommt die Hautpflege und danach das Make-up auf die Augen. Bevor ich den Lidschatten auftrage, lege ich immer zuerst einen Eye Primer auf. Hier ist der Urban Decay Potion Eye Primer immer mein Favorit. Dann kommt der Lidschatten. Zurzeit ist meine Lieblingslidschattenpalette die Tarte Rainforest of the Sea Eyeshadow Palette. Der nächste Schritt ist ein Flüssigeyeliner wie zum Beispiel Stila Liquid Eyeliner, Lakme Cosmetics Precision Liquid Liner und Mascara. Der für mich beste Mascara ist immer noch der Great Lash Real Impact Mascara von Maybelline.

Der nächste Schritt ist eine Foundation, Puder, Kontur, Rouge und schließlich Lippenstift. Meine aktuelle Lieblingsfoundation ist YSL Full Coverage Foundation und Giorgio Armani Designer Lift Foundation. Charlotte Tilburry Airbrush Powder ist mein derzeitiges Lieblings-Puder und natürlich Anastasia Beverly Hills Contour Powder, welches ein Muss für jede Frau ist. Was nicht fehlen darf, ist NARS Orgasm Blush, das Beste, um dir einen pfirsichfarbenen Glanz zu verleihen. Und vergiss bitte nicht, die Augenbrauen nachzuzeichnen, wenn alle vorherigen Schritte erledigt sind.
 

Ajouré: Was ist deine ganz persönliche Schönheits- und Hautpflege-Routine?

Chelsea: Um ehrlich zu sein verwende ich nicht allzu viel Make-up für mein alltägliches Aussehen. Ich beginne immer mit der Reinigung meines Gesichts mit La Roche Posay Hydrating Cleanser, gefolgt von Mario Badescu Aloe Vera Toner. Dann verwende ich ein Gesichtsserum und zuletzt Biotherm Feuchtigkeitscreme und Biotherm Augencreme. Wenn ich dann zur Arbeit gehe, trage ich Jane Iredale BB Cream, ein bisschen Milani Set + Prime + Glow Powder und Lakme Cosmetics Shimmer Brick auf, um mir selbst einen leichten, von der Sonne geküssten Look zu verleihen. Und niemals vergessen: Ich fülle immer meine Augenbrauen mit Augenbrauenpuder von Anastasia aus.

Ajouré: Wie würdest du helfen, wenn dich eine Kundin fragt, welches der geeignetste Foundation-Ton für sie ist?

Chelsea: Nun, zuerst muss ich sehen, welche Farbe ihr Hautunterton hat. Manche haben einen roten Unterton, andere einen olivfarbenen und wieder andere einen gelben. Das beeinflusst die Hautfarbe. Dann erst kann ich mit der Mischung ihrer Farbe beginnen, die dann, auf dem Unterton der Haut basiert.

Ajouré: Erinnerst du dich an dein erstes Schönheitsprodukt?

Chelsea: Ja. Es war eine Colorstay 24 Stunden Foundation von Revlon und die Farbe hat nicht einmal zu mir gepasst. Haha! Es war viel zu hell für mich.

Ajouré: Würdest du deine besten Beauty-Geheimnisse mit uns teilen?

Chelsea: Trage zwei verschiedene Eyeliner-Farben auf, um ein natürlichen Aussehen zu erzielen. Beginne hierzu mit einem braunen Eyeliner, um die Augen zu rahmen. Danach schärfst du sie mit einem schwarzen Eyeliner. Eine Wimpernzange ist wirklich wichtig. Sorge dafür, dass die Wimpern angehoben sind.

Ajouré: Was sind die besten Make-up Looks und Trends für den Winter 2017/18?

Chelsea: Dunkle Lippen werden nie verschwinden. Habe niemals Angst vor einer dunklen Lippenfarbe und nackter schöner Haut bzw. Augen. Der Fokus liegt dann nur auf den Lippen. Verwende Farben wie Dunkelrot, Burgunder oder sogar Dunkelbraun, wie es momentan sehr im Trend liegt. Auch Highlights wird es immer geben. Eine schön hervorgehobene Haut für den Winter ist auch wichtig, um dein Gesicht strahlen zu lassen. Hier ist der Becca Shimmering Highlighter mein perfekter Begleiter.
 

Fotos: Adi Nugroho Santoso

Diese 13 Fehler solltest du nach einer Trennung vermeiden

Diese 13 Fehler solltest du nach einer Trennung vermeiden

Eine Trennung ist ein kleiner Tod. Ein wichtiger Mensch verschwindet aus deinem Leben. Schöne Erinnerungen kommen hoch. Du betrauerst den Verlust und wirst schwermütig. Du weißt, dass du genau diese Situation nie wieder erleben wirst. Du denkst jetzt, dass du nie wieder glücklich sein wirst. Vielleicht isst du den Kühlschrank leer und fühlst dich danach noch schlechter. Aber hier kommt ein kleiner Trost: Das geht vorbei! Bald wirst du wieder lachen und dein Leben genießen. Damit du in der Tiefphase keine Fehler machst, die du später bereust, kommen hier ein paar Tipps.

1. Du schwelgst in Erinnerungen

In den ersten Tagen nach dem Bruch ist es notwendig, dass du alle Gefühle herauslässt. Dazu gehört auch die Beschäftigung mit gemeinsam Erlebtem. Wenn du jedoch nach wie vor heimlich in seiner Jogginghose schläfst, ständig „euer Lied“ hörst oder an dem Kissen rumschnüffelst, auf dem er vor kurzem noch bei dir übernachtet hat, gehst du die Trennung falsch an. Für deine Verfassung ist es besser, wenn du alle Dinge, die dich an ihn erinnern, in eine Kiste packst und auf dem Dachboden verstaust. Zu einem späteren Zeitpunkt kannst du die Kiste gerne zurückholen, um deinen Enkeln von deiner Jugendliebe zu erzählen. Jetzt sind solche mentalen Anker, die dich an die Vergangenheit ketten, völlig kontraproduktiv.

2. Du verkriechst dich zu Hause

Alleine sein und niemanden sehen oder hören…Klingt das verführerisch für dich? Tu das nicht! Freunde sind dazu da, dass du dich in schlechten Zeiten bei ihnen ausheulen kannst. Lass alles raus, danach wird es dir bessergehen! Das Zusammensein mit lieben Menschen lenkt dich ab und tut dir gut. Auf dieser Weise verhinderst du eine depressive Episode und Einsamkeit. Am leichtesten fällt das Loslassen, wenn du ein stabiles soziales Netz hast!

3. Du flirtest wie wild

Um dich abzulenken, fängst du vielleicht an, bei jeder Gelegenheit zu flirten, was das Zeug hält. Ungehemmt herumknutschen im Club, egal mit wem, ist auch kein probates Mittel gegen Liebeskummer. Denn danach hast du meist ein schlechtes Gewissen und das zieht dich nur noch mehr runter.

4. Du hoffst auf Versöhnung

Gerade, wenn das Beziehungsende noch nicht lange zurückliegt, hoffen viele Menschen auf eine Versöhnung. Denkst du auch, dass es im Grunde noch nicht aus ist zwischen euch und ihr euch wieder vertragt? Das sind typische Gedanken für diese Phase der frischen Trennung. Lasse diesen Gedanken mit der Zeit los. Schluss heißt vorbei. Eine Versöhnung bringt schnell die alten Probleme zurück.

5. Du publizierst eure Trennung im Internet

In unserem digitalen Zeitalter postet jeder ständig, wo er gerade ist, was er gerade macht und an welchen Veranstaltungen er teilnimmt. Wir empfehlen, in den ersten Wochen nach der Trennung nichts zu posten. Alles, was du in dieser heißen Phase teilst, kann später gegen dich verwendet werden. Später wird das nur peinlich. Du bringst übles Gerede in Gang und machst dich lächerlich.

6. Du ziehst Dritte hinein

Auch wenn der Abschied wehtut, solltest du dich hüten, diese Schmerzen im gemeinsamen Freundeskreis zu besprechen. Sprich mit deiner besten Freundin oder deinen eigenen Freunden ausführlich über die Trennung, aber nicht mit denen, die auch mit ihm befreundet sind. Dies könnte nämlich dazu führen, dass sich euer Freundeskreis spaltet und am Ende mehr als ein Mensch unter der Trennung leidet. Gleiches gilt, wenn Kinder im Spiel sind. Rede ihn nicht vor den Kindern schlecht. Die Kleinen können nichts dafür und sollen nicht zusätzlich unter der Situation leiden.

7. Du willst einfach nur weg

Du könntest nach einer Trennung auch auf die Idee kommen, einfach eine Reise in ein fernes Land zu unternehmen, um auf andere Gedanken zu kommen.

Grundsätzlich zwar keine schlechte Idee, aber bedenke, dass du dich und deine Gefühle überall mit hinnimmst. Kein Wunder, dass der Trennungsschmerz auch in der Ferne meistens nicht nachlässt. Im Gegenteil, durch die nicht vertraute Umgebung fühlst du dich eher mutterseelenallein und hast Liebeskummer. Reiseabenteuer nach einer Trennung solltest du also nicht überstürzen.

8. Du willst befreundet bleiben

Wenn die Beziehung vorbei ist, hast du vielleicht den Wunsch, deinen Expartner zumindest als Freund in deinem Leben behalten. Das solltest du nicht tun, solange die Trennung noch frisch ist. Vielleicht verbringt er gerade seine Zeit mit einer anderen Frau. Möchtest du dir das antun? Geschichten über seine neue Freundin? Noch peinlicher wird es, wenn du versuchst, sein Herz durch Sex zurückzubekommen. Das funktioniert nie.

9. Du stalkst deinen Ex

Facebook weiß alles – natürlich auch über den Ex. Verführerisch, einmal nachzuschauen, ob er eine neue Freundin hat oder was er so postet…Lass es! Loslassen ist ein wichtiger Schritt für eine endgültige Trennung. Er ist frei und darf tun und lassen, was er möchte. In deinem eigenen Interesse solltest du dich um dein eigenes, neues Singleleben kümmern. So kommst du weniger in Versuchung, ihn zu stalken.

10. Du gibst Geld aus

Frustshoppen nach einer Trennung hilft im ersten Moment gegen den Kummer. Es lenkt dich ab. Nach einigen Tagen oder Wochen wirst du deine Einkäufe aus der Zeit mit anderen Augen sehen. Der Grund: Wenn du glücklich bist, kaufst du wenig, bist du unglücklich, kaufst du viel. Dir fehlt jetzt etwas oder du hast zumindest das Gefühl. Warte mit dem Einkauf, bis du emotional stabilisiert bist.

11. Du gehst zum Friseur

Nicht wenige Frauen lassen sich nach einer Trennung erst mal die Haare abschneiden, um auch nach außen hin eine Veränderung des Lebens zu symbolisieren. Doch das Ergebnis ist meistens ernüchternd, wenn der neue Haarschnitt eben einfach nicht passt und auch von Freunden und Bekannten entsprechend negative Rückmeldungen dazu eingehen. Lass dich also nach einer Trennung nicht einfach so zu einem neuen Hair Styling hinreißen, was gar nicht deinem Typ entspricht.

12. Du rächst dich

Rache kann befreiend sein. Du bist verletzt und willst es ihm heimzahlen. Die Vorstellung, ihn leiden zu sehen, ist verführerisch. Mit deiner besten Freundin schmiedest du Rachepläne. Es ist okay, wenn du Rachefantasien hast. Diese Gefühle gehören zum Bewältigungsprozess. Aber du darfst diese Fantasien auf keinen Fall ausleben, weil du dir damit am Ende selbst schadest.

13. Du stürzt dich sofort in die nächste Beziehung

Nach einer Trennung musst du dir Zeit für dich nehmen. Du musst dein neues Leben als Single gestalten. Worauf hast du Lust? Welche Hobbys konntest du in der Zeit mit deinem Partner vielleicht nicht ausleben? Tue etwas für dich! Hab Spaß!

Gönne dir eine Pause, bevor du dich in die nächste Beziehung stürzt. Es ist okay, allein zu sein, auch wenn es am Anfang weh tut. Du nimmst sonst deine Altlasten mit in deine neue Beziehung. Das ist nicht nur unfair deinem neuen Partner gegenüber, sondern du belügst dich damit selbst.

 

Foto: Igor Ustynskyy / Getty Images

Jorge González: „Du bist gut so wie du bist!“

Jorge González

An einem ganz normalen Freitagnachmittag treffen wir Jorge González in einem fast ganz normalen Outfit. Es ist schon merkwürdig, wie wir unsere Mitmenschen in Vorurteilsschubladen stecken, wenn wir sehen, dass sich jemand anders kleidet oder einfach für uns anders wirkt. Ich muss zugeben, dass ich vor meinem Interview mit Jorge auch ein bestimmtes Bild vor Augen hatte, aber dann unglaublich begeistert war, welch intelligenter und toller Mensch vor mir sitzt. Das Gespräch war vertraut, faszinierend und unglaublich amüsant, da Jorge seine ganz eigene Sprache hat und er es trotzdem schafft, sich gewählt und sympathisch mitzuteilen. Seine Ansichten zur Modewelt und alles, was sich in der medialen Welt so abspielt, sollte meines Erachtens ein Leitfaden für alle sein.

Wir waren beide zur Präsentation von Opels neuem GRANDLAND X in Frankfurt, um uns einen Eindruck zu machen, was der neue SUV so alles kann. Am Ende des Tages war jedoch mein Highlight das Gespräch mit Jorge.
 


Ajouré: Wir sind heute in Frankfurt im Rahmen der neuen Präsentation von Opel und deshalb natürlich die Anfangsfrage von uns: Welchen Bezug hast du zur Marke Opel?

Jorge: Wir kooperieren mit Opel schon sehr lange. Angefangen haben wir mit dem Opel Insignia, den ich sehr interessant fand, obwohl ich ein Mensch bin, der ein Auto nur für die reine Mobilität benutzt. Ich habe mich nie besonders gut ausgekannt, was PS und all dies angeht. Anders als all die Menschen, die sich in dieser Materie gut auskennen. Aber seitdem Opel die Autos in der letzten Zeit so schön modernisiert hat, habe auch ich angefangen, mich damit zu beschäftigen. Immerhin ist es die Marke des deutschen Volkes. Zumindest sagen das immer so viele. Mir gefällt der neue Style von Opel sehr. Sowohl von außen, als auch das Interieur. Vor allem sind sie sehr geräumig und sportlich geworden, gepaart mit einem coolen Look. Opel sieht für mich nicht mehr aus wie ein „Opa-Auto“ – so wie früher einige Baureihen.

Ajouré: Ist dein Fahrstil genauso temperamentvoll wie deine Persönlichkeit?

Jorge: Nein, auf keinen Fall. Ich bin sehr temperamentvoll und voller Lebensfreude, aber was das Autofahren angeht, bin ich ein sehr vorsichtiger Mensch. Generell bin ich sehr familiär und freue mich immer, zu Hause zu sein. Ich bin durch meinen Job sehr viel unterwegs und dies oftmals mit dem Auto, und ich kann von mir behaupten, dass ich immer sehr vorsichtig und rücksichtsvoll fahre.
 

Jorge González für Opel
 

Ajouré: Nun mal weg vom Auto. Du hast ursprünglich Nuklearökologie studiert. Wie ist dir denn der Sprung in die Welt der Mode und ins Fernsehen gelungen? War das so geplant?

Jorge: Nein, im Gegenteil. Was ja viele gar nicht wissen ist, dass ich zusammen mit einem Partner vor über 20 Jahren eine Firma in Hamburg gegründet habe. Zunächst haben wir große Events und Shows produziert und später sind wir zum Künstlermanagement übergegangen. Heute haben wir dort einige deutsche Stars unter Vertrag. Wir haben ihre Karriere begleitet oder weiter ausgebaut, ich habe da im Hintergrund auch mitgewirkt. Vor gut acht Jahren hat dann meine eigene Karriere vor der Kamera begonnen, die auch von meiner Agentur unterstützt und begleitet wurde. In unserer Agentur Sundance sind z. B. Persönlichkeiten wie Tim Mälzer, Thomas Hayo, Jan Hahn, Alexander Herrmann unter Vertrag.

Mein Job war eher hinter den Kulissen mit dem Fokus auf Styling. Irgendwann bin ich durch einen Zufall entdeckt worden. Unser Geschäftsführer schlug mich der Produktion von „Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum“ für eine Sonderrolle als Catwalk-Trainer vor. Ich reichte meine Unterlagen ein, flog zu einem Gespräch nach München und eine Woche später saß ich schon im Flieger nach Los Angeles, um in Heidi Klums Show mitzumachen. Das war zwar alles nicht geplant, aber es war ein durchaus glücklicher Zufall und eine Chance, die ich genutzt habe. Und meine Passion für Mode, die ich schon immer hatte, hat mir neben vielen anderen Dingen sicherlich vor der Kamera geholfen, mich zu positionieren. Schon meine Großmutter und Mutter waren übrigens sehr modeaffin. Bereits damals konnten die beiden beobachten, wie ich mich immer mit der Kleidung, dem Schmuck und den Schuhen meiner Großmutter beschäftigte und mich damit stylte. Auch mein Vater ist ein sehr modebewusster Mann. Sogar heute, mit 96 Jahren, muss er alles perfekt und stylisch haben. Im Prinzip habe ich das Studium in der Tschechoslowakei damals nur gemacht, um ein bisschen Geld zu verdienen, um Kuba zu verlassen und um nach Europa zu kommen. Doch zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich irgendwann per Zufall in die Modewelt eintauche.

Ajouré: Könnte man aber trotzdem sagen, du hast schon, wenn du dich als Kind gestylt hast, irgendwo ein bisschen davon geträumt, dass es in diese Richtung gehen darf?

Jorge: Ich wollte als Kind immer auf der Bühne stehen. Aber als klassischer Tänzer. Ich lief schon mit vier Jahren wie eine kleine Ballerina durch die Gegend. Alles was ich im Fernsehen an Ballett sah, habe ich versucht zu imitieren. Ich hatte damals zwar die Chance, meinen Traum zu verwirklichen, aber mein Vater wollte das nicht. Bis heute tanze ich sehr gerne und ich habe auch keine Probleme damit, mich tanzend zu zeigen. Für mich macht das, seit ich ein kleines Kind war, bis heute noch sehr viel Spaß.
 

Jorge González im Interview
 

Ajouré: Wir von der AJOURE´ versuchen immer, von Menschen wie jetzt dir, die unglaublich viel mit Mode zu tun haben, unseren Lesern etwas mit auf den Weg zu geben und fragen deshalb unsere Interview-Partner: Was möchtest du allen Frauen mit auf den Weg geben?

Jorge: Es ist fast wie ein Motto von mir: „Du bist gut so wie du bist!“. Meine Großmutter war die einzige, die damals bemerkte, dass ich homosexuell bin. Sie hat nie darüber gesprochen. Sie schaute mich nur an und sagte: „Du bist gut so wie du bist!“.
Das war alles, was sie sagte – und kein einziges Wort mehr oder weniger. Seit diesem Moment habe ich angefangen, mich selbst zu akzeptieren wie ich bin. Damals als Kind hatte ich wegen meiner Größe und meinen Lippen Komplexe. Doch ab diesem Moment war alles für mich in Ordnung. Das erste, was ich in den Kursen meiner Chicas Walk Academy immer sage, ist: „Du musst jeden Morgen in den Spiegel schauen und dir sagen „Du bist gut so wie du bist!“. Wir können eh nichts anders machen. Es ist wie es ist. Deshalb akzeptiere dich so wie du bist. Egal ob groß, klein, dick oder dünn und lerne, daraus das Beste zu machen.

Ajouré: Was wir ja aber nicht so oft sehen in der Modewelt. Wir haben z. B. Germanys Next Topmodel, dort gibt es dann ein Mädchen, einen Rohdiamanten. Dieses Mädchen wird dann auf diese Art verändert, wie sie heute gewollt wird. Ist denn das legitim?

Jorge: Es gibt einen Unterschied zwischen einer normalen Frau und einem Model. Eine normale Frau kann und soll sein wie sie ist und sich für niemanden verändern. Ein Model allerdings muss gewisse Voraussetzungen erfüllen. Denn Model ist ein Job. Es ist Arbeit. Es ist vielleicht ähnlich wie bei einem Arzt. Er muss viele Jahre lang studieren und lernen, damit er Patienten behandeln darf. Ein Model muss auch ein Stück weit Flexibilität mitbringen. Sie braucht Qualitäten, die eben nicht alle Frauen haben. Viele können diesen Job nur ein paar Jahre machen. Ein paar wenige halten hier viele Jahre durch. Aber was wir von den Models sehen, ist keine Realität wie bei einer normalen Frau, sondern harte Arbeit. Modeln ist wirklich ein Job, der dir alles abverlangt.

Ajouré: Also sagst du: Privat sei wie du bist?

Jorge: Genau. Privat sei wie du bist, aber im Job musst du dich beweisen. Egal ob als Journalist, Grafiker, Designer, Sportler oder Entertainer. Du willst ein guter Sportler sein? Dann trainiere jeden Tag mindestens acht Stunden. Du musst leiden, damit du besser wirst als andere. Und hier kritisiert auch niemand den Sportler oder den Tänzer, der immer und immer wieder die Choreographien übt. Aber ein Model steht immer im Scheinwerferlicht und transportiert all die harte Arbeit und die Qualen nach außen. Ein Tänzer übt für sich alleine. Ich sage immer: „Hey, sie ist nur ein Model. Sie ist nicht besser oder schlechter als du. Sie macht nur einen Job, und sie ist auch nicht hübscher als du.“ Das Schönheitsideal wechselt auf diesem Planeten von Kontinent zu Kontinent. In Kuba zum Beispiel haben dünne Models keine Chance, die Chicas müssen etwas auf den Hüften haben. Ich war einmal mit meinem Vater bei einer Modenschau zur Fashion Week in Berlin. Die Models liefen und liefen und irgendwann fragt mein Vater, wann denn die Models kämen und ich sagte nur: „Papa, das waren die Models.“ Jeder hat ein anderes Schönheitsideal und das ist gut so. Gerade heute höre ich oft, wie Mädchen andere Mädchen auf Instagram bewundern und sagen: „Wow, ist die hübsch!“ Viele wissen vielleicht gar nicht, dass sie Unmengen an Make-up im Gesicht haben, zahllose Filter und eine Photoshop-Bearbeitung am Ende. Das ist unsere mediale Welt von heute.

 
Jorge González auf dem roten Teppich

 

Ajouré: Schweres Thema. Jetzt werden wir bisschen lockerer. Was sind deine höchsten High-Heels?

Jorge: Ähm, 24.

Ajouré: 24?! (staunt)

Jorge: 24 Zentimeter.

Ajouré: Lacht.

Jorge: 24.

Ajouré: Jetzt machst du ja alles auf hohen Schuhen.

Jorge: Ja.

Ajouré: Alles?

Jorge: Ich meine, in meinem Job ja.

Ajouré: Daher jetzt die Frage: Gibt es denn noch etwas, wo du immer die High-Heels ausziehst? Zum Beispiel beim Autofahren? (beide lachen)

Jorge: Ja, beim Fahren finde ich es zu gefährlich. Das wäre ja Selbstmord, High Heels beim Autofahren, das geht einfach nicht.

Ajouré: Also im Job immer und privat?

Jorge: Turnschuhe, Cowboy-Boots, Biker-Boy-Boots, aber kaum High-Heels. Sie sind meine Arbeitsinstrumente.

Ajouré: Vielen Dank für das lustige Interview. Ich hoffe, du konntest etwas dabei essen.

Jorge: (lacht) Ja danke. Ich befürchte, du wirst mein Schmatzen auf dem Tonband hören.
 

Das Interview wurde geführt von Tobias Bojko.

 

Fotos: Markus Nass, Thorsten Weigl, Franziska Krug / Kontributor / Getty Images

So kannst du Gummistiefel stylisch kombinieren

Gummistiefel kombinieren

Vom Matsch über den Laufsteg hinein in unseren Schuhschrank. So oder so ähnlich könnten wir den modischen Weg der guten, alten Gummistiefel beschreiben. Gut sind sie noch immer: Sie schützen vor Regen, halten die Füße warm und sind im Nu wieder glänzend sauber. Alt jedoch ist lediglich ihr Ruf als Schlechtwetter-Schuhe. Längst haben es die frechen Treter in die Herzen der Fashionistas von heute geschafft. Die Gummistiefel sind in der kalten und nassen Jahreszeit einfach eine echte stylische Wunderwaffe!

Für jede Facette der richtige Stiefel

Du magst es bunt und auffällig? Pünktchen, Karos und Animal-Prints machen deinen Look erst perfekt? Oder bist du eher der glamouröse, etwas rockige Typ? Den Gummistiefeln ist das egal. Seit sie ihren Weg auf die Laufstege der Welt und somit in die Modehäuser der großen Marken geschafft haben, gibt es die einst reinen Schlechtwetter-Schuhe auch für den kleineren Geldbeutel in jeglichen Variationen: Ob knöchelhohe Stiefelette, kniehoher Stiefel oder gar als Ballerina; ob Reißverschluss, Schnüre oder zum einfachen Reinschlüpfen; in flach, mit Absatz oder einer auffällig strukturierten Gummisohle. Die große Designvielfalt der Trendschuhe passen zu jedem Stil, von lässigem Boho hin zum Rock Chic.

Wenn du dich zum ersten Mal an die raffinierten Stiefel ranwagst, dann machst du mit der klassischen, alltagstauglichen Variante in Schwarz und Braun garantiert nichts falsch.

Welcher Stiefel passt zu meinem Look?

Gummistiefel sind nicht nur funktional, sondern auch stylisch und variabel. Dennoch solltest du bei der Wahl und Kombination ein paar Kleinigkeiten beachten, damit der Gang im Trend-Stiefel keinen Fehltritt erlaubt. Ganz grundsätzlich sollte die Form der Schuhe immer auf deinen gesamten Look abgestimmt sein: Solche mit einem hohen und schmalen Schaft passen perfekt zu ebenso schmalen Hosen wie Leggings, Skinny Jeans oder Röhrenjeans. Eng anliegend verschwinden sie im Schaft des Stiefels und diese Kombination zaubert eine besonders schlanke Beinsilhouette. Eher weiter ausgestellte oder gerade geschnittene Hosen – wie beispielsweise eine Culotte – lassen sich besonders gut zu Gummistiefeln tragen, die knöchelhoch sind und einen weiten Schaft haben – ähnlich wie Stiefeletten.

Zu Röcken, Kleidern oder Shorts passen im Grunde alle Variationen der modischen Treter. Allerdings solltest du beachten, dass zwischen dem Schaft der Stiefel und deinem Rock oder der Hose immer noch ein wenig Bein zu sehen ist. So vermeidest du, dass die Kombination stauchend wirkt und sich weniger vorteilhaft auf deine Figur auswirkt. Achtung: Zum modischen No-go werden Gummistiefel, egal wie elegant, unter dem Etui- oder Abendkleid.

Stoffsicher?

Auch bei der Wahl eines bestimmten Stoffs für den Gesamtlook muss man sich keine Gedanken bei dem stylischen Schuhwerk aus Gummi machen: Mit einer Lederjacke kombiniert wird dein Outfit rockig und zugleich lässig. Klassische Mäntel, ob Parker oder Trenchcoat, verleihen euch gemeinsam mit dem Gummistiefel die gewisse britische Mode-Note. Und an kalten Tagen ist der Zwiebel-Look mit Strick-Cardigan oder Oversize-Pullover nicht nur praktisch, sondern mit den frechen Tretern am Fuß alles andere als langweilig. Dabei kannst du beim Oberteil natürlich ebenso mit Mustern und Farben spielen: Ob Color-Blocking zum klassischen Stiefel in Schwarz oder bunte Prints überall – deiner modischen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Auch nicht bei den Accessoires. Wie wäre es also mit einem schicken Hut Ton in Ton mit deinen neuen Stiefeln? Wir sagen: Nur Mut!

Weitere Tipps und Trends

  1. Kombination mit Jeans: Gummistiefel lassen sich hervorragend mit engen Jeans kombinieren. Dieser Look ist praktisch und chic zugleich. Besonders gut passen dazu Oversize-Strickpullover oder lange Mäntel.
  2. Sportlich und Casual: Für einen sportlichen Look kannst du Gummistiefel mit Jogginghosen oder Leggings tragen. Ergänze das Outfit mit einem lässigen Hoodie und einer Cap.
  3. Glamourös und Elegant: Wenn du es eleganter magst, kombiniere deine Gummistiefel mit einem schicken Mantel und edlen Accessoires. Ein Seidenschal oder eine schicke Handtasche runden den Look ab.
  4. Festival-Look: Gummistiefel sind der perfekte Begleiter für Festivals. Kombiniere sie mit Shorts, einem bunten Top und auffälligen Accessoires wie Blumenkränzen oder großen Sonnenbrillen.

Mit diesen Tipps und Ideen kannst du deine Gummistiefel nicht nur praktisch, sondern auch stilvoll in Szene setzen. Also, raus aus den alten Denkmustern und rein in die modischen Gummistiefel-Abenteuer!

Foto: rh2010 / stock.adobe.com

Die 10 größten Verschwörungstheorien der Weltgeschichte

Die 10 größten Verschwörungstheorien der Weltgeschichte

Immer wieder gibt es Ereignisse und Entwicklungen, die einen erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft haben. Kriege sind nur die höchste Form der Bedrohung für Stabilität, aber auch Entwicklungen in der Technik, Phänomene der Natur und Krankheiten werden als starke Veränderung wahrgenommen. Rund um die einprägsamsten Geschehnisse des 20. und 21. Jahrhunderts ranken sich weltweit eine Vielzahl von Verschwörungstheorien. Von unterschiedlich vielen Leuten geglaubt und geteilt, hat sich um manche von ihnen ein ganz eigener Hype entwickelt.
 

1. Die Mondlandung – waren wir wirklich auf dem Mond?

Mondlandung

Kaum ein Ereignis war so einschneidend für die Menschheit wie die Landung auf dem Mond am 21. Juli 1969 durch die Amerikaner. Was als ein Wettbewerb zwischen den beiden Großmächten USA und der Sowjetunion begann, endete mit der wohl größten technischen Leistung der Menschheit. Allerdings glauben nicht alle Menschen, dass tatsächlich jemand von unserer Spezies dort gelandet ist. Die Vorwürfe einer Fälschung bestehen bereits seit der Übertragung im Fernsehen. Dabei berufen sich die Theoretiker auf fehlende Schatten, Sterne oder falsches Licht und behaupten, die Fernsehbilder wären in einem Studio gedreht worden. Dass es viele Beweise – von Mitbringseln über die Mitwirkung von beinahe 100.000 Mitarbeitern – für die Landung gibt, wird dabei ignoriert.

 

2. Wer hat John F. Kennedy ermordet?

John F. Kennedy

Der amerikanische Präsident John F. Kennedy trat als ein Reformer der Gesellschaft in den Vereinigten Staaten an. Aus reichem Hause stammend, schickten er und sein Bruder Robert sich an, nicht nur den Kalten Krieg mit der Sowjetunion zu verändern, sondern auch gesellschaftliche Änderungen herbeizuführen. In den Augen der Verschwörungstheoretiker war das ausreichend, dass Kräfte innerhalb der USA seinen Tod wünschten. Die Theorien sind zahlreich: Von der Behauptung, Lee Harvey Oswald hätte nicht alleine gehandelt, bis hin zu der Theorie, die Sowjetunion, die CIA oder gar die Mafia hätten ihn töten lassen, sind diverse Ableger vertreten.

 

3. War der 11. September ein „Inside-Job“?

11. September

Auch für die jüngere Generation war der 11. September 2001 wohl eines der einschneidenden Erlebnisse in der Gesellschaft. Die Folgen waren Kriege, ein beständiges Wachstum des Terrorismus und Veränderungen bei Reisen und Sicherheit. Nach der Aussage vieler Verschwörungstheoretiker waren es aber nicht Terroristen, die die Twin Towers zerstört haben. Vielmehr waren es gezielte Sprengungen der Regierung. Sie sollen auf diese Weise einen Vorwand für die Kriege in Afghanistan und dem Irak und somit den Zugang zu begehrten Ölquellen gefunden haben. Auch die Überwachungs-Gesetzgebung wird gerne als Grund genommen, warum die Regierung hinter dem Attentat mit über 3000 Toten steckt.

 

4. Ist HIV ein künstlich geschaffener Virus?

HIV

Rund um Aids, oder eher den HI-Virus, ranken sich verschiedenste Theorien, die vor allem mit seiner Entstehung zu tun haben. Eine der am meisten verbreiteten Aussagen ist, dass die Amerikaner den Virus in einem Labor geschaffen haben, um die unerwünschte Bevölkerungsgruppe der Homosexuellen zu dezimieren. Auch Vertreter der Kirche haben mit Aussagen über den nicht vorhandenen Schutz von Kondomen dazu beigetragen, dass besonders in Afrika noch immer behauptet wird, dass HIV eigentlich gar keine echte Krankheit ist.

 

5. Warum musste Lady Diana sterben? Ist sie überhaupt tot?

Lady Diana

Der Tod der Prinzessin der Herzen hat viele Menschen auf der gesamten Welt bewegt. Da ist es beinahe selbstverständlich, dass auch rund um ihren Tod Verschwörungstheorien entstanden sind. Diese sind vielfältig: Zum einen geht es beispielsweise darum, wer für den Tod verantwortlich ist. Hat etwa das Königshaus, das im Streit mit der ehemaligen Prinzessin lag, für ihren Tod gesorgt? Oder gar die Blumenindustrie? Besonders beliebt ist auch die Annahme, dass sie überhaupt nicht gestorben ist. In dieser Theorie soll der Unfall nur inszeniert gewesen sein, damit sie ein Leben außerhalb des Rampenlichts führen kann. Beinahe würde man ihr gönnen, dass diese Theorie stimmt.

 

6. Was läuft mit der Area 51 und den UFOs?

Area 51 und UFOs

Verschwörungstheorien rund um außerirdisches Leben sind die Klassiker der Branche. Schon immer wird behauptet, dass in geheimen Kreisen Kontakt zu Lebensformen aus anderen Galaxien bestand – und besteht. Einen wichtigen Kern in diesen Theorien nimmt die Area 51 ein. Hier sollen nicht nur die abgestürzten UFOs von Roswell aufbewahrt werden, sondern gar Experimente an außerirdischen Körpern vorgenommen worden sein. Es gibt inzwischen sogar Verschwörungstheorien über die Verschwörer: Angeblich hat die Regierung die Verschwörer beauftragt, um davon abzulenken, dass die UFOs eigentlich an einem ganz anderen Ort aufbewahrt werden.

 

7. Wer kontrolliert die Welt? Freimaurer oder Illuminaten?

Freimaurer oder Illuminaten

Die neue Weltordnung unter den Freimaurern und Illuminaten ist so etwas wie die historische Verschwörungstheorie. Schon immer haben die Menschen geglaubt, dass höhere Mächte ihre Geschicke steuern und nicht etwa die gewählten Regierungen oder Könige. Augen auf Dollarzeichen, Anordnungen und Bauweisen bestimmter Gebäude und der Kult der Freimaurer selbst haben diese Theorien im Laufe der Jahrhunderte befeuert.

 

8. Kornkreise – gibt es doch Kontakte zu Außerirdischen?

Kornkreise

Auch bei den Kornkreisen, also den kreisrunden Aushöhlungen in Maisfeldern, soll es sich um ein Zeichen für den Kontakt mit Außerirdischen handeln. Diese sollen angeblich auf diese Weise die Erde für eine bevorstehende Landung markieren. Aufgegriffen wurde diese Theorie zum Beispiel im Film „Signs – Zeichen“ mit Mel Gibson. Tatsächlich ist aber wahrscheinlicher, dass sie von Menschenhand geschaffen wurden, um die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu ziehen.

 

9. Warum verschwinden Schiffe und Flugzeuge im Bermudadreieck?

Bermudadreieck

Im Laufe der Jahre sind im Bermudadreieck Schiffe und ganze Flugzeugstaffeln auf unerklärte Weise verschwunden. Tatsächlich gibt es bis heute wenige handfeste Erklärungen für diese Phänomene. Ob es aber tatsächlich das Tor in eine andere Dimension ist, darf weiterhin in Frage gestellt werden. Es ist aber durchaus möglich, dass es sich um einen Fleck der Erde mit magnetischen Anomalien handelt, der besonders bei den früheren Versionen von Flugzeugen zu Problemen mit der Technik und somit zu Abstürzen geführt hat.

 

10. Fehlen der Menschheit 300 erfundene Jahre?

300 erfundene Jahre

Zwischen den Jahren 614 und 911 ist überhaupt nichts passiert, weil diese Jahre nie existiert haben. So zumindest die Meinung der Verschwörungstheoretiker. Geht es nach ihnen, hat die europäische Geschichtsschreibung diese Jahre erfunden. Angeblich sollte auf diese Weise die Tradition der katholischen Kirche länger sein als jene des Islam, weswegen die Theorie besonders in Ländern des Nahen Ostens beliebt ist.

 

Fotos: NASA – , Gemeinfrei, Link, CC0 Creative Commons; Pojbic, Jorisvo, Lightguard, homeworks255, Andrew Brookes, Jose A. Bernat Bacete, Donyns, Jesse Vega /

The L.A. Diaries: In San Francisco mit PicsArt

In San Francisco mit PicsArt

Vor kurzem hat mich die neue App PicsArt nach San Francisco eingeladen. Ich habe es noch immer nicht geschafft, diesen Trip mit dem Auto zu machen. Ab Malibu kann man an der PCH (Pacific Coast Highway) direkt bis nach San Francisco fahren. Letztes Mal bin ich im Big Sur hängen geblieben und hatte nach vier Stunden Autofahrt genug.

Vom LAX Flughafen aus kann man aber locker einen Tagestrip nach San Francisco machen. Für mich war es das erste Mal in der Stadt, die für ihre Technologie, Silicon Valley und Internet bekannt ist. Es hatte etwas von einer Großstadt, aber die Hügel und süßen Häuser garantieren einen entspannten Vibe.

Passenderweise entdecke ich genau das, wofür SanFran bekannt ist: eine App. Und zwar eine, die bereits 100 Millionen Nutzer hat. Ich kannte sie vorher nicht, was nichts heißt, denn ich bin zwar auf Facebook und Instagram, aber Snapchat war mir dann doch zu viel. Die nächste Social App ist für die kreative Community und eine Art Photo Editor, ähnlich wie Photoshop fürs Phone. Mit Effekten wie Diamond, Mirror, Magic und verschieden Hintergründen kann man Stunden damit verbringen, aus seinen Fotos Kunstwerke, Kollagen oder Zeichnungen zu machen.

Models wie Izabel Goulart, Doutzen Kroes und Natalia Vodianova waren da schneller und haben PicsArt Remixes auf ihren Instragram-Profilen gepostet. Natalia ist auch Head of Aspiration bei PicsArt und nutzt die Kreativität der Community für Aktionen, um ihre Charities wie die Naked Heart Foundation oder ihre Fund Fair, die sie für Halloween gemacht hat. Auch die Band von Jared Leto “Thirty Seconds to Mars” hat sich das neue Album-Cover remixen lassen.
 

Bei PicsArt sind aber nicht nur Künstler oder Grafiker, sondern jeder kann hier kreativ werden. Der Gründer der App Hovhannes Avoyan erzählt mir, dass er das Start-up gegründet hat, um seine kleine Tochter dazu zu bringen, etwas Künstlerisches zu machen. Er selbst wuchs im Kommunismus in der ehemaligen Sowjetunion auf. Dort lebte er mehrere Jahre ohne Elektrizität oder Heizung, hatte nicht genug zu Essen und täglich Stress. Auf der anderen Seite hat es seinen Charakter gestärkt, und er ist jetzt mehr als genug gewappnet für die Aufs und Abs der Start-up-Welt.

Ich werde es ebenfalls versuchen, aber vor allem für meine Videos wäre es super, ein paar Animationen einbauen zu können. Vielleicht ist es die Zukunft, dass man nicht nur online Bilder teilt, sondern sich auch online von Hobby-Kreativen helfen lässt. Mal sehen, wer die erste PicsArt-Werbung machen wird.

Auf jeden Fall habe ich jetzt den perfekten Eindruck von San Francisco, nächstes Mal muss ich aber den Road Trip von LA aus machen. Auf dem Weg kann man nämlich die besten Bilder schießen. Online funktioniert für mich immer noch am besten offline.

 

Picsart Logo
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Katharina Kowalewski

Katharina Baron Kowalewski

Unsere L.A.-Kolumnistin und Schauspielerin Katharina Baron Kowalewski
findest du auch auf Instagram: @katharina.baron

 

Fotos: PicsArt; Instagram; Katharina Baron Kowalewski

Christoph Letkowski über seine Rolle in DIE VIERHÄNDIGE

Christoph Letkowski über seine Rolle in DIE VIERHÄNDIGE Share 0 Tweet Share 0 Pin 0 Email Christoph Letkowski über seine Rolle in DIE VIERHÄNDIGE

Am 30.11.2017 fällt hierzulande der Startschuss für den fesselnden Film „Die Vierhändige“, in dem Christoph Letkowski die männliche Hauptrolle spielt. Ein Film, der bereits beim Filmfest München für den „Förderpreis Neues Deutsches Kino“ nominiert wurde. Vor dem Kinostart konnten wir mit dem ambitionierten Schauspieler über die Dreharbeiten und seine weiteren vielversprechenden Projekte sprechen.
 

Wir durften bereits einen Einblick in den Film haben und waren gefesselt und teilweise schockiert, denn du und deine Schauspiel-Kolleginnen und -Kollegen haben ganze Arbeit geleistet. Wie sehr hat dich diese unter die Haut gehende Story noch persönlich verfolgt, nachdem alle Szenen im Kasten waren?

Ja, die beiden weiblichen Hauptdarstellerinnen Friederike Becht und Frida Lovisa Hamann haben wirklich ganze Arbeit geleistet. Das Drehbuch erschien mir beim ersten Lesen sehr ambitioniert und ich war überglücklich, dass Regisseur Oliver Kienle einen noch besseren Film daraus gemacht hat. Alles, was in den Szenen brutal und verstörend wirkt, ist jedoch eine Sache, die im Schnitt kreiert wird. Letztlich war die Arbeit am Set sehr familiär und leichtfüßig. Und ja, das sieht man dem fertigen Film sicherlich nicht so an. Alles richtig gemacht, würde ich sagen.

Wir kennen dich aus Filmen wie „Feuchtgebiete“ und „Chaostage – We are punks“, sowie Serien wie „Tatort“ und „Nachtschicht“. Würdest du sagen, dass „Die Vierhändige“ eine der emotional heftigsten Filme war, in denen du bist jetzt mitgespielt hast?

Ich halte „Die Vierhändige“ tatsächlich für einen der besten Filme, in denen ich mitwirken durfte. Es ist ein untypischer deutscher Film, an diese Art von Stoff traut sich hierzulande kaum jemand heran. Umso schöner ist es, dass ich dabei sein durfte.
 


 

Der Regisseur des Films, Oliver Kienle, zählt zu den ganz großen deutschen Filmtalenten. Sowohl von der Story, als auch von der Auswahl der Charaktere und die sehr starken Kinobilder zeigen, dass wir es hier mit einem großartigen, internationalen Niveau zu tun haben. Dies ist ja nicht zwingend selbstverständlich und sicherlich auch eine tolle Herausforderung für dich als Schauspieler. Inwiefern macht sich diese Professionalität und dieses Talent von Oliver Kienle beim Dreh für dich bemerkbar?

Oliver hat stets jede Situation im Blick und im Griff. Er hat von jedem Departement Ahnung, aber überall jemanden, der besser ist als er. Das zeichnet ihn und einen guten Filmemacher in meinen Augen aus. Angenehm ist auch, dass wir im gleichen Alter sind, ähnliche Ansichten, Prägungen und Einflüsse haben. Das macht die Arbeit natürlich umso schöner. Ich glaube, von ihm werden wir noch viel Großes zu sehen bekommen.

Was ist deine persönlich liebste Art von Filmen, in denen du mitgespielt hast oder gerne mitspielen möchtest? Ein Genre wie „Die Vierhändige“ oder „Feuchtgebiete“ oder liegt dein Hauptaugenmerk auf Serien im deutschen Fernsehen wie „Tatort“ und „Nachtschicht“ (ZDF), bei welcher du ja seit 2012 fester Bestandteil des Ermittlerteams bist?

Zum Glück kann und muss ich mich bei meinem Job nicht festlegen. Ich bin dankbar, auf diese Art überhaupt arbeiten zu dürfen. Letztlich sind es immer die Drehbücher und Menschen, die mich bei einer gemeinsamen Arbeit begeistern dürfen. Und solange ich mich begeistern lasse, arbeite ich gern und unterschiedlich.

 

Die Vierhändige
Christoph Letkowski in DIE VIERHÄNDIGE
 

Du scheinst ein Allround-Talent zu sein. Was du machst, wird erfolgreich. Du bist neben deiner erfolgreichen schauspielerischen Karriere auch noch Musiker. Doch nicht nur das. Du und Musiker Ilker Aydin gründeten 2013 die Band „Von Eden“. Neben einigen bekannten Titeln schaffte es euer Album im August 2017 für eine Woche zum „Album der Woche“ im Radioprogramm von Bremen Eins. Im September/Oktober wart ihr auch noch auf Deutschlandtournee. Wie schaffst du es, alles unter einen Hut zu bringen und dabei immer eine perfekte Leistung abzurufen?

Alles braucht bekanntermaßen seine Zeit. Und wenn es soweit ist, muss man Prioritäten setzen können. Für „Von Eden“ trete ich zum Beispiel drehtechnisch etwas kürzer. Die Frage nach Erfolg darf man dabei nicht stellen. Ich versuche als Schauspieler und Musiker gleichermaßen relevant, beziehungsweise glaubhaft zu sein. Und solange wir es miteinander aushalten und es Leute gibt, die sich für unsere Musik oder meine Filme interessieren, bleibe ich gern in diesem Spagat. Spannend ist und bleibt es allemal.

2010 warst du für den Günter-Streck-Fernsehpreis in der Rolle des Richie in „Parkour“ und 2011 für den Förderpreis Deutscher Film in „Unten Mitte Kinn“ nominiert. Spornen dich diese Auszeichnungen noch mehr an besser werden zu wollen oder sind diese Nominierungen für dich nur der Punkt auf dem „i“?

Preise sind mir egal.

Worin liegt mehr deiner Leidenschaft? Theater und Film oder Singen und Tourleben? Oder kann man das am Ende so einfach gar nicht wirklich beantworten?

Ich bin froh, sehr früh von meinen Eltern unterstützt worden zu sein. Das Glück kam auf all meinen Wegen auch immer dazu und brachte mich wohl auch ein bisschen in besondere Situationen. Solange ich jeden dieser Wege mit Menschen teilen kann, die mir am Herz liegen, möchte ich mich nicht entscheiden müssen. Wichtig dabei ist eigentlich nur, dass ich den Spaß nicht verliere. Und solange das so ist, mache ich einfach weiter wie bisher.

Auf was dürfen wir uns in naher Zukunft von dir freuen? Darfst du über neue Filme sprechen, neue Alben oder hast du vielleicht noch etwas ganz Anderes im Auge?

Wir basteln derzeit an einer neuen Tour für 2018 und gerade habe ich die Dreharbeiten zu einem historischen ZDF-Dreiteiler beendet, der vielleicht schon 2018 ins TV kommt.

 

 

Fotos: Camino Filmverleih, Komono Uhren

Warum Grünkohl das wahre Superfood ist

Warum Grünkohl das wahre Superfood ist

Du liest aktuell von ganz vielen neuen Superfoods, die alles ineinander vereinen, was gesund ist. Dabei stößt du sicher auch auf ganz viele Sorten an Obst und Gemüse, die du noch nie gehört hast. Wir zeigen dir ein Superfood, das den Namen wirklich verdient hat, und vor allem, das du garantiert kennst: Der Grünkohl.

Die Probleme des Superfoods

Superfood ist vor allem eins: Teuer. Dadurch, dass es bis jetzt wenig bekannt und somit wenig vermarktet ist, muss es teuer eingekauft werden. Wird es bekannt, steigt der Preis automatisch, da die Nachfrage steigt. Das zweite Problem ist die Ökobilanz des meisten Superfoods. Lassen wir die Wirkung beiseite, werden die Früchte, Samen und Keime über tausende Kilometer transportiert, um bei uns auf dem Teller zu landen. Oft müssen neue Anbauflächen geschaffen und dafür Regenwald abgeholzt werden. Zudem sind die Produkte oft mit Schadstoffen belastet, da sie den langen Transport überstehen müssen und in den Anbauländern nicht so strenge Regeln wie in Europa gelten.

 

Jetzt kommt der Grünkohl!

Der Grünkohl ist in Deutschland heimisch und hat damit eine gute Ökobilanz. Zudem ist er günstig und Bioware frei von Schadstoffen. Grünkohl kennen die meisten nur als Kohlgemüse im Winter oder aus dem Geschichtsunterricht als absolutes Notessen. Diesen Ruf hat der Grünkohl allerdings nicht verdient, denn in ihm steckt wesentlich mehr! Er kann getrost als Superfood bezeichnet werden und durch die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten wird er auch geschmacklich nicht langweilig.

Er kann gekocht, blanchiert oder auch roh gegessen werden. Neue Kombinationen mit Curry, Kokosmilch und Ingwer geben ihm eine neue Note. Natürlich findet sich Grünkohl auch gerne im Smoothie wieder. Super an diesem Superfood ist zudem, dass du ihn selbst im Garten anbauen kannst.

 

Grünkohl als Trend in den USA

Bei uns noch schmerzlich vernachlässigt, ist der Grünkohl, dort Kale genannt, der neue Trend auf den Tellern. Besonders in New York trifft man ihn mittlerweile in den angesagtesten Restaurants. Durch seine Vitamine, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe dient er vor allem Vegetariern und Veganern als wichtiger Nährstofflieferant.

 

Sehr gute Gründe, Grünkohl zu essen

Was normalerweise im Fleisch enthalten ist, hat auch der Grünkohl in sich: Eisen und Omega-Fettsäuren. So können Vegetarier und Veganer diese wichtigen Nährstoffe ohne Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen. Dazu kommen Vitamin A, C und K und Kalium, Mangan, Kupfer und Calcium. Sie kommen auf die gleichen Werte, die auch im Fleisch enthalten sind.

Grünkohl ist zudem kalorienarm. 100 g enthalten nur 40 kcal. Dabei sind 0,9 g Fett und 3 g Eiweiß enthalten.

Das enthaltene Vitamin K dient der besseren Aufnahme von Calcium. Dabei werden die Knochen und Zähne gestärkt, da Calcium die Knochendichte erhöht. Das beugt auch Krankheiten wie Arthrose vor. Schon eine Tasse Grünkohl hat das fast siebenfache an Vitamin K als an Tagesdosis empfohlen ist. Aber keine Angst, das überflüssige Vitamin wird einfach ausgeschieden.

Das enthaltene Vitamin A und Vitamin C ist ein wahres Schönheitsmittel. Die Haare glänzen und das Hautbild wird durch das vermehrte Collagen besser. Lange hieß es, dass Spinat viel Vitamin C enthält. Grünkohl hat jedoch zehnmal mehr! Wichtig ist dies besonders im Winter, da dadurch das Immunsystem gestärkt wird.

Auch Kalium ist im Grünkohl massig vorhanden. Somit wird das Risiko von Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems reduziert. Die Muskelmasse und Knochendichte wird aufrechterhalten, und auch die Entstehung von Nierensteinen und Bluthochdruck wird durch Kalium gehemmt.

Gemüse enthält immer viele Ballaststoffe. So auch Grünkohl. Durch den zusätzlich hohen Gehalt an Wasser wird die Verdauung angeregt und Problemen im Magen-Darm-Bereich vorgebeugt. Leidest du an Verstopfung, löst Grünkohl dies auch. Zudem wirken Ballaststoffe positiv auf die Blutfettwerte und den Blutzuckerspiegel. Das ist vor allem bei Diabetikern und Menschen mit einem hohen Cholesterinspiegel wichtig.

Chlorophyll reinigt das Blut und fördert die Bildung. Durch die antioxidantische Wirkung sollen Krebszellen vom Wachstum angehalten werden.

 

Wie gehe ich mit Grünkohl um?

Im Norden Deutschlands gibt es Grünkohl von November bis März direkt auf dem Markt. Bitte achte beim Kauf darauf, Bioqualität zu nehmen, da er dann nicht mit Pestiziden belastet ist. Die Blätter dürfen nicht welk oder gelblich sein. Sie müssen grün und knackig aussehen. Am besten wird der Kohl am gleichen Tag noch verarbeitet. Im Kühlschrank hält sich das Gemüse noch bis zu vier Tage.

Bei der Zubereitung werden erst alle welken und braunen Blätter entfernt. Auch lange Stiele kommen weg. Dann wird der Kohl gewaschen. Bitte jedoch erst kurz vor der Verwendung, damit er nicht welk wird und Nährstoffe verliert. Das Kochen schadet dem Grünkohl. So gehen leider einige Stoffe verloren. Am besten blanchierst du den Kohl deswegen nur oder isst ihn roh im Salat.

 

Ein Rezepttipp zum Nachmachen:
Grünkohl mit Süßkartoffeln (vegan)

 

Grünkohl mit Süßkartoffeln
Ein Klassiker in der Küche ist Grünkohl mit Kartoffeln. Dieses Gericht wird vegan und für vier Personen zubereitet. Dazu brauchst du:

700 g Grünkohl
600 g Süßkartoffeln
350 g Zwiebeln
350 g Räuchertofu (je nach Geschmack)
250 ml Wasser
2 EL Gemüsebrühe
50 g Pflanzenfett
Salz und Pfeffer
4 EL Pinienkerne

Würfle zunächst die Zwiebeln und schwitze sie im Pflanzenfett an. Gib den Grünkohl hinzu und dünste ihn leicht mit. Anschließend füllst den Topf mit Wasser und Gemüsebrühe auf und lässt ihn leicht köcheln.
Schäle und würfle in der Zwischenzeit die Süßkartoffeln und lasse sie in kaltem Wasser ruhen. Je nach Geschmack kannst du dazu Räuchertofu würfeln und kross anbraten.

Nach 45 Minuten werden die Süßkartoffeln für 20 Minuten zum Grünkohl hinzugegeben. Danach kommt der Tofu für nochmals 15 Minuten hinzu. Nun schmeckst du alles mit Salz und Pfeffer ab.

Röste die Pinienkerne ohne Fett kurz an, bis sie eine schöne Farbe haben und streue sie über das fertige Gericht.

Guten Appetit!

 

Buchtipp:

Fotos:Westend61; lenazap / Getty Images

15 Dinge, die wir leider nicht in der Schule gelernt haben

15 Dinge, die wir leider nicht in der Schule gelernt haben

Wir lernen fürs Leben, nicht für die Schule – diesen Spruch haben uns Lehrer bei jeder Gelegenheit vorgebetet. Ob sie es wohl selbst geglaubt haben? Kaum vorstellbar. Denn mit ein paar Jahren mehr an Lebenserfahrung auf dem Buckel haben wir längst feststellen müssen: In vielerlei Hinsicht hat uns die Schule ganz und gar nicht aufs Leben vorbereitet.

Klar können wir uns alle wirklich glücklich schätzen, dass wir eine gute Bildung in einem Land mit einem funktionierenden Schulsystem bekommen haben. Nur: Ein bisschen mehr Ausblick auf die Lebensrealität würde uns heute in manchen Situationen vermutlich mehr bringen als der Satz des Pythagoras, das Periodensystem oder rhetorische Mittel.

 

1. Nein sagen

Wir sind in der Schule dazu erzogen worden, das zu tun, was man von uns erwartet. Was hätte es uns auch gebracht, „Nein“ zu sagen? „Nein, ich will meine Hausaufgaben nicht machen“, „Nein, ich hab jetzt keine Lust auf Mathe“ – damit hätten wir uns nur ins eigene Fleisch geschnitten. Dafür spüren wir heute die Konsequenzen unserer Ja-Sager-Schuljahre: Beruflich wie privat fällt es uns schwer, Aufgaben und Bitten abzulehnen.

 

2. Nicht alles so schwer nehmen

Eine 5! Was für eine Tragödie! Wie wirkt sich das wohl auf das nächste Zeugnis aus? Was sagen die Eltern dazu? Und sind Oma und Opa nicht mehr stolz auf mich? Diese Gedanken hat wohl wirklich jeder Schüler mal gehabt. Eine schlechte Note, Streit mit der besten Freundin oder ein Eintrag ins Klassenbuch bedeutete immer gleich den Weltuntergang. Was wir damals nicht wussten: In der harten Realität der Erwachsenen begegnen uns niederschmetternde Situationen Tag für Tag. Was hilft? Sich nicht immer alles gleich so zu Herzen nehmen.

 

3. Unseren Wert nicht von Leistung abhängig machen

Gute Schüler waren die mit den guten Noten und auf der Schule hat sie das manchmal sogar zu besseren Menschen gemacht. Bewundert, von den Lehrern bevorzugt und oft auch beneidet. Aber wir stoßen eben alle mal an unsere Grenzen. Und das ist normal und gut so. Wir sollten nicht gleich an uns zweifeln, nur wenn uns mal etwas nicht so gelingt, wie wir es uns vorgestellt haben oder andere es von uns erwarten.

 

4. Steuererklärung und Co.

So wirklich auf das praktische Leben hat uns die Schule nicht vorbereitet. Sicher wäre es hilfreich gewesen, in 13 Jahren mal davon gehört zu haben, wie man eine Steuererklärung macht, einen sinnvollen Ehevertrag aufsetzt oder welche Versicherungen man später eigentlich braucht.

 

5. Diplomatie

In der Schule ging es kompromisslos zu. Ob in der Klasse oder auf dem Schulhof, am Ende hatte der Recht, der am lautesten war. Aber sich zurücknehmen, anderen zuhören und mit Geduld auf den eigenen Vorteil vertrauen hätten wir besser nicht erst mit Mitte 20 gelernt.

 

6. Auszeiten nehmen

Der Schultag war strikt vorgegeben, ebenso Ferien, Wandertage und Klassenfahrten. Ein Gespür dafür zu entwickeln, wann wir wirklich Erholung nötig hatten und diese auch einzufordern, war zu Schulzeiten schlicht unmöglich. Für viele Erwachsene ist das auch heute noch ein Problem.

 

7. Bewusster (er)leben

Als Jugendliche haben wir irgendwie immer nur auf die Zukunft gewartet. „Irgendwann“ werde ich mal dort leben, dies machen, das erreichen. Alles fühlte sich an wie die Wartezeit bis zum „richtigen“ Leben. Doch heute wissen wir: Was zählt ist nicht nur die Zukunft, sondern das Hier und Jetzt mit all seinen großartigen Momenten.

 

8. Fünfe gerade sein lassen

War es wirklich so gravierend, dass neue Lehrer deinen Namen ständig falsch ausgesprochen haben, sodass du ihnen bis zum Schuljahresende den Unterricht zur Hölle machen musstest? Hättest du doch bloß damals schon geahnt, dass du irgendwann mal ganz genau überlegst, welches Problem es wert ist sich aufzuregen und welches nicht.

 

9. Freundschaften pflegen

Wer Tag für Tag, Jahr für Jahr in dieselbe Klasse geht, muss nicht viel dafür tun, seine sozialen Bindungen aufrechtzuerhalten. Gemeinsame Erlebniswirklichkeiten schweißen zusammen und lassen uns denken, dass Freundschaften immer so fortdauern werden. Doch als Erwachsene, eingespannt ins eigene Leben mit Arbeit, Familie, Hobbys und Pflichten müssen wir uns bewusst für Austausch und Nähe entscheiden und diese pflegen.

 

10. Fehlern etwas Gutes abgewinnen

Klare Sache: In der Schule waren Fehler schlecht und führten zu schlechten Noten, Gelächter, Scham. Als war es erklärtes Ziel, Fehler so gut wie nur irgendwie möglich zu vermeiden. Dass wir einmal aus Fehlern lernen, sie uns in unserer Entwicklung voranbringen und uns stark machen, hätten wir damals nicht geglaubt.

 

11. Selbstvermarktung

Schüler sein bedeutete, einer von vielen zu sein. In der Klasse, auf dem Pausenhof, im Schulbus. Es gab die gleichen Anforderungen an alle und man fühlte sich, abgesehen von der Notenvergabe, wenig individuell wahrgenommen. Im Beruf dagegen müssen wir für uns selbst einstehen, unsere Vorzüge anpreisen und uns gegen Konkurrenten durchsetzen. Dem ein oder anderen fiele das vielleicht leichter, wenn er es im geschützten Lebensraum Schule schon einmal hätte ausprobieren müssen.

 

12. Selbstmotivation

Wer lernte, bekam gute Noten; wer mitarbeitete, bekam Lob, wer ein gutes Zeugnis nach Hause brachte, bekam mehr Taschengeld: Das war Ansporn genug. Doch wer motiviert uns heute ohne Noten, Lob und Taschengeld? Dass der Ehrgeiz im Leben aus uns selbst herauskommen muss, haben viele von uns vermutlich erst sehr viel später festgestellt.

 

13. Anders sein nutzen

Niemand wollte in der Schule der Außenseiter sein! Also kleideten sich alle gleich, hörten dieselbe Musik und alle hatten ein Furby, Tamagotchi oder was auch immer zu deiner Schulzeit angesagt war. Ein Glück, dass wir im Laufe der Zeit noch lernen durften, dass Individualität eine gute Sache ist und wir alle unsere eigenen Stärken haben.

 

14. Eigene Wünsche und Bedürfnisse formulieren

Lehrplan und Lehrer haben die Marschrichtung in der Schule angegeben. Das passte dir oft nicht in den Kram? Pech gehabt, für individuelle Vorstellungen war hier weder die Zeit noch der richtige Ort. Kein Wunder, dass es vielen Menschen so schwerfällt, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen, auszudrücken und einzufordern.

15. Das Leben in jedem Moment genießen

Gute Noten sollten wir haben – damit wir irgendwann eine gute Ausbildung oder ein Studium absolvieren, irgendwann einen guten Job haben und uns irgendwann alles leisten können, was wir damals wollten. Doch was war mit jedem einzelnen schönen Moment, den wir gemeinsam in der Schule hatten? Mit den Erinnerungen, die wir heute noch mit Schulfreunden teilen, mit den Lehrern, über die wir heute noch lachen. So wie wir heute die Zeit mit anderen Menschen, Freunden, Kollegen und der Familie genießen. Zu jeder Zeit, in jedem Moment.

 

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Foto: Halfpoint / Getty Images

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