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Die Kraft der Stille: Introvertiert sein und erfolgreich leben

Introvertiert? So machst du eine Stärke daraus!

Du kennst Sprüche wie „Du sagst ja nie was!“, „Du bist so still!“, „Du redest wohl nicht mit jedem!“, „Lach doch mal!“ „Geht‘s dir nicht gut?“, „Geh doch mal mehr aus dir heraus!“, „Geh doch mal mehr unter Menschen!“, „Aus dir wird man nicht schlau!“, „Du bist wohl was Besseres!“ und und und. Weil du offensichtlich nicht mit dem Strom schwimmst, wird dein Verhalten falsch und mitunter sogar als arrogant interpretiert. Dies nervt natürlich auf die Dauer und entspricht so gar nicht deiner Wahrnehmung. Am Ende wirst du unsicher und fragst dich vor allem, warum du dich unter vielen Menschen nicht gerade wohlfühlst? Dieses Szenario kommt dir vielleicht bekannt vor.

Du bist nur anders – nicht schwächer

Bist du in Meetings & Co. manchmal sprachlos, obwohl du eigentlich etwas sagen möchtest? Geht dir gelegentlich durch den Kopf, warum du nicht mehr Freunde hast? Stehst du auf Partys oft verloren da, weil du nicht weißt, was du sagen sollst oder es dir einfach zu blöd erscheint, nur oberflächlich zu quatschen? Beneidest du manchmal die lauten, extrovertierten Menschen – wünschst du dir manchmal, so zu sein wie sie? Keine Sorge: Du bist absolut ok – du bist nur anders!

Du brauchst eben eher Ruhe, wo andere nach Partys lechzen. Du gehörst einfach zu der Spezies Mensch, die mit ihrer Umwelt nicht im Übermaß kommuniziert – du bevorzugst eben eine eher „minimalstimulierende“ Umwelt. Du bist eher ein leiser, sogenannter introvertierter Mensch – dies ist kein Makel. Du solltest wissen, es gibt etwa genauso viele extrovertierte wie introvertierte Menschen. Auch ist ein extrovertierter Mensch nicht generell erfolgreicher als ein introvertierter Mensch – beide verfügen über spezielle Stärken und auch Schwächen. Es gibt im Übrigen auch nicht DEN extrovertierten und nicht DEN introvertierten Menschen, kein Mensch ist nur extrovertiert oder nur introvertiert – die Übergänge sind vielmehr fließend, wir tragen also auch Teile beider Seiten in uns. Wenn du jedoch in Zukunft präsenter werden möchtest, dann geben wir dir ein paar wertvolle Tipps.

Steh zu dir

Erst einmal: Steh zu dir! Du bist gern allein – wenn du dich zurückziehen möchtest, dann tu es nach Möglichkeit auch! Du besitzt die einzigartige Fähigkeit, dir selbst zu genügen – eine Fähigkeit, die Extrovertierten eher fremd ist. Betrachte deine Introvertiertheit nicht als Makel, artikuliere sie gleichwohl nicht ständig – mit letzterem setzt du dich nicht nur selbst herab, sondern nervst auch die Umwelt. Dein Freundeskreis mag vielleicht kleiner sein als jener eines extrovertierten Menschen. Dafür ist er aber nicht weniger erlesen – ganz im Gegenteil: Du zählst eben nicht gleich Hinz und Kunz zu deinen Freunden, sondern nur wirkliche Freunde, mit denen dich eine eher tiefe Freundschaft verbindet. Du wählst die Menschen, mit denen du dich umgibst, eben in besonderer Weise aus – du bist ein wählerischer Mensch, du bist kein Mainstream. Dies passt zu dir – bist du doch eben ein eher tiefgründiger Mensch.

Stärke beweisen

Sei dir deiner Stärken bewusst und nutze sie! Du bist stark, weil du über eine überproportional ausgeprägte Beobachtungsgabe verfügst. Du verfügst über ein hohes Maß an Empathie und Menschenkenntnis. Du bist ein Individualist – das ist stark! Für dich stellt es normalerweise kein Problem dar, als Ein-Mann- oder Ein-Frau-Team zu arbeiten: Ganz im Gegenteil – du bist gerne Einzelkämpfer, wo andere lieber im Team arbeiten. Zwänge dich nicht ohne Not in Team-Situationen – genieße vielmehr die Ruhe sowie Konzentration, die dir dabei hilft, die tatsächlich tollen Dinge zu tun.

Auf dich kann sich im Prinzip jeder verlassen. Du hast auch nicht selten einen genauen Plan – du bist in der Regel auf alles gut vorbereitet. Was du sagst, ist so gut wie immer wohl durchdacht – kein Bullshit! Und mit deiner Ausdauer übertriffst du die anderen mitunter um Längen – ein großer Vorteil nicht zuletzt im Job.

Vermeintliche Schwächen offensiv angehen

Deine vermeintlichen Schwächen solltest du offensiv angehen: Egal ob in Diskussionen, bei Partys oder in welchem Rahmen auch immer – verkrieche dich nicht! Sag, was dir wichtig erscheint – auch wenn du nicht alles bis ins Detail vorab recherchiert hast. Trau dich, verschaffe dir Gehör – auch mit deiner Stimme. Dabei darf es ruhig mal etwas lauter sein – du bist doch schließlich kein Leisetreter, du hast vielmehr etwas Wichtiges zu sagen. Wenn du jetzt meinst, andere könnten mit dir beziehungsweise deinem Verhalten manchmal überfordert sein, dann trau ihnen ruhig zu, dich auszuhalten.

Deine Umwelt beneidet dich

Vergiss letztlich nicht: Deine Umwelt beneidet dich insgeheim um deine Stärken – deine Empathie, dein Einfühlungsvermögen, deine Selbstreflexion! Dir entgeht außerdem so gut wie nichts – du kriegst alles in deiner Umgebung ohne große Anstrengung mit, was anderen in der Regel entgeht. Dies kann dir unschätzbare Vorteile nicht nur im Beruf, sondern auch im Privatleben bringen. Die Umwelt ist an deinem Daten-Input höchst interessiert, bringt er letztlich auch ihr Vorteile. Deine Mitmenschen sind aber noch von anderen Persönlichkeitseigenschaften beeindruckt: Du kannst nämlich gut zuhören, du hörst eben nicht dich am liebsten reden. Wenn du dann doch mal redest, imponierst du den anderen mit guten Ratschlägen. Spiele dies aus – gerade im Beruf, indem du eine entsprechende Beschäftigung suchst! Versicherungsvertreter dürfte nicht der optimale Job sein, vielmehr dürftest du dich bei einer wissenschaftlichen Tätigkeit weitaus wohler fühlen.

Kein Platz für Selbstzweifel

Nutze die positive Wahrnehmung der anderen, setze deine Stärken bewusst ein! So bleibst du dir selbst treu und fühlst dich gut in deiner Haut. Somit gelingt es dir, deine Sachen auf die Reihe zu bekommen und kannst am Ende das tun, was dir wirklich wichtig ist. Es ist nämlich vor allem deine Fantasie, die dich in deinen Möglichkeiten beschränkt. Halte immer die Augen auf: Du wirst sehen, es gibt so viele „Gleichgesinnte“ – du musst also keinesfalls immer gegen den Strom schwimmen und viel Kraft aufwenden, um dich gut zu fühlen. Und wenn du mal wieder Selbstzweifel hast und so sein möchtest wie die lauten Extrovertierten, dann sage dir einfach: „Ich bin ok – ich hab was, was die anderen nicht haben“. Denke in solchen Situationen ruhig mal an so geniale introvertierte Menschen wie Bill Gates oder Albert Einstein – gesteigertes Selbstvertrauen inklusive.

Unser Buchtipp

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Was Männer wirklich übers Kuscheln denken

Was Männer wirklich übers Kuscheln denken

Nach der Arbeit erschöpft die Jogginghose anziehen und ab aufs Sofa – herrlich. Noch schöner wäre es ja aber, wenn sich der Partner dazugesellt. So eine Schmuse-Einheit täte jetzt nämlich richtig gut. Doch wie denken Männer eigentlich wirklich übers Kuscheln?

Warum ist Kuscheln überhaupt wichtig

Kuscheln tut gut und das nicht ohne Grund. Es gibt dir ein Gefühl von Geborgenheit, Zuneigung und Liebe. Es löst Anspannungen und sendet Beruhigungssignale an dein Gehirn, was erneutem Stress vorbeugt. Tatsächlich führt ein solch inniger Körperkontakt zu einer sofortigen Senkung des Stresshormons Cortisol.

Gleichzeitig schüttet dein Körper Endorphine aus, die deine Stimmung steigen lassen. Auch das Oxytocin spielt eine Rolle: Es ist umgangssprachlich als Kuschel-Hormon bekannt und leistet durch seine positive Wirkung einen wesentlichen Beitrag für deine Gesundheit.

Es ist eigentlich recht simpel zu verstehen: Der Hautkontakt ist einer der ursprünglichsten Kommunikations- und Kontaktwege des Menschen; Körperkontakt und Zärtlichkeiten zählen zu den menschlichen Grundbedürfnissen und festigen die zwischenmenschliche Beziehung. Damit ist Kuscheln manchmal sogar intimer als Sex. Und während ihr diese Zärtlichkeiten austauscht, nehmt ihr euch Zeit füreinander, bildet eine Art Symbiose.

Und was denken die Männer nun darüber?

Bei so vielen verblüffend guten Argumenten konnten wir dich mit Sicherheit schon vom Kuscheln überzeugen. Aber wie steht nun dein Partner dazu? Führt ihr bereits eine kuschelige Beziehung oder gibt es da dringenden Aufholbedarf? Vielleicht findest du ja schon im Folgenden heraus, ob dein Herzensmensch eher ein Genießer oder Skeptiker ist.

Typ 1: Der Kuschel-Genießer

Ja, es gibt ihn, den Mann, der das Kuscheln mit all seinen Sinnen genießt. Er fühlt sich männlich, während er seinen starken Arm um dich legt, dich beschützt und dir Geborgenheit schenkt. Er zieht es vor, dir nah zu sein, ganz ohne Druck, einfach mal gehen lassen. Er strebt nach einer behaglichen und wohligen Nähe, möchte Innigkeit und Vertrautheit mit dir teilen. Und das vielleicht Wichtigste: Beim Kuscheln mit dir darf er ganz sein, wer er ist.

Typ 2: Der Kuschel-Skeptiker

Doch dann kennen wir auch ihn, den Kuschel-Skeptiker. Und vielleicht kennst du ihn ebenso gut wie wir. Dem Skeptiker ist das innige Schmusen oft lästig. Dein Kopf auf seiner Brust wird irgendwann so schwer, dass er – laut eigener Aussauge – keine Luft mehr bekommt und auch deine wunderschönen, langen Haare in seinem Gesicht scheinen ihn schier verrückt zu machen – nicht zuletzt, weil er den Fernseher nun nicht mehr sehen kann. Und irgendwie ist es ihm auch alles viel zu warm, so eng umschlungen. Aber deine Füße, die sind definitiv zu kalt. Der Skeptiker ist demnach nicht gerade entscheidungsfreudig. Und wenn er sich dann trotzdem zum Kuscheln überwindet, dann muss es laut ihm aber auch noch Sex obendrauf geben.

Aber muss Kuscheln denn eigentlich immer zum Sex führen?

Die Antwort lautet: Nein. Denn das Kuscheln selbst kann bereits eine große Wirkung erzielen. Das gängige Klischee besagt jedoch, dass Frauen dieser Form von Körperkontakt mehr zugetan sind als Männer. Doch Letztere sollten sich – zumindest ihrer Partnerin zuliebe – diesem zwischenmenschlichen Gebiet nähern. Denn es ist nicht einzig und allein der Sex, der dich und deinen Partner zusammenhält. Es geht um den Austausch von Zärtlichkeit im Gesamten. Denn all das, was dazugehört, schafft bereits Vertrauen und Intimität.

Also ist es gar nicht notwendig, die eigene Beziehung über das Sexleben zu definieren. Auch das gemeinsame Kuscheln ist bedeutsam und sollte als eigenständiger Akt gepflegt werden. Vielleicht ist es für dich ja schon längst selbstverständlich, dass Kuscheln keine Einleitung für anschließenden Geschlechtsverkehr ist. Viele Männer scheinen dies jedoch noch nicht so richtig verstanden zu haben; das Kuscheln interpretieren sie eher als Startschuss.

So machst du ihn zur Kuschelmaus

Wenn du darunter leidest, dass dein Partner auch ganz gut ohne Kuscheln auskommt, dann raten wir dir, zunächst einmal herauszufinden, woran das liegen könnte.

Vielleicht weiß dein Partner nämlich gar nicht so richtig, wie er auf dein Bedürfnis nach Nähe reagieren soll. Das könnte daran liegen, dass er solche körperlichen Zärtlichkeiten in seiner Kindheit eher seltener erlebt hat, was dir wiederum eine tolle Chance eröffnet, ihm zu zeigen, wie schön das sein kann.

Warte nicht allzu lang damit, das Thema offen anzusprechen. Und am besten tust du es auch nicht in der entsprechenden Situation, sondern wartest auf einen „neutralen“ Moment, in dem die Gefahr eines Streits geringer ist. Kläre mit ihm Begriffe wie „Kuscheln“, „Vorspiel“, „Sex“ und was dir noch so einfällt. Und frage ihn, was er sich genau darunter vorstellt. Dass er das Kuscheln möglicherweise mit Sex verknüpft, kann auch auf einem Missverständnis zwischen euch beruhen.

Wir sprechen hier jedoch nicht von einer klaren Absage dem Sex gegenüber. Und so solltest du ihm das auch nicht vermitteln. Vielmehr geht es darum, die Bereiche künftig voneinander zu trennen. Dein Partner soll das lernen, was du schon ziemlich gut kannst: Das Kuscheln an sich wertzuschätzen.

Viele Männer mögen es nicht, Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit auszutauschen und du kannst deinem Partner eben auch nicht alles abverlangen. Aber vielleicht findet ihr einen gemütlichen Ort in eurem Zuhause, an dem ihr ganz für euch nach Herzenzlust kuscheln könnt.

Und wenn er dann immer noch meckert, dass ihm der nötige Komfort fehlt, wenn ihr eng umschlungen beieinander liegt, dann könnte eine neue Position die Lösung sein. Versucht es mit der Löffelchen-Stellung, legt euch gegenüber und verschlingt nur die Beine ineinander. Probiert euch aus und macht es euch so richtig kuschelig. Das wird wunderbar!

 

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Süßkartoffel vs. Kartoffel – Welche ist gesünder?

Süßkartoffel vs. Kartoffel - Welche ist gesünder?

Soll ich zur farbenprächtigen Trendknolle oder doch zum erdfarbenen Klassiker greifen? In nahezu jedem Supermarkt hast du inzwischen die Wahl zwischen der derzeit besonders angesagten Süßkartoffel und der altbekannten Kartoffel. Doch was hat die länglich geformte, rötliche Namensvetterin unseres altbewährten Erdapfels wirklich zu bieten? Wer hat in Bezug auf Nährstoffe, Vitamine und Mineralien die Nase vorn? Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengestellt und erklären, wann du am besten zu welcher Variante greifst.

Süßkartoffel und Kartoffel – zwei botanisch Fremde mit ähnlichem Namen

Beide Pflanzen stammen aus Südamerika, beide werden mittlerweile mit Erfolg in Deutschland angebaut – und doch gehören Süßkartoffel und Kartoffel botanisch betrachtet nicht einmal der gleichen Familie an.

Die Kartoffel zählt zu den Nachtschattengewächsen, während die Süßkartoffel unter die Familie der Windengewächse fällt. In einem Atemzug genannt werden die beiden Sorten dennoch aus gutem Grund. Sie ähneln sich nicht nur in der äußeren Form, sondern lassen sich auch in der Küche vergleichbar einsetzen. Um den Gesundheitswert der Lebensmittel vergleichen zu können, hilft allerdings der Blick auf die Inhaltsstoffe – und hier werden weitere Unterschiede offenkundig.

Nährstoffzusammensetzung – Schlankmacher versus Kraftpakt?

Vornweg das Wichtigste für alle, die ihre Figur im Blick behalten wollen: Beide Sorten enthalten wenig Fett und haben im Vergleich zu anderen typischen Beilagen wenig Kalorien. Beim Fettgehalt hat dabei die Süßkartoffel knapp die Nase vorn, während die Kartoffel beim Kaloriengehalt Punkte sammeln kann. Doch zu den nackten Zahlen: Die Süßkartoffel bringt es je 100 g auf nur 0,1 g Fett und circa 108 Kalorien. Unsere vertraute Bekannte kommt hingegen mit 0,3 g Fett und circa 80 Kalorien noch etwas figurfreundlicher daher. Die Unterschiede im Kaloriengehalt lassen sich mit den enthaltenen Kohlenhydraten erklären. Süßkartoffeln bestehen zu 20 % aus Kohlenhydraten und enthalten je 100 g 4 g Zucker. Kartoffeln haben demgegenüber nur 14 % Kohlenhydrate und enthalten weniger als einen Gramm Zucker.

Du hattest die Kartoffel bislang eher als Dickmacher abgespeichert und bist überrascht über ihren – wenn auch knappen – Sieg? Der Mythos lässt sich mit den häufigsten Zubereitungsarten erklären. In der Fritteuse oder in heißem Fett gebraten sind sowohl Kartoffeln als auch Süßkartoffeln alles andere als kalorienarme Schlankmacher. Hältst du dich hingegen an fettsparende Garmethoden, sind beide Sorten ein hervorragender Kraftspender für deinen gesundheitsbewussten Alltag.

Kartoffeln

Vitamine und Mineralien – gesunde Inhaltsstoffe für strahlende Schönheit

Kalzium und Magnesium haben zunächst einmal beide Sorten in etwa gleicher Menge zu bieten. Unterschiede gibt es allerdings bei den einzelnen Vitaminen und weiteren Mineralstoffen.

Ein Blick ins Innere der Süßkartoffel

Mit ihrem höheren Gehalt an den Vitaminen A, C und E gilt die Süßkartoffel als wahrer Jungbrunnen, der als sanftes Anti-Aging-Mittel wirkt. Schon an der auffälligen Farbe wird zudem ein weiterer Inhaltsstoff mit wertvollen Eigenschaften für unsere Gesundheit deutlich. Die Farbe kommt durch den hohen Gehalt an Carotinoiden und dabei vor allem Beta-Carotin zustande. Diese Stoffe wirken als Antioxidantien und können damit nach aktuellen Studien verschiedenen Krankheiten von Krebs bis hin zu Herz-Kreislauf-Beschwerden oder gar Alzheimer vorbeugen. In Kombination mit weiteren enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen wirkt die Süßkartoffel zellschützend und unterstützt ein strahlendes, jugendliches Erscheinungsbild.

Hinzu kommt nicht zuletzt die positive Wirkung der Pflanzenstoffe auf den Blutzuckerspiegel. Nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen fördern sie die Verwertung des vom Körper produzierten Insulins und tragen außerdem zum schnellen Transport des Zuckers in die Zellen bei. Auf diese Weise wird die Bauchspeicheldrüse entlastet und der Blutzuckerspiegel steigt nach der Mahlzeit langsamer an.

Kann die Kartoffel da mithalten?

Betrachtest du den Vitamingehalt, sieht es zunächst schlecht für die Kartoffel aus. Sie enthält die genannten wertvollen Vitamine in weitaus geringerer Menge. Doch vorschnell abschreiben solltest du sie dennoch auf keinen Fall. Denn ihre Stärken liegen im Bereich der Mineralien. Kartoffeln liefern zum einen jede Menge wertvolle Folsäure, die der Körper für die Zellteilung und zur Blutbildung benötigt. Gerade in der Schwangerschaft solltest du darauf achten, ausreichend Folsäure zu dir zu nehmen – und hast mit der Kartoffel genau das richtige Lebensmittel dafür gefunden.

Doch damit nicht genug. Zum anderen kann die Kartoffel auch bei den Mineralien Kalium, Eisen und Phosphor punkten. Von diesen unter anderem ebenfalls für die Blutbildung und zudem für den Knochenaufbau wichtigen Stoffe stecken in der Kartoffel weit mehr als in der Süßkartoffel. Darüber hinaus schafft es die Kartoffel bei einem Vitamin nach oben aufs Treppchen. In Sachen Vitamin B sieht die Süßkartoffel gegenüber der Kartoffel alt aus.

Süßkartoffeln

In der Küche – Einsatzmöglichkeiten im Überblick

Ob du die Süßkartoffel oder doch die klassische Kartoffel auf den Teller bringst, hängt bei allem Gesundheitsbewusstsein selbstverständlich auch von ihren Zubereitungsmöglichkeiten und ihrem Geschmack ab. Zwei wesentliche Unterschiede solltest du dabei im Blick behalten. Wie es der Name schon vermuten lässt, schmeckt die Süßkartoffel zum einen etwas süßer als die Kartoffel. Bei der Zubereitung kannst du zum anderen einen klaren Vorteil der Süßkartoffel nutzen: Sie lässt sich im Gegensatz zur Kartoffel auch roh verzehren. Ansonsten hast du bei beiden Sorten aber prinzipiell die freie Wahl. Sowohl klassisch gekocht als auch in diversen Gerichten verarbeitet zeigen sowohl Kartoffel als auch Süßkartoffel, was ihn ihnen steckt.

Süßkartoffel oder Kartoffel? Ein Fazit

Bleibt noch die Ausgangsfrage: Wer macht nun das Rennen um die Gesundheit? Wie so oft lässt sich diese Frage nicht eindeutig beantworten. Beide Sorten liefern bei einem vergleichsweise geringen Kaloriengehalt wertvolle Energie, halten lange satt und besitzen wertvolle Inhaltsstoffe, die unseren Körper positiv beeinflussen. Experten raten daher dazu, beiden Sorten einen festen Platz im Speiseplan einzuräumen und die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten im vollen Umfang auszuschöpfen. Vorsicht ist für Figurbewusste allerdings bei beiden Sorten in Kombination mit Fett geboten. Im Ofen gegart oder gekocht bereichern Süßkartoffeln und Kartoffeln deine Ernährung auf wohlschmeckende Art und Weise.

 

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Madeline Juno: „Was bleibt“ – Ein Album, so echt, wie sie selbst

Madeline Juno

Wenn es in Deutschland um authentische deutsche Musikerinnen geht, dann gehört Madeline Juno wohl zu den ersten Personen, die einem in den Sinn kommen. Musik war für Madeline schon in frühen Jahren ein Anker, der ihr nicht nur Halt geben konnte, sondern der in der Lage war, sie emotional aufzufangen. Madeline weiß heute genau, worin ihre Stärken liegen und wenn ihr dennoch eine fehlen sollte, dann trainiert sie sich diese einfach an. Am 06. September erscheint ihr neues Album „Was bleibt“ und sie ist zurecht stolz darauf, dass die Songs alles andere als „stumpf“ sind. Wir haben uns mit der impulsiven Löwin, die eigentlich ein Skorpion hätte werden sollen, getroffen und waren neugierig, worum es in ihrem neuen Album geht, wofür „Was bleibt“ steht und wie Musik ihr geholfen hat, mit diversen Situationen umzugehen.

Am 06. September erscheint dein viertes Album „Was Bleibt“. Bist du aufgeregter als bei deinen vorhergegangenen Alben kurz vor einer Veröffentlichung?

Irgendwie gar nicht. Ich kann dir aber auch nicht sagen, warum ich nicht aufgeregt bin. Es ist irgendwie so, dass je älter ich werde, ich alles relativ realistisch betrachte. Alles was mit Aufregung zu tun hat, sind Erwartungshaltungen. Erwartungen an die Platte, Platzierungen und an vieles mehr. Ich bin nicht wirklich sehr aufgeregt, aber ich freue mich extrem, dass das Album erscheint. Ich frage mich jetzt nicht ständig, was mit dem Album passiert und wo es platziert wird, denn ich weiß, dass es sehr schwer ist, aber ich freue mich auf die Zeit, die vor mir liegt.

Madeline Juno

Während es bei deinen früheren Alben viel um Zwischenmenschliches geht, sind bei „Was Bleibt“ die personenbezogenen Texte weg. Woran liegt das?

Es war keine bewusste Entscheidung. Ich bin seit ein paar Jahren in einer festen Beziehung und das nimmt einem diese wahnsinnig dramatischen zwischenmenschlichen Sachen weg. Wenn man glücklich ist, dann hat man das Drama nicht mehr, worüber man schreiben kann. Der Song „Vor dir“ ist sehr positiv und zwischenmenschlich, dann gibt es den Song „Geliehen“, welcher das Gegenteil von dem anderen Song ist, aber das sind die einzigen beiden Lieder, die über Beziehungen gehen. Alles andere sind Themen, die mich über Jahre begleitet und nicht losgelassen haben. Mit meinem neuen Album will ich Menschen mit Themen ansprechen, die mich als Menschen einfach bewegen und nicht als Madeline, die zu Hause hockt und gerade angepisst oder verletzt ist. Der Song „Schwarz-Weiß“ klingt zwar wie ein Beziehung, er handelt aber von Freundschaften und Menschen, die einfach so aus dem Leben verschwinden. Ich glaube, die Entscheidung „Was bleibt“ in Form von Fragen zu schreiben, hat sich so eingeschlichen. Ich hatte an das Leben viele Fragen, die mich generell bewegen. Sei es Depressionen, schlaflose Nächte oder Konflikte mit mir selbst. Auf dem Album „Was bleibt“ geht es um das Künstlerleben und das weckt mich täglich. Alles was ich habe, gehört mir eigentlich nicht. Diese ganzen Streaming-Zahlen und die Fans, die ich habe – nichts davon gehört mir. Die Musik, die ich schreibe, gehört mir nicht, die Frage ist, was bleibt am Ende? Es hat sich einfach so eingeschlichen.

Wie sind die Ideen zu deinem neuen Album und die ganzen, teilweise sehr harten Texte, entstanden?

Vor 12 Jahren hätte ich wahrscheinlich gesagt, dass ich beim Schreiben genau in dieser emotionalen Situation sein muss, um so schreiben zu können. Aber bei meinem neuen Album war es zum ersten Mal so, dass ich wahnsinnig viel zurückgeblickt und reflektiert habe und auch Themen aufgriff, die Teil meines Lebens waren und die mich in der Vergangenheit verletzt und bewegt haben. Während ich diese Songs geschrieben habe, war ich relativ konstant und bei mir. Ich habe mich einfach in die Situation zurückversetzt, was sehr gut funktioniert hat. Ich kenne mich ja selbst und auch meine Macken sowie meine Hochs und Tiefs. Wahrscheinlich kenne ich mich sogar besser, als mir recht ist, deshalb weiß ich was ich immer wieder durchmache. Wenn ich jetzt gerade eine Hochphase habe, kann ich mich bestenfalls noch an die Tiefphasen erinnern und dann auch darüber schreiben. Ich saß auch oft genug schon im Studio und habe über emotionale Dinge geschrieben und gesungen und saß am Ende des Tages vollkommen aufgelöst zu Hause. So etwas passiert einfach, aber ich glaube, generell ist das Songwriting und das Verarbeiten von Themen wie diese sehr therapeutisch. Ich bin allerdings der Meinung, dass ich nur auf diese Art und Weise so authentisch rüberkommen kann, wie ich es tue. Also kann ich selbst nur authentisch sein, wenn ich es zu 100% fühle.

Die Zuhörer werden nicht selten aber vor allem bei „Automatisch“ anfangs auf eine völlig falsche Fährte gelockt. Beinahe ein Pop-Track, der einen Tanzen lassen will. Schmunzelst du bei dem Gedanken daran, wie das Gesicht der Leute entgleisen könnte, wenn sie verstehen, um was es eigentlich geht?

Nein. Aber genau das habe ich mir erhofft, dass vielleicht irgendwann einmal bei einem Hörer der Schalter umgestellt wird. Ich liebe es, mit solchen Sachen zu spielen. Das habe ich auf dem letzten Album auch einmal gemacht und dachte „ok, let‘s do it again“. Ich finde es wahnsinnig spannend, denn ich wollte einen Song auf dem Album haben, der super tanzbar ist und auf den man loslassen kann. Meistens konsumiert man Musik im Auto oder irgendwo und sie läuft einfach nur so nebenher. Dazu kommt, dass man oftmals gar nicht richtig hinhört und nie so wirklich beim Text ist. Ich kenne das von mir, denn wie oft höre ich Songs, die links ins Ohr rein gehen und auf der anderen Seite wieder rauskommen und du selbst weißt gar nicht, worum es thematisch eigentlich ging. Eigentlich sollte das aber nicht so sein, denn wenn ein Song dich richtig abholt, dann bist du auch dabei. Ich glaube, viele Menschen konsumieren Musik beiläufig und nebenher und ich wollte produktionell einen Song haben, der einen irgendwie tanzen lassen möchte, wollte aber thematisch dennoch einen Twist einbauen. Irgendwie ist es relativ gut geglückt und ich glaube, viele Menschen, die mich verfolgen und die mich als Künstler kennen, checken das, denn ich habe eine sehr emotional „angeknipste“ Fanbase, die dies durchschauen und auf sich beziehen.

„Gib doch nach“ tut beim Zuhören beinahe weh. Wie ist der Song entstanden, wie schwer war es, die Bedeutung in Worte zu fassen? Dennoch poppig und keinesfalls Ballade. Wie passt das zusammen?

Ich wollte einfach weiter die Popschiene fahren. Besonders seit ich Deutsch singe, ist es elektronischer geworden. Frühere Alben waren noch englisch und so viele Leute haben sich gewundert, dass ich auf einmal deutsch singe. Einige waren sicherlich der Meinung, man könne doch nicht einfach so von Englisch zu Deutsch wechseln, aber ich denke, dass ich das durchaus konnte. Ich denke, dass ich jetzt meinen Sound gefunden habe und wollte ein poppiges Album machen, bei dem die Themen nicht egal sind. Bei dem Song „Gib doch nach“ gibt es keine richtige Handlung, sondern es ist eine Situation, ein Daseinszustand, der in Form eines Textes aufgefasst wurde. Eigentlich geht es um Momente, in denen ich zum Beispiel völlig irrational denke oder vielleicht gar nicht denke, sondern einfach durchdrehe und irrational handle. All das wollte ich in einen Song packen. Der Song hat einen tragenden Beat, es ist keine Ballade und ich wollte, dass es antreibt und dennoch diesen „emotionalen Abfuck“ einfängt.

Welches ist dein persönlicher Lieblingstrack auf dem neuen Album?

Das kommt und geht immer. Eigentlich ist es immer der Song, den du gerade als letztes fertiggemacht hast, da er am aktuellsten ist. Jetzt gerade ist mein Favorit der allererste Track „Zu zweit allein“. Der Song ist sozusagen das Intro zum Album und „Was bleibt“ ist der letzte Track. Diese beiden Songs sind die einzigen beiden Lieder auf dem Album, die so akustisch sind, denn ich bin nicht unbedingt der Über-Fan von akustischen Liedern. Ich wollte, dass das Album mit einem sehr rohen und nahen Song beginnt und deshalb mag ich ihn wohl jetzt gerade am meisten. In dem Song geht es um meinen damaligen langjährigen allerbesten Freund, mit dem ich leider nicht mehr befreundet bin. Es geht sozusagen einfach nur um die Frage, wie es wohl gewesen wäre, wenn die Freundschaft nicht auseinandergebrochen wäre.

Nach einigen Lieder deines neuen Albums, von denen viele hart waren, kommt auf einmal der Song „Vor dir“. Ein Song voller Gefühle und irgendwie so das Gegenteil der anderen Lieder. Wie passt das zusammen?

Man hat immer im Hinterkopf, dass das Radio emotionale Songs nicht so wirklich spielt, sondern lieber einfache Lieder, die jeder versteht. Aus Erfahrung sprechend kann ich so nicht schreiben. Das bedeutet, dass ich mich nicht hinsetzten kann und einen Text verfasse, bei dem ich mir vorher überlege, ob die Radiosender diesen spielen würden. Es wäre unauthentisch bis zum Gehtnichtmehr. Ich kann nur über Dinge schreiben, die mich bewegen. „Vor dir“ ist ein Song, den zum Beispiel ich auf meine Beziehung projizieren könnte. Ich bin glücklich, dass es meine Partner gibt und wir uns gefunden haben. Seit dieser Mensch in meinem Leben ist, ist so Vieles einfach besser beziehungsweise besser mit ihm. Darum wollte ich einen Song schreiben, der Menschen die Möglichkeit gibt, dieses Lied auf Menschen in deren Umfeld zu beziehen.

Madeline Juno

Wer sich etwas mit dir und deiner Person beschäftigt, der erfährt schnell, dass du seit jungen Jahren unter Depressionen leidest, so wie ca. 300 Mio (WHO) andere auf dieser Welt. Half dir Musik bei dem Umgang und der Verarbeitung deiner Gefühle? Ist es wie eine Art Eigentherapie für dich?

Total. In wahnsinnig jungen Jahren, als ich elf oder so war, natürlich noch nicht. Damals war ich zwar auch schon ein sehr emotionaler Mensch, aber nicht so, dass ich mich mit mir selbst beschäftigt habe. Da war Musik für mich noch kein so bewusstes Ding, trotz dass meine Familie sehr musikalisch war. Wirklich wichtig wurde Musik für mich, als ich etwa 12 wurde und angefangen habe Gitarre zu spielen und meine ersten Songtexte zu schreiben. Ab diesem Zeitpunkt war Musik etwas, was mich zu 100 Prozent gestützt hat – in jeglicher Form. Natürlich war ich damals noch ein Kind und heute sehe ich logischerweise alles etwas anders, aber das Medium „Musik“ ist geblieben. Durch Musik kann man noch tiefer in ein gewisses Gefühl sinken und fühlt sich darin aufgefangen. Es ist ein merkwürdiges Phänomen. Ich selbst konsumiere nur Musik, die so ein Gefühl nur krasser macht bzw. verstärkt. Ich höre Musik, um mich verstanden zu fühlen. Genau das war schon sehr früh bei mir gegeben. Es ist bittersüß und ich würde es für nichts anderes eintauschen wollen.

Im Song „Borderline“ heißt es: „Oh Gott, ich hasse dich und dann mich“. Kannst du uns das etwas beschreiben? Was passiert da mit dir?

Ich bin sehr impulsiv. Wenn man manchmal mit einer Situation unzufrieden ist, ist es wohl menschlich, erst einmal aufzubrausen und zu sagen „du hast das und jenes gemacht…“. Man projiziert das auf einen anderen Menschen, weil der vielleicht gerade am nächsten bei dir dran ist. Eigentlich ist der Ursprung von so vielen Dingen aber intern, weil du mit so vielen Dingen manchmal nicht klarkommst oder zu viel in etwas hineininterpretierst. Klar macht Person XY vielleicht etwas, was dir nicht passt. Aber man muss sich dann die Frage stellen, weshalb einem selbst das nicht passt. Was ist mein Problem, dass ich hiermit nicht klarkomme? Und dann bemerkt man, dass man vielleicht über das Ziel hinausgeschossen ist und das alles nur halb so wild ist. Genau um dieses ewige Hin und Her geht es in dem Song. Diese Extreme, die dich komplett in die eine oder die andere Richtung manövrieren. Du hasst jemanden und im nächsten Moment liebst du ihn. Du kommst super mit einer Person aus und im nächsten Moment herrscht sozusagen Krieg.

Tourdaten:

23.10.2019 Dortmund, FZW
24.10.2019 Hannover, LUX
25.10.2019 Osnabrück, Kleine Freiheit
26.10.2019 Frankfurt, Zoom
27.10.2019 Frankenthal, Gleis 4
29.10.2019 Hamburg, Knust
30.10.2019 Bremen, Lagerhaus
31.10.2019 Berlin, Musik & Frieden
03.11.2019 Dresden, Groovestation
04.11.2019 Freiburg, Jazzhaus
05.11.2019 München, Ampere
06.11.2019 Köln, Club Volta
07.11.2019 Stuttgart, ClubCANN

 

Fotos: Danny Jungslund

Leder oder Kunststoff – Was passt für mich?

Leder oder Kunststoff – Was passt für mich?

Echtleder ist und bleibt ein beliebtes Material für Mode und Accessoires. Warum ist klar: Es ist beständig und zeugt von Prestige. Schuhe, Jacken, Handschuhe und auch der Rucksack, der dieses Jahr sein großes Comeback feiert, gibt es bei vielen Herstellern sowohl aus Leder als auch aus „Faux“-Leder (Kunstleder). Wir vergleichen diese Materialien und verraten dir, wie du sie am besten pflegst!

Leder

Leder aus Tierhäuten stellen wir schon seit vielen tausenden von Jahren her. Es ist also zeitlos im wahrsten Sinne des Wortes. Auch heute noch sind die Vorteile klar: Es ist witterungsbeständig, natürlich elastisch, hautverträglich, winddicht, atmungsaktiv und besonders langlebig. Ein gutes Lederprodukt hält sich mehrere Jahrzehnte und baut sich danach biologisch ab (ca. 30-40 Jahre bis zum vollständigen Verfall). Leder hat allerdings nicht nur Vorteile, sondern bedarf in der Praxis besondere Pflege, damit es seine Langlebigkeit auch beibehält. Wenn falsche Mittel zur Reinigung verwendet werden, können diese den Verfallprozess beschleunigen – Das heißt, das Leder wird brüchig und riecht ranzig!

Generell sei geraten, Leder niemals mit verderblichen Produkten zu behandeln. Gutes Lederöl oder einfach ein feuchter Lappen sind hier die besten Mittel. Leder sollte außerdem nicht gewaschen oder direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Das Material an sich ist porös, was es nicht nur atmungsaktiv macht, sondern leider auch Gerüche zum Beispiel von draufgefallenen Essensresten aufnimmt, die sich nur hartnäckig lösen.

An sich ist Leder total „Bio“, warum also der kontroverse Ruf?

Klar, Leder ist gegerbte Tierhaut, also ein tierisches Produkt. Veganer sind gegen die Nutzung nicht nur von Tieren als Nahrungsmittel, sondern auch von Beiprodukten der Tierhaltung wie Milch und Honig. Dazu gehören auch Leder und Schafswolle. Für die Produktion von echtem Leder muss leider geschlachtet werden. Gegner dieser Praxis haben es nicht leicht, einen Ersatzstoff mit gleichen Eigenschaften zu finden. Diese greifen häufig zu veganem Leder, oder…

Kunstleder

Auch „Faux“-Leder oder Leatherette genannt. Dieses besteht für gewöhnlich aus einer tragenden Schicht aus Stoff, auf der eine Kunststoffdecke zum Beispiel aus PVC aufgetragen wird, die echtes Leder taktil und vom Aussehen her imitiert. Kunstleder kann auch in die Waschmaschine und trocknet mit der Zeit nicht aus – so ist die Pflege kinderleicht. Auch preislich gibt es einen sehr deutlichen Unterschied. Es ist viel günstiger in der Herstellung und dadurch auch im Erwerb!

Ohne Frage gibt es beim Kunstleder keine ethischen Bedenken über das Für und Wider der Tierhaltung, aber trotzdem heißt vegan in diesem Fall nicht gleich „Bio“. Die Kunststoffschicht, die auf den Stoff aufgetragen wird, kann auch aus Plastik sein, welches aus Erdöl gewonnen wird (wie bei PVC). Dadurch stellt sich dann die Frage, ob die Produktion von Kunstleder nachhaltig und schonend für die Umwelt durchgeführt werden kann. Hierfür der Tipp: Etikett sorgfältig durchlesen! Den negativen Effekt der Kunststoffproduktion machen nachhaltige Hersteller durch CO2-Neutralität und Recycling-Fokus wett.

Die Pflege von Kunstleder gestaltet sich unkompliziert. Das feuchte Tuch bleibt Geheimtipp, aber es gibt auch günstigen Pflegeschaum, der das Material gleichzeitig auch gegen Feuchtigkeit imprägniert.

Was ist für mich das Richtige?

Echtleder ist teuer, nicht vegan und aufwendig in der Herstellung und Pflege, aber es ist robust und langlebiger als kaum ein anderes Material. Kunstleder kostet wenig, ist leicht zu pflegen und beseitigt ethische Bedenken, aber es ist leider ein Verbrauchsprodukt, welches sich nach dem Wegwerfen biologisch nicht abbaut.

Welches Material für euch die richtige Lösung ist, hängt also sowohl von eurer Philosophie als auch von eurem Budget ab!

 

Foto: Yevhen / stock.adobe.com

Warum nachhaltige Banken auf dem Vormarsch sind

Warum nachhaltige Banken auf dem Vormarsch sind

Unser wirtschaftliches System ist kapitalistisch geprägt, denn Geld wird als Tauschmittel für Arbeitszeit, Dienstleistungen und Waren genutzt. Somit spielt Geld spielt eine ziemlich große Rolle in der Welt und ihrer weiteren Entwicklung. Du kannst dein Geld in die Hand nehmen und Einfluss darauf nehmen. Wir zeigen dir wie!

Deine Macht als Konsumentin

Du bist in einer kapitalistischen Welt kein Mensch, sondern eine Konsumentin. Du konsumierst die Produkte und Dienstleistungen der Unternehmen und bezahlst dafür. Dadurch hast du einen gewissen Einfluss auf die verschiedenen Anbieter. Wenn du beispielsweise keine Produkte aus Plastik kaufst und andere es dir gleichtun, haben die entsprechenden Unternehmen keine Chance mehr, weil die Produktion unwirtschaftlich wird. Unsere Handlungen werden immer nachhaltiger, mittlerweile steigt die Zahl der Bio- und Unverpackt-Läden an. Deine Einflussnahme als Konsument wird sich also lohnen.

Deine Macht als Investorin

Falls du dein Geld unter deinem Kopfkissen lagerst, bist du nur begrenzt als Investorin unterwegs. Falls du jedoch ein Girokonto bei einer Bank hast und dort dein Geld lagerst, kann die Bank dieses Geld für sich nutzen. Sie verleiht dein Geld gegen Zinsen und verdient so daran. Dein Geld wird beispielsweise von Unternehmen geliehen, die dann Maschinen davon kaufen oder Mitarbeiter einstellen – um so vielleicht Dinge aus Plastik oder Waffen herzustellen. Du hast also einen gewaltigen Einfluss auf die Unternehmen, kannst diesen bei einer herkömmlichen Bank aber nicht steuern. Möglicherweise wird dein Geld für erneuerbare Energien, Bildung oder andere nachhaltige Dinge genutzt. Vielleicht wird es jedoch für Waffen, Kinderarbeit, fossile Energieträger oder andere schädliche Dinge genutzt – du hast keine Kontrolle darüber.

Du kannst dir die Kontrolle wiederholen, indem du beispielsweise Anleihen oder Aktien von nachhaltigen Unternehmen kaufst. Alternativ kannst du dein Geld in entsprechende Fonds stecken. Im Alltag wirst du ohne Girokonto nicht weit kommen, denn die Miete, Energiekosten, dein Lohn und vieles andere läuft über Banken und Konten. Somit könnte deine Bank dein Geld für jede erdenkliche Investition nutzen, auch wenn das mitunter fragwürdige Unternehmen sind. Denn Banken investieren vor allen Dingen für ihren größtmöglichen Profit und nicht nach ethischen Gesichtspunkten. Die Auswahl der Bank ist also mindestens genauso wichtig wie dein Konsumverhalten.

Das Zünglein an der Waage

Im Alltag ist es uns meistens gar nicht bewusst, aber im Endeffekt sind wir Menschen für alles verantwortlich. Wir fördern oder boykottieren Unternehmen mit jeder Kaufentscheidung, die wir treffen. Wir stellen den Banken und damit den Unternehmen das Geld zur Verfügung. Natürlich könntest du die Gewinne, die du bei einer herkömmlichen Bank durch Aktien und Zinsen machst, für gute Zwecke spenden. Dabei gibt es nur einen kleinen Haken: Das Geld wurde – zumindest teilweise – durch Atomkraft, Waffen oder Kinderarbeit verdient. Das kannst du auch mit der Investition in Biolebensmittel und nachhaltiger Kleidung nicht kompensieren.

Die unterstützten Unternehmen, beispielsweise Nestle, zerstören die Umwelt und kümmern sich nicht um die Menschenrechte. Sie leihen sich dein Geld von deiner Bank und bauen damit neue, ausbeuterische Firmen auf. Du solche Firmen durch den Nichtkauf ihrer Produkte zwar als Konsumentin boykottieren, unterstützt sie aber als Investorin. Dieser Prozess wird erst stoppen, wenn diese Firmen kein Geld mehr bekommen. Das geht zum einen über deine Kaufentscheidung, zum anderen über deine Investitionen.

Eine Alternative muss her

Heutzutage ist niemand mehr gezwungen, sein Geld an solche Banken zu verleihen. Es gibt nachhaltige Banken, die keine Atomkraft, Kinderarbeit, Waffenexporte oder Verstöße gegen die Menschenrechte unterstützen. Die Gewinne durch Zinsen und andere Anlageformen sind zwar niedriger, dafür unterstützt du die Nachhaltigkeit.

Hier eine Auswahl nachhaltiger Banken, die wir empfehlen können:

GLS Bank

GLS Bank

Die GLS Bank ist eine Genossenschaft und bezeichnet sich selbst als „erste sozial-ökologische Universalbank der Welt“. Sie möchte den Kunden nachhaltige Dienstleistungen, soziale und ökologische Investitionen sowie eine konsequente Transparenz anbieten. Die Zentrale der Bank befindet sich in Bochum, es gibt jedoch auch Filialen in Stuttgart, München, Berlin, Frankfurt, Freiburg und Hamburg. Sie hat derzeit rund 200.000 Kunden und 50.000 Mitglieder.

https://www.gls.de/

Triodos Bank

Triodos Bank

Die Triodos Bank bezeichnet sich als „Europas führende Nachhaltigkeitsbank“. Sie wurde 1980 von der niederländischen Triodos-Stiftung gegründet und betreut weltweit über 681.000 Kunden. Die Bank finanziert ausschließlich Projekte, Unternehmen und Institutionen, die einen Mehrwert für Mensch und Umwelt schaffen.

https://www.triodos.de/

EthikBank

EthikBank

Die EthikBank ist an die Volksbank Eisenberg eG angeschlossen und beschreibt sich selbst als „ethisch-ökologische Direktbank“. Sie hat derzeit etwa 20.000 Kunden und finanziert mit den Kapitaleinlagen ausschließlich soziale und ökologische Maßnahmen. Sie finanziert auf diesem Wege Passiv- und Energiesparhäuser, erneuerbare Energien, Elektroautos und kulturelle Projekte.

https://www.ethikbank.de/

Tomorrow Bank

Tomorrow Bank

Die Bank ist noch sehr jung, sie wurde nämlich erst 2018 ins Leben gerufen. Sie richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer in deinem Alter und kann nur über eine App genutzt werden. Später soll es aber auch die Online-Banking-Funktionen über die Webseite geben.

https://www.tomorrow.one/

UmweltBank

UmweltBank

Diese Bank versteht sich als rein ökologische Bank und finanziert dementsprechend nur ökologisch sinnvolle Projekte. Die Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Wasser-, Wind und Solarenergie, Passiv- und Energiesparhäuser sowie umweltfreundliche Produktionen und Recycling.

https://www.umweltbank.de/

 

Fotos: hui_u / stock.adobe.com; GLS Bank, Ethikbank, Tomorrow Bank, UmweltBank, Triodos Bank

Mit diesen Tipps sparst du beim Wocheneinkauf richtig Geld

beim Einkaufen Geld sparen
Wecke den Sparfuchs in dir!

Im Supermarkt betören dich Sonderangebote, bunte Verpackungen und appetitliche Präsentationen – und schon landet mehr in deinem Einkaufswagen, als du dir eigentlich vorgenommen hast. Damit du den Versuchungen leichter widerstehen kannst, haben wir dir einige Tipps zusammengestellt. So kannst du beim Einkaufen Geld sparen!

Nicht nur auf Augenhöhe suchen

In Supermarktregalen ist es nicht dem Zufall überlassen, wo ein Produkt platziert wird. Günstige Produkte findest du oft unten oder ganz oben im Regal. Auf Augenhöhe befinden sich hingegen häufig Produkte, die teurer sind, zum Beispiel Markenartikel. Deshalb lohnt es sich, wenn du wirklich alle Preise mit dem Blick scannst und nicht das Erstbeste nimmst, das dir ins Auge sticht.

Eigene Beutel und Gemüsenetze mitbringen

Gewöhne dir an, immer einen Beutel in der Handtasche oder im Auto aufzubewahren, um auch für spontane Einkäufe gewappnet zu sein. Eine Tüte kostet zwar nicht die Welt, doch die Beträge summieren sich. Zusätzliche Gemüsenetze – die teilweise auch kostenpflichtig werden sollen – helfen dir zudem, Plastik zu sparen.

Keine Angst vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum!

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist kein Verbrauchsdatum, sondern garantiert nur eine bestimmte Beschaffenheit des Produkts. Viele Supermärkte verkaufen Waren, deren MHD bald abläuft, jedoch günstiger. Entsprechende Schnäppchen sind oft mit einem bunten Preisschild markiert. Einige Discounter präsentieren solche Waren auch in einer eigenen Kiste, zum Beispiel im Kühlregal.

Den Zustand von Obst und Gemüse überprüfen

Obst und Gemüse tragen kein Mindesthaltbarkeitsdatum, das dir die Orientierung erleichtern könnte. Die Qualität, Haltbarkeit und Reife des Produkts kannst du jedoch mithilfe deiner Sinne einschätzen. Kondenswasser, das sich innerhalb einer Plastikverpackung sammelt, kann kritisch sein – denn das feuchte Milieu begünstigt die Entstehung von Schimmel. Loses Obst und Gemüse bietet hingegen den Vorteil, dass du dir einzelne Früchte bzw. Gemüse-Artikel aussuchen kannst, du noch richtig frisch sind. Außerdem kannst du bei losen Artikeln genau so viel kaufen, wie du verbrauchst. Wenn zum Beispiel von einem Dreierpack Paprika immer eine verschimmelt, bevor du sie essen kannst, solltest du ausrechnen, ob zwei lose Paprika nicht günstiger sind.

Einkaufszettel vorbereiten

Ein Einkaufszettel hilft dir dabei, dich nicht von Angeboten verführen zu lassen. Schreibe dir in Ruhe auf, was du wirklich brauchst – und halte dich im Laden daran. Einige Punkte sind allerdings verhandelbar: Welches Gemüse gerade besonders günstig ist, kann sich schnell ändern. Für mehr Flexibilität kannst du also Punkte wie „Gemüse“ offenlassen und dich im Geschäft für das günstigste Angebot entscheiden.

Planung: Angebote sichten

Viele Supermärkte und Discounter veröffentlichen vorab, welche Produkte sie demnächst besonders preiswert anbieten. Entsprechende Informationen findest du meistens auch online. Dieses Wissen kannst du nutzen, um deine Einkaufsliste zu schreiben. Achte jedoch darauf, dich auch beim Lesen der Angebote nicht verführen zu lassen! Manche Discounter wiederholen ihre Preisaktionen in bestimmten Abständen: Saisonale Artikel kehren oft ein Jahr später in ähnlicher Form wieder, wenn sie sich gut verkauft haben. Bei anderen Produkten können die Abstände durchaus kürzer sein, zum Beispiel bei Preisaktionen für zeitlose Süßigkeiten.

Verarbeitete Produkte sind oft teurer

Häufig kannst du durch Selbermachen Geld sparen. Fertiggerichte zu kaufen, ist meistens teurer als das Essen selbst zuzubereiten – auch, wenn der Preis für eine Portion Instant-Nudeln auf den ersten Blick günstig erscheint. Das gilt sowohl für Mahlzeiten zum Aufwärmen als auch für Sandwiches & Co. Unter der Marinade von abgepacktem Fleisch kannst du zudem nicht erkennen, in welchem Zustand sich die Ware befindet.

Das Preisgedächtnis trainieren

Versuche, dir die Preise in verschiedenen Läden zu merken. Grundnahrungsmittel kosten in vielen Geschäften gleichviel, doch hier und da können Unterschiede auftreten. Manchmal passen die Supermärkte die Preise an – aber nicht genau gleichzeitig. Dadurch entsteht mitunter eine Übergangsphase, in der zum Beispiel Haferflocken bei einer Supermarkt-Kette schon teurer sind, während die Preise bei einem anderen erst etwas später anziehen. Indem du den Preisen von einzelnen Produkten, die du häufig kaufst, Beachtung schenkst, können dir solche Veränderungen auffallen.

Preise vergleichen – aber richtig!

Vielleicht erinnerst du dich noch an die Rechenaufgaben aus deiner Grundschulzeit, für die du Preise miteinander vergleichen musstest. Wenn du beim Einkaufen Geld sparen möchtest, lohnt es sich, diese Fähigkeit wiederzubeleben. Achte auf den Preis pro Kilogramm oder pro Liter, wenn du verschiedene Sorten von Nudeln, Duschgel und anderen Waren vergleichst. Bei Waschmittel und ähnlichen Produkten solltest du zudem die Verbrauchsmenge beachten. Auf dem Preisschild von Waschmittel findest du deshalb oft die Angabe, wie viel ein solches Produkt pro Waschladung kostet.

Coupons und Punkte sammeln

Manchmal findest du auf dem letzten Kassenzettel, in einem Werbeprospekt oder im Internet Coupons, mit denen du bei deinem nächsten Einkauf Geld sparen kannst. Häufig bezieht sich ein solcher Preisnachlass allerdings nur auf ein bestimmtes Produkt. In diesem Fall solltest du dich zuerst fragen, ob du das Produkt überhaupt benötigst oder ob es nicht Alternativen gibt, die sogar ohne Coupon noch günstiger sind. Neben Coupons bieten Payback-, Treuepunkte & Co. die Möglichkeit, an Prämien zu gelangen oder anderen Belohnungen zu erhalten.

Nicht auf Marken achten

Für viele Markenprodukte findest du Alternativen, die deutlich günstiger sind als das Original. Eigenmarken von Drogerien und Supermärkten bieten dir oft eine Auswahl von Basic-Produkten wie Körperpflegeprodukte und Grundnahrungsmittel, die ihren Zweck vollauf erfüllen und dabei auch noch preiswert sind.

Den richtigen Moment abpassen

Wenn du hungrig einkaufst, gehst du das Risiko ein, mehr zu kaufen als du beabsichtigt hast. Deshalb solltest du ein Geschäft am besten dann betreten, wenn du satt bist. Auch deine Stimmung kann sich auf dein Einkaufsverhalten auswirken. Neigst du zum Frust-Shopping? Dann hinterfrage deine Kaufentscheidungen in solchen Situationen besonders gründlich.

 

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So gelingt dir der Umstieg auf Naturkosmetik – die besten Tipps & Infos

So gelingt dir der Umstieg auf Naturkosmetik

Naturprodukte und Biomarken sind in aller Munde und in ganz verschiedenen Bereichen unseres Alltags auf dem Vormarsch. Kein Wunder, dass das auch für die Kosmetik gilt. Was spricht also dagegen, seinem Körper in Bezug auf die Hygiene- und Pflegeprodukte etwas Gutes zu tun? Schieb doch den chemischen Zusatzstoffen in deinen Kosmetika einen Riegel vor. Bye bye Silikon, auf Nimmerwiedersehen Parabene, Ciao Paraffin!

Gründe für den Umstieg auf Naturkosmetik

Die Gründe für den Umstieg sind vielseitig. Grundsätzlich ist eine solche Veränderung die einzige Möglichkeit, aus einem chemischen Teufelskreis auszubrechen. Denn die Silikon- oder Paraffinschichten aus den herkömmlichen Cremes, die sich auf der Haut absetzen, erscheinen auf den ersten Blick zwar pflegend, sorgen aber für einen Schweißstau unter der Oberfläche. Unter der schönen Silikon-Paraffin-Folie wird die Haut brüchig. Wäschst du die Schicht beim Duschen ab, fühlt sich das Gesicht unangenehm gespannt an. Folglich cremst du direkt nach. Und genau diesen Kreislauf solltest du beenden.

Zudem gibt es einen ökologischen Grund, der für Naturkosmetik spricht. Denn bei vielen chemischen Pflegemitteln werden Mikroplastik-Partikel eingesetzt. Diese lassen sich von den Kläranlagen nicht aus dem Wasser filtern. So gelangen sie in die Gewässer, wo sie von Fischen und anderen Meeresbewohnern aufgenommen werden. Und diese landen dann womöglich später auf deinem Teller. Keine schöne Vorstellung, oder? Also lohnt es sich auch, auf Naturkosmetik zu setzen, um der Natur – und damit letztlich dir selbst – etwas Gutes zu tun.

Wie läuft der Umstieg ab?

Die hochwertigen Pflanzenöle aus den Naturmitteln dringen tief in deine Haut ein. Hier entfalten sie ihre volle Wirkung. Die geschädigten Zellen erhalten eine echte Frischzellenkur. Allerdings nimmt das ein wenig Zeit in Anspruch. Rötungen oder Pickel sollten dich in dieser Zeit nicht beunruhigen. Sie zeigen nur an, dass sich die Oberfläche an natürliche Einflüsse gewöhnt – schließlich gibt es keine Barriere aus Silikon und Paraffin mehr. Nach und nach bildet die Haut aber ihre eigenen Abwehrkräfte aus. Die verschiedenen chemischen Stoffe aus der Hornschicht werden ausgeschieden.

Sollte deine Haut besonders empfindlich sein, empfehlen wir dir, sie mit einem milden Serum bei der Regeneration zu unterstützen. Auch eine wohltuende Pflegemaske kann eine gute Idee sein. Sobald sich die Haut von den schädlichen Stoffen befreit und auf die Umgebung eingestellt hat, freust du dich über herrlich glatte und strahlende Haut.

Ähnlich sieht es bei deinen Haaren aus. Zunächst erscheinen sie trocken und matt. Das liegt an dem fehlenden lichtreflektierenden Silikonfilm. Mitunter reagiert das Haar zudem mit starkem Nachfetten. Doch auch das pendelt sich auf ein normales Maß ein, sodass du bald herrlich glänzende Haare präsentierst.

Wichtige Tipps für den Umstieg auf Naturkosmetik

Für einen erfolgreichen Umstieg solltest du einige Tipps berücksichtigen, damit kein Frust aufkommt. Zunächst einmal ist wichtig, dass du dir folgendes klar machst: Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Soll heißen, du musst nicht deine kompletten Gewohnheiten alle auf einmal umstellen. Vielleicht fängst du mit kleinen Schritten an und kommst so auch ans Ziel. Starte doch damit, dein Shampoo umzustellen. Hast du dich daran nach einiger Zeit gewöhnt, kommt das nächste Mittel dran, und so weiter. Dadurch hast du nicht eine große Hürde vor dir, sondern überspringst viele kleine spielend leicht, probiere es aus.

Geduld ist gefragt

Bei der Umstellung auf grüne Kosmetik solltest du dran denken, dass nichts von heute auf morgen passiert. Entscheidend ist, dass du den Mut nicht aufgibst. Bleib am Ball, wie es so schön heißt. Dein Körper benötigt eventuell mehrere Wochen – oder vielleicht sogar Monate – um die Umstellung zu bewältigen.

Zunächst einmal kommt bei der Umstellung nämlich höchstwahrscheinlich ein wenig Frust auf. Denn dein Körper scheint zunächst mit den neuen Bedingungen so gar nicht einverstanden zu sein. Haut und Haare spielen verrückt. Aber keine Sorge, nach und nach gewöhnt er sich an die neuen Mittel.

Überfordere deine Haut nicht

Mach dir auch klar, dass nicht jedes Naturprodukt geeignet ist. Nur weil „Natur“ draufsteht, heißt das nicht automatisch, dass dein Körper die Inhaltsstoffe verträgt. Gerade bei ätherischen Ölen oder bei Präparaten mit hoher Alkoholkonzentration kann es zu Problemen kommen.

Wer sich an den Naturprodukten versucht, der hat zunächst einmal eine neue und völlig unbekannte Auswahl vor sich. Da bekommt jeder Lust, sich durch das Sortiment zu probieren. Ausprobieren ist auf jeden Fall auch erlaubt und erwünscht. Kritisch wird es aber, wenn du ständig zwischen unterschiedlichen Produkten hin und her springst. Besonders empfindliche Haut ist mit diesen ständigen Umstellungen schnell überfordert.

Im Übrigen ist zu beachten, dass allein eine Umstellung auf Naturkosmetik kein Garant für Erfolg ist. Wenn du spezielle Hautprobleme damit in den Griff bekommen willst, solltest du beachten, auch andere Bereiche deines Alltags zu verändern. Das gilt in besonderem Maße für die Ernährung. Hier ist es wichtig auf ausgewogene und gesunde Speisen zu achten. Denn die Nahrung hat einen entscheidenden Einfluss auf unsere Haut.

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Top 10 Kettlebell-Übungen für dein effektives Home-Workout

Top 10 Kettlebell-Übungen für dein effektives Home-Workout

Jeder von uns hat ihn schon einmal gehört, den Begriff „Kettlebell“. Doch was steckt genau dahinter? Ist der Hype rund um die Gewichtskugel realistisch und wirklich so ein effektives Trainingsmittel oder doch nur ein Fitnessgerät wie jedes andere? Im Folgenden findest du nicht nur viele Fakten rund um die Kettlebell, sondern auch noch die Top 10 Übungen für den gesamten Körper. Inklusive Gestaltungshilfe für dein persönliches Kettlebell-Workout!

Was hat es mit der Kettlebell auf sich?

Du hast schon öfter davon gehört, dich aber noch nie genauer damit beschäftigt? Bei der Kettlebell handelt es sich um ein traditionelles Trainingsgerät und nicht um eine neue Fitnesserscheinung aus dem zwanzigsten Jahrhundert. Vielen ist die Kettlebell auch als „Kugelhantel“ bekannt. Die Geschichte der Kugelhantel beginnt bereits im 18. Jahrhundert in Russland. Sie stand damals symbolisch für Kraft und Stärke und wurde als Trainingsgerät beim Militär eingesetzt. Doch in den letzten Jahren hat die kugelförmige Hantel ihre Aufmerksamkeit zurückerlangt. Tendenziell werden Kettlebell-Übungen eher mit weniger Gewicht und dafür mehr Wiederholungen ausgeführt. Wichtig dabei ist, die Übungen sauber und mit Körperspannung durchzuführen.

Vorteile von Kettlebell-Übungen:

  • Neue Reize für die Muskelfasern werden gesetzt
  • Muskeln können von unterschiedlichen Winkeln aus bearbeitet werden
  • Cardio und Kraft werden trainiert
  • Es wird kein Fitnessstudio benötigt
  • Für jedes Fitness-Level geeignet
  • Gezielt Schwachstellen können trainiert werden
  • Die komplexen Übungen beanspruchen direkt mehrere Muskelgruppen
  • Es gibt einen hohen Nachbrenneffekt, der besonders gut zum Abnehmen ist
  • Ein vielseitiges Training ist möglich

Dein persönliches Kettlebell-Workout

Such dir aus den Top 10 Kettlebell Übungen 5 Favoriten aus und power sie nacheinander durch. Am besten mit 30 Sekunden Training und 30 Sekunden Pause (6 Runden pro Übung). Du kannst sie bei jedem Training neu kombinieren. So schnell hast du dein eigenes Workout zusammengestellt.

Und nun viel Spaß beim Auspowern!

1. Kettlebell Swing

1. Swing
1. Stelle dich breitbeinig in eine leichte Kniebeuge, wobei der Rücken gestreckt ist.
2. Richte dich auf, indem du deine Hüfte blitzartig nach vorne bringst und die Kettlebell mit beiden Armen gestreckt bis auf Brusthöhe bringt.
3. Lass sie dann kontrolliert zwischen die Beine zurückpendeln und hole neuen Schwung.
Fortgeschrittene können sich auch an einarmigen Swings versuchen.

Beanspruchte Muskelgruppen: ganzer Körper, Fokus liegt auf dem Rücken
Schwierigkeitsgrad: mittel – hoch
Darauf ist zu achten: Schwung aus den Beinen/der Hüfte holen, nicht aus den Armen!

2. Deadlift

Top Kettlebell Übungen - Nr. 2: Deadlift

1. Stelle dich etwas breiter als schulterbreit hin, die Beine bleiben dabei leicht gebeugt. Die Kettlebell steht mittig vor dir.
2. Greife dann mit beiden Händen nach der Kettlebell, umfasse sie mit beiden Händen und achte darauf, dass der Daumen immer über dem Zeigefinger liegt. Die Arme sind gestreckt und die Ellbogen liegen eng an den Rippen an.
3. Jetzt führst du leichte eine Kniebeuge aus, indem du das Gesäß Richtung Fersen führst und die Hüfte nach hinten drückst. Der Rücken bleibt gerade und dein Blick ist nach vorne gerichtet.
4. Nun richtest du dich auf und streckst die Knie durch, die Hüfte wird nach vorne geschoben und Bauch und Gesäß angespannt.
5. Dann beginnst du das Gewicht erneut abzusenken.

Beanspruchte Muskelgruppen: Oberschenkelmuskulatur, das Gesäß und der untere Rücken
Schwierigkeitsgrad: leicht

3. Goblet Squat

3. Goblet Squat
1. Halte mit beiden Händen eine Kettlebell vor deiner Brust.
2. Dann gehst du in die Hocke, als würdest du dich hinsetzen, so tief, dass der Po kurz vorm Boden ist – mindestens so, dass deine Beine parallel zum Boden sind.
3. In der Position kurz halten und kontrolliert in die Ausgangsposition zurückkehren.

Beanspruchte Muskelgruppen: Oberschenkel, unterer Rücken, Po
Schwierigkeitsgrad: mittel – hoch
Darauf ist zu achten: Der Gewichtsschwerpunkt ist während der gesamten Übung auf den Fersen, nicht auf dem Vorderfuß!

4. Kickbacks

Top Kettlebell Übungen - Nr. 4: Kickbacks

1. Du stehst gerade mit leicht geöffneten Beinen und hast am besten etwas zum festhalten (z.B. eine Wand) in der Nähe.
2. Der Bauch ist fest angespannt, der Rücken aufrecht. Nehme eine Kettlebell in die Hand und lege diese auf einer deiner Pobacken ab. Halte sie fest.
3. Nun beginnst du das Bein so hoch es geht nach hinten anzuheben und nutzt das Gewicht der Kettlebell, um den Muskel besser zu reizen. Der Rücken bleibt dabei gerade und etwas nach vorne gelehnt. Anschließend wechselst du das Bein.

Beanspruchte Muskelgruppen:
hintere Oberschenkelmuskulatur, Gesäß
Schwierigkeitsgrad: leicht

Mehr zu Kickbacks findest du hier »

5. Lunges mit Kettlebells

5. Lunges

1. Stelle dich aufrecht hin und spanne den Bauch fest an.
2. Nehme nun eine Kettlebell in die linke und eine in die rechte Hand. Hier empfiehlt sich, anfangs mit sehr wenig Gewicht zu arbeiten.
3. Halte den Arm gestreckt neben dem Körper.
4. Mache jetzt mit dem rechten Bein einen tiefen Ausfallschritt nach vorn. Das Knie sollte nicht über die Fußspitze hinausragen.
5. Komme in die Ausgangsposition zurück.

Beanspruchte Muskelgruppen: Beine, Gesäß, Arme
Schwierigkeitsgrad:
leicht – mittel

6. Push-ups

Top Kettlebell Übungen - Nr. 6: Push-ups

1. Stelle zwei Kettlebells auf Schulterhöhe neben dich.
2. Umfasst sie mit den Händen und spanne den Bauch fest.
3. Nun kommst du in eine Liegestützposition. Du stützt dich nur auf den Händen an den Kettlebells und den Fußspitzen ab.
4. Nun machst du in dieser Position Liegestütze.

Fortgeschrittene können dabei abwechselnd einen Arm samt Kettlebell vom Boden abheben.

Beanspruchte Muskelgruppen: Arme, Bauch, Rücken
Schwierigkeitsgrad: mittel

7. Seitstütz mit Kettlebell

7. Seitstütz

1. Stelle eine Kettlebell auf Schulterhöhe vor dich auf den Boden.
2. Umfasse sie mit der linken Hand, streckt den Arm gerade durch, er sollte sich direkt unter der Schulter befinden.
3. Spanne deinen Bauch fest an und hebe den Körper vom Boden ab.
4. Du stützt dich nur noch auf der linken Hand und den Fußaußenkanten ab.
5. Halte diese Position so lange du kannst und wechsle anschließend die Seiten.

Beanspruchte Muskelgruppen: seitliche Oberschenkelmuskulatur, seitliche Bauchmuskulatur, Arme, Schultern
Schwierigkeitsgrad: mittel

8. Russian Twist

Top Kettlebell Übungen - Nr. 7: Seitstütz

1. Setze dich hin und winkle die Beine an.
2. Lehne dich mit dem Oberkörper leicht nach hinten.
3. Nun hebst du die Kettlebell abwechselnd zur rechten und linken Seite, ohne sie dabei abzusetzen.
4. Auf Höhe deines Bauchs machst du immer eine kurze Pause und hältst die Position.

Beanspruchte Muskelgruppen: Bauch, Rücken, Arme
Schwierigkeitsgrad: mittel-schwer

9. Turkish Get Up

9. Turkish Get Up

1. Du liegst auf dem Rücken und dein linkes Bein ist angewinkelt, das rechte Bein ist gestreckt.
2. Nun drückst du die Kettlebell mit dem gestrecktem linken Arm nach oben und richtest die Brustwirbelsäule auf.
3. Dann drehst du dich auf die andere Seite und verwendest den rechten Arm als Unterstützung, um dich nach vorne in eine Ausfallschrittposition zu bewegen.
4. Ziehe nun dein rechtes Bein unter der Hüfte durch, damit du dich auf dem rechten Knie abstützen kannst. Dein Blick ist auf die Kettlebell gerichtet.
5. Zum Schluss richtest du dich über das linke Knie langsam in den Stand auf.
6. Nach einigen Wiederholungen wird der Arm gewechselt.

Beanspruchte Muskelgruppen: gesamter Körper
Schwierigkeitsgrad: schwer

10. Bizeps Curl mit Kettlebell

Top Kettlebell Übungen - Nr. 10: Bizeps Curl

1. Stelle dich hüftbreit hin. Dein Oberkörper ist gerade.
2. Nimm die Kettlebell mit dem linken Arm und halte ihn an deiner linken Seite gestreckt.
3. Nun winkelst du den Arm an und bringst die Kettlebell vor die Brust.
4. Anschließend denkst du deinen Arm wieder zurück in die Ausgangsposition.
5. Die Spannung im Arm sollte immer erhalten bleiben.

Beanspruchte Muskelgruppen: Bizeps
Schwierigkeitsgrad: leicht

 

Um langsam in ein Kettlebell-Training einzusteigen und es zu erlernen, ist es empfehlenswert, mit leichten Gewichten zu beginnen. Du solltest dich vorerst auf die Ausführung und Technik konzentrieren. Wenn du diese sicher beherrschst, kannst du auch beim Gewicht variieren. Du kannst auch – je nach deinem Trainingslevel – die oben genannten Übungen durch Sätze und Wiederholungen steigern.

 

Fotos: lordn / stock.adobe.com; AJOURE´ Redaktion

Mit Persönlichkeitsentwicklung zu mehr Erfolg im Leben

Mit Persönlichkeitsentwicklung zu mehr Erfolg im Leben
Entwickle dich weiter!

Die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit bringt tatsächlich mehr Erfolg im Leben. Das zeigte vor ein paar Jahren eine Studie: Sie ergab, dass Erfolg mehr von der Persönlichkeit als von Intelligenz abhängt. Deshalb sollte jeder daran arbeiten, seine Persönlichkeitsentwicklung voranzutreiben. Aber wie geht das konkret?

Persönlichkeit ist veränderbar

Neben feststehenden Faktoren gehören zur Persönlichkeit auch zahlreiche veränderbare. Man bleibt also nicht sein Leben lang gleich, sondern entwickelt sich stetig weiter. Das hört mit der Kindheit nicht auf. Wie das zu erklären ist, darüber sind die Forscher nicht einig, doch hauptsächlich gibt es drei Richtungen. Jede davon vertritt einen anderen Ansatz.

Persönlichkeit in der Theorie:

  • psychodynamisches Modell – nach Sigmund Freud und C. G. Jung
  • lebenslange Entwicklung – nach Paul Baltes
  • Stufentheorie – nach James E. Marcia und Erik H. Erikson

Persönlichkeit hängt auch von dir ab

Was auch immer davon am ehesten zutrifft, eines steht fest: Deine Persönlichkeit lässt sich verändern. Sie sollte das sogar tun, weil du dann mehr Erfolg haben kannst. Das gibt dir eine große Freiheit, denn was aus dir wird, hängt nicht mehr nur von Erziehung und Umwelt ab. Selbst wenn diese Faktoren auch eine große Rolle spielen, bist vor allem du für dein Leben verantwortlich.

Dies sind die Persönlichkeitsmerkmale, die sich ändern lassen:

  • Eigenschaften
  • Verhalten
  • Fähigkeiten
  • Gewohnheiten

Der Zweck ist aber nicht, sich selbst in irgendeiner Art zu heilen. Vielmehr ist die Anlage zur Persönlichkeitsentwicklung schon da, und nun willst du das Beste daraus machen. Wer eine Therapie sucht, weil er unzufrieden mit sich ist, wird hier nicht fündig! Der Unterschied zwischen beidem: Therapie heißt oft Umkehr, du willst dich dann ändern oder Probleme bewältigen. Wer aber eine Persönlichkeit entwickeln möchte, will sich weiterentwickeln, also die Anlagen in sich entdecken und fördern. Du gehst dann den Weg weiter, auf dem du sowieso schon bist.

Das ist Persönlichkeitsentwicklung nicht:

  • Imitieren anderer
  • Eigentherapie
  • ein anderer Mensch werden

Persönlichkeitsentwicklung Erfolg

Persönlichkeitsentwicklung: Wie geht das konkret?

Persönlichkeitsentwicklung soll dich also voranbringen, ohne dich von dir selbst zu entfernen. Klingt schwierig, ist es aber nicht, denn es gibt konkrete Schritte auf dem Weg dahin. Konkret kannst du allerdings erst werden, wenn du weißt, wo du zurzeit stehst. Dazu braucht es Selbstreflexion. Wir nennen es Selbsterkenntnis – aber lass dich von dem großen Wort nicht abschrecken. Eigentlich geht es nur darum, zu verstehen, was dich heute ausmacht. Sozusagen der aktuelle Stand der Dinge.

Erkenne dich selbst

Das gehört dazu:

  • Fähigkeiten
  • Vorlieben
  • Charakter / Temperament
  • Stärken und Schwächen

Merkst du etwas? Jedes gewöhnliche Vorstellungsgespräch verlangt dir das ab! Deshalb ist diese Analyse vermutlich nicht neu für dich. Neu ist nur das, was nun folgt.

Akzeptiere, wer du bist

Scheinbar ist es eine Selbstverständlichkeit, aber dennoch nicht jedem klar: Ändern kannst du dich nur, wenn du dich vorher selbst akzeptierst. Das betrifft alle Seiten von dir, auch solche, die dich vielleicht stören. Sie gehören dennoch zu dir! Mach auch nicht den Fehler, andere imitieren zu wollen, denn jeder Mensch ist einzig. Wer seine Persönlichkeit entwickeln möchte, sollte darum zunächst lernen, sich selbst anzunehmen.

Verändere, was dir nicht passt

Dies ist die eigentliche Arbeit: Durchhaltevermögen gehört ebenso dazu wie ein starker Wille und Disziplin. Überdies noch Mut: Einfach wird das Ganze nicht! Es wird zudem nicht von heute auf morgen klappen. Doch Stück für Stück wirst du positive Veränderungen an dir bemerken.

Persönlichkeitsentwicklung Journal

Das ist deine Belohnung:

Entwickelte Persönlichkeiten nennt man auch reif. Was das eigentlich heißt, machen sich aber nur wenige Menschen klar. Häufig kommt es ganz von allein, mit steigendem Lebensalter und zunehmender Lebenserfahrung. Wer nicht warten möchte, bis er oder sie alt und weise ist, hat das Prinzip verstanden: Bereits vor dem Lebensabend lässt sich die eigene Persönlichkeit weiterentwickeln. Resultat ist nicht nur eine höhere Zufriedenheit mit dem eigenen Leben.

  • Erfolg beruflich wie auch privat
  • mehr Kompetenz bei der Lösung von Problemen
  • Krisen leichter bewältigen
  • mentale Stärke
  • mehr Ruhe und Zeit für sich selbst
  • realistische Einschätzung der eigenen Möglichkeiten

Bei vielen Menschen stellt sich im Ergebnis auch mehr Gelassenheit ein. Klar: Je mehr wir mit unserem Leben zufrieden sind, desto gelassener können wir in die Zukunft blicken. Dabei geht es aber nicht darum, Hindernissen auszuweichen. Im Gegenteil! Hindernisse, Probleme, Krisen werden dich desto weniger aus der Bahn werfen, je weiter du in deiner Persönlichkeitsentwicklung fortgeschritten bist.

Persönlichkeitsentwicklung: Diese Probleme können auftauchen

Probleme können sich bereits dadurch ergeben, dass du überhaupt beginnst, an dir zu arbeiten. Zum Glück gibt es aber ein paar hilfreiche Tipps, wie du solche Probleme möglichst weit reduzieren kannst.

  • Bleibe realistisch: Je klarer du dich selbst siehst, umso deutlicher wirst du auch sehen, was du ändern kannst – und was auf keinen Fall.
  • Übernimm Verantwortung für dich selbst: Lerne, dich selbst zu achten! Dazu gehört auch, liebgewonnene Gewohnheiten aufzugeben, wenn sie dir schaden.
  • Akzeptiere persönliche Grenzen: Manches geht einfach nicht, egal, wie sehr du es dir wünschst. Das musst du irgendwann akzeptieren, um voranzukommen. Andernfalls stagniert deine Entwicklung, weil du stets am immer gleichen Problem knabberst.

Was noch passieren kann

  • Vielleicht wird dein Leben etwas weniger bequem.
  • Du lernst vielleicht Seiten an dir kennen, die dir nicht ganz geheuer sind.
  • Manch ein sogenannter Freund wird sich vielleicht von dir verabschieden.
  • Ablehnung anderer kann nicht ausgeschlossen werden.

Sei darum stets offen zu deinen Freunden. Erkläre ihnen, was du gerade tust. Nur dann haben sie eine Chance, dich zu verstehen und auf deinem Weg zu begleiten.

Persönlichkeitsentwicklung lernen

Mehr wissen heißt aktiv lernen

Viel lesen ist nicht jedem gegeben. Gute Freunde können auch helfen, denn Wissen erlangen wir nicht nur aus Büchern, sondern auch aus Gesprächen. Lerne aktiv mehr über dich und deine Persönlichkeit. Höre aufmerksam zu, wenn dir jemand Feedback gibt. Lehne nicht gleich ab, was dir nicht passt, sondern durchdenke es – verwerfen kannst du es dann immer noch!

Tagebuch führen hilft übrigens sehr. Dazu musst du nicht nur deine Gedanken ordnen, ein wichtiger Punkt bei der Persönlichkeitsentwicklung. Du kannst auch später nachlesen, auf welchem Stand du zu einer bestimmten Zeit warst – und ob sich seither überhaupt etwas geändert hat.

Das kannst du erreichen:

  • Deine Empathie mit anderen steigt.
  • Bei Problemen kannst du nicht nur schnell, sondern auch angemessen reagieren.
  • Langfristige Ziele verlierst du nicht mehr so rasch aus den Augen.
  • Hinterfragen schwächt dich nicht, sondern stärkt dich.
  • Du wirst selbstständiger handeln und so, wie es deiner Persönlichkeit entspricht.

Persönlichkeitsentwicklung durch Ausprobieren

Die beste Methode zur Persönlichkeitsentwicklung besteht immer noch darin, etwas Neues auszuprobieren. Häufig lernst du dann nicht nur eine Fähigkeit, sondern triffst auch viele neue Menschen. Sie kennen dich nicht von früher, weshalb du hier gute Chancen hast, von ihnen in deiner Persönlichkeitsentwicklung akzeptiert zu werden.

Das alles eignet sich zum Ausprobieren:

  • Sport
  • neues Hobby
  • Ehrenamt
  • neue Projekte im Job

Kleine Schritte sind übrigens stets besser als große. Lass dir Zeit bei dem, was du tust. Allzu viel auf einmal lässt sich sowieso nicht erreichen, denn es soll ja auch ein Lerneffekt einsetzen.

Persönlichkeitsentwicklung leben

Entwickle deine Stärken, nicht die Schwächen

Was selbstverständlich klingt, ist es im Alltag nicht immer. Manchmal fokussierst du vielleicht auf deine Schwächen, während eine Stärke ungenutzt brach liegt. Beginne lieber damit, denn hier kannst du reale Erfolge auch sehen. Vergiss nicht, dich zu belohnen, wenn etwas gut klappt. Das Belohnungssystem hilft dir, den Erfolg in deinem Unterbewusstsein zu verankern!

Und noch eines: Nimm dir ab und zu eine Auszeit. Setz dich nicht zu sehr unter Druck, sondern gehe realistisch an deine Persönlichkeitsentwicklung heran. Andernfalls besteht die Gefahr, dass du dir zu viel auf einmal vornimmst und verzweifelst.

So kann deine Persönlichkeitsentwicklung starten – Anregungen:

  • Stress reduzieren: Smartphone regelmäßig abschalten
  • Zeitmanagement: früher aufstehen, den Tag besser nutzen
  • Fitness: Morgens / abends eine Runde um den Block laufen
  • Ernährung: mehr Gemüse / Obst zu sich nehmen
  • Soziale Beziehungen: alte Freundschaften wieder aufnehmen
  • Partnerschaft: Gefühle offener zeigen

Kommst du gar nicht allein zurecht, hilft übrigens ein Profi. Coaching wird auch auf diesem Gebiet in den letzten Jahren immer erfolgreicher.

Coaching zur Persönlichkeitsentwicklung

Zwar ist das ziemlich teuer, kann aber da helfen, wo du selbst immer scheiterst. Denn ein Coach wird dich intensiver betreuen, als du selbst das vielleicht tust. Er schafft Verbindlichkeiten und kann zudem ganz anders über dich nachdenken. Und er hat nicht deinen inneren Schweinehund!

Unser Fazit zur Persönlichkeitsentwicklung

Persönlichkeitsentwicklung ist ein Prozess. Er begleitet dich durch dein ganzes Leben und erweitert deinen Horizont. Du kannst ihn gar nicht umgehen, denn er findet sowieso statt. Doch du kannst ihn steuern und somit ein bisschen beschleunigen. Das bringt dir nicht nur mehr Erfolg im Leben. Es hilft dir auch, Hindernisse gestärkt anzugehen und dich in die Richtung zu entwickeln, in die du willst. Denn Persönlichkeitsentwicklung macht dich nicht zu einem neuen Menschen: Sie holt vielmehr das Beste aus dir heraus, was in dir steckt!

 

Fotos: Rawpixel.com / stock.adobe.com

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