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Renten Gap: So lachst du dir einen Sugar Daddy an

Renten Gap: So lachst du dir einen Sugar Daddy an

Das Alter hat für Frauen so seine Probleme – eines davon: die geringe Rente. Doch dafür gibt es eine ganz einfache Lösung: Du holst dir deine zukünftig fehlende Rente einfach jetzt schon von den alten Knackern. Mit diesen drei einfachen Schritten lachst du dir deinen ganz persönlichen Sugar Daddy an.

So wirst du zum Sugar Babe

Nummer 1: Online Anzeigen schalten. Der erste Schritt zum Sugar Babe ist gar nicht so schwer. Mit dem Blick in die Weiten des Internets ist ein Dating-Portal ein guter Anfang. Wichtig: Es sollte nur für Leute wie dich und deinen künftigen Sugar Daddy ausgelegt sein. Das Anschreiben kostet zwar echtes Geld, aber das hast du sowieso wieder drin, sobald du dir deinen Daddy geangelt hast.

Nummer 2: Regelmäßig „Liebe kennt kein Alter“ als Mantra in deinem Kopf aufsagen. Du kannst auch Bilder mit diesem Spruch auf deinen Socials posten, um dir den Sachverhalt so schön wie möglich zu reden. Das zieht Sugar Daddys en masse an.

Nummer 3: Den Typen an der kurzen Leine halten. Sobald du einen Sugar Daddy an Land gezogen hast, lässt du ihn auch nicht mehr von der Leine. Du machst ihm schön klar, dass deine zukünftige Rente nicht zu lange auf sich warten lassen sollte: Statt einmaliger Luxus Yacht Fahrten sollte hier in eine teure Rolex investiert werden.

Hand aufs Herz

Die Tipps mit dem Sugar Daddy sind natürlich nur Sarkasmus. Mit dem Sugar Daddy Ratgeber sollen lediglich ein paar Augenbrauen in die Höhe geschoben werden.

Die Realität unseres Rentensystems sieht nur leider so aus: Frauen beziehen im Schnitt 45 Prozent weniger gesetzliche Rente als Männer. Sogar junge Frauen, die heute erst in ihr Arbeitsleben starten, werden weniger im Alter ausgezahlt bekommen, als ihre männlichen Altersgenossen. Warum? Zum einen verdienen Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer (Gender Pay Gap), zum anderen sorgen Kindererziehungszeit, Pflegezeiten und lange Phasen der Teilzeitarbeit für geringere Ansprüche in der gesetzlichen Rente. In der Realität sind es dann erschreckende 45 Prozent. Diese Lücke zwischen den Renten von Männern und Frauen wird „Renten Gap“ genannt. Den Begriff hast du bestimmt schon mal gehört, dahinter steht aber tatsächlich deine eigene zukünftige finanzielle Situation.

Mit dem Slogan „Besser gute Beratung, als schlechte Ratgeber“ fängt die Sparkasse dich auf, wo dein Sugar Daddy dich mit Sicherheit schon fallen lassen wird.

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse hat die Sparkasse jetzt eine Aktion gestartet, um auf diesen fiesen Renten Gap zwischen Männern und Frauen aufmerksam zu machen. Denn obwohl das Defizit unsere Alterssicherung betrifft, ist es nicht mit der Aufmerksamkeit gesegnet, die es nötig hat. Ratgeber-Titel, wie „Mann beseitigen, Rente abgreifen“, „Pimmel runter, Rente rauf“ und „Heute Rentner, morgen Drogenboss“ sorgen für einige Lacher, schiefe Gesichtsausdrücke und Fragezeichen über den Köpfen der Leute.

Wie die Besucher der Frankfurter Buchmesse auf die Aktion der Sparkasse reagiert haben, kannst du hier in diesem Video der Sparkasse sehen:

Wir finden die Aktion erregt Aufmerksamkeit, die schon lange benötigt wird und stehen hinter der Botschaft „Besser gute Beratung, als schlechte Ratgeber“. Wir Frauen müssen aktiv werden und uns rechtzeitig mit unserer finanziellen Zukunft auseinandersetzen, um auch im Alter finanziell frei und unabhängig zu bleiben.

Die besten schlechten Ratgeber können wir euch natürlich nicht vorenthalten:

Warum ist finanzielle Unabhängigkeit aber so wichtig?

Schlechte Ratgeber hin oder her: während deiner Zeit in der Arbeitswelt viel zu verdienen, ist für deine finanzielle Zukunft nur die halbe Miete. Deine staatliche Rente und die Ersparnisse sind das, worauf es im Alter eigentlich ankommt und da lohnt es sich, schon heute aktiv zu werden, denn auch wenn die Vorstellung nicht schön ist: Das Alter kommt schneller als du denkst und deine Rechnungen werden dann auch nicht weniger.

Du möchtest bestimmt in deiner schönen Wohnung bleiben, nicht auf deine bisherige Lebensqualität verzichten und deinen süßen Enkeln bestimmt ein paar Euros zustecken, sobald die Zeit erst einmal gekommen ist. Viel zu viele alte Menschen – insbesondere Frauen – müssen sich ihre Rente aber mit Aushilfsjobs aufbessern. In einem Land wie Deutschland sollte das eigentlich ein Unding sein. Leider ist dieser Missstand aber die bittere Realität.

Deshalb ist die Motivation der Sparkasse folgende: Die Vorsorgebereitschaft von Frauen zu fördern und auf diese Weise Missstände in der Gesellschaft zu reduzieren. Das geht aber nur mit deiner Mithilfe, denn Vorsicht ist besser als Nachsicht. Hab keine Angst vor dem Thema Finanzen und trau dich, dich auch wirklich damit zu beschäftigen. Mach dir Gedanken um das unattraktive Thema Rente. Der Zeitpunkt ist immer in ferner Zukunft, bis es dann auf einmal im nächsten Jahr soweit ist.

Du fragst dich nun bestimmt, wie hoch dein persönlicher Renten Gap ist? Ein Anhaltspunkt ist neben statistischen Berechnungen die Website der Sparkasse. Hier findest du einen Rechner, der dir auf Grundlage der verschiedenen Statistiken deinen ganz persönlichen Renten Gap ermitteln kann. Mit dem Anhaltspunkt kannst du dir gemeinsam mit deinem Sparkasse-Berater Gedanken um deine Altersvorsorge machen.

Übrigens: Laut dem aktuellen Kurs werden sich auch die nächsten Jahre nicht besser für die Rente der Frau entwickeln. Die Abhängigkeit von staatlichen Leistungen im Alter bedroht weiterhin einen beachtlichen Anteil aller alleinstehenden Frauen im Rentenalter.

Bei der Vorsorge denken wir Frauen einfach zu wenig an uns selbst. Die eigene Altersvorsorge ist aber genauso wichtig wie die der Familie.

Fazit der Aktion

Nach dem ersten Schockmoment, den die Aktion hervorgerufen hat, können wir nur darauf hinweisen, aktiv zu werden. Was für dich die beste Möglichkeit ist, um finanziell unabhängig zu werden und auch während der Rente abgesichert zu sein, lässt sich nicht pauschalisieren. Ob Wertanlagen, wie Aktien oder doch ein Eigenheim… das lässt sich in einer Beratung herausfinden.

Wir unterstützen die Sparkasse in ihrem Vorhaben, Frauen aus Deutschland im Alter eine größere Sicherheit zu geben und hoffen, dass wir auf diesem Weg auch ein bisschen gegen diese Ungleichheit kämpfen können.

Egal ob du deinen Weg nun als Sugar Babe einschlägst oder nicht, die Sparkasse kümmert sich um dich und deine Zukunft. Also trau dich, endlich aktiv zu werden.

 

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Foto: Tomasz Zajda / stock.adobe.com

Happy im Herbst: Den Herbst-Blues mit einem gemütlichen und schönen Zuhause bekämpfen

Happy im Herbst: Den Herbst-Blues mit einem gemütlichen und schönen Zuhause bekämpfen

Der Herbst ist eine wunderschöne Jahreszeit: Die Blätter verfärben sich in ein leuchtendes Gelb, Orange oder Rot, während die herbstliche Sonne alles in ein goldenes Licht taucht. Bei Spaziergängen durch das bunte Laub kannst du dich an der Schönheit der Natur erfreuen und ein Gefühl der Ruhe und Ausgeglichenheit stellt sich ein. Dennoch bringt der Herbst für viele auch eine gewisse Melancholie und einen Herbst-Blues mit sich: Die langen, warmen und hellen Tage sind vorbei und mit dem Herbst gehen oftmals auch regnerische Tage einher. Doch je ungemütlicher es draußen wird, umso gemütlicher kannst du es dir in deinen eigenen vier Wänden machen, um den Herbst dennoch in vollen Zügen zu genießen.

Die Wohnung herbstlich dekorieren und für Gemütlichkeit sorgen

Selbst, wenn der goldene Herbst mal einem verregneten Tag weichen muss und es draußen kühler wird, kann der Herbst wunderschön sein. Dann kannst du es dir beispielsweise in deiner Wohnung mit Teelichtern, Kerzen und Windlichtern so richtig gemütlich machen. Auch Lichterketten und Lampions tauchen den Raum in ein behagliches Licht, das zum Kuscheln, Netflix and Chill, Lesen oder auch Nichtstun einlädt. So kannst du einfach mit einer wärmenden Tasse Tee und einem kleinen Snack unter der Decke sitzen und die Ruhe und den Herbst genießen.

Für zusätzliche Gemütlichkeit sorgt dabei eine herbstliche Playlist, die die Stimmung der Jahreszeit einfängt und mit harmonischen und gemütlichen Klängen Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden verbreitet. Bei Spotify gibt es beispielsweise die Playlist „Autumn Piano“ mit ruhigen, melancholischen und dennoch gemütlichen Klavier-Songs, die dich in die richtige Herbststimmung bringen, wenn du es dir auf der Couch gemütlich machen möchtest.

Neben Teelichtern und Co. kannst du auch mit anderer Deko für eine herbstliche Stimmung in den eigenen vier Wänden sorgen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Deko-Tablett, das du herbstlich mit Kastanien, Lampionblumen und einem Windlicht gestaltest? Oder du stellst eine schöne Vase mit Hagebuttenzweigen auf den Tisch. Aber auch eine Dekoschale mit getrocknetem bunten Laub, Zierkürbissen oder einer Pilzfigur sorgen für eine gemütliche und herbstliche Stimmung in der Wohnung. Wer es rustikaler und schlichter mag, kann aber auch wie auf dem Bild unten einfach ein paar Tannenzapfen, Zierkürbisse und Teelichter auf Baumscheiben arrangieren.

Für zusätzliche Herbststimmung und Gemütlichkeit sorgst du mit einer herbstlichen Wandgestaltung. So kannst du beispielsweise ein tolles Foto vom letzten Spaziergang durch den herbstlichen Wald in der Wohnung gekonnt in Szene setzen. Als Foto auf Leinwand gedruckt kommt der schöne goldene Herbst besonders gut zur Geltung und du kannst die Magie des Herbstes in die eigenen vier Wände holen und feiern.

Aber auch ein selbstgebasteltes herbstliches Mobile an der Wand, etwa mit Tannenzapfen, bunten Blättern oder kleinen Kürbissen, sorgt für eine herbstliche Wandgestaltung, um die Freude am Herbst noch zu vergrößern.

DIY: Zeit zum Basteln

Apropos Basteln: Zu den am weitesten verbreiteten Kindheitserinnerungen gehören sicherlich auch jene an herbstliche Bastelnachmittage. War es draußen nass und kalt, wurde es drinnen erst so richtig gemütlich. Mit Schere, Kleber und Co. bewaffnet hast vielleicht auch du tolle Dinge kreiert, die bei deinen Großeltern oder auch Eltern ihren Platz im Regal gefunden haben.

Ganz egal, wie alt du heute bist: Bastelnachmittage im Herbst wieder aufleben zu lassen, lohnt sich. Räum also einfach deinen Esstisch frei und mach es dir gemütlich. Viel Inspiration für tolle Do-it-yourself Projekte findest du im Netz beispielsweise bei Pinterest oder auch YouTube. Lass dich inspirieren und gestalte beispielsweise tolle herbstliche Mobiles, Windlichter, Makramees, Vogelhäuschen oder auch bemalte Blumentöpfe für deine Kräuterküche. Stück für Stück kannst du auf diese Weise sogar Deko kreieren, die deine Wohnung noch individueller macht.

Kürbis, Apfel und Co. als Seelenwärmer: Herbstliches Essen zuhause kochen

Herbstliches Essen zuhause kochen

Auch herbstliches Essen, das du dir zuhause selbst zubereitest, bringt dich in die richtige Herbst-Stimmung und hilft dir, die bunte Jahreszeit so richtig zu genießen. Gerade der Kürbis ist ein tolles Lebensmittel, das super zum Herbst passt und lecker schmeckt. Wie wäre es beispielsweise mit einer Kürbissuppe mit Ingwer und Kokosmilch, abgeschmeckt mit einem Spritzer Zitronensaft und etwas Sojasauce? Diese schmeckt richtig toll und bringt den Herbst direkt in deine Küche. Aber auch Äpfel und Nüsse bringen dich kulinarisch in Herbststimmung. Ein herbstlicher Kürbisflammkuchen mit Äpfeln, Walnüssen, Ziegenkäse, Honig, Rucola und Rosmarin schmeckt hervorragend und hilft dir, den Herbst aus vollen Zügen zu genießen und wärmt deine Seele.

 

Fotos: unsplash.com @ jakobowens1; Instagram; pixabay.com @ RitaE

Vorzüge der Mittelmeerdiät: Mit mediterraner Küche abnehmen

Vorzüge der Mittelmeerdiät: Mit mediterraner Küche abnehmen

Keine Lust mehr auf Kalorienzählen, FDH- oder Low-Carb-Diät? Die Mittelmeerdiät macht Schluss mit Frustration und schlechter Laune. Schlemmen ist nämlich erlaubt! Die Bewohner Südfrankreichs, Siziliens und Kretas wissen, wie es geht.

Bei der Mittelmeerdiät handelt es sich um keine Diät im eigentlichen Sinn. Vielmehr ist sie eine Lebenseinstellung beziehungsweise eine langfristige Ernährungsumstellung. Ganz weit oben stehen der Genuss und das gute Gefühl beim Essen. Ernährung soll Spaß machen und nicht zum Krampf werden. Bei der mediterranen Ernährungsweise geht es nicht primär um das Abnehmen. Die Gesundheit steht im Vordergrund. Hier können wir uns viel bei den Südeuropäern und ihrer traditionellen Ernährung abschauen.

Prinzip der Mittelmeerdiät

Die Mittelmeerdiät setzt auf gute Fette, komplexe Kohlenhydrate und Proteine aus Meerestieren und Milchprodukten. Strenge Regeln gibt es keine, gekocht wird mit frischen Zutaten. Die Ernährungsform ist ausgewogen und abwechslungsreich. Die Hauptzutaten der mediterranen Küche sind:

  • saisonales Obst und Gemüse
  • Kartoffeln, Reis und Bohnen
  • Hülsenfrüchte wie Linsen und Kichererbsen
  • Vollkornpasta und Vollkornbrot
  • weniger rotes Fleisch, dafür mehr Fisch und Meeresfrüchte
  • Nüsse
  • Olivenöl

Insbesondere Olivenöl ist ein wichtiger Bestandteil der Mittelmeerdiät und wichtiger Lieferant für ungesättigte Fettsäuren.

Nährstoffreiche und gesunde Zutaten gehen Hand in Hand mit der richtigen Einstellung zum Essen. Im Süden nehmen sich die Menschen bekanntermaßen viel Zeit und vermeiden Stress. Das gilt auch für die Mahlzeiten. Darum: Zwischenmahlzeiten reduzieren, Hauptmahlzeiten in Ruhe essen, gut kauen und nicht schlingen. Man isst nachweislich kleinere Portionen, wenn man bewusst langsam speist. Das Abnehmen gelingt dadurch leichter, gleichzeitig steigt das Wohlbefinden.

Mediterrane Ernährung: Die beste Abnehmstrategie

Viele Abnehmwillige versuchen, Kalorien zu sparen, indem sie weniger essen oder auf Diäten wie Low Carb und Low Fat setzen. Sie verzichten dabei bewusst auf Kohlenhydrate oder vermeiden Fett. Das kann zwar kurzzeitig zum Erfolg führen, entspricht auf Dauer aber keiner ausgewogenen Ernährungsweise.

Hier punktet die Mittelmeerdiät. Im Vergleich mit anderen Abnehmstrategien sehen Ernährungsexperten sie an erster Stelle im Ranking der gesündesten Ernährungsweisen. Pluspunkt: Die Mittelmeerdiät soll vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen, Bluthochdruck zumindest ein wenig senken können und beim langfristigen und nachhaltigen Abnehmen unterstützen.

Foto: pastel100 / pixabay

Fernanda Brandão: Kaxinawa – Meine Reise zurück zu mir und auf der Suche nach meinen Wurzeln

Fernanda Brandão

Wir treffen Fernanda Brandão im Aldiana-Club in Andalusien, wo sie während der Event-Woche „Get stronger!“ mit ihren Fitness-Programmen GINGA und ROOTS für ordentlich Bewegung sorgt. In herrlicher Kulisse und tollem Wetter erzählt uns die charmante Brasilianerin nicht nur über ihre selbst entwickelten Workouts, sondern auch über ihr Engagement bei der Organisation „Children of the Forgotten“ und ihr nun veröffentlichtes Buch.

Du hast bereits mit GINGA dein eigenes Fitnessprogramm entwickelt und nun startest du mit deinem neuen Workout ROOTS. Worauf dürfen wir uns bei diesem Programm freuen und worin liegt der Unterschied zu GINGA?

Bei meinen Sportprogrammen ist es mir sehr wichtig, dass es sehr authentisch ist, es war gar nicht bewusst, aber beide Programme haben die Wurzeln in meiner Herkunft. Bei GINGA haben wir Capueira-Elemente vereint mit klassischen Fitness-Übungen und ein wenig Tanz. Es ist ein sehr anspruchsvolles Ganzkörpertraining. Bei ROOTS ging es für mich darum, etwas Ganzheitliches zu machen. Nach vielen Jahren Unterricht habe ich gemerkt, dass es mir nicht nur darum geht, einen schöneren Hintern zu bekommen oder tollere Beine. Es muss im Kopf etwas passieren, dass du es dir wert bist, eine Stunde am Tag für dich zu nehmen und nur etwas für dich zu tun.

Motivation ist oft nicht einfach. Für mich ist der Weg ins Studio auch manchmal hart, aber wenn du es dann durchgezogen hast, geht es dir danach immer besser. Sport und Bewegung ist ein Transformator für Energie. Alles was irgendwie verstaucht und „angehaftet“ ist, manchmal in Form von Schmerzen, gerade wenn man sich länger nicht bewegt hat, kommt wieder in Fluss. Und ROOTS ist eine Mischung aus Yoga, Pilates, und Mobilitätstraining. Anders als bei GINGA braucht man nicht so viel Koordination, räumliche Vorstellung und Rhythmik, sondern es geschieht alles auf einer Matte. Das Training ist sehr bewusst, es geht um die richtige Atmung und ist trotzdem ohne einen esoterischen Hintergrund. Es gibt auch einen kleinen Meditationspart zum Schluss. Für mich ist es sehr wichtig, dass sich die Menschen wieder spüren. Ich habe auch selbst bei mir gemerkt, dass ich mich trotz des ganzen Sports irgendwann selbst nicht mehr gespürt habe. Es war immer nur höher, schneller, weiter, aber nicht gezielt und präzise.

Wie bzw. wo können Interessierte deine Fitnessprogramme ausprobieren?

Momentan arbeite ich an meiner nur für den Sport ausgerichteten Website, welche im nächsten Jahr online gehen wird. Da werden dann alle Informationen zu meinen Sportprogrammen gebündelt zu finden sein.

Fernanda Brandão auf der Get Stronger Week

Gibst du auch normale Kurse?

Ich gebe momentan Kurse nur in Form von Events. Gerade ROOTS verbinde ich sehr viel mit meinen ganzen anderen Themen, deshalb machen wir das zum Beispiel in Form von Tagesworkshops oder Persönlichkeitsentwicklungsworkshops. Da geht’s nicht nur um den physischen Teil, sondern auch um den psychologischen und emotionalen Part. Ich wollte die Menschen einladen, die ansonsten normalerweise nicht unbedingt zu einer Yoga-Stunde gehen. Wenn wir mit ROOTS eine Tagung zusammen mit Vorträgen machen, ist die sportliche Komponente zum Schluss wirklich der Moment der Einheit. Wenn man zusammen Sport macht, ist man ganz anders verbunden und wieder bewusster bei sich. Eben zurück zu der eigenen Mitte und zu den Wurzeln.

Wieviel bzw. welche Workouts machst du selbst für dich?

Das ist unterschiedlich. Viele Menschen denken, ich mache jeden Tag total viel Sport, aber das stimmt gar nicht. Das sage ich jetzt nicht, weil ich so eine tolle Genetik habe, nein, ich bin 36 und merke auch die Erdanziehungskraft. Das geht auch nicht spurlos an mir vorbei. Manchmal ist es durch unseren Job schwierig, denn wir bekommen doch viele E-Mails und Telefonate, dann bewegt man sich wenig. Wenn ich das lange nicht tue, dann merke ich, dass meine Laune auch sinkt. Ich versuche mindestens dreimal in der Woche Sport zu treiben. Aber zum Glück gibt es dann wieder so tolle Wochen wie diese hier, wo ich sehr viel Sport machen kann.

Was steht bei dir in der Regel auf dem Speiseplan?

Ich esse sehr gerne und auch sehr viel, deshalb muss ich mich immer ein Leben lang bewegen. Seit einigen Jahren weiß ich und habe gerade durch meine Arbeit im Regenwald das Bewusstsein, dass ich gewisse Dinge nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Steak hat nie wieder so gut geschmeckt wie davor, als ich mich noch nicht mit diesen Themen befasst habe. Ich bin kein Fan davon, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Ich glaube, jeder von uns, der in der modernen Welt lebt, hat keine komplett weiße Weste. Und das ist okay. Wir müssen uns die Hände reichen und überlegen, welche Schritte können wir gemeinsam tun, um diese Dinge zu ändern. Ich versuche auf Fleisch zu verzichten, esse aber trotzdem ab und zu mal Fleisch. Ich versuche auch Lebensmittel zu essen, die mir Energie geben, also vor allen Dingen frische Produkte. Ich liebe zum Beispiel Salate. Das ist auch etwas, das ich durch meine spirituellen Freunde entdeckt habe. Gerichte wie Haferbrei oder warmes Obst hätte ich früher niemals gegessen. Oder anstatt Kaffee lieber mal einen Tee. Ich bin kein Fan von Verzicht oder Absolutismus. Man muss einfach alles im Gleichgewicht halten, damit man auch mal abends zur Bar gehen kann 

Fernanda Brandão - Club Aldiana Andalusien

Du bist ja wahnsinnig viel unterwegs, gibt es bei dir so etwas wie einen typischen Tagesablauf und wie sieht dieser aus?

Nein, ich habe keinen Tagesablauf.

Wie bekommst du bei all den Reisen dein Privat- und Berufsleben unter einen Hut?

Mit vielen Telefonaten und Face-Time. Man versucht von der Ferne alles am Laufen zu halten. Das ist nicht immer einfach. Manchmal nehme ich meinen Partner auch auf Reisen mit, was sehr unterstützend ist. Dann habe ich bei der Arbeit auch nochmal mehr Power.

Mit deiner Band Hot Banditoz bist du als Sängerin bekannt geworden. Bist du heute auch noch hin und wieder als Sängerin auf der Bühne? Oder vermisst du das Singen?

Ich vermisse es tatsächlich, auf der Bühne zu performen. Durch meine Sportprogramme produzieren wir die Musik selbst. Deshalb bin ich auch viel im Studio und singe Lieder ein. Und ich muss wirklich sagen: „Music was my first love … and it would be my last“. Ich werde bei allen Dingen, die ich mache, auch immer irgendwie mit Musik zu tun haben.

Du setzt dich für das Charity-Projekt „Children of the Forgotten“ ein. Kannst du uns was darüber erzählen?

Ich bin vor vier Jahren das erste Mal in den Amazonas-Regenwald gefahren, um dort indigenen Völkern zu helfen. Wie kam ich auf diese Idee? 2015 ist mein Opa in meinen Armen gestorben und er war für mich wie mein Papa. Klar war ich traurig, aber gleichzeitig stand ich da und dachte, das ist das größte Geschenk, was mir jemand machen konnte, denn ich habe verstanden, was Lebenszeit bedeutet. Die Uhr läuft rückwärts, es ist ein Countdown ab der Geburt. Also habe ich überlegt, was mache ich mit meiner Lebenszeit. Ich war zu der Zeit extrem überarbeitet, ein absoluter Workaholic, wie so viele Selbständige. Wir drehen das Hamsterrad immer weiter.

Also habe ich beschlossen, dass ich mehr Auszeiten brauche. Ich musste in mich reinhorchen, was meine Seele denn eigentlich will. Es war für mich wichtig herauszufinden, wie ich glücklich werde und was ich machen will. Bei einem dieser Heilungswege stieß ich auf einen spirituellen Lehrer, der mir zwei Meisterpflanzen aus dem Regenwald vorstellte, die gemeinsam das Getränk Ayahuasca ergeben. Ich trank Ayahuasca in der ersten Nacht und es passierte nichts. In der zweiten Nacht hatte ich dann eine ganz klare Vision, dass ich Licht zu den Indianern bringen muss. Ich dachte zuerst, jetzt bin ich völlig bekloppt. Aber zwei Monate später war ich im Regenwald.

Das Projekt „Children of the Forgotten“ basiert auf vier Säulen. Es geht vor allen Dingen um nachhaltige Infrastruktur und Bildung. Denn auch im Regenwald braucht man Geld zum Leben. Es werden Boote, Benzin, Generatoren usw. gebraucht.

Die erste Säule ist Wasser. Es gibt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und haben dadurch ganz viele Krankheiten und die Kindersterblichkeit ist sehr hoch. Die zweite Säule ist Energieversorgung durch alternative Energiequellen. Die dritte Säule ist, ihnen beizubringen, wie man Agroforstwirtschaft betreibt. Wir haben aktuell das Problem mit den Brandrodungen, die außer Kontrolle geraten sind. Das Land ist begrenzt, die Familien wachsen und die Familie muss weiterziehen, wenn der Acker zwei- oder dreimal geerntet wurde. Sie müssen also lernen, mit dem Wald zu leben und nicht gegen ihn. Für die Indianer ist das hart, denn früher haben sie sich einfach am üppigen Wald bedienen können. Jetzt müssen sie von geplanter Landwirtschaft leben. Diese ersten drei Säulen sind die Basis, damit wir zur Bildung kommen. Denn wie willst du Bewusstsein schaffen, ohne Wasser und Essen.

Wir haben letztes Jahr mit „Children of the Forgotten“ und „Viva con Agua“ die ersten beiden Brunnen gebaut.

Deine brasilianischen Wurzeln sind dir sehr wichtig, wie oft bist du in deiner Heimat?

Häufig, meistens zwei- bis dreimal im Jahr. Auch natürlich durch „Children of the Forgotten“. Ich fliege auch übermorgen schon wieder hin. Durch die aktuelle Situation und aufgrund meines nun veröffentlichten Buches fliege ich mit Stern TV in den Amazonas und besuche dort Regionen, die niedergebrannt sind und die wir wieder aufforsten und aufbauen wollen. Zum Glück ist meine indigene Familie sicher, sie berichten nur von schwarzem Rauch, schwarzem Regen und Hustenanfällen. Aber bei ihnen ist alles intakt.

Eigentlich wollte ich das Buch schon letztes Jahr veröffentlichen. Dann habe ich beim Schreiben gemerkt, dass ich das nicht alles so in Watte packen darf. Und ich sagte mir: „Mach einen Seelenstriptease, schrei die Wahrheit heraus, trau dich, dir selbst eine Stimme zu geben und trau dich vor allen Dingen für die Menschen zu sprechen, die selbst keine Stimme haben.“

Auf welche Projekte dürfen wir uns von dir in der nächsten Zukunft noch freuen?

Mein Buch „KAXINAWA – Meine Reise zurück zu mir: Auf der Suche nach meinen Wurzeln im brasilianischen Regenwald“, von dem ich gerade schon gesprochen habe, erschien jetzt gerade am 1.10. Im Grunde genommen besteht das Buch aus drei Teilen: Eine kleine Biografie, da ich etwas ausholen musste, um zu erzählen, woher ich kam. Ein Reisebericht, in dem ich auch viele Tagebuchauszüge eingebunden habe und auch ein spiritueller Erfahrungsbericht. Denn was mit meinem Leben passiert ist, nachdem ich gewisse Einsichten hatte, durch spirituelle Arbeit und durch den Glauben an etwas, das nicht fest und sichtbar ist, hat meine Welt auf den Kopf gestellt. So ist auch die Motivation gekommen, ROOTS zu entwickeln. Denn ich wollte etwas haben, das Ganzheitlich ist, was eben nicht nur die Beine, sondern auch das Herz trainiert.

 

Fotos: Anelia Janeva Photography für Club Aldiana; Edel Books Verlag

Der perfekte Sport-BH: Darauf solltest du beim Kauf achten

Der perfekte Sport-BH: Darauf solltest du beim Kauf achten

Frauen sollten optimalerweise niemals ohne Sport-BH Sport treiben. Besonders beim Laufen werden deine Brüste großen Belastungen ausgesetzt und können unter Umständen Schäden davontragen. Das Tragen eines Sport-BHs ist also mindestens genauso wichtig wie das richtige Schuhwerk.

Darum solltest du einen Sport-BH tragen

Sport ist gesund, deshalb solltest du dich nach Möglichkeit mehrmals pro Woche sportlich betätigen. Dabei gehört ein Sport-BH unbedingt dazu, um Schmerzen in der Brust zu vermeiden. Im besonders extremen Fällen kann es sogar zur Bildung von Hängebrüsten kommen. Die Schwingbewegungen der Brüste führen bei vielen Frau zur Verspannung der Schultern und des Rückens. Bei größeren Brüsten fallen diese Probleme in der Regel größer aus, trotzdem solltest du auch kleine Brüste mit einem Sport-BH stützen und schützen. Er soll sicherstellen, dass die Brüste gut verpackt sind und sich nicht zu sehr bewegen, damit die Belastungen auf ein Minimum reduziert werden. Die Eigenbewegungen der Brüste können durch einen guten Sport-BH um etwa 75 Prozent reduziert werden. Ein normaler BH bietet dir nur 38 Prozent weniger Eigenbewegungen und das reicht nicht, um Schäden und Probleme zu vermeiden. Obwohl ein Sport-BH viele Vorteile bietet, benutzen relativ wenige Frauen einen. Angeblich tragen nur 15 Prozent der Frauen beim Hobbysport einen entsprechenden BH. Falls du zu den anderen 85 Prozent gehörst, möchten wir dich gern aufklären.

Der perfekte Sport-BH

Der perfekte Sport-BH sitzt während des Trainings gut und bequem. Er darf nicht zu eng sein, damit er dich nicht in deiner Atmung behindert. Du solltest beim Kauf auf breite und gepolsterte Träger achten, damit sie nicht in die Haut einschneiden. Die Nähte müssen gut verarbeitet sein, damit diese nicht auf der Haut scheuern. Dein Sport-BH sollte aus einem atmungsaktiven Material bestehen und den Schweiß gut nach außen hin abgeben.

Ein normaler BH bietet keinen ausreichenden Schutz

Für den Alltag ist ein herkömmlicher BH, in der richtigen Größe, vollkommen ausreichend. Ein Sport-BH sitzt enger und schränkt die Bewegungen der Brüste ein. Dadurch ist er im normalen Alltag eher unbeliebt, weil die meisten Frauen sich eingeschränkt fühlen. Letztendlich musst du es selbst ausprobieren. Ein Sport-BH hat eine gewisse Ähnlichkeit mit normalen BHs, allerdings sind Stilelemente wie Spitzen, Knöpfe und Rüschen sowie der Bügel nicht vorhanden, damit die Haut nicht wund wird. Es gibt verschiedene Varianten, manche sehen aus wie normale BHs, andere hingegen sehen aus wie eng anliegende Tops.

Verschiedene Stufen für unterschiedliche Belastungen

Die meisten Hersteller bieten Sport-BHs in vier verschiedenen Stabilitätsstufen an. Die sogenannten Low-Impact-Bras sind für Sportarten mit wenigen Bewegungen, beispielsweise Pilates oder Yoga, gedacht. Falls du Nordic Walking betreibst, empfehlen wir dir einen Sport-BH der mittleren Kategorie. Die dritte Stufe bietet eine hohe Stabilität und starken Halt und wird deshalb für Ballsportarten empfohlen. Falls du Laufen gehen möchtest, empfehlen wir dir die höchste Stufe, also einen High-Impact-Bra, damit deine Brüste optimal geschützt werden.

Die richtige Pflege

Ein Sport-BH ist grundsätzlich einfacher zu pflegen als ein normaler BH, weil er weniger Accessoires besitzt und grundsätzlich stabiler aufgebaut ist. Du solltest ihn auf jeden Fall nach jedem Einsatz in die Wäsche geben. Sie können normalerweise in der Waschmaschine bei bis zu 40 Grad gewaschen werden. Idealerweise gibst du ihn in ein Wäschenetz und verwendest keinen Weichspüler. Er sollte nicht auf der Heizung oder im Trockner getrocknet werden, weil es dabei zu einem höheren Verschleiß oder sogar Schäden am Material kommen kann.

Die Haltbarkeit

Ein Sport-BH hält, auch bei guter Pflege, nicht ewig. Nach spätestens 70 Waschgängen verlieren sie ihre schützenden Eigenschaften, dann wird es Zeit für einen neuen Sport-BH. Falls du abgenommen hast, solltest du den Sport-BH unbedingt austauschen, denn die Brüste werden durch den Gewichtsverlust kleiner und haben dann keinen optimalen Halt mehr im BH.

Worauf solltest du bei einem Sport-BH sonst noch achten

Wir empfehlen dir keine Sport-BHs aus Baumwolle, weil diese sich mit Schweiß vollsaugen und beim Sport die ganze Zeit feucht bleiben. Ein guter Sport-BH sollte aus atmungsaktiven Materialien bestehen. Falls du eine große Körbchengröße hast, empfehlen wir dir einen BH mit einem breiten Unterbrustband, weil das weniger Einschnitte in die Haut verursacht. Am besten lässt du dich in einem Fachhandel beraten und probierst verschiedenen Modelle an. Der Sport-BH muss komfortabel sitzen, sonst schränkt er dich zu sehr ein. Du muss in dem BH bequem atmen können. Wir empfehlen dir, vor dem Kauf mehrere Größen anzuprobieren, weil die Größe des Sport-BHs von der des normalen BHs abweichen kann. Falls du den BH im Internet bestellen möchtest, solltest du ihn sofort anprobieren, damit du ihn gegebenenfalls noch zurücksenden kannst. Er passt vielleicht nicht exakt oder ist schlecht verarbeitet und drückt deshalb an manchen Stellen.
 

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Der perfekte Sport-BH

 

Fotos: Cookie Studio / stock.adobe.com

Greif zur Nuss! Warum du öfter mal Nüsse essen solltest

Greif zur Nuss! Warum du öfter mal Nüsse essen solltest

Nüsse – was sind das eigentlich genau?

Tatsächlich sind viele der vermeintlichen Nüsse im botanischen Sinn eigentlich Stein-, Kapsel- oder Hülsenfrüchte. Ein gutes Beispiel für Letztere ist unter anderem die Erdnuss, obgleich ihre Schale sich im Gegensatz zu anderen nicht öffnet. Bei echten Nüssen gibt es hingegen klare Merkmale: Sie verfügen über drei holzige Schichten als Panzer und fallen geschlossen von den Bäumen – deshalb werden sie als Schließfrüchte bezeichnet. Zu den aus botanischer Sicht echten Nüssen zählt man unter anderem Maronen, Haselnüsse, Macadamianüsse oder auch Walnüsse.

Warum Nüsse so gesund für uns sind

Zahlreiche wissenschaftliche Studien konnten in den letzten Jahren belegen, dass das Essen von Nüssen positive Auswirkungen auf unser Heiz-Kreislauf-System hat – vor allem unsere Blutfettwerte profitieren davon, was an der besonderen Fettsäurestruktur von Nüssen liegt. Sie enthalten zahlreiche wertvolle ungesättigte Fettsäuren, welche für unseren Körper äußert gesund sind. Darüber hinaus enthalten sie Ballast- und Mineralstoffe sowie Arginin, das zu den Aminosäuren gehört. Alle diese Inhaltsstoffe wirken sich günstig auf unsere Gesundheit aus und können uns in verschiedenen Situationen unterstützen.

Allergiker sollten vorsichtig beim Verzehr mit Nüssen sein

Nicht wenige Menschen reagieren allergisch auf Nüsse – dies trifft vor allem auf Birkenpollenallergiker zu. Typische Symptome sind unter anderem ein Juckreiz, der sich auf dem ganzen Körper zeigt, Kratzen im Hals oder sogar Atemnot. Hervorrufen können dies sowohl Walnüsse als auch Erd- und Cashewnüsse, Mandeln und zahlreiche andere Sorten. Schon kleinste Mengen können für Betroffene zu starken Symptomen führen. Deshalb ist es wichtig, sich als Allergiker über die Inhaltsstoffe verschiedener Lebensmittel im Klaren zu sein. Eine Allergen-Kennzeichnung ist inzwischen in Deutschland vorgeschrieben, da besonders Schalenfrüchte wie Paranuss, Pistazie, Walnuss, Haselnuss, Mandeln oder Cashew oft die Auslöser für Betroffene sind.

Für alle anderen Menschen gilt jedoch: Greif ruhig zur Nuss! Sie enthalten zwar viele Kalorien, versorgen unseren Körper aber mit essenziellen Nährstoffen, machen satt und fördern die Konzentration.

Welche Nüsse besonders zu empfehlen sind

Nüsse wirken sich nicht nur positiv auf unsere Gesundheit aus, sie sind auch ein echtes Beauty-Food.

So sind Walnüsse unter anderem reich an Zink, welches Haare und Haut nachhaltig kräftigt. Ebenfalls enthalten sie zahlreiche B-Vitamine, die unsere Nerven beruhigen und daher das perfekte Food bei Stress sind. Wer sich also einmal in einer stressigen Situation befindet oder kurz vor einer Prüfung steht, sollte eine Handvoll Walnüsse verzehren – allerdings in Maßen, da 100 g rund 670 Kalorien enthalten. Gesund sind Walnüsse jedoch auch, da sie reich an Folsäure sind – ein Nährstoff, der insbesondere für Schwangere eine wichtige Rolle spielt.

Die Erdnuss zählt aus botanischer Sicht zwar nicht zu den Nüssen, sondern zu den Hülsenfrüchten, ist aber dennoch absolut gesund. Allerdings ist es wichtig, diese ungesalzen und ungewürzt zu verzehren – dann liefern sie viel wertvolles Eiweiß, was gerade für Vegetarier sehr wichtig ist. Erdnüsse enthalten darüber hinaus viele B- und E-Vitamine sowie hohe Mengen an Folsäure. Vitamin E schützt dagegen unsere körpereigenen Zellen und fängt freie Radikale ein, was unsere Haut jung hält. Auch hier solltest du die Mengen im Auge behalten, da 100 g rund 580 Kalorien liefern.

Die Mandel gilt als eine der eiweiß- und calciumreichsten Nüsse überhaupt – und daher für Vegetarier und Veganer oft die erste Wahl. Wer auf Milchprodukte verzichtet, entscheidet sich häufig für Mandelmilch, welche viel Calcium liefert und somit unsere Knochen stärkt. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind die Vitamine A und E, die die Zellen sowie unser Immunsystem schützen. Verschiedene Studien zeigen inzwischen sogar, dass ein regelmäßiger Verzehr von Mandeln Krebs vorbeugen sowie den Cholesterinspiegel senken kann. Doch auch Mandeln enthalten viel Energie: In 100 g sind es etwa 600 Kalorien.

Besonders geschmacksintensiv zeigt sich die Haselnuss, die hierzulande vor allem im Müsli oder in Weihnachtsgebäck zum Einsatz kommt. Sie sind reich an verschiedenen B-Vitaminen – und genau diese machen die Nuss so gesund. Sie liefern Energie, die unser Gehirn und die Konzentration fördern, Stress reduzieren und für einen klaren Kopf sorgen. In stressigen Situationen ist die Haselnuss aus diesem Grund genau das Richtige. 100 g Haselnüsse enthalten etwa 650 Kalorien.

Wertvolle Fette und Inhaltsstoffe in Nüssen

Nüsse galten lange als Dickmacher, wobei die vielen positiven Effekte vollständig missachtet wurden. Diese konnten allerdings im Zuge vieler Studien in den letzten Jahren wissenschaftlich bewiesen werden. So enthalten sie in der Regel wenige Kohlenhydrate, was den Blutzuckerspiegel nach dem Essen auf einem niedrigen Niveau hält. Weiterhin enthalten sie wertvolle Fette mit einem geringen Anteil an ungesättigten Fetten, allen voran Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

Hierbei ist es wichtig, dass beide Fettsäuren enthalten sind, was vielen Menschen gar nicht bewusst ist. Denn: Während die Omega-6-Fettsäuren als entzündungsfördernd gelten, hemmen Omega-3-Fettsäuren die Entstehung von Entzündungsherden. Damit diese gegenteiligen Effekte sich optimal ausgleichen, sind beide Fettsäuren gleich wichtig – optimalerweise werden Omega 3 und Omega 6 im Verhältnis 1:5 eingenommen. Am besten ist es, gemischte Nüsse zu sich zu nehmen – dann erhält man einen gesunden Nährstoffmix und tut seinem Körper in jedem Fall etwas Gutes.

Doch mit den Fetten nicht genug: Nüsse sind eine hervorragende Eiweißquelle, enthalten reichlich Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe und verschiedene Vitamine. Dass dies sich positiv auf verschiedene Beschwerden auswirken kann, versteht sich von selbst: Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt, das Diabetes-Risiko sinkt und auch die Bluttfettwerte werden ausbalanciert.

Wie viele Nüsse sind überhaupt gesund – und wann ist es zu viel?

Zwar sind Nüsse aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe äußerst gesund, allerdings enthalten sie natürlich auch eine Menge Kalorien und viel Fett. Deshalb sollte man sie nicht den ganzen Tag über zu sich nehmen, denn dann ist eine Gewichtszunahme wahrscheinlich. Optimal ist eine Handvoll – der Körper erhält so viele gesunde Nährstoffe, aber nicht zu viele Kalorien. Achten solltest du dabei allerdings möglichst auf unverarbeitete Produkte. Gewürzte, in Teig gebackene oder stark gesalzene Nüsse sind zwar ebenfalls gesund, enthalten aber eine Menge Kalorien und auch ungesunde Fette. Am besten schmecken Nüsse als Beigabe zu Müslis, Salaten oder auch in Aufläufen, zu Fleisch und zu Pasta. Doch auch Brot, Plätzchen und Kuchen lassen sich damit verfeinern – es macht Spaß, zu experimentieren.

 

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Das Spiel mit dem Feuer: Warum wir eine Schwäche für Verbotenes haben

Warum wir eine Schwäche für Verbotenes haben

Es gibt im Leben viele Dinge, die uns verboten werden. Deine Mutter hat zu dir gesagt: „Du darfst nicht mit dem Rauchen anfangen!“ Ab diesem Moment wolltest du unbedingt eine Zigarette probieren. Deine Lehrer haben euch auf der Klassenfahrt verboten, abends im Zimmer der Jungs zu sein. Trotzdem hast du dich mit ein paar Freundinnen rübergeschlichen. Und gestern hast du vielleicht einen Typen getroffen, vor dem dich deine Freunde gewarnt haben. Seitdem kannst du nur noch an ihn denken. Aber woran liegt es eigentlich, dass immer das am spannendsten ist, was uns eigentlich verboten wird?

Der Zauber der Reaktanz

Wenn wir uns zu verbotenen Dingen hingezogen fühlen, die wir nicht erreichen können, dann bezeichnet die Psychologie als „Reaktanz“. Oftmals wird das Wörtchen mit „Trotz“ gleichgesetzt, hat aber eine etwas andere Bedeutung. Reaktanz umschreibt den Drang, genau das zu bekommen, was du gerade nicht haben kannst. Es ist eine Motivation gemeint, mit der du Grenzen und Verbote umgehen willst, um deine eigene Freiheit zu erweitern.

Das Prinzip dahinter kennst du bereits seit frühster Kindheit. Jedes Mal, wenn dir etwas verboten oder weggenommen wurde, wolltest du es sicher umso mehr haben. Vorher konnte es noch so unwichtig für dich gewesen sein. Aber sobald du es nicht mehr frei benutzen konntest, wurde es spannend für dich.

Der Sinn der Reaktanz

Die Verhaltensweise der Reaktanz geht auf die Menschen der Steinzeit zurück. Für sie war Reaktanz überlebenswichtig. Denn durch die Motivation der Grenzüberschreitung beziehungsweise der Erweiterung ihrer Freiheit fanden sie zum Beispiel den Willen, um sich mit einem deutlich größeren Gegner um Nahrung zu streiten oder sich aus einer lebensbedrohlichen Lage rauszukämpfen. Hätten unsere Vorfahren die Grenzen einfach akzeptiert, die sich in ihrem Alltag aufbauten, wären sie sicherlich einfach ausgestorben, ohne dass es dich oder andere Menschen heute geben würde.

Durch die Reaktanz bleiben Menschen aber neugierig und sind immer daran interessiert, Erfahrungen zu sammeln, die vielleicht gefährlich sind. Dazu hat sich die Natur einen cleveren Mechanismus überlegt. Jedes Mal, wenn du um etwas kämpfst, was „verboten“ oder „unerreichbar“ wirkt, dann werden große Mengen des Glückshormons Dopamin ausgeschüttet. Du fühlst dich glücklich und zufrieden. Auch wenn die eigentliche Erfahrung hinterher schlecht sein sollte, belohnt dich dein Gehirn dafür, dass du etwas ausprobiert hast, was du eigentlich nicht probieren solltest. Darum bist du immer wieder aufs Neue angefixt etwas zu machen, was für dich verboten ist.

Das Spiel mit dem Verbotenen

Der Reiz des Verbotenen wird bereits seit deiner frühesten Kindheit gegen dich verwendet. Wenn du als kleines Baby deinen Brei nicht essen wolltest, haben deine Mutter oder dein Vater so getan, als würden sie ihn selber essen. Dabei haben sie dir vorgegaukelt, dass es das leckerste Essen überhaupt wäre. Und schon wolltest du nichts anders als den Brei haben, der für dich noch vor wenigen Momenten so unappetitlich war. Deine Eltern haben deine Reaktanz einfach gegen dich eingesetzt. Du könntest auch sagen, dass sie umgekehrte Psychologie eingesetzt haben.

Aber deine Eltern sind nicht die einzigen, die gekonnt mit dem Verbotenen spielen. Die Werbeindustrie hat das Aufstellen von Verboten schon lange für sich entdeckt. Denk zum Beispiel an Schokolade. Jedes Mal beim Einkaufen gehst du an der Schokolade vorbei, weil sie dich eigentlich nicht besonders interessiert. Aber dann steht plötzlich ein Schild daneben „Nur noch für kurze Zeit – jetzt zugreifen!“ Die Aussicht darauf, dass die Schokolade bald vergriffen sein könnte, macht sie plötzlich interessant. Du bekommst eher Lust drauf, dir eine Packung zu kaufen.

Auch beim Aufeinandertreffen der Geschlechter wird gerne die Verboten-Karte ausgespielt. Wenn du zum Beispiel beim Mädelsabend in einer Bar einen schnuckeligen Typen siehst, befindest du dich noch in der Schwebe. Wenn der Mann sich direkt beim ersten Kontakt Hals über Kopf in dich verliebt und dir alles schenken will, verlierst du vermutlich schnell das Interesse. Wenn er aber unnahbar und wenig interessiert rüberkommt, dann wird dein Jagdtrieb geweckt. Immerhin haben die Dinge mehr Reiz, wenn du sie nicht sofort bekommen kannst.

Verbotenes entdecken – aber richtig

Es spricht im Prinzip nicht dagegen, wenn du gelegentlich die Dinge ausprobierst, die dir nicht auf dem Silbertablett serviert werden. Damit du aber bei deinen Erkundungstouren nicht auf die Nase fällst, solltest du vorher überlegen, was passieren könnte, wenn du etwas Verbotenes kostest. Beim Beispiel mit der Schokolade ist es relativ einfach. Du futterst sie auf und hast ein paar Gramm mehr auf den Hüften. Davon wird die Welt nicht untergehen. Wenn du allerdings mit dem Mann deiner besten Freundin einen spannenden One-Night-Stand erleben willst, kann das seine Ehe zerstören, deine Freundschaft ruinieren und in vielen bösen Worten und Tränen enden.

Führe dir vor Augen, welche Vorteile und Nachteile das Spiel mit dem Feuer haben kann. Wenn die Nachteile zu groß sind, sollte das Verbotene verboten bleiben. Vielleicht stellst du aber fest, dass es für dich Vorteile haben kann und du auch mit den negativen Konsequenzen gut leben könntest. In dem Fall solltest du es wagen und das Verbotene probieren – dein Leben wird dadurch nur interessanter!

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Die schönsten Upcycling-Ideen aus Holz

Die schönsten Upcycling-Ideen aus Holz

Upcycling, das bedeutet nichts anderes als: Aus „alt“ mach „neu“. Während die eine Seite alte Kisten oder Paletten als nutzlosen Abfall ansieht, haben wir schon lange den wahren Wert erkannt, welcher verborgen in den aussortierten Materialien schlummert. Upcycling ist einerseits eine wunderbare Möglichkeit, um beim Einrichten der Wohnung etwas Geld zu sparen. Andererseits verleihen die selbst zusammengebauten Möbel den eigenen vier Wänden auch jenen echten individuellen Touch, welchen uns die Massenware aus Katalogen nur allzu gerne vorgaukelt. Heute präsentieren wir dir die drei schöne Upcycling-Ideen aus Holz, mit denen du deinem Heim ganz einfach das gewisse Extra verleihen kannst!

Raumteiler-Regal aus Weinkisten

Du trinkst gerne Wein und legst gleichzeitig Wert darauf, dass dein Vorrat an edlen Tropfen stets gut gefüllt ist? Dann hast du Glück, denn als Erstes zeigen wir dir, wie du einen Raumteiler ganz einfach aus alten Weinkisten bauen kannst. Der Clou an der Sache? Besagter Raumteiler fungiert gleichzeitig als Regal und schafft in deiner Wohnung zusätzliche Staumöglichkeiten. Solltest du dich selbst nicht als Weinliebhaberin outen, so ist das selbstverständlich auch kein Problem. Die benötigten Kisten lassen sich zu Hauf in den Weiten des World Wide Webs finden und können ganz bequem nach Hause bestellt werden. Auch mit Obstkisten aus Holz lässt sich dieses Regal optimal umsetzen.

Was du für deinen Upcycling-Raumteiler benötigst:

  • Sieben Weinkisten aus Holz
  • Acryllack in der Farbe deiner Wahl
  • Ein Feinsprühsystem
  • Eine Unterlage für deinen Fußboden
  • Schrauben
  • Eine Schleifmaschine
  • Einen Akkuschrauber

Und so geht’s:

Zunächst einmal solltest du dir deine Schleifmaschine schnappen und die Weinkisten von allen Seiten gründlich abschleifen. Je sorgfältiger du bei diesem Schritt vorgehst, umso ebenmäßiger wird natürlich auch deine Oberfläche. Beginne hierbei mit einem feinen Schleifpapier mit 120er Körnung. In den folgenden Durchgängen solltest du schrittweise feinere Körnungen verwenden, bis du schließlich bei einem Schleifpapier mit 180er Körnung angelangt bist. Wenn du dir im Umgang mit der Schleifmaschine noch etwas unsicher bist, findest du auf www.Hobby-Holzarbeit.de eine schöne Anleitung dazu. Um dich selbst vor den herumwirbelnden Partikeln zu schützen, solltest du dir zuliebe einen Mundschutz verwenden. Natürlich möchtest du nicht, dass deine Wohnung, die du ja gerade verschönern willst, nach dem Schleifen von einer dicken Staubschicht bedeckt ist. Verlege deinen Arbeitsplatz also am besten gleich nach draußen.

Da du am besten weißt, welches Farbbild sich optimal in die Gesamtatmosphäre deiner Wohnung einfügt, hast du nun selbst die Qual der Wahl. Suche dir den Acryllack aus, welcher deinem Auge am meisten schmeichelt. Du bist eher der natürliche Typ? Dann erhalte dir die robuste Holzoptik, indem du deine Weinkisten schlichtweg mit durchsichtigem Klarlack versiehst. Zum Schutz deines Bodens solltest du selbigen natürlich mit einer Unterlage versehen, die unliebsame Farbspritzer auffängt. Mit Hilfe deines Feinsprühsystems werden die Weinkisten nun einen neuen Glanz erhalten. Für ein ebenmäßig, gut deckendes Endergebnis solltest du mindestens zwei Schichten auftragen. Halte dich aber jeweils an die angegebenen Trocknungszeiten!

Nun wird es Zeit für „Kisten-Tetris“. Stapel die Weinkisten nach deinen Wünschen übereinander und verschraube sie anschließend. Den optimalen Halt erhält dein Raumteiler-Regal, wenn du es noch zusätzlich mit Dübeln an der Wand befestigst.


Paletten-Couchtisch

Achtung Wortwitz: Die Palette der Upcycling-Ideen führt uns nun zum selbstgewerkelten Couchtisch.

Dazu benötigst du, wie es der Name schon vermuten lässt:

  • Zwei Europapaletten
  • Eine Schleifmaschine
  • Farbe deiner Wahl
  • Vier Industrierollen mit Bremsen zum Feststellen
  • Schrauben
  • Vier Leisten aus Holz
  • Werkzeuge zum Streichen

Die Paletten findest du ganz einfach in jedem gut sortierten Baumarkt. Wenn du selbst nicht gerne den Pinsel schwingst, kannst du dir die Europapaletten sogar schon in der vorgestrichenen Variante zulegen. Legst du jedoch selbst Hand an, solltest du deine Paletten, wie auch schon beim Raumteiler-Regal beschrieben, abschleifen. Im nächsten Schritt legst du die Paletten so aufeinander, dass sich ihre Unterseiten berühren. Danach verschraubst du die beiden Europapaletten mit Hilfe der Holzleisten miteinander. Anschließend wird dein neuer Couchtisch in der Farbe deiner Wahl gestrichen. Ist alles gut getrocknet, müssen nur noch die Industrierollen an den Ecken der Unterseite angebracht werden und schon ist es Zeit zum Füße hochlegen.


Sprossenfenster-Bilderrahmen



Für die nun folgende Upcycling-Variante brauchst du:

  • Ein altes Sprossenfenster
  • Ein Paar Sicherheitshandschuhe
  • Eine Schleifmaschine
  • Farbe
  • Werkzeuge zum Streichen
  • Silikon
  • Deine Lieblingsfotos oder -bilder

Befreie das alte Fenster zunächst von seinen Scheiben. Sei dabei vorsichtig und benutze unbedingt Sicherheitshandschuhe (Achtung Splittergefahr!). Achte darauf, dass die Scheiben nicht zu Bruch gehen, denn du brauchst sie später noch. Markiere dir die Positionen der Scheiben, damit du sie nachher wieder exakt einsetzen kannst.

Anschließend wird es wieder Zeit zum Schleifen. Befreie deinen neuen Bilderrahmen gründlich von allen alten Farb- und Lackresten. Mit Hilfe eines Abstaubers entfernst du nun alle Rückstände auf der Oberfläche des Sprossenfensters. So haftet die neue Farbe besser und du verhinderst unliebsame Partikeleinschlüsse in der neuen Farbschicht. Schwinge den Pinsel und gestalte den Rahmen in deiner Lieblingsfarbe. Als Grundierung eignet sich hier vor allem weißer Lack. Ist dieser getrocknet, folgt die zweite Streich-Runde im Farbton deiner Wahl. Sagt dir der Shabby Chic Look zu, dann kannst du deinen Bilderrahmen ein weiteres Mal etwas abschleifen, bis die untere Farbschicht wieder leicht zum Vorschein kommt.

Als letzten Schritt werden die anfänglich entfernten Scheiben wiedereingesetzt. Natürlich sollten diese vorher von dir gründlich gesäubert werden. Schließlich möchtest du deine Bilder hinterher auch in ihrer ganzen Pracht bestaunen können. Mit Hilfe des Silikons werden die Scheiben wieder im Rahmen platziert, anschließend kannst du deine Bilder und Fotos auf den Scheiben anbringen und mit einer entsprechend großen Pappschicht von hinten stabilisieren. Deinen fertigen Bilderrahmen musst du nun nur noch aufhängen und schon hast du deinen eigenen vier Wänden ein weiteres individuelles Unikat hinzugefügt.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Nachmachen!

 

Foto: Photographee.eu / stock.adobe.com

Urban Gardening: Beete erobern die Stadt zurück

Urban Gardening: Beete erobern die Stadt zurück

Das Leben in der Stadt hat seine Vorteile. Nah zur Uni oder zum Arbeitsplatz, alle Geschäfte, die man braucht, Kitas mit akzeptablen Öffnungszeiten, falls es notwendig wird und natürlich Kinos und Kneipen. Du würdest trotzdem ab und zu auch gerne richtig in der Erde wühlen, eigenes Gemüse ziehen, selbst etwas gestalten? Du bist nicht allein! Urban Gardening ist voll im Trend!

In manchen Gegenden ist es einfach eine Notwendigkeit: Wo die Leute arm sind, helfen Stadtgärten beim Überleben, in Kuba, Venezuela oder Südafrika beispielsweise. Oft sind es Projekte, die viel mehr sind als reine Nahrungserzeugung. Sie schaffen Zusammenhalt, erhalten Wissen über Kulturtechniken und ermöglichen eine gewisse Unabhängigkeit innerhalb der bestehenden Verhältnisse. Viele Entwicklungshilfeprojekte setzen deshalb inzwischen ebenfalls auf Urban Gardening.

Gut fürs Mikroklima

Solche Stadtgärten haben aber auch einen positiven Effekt auf das lokale Klima: Sie speichern Regenwasser, das sonst wegkanalisiert werden müsste. Sie bilden kleine grüne Oasen, die die Stadtluft verbessern und Insekten und Vögeln Zuflucht bieten. Die Menschen, die dort anbauen, haben keine weiten Wege, und es wird Nahrung erzeugt, die nicht transportiert werden muss.

Gartenzwerg ade – jetzt kommt der Gemeinschaftsgarten

Deutsche Kleingärtner, diese traditionelle Form hiesigen Stadtgärtnerns, gelten oft als spießig, dank vorgeschriebener Heckenhöhe und der scheinbar unsterblichen Spezies der Gartenzwergliebhaber. In der Praxis trifft das auf manche sicher immer noch zu, andere haben sich längst unter dem Druck der Realität von preußischen Umgangsformen verabschiedet. Daneben haben sich jedoch noch andere Formen herausgebildet, oft mit einem Anspruch, der über das Gemüse hinausgeht. Gemeinsam Gärtnern verbindet, unabhängig von Herkunft und Sprachkenntnissen, und es kostet fast nichts.

Man muss es ja nicht so weit treiben wie die „Guerilla-Gärtner“, die heimlich öffentliche Grünanlagen umgestalten, eine Idee, die von der New Yorker Aktivistengruppe Green Guerillas stammt. Doch es sind an vielen Orten offene Gemeinschaftsgärten entstanden, in denen jeder und jede mitarbeiten kann – die Datenbank von anstiftung.de zählt mehr als 600 in Deutschland.

Allmende-Kontor
Allmende-Kontor, ein Gemeinschaftsgarten auf dem stillgelegten Flughafenfeld Berlin-Tempelhof

Gärtnern für alle – das Erfolgsmodell aus Kreuzberg

Der Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg wurde dabei international zum Vorzeigeobjekt. Die Idee brachte Gründer Robert Shaw aus Kuba mit. Weder Shaw noch Mit-Gründer Marco Clausen hatten groß Ahnung von Gartenbau. Ziel war es auch nicht, maximalen Ertrag aus einer eher nicht dafür geeigneten Bodenfläche zu holen. Ihr Konzept war, den Menschen vor Ort eine solche Möglichkeit anzubieten – eine sinnvolle Aktivität jenseits des Konsumismus und mit höchst greifbarem Ergebnis.

Auf einer gepachteten Brachfläche am Moritzplatz ging es an die Umsetzung. Zum Müllsammeln und Aufräumen kamen 150 Leute. Das Besondere an diesem Garten ist, dass die Pflanzen nicht in der Erde wachsen, sondern in Behältern. So hätte man sie jederzeit umziehen können.

Niemand hat dort sein eigenes Beet – alle packen überall mit an. Zum Ausgleich neben der Bildschirmarbeit, weil man es sinnvoll findet, Gemüse vor Ort zu erzeugen oder weil es einfach Spaß macht. Strukturiert wird der Betrieb durch Angestellte und Freiwillige.

Garten vs. Immobiliendeal

Der Prinzessinnengarten wurde mehr als eine Fläche für Gartenbau-Experimente. Es bildete sich darum herum ein soziales Netzwerk, das zusammenstand, als der Platz zum ersten Mal verkauft werden sollte. Auch in Berlin wird der Boden immer teurer und immer begehrter. Dort zeigt sich beispielhaft der größte Feind des Urban Gardening: Alles, was irgendwie zu Bauland gemacht werden könnte, ist für den Besitzer zu wertvoll, als dass er darauf nur Erbsen und Möhren wachsen lassen wollte.

Der aktuelle Stand am Prinzessinnengarten: Der Großteil der Gruppe zieht auf eine Fläche in Neukölln, wo sie sich dauerhaft eine Zukunft und auch bessere Möglichkeiten zu gärtnern erhofft. Der verbliebene Teil kämpft noch für einen langfristigen Nutzungsvertrag am Moritzplatz.

Prinzessinnengarten Berlin
Reichhaltige Pflanzenauswahl in den Prinzessinengärten (von AssenmacherEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link)

Urban Gardening als Konzept der Zukunft

Zukunftsforscher sehen im Urban Gardening und seinen Weiterentwicklungen wie Urban Farming und Vertical Farming (vor allem indoor) allerdings den Lösungsansatz für die Versorgung der kommenden Generationen. Denn städtische Flächen mögen zwar begehrt sein, fruchtbarer Boden auf dem Land ist aber auch nicht unendlich und weite Transportwege sind bekanntlich auch ein Problem. Städtische Gewächshäuser, in denen der Salat indoor auf mehreren Etagen wächst und von sparsamen LED-Lampen bestrahlt wird, sind längst Realität: Keine Schnecken, keine Transportkosten, das ganze Jahr über sofort frisch auf dem Teller.

Ernten, anrichten, servieren

Ein Restaurant, bei dem du deinem zukünftigen Essen sogar beim Wachsen zusehen kannst, ist das „Good Bank“ in Berlin. Die Regale mit Salat sind Teil der Inneneinrichtung. Frischer geht es nicht: ernten, anrichten, servieren. Inzwischen reichen die dort gezogenen Köpfe nicht mehr aus, um alle Esser zu versorgen, und das Team musste zusätzliche Räume mieten.

Zugreifen statt Finger weg

Ein anderes Konzept von Urban Gardening hat die Stadt Andernach. Statt Zierpflanzen wachsen in den öffentlichen Rabatten jetzt Obst und Gemüse. In der „Essbaren Stadt“ sind die Bürger zum Zugreifen aufgefordert. Betreut werden die Anlagen von Langzeitarbeitslosen unter professioneller Anleitung.

Andernach - Essbare Stadt
Essbare Pflanzungen am Stadtgraben in Andernach (von Frank Vincentz – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link)

Selber ernten statt kaufen

Und wenn du jetzt selbst anpacken willst? Dann kannst du dich entweder den Initiativen anschließen, die in deiner Stadt möglicherweise schon vorhanden sind. Du kannst dich auch mit deinen Nachbarn zusammentun und euren Hinterhof aufmöbeln, falls er das hergibt. Du kannst dir einen Maurerbottich kaufen, auf den Balkon stellen und darin Sachen anpflanzen, die bis ins nächste Stockwerk wachsen. Du kannst mit Freundinnen einen Kleingarten mieten, wo ihr dann den Laden aufmischt und eure persönliche Oase schafft. Ernten statt kaufen. Und du hast auch nie wieder Langeweile. Höchstens im Winter.

 

Fotos: alisonhancock; Tobias Arhelger / stock.adobe.com

Plus-Size-Mode-Tipps Winter 2019: Die kalten Tage werden großartig!

Plus-Size-Mode-Tipps Winter 2019

Die Plus-Size-Trends für den Herbst/Winter 2019 sind das reine Vergnügen! Leuchtende, kräftige Farben in mutigen Zusammenstellungen geben Raum für starke individuelle Kombinationen, gerade, weite Schnitte mit superbetonten Schultern (!) taugen für lässige Outfits ebenso wie für elegante Stylings. Riesen-Capes und Ponchos überzeugen durch einen ganz starken Auftritt. Und: Mit Samt, Satin und ganz viel Strick wird’s richtig kuschelig. Da können Blätter und Thermometer getrost fallen: Die Plus-Size-Mode für den Winter 2019 vertreibt das gefürchtete Trübsal der dunklen Jahreszeit. Unsere Plus-Size-Tipps für eine heiter-wohlige Winterzeit:

Die Farben: Ein Feuerwerk in Rot, mit Extra-Tusch für Gelb, Violett und Blau

Die Annahme, kräftige Frauen sollten sich besser nur in gedeckte Farben hüllen, war schon immer Quatsch, in dieser Saison wird sie auf ganzer Linie Lügen gestraft. Die Farbpalette für den Herbst/Winter 2019 schwelgt in strahlenden Rot-Tönen, die mal richtig feurig, mal „pikant“, mal exotisch leuchtend oder auch tiefgründig als Bordeaux daherkommen. Die Range reicht schließlich über Orange bis zu Pfirsich und Pink. Die Kolorierungen darfst du nach Herzenslust miteinander kombinieren. Aber Vorsicht: Ein Zuviel verwandelt den leuchtenden Auftritt in eine misslungene Bemühtheit. Generell gilt: Oben oder unten farbenprächtig inszenieren und mit der jeweils anderen Körperhälfte einen ruhigen Gegenpol schaffen. Wer keine Lust auf Rot & Co. hat, kann treffsicher auf ein strahlendes Gelbgrün, ein mattes Violett oder ein „Galaxy Blue“ zurückgreifen: So nennt das Pantone-Color-Institut, das für jede Saison eine Hitliste der Top-Trend-Farben erstellt, den sehr „satten“ aktuellen Blauton.

Die Muster: Karo, Streifen und barocke Opulenz

Die Musterwelt der Plus-Size-Fashion ist im Winter 2019 zweigeteilt. Das eine Lager schwelgt in Karos, die hin und wieder ein wenig an die britischen und/oder schottischen Klassiker erinnern – und in Streifen. Endgültig ausgedient hat dabei auch das leidige Vorurteil, Längsstreifen seien für kurvige Frauen passé: Feine Streifen in Chili-Rot und Galaxy-Blau sehen auf taillenbetonten Kleidern umwerfend aus. Bedingung: Das Kleid muss perfekt passen und die Beine stecken in einer dunklen Strumpfhose plus Pumps.

Die andere Hälfte der Wintermuster hat mit geometrischen Formen überhaupt nichts im Sinn: Sie gehört den Animal-Prints und einer barocken Opulenz, die jede Frau mit üppiger Oberweite einfach lieben muss. Die verschnörkelten, überschwänglichen Designs auf Blusen und Blazern werden oft mit Goldfäden gewebt oder durch Strass und glitzernde Stickereien aufgewertet. Eine leicht dekolletierte Barock-Bluse zu schwarzem Etui-Rock und Pumps wirkt ungemein sexy. Ein barocker Blazer zu Jeans und einfarbigem Pulli sorgt für eine gelungenen Street-Auftritt. Animal-Prints sind ein Statement für sich und machen auf Blusen, Röcken und Kleidern eine selbstbewusste Figur.

Die Schnitte: Gerade und weit, mit Betonung der Schulterpartie

Während das Barock ja nun schon einige Zeit her ist, liegt die Hoch-Zeit eines anderen Fashion-Hits der kommenden Winter-Saison noch nicht solange zurück: Die Schulterpolster sind zurück. Und zwar zusammen mit gerade geschnittenen Hosenanzügen, die durch ihre weiten Hosen besonders figurschmeichelnd sind. Die Anzüge kommen farblich eher dezent daher – so dass du sie hervorragend mit leuchtenden, gemusterten Blusen und Pullovern kombinieren kannst. Ansonsten hält sich besonders bei Jacken und Mänteln der Oversize-Trend: Alles darf nicht nur, es sollte unbedingt locker sitzen. Der Trend gipfelt in Riesen-Capes und übergroßen Ponchos. Diese Überwürfe haben den Vorteil, dass sie wirklich alles an Problemzonen kaschieren – sie können aber auch mit einen extravaganten Taillengürtel eine super-attraktive weibliche Silhouette zeichnen.

Apropos Passform und Silhouette – ein paar generelle Tipps, die du in diesem Winter unbedingt beachten solltest:

  • Outfit nie, nie, niemals zu klein kaufen, eher eine halbe Größe drauflegen.
  • Bootcut-Jeans vertragen sich nicht mit flachen Schuhen. Die Optik wirkt zu gedrungen.
  • Finger weg von Kurzblazern. Boyfriend-Blazer (gerade geschnitten und länger) sehen immer vorteilhafter aus.
  • Ausnahme: Kurze Jacken zum Kleid, die eine (vorhandene) schöne Taillenlinie betonen.
  • Rüschen und Volants auf Blusen meiden, wenn die Oberweite eh‘ schon üppig ist. Besser sehen dann schlichte Oberteile mit V-Ausschnitt aus.

Die Stoffe: Kuscheliger Samt, eleganter Satin

Für ein ganz besonderen Kuschel-Faktor sorgt im Herbst/Winter 2019 ein weich fließender Stoff, der für Kleider, Blusen und Blazer, gelegentlich auch für Hosen verwendet wird: Samt ist der absolute Trend-Favorit für die Plus-Size-Mode. Die feinfädige, glänzende Oberfläche des Stoffes sieht per se schon sehr edel aus – in der Trendfarbe Rot oder auch in einem dunkeln Tannengrün und selbstverständlich in Nachtschwarz wird sie zum richtigen Eyecatcher. Kombinieren kannst du das elegante Material am besten mit glatten Stoffen – wobei Spitzen-Applikationen und/oder Pailletten ihren ganz eigenen Charme entwickeln. Bitte aber Vorsicht beim Waschen: Samt reagiert sehr empfindlich auf eine falsche Behandlung.

Neben Samt glänzt im Herbst/Winter 2019 Satin als attraktiver Hingucker. Blusen aus Satin lassen sich hervorragend mit schwarzen Röcken oder Hosen zu eleganten Büro-Outfits kombinieren. Neben den Rot-Varianten, wirken Violett und Gelbgrün extravagant, Vanille macht die Erscheinung eleganter.

Und was wäre der Winter ohne Strick? Flauschige Pullover und wärmende Cardigans haben in dieser Saison eines gemeinsam: Sie werden auch in großen Größen over-sized getragen. Grundsätzlich. Und: Der um die Schultern drapierte zusätzliche Pulli ist nun kein Indiz für gänsehautanfällige Menschen, sondern – ein modisches Statement.

Fazit: Diese Plus-Size-Mode ist ein Vergnügen

Plus-Size-Frauen können in dieser Herbst/Winter-Saison aus einem Fundus an attraktiven Angeboten schöpfen, die in Formen und Farben dazu angetan sind, schöne Rundungen und Kurven zu betonen – und kleine Makel geschickt zu kaschieren. Anders formuliert: Der Winter wird großartig.

 

Foto: Alena Ozerova / stock.adobe.com

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