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Kolumne: Ich scheiß‘ auf den Prinzessinnenstatus!

Werbung macht blöd, TV sowieso. Die Kreativen, die es schaffen, mir ein Produkt zu verkaufen, hinter dem ich erst mal nicht stand, es dann aber unbedingt haben möchte, sind längst ausgezogen. Peinlichkeiten an jeder Straßenecke. Neueste Fremdscham-Attacke: Hat jemand schon mal auf die Bezeichnungen männlicher und weiblicher Parfums geachtet?

Hach ja, ich habe einen schlechten Tag, eventuell kann man meine leicht ausgeprägte Gereiztheit in den ersten Zeilen herauslesen. Warum also nicht nutzen und in Arbeit umwandeln? Da kommen mir die riesigen Unterschiede zwischen Männern und Frauen immer gerade Recht. Und heute lässt sich das mit einem meiner Lieblingsthemen perfekt verbinden, denn es zeigt mir wiedermal, wie gut es ist, dass ich keinen Fernseher habe und höchstens am Time Square mit offenem Mund die Werbeplakate anstarre. Lasst euch inspirieren von den Bezeichnungen sämtlicher Parfumnamen, allen voran mal die Frauen, denn Frauen und Kinder zuerst, ihr wisst ja, wie das funktioniert:

Princess (oh ja, ich sehe mich auch heute noch mit 27 Jahren in einem rosaroten Tüllkleid plus Krönchen…)

Peach Blossom (… und ich möchte natürlich immer nach Pfirsich riechen, während ich…)

Marry me (…darauf warte, dass mich endlich jemand heiratet…hallo?…)

Incredible me (…und mir dann jemand anderes auch mal sagt, wie fabelhaft ich doch bin…)

Velvet Forest Wood (äh?)

Und jetzt die Herren! Während ich mir die vielen Bezeichnungen so durchlese, kann sich mein Hirn nicht entscheiden, ob es den Impuls „belustigt vom Stuhl fallen“ oder „Kopf auf der Tischplatte ablegen“ senden soll.
Hm.
Mein Hirn entscheidet sich für Lachen, denn ja, Humor soll ja helfen:

Bang (…er schlägt wie eine Bombe ein…)

Dangerous Man (…der gefährliche Mann, dem ich nicht vertrauen kann… oder vielleicht doch? Klimper, klimper…)

Egoïste (…denn er ist ein Eogist, da helfen auch die zwei irreführenden Pünktchen auf dem „i“ nichts…)

Secret Mission (…sein Plan: Eine geheime Mission…)

The One Gentleman (…doch am Ende siegt die Liebe, denn er ist der letzte Gentleman auf Erden. Mit einem Hauch Parfum hinter den rosa Öhrchen)

So sieht’s aus. Frauen sitzen im Feenkleid und nach irgendwelchem Obst riechend im lilafarbenen Zauberwald, während sie auf den gefährlichen Egoisten warten, dem sie ihr Herz schenken, noch bevor er von seiner geheimen Mission zurückgekehrt ist, um sie dann doch letztendlich auf Händen zu tragen.

Ne.

Foto: Anika Landsteiner

Kolumne: Diät für Faule – Ich sehe erste Erfolge! (Teil 3)

gesundes essen

Nach Zwei Wochen Diät habe ich einiges Positives zu berichten: Ich fühle mich besser, fitter, habe meine Ernährung super im Griff und die Waage zeigt mittlerweile auch weniger an! Aber nochmal von vorn.

Als Anfang des Monats mich dazu motiviert habe, gesünder zu leben und ein wenig fitter zu werden, war das Schwierigste die Umstellung von Gewohnheiten. Nicht mehr naschen, langsamer und bedachter essen, mehr Bewegung. Für jemanden, der was diese Dinge angeht mehr der gemütliche Typ ist, eine große Überwindung.
 

Dennoch, mit ein paar Tipps und Tricks funktioniert es besser als gedacht:

Stelle dir folgende Frage: Habe ich Hunger oder will ich einfach nur aus Langeweile meinen Magen beschäftigen? Manchmal ersparst du dir somit den Weg in die Küche.
 

  • Iss langsam und achte darauf, wann genau du satt wirst. Wer alles herunterschlingt, verpasst das Sättigungsgefühl.
  • Keine Kohlenhydrate nach 18 Uhr! Der Körper verbrennt Fett im Schlaf, ohne dass du was tun musst – allerdings nur dann, wenn der Insulinspiegel niedrig ist. Kohlenhydrate treiben diesen in die Höhe.
  • Gesunde Snacks bereit halten! Gurken und Paprika sind’s zwar keine Schokolade, können aber die Retter sein für alle, die gerne zwischendurch Kleinigkeiten essen.
  • Viel trinken! Das ist eines der praktischsten Sachen: Nicht nur, dass es der Gesundheit gut tut, viel Flüssigkeit nimmt auch unnötigen Appetit. Mindestens 2l am Tag sollten es bei einer erwachsenen Person sein. Zuckergehalt der Getränke aber unbedingt beachten. Mein Tipp: Mir persönlich hilft selbstgepresster Zitronensaft. Einfach mit kaltem Wasser verdünnen und ein bisschen süßen (z.B. mit Agavensirup oder Stevia), die Säure im Zitronensaft hemmt den Appetit.
  • Kalorientabellen. Je nach Größe, Alter und Wunschgewicht kann man sich den benötigten Tagessatz an Kilokalorien berechnen lassen. Der liegt in meinem Fall bei 1600kcal. Ich schaue, dass ich in etwa diese Zahl einhalte (klappt nicht immer, aber meistens halte ich mich dran). Wer Regeln aufstellt, hält sich eher an ein Vorhaben als jemand, der keine genauen Grenzen im Kopf hat.
  • Sportplan. Das mit den Regeln gilt auch für die Bewegung: Nicht spontan entscheiden, wann Sport gemacht wird. Am besten zu Anfang der Woche die Tage festlegen, an denen sich um die Fitness gekümmert wird. Wer dazu neigt, den innernen Schweinehund raushängen zu lassen: Verbindliche Verabredungen mit einem Fitness-Partner ausmachen.
  • Erfolge festhalten! Ich wiege mittlerweile 49kg, das sind fast 3kg weniger als vor zwei Wochen. Dazu muss ich aber sagen: Zu Beginn purzeln die Pfunde ziemlich schnell, das wird nicht immer so bleiben. Trotzdem lohnt es sich, auch kleine und große Erfolge festzuhalten, sowas motiviert ungemein.

Mittlerweile habe ich mich relativ gut an die neue Ernährung gewöhnt. Ich habe gemerkt, dass ich vorher wirklich viel unnötig gegessen habe, was ich jetzt auch gar nicht mehr vermisse. Ab und zu sollte man sich aber etwas gönnen dürfen. Ich achte immer darauf, nicht zu hungern und das zu essen, was mir auch wirklich schmeckt. Tagelang an einer Karotte rumkauen kommt für mich nach wie vor nicht in Frage. Beim Sport bin ich manchmal noch die faule Kartoffel. Hier muss etwas gefunden werden, das auch tatsächlich Spaß macht. Ich kann wärmstens empfehlen, verschiedene Sportkurse auszuprobieren: Man ist erstens nicht allein und zweitens kann man so einiges Neues für sich entdecken.

Foto: Westend61/Getty Images

Männergedanken: Dein iPhone oder ich!

dein iphone oder ich

Vor ein paar Tagen erzählte mir ein langjähriger Freund, dass er sich schon vor einer Weile bei Facebook abgemeldet hat und warum!

Er meinte, dass es mittlerweile so ist, dass seine Freundin und er sich permanent wegen des iPhones in den Haaren hatten. Ich hatte so die leise Vermutung, dass sie eventuell doch die treibende Kraft ist, die diese neue Regel eingeführt hat und stocherte nach. Auf meine Frage hin wie es dazu kam, meinte er, sie hätten sich gegenseitig dabei erwischt, dass sie beide abends auf der Couch saßen und nur noch aufs Handy geschaut haben, ohne miteinander zu reden. Das kam mir etwas spanisch vor, weil ich selbst ein großer Smartphone Junkie bin. Ich meinte: Ja ok, aber warum bist du dann bei Facebook abgemeldet? Du kannst doch auch in der Firma, am PC oder einfach wenn du alleine unterwegs bist deine Mitteilungen lesen?! Ab da kam er etwas ins wanken und meinte, dass es wohl ein wenig blöd wäre, weil man einfach nichts mehr mitbekommt von der Außenwelt – aber sie hat ja noch Facebook und da dürfte er doch ab und zu rein schauen.

„WHAAAAAT?“ Dachte ich mir innerlich und habe es dann aber dabei belassen, noch weiter nach zu stochern, da sie schon mit strengem Blick nebendran stand.

…Eifersüchtig auf ein Smartphone?

Liebe Frauen, ich kann ja wirklich viel verstehen, aber eifersüchtig auf ein Smartphone? Das kann nicht euer Ernst sein? Natürlich gebe ich euch Recht, wenn es heißt viele Beziehungen werden inzwischen getrennt, weil das Streit-Thema Smartphone nicht endet. Und ja, natürlich gibt es da eine Grenze. Aber dem Partner verbieten, sich in sozialen Netzwerken aufzuhalten und ihm vorschreiben sich davon abzumelden? Das ist wirklich eine Spur TOO MUCH!

Glaubt ihr wirklich, dass dies die Lösung ist, damit er sich nicht mit anderen Frauen trifft? Glaubt ihr wirklich der digitale goldene Käfig macht Sinn?

Mal so ein Tipp am Rande: „Das ist der Anfang vom Ende.“ Weil lange wird er sich nicht dem Geläster und Gespött seiner Arbeitskollegen, Freunde und Bekannten aussetzen, bevor er anfängt es heimlich zu tun oder sogar den Weg der Trennung sucht. Bei allem was gut ist, aber das wird auf Dauer definitiv zu eurem Dilemma.

Des Weiteren stellt sich mir doch hier auch die Frage an alle Männer: Wann ist ein Mann ein Mann? Frauen wollen doch immer eine starke Schulter, ein starken Mann? Wenn ihr diesen Kampf verliert und jetzt schon zu schwach seid darüber zu diskutieren und euch zu erklären, dann ist es Zeit für die nächste Frau. Wenn ihr euch das Smartphone verbieten lässt, und es ihr nicht plausibel machen könnt, dass ihr das Ding nicht als Flirtportal nutzt sondern treu und anständig seid, dann läuft doch irgendwas falsch. Außerdem – was kommt dann als nächstes? Bügel die Wäsche? Wisch den Küchenboden? Also Bitte! 😉

Foto top: clipdealer.com

Wenn die Liebe meines Lebens ’nen Kleinen hat

schlechter sex

Ja genau…was, wenn man DEN Mann trifft, von dem man immer geträumt hat, mit dem die Gespräche endlos sind und Stunden sich wie Minuten anfühlen. Der Typ, an dem alles stimmt, einfach ALLES…bis auf der Sex!?!

Irgendwo muss ja einfach der Haken sein. Wer wie ich als Dauersingle durchs Leben rennt, dem wird das vielleicht auch schon mal passiert sein: Da lernt man jemanden kennen und er ist einfach toll. Charmant, witzig, intelligent, dazu dieser verführerische Ryan Gosling-Look, hach…ein Traum. Man trifft sich 1-2 Mal und ja…mit dem Sex wird natürlich gewartet, wie man es eben so tut, wenn man sich etwas Ernstes erhofft.

Vielleicht ein Fehler?

Kein Sex beim ersten Date – außer du willst in der One-Night-Stands-und-Nutten-Schublade Platz nehmen

Sex gehört zu jeder Beziehung dazu. Wieso dann nicht gleich austesten, ob der Kerl auch im Bett das hält, was das Paket verspricht. Die Regel lautet aber nach wie vor „Kein Sex beim ersten Date – außer du willst in der One-Night-Stands-und-Nutten-Schublade Platz nehmen“. Alle, die auf der Suche nach der Liebe des Lebens sind und meinen, sie gefunden zu haben, warten also brav mindestens 3 Dates ab. 3 Dates, bei denen man sich schon so derart in den anderen verknallt, dass Gedanken wie „vielleicht ist er scheiße im Bett“ gar nicht erst hochkommen, dass Zweifel an seiner Penisgröße und seinen Bettqualitäten nicht mal für Bruchsekunden unser Hirn betreten.

…fuck…Wieso war er so verdammt klein??

Ich habe da also diesen unglaublich tollen Mann kennengelernt. Er war die perfekte Mischung aus Hugh Jackman und diesen Typen aus Vampire Diaries, den ich so scharf finde (Damon…der Typ heißt Damon…). Und ich habe einige Dates versteichen lassen, bis ich ihn ranließ. Nämlich so viele Dates, bis ich mir sicher war: Er ist es, das könnte ER sein! Ich war schon über beide Ohren verknallt und der Sex? Der konnte ja nur gut werden. Je länger man wartet, desto größer das Kribbeln und die Aufregung, bis es endlich passiert. Irgendwann – nach einer angemessenen Anzahl an wunderbaren, aber sexlosen Treffen – landeten wir also im Bett, beide furchtbar scharf aufeinander, man hat sich ja ein gefühltes Jahrhundert lang hingehalten. Wir rissen uns die Klamotten vom Leib, ich hatte schon meine Hand in seinem Schritt, und dann…fuck…Wieso war er so verdammt klein??

Mein Traummann ist schlecht im Bett, ultraschlecht!

Es lag nicht daran, dass er nicht erregt genug war, aber vielleicht lag’s an mir, vielleicht hatte ich ihn nur nicht richtig im Griff gehabt. Aber als die Hose auch endlich auf dem Boden lag, war es bestätigt: Oh mein Gott, meine große Liebe hat einen nicht so großen Penis. Und das war sogar untertrieben! Nichts gegen kleine Penisse, die haben auch ihren Vorteil, beim Oralsex in etwa, aber wenn er unterirdisch ist, fängt man an, sich dann doch Gedanken zu machen. Naja…es hätte auch noch schlimmer kommen können als klein und zierlich (übrigens nicht unbedingt die liebste Beschreibung der Männer für ihr Prachtstück), lang und dünn zum Beispiel, Sorte Gebärmutterabstecher. Außerdem hieß das jnoch lange nicht, dass er nicht damit umgehen kann, vielleicht hatte er’s ja trotzdem drauf. Nach ein paar Minuten stand aber endgültig fest…hatte er leider nicht. Innerlich habe ich schon bittere Tränen geweint: Mein Traummann ist schlecht im Bett, ultraschlecht. Wer hätte das ahnen können, er war ein so guter Küsser! Funktioniert das denn mit uns, wenn ich für den Rest meines Lebens sexuell unbefriedigt bleibe? Ist Sex überhaupt so wichtig? Passen wir womöglich doch wie die Faust auf’s Auge, auch wenn es in der Kiste megamies läuft? Während er so auf mir lag und ich nach dem Motto „Augen zu und durch, lass dir nichts anmerken und guck bloß nicht hin“ ging ich vor dem geistigen Auge meine Pro-Kontra-Liste durch:

Pro: Er war einfach perfekt.
Kontra: Außer im Bett.

Lange Zeit hatte ich nicht, um die Liste weiter zu spinnen. Nach etwa 5 Minuten war der Spaß vorbei. Immerhin die längsten 5 Minuten meines Lebens. Das war nicht nur schlechter Sex, das war Ich-heul-gleich-Sex. Danach lagen wir nebeneinander und taten das, was wir am besten konnten, wir redeten. Da merkte ich wieder, wieso ich so sehr in diesen Kerl verliebt war. Und ich wollte ihn auf jeden Fall wieder sehen, das mit den Bettqualitäten könnte sich eventuell noch entwickeln. Und selbst wenn nicht, möglicherweise klappt es auch so.

„Hey Schatz, sorry, aber wenn wir Sex haben, muss ich fast anfangen zu weinen“

Die Tage drauf machte ich mir so einige Gedanken: Wie wichtig ist Sex für eine gute Beziehung? Sind die Gefühle und die Person an sich nicht wichtiger? Bin ich womöglich zu oberflächlich für die wahre Liebe? Soll ich mit ihm darüber reden? Wie bringe ich es ihm schonend aber ehrlich bei? „Hey Schatz, sorry, aber wenn wir Sex haben, muss ich fast anfangen zu weinen“? Ich probierte zunächst die Methode Schweigen und unauffällig Tipps geben“, was nicht die gewünschten Ergebnisse erzielte, dennoch hab ich es nicht übers Herz gebracht, ihm die knallharte Wahrheit ins Gesicht zu sagen. Ich traf „Mister not so Big“ noch einige wenige Monate, bis irgendwann auch er es merkte. Und dann fingen die Probleme richtig an. Er fühlte sich im Ego gekränkt, ich machte mir Vorwürfe und war dennoch unzufrieden. Zuerst haben wir versucht, das Problem zu lösen und redeten viel. Was ich mir wünschte, wie er es sich vorstellte…lange Rede kurzer Sinn: Gebracht hat es uns nicht weit. Irgendwann habe ich es akzeptiert: Dieser Mann, so toll er auch ist, macht mich im Schlafzimmer einfach nicht glücklich.

Wenn es mit der Liebe des Lebens im Bett nicht klappt, dann ist es nicht die Liebe des Lebens. Denn – und das kann ich jetzt ganz ehrlich sagen – Sex ist wichtig. Und guter Sex ist für eine gute Beziehung enorm wichtig. Das sollte niemals unterschätzt werden. Wenn’s hier also nicht passt, und auch nach einer ganzen Weile, nachdem man viel versucht hat, immer noch nicht passt…ja dann kann es auch nicht passend gemacht werden.

Foto top: clipdealer.com

Deutschlands Blogger: Dandy Diary

DANDY-diary-1

Der Blogger Hype ist in Deutschland ausgebrochen. Neue Blogs schießen täglich aus dem Boden. Es wird berichtet über Mode, Reisen und Alltägliches.

Wer verbirgt sich hinter Deutschland´s erfolgreichsten Blogs?

Den ersten Block den wir vorstellen möchten, nennt sich Dandy Diary. Das Bloggerduo besteht aus David Roth und Jakob Haupt. Sie betreiben einen der erfolgreichsten Männerblogs.

Sie schocken, polarisieren und sind einfach anders.

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AJOURE hat mit ihnen gesprochen und folgendes erfahren:

Wie ist die Idee zu Dandy Diary entstanden?
Dandy Diary ist zu einer Zeit entstanden, in der es einen akuten Mangel an Online-Publikationen gab, die sich im deutschsprachigen Raum mit Männermode auseinandersetzen. Ziel von Dandy Diary war diese Lücke zu füllen.

Wie unterscheidet ihr euch von anderen Bloggern?
Wir leben vegan, stehen auf Frauen, schreiben über Männermode – eine einzigartige Kombination in der Modewelt.

Wie würdet ihr euren eigenen Style beschreiben?
Jakob trägt die Frisur eines Sumo-Ringers,  zu besonderen Anlässen das Make-Up von Alice Cooper und die Klamotten eines Halbstarken aus dem Großraum Brandenburg . David trägt ein von längen Nächten gezeichnetes Gesicht, dazu einen – nicht immer stimmigen Mix – aus diversen Fundstücken aus aller Herren Länder.

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Was inspiriert euch?
Junkies, die zu Hippie Zeiten angefangen haben sich zu berauschen, sie sind spindeldürr, extravagant, ein wenig verlodert und sehen immer herrlich nach Keith Richards aus. Von der Ergoline 3000 gebräunte Boys aus Marzahn, Berlin, die ihre Hosen in die Socken stecken, Goldketten über dem Pullover tragen und ihre Basecap auf ihren kantigen Schädel setzen, als würden sie unter ihr eine Honigmelone verstecken.

Wer sind eure größten Fashion Vorbilder?
Der verstorbene Künstler Dash Snow, Modemacher Roberto Cavalli und Boxer Rene Weller ,

Welchen Tipp würdet ihr Menschen geben, die sich mit ihrer Kleidung unsicher sind?
Zieht euch so schlecht wie möglich an: schwarze Hose & T-Shirt, dazu einfach Schuhe, die bestmöglich nicht nach mittelalterlichen Schnabelschuhen aussehen. Respektiert die euch umgebende Gesellschaft und verzichtet auf modische Experimente.

Was findet ihr an Frauen immer gut?
Weiße, eng anliegende Tops finden wir super!

Was war das verrückteste Erlebnis bis jetzt für euch?
Ein gemeinsamer ‚Magic Mushrooms‘ Trip im Sommer 1997 irgendwo im Hinterland von Bulgarien. Der Trip stellte die Basis für zukünftige Dandy Diary Projekte wie den weltweit ersten Fashion Porno, das Fußball und Mode fusionierte Großprojekt experimentelle Musik dar.

Fotos: Ole Westermann

Kolumne: Cry me a river

Ich habe in den letzten Tagen aufgrund eines Abschiedes, den ich lieber vor mir hergeschoben als durchgemacht hätte, sehr viel geweint. Mit schwammigem Blick bin ich dann auf eine Fotoserie gestoßen, die Tränen verschiedensten Ursprungs unter dem Mikroskop zeigt. Und dann war mir erneut zum Heulen zumute.

Ich bin, was viele Dinge angeht, unglaublich nahe am Wasser gebaut. Und ich hoffe, dass ich damit nicht alleine dastehe, sondern die eine oder andere Leserin jetzt auch zumindest innerlich nickt. Das reicht schon, danke.

Wenn eine Freundin weint, dann dauert es nicht lange, dass ich mit einstimme. Und ich kann mich noch an eine Beerdigung erinnern, bei der ich den Verstorbenen nicht mal kannte, und trotzdem schluchzend in der Kirche stand.
Es ist nicht so, dass ich das sonderlich schlimm finde. Emotionalität bringt einen in vielen Situationen weiter, man setzt sich automatisch mit der eigenen Lage auseinander. Wegrennen, Fehlanzeige. Verdrängen? Nicht möglich. Aber manchmal, wenn die Sturzbäche wiedermal nicht aufhören wollen zu fließen, da wünsche ich, mir dass es nur eine Träne weniger wäre. Oder zwei. Für den klaren Blick und ein bisschen Licht am Ende des Tunnels.

In der Fotoserie (lifebuzz.com/tears/#!M869J) ist unschwer zu erkennen, dass jede Träne anders strukturiert ist. Wenn ihr Ursprung bei Trauer liegt, liegt ein ganz anderes Muster vor, als bei Tränen der Erleichterung oder beispielsweise auch beim Schneiden von Zwiebeln. Ich finde die Aufnahmen unglaublich schön und faszinierend. Wie etwas so Kleines wie ein Tropfen Salzwasser so große Auswirkungen auf uns haben kann, und trotzdem so fragil aufgebaut ist…wahrscheinlich eben, wie wir selbst. Wenn wir weinen, wirken wir zerbrechlich. Wir wirken sensibel, aber auch – und das ist das Schöne – voller Leben. Weinen kann trotz des Schleiers vor den Augen helfen, Dinge zu überwinden oder loszulassen. Und es zeigt, dass man nicht gleichgültig ist und nicht über alles hinwegschauen kann.
So lange man nicht selbst im eigenen Meer der Tränen ertrinkt, ist also alles gut.

Wer aber wusste, dass Weinen und Lachen die gleiche Ursprungsquelle inne haben, sprich die gleichen Hirnregionen anregen? Ich finde, dass es einen kaum beruhigenderen Gedanken gibt, als den, dass Sonne und Mond, Licht und Dunkelheit, Freude und Trauer immer Hand in Hand gehen. Zusammengehören.

In nächster Zeit wünsche ich mir allerdings wieder mehr Freudentränen. Die erlaubt man sich sowieso viel zu selten.

Foto: Cry Me A River von Moxkyr (flickr), cc by sa-2.0

Trendfarbe Radiant Orchid

farbtrend radiant orchid

Noch ist in Deutschland in keinem Bundesland der Sommer in Sicht, dennoch kann in dieser etwas tristen Zwischenphase etwas geballte Strahlkraft nicht schaden, oder? Möglich wird es mit der dynamischen Farbe Radiant Orchid.

Am ehesten erinnert es an ein kräftiges Pink mit Lilaschlag. Je nachdem ob es mehr ins Fuchsia, Flieder oder ins Pink geht, lässt sich mit der Farbe eine Menge machen. Egal, wie das Mischungsverhältnis auch ausfällt, eines ist damit auf alle Fälle sicher: Es denkt jetzt niemand mehr an einen kalten und grauen Winter!

Im Februar wählte das Pantone Color Institut Radiant Orchid als Farbe des Jahres, und löst somit das edle Smaragdgrün ab, welches letztes Jahr das Rennen machte. Die Orchideenfarbe kommt dabei sowohl strahlend als auch girly daher, ohne madamig oder aufgesetzt zu wirken. Es handelt sich um eine sehr weibliche Farbe, die nahezu jeder Frau schmeichelt. Pantone orientierte sich bei der Wahl an der Farbe der Orchideenblume, die in der Sprache der Blumen für Selbstvertrauen und magischer Ausstrahlung steht. Das ist etwas, was im Frühjahr immer gern gesehen wird. In Sachen Mode erweist sich Radiant Orchid als wahrer Alleskönner.

In den Kollektionen der Designer fand Radiant Orchid bereits rege Verwendung. Ein Beispiel ist das In-Lable Juicy Couture, die sowohl Hoddies als auch Handtaschen in der knalligen Farbe erstrahlen lässt. Bei Lala Berlin geht die Farbgewalt der Orchidee mit ähnlichen aber schwächeren Farbtönen eine schöne Liaison ein. Einfach ist der neue Trend sicher nicht, doch wie heißt es so schön? „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

Wie stylt man’s?

Am einfachsten gestylt wird die Farbe nicht gedeckten antiken oder dunklen Farbtönen. Hier bietet sich zum Beispiel bodenständiges Jagdgrün an, welches der Knallerfarbe die Dynamik ein wenig nimmt, sodass es nicht aufdringlich wird. Auch mit kühlen Grau- oder Beigetönen kommt das grelle Pink-Lila gut zur Geltung. Trägt man ein Kleid in der Trendfarbe, reichen schon schlichte Pumps in Nude und ein zartes Kettchen aus, um vollends gestylt zu sein. Generell fährt Frau am einfachsten, wenn nur ein Teil ihrer Garderobe in einer knalligen Farbe erstrahlt, der Rest sollte zurückhaltend sein. Beim Schmuck bitte nicht zu Klunkern greifen, sonst wirkt es schnell überladen. Weitere echte No-Go-Partner für diese Farbe sind weitere knallige Stücke, da sie miteinander konkurrieren und das Auge zu sehr reizen. Auch unpassend sind großflächige Muster, die zu viel Unruhe in das Outfit bringen.

Die It-Pieces gibt’s hier nachzushoppen:

asos boyfriend shirt orchid
Shirt von ASOS Collection

asos bleidtiftkleid orchid
Bleistiftkleid von ASOS Collection

asos slipkleid orchid
Camisole-Slip-Kleid von ASOS Collection

asos Maxikleid orchid
Bedrucktes Maxikleid von Free People

Foto top: asos.de

Die Sprache der Mode. Und was tragt ihr so?

die-sprache-der-mode-rotes-kleid

Die Mode ist ein Thema das die Menschen schon immer beschäftigt. Was ziehe ich heute an? Was ist gerade angesagt? Was steht mir? Betrachten wir den ganzen Modezirkus mal von einer anderen Seite: Die Sprache der Mode. Und was tragt ihr so? Ein Bekannter erzählte mir kürzlich, dass Mann anhand der Kleidung einer Frau auf die sexuellen Neigungen schließen kann. Ich war regelrecht schockiert.

Sind wir durch unseren Kleidungsstil wirklich wie ein offenes Buch zu lesen?

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Ich hoffe doch nicht. Aber halten wir diesen Gedanken mal fest: Frau im Blümchenkleid steht dann auf Blümchensex?Und die Frau in engen Lederhosen praktiziert ausschließlich harten Dominastyle? Naja ich weiß nicht. Und was ist dann überhaupt mit den Damen, die auf modische Einflüsse komplett verzichten? Ja Ladies, die gibt es und ich bin mir sicher jede kennt sie. XS Tragende Plus Size Geschöpfe oder Bienchen in diesen 90s Jeans mit Reißverschluss hinten, in Kombination mit weißen Stiefeln. Ihr kennt sie alle! Welche Neigungen haben die dann? Alleine die Vorstellung, dass diese Mode-Sex-Theorie sich pauschalisieren lässt, bringt einen zum Schaudern. Wir müssten uns morgens also nicht nur mit der Fragen auseinander setzen: Was ziehe ich an? Wie fühle ich mich? Wie ist das Wetter? Nein, künftig hätten wir noch viel mehr Arbeit. Uns ist ja wichtig was das männliche Geschlecht von uns denkt. Wir müssten uns also ganz genau überlegen was wir mit unserem Outfit suggerieren wollen. Wenn ich jetzt aber keinen Blümchensex mag und auch die ganze Kuschelkiste nicht so Meins ist. Bei aller Liebe!

Im Sommer bei 40 Grad in meinen geliebten Lederleggings durch die Großstadt zu flanieren: No Way!

Drehen wir also den Spieß mal um. Diese Erkenntnis öffnet uns Mädels ja auch ganz neue Türen. Wir können die Männer viel leichter manipulieren. Das heißt es wäre doch lustig, wenn ich (normalerweise ganz die Dominante) im mädchenhaften Sommerkleid durch die Stadt schwebe. Die Männerwelt würde mich als süßes, unschuldiges Mädchen wahrnehmen und es könnte sich ein für mich völlig neuer Markt eröffnen. Zur Abwechslung mal weg von Bad Boys in Lederjacken. Hin zu rehäugigen Gitarrenspielern im Sonnenuntergang. Hach ja, wieso eigentlich nicht ? Öfter mal was Neues. Und dann ist so ein softer Beau im Sommer am Lagerfeuer doch auch was Nettes.

Oh Jungs ihr seid so schön naiv!
Also liebe Ladies: Überdenkt eure Garderobe nochmal ganz ausgiebig!

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Banner: © lassedesignen – Fotolia.com
Foto 1: © Kaponia Aliaksei – Fotolia.com
Foto 2: © Artem Merzlenko – Fotolia.com

Rezept: Frühstückssmoothie mit Blaubeere und Kokosnuss

Wer sagt eigentlich das ein Frühstück immer aus einem Butterbrot besteht? Ich finde, dass ein Smoothie morgens sehr lecker und gut bekömmlich ist. Außerdem macht ein gehaltvoller Smoothie lange satt. Dieser Frühstückssmoothie besteht aus vier gesunden Zutaten: Blaubeeren, Himbeeren, Ananas und Kokos.

Blaubeeren können freie Radikale im Körper abfangen und können so helfen den Hautalterungsprozess zu verlangsamen.

Himbeeren sollen mit ihren sekundären Pflanzenstoffen bei der Krebsvorsorge unterstützen. Ausserdem können sie Bakterien und Vieren abtöten.

Ananas versorgt den Körper mit Mineralien und Spurenelemente, wie Natrium, Eisen, Zink und Magnesium.

Kokosnuss enthält mittelkettige Fettsäuren die die Herzgesundheit unterstützen soll. Ausserdem liefert sie schnell Energie und ist perfekt für einen gesunden Start in den Tag.

 

Zutaten für einen Frühstückssmoothie

Frühstückssmoothie

70 g gefrorene Blaubeeren

60 g gefrorene Himbeeren

80 g gefrorene Ananas

100 ml Kokosmilch (nicht fettreduziert)

100 ml stilles Wasser

4 TL ungesüßte Kokosraspeln

 

Alle Zutaten in den Mixer geben und eine Minute lang bei höchster Stufe pürieren. Den Smoothie könnt ihr selbstverständlich auch mit frischen Früchten machen. Dann sollten die hundert Milliliter Wasser durch eine Handvoll Eiswürfel ersetzt werden, damit der Smoothie schön kalt ist.

Fotos: Heike Niemoeller

Für immer Trend: Der Chignon

chignon

Frisuren gibt es wie Sand am Meer – Fischgrätenzopf, Wasserfallfrisuren, Hochsteckfrisuren mit wallenden Locken. Doch keine von ihnen ist so wandelbar und dauerhaft modern wie der Chignon. Das ist französisch für Dutt, doch er wird auch liebevoll Gogsch, Punz oder Püürzi genannt. Ajouré wirft einen Blick auf die wohl eleganteste Frisur aller Zeiten.
 

Kleine Geschichte des Haarknotens

Bereits 330 bis 100 vor Christus steckten sich die griechischen Frauen ihre Haare in einem Knoten hoch. Dies diente dem Schutz der Haare, zudem wirkte es schlicht und einfach, was damals in Mode war. Bei attischen Frauen und sogar bei deren Männern fand man handgefertigte Gold- oder Elfenbeinnadeln, mit denen die Frisur in Form gehalten wurde. In England sorgte Queen Elisabeth I. für einen wahren Hype des Chignons, sodass bald der ganze Hofstatt diese Frisur wollte. Der einfache Knoten erblühte in den vierziger Jahren neu, als Arbeiterfrauen ihre Haare vor Schmutz und Schäden an schweren Geräten schützen mussten. Heute kennt man den Chignon hauptsächlich bei einer Ballerina, die der Frisur ein zerbrechlich schönes Image verleiht.
 

Styling und Hilfsmittel

Es gibt nahezu keinen roten Teppich ohne diese Art der Haartracht. Die Stylisten bewaffnen sich vor jedem großen Event mit einigen Tools, mit denen das Styling besser gelingt. Je glatter die Haarstruktur, desto einfacher ist es fliegende Haare zu vermeiden. Der Pferdeschwanz ist die Basis, danach können die Haare auf ein Duttkissen aufgedreht werden. Haarklammern halten das Kunstwerk in Form. Mit etwas Haarspray am Ende lassen sich kleine herausstehende Haare bestens bändigen. Wer Locken hat, sollte vorher etwas Gel in die Haare machen, um sie glatter erscheinen zu lassen. Für den Ballerinaknoten sollten die Haare leicht angefeuchtet werden, um noch enger eingedreht zu werden. Das gibt Stabilität und sorgt für Halt über den ganzen Tag hinweg.
 

 

Foto top: clipdealer.com

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