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Kolumne: Webgevögelt.

Facebook, Whatsapp, Skype, Instagram, Twitter, Google+, Pinterest, Tumblr, Flickr. Einatmen. Ausatmen. Ungefähr tausend andere Plattformen und virtuelle Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren, habe ich vergessen. Was uns allen dabei immer öfter auffällt, ist: Je mehr Möglichkeiten es gibt, sich auszutauschen, desto mehr Missverständnisse und  unverbindliche Zusagen begleiten die Reise der Worte durch das World Wide Web.

Ich kenne es. Du kennst es. Man tippt schnell einen SMS-Quickie via Whatsapp, vergisst, ein nervendes Smiley dahinter zu setzen, welches die Macht hat, alles Geschriebene zu verharmlosen, und schon steht es schwarz auf weiß: Das Missverständnis. Besser bekannt als das notorische Aneinander-Vorbeireden (ich glaube, das ist eine Wortneuschöpfung). Auch ein Dauerbrenner ist das Absagen von Verabredungen in der letzten Sekunde. Die Klassiker unter den modernen Kommunikationsproblemen.

Warum ist es trotzdem so weit verbreitet, dass man viel öfter etwas tippt und absendet, anstatt zum Hörer zu greifen und anzurufen oder sich mit jemandem wirklich zu treffen? Die Schnelllebigkeit der Gesellschaft ist eine Sache, klar: Schnell mal ein Bild bei Instagram posten vom Abendessen, damit Mutti weiß, dass man nicht verhungert. Schnell mal ’nen Status bei Facebook verfassen, damit die virtuellen Bekanntschaften wissen, wo man sich gerade befindet und was man dort Glanzvolles tut. Oder: Schnell mal via Whatsapp eine Verabredung (einen echten Quickie?) absagen. Tja, all diese Mittel machen es möglich, das Gesicht unter der Bettdecke zu verstecken und trotzdem den Schwanz nicht komplett einziehen zu müssen. Denn: Man hat ja kommuniziert, in diesem Fall hat man abgesagt, selbst wenn es nur eine halbe Stunde vor dem Treffen ist, aber darauf muss man mittlerweile vorbereitet sein.

Wir sind alle ziemlich feige geworden. Und faul. Trifft man sich wirklich noch in Person, wird das meist vorher tausendmal verschoben, aufgeschoben, von Missverständnissen begleitet, bis am Ende der Standort geschickt wird, damit jeder grob Bescheid weiß.

Bin ich eigentlich die Einzige, die keinen Bock hat, am Tag ungefähr zwei Stunden zu opfern, um SMS und Nachrichten zu beantworten, deren Angelegenheiten via Telefon innerhalb von fünf Minuten abgewickelt sein könnten?

Aber auch ich tippe munter vor mich hin, versuche Streitereien durch ellenlange E-Mails zu schlichten und habe selbst schon ab und an mit dem Kopf unter der Bettdecke eine Verabredung abgesagt – warum?

Weil es so unglaublich einfach ist. Das Smartphone, my bff, mein treuer Begleiter, das selbst gerade, während ich diesen Artikel tippe, neben mir liegt, warum weiß ich nicht, schließlich haben alle für mich wichtigen Menschen meine Festnetznummer und sollte ich etwas im Internet suchen, habe ich den Laptop direkt vor mir. Es ist eine Sucht, und zwar die Sucht nach schneller Befriedigung, künstlicher Anerkennung und auf dem Silbertablett servierter Unverbindlichkeit. Klingt wie ein Porno? Ist es auch, irgendwie, denn wir haben aufgehört, miteinander zu reden, wir treten zwar gemeinsam in Aktion, aber solange das Internet angeschaltet ist, ist der Kopf aus und es wird webgevögelt, bis das letzte Quäntchen Anstand und freiwilliger Verbindlichkeit verpufft ist.

Alles hat seinen Höhepunkt. Das ist in der Karriere nicht anders wie im Urlaub oder beim Sex. Und vielleicht, ganz vielleicht, reden wir nach dem Höhepunkt der modernen Kommunikation auch wieder miteinander. Bis der Nächste kommt. Und greifen wenigstens öfter zu Facetime oder Skype, damit wir uns in die Augen schauen können während unserem virtuellen Tête-à-Tête. Und statt dem Fake-Smiley ein echtes Lächeln schicken.

Foto: „She is my drug“ von Bryan Brenneman via flickr.com, CC BY 2.0

„Hey, you wanna be friends with benefits?“

Friends with Benefits

Freunde, die miteinander Sex haben – ohne Gefühle versteht sich! Wie lange geht das gut?

…Solange, bis sich einer von beiden verliebt. Primitive Antwort und eine einfache Theorie („Bloß nicht verlieben!“), meist aber fatal in der Praxis umgesetzt. Aber rollen wir dieses Phänomen mal von vorne auf. Es waren einmal ein Mann und eine Frau, die wollten nachts nicht alleine schlafen, den Tag aber nicht mit Beziehungsstress belasten, also schlossen sie einen Pakt: Sex ja, Gefühle no-go! Eine klassische Win-Win-Situation: Man genießt die Zärtlichkeiten, das Zusammensein und nicht zuletzt den Sex, spart sich dazu noch den belastenden Beziehungsalltag. Frau zickt nicht, Mann nervt nicht. Klingt alles wunderbar einfach, da fragt man sich doch glatt….“Wieso habe ich eigentlich nicht so einen Friend with Benefit?“

Singleleben, One-Night-Stands, Affären, Beziehungen – alles schon gehabt und erlebt; und so langsam wird’s halt einfach langweilig. Einen sogenannten „Fuckbuddy“ zu haben ist allerdings erst seit neustem Trend. Da es aber nicht ein Fremder sein soll (man weiß ja nie, wie strange manche Leute sein können…), schaut man sich einfachshalber mal im Freundeskreis um. Ein Kumpel, der nach Bedarf eben auch das Bett mit einem teilt. Solange, bis man keine Lust mehr hat oder der Traumpartner ums Eck kommt.

Warum der Masterplan oft nicht aufgeht

Meist aber passiert vorher das (fast) Unvermeidbare: Gefolge dem Motto „Alles verlief nach Plan, nur der Plan war scheiße“ entpuppt sich nicht selten der Bettgefährte als Prince bzw. Princess Charming. Was dann folgt ist in der Regel Theater ganz im Stil der besten Hollywood-Drehbuchautoren: Geweckte Hoffnungen, andere Erwartungen, unerwiderte Gefühle und eine tränenreiche Katastrophe.

Ja habt ihr denn nicht alle die Filme geguckt?! Mila Kunis und Justin Timberlake in „Freunde mit gewissen Vorzügen“ oder Natalie Portman und Ashton Kutcher in „Freundschaft Plus“ haben vorgemacht, was sich nicht selten auch im realen Leben ereignet: Einer tritt in die Liebesfalle, es folgen Missverständnisse und Eifersuchtsdramen. Es ist fast unvermeidbar, für eine Person, der man freundschaftlich nahe steht, mit der man dazu noch regelmäßig Intimitäten austauscht, keine romantischen Gefühle zu entwickeln – sei es wegen reiner Gewohnheit oder des menschlichen Bedürfnisses, sein Leben irgendwann einmal mit einem Partner zu teilen. Emotional gesehen wird das eine Achterbahnfahrt, ein wildes Auf und Ab der Gefühle und am Ende steht man dann vor den Scherben einer einst so tollen Freundschaft. Ungetreu dem klassischen Hollywood-Rezept gibt’s nämlich im wahren Leben nur selten ein Happy End.

Friends with Benefits – Wie es funktionieren kann

Dennoch…Ausnahmen bestätigen die Regel. Friends with Benefits kann ein Experiment sein ohne Tränenverguss. Hierfür Folgendes beachten…

…Kann ich Sex und Gefühle trennen?
Nur wer in der Lage ist, eine klare Grenze zu ziehen, sollte sich auf so etwas einlassen. Du verliebst dich schnell? Bist eine hoffnungslose Romantikerin oder hast in der Kindheit einfach nur zu viele Disney-Filme geguckt? Dann vergrab die Idee mal lieber ganz schnell im hintersten Eck deiner Gedankenwelt. Auch wer sonderlich emotional ist oder schnell zu Eifersucht neigt, sollte diesen Gedanken verwerfen. Besitzansprüche und Regeln gehören nicht zum No-Strings-Attached-System.

…ist der Partner der richtige dafür?
Auch bei der Auswahl des Gegenübers drauf achten: Finger weg von Romantik-Fanatikern und Dauerverliebten. Man will den anderen schließlich nicht an der Nase herumführen. Wichtig ist es auch, den Grad der Freundschaft zu bedenken. Mit dem besten Kumpel ins Bett? Dann doch lieber die Freundschaft wahren.

…Was genau will ich?
Sehne ich mich nach einer Beziehung? Bin ich das Single-Leben satt? Nur wer wirklich „just for fun“ eine solch ungebundene Beziehung eingeht, ist auf der sicheren Seite. Wer eigentlich nach etwas Festem sucht und sich aus Mangel an geeigneten Partnern mit einem Friend with Benefit zufrieden gibt, den erwartet meist ein böses Erwachen: Schnell interpretiert man zu viel in die Sexbeziehung hinein – Enttäuschung vorprogrammiert!

…Klare Ansagen machen
Damit auch ja keine Missverständnisse entstehen! Bloß kein „Mal schauen, wohin das führt“-Gedusel. Von Anfang an deutlich machen, worum es hier geht: Sex, aber bitte ohne Gefühle.

Foto: luckybusiness / stock.adobe.com

Kolumne: Ich will mehr.

Jede Frau weiß, dass nach einem gelungenen ersten Date und dem Satz „Ich ruf dich an“ das große Zittern bevorsteht. Denn man kann lediglich einschätzen, ob dem männlichen Gegenüber der Abend genauso gefallen hat und selbst ein Kuss hat manchmal nichts zu sagen. Am nächsten Morgen geht es los – mit dem Warten auf das Ende des Wartens. Aber das Telefon scheint beharrlich dazu zu schweigen.

Die „Drei-Tage-Regel“ ist ein Mythos, der so alt ist, dass man dabei das Gefühl hat, schon unsere Steinzeitvorfahren hätten sie umgesetzt und erst nach 72 Stunden Rauch aufsteigen lassen. Sie ist omni-präsent, jeder hat davon schon mal gehört und ich möchte behaupten, dass die meisten Frauen auch schon mindestens ein Mal in den Genuss überflüssiger Wartezeit gekommen sind. Ich frage mich, was eigentlich genau in unseren Köpfen stattfindet, wenn wir alle paar Minuten auf unser schweigendes Handy starren, uns jedoch selbst kategorisch verbieten, die Nummer des Auserwählten zu wählen?

Natürlich ist der Zauber des Anfangs der Allerschönste. Wenn jede SMS ein Freudenfeuer ist und beim Klang seiner Stimme sich der Himmel auftut und sich sämtliche Geigenspieler abseilen, um ihn musikalisch dabei zu unterstützen, ihr den Hof zu machen. Doch da kommen wir an den Knackpunkt:
Der Autor Hauke Brost schreibt in seinem Buch „Wie Männer und Frauen ticken“ darüber, dass die Frau niemals den Mann nach dem ersten Date anrufen darf. Denn der Mann möchte erobern und das schon seit über 3000 Jahren. Hätte sich diesbezüglich etwas geändert, hätte es sich geändert.
Ein bisschen hat er da schon Recht. Es gibt natürlich die Ausnahme des schüchternen Romantikers, der sich nicht traut, oder die des verpeilten Nerds, der die Nummer verlegt hat, aber wenn wir ehrlich sind, dann wollen Männer verdammt gerne erobern und wir Frauen finden den Moment, in dem endlich das Handy klingelt, absolut magisch. Wir tänzeln drum herum und nehmen erst ab, bevor wir checken, dass er gleich auflegen könnte.

Ich mag altmodischen Vorstellungen. Ich mag es, auf Händen getragen zu werden und ich mag es, wenn ein Mann zeigt, dass er von einer Frau nicht genug bekommen kann. Was ich aber nicht mag ist, wenn Datingrituale wie die beiderseitige Telefon-Regel durchgezogen werden ohne jeglichen Sinn dahinter. In diesen verlaufenden Tagen seilt sich bei Frau die Euphorie auf dem Emotionsbarometer hinab in den Keller. Sie schmeißt ihr Telefon in den Mülleimer und holt es dann kurze Zeit später wieder heraus, um ihre beste Freundin anzurufen. Während der Mann nicht zum Hörer greift, weil er wohl a) irgendwann mal gehört hat, nicht gleich am nächsten Tag anzurufen, b) nicht mit der Tür uns Haus fallen möchte oder c) gerade ein Kumpel vorbeigekommen ist und damit das Mädchen kurzfristig vergessen ist.
Oder ganz andere Gründe? Keine Ahnung, so weit bin ich in die männlichen Abgründe noch nicht eingetaucht.

Ich glaube nicht, dass wir alle generell Lust haben, Spielchen zu spielen. Das war mal interessant, als jeder noch Buffalos getragen hat und mit dem Handy sein Gegenüber hätte erschlagen können. Mittlerweile sind wir doch alle erwachsen (zumindest tun wir so) und sollten dem potenziellen Partner einfach sagen können, ob wir das Techtelmechtel eine Stufe empor heben möchten oder nicht.

Anscheinend stehen wir uns alle dabei ein bisschen selbst im Weg. Denn ich schätze, dass es die Unsicherheit ist, eventuell alleine mit dem Wunsch nach einer Partnerschaft dazustehen. Den Hörer in die Hand zu nehmen und „Ich will mehr“ zu sagen, ist eine grandiose Geste, allerdings nicht die Einfachste. Und vielleicht überlassen wir deswegen diesen einen, ersten Schritt dann doch lieber den Männern. Schließlich haben die uns eine Sache voraus: Die Sache mit dem überdimensional großen Selbstbewusstsein.

Foto: Anika Landsteiner

Kolumne: Wollt ihr meine Frauen werden?

In den USA hatte kürzlich ein Polygamist gegen das Anti-Polygamie-Gesetz von Utah geklagt – und überraschender Weise ein Umdenken ins Rollen gebracht. Mit mehreren Frauen verheiratet zu sein, das scheint für so einige Männer das Non-plus-Ultra darzustellen. Zwar ist das in manchen Gefilden gang und gäbe und war beispielsweise bei den Mormonen vor langer Zeit ein normaler Status, aber hierzulande ist es weiterhin sehr exotisch. Und ich frage mal umgekehrt:
Wann darf ich bitte zwei, drei, vier Männer halten, äh, haben? Hm?

Ach ja, die USA sind doch immer für einen Spaß zu haben. Wenn die wüssten, dass sie für uns Europäer nicht die Weltpolizei, sondern den dümmlichen Drittklässler darstellen, würden sie vielleicht über so manches Gesetz nachdenken. Dann dürften beispielsweise endlich verheiratete Männer an einem Sonntag in ein Flugzeug steigen und Frauen in Kalifornien dürften sich nur mit einem Bademantel bekleidet ins Auto setzen.

Doch durch die Klage eines Mannes, der Mitglied einer kirchlichen Abspaltung ist, die Polygamie praktiziert, kommt nun das Land – oder zumindest der Staat Utah – ins Schwanken: Darf man gesetzlich vorschreiben, mit wie vielen Frauen ein Mann kleine Rollenspielchen spielen und dabei Kinder in die Welt setzen darf? Der betroffene Richter sagte nein und öffnet damit die Tore für – ja, für was eigentlich? Polygamie ist weiterhin offiziell verboten, heiratet man aber die Frauen nur kirchlich, geht das Ganze klar.

Ich bin mit der ganzen Materie der Polygamie reichlich überfordert und kann da auch glücklicherweise nicht aus dem Nähkästchen plaudern. Viele feministisch angehauchte Frauen, die genauso wenig damit zu tun haben (wollen), beklagen die automatische Unterwürfigkeit der Frau, wenn zwei (oder drei oder vier) weitere neben ihr stehen. Doch das stimmt eventuell so nicht ganz, denn die Frauen einer Mehrfach-Beziehung sind meist über Generationen hinweg so erzogen worden und gehen mittlerweile selbst vor Gericht, um ihren Platz weiterhin zu sichern. Die Frage ist natürlich, inwiefern sich diese Frauen eventuell dazu gezwungen fühlen oder ob dies komplett aus freien Stücken geschieht. Und abgesehen davon, sind Gefühle wie Eifersucht und Neid einfach menschlich und nur schwer abzulegen, wenn man verliebt ist und das Herz längst vergeben hat. Daher kann ich mir kaum vorstellen, dass innerhalb von Mehrfach-Ehen nur Bienchen-Blümchen-Harmonie herrscht und komme irgendwie nicht drumherum, an den sagenumwogenen Harem und die Geschichten, die mit dieser Lebensweise einhergehen, zu denken.

Ich finde grundsätzlich, dass jeder seine eigene Liebe so praktizieren sollte, wie er es möchte. Wenn sich mehrere zusammenfinden und sich nicht entscheiden können, warum dann nicht mal die Polygamie ausprobieren? Solange niemand zu etwas gezwungen wird, wer darf sich dann bitte herausnehmen, darüber zu urteilen?

Versteht mich nicht falsch, für mich ist das nichts. Aber für mich ist es auch nichts, eine Beziehung mit einer Frau zu führen – und ich setze mich trotzdem gegen Homophobie ein. Ich glaube, es ist schwierig, sich mit Lebensformen vorurteilsfrei auseinanderzusetzen, mit denen man keine Erfahrungen hat. Die Frage, warum ein Mann das Bedürfnis hat, mehrere Frauen um sich zu scharen, bleibt aber trotzdem mit einem blöden Beigeschmack zurück.

In einer Welt, in der man den Eiffelturm heiraten darf oder wahlweise auch sich selbst, bleibe ich schlichtweg überfordert. Und froh darüber, dass sich meine Bedürfnisse sehr unkompliziert regeln lassen.

Trotzdem finde ich diese ganze Entwicklung spannend. Und schau da gerne von außen zu. Vor allem belustigt darüber, dass gerade in den über-prüden und gesetzesliebenden USA genau diese Fragen gestellt werden. Weil die Freiheit dort über allem steht! God bless America!

Foto: „H A R E M“ von BOMBMAN via flickr.com, cc by 2.0

Von It-Girls und Stilikonen: Kate Moss

Kate Moss

Zu klein und zu mager? Von wegen! In Mitten der Supermodels der 90er Jahre etablierte sich jemand, dem man es damals wohl kaum zugetraut hätte: Katherine Ann Moss, aller Welt bekannt unter Kate Moss, hatte keine Probleme mit Cindy, Claudia und Co. mitzuhalten, obwohl sie doch ein komplett anderer Typ war.

Steckbrief

Vollständiger Name: Kate Ann Moss
Geboren: 16. Januar 1979, Croydon, Vereinigtes Königreich
Eltern: Peter Edward Moss, Linda Rosina Shepherd
Geschwister: Lottie Moss, Nick Moss
Beruf:
Ehepartner: Jamie Hince
Kinder: Lila Grace Moss Hack
Größe: 1,7
Sternzeichen: Steinbock

Geboren wurde Kate 1974 in ihrer favourite City London Großbritannien. Sie galt als eher unscheinbare Schülerin mit schlechten Noten, doch der Start einer unvergleichbaren Weltkarriere ließ nicht lang auf sich warten. Bereits mit 14 Jahren wurde Kate von Sarah Doukas entdeckt, die Modelagentin, die vor einigen Jahren auch Cara Delevigne in die Riege der Fashion-Superstars katapultierte.


Im Alter von nur 15 Jahren gelang Kate der große Coup: Ein Exklusivvertrag mit Calvin Klein machte sie weltweit bekannt. Wer war nur dieses außergewöhnliche Mädchen, dessen Unterwäschefotos auf Plakaten und in Printmedien überall zu sehen waren? Ganz anders als die großen, kurvigen Superstars der 90er war Kate mit ihrer knabenhaften Figur und ihrem markantem Gesicht eigentlich kein gefragter Modeltyp. Dennoch galt sie bereits Anfang der 90er Jahre als große Konkurrenz für die Models rund um Linda Evangelista, Naomi Campbell und Co. Die nicht mal 1,70 m große Moss leitete eine ganz neue Ära der Fashionmodels ein: Der Heroin-Chic fand seinen Weg zu Werbekampagnen und auf Laufstege angesehener Designer. 1994 verdiente Kate 2,2 Millionen US Dollar und zählt auch heute noch zu den bestverdienenden Models der Welt.

Doch Kate Moss zeigte sich auch immer wieder von ihrer Schattenseite. So wurde 2005 ein Foto veröffentlicht, welches sie Koks schnupfend präsentierte. Viele Werbepartner kündigten daraufhin ihre Verträge. Ein Comeback schien so gut wie unmöglich. Dennoch: Kate entschloss sich, nachdem alle Labels Abstand genommen haben, für eine Entziehungskurs und konnte nach ihrem Entzug wieder richtig durchstarten: Im Jahr 2009 wurde bekannt, dass Moss mit Gisele Bündchen gemeinsam bei der Versace Kampagne zu sehen sein wird. Zudem erhielt sie 2005 den CFDA Fashion Influence Award, 2006 den Model of the Year Award sowie 2007 den Sexiest Woman Award.

Heute gilt sie als bekanntestes und erfolgreichstes Model der Welt. Und auch privat läuft es nach einigen Eskapaden mit Johnny Depp und Pete Doherty wieder rund: Glücklich verheiratet ist sie mittlerweile mit dem Musiker Jamie Hince.

 

Foto: 20th Century Fox / Absolutely Fabulous – Der Film

Kolumne: Im Club der Teufelinnen…

Ich kann mich noch glasklar daran erinnern, als der Exfreund einer Freundin sich von ihr via Skype trennte, um dann kurze Zeit später mit seiner neuen Flamme durch die Stadt zu flanieren. Als es darum ging, einen Teil der gemeinsamen Möbel aus der Wohnung abzuholen und daraus ein riesen Zinnober seinerseits wurde, bauten sich in mir die fantasievollsten Rachegelüste auf und ich dachte mir nur: Besser ist es, dass mir so was nicht passiert ist  – für den anderen!

Stimmt das, stimmt das? Rachegelüste machen Frauen ein klitzekleines bisschen mehr Spaß als Männern? Ich habe ehrlich gesagt noch nie mit einem Mann darüber geredet, aber wenn ich das Internet durchforste, dann finde ich reihenweise Ratgeber und Foreneinträge für Frauen, ob und wie sie sich am Herzensbrecher rächen könnten. Und auch einer meiner absoluten Lieblingsfilme, der Club der Teufelinnen, untermauert mein kleines Vorurteil nur noch mehr. Wer den Film nicht kennt, unbedingt anschauen, doch bis dahin die kurze Erläuterung: Diane Keaton, Goldie Hawn und Bette Midler werden alle drei schlecht von ihren Ehemännern behandelt und rächen sich auf so bittersüße und sehr durchdachte Weise, dass sie am Ende als die Siegerinnen hervorgehen – und die Männer auf einmal Schlange stehen. Großartig.

So, mal abgesehen von meinem Filmtipp für heute Abend, muss ich wirklich zugeben, im Kreise meiner Freundinnen schon oft etliche Rachezüge durchgespielt und zelebriert zu haben. Napoleon wäre nichts dagegen gewesen, den hätten wir gleich zusätzlich mit aufgespießt. Warum macht es also Frauen so unglaublichen Spaß, sich vorzustellen, den Flachbildfernseher – das Baby des Mannes – aus dem fünften Stock zu schmeißen? Oder den Wagen des Übeltäters zu verkratzen?
 

Rachegelüste – Exfreundin tobt sich am Wagen ihres ehemaligen Freundes aus
 

Da kann man nur hoffen, dass es sich um mehr als das Müll-heruntertragen-Problem handelte. Aber wie sie davonstolziert, das ist doch ganz großes Kino! Irgendwie sympathisch. Als Feindin möchte man sie trotzdem nicht haben.

Wie dem auch sei. Solche bittersüßen Gelüste sind ja ganz menschlich. Man wird verletzt und steht auf einmal nackt und entblößt da, was keine angenehme Sache ist. Für alle Beteiligten. Also bildet man sich ein, dass eine Rache ein angemessenes Gleichgewicht wieder herstellen könnte. Was es natürlich nicht tut, denn sobald die Aktion getan ist, kommt die Rechnung. Oder die Vorladung. Beispielsweise für das Auto aus dem obigen Video, Terroranrufen oder dem klassischen Rufmord. Denn solche Racheaktionen bleiben in erster Linie einzig und allein ein Strafdelikt. Wird man bei der Aktion gefilmt, ist die Sache vielleicht für den Richter nachvollziehbar, allerdings auch schnell aufgeklärt. Und man selbst? Sitzt am Ende immer noch da mit gebrochenem Herzen, die Endorphinausschüttung ist längst vorüber und zurück bleibt das große Loch im Geldbeutel. Das ist alles andere, als ein glamouröser Abgang.

Die Männer scheinen uns im Bereich der Rachegelüste nach verpatzten Liebesangelegenheiten einen Schritt voraus zu sein – und zwar indem sie nicht nach der Axt greifen und etwas zertrümmern, sondern den Liebeskummer aussitzen. 80 Prozent der Frauen haben schon Rache geschworen und sind dieser auf kreative Weise (!) nachgegangen, während es bei den Männern viel weniger sind.

Vielleicht sollten wir bei den Kill-Bill-mäßigen Überlegungen bleiben und uns beim Schmieden von Plänen ausleben. Da sollte dann aber auch Schluss sein. Über Jahre hinweg die Strafe wegen eines zerlegten Porsche zurückzahlen zu müssen, ist irgendwie unsexy, wenn man mittlerweile mit zwei Kindern und Ehemann am Kaminfeuer sitzt.

 

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Foto: Anika Landsteiner privat

Frühstücksmuffins Rezept

Ich bin schon ne Süße, soll heißen ich esse richtig gerne süße Dinge zum Frühstück. Mein ungeschlagener Liebling seit fast fünfzehn Jahren ist die Buttercremetorte meiner Oma! Hmmm davon ein dickes Stück und dazu eine Tasse heißen Ostfriesentee zum Frühstück, da läuft mir glatt ein wohliger Schauer über den Rücken.

Aber jeden Tag Buttercremetorte zum Frühstück ist zwar toll, aber von gesund will ich jetzt gar nicht anfangen. Also muss etwas anderes Süßes zum Frühstück her und da kam mir der Gedanke gesunde leckere Frühstücksmuffins zu backen. Denn wer sagt das nur ein schnödes Graubrot mit Gauda gesund sein kann? Diese niedlichen kleinen Muffins in ihrer Chevron Manschette machen mich um ein Vielfaches glücklicher als das eben erwähnte Butterbrot.

Breakfast Muffins

Zutaten für 18 Frühstücksmuffins

200 g Buchweizenmehl

    3 TL Weinsteinbackpulver
    200 ml Hafermilch
    50 ml neutrales Pflanzenöl
    60 g Reismalzpulver (als Zuckerersatz)
    1 Prise Salz
    1 TL Zimt
    50 g Walnüsse
    2 Bananen
    50 g Blaubeeren

 

Frühstücksmuffins

Das Mehl mit dem Salz, Zimt, Backpulver und dem Reismalzpulver vermischen. Dann das Öl und die Hafermilch dazugeben und mit einem Schneebesen gründlich verrühren.

Die Walnüsse grob hacken und die Bananen in kleine Stücke schneiden, beides zusammen mit den Blaubeeren unter den Teig mischen. Den fertigen Teig in die vorbereiteten Muffinförmchen verteilen, dass macht ungefähr einen hochgefüllten Esslöffel pro Förmchen.

Die Frühstücksmuffins für ca. 18 Minuten im Backofen backen, bis sie oben leicht gebräunt sind. Die Muffins auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Fotos: Heike Niemoeller

Wieso Männer um eine Frau kämpfen wollen

Männer wollen erobern

Kennt ihr das? Wenn man es den Herren der Schöpfung einfach machen will, sinkt ihr Interesse gegen den Gefrierpunkt. Aber wieso ist das so?

Erst neulich beklagte sich meine Freundin Vanessa über ihre neuste Errungenschaft: „Er meldet sich nicht mehr!“ Nach wochenlangem Dating, anfänglichen Verliebtheitsgefühlen und ersten gemeinsamen Gedanken an etwas Ernstes, machte Marc so langsam aber sicher den Rückzieher. Und je mehr sich Vanessa anstrengte, desto mehr schien sich ihr Traummann zurück zu lehnen.

So und so ähnlich erging es schon einigen meiner Bekanntschaften. Und auch unter meinen männlichen Freunden höre ich oft: „Sie ist uninteressant geworden“, was so viel heißt wie, „Sie hat’s mir zu einfach gemacht.“ Für viele Frauen erstmal unverständlich: Da versucht man unkompliziert zu sein, eindeutig Interesse zu zeigen und es dem Mann so leicht wie möglich zu machen (schließlich zeigt frau erst viel später in einer Beziehung ihr wahres Gesicht mit all den Macken, Ecken und Kanten…), wird dafür aber nicht geschätzt.

Lieber mal ‚Hard to Get‘ spielen

Vor allem in der Kennenlernsphase scheint es überaus wichtig zu sein, „hard to get“ zu spielen. Bedeutet in anderen Worten: Nicht zu allem Ja und Amen sagen, sich nicht immer nach dem Mann zu richten, selbst wenn es im Rahmen des Möglichen wäre, sich dann zurückzuziehen wenn er denkt, er habe einen um den Finger gewickelt. So ein Hick-Hack ist zwar schrecklich mühsam und zum Teil auch extrem nervtötend, macht bis zu einer bestimmten Grenze aber Spaß und weckt Interesse für mehr (so zumindest die Theorie, sollte aber auch nie überstrapaziert werden, schließlich sind wir hier nicht mehr im Kindergarten).

Also riet ich Vanessa, sich erstmal nicht weiter zu melden, sich ganz um ihr eigenes Leben zu kümmern. Es hat nicht lang gedauert, bis ihr Auserwählter sich wieder mehr um sie bemühte. Ich sage immer, es ist wie mit Kindern: Schmeißt du ihnen ein Spielzeug hin, wollen sie’s nicht haben; nimmst du es ihnen weg, können sie nicht aufhören danach zu fragen. Für Dinge, die umsonst sind, kämpft man nicht, muss man schließlich auch nicht. Wir schätzen ein teures Iphone auch mehr als ein weniger teures Smartphone, selbst wenn beide qualitativ gleich hochwertig sind, einfach weil wir für das Iphone länger arbeiten mussten.

Männer wollen um Frauen kämpfen dürfen, vielleicht liegt es in ihrem evolutionären Jagdinstinkt, vielleicht fühlen sie sich dadurch „männlicher“, vielleicht können sie sich nach einer langen, aber erfolgreichen Errungenschaft auch etwas auf ihr Ego einbilden, wer weiß… aber kennt ihr den Spruch mit den Äpfeln? Keiner will die, die unten hängen, die richtig guten gibt’s nur oben an der Krone, nach langem und anstrengendem Klettern, aber das sind die, die jeder will.
 

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Wieso Männer um eine Frau kämpfen wollen
 

Foto: pio3 / stock.adobe.com

Kolumne: #R.I.P. – Das Phänomen der Trauer via Social Media

Michael Schumacher liegt im Koma. Mittlerweile keine neue Nachricht. Jedes Mal, wenn der Name in einer Schlagzeile aufblitzt, rutschen wir nervös auf unseren Stühlen herum. Weil wir mitfiebern, weil wir hoffen und weil ein Unfall oder der Tod eines Prominenten immer ein bisschen aufwühlt. Warum ist das so?

Es hat wohl jeder mitbekommen, wie viele prominente Menschen letztes Jahr von uns gegangen sind. Lou Reed und Paul Walker sind nur zwei, um die weltweit getrauert wurde.
In Zeiten der sozialen Medien läuft das mittlerweile immer gleich ab:

Jemand stirbt oder – wie in Schumachers Fall – ringt mit dem Tod. Hier und da wird schon mal pro forma ein peinlicher Nachruf verfasst, weil einfach schlecht oder gar nicht recherchiert wurde. Dann gibt es bei Twitter oder der Timeline von Facebook zig Kondolenzbekundungen zu lesen oder man postet Videos und Fotos mit immer denselben Sprüchen. Es ist ein absolutes Internetphänomen geworden, im ganz großen Stil von Prominenten Abschied zu nehmen. Und dann, dann kommt die Wende, auch bekannt als Shitstorm: Sich selbst dazu berufene Weltverbesserer zetteln eine negative Verbalwelle voller Verurteilung an. Der beliebteste Satz lautet:

Wie kann man nur um XY trauern, wenn in Afrika jeden Tag so und so viele Kinder sterben.

Schwieriges Thema. Und doch irgendwie so leicht. Warum trauern wir um prominente Menschen? Weil wir uns mit manchen von ihnen identifizieren. Weil sie Idole für uns sind oder waren. Weil wir heimlich in sie verknallt sind. Weil wir das Gefühl haben, durch ihre Arbeit eine Beziehung zu ihnen aufgebaut zu haben – obwohl wir sie persönlich überhaupt nicht kennen. Und das ist der Punkt! Wir denken, wir kennen sie. Und deswegen kommt die Trauer automatisch.

Dabei ist es nicht so, dass man beispielsweise die Kinder aus Afrika vergisst (mal abgesehen von den Menschen, die sowieso nie einen Gedanken an sie verschwenden). Ich finde, dass man das einfach nicht vergleichen kann. Die gleichbleibenden Probleme weltweit sind nichts Neues. Ich kann nicht jeden Tag jede Schreckensmeldung, jede neue Statistik, jeden einzelnen Tod eines Kindes oder Menschen auf dieser Erde in mir aufsaugen und betrauern. Da bleibt mein eigenes Leben komplett auf der Strecke. Wir würden daran zugrunde gehen, ganz klar. Und nur, weil man ein oder zwei Mal im Jahr um einen Prominenten trauert oder endlich seine Biografie liest, heißt das nicht automatisch, man sei herzlos und lediglich promi-geil.

Im Umkehrschluss heißt es für mich auch nicht, dass ich die allgegenwärtige Trauer über verstorbene oder im Koma liegende Prominente gutheiße. Ich persönlich mache mir lieber im Stillen Gedanken zu jedem Einzelnen. Und verurteile mich nicht dafür, dass ich bei der Trauerfeier um Michael Jackson Sturzbäche geweint habe und 10 Minuten nach der Meldung von Whitney Houstons Tod ihr letztes Best-of Album gekauft habe. Ich bin mir dabei vollkommen bewusst, dass ich in die kommerzielle Ausbeutungsfalle der Industrie getappt bin. Aber es ist mir egal. Weil ich meine Emotionen nicht kontrollieren kann und ehrlich gesagt auch nicht will.

Ich trauere, um wen ich will. Und um den einen zu weinen, heißt nicht, dass ich um den anderen nicht weine. Es kriegt einfach nur nicht jeder mit, was mich in meiner Freizeit beschäftigt und welche Organisation ich unterstützte.
Wenn mich also erschüttert, dass Schumacher im Koma liegt, heißt es nicht, dass ich nicht geweint habe angesichts der Armut, die ich schon live erlebt habe. Es heißt nur, dass ich mich daran erinnere, als Kind eine Ziel-Flagge gebastelt zu haben, um ihn jeden Sonntag vor dem Fernseher anzufeuern.

Wir haben alle den gleichen Wert. Nur manche von uns haben das Glück (oder Unglück), ein weltweites Vorbild geworden zu sein. Und um deren Verlust darf man trauern – wenn es unbedingt sein muss via Social Media.

Foto: „Candles“ von Menashri via flickr.com, cc-by-sa 2.0

Sexting – heiß oder peinlich?!

Man liegt abends schon im Bett und plötzlich vibriert unser liebster Begleiter unter der Bettdecke- unser Smartphone meldet sich zu Wort und als wir die Nachricht unseres Liebsten lesen, in der er uns beschreibt, was er in diesem Moment gerne mit uns tun würde, zaubert uns dies ein verdorbenes Lächeln aufs Gesicht und wir sind sofort wieder hellwach!

Jeder von uns hat es wohl schon mal getan und seit Kurzem gibt es auch noch eine offizielle Bezeichnung für das Versenden von solch anzüglichen Textnachrichten oder sogar Bildern: Sexting! Dieser vielversprechende Begriff setzt sich aus den Wörtern ‚Sex‘ und ‚Texting‘ zusammen und ist längst nicht mehr auf den schriftlichen Austausch zweideutiger oder auch eindeutiger Lustbekundungen begrenzt, sondern immer häufiger werden auch passende Bilder oder Videosequenzen dazu geliefert. Darauf sind allerdings nur die sogenannten „Sexter“ selbst zu sehen, denn es handelt sich immer um rein private Aufnahmen und nicht die Verbreitung von Pornomaterial.

Doch wo sind die Grenzen dieses schnellen, erotischen Vergnügens und welche Konsequenzen kann das Versenden dieser heißen Nachrichten haben?

Seien wir doch mal ehrlich, wohl jeder von uns hat sie schon einmal bekommen oder sogar selbst verschickt: Fotos oder schriftliche, erotische Provokationen, die unserem Liebhaber noch mehr Lust auf uns machen sollen und ihn auch aus der Ferne nicht vergessen lassen, wie sexy und begehrenswert wir sind- Shades Of Grey kann doch jeder! Wir gehen davon aus, dass unsere Neckereien ihm gefallen und erhalten meist auch die entsprechende Resonanz von dem anderen, die sich im Laufe des Schreibens zu einem solch anregenden Text entwickelt, dass man diesen schon direkt als Bestseller verkaufen könnte! Die Bestätigung des anderen erweckt in uns das Gefühl begehrenswert und unglaublich verführerisch zu sein und wir geben uns hierbei auch die größte Mühe- aus der sicheren, schriftlichen Distanz heraus, fällt es uns ja auch noch viel leichter, schmutzige Gedanken und Wünsche zu formulieren, die dann beim nächsten Wiedersehen durchaus auch in die Realität umgesetzt werden und das Sexleben sogar bereichern können! Von Sicherheit kann dann leider aber keine Rede mehr sein, wenn der Ex nach einer ebenso schmutzigen Trennung all diese Bilder weiterhin besitzt und im schlimmsten Fall auch noch verbreitet oder seinen Kumpels zeigt! Was während der Beziehung noch als erregende Inspiration gedacht war, hinterlässt jetzt ein mulmiges Gefühl der Unsicherheit in uns, denn niemand kann garantieren, dass solche Botschaften nicht doch den Weg in die Öffentlichkeit finden- und dies muss nicht einmal absichtlich passieren! Eigentlich will man seinen Freunden doch nur die Urlaubsbilder aus dem Sommer zeigen, doch in der Galerie haben sich diese mit den freizügigen Fotos, die einem in der Nacht vorher noch ein breites Grinsen aufs Gesicht gezaubert haben, vermischt und schnell ist einem das Lachen vergangen. Auch die moderne Technik kann zu einem solchen Entgleisen der Gesichtsmuskeln beitragen, wenn nämlich versäumt wurde, am Smartphone die automatischen Uploadeinstellungen zu ändern- alle gespeicherten Bilder werden dann nämlich regelmäßig in für alle einsehbare Clouds oder soziale Netzwerke hochgeladen, die einem garantiert etliche (garantiert unerwünschte) Likes und Kommentare einbringen werden…Erschreckend: Laut der im September 2012 durchgeführten Studie „Internet Watch Foundation“ erscheinen 88% aller privaten Sexting-Bilder oder –Videos irgendwann auf fremden, meist pornografischen Internetseiten!

Für die Betroffenen kann das natürlich neben der damit verbundenen Scham auch berufliche Konsequenzen mit sich ziehen- deshalb sollte man beim Versenden von solchen Bildern immer darauf achten, dass weder Gesicht, noch individuelle Erkennungszeichen wie Tattoo oder auffällige Muttermale hierauf zu sehen sind! Das macht das Bild nicht weniger spannend und verhindert das mulmige Gefühl im Falle einer Trennung!
Wenn man sich einmal in Position gebracht hat und die perfekte Aufnahme bereit zum Senden ist, dann schadet es außerdem nicht, einmal mehr den Empfänger zu überprüfen! Marc von nebenan mag sich genauso über einen solchen optischen Leckerbissen freuen, aber einen grinsenden Smiley mit Fragezeichen wollen wir doch ehrlich gesagt nicht als Antwort darauf erhalten- und so groß kann der Spalt im Erdboden doch gar nicht sein, um nach einer solch ungewollten Fehlleitung darin vor Scham zu versinken!

Wir finden: Wenn man die Auswahl derjenigen, die solche „Schmankerl“ von einem erhalten, bedacht trifft und auf eine gewisse Unkenntlichkeit eindeutig zuzuordnender Merkmale achtet, dann kann diese Art der Erotik durchaus eine Bereicherung für eine Beziehung sein. Voraussetzung ist natürlich eine gewisse Ästhetik der Bilder, denn nicht jeder Pose muss fotografisch für die Ewigkeit festgehalten werden!

Foto top: clipdealer.com

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