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Mit diesen Tipps bekommst du deine Finanzen in den Griff

Mit diesen Tipps bekommst du deine Finanzen in den Griff

An allen Ecken und Enden lauern Verlockungen, denen wir nur allzu gerne nachgeben. Das neue iPhone, die teure Handtasche, die neuen Inline-Skates… und der Kühlschrank möchte ja auch jede Woche neu gefüllt werden.

Manchmal geht das Geld schneller über den Tresen, als uns lieb ist – weshalb es gerade in unserer Konsumgesellschaft von Nöten ist, die eigenen Finanzen im Griff zu haben, um nicht schon in jungen Jahren in eine finanzielle Schieflage zu geraten.

Leider wird dir der richtige Umgang mit Geld weder in der Schule noch im weiteren Leben beigebracht. Somit ist hinsichtlich dieses Themas jeder selbst überlassen – es kann entweder gut gehen, oder regelmäßig knapp werden.

Wir wollen dir Anhaltspunkte zu einem sicheren Umgang mit Geld geben und dir dabei helfen, deine Finanzen in den Griff zu bekommen.

Überblick verschaffen – ohne geht‘s nicht

Zunächst ist es wichtig, dass du dir einen Überblick über deine finanzielle Situation verschaffst, also deine Einnahmen und Ausgaben checkst. Letztere sind diejenigen, die häufig dazu führen, dass am Ende des Monats kein Geld mehr übrig ist. Kurioserweise kennen viele ihre Ausgaben nicht bzw. können sie nicht beziffern, weil man im Alltag einfach nicht darauf achtet – verständlicherweise, denn wer bewahrt sich schon jeden Kassenzettel vom Supermarkt-Einkauf auf? Genau das solltest du jedoch tun, um zu ermitteln, wie viel du pro Monat durchschnittlich für alle lebenswichtigen Dinge ausgibst, und wie viel sonst noch aus deinem Portemonnaie in Freizeitbeschäftigungen oder -güter fließt. Auch wenn es nervig klingen mag: Schreib dir auf, was du wofür ausgibst. Du wirst feststellen, dass es bei Supermarkt-Einkäufen mehr oder weniger immer ähnliche Summen sind, und vielleicht sogar erschrocken sein, wie viel du dir sonst noch gönnst. Doch erst, wenn du siehst, wohin dein Geld jeden Monat verschwindet, kannst du Maßnahmen ergreifen, um deine Ausgaben einzudämmen.

Nur Bares ist Wahres

Dieser altbekannte Spruch hat nach wie vor Gültigkeit, denn wer bar zahlt, hält den Wert des Geldes physisch in der Hand und hat ein Gefühl für die Summe, die er gerade ausgibt. Kreditkarten und EC-Karten verleiten dazu, mehr Geld auszugeben, als man eigentlich möchte, weil es „nicht so weh tut“, wenn man elektronisch bezahlt. Von daher ist klar, was du tun solltest: Lass die Geldkarten so oft wie möglich stecken und zahle lieber mit Bargeld. Dein Portemonnaie wird es dir danken. Wer deshalb nicht ständig zum Geldautomaten rennen möchte, kann zu Beginn des Monats ausreichend Geld abheben und die Summe in einen Umschlag stecken. Oder direkt mehrere Umschläge verwenden, auf denen Aufschriften wie „Lebensmittel“, „Freizeitaktivitäten“ und „Drogerieartikel“ stehen und das Bargeld dann darauf verteilen. Wenn gegen Ende des Monats im Umschlag für die Freizeitaktivitäten kein Geld mehr drin ist, fällt das Essengehen mit der besten Freundin eben flach!

Schulden bei null halten

Viele Kaufhäuser bieten heutzutage Null-Prozent-Finanzierungen an, die dem Konsumenten suggerieren sollen, dass er sich einen Artikel trotz mangelndem Geld leisten kann. Selbst Urlaub gibt es mittlerweile auf Raten – eine Ratenzahlung einzugehen, bedeutet jedoch, die monatlichen Fixkosten zu erhöhen. Diese sind durch Miete, Versicherungen & Co. ohnehin schon ein Block, den es jeden Monat zu stemmen gilt. Daher solltest du es also tunlichst vermeiden, diesen Block wachsen zu lassen.
Gehe niemals Schulden ein und halte dich fern von den sogenannten Null-Prozent-Fallen. Wenn du dir etwas gerade nicht leisten kannst, es aber unbedingt haben willst, kannst du immer noch darauf sparen.

Rücklagen bilden

Womit wir bei einem wichtigen Thema wären: Sparen solltest du dir insofern sowieso angewöhnen, als dass du kontinuierlich Rücklagen bildest. Natürlich kannst du über die Höhe selbst entscheiden. Wichtig ist nur, dass du jeden Monat einen kleinen Betrag beiseitelegst, der einzig und allein den Zweck hat, deinen Reserven zuzufließen. Du weißt nie, was kommt, und es verschafft ein unglaublich gutes Gefühl von Sicherheit, etwas auf der hohen Kante zu haben. So bist du weniger abhängig von einem Job und kannst dich auch in Monaten mit mehr Ausgaben (wenn z. B. die KFZ-Versicherung anfällt) entspannt zurücklehnen.
Auch wenn du deine Arbeitsstelle mal kündigen willst, weil es partout nicht mehr geht (z. B. wegen Umzug, Mobbing, Konflikten etc.), kannst du die Zeit auch ohne Arbeitslosengeld überbrücken, ohne in Panik zu verfallen, sofern du Rücklagen gebildet hast.

Geld nicht mit Emotionen verknüpfen

Ist es dir auch schon öfter passiert, dass du aus Frust shoppen gegangen bist? Oder aus Langeweile den Supermarkt aufgesucht hast, um „nur ein paar Snacks“ zu kaufen? Um deine Finanzen in den Griff zu kriegen, solltest du deine Launen nicht an deinem Portemonnaie auslassen. Auch wenn Konsum ein Gefühl von Befriedigung verschafft (das im übrigen nur von kurzer Dauer ist), diese kannst du auch auf günstigere Art und Weise erlangen. Und wir sprechen in diesem Zusammenhang auf keinen Fall von Sex, sondern von Dingen wie Sport oder kreativen Tätigkeiten (wobei Sex natürlich auch eine Alternative ist).


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Mehr-Konten-Modell

Um Ordnung und geregelte Strukturen in deine Finanzen zu bringen, empfiehlt es sich, mehrere Konten zu nutzen. Eines kann beispielsweise dein Sparkonto sein, auf das du deine Rücklagen verfrachtest, und ein anderes ist dein „Haushaltskonto“, von dem aus Dinge wie die Miete, die Handy-Rechnung und weitere Fixkosten bezahlt werden. Um die Vorgänge zu vereinfachen, solltest du für alle Fixkostenpunkte das Lastschriftverfahren einrichten. Sonst kann es schnell einmal passieren, dass du eine Überweisung vergisst. Zudem hast du alles im Überblick und kannst dir per Knopfdruck deine Ausgaben anzeigen lassen.

Ziele

Zu guter Letzt solltest du dir finanzielle Ziele setzen. Sparen ist beispielsweise leichter, wenn du den Wunschwert in Zahlen fasst: „Bis zum Ende des Jahres möchte ich Summe X angespart haben, komme, was wolle.“

Wenn du festgestellt hast, dass variablen Kosten zu hoch sind, und du diese senken möchtest, solltest du ebenfalls klare Werte vor Augen haben: „Ab diesem Monat gebe ich nur noch 300 € für Lebensmittel pro Monat aus.“ Nur so kannst du deine Vorstellungen gezielt umsetzen.

 

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Foto: kite_rin / stock.adobe.com

Das sind die Must-haves für den Herbst und Winter

Das sind die Must-haves für den Herbst und Winter

Der Somme kommt gerade richtig in Fahrt, da sollst du schon an den Herbst und Winter denken? Aber sicher, denn wer sich jetzt bereits rüstet, startet top gestylt in die neue Saison. Daher haben wir hier schon einmal die Trends und Must-haves für den kommenden Herbst und Winter zusammengestellt.

Ohne diese Schuhe geht im Herbst/Winter 2018 gar nichts

Starten wir mit den Schuhen, dem wohl liebsten Mode-Accessoire sehr vieler Frauen. Die gute Nachricht vorab: Auch in der kalten Saison werden wir wieder mehr als einen Grund finden, uns ein neues Paar Schuhe zuzulegen, aber auch alte Bekannte bleiben. So wie schicke Sneaker in vielen verschiedenen Modellen und Farben. Wer jetzt noch kein Paar hat, der sollte definitiv nicht länger warten, sondern so schnell wie möglich zugreifen: Im Shop von allike gibt es beispielsweise eine große Auswahl an trendigen Sneakers – damit bist du im Herbst und Winter gerüstet!

Boots, Boots und… Boots!

Na, hast du schon eine Ahnung, welche Schuhe im Herbst/Winter besonders angesagt sein werden? Nein? Dann haben wir einen kleinen Hinweis für dich: Boots. Ganz genau, und zwar in allen möglichen Variationen. Angefangen bei groben Workerboots bis hin zu Westernstiefeln. Die hat die ein oder andere von uns vielleicht auch noch im Schuhschrank, denn auch so ein schönes Paar Cowboystiefel kommt einfach nie aus der Mode. Und das zeigt sich übrigens auch in der sonstigen Kleidung…

Im Herbst und Winter wird es wild

Ganz genau, der wilde Westen ist zurück. Und das freut uns natürlich ganz besonders dann, wenn wir noch ein Paar Westernstiefel im Schrank haben. Falls das nicht so ist, ist es aber auch nicht weiter schlimm, dann legen wir uns einfach ein Paar zu. Denn die muss man einfach haben. Der klassische Look aus Fransen und großen Mustern passt aber nicht nur zu dieser Art von Boots. Auch Overknee-Stiefel sehen dazu wirklich klasse aus. Und – welch ein Zufall – auch die sind in der kommenden Saison wieder einmal sehr angesagt. Wer noch keine Stiefel in Überlänge hat, der (oder besser die) sollte auf Stiefel in hochwertigen Materialien setzen. Erstens halten die länger und können damit noch in zukünftigen Jahren getragen werden, der Look aus Hochwertigem passt aber auch besser zum kommenden Western-Thema im Herbst und Winter 2018.

…und noch mehr Vintage

Wo wir gerade dabei sind, noch eine andere, längst vergessen geglaubte Mode wird uns in der kommenden Saison wieder begleiten: Die 80er. Einige unter uns haben dieses Jahrzehnt vielleicht selbst noch mit erlebt, wenn auch nur als Kinder, aber eine ungefähre Vorstellung hast du so vielleicht trotzdem davon. Was in diesem Jahrzehnt und damit auch im Herbst und Winter nicht fehlen darf, sind Jeans – und das nicht nur für die Beine: Jeanshemden, Jeansjacken, ärmellose Westen, Gürtel aus Jeans und auch Mützen und Taschen aus dem nahezu unverwüstlichen Material sind in der kommenden Saison total angesagt. Auch der eine zeitlang etwas verpönte sogenannte Canadian Tuxedo, also der Jeans Allover-Look ist im Herbst und Winter 2018 erlaubt, ja sogar erwünscht.

Was sonst noch? Natürlich ist kein echtes 80er-Outfit vollständig ohne Schulterpolster oder den oversized Look. Pullis und Jacken sollen nicht nur einige Kleidergrößen zu groß, sondern eben auch schön aufgepolstert sein. Das betont unsere Beine und lässt sie optisch schlanker wirken – also gar nicht mal so schlecht.

Ein weiterer Vorteil des oversized-Look: Unsere unerwünschten Pfunde lassen sich ganz einfach darunter verbergen.

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Du willst dich auch im Herbst und Winter nicht verbergen, sondern bevorzugst eher knappe und/oder eng geschnittene Kleidung? Auch dann wirst du in der nächsten Saison mit Sicherheit glücklich strahlen. Ein weiterer Trend, der auf uns wartet, sind nämlich lange und schmale Kleider, Blazer und Mäntel. Hier sind alle Variationen möglich: Enge Strickkleider mit Rollkragen, die uns vor den kalten Temperaturen schützen, oder lange und schmale Kleider ohne Ärmel, die uns die letzten Sonnenstrahlen im Herbst einfangen lassen. Erlaubt ist, was gefällt und auch dieses Kleidungsstück hat das Potenzial, uns die nächsten Jahre zu begleiten. Entscheidest du dich nämlich bei der Auswahl für ein Modell in uni, kannst du das Kleid oder den Blazer sicherlich auch in einer der kommenden Saisons tragen. Lange, eng geschnittene Kleider passen einfach immer, weil sie so wandlungsfähig sind.

Apropos figurbetont

Das Kleid muss in der kalten Saison übrigens nicht unbedingt eng und lang sein, um voll im Trend zu liegen. Es geht auch kurz und eng. Eine Variante des kleinen Schwarzen haben sicherlich viele Frauen Zuhause im Kleiderschrank. In der kommenden Saison darfst du diesen Klassiker aber auch noch etwas aufpimpen. Denn was ebenfalls sehr angesagt sein wird, sind alle Variationen von Glitzer. Wer möchte, kann also das eher zurückhaltende kleine Schwarze mit einem Blazer in Glitzer-Optik oder entsprechenden Gürteln aufhübschen.

Frauen, die lieber über die Farbe den nächsten Trend mitmachen, sollten sich im Herbst und Winter auf jeden Fall Richtung Neon orientieren. Das wird nämlich ein weiterer Trend, der auf uns wartet. Und da wir das jetzt schon wissen, können wir davon auch profitieren: Im Sommer-Sale gibt es mit Sicherheit das ein oder andere Teil in der kommenden Trendfarbe. Also jetzt schon eindecken und sich im Herbst und Winter freuen, dass du ein Schnäppchen gemacht hast und den neuen Trend gleich von Anfang an mitmachen kannst.

 

Foto: Andrey Kiselev / stock.adobe.com

Power-Dressing: Coole Looks für starke Frauen

Power-Dressing: Coole Looks für starke Frauen

Egal, ob du sportlich im Freizeitlook ein lässiges Outfit zeigst, ob du mit purer Eleganz deiner Umgebung den Atem raubst – sei selbstbewusst. Zeige Charisma und Authentizität in deinem Look. So kannst du strahlend und überzeugend nicht nur dich selbst, sondern die ganze Umgebung regelrecht flashen. Was will Frau mehr? Welche Frau schreitet nicht mit einem Lächeln durchs Leben, wenn sie perfekt gestylt unterwegs ist und dabei mit aufrechtem Gang an Persönlichkeit glänzt? Sei dir sicher – in einem Look, mit dem du dich rundum wohl fühlst, kann dich keiner kleinkriegen. Kleider machen Powerfrauen! Lass dich von den Looks dieser starken Frauen inspirieren:
 

Sunshine Catcher Look

von Debi Flügge
Sunshine Catcher Look

EDITED Bluse ‚Dilay‘ 59,90€

LEVI’S 501® Shorts 59,90€

Dr. Martens Flowers Stiefeletten 140,00€

J. Jayz Umhängetasche 39,99€

 

Cool Sneaker Style

von Jüli Mery
Cool Sneaker Style

Noisy may Denim Jacke ‚Debra‘ 29,90€

G-STAR RAW T-Shirt ‚BASE‘ 24,90€

Patrizia Dini by heine Hochbundhose mit Bindegürtel 59,99€

CAMEL ACTIVE Sneaker ‚Top‘ 69,90€

 

Wild One Look

von Serlina
Wild One Look

ONLY Playsuit 49,90€

Dr. Martens Schnürstiefeletten ‚Pascal‘ 169,00€

FIRETTI Kette mit Anhänger ‚Kaktus‘ 26,99€

G-STAR RAW Sportbeutel ‚Estan‘ 21,90€

 

Easy Vibe Look

von Elena Carrière
Easy Vibe Look

Schott NYC Lederjacke ‚LCW1601D‘ 359,00€

TOMMY HILFIGER Sweatshirt ‚GIGI HADID TEAM‘ 89,90€

Tommy Jeans ‚ANNIE‘ Culotte Jeans 99,90€

Reebok classic Sneaker Low 89,90€

 

Fotos: PR / AboutYou

Leder: So natürlich und so umstritten

Leder: So natürlich und so umstritten

Leder ist ein durchaus beliebtes Material in vielerlei Branchen. Es ist wassertropfen- und reibecht, durchlässig für Wasserdampf, wärmebeständig, lichtecht und haftfest. Unter anderem machen diese Eigenschaften das Leder zum hochwertigen und damit auch hochpreisigen Material. Je nach Verwendungszweck gibt es ganz unterschiedliche Qualitätskriterien. Grundsätzlich erwartet der Verbraucher ein Naturprodukt, das weder ausbleicht, noch unangenehm riecht, dafür aber besonders langlebig und leicht zu reinigen ist. Zudem variieren die Ansprüche je nach Machart: Lederschuhe beispielsweise gehen mit der Forderung einher, dass das Material atmungsaktiv und wasserdicht ist. Leder, das zu Möbeln wird, soll weich, warum und dabei noch pflegeleicht sein. Wir zeigen dir, Welche Varianten es in der Welt der Mode und der Accessoires gibt.

Leder in der Modewelt und der Welt der Accessoires

Wer an Lederwaren in der Modewelt denkt, der hat zunächst vermutlich diese Assoziationen: Lederhose, Lederjacke und Trachtenmode. So schnell und einfach lässt sich das Leder in der Modewelt wirklich zusammenfassen. Einerseits wird es dazu verwendet, traditionelle Trachten zu fertigen. Zum anderen dient Leder häufig dazu, als Funktions- und Schutzbekleidung verwendet zu werden. Der passionierte Motorradfahrer wirft sich in der Praxis vermutlich deutlich häufiger in seine Lederkluft als der Bayer in die Lederhose.

Leder in der Welt der Accessoires

Das Lieblingsaccessoire einer jeder Dame ist die Handtasche. Designer Ledertaschen sind aus mehreren Gründen beliebt: Sie sind zeitlose Klassiker in einem Design, das niemals out ist. Sie sind besonders robust und es gibt die Taschenvariante aus Leder in ganz unterschiedlichen Größen und Formen. So werden aus dem Naturstoff schicke City-Rucksäcke, Laptop-Taschen sowie Hand- und Brieftaschen in unterschiedlichen Designs. Auch Gürtel, Hüte, Ketten und Armreifen sind häufig aus Leder gefertigt.

Leder-Accessoires

Exkurs: Leder in der Industrie und in anderen Branchen

Der Privatmann reduziert die Verwendung von Leder vor allem auf die Bereiche Mode und Accessoires. Allerdings darf an dieser Stelle ein Exkurs in die andere Welt der Leder-Verwendung nicht fehlen. So dient Leder als Material der Möbelhersteller, insbesondere bei Polstermöbeln aber auch in öffentlichen Verkehrsmitteln sitzen die Fahrgäste regelmäßig auf Ledersitzen. Auch der sportliche aktive Radler platziert sein Hinterteil immer häufiger auf einem Ledersattel. Bleiben wir beim Sport, findet das Material Leder bei Sportgeräten und Bällen sowie im Reitsport Anwendung. Hier sind vor allem Sättel und Zaumzeug aus dem Naturstoff gefertigt. Auch das Halsband eines Hundes kann aus Leder gefertigt sein. Bucheinbände und Musikinstrumente beinhalten häufig Leder. Und sogar mit Blick auf die industrielle Nutzung des Materials zeigt sich, dass diverse Cockpit- und Lenkradverkleidungen aus Leder sind.

Leder-Möbel

Die Herstellung von Leder ist nicht unumstritten

Ein Blick auf die Entwicklung der Erzeugerpreise für Leder und Lederwaren zeigt ein mächtiges Auf und Ab. Das letzte gute Jahr für die Ledererzeugung war 2011. Damals gab es ein deutliches Preis-Plus. Letztmalig ins Bodenlose gefallen sind die Preise hingegen im Jahr 2004. In der Praxis ist die Herstellung von Leder mitunter recht aufwendig. Zahlreiche Schritte sind nötig, um aus dem Rohstoff ein verwertbares und verwendbares Material zu machen.

1. Lagerung

In diesem ersten Schritt befinden sich die Tierhäute, aus denen später Leder wird, irgendwo zwischen Schlachthof und Gerberei. Hier werden die Häute konserviert, vermessen und mit Blick auf die spätere Verwendung gesichtet und kontrolliert. Vor allem jenen, die sich des Tierwohls wegen gegen den Verzehr von Fleisch aussprechen, sprechen sich auch deutlich gegen die Herstellung von Leder aus.

2. Wasserwerkstatt

Unter diesen Produktionsschritt fallen diverse Arbeiten, die alle viel Wasser erfordern. In der Weiche wird die Haut gereinigt. Zudem dient dieser Prozessschritt dazu, die Haut weich zu machen – was abhängig von der vorangegangenen Konservierung und Trocknung – unterschiedlich lange dauern kann. Im Äscher lösen sich die Tierhaare von der Haut. Beim Entfleischen werden die letzten tierischen Gewebereste entfernt. Das Spalten bezeichnet das Sortieren des Leders in seine verschiedenen Teile. So wird auch vorsortiert, aus welchem Teil der Haut welches Leder gefertigt wird. Im letzten Schritt der Vorbereitung in der Wasserwerkstatt erfolgt das Beizen. Dabei wird das Gewebe für den eigentlichen Produktionsschritt, die Gerbung, vorbereitet.

3. Gerbung

Gerbstoffe sind dafür verantwortlich, dass die Haut zu Leder wird. Der Chemiker würde diesen Schritt so erklären: Die Gerbung konserviert die Haut auf eine chemische Art und Weise, die nicht mehr umzukehren ist. Das heißt, dass in diesem Prozessschritt aus der Haut Leder wird. Anschließend folgen das Neutralisieren und das Abwelken des Leders. So wird die Säure einerseits neutralisiert. Zudem werden die Wasserreste aus dem Leder gepresst.

4. Weiterverarbeitung

Im nächsten Schritt wird das Leder sortiert. Dabei erfolgt eine strenge Qualitätskontrolle, die das Leder für seinen späteren Einsatz qualifiziert oder disqualifiziert. Je nach Verwendungszweck wird das Leder mit Farbstoffen eingefärbt oder entsprechend nachgefettet. Nach dem Trocknungsvorgang erfolgt das Walken und Stollen des Leders, anschließend die Oberflächenbehandlung.
 

Fotos: nuzza11 / stock.adobe.com; unsplash.com © Fancycravde; STIL (CC0 Public Domain)

Interview zum neuen Buch von Miyabi Kawai: „Finde deinen Style!“

Miyabi Kawai: Finde deinen Style!

Wenn es um das Thema Style geht, dann gibt es nur wenige Namen in Berlin, die schon seit Jahren dafür stehen und diesen leben. Miyabi Kawai und Manuel Cortez erzählen nicht nur über Styles, sondern leben diese durch und durch. Wir von der AJOURE´ hatten das Vergnügen, Miya bei einem Mittagessen unter der Berliner Sonne über ihr neues Buch „Finde deinen Style!“ zu befragen, das am 24. April erschien. Was steckt dahinter, für wen ist es interessant und warum sollte man es lesen? Es war echt, ehrlich und super sympathisch, was uns Miya zu erzählen hatte. Aber überzeuge dich selbst!
Ajouré: Wie bist du darauf gekommen, ein Buch zu schreiben?

Das Buch ist die logische Konsequenz aus unserer Sendung. Wir haben drei Staffeln lang sehr erfolgreich Schrankalarm gedreht und das auch mit sehr viel Freude und Überzeugung. Und mit einer Philosophie, die aussagt, dass ohne Selbstliebe und Selbstakzeptanz auch in Sachen Style gar nichts läuft. Du kannst also obenrum draufklatschen was du willst, wenn du mit dir selbst nicht zumindest zufrieden bist, dann kannst du auch keinen schönen Style entwickeln.

Daraus wurde die Idee geboren, das einfach mal als Buch festzuhalten. Es gab viele Nachfragen, zum Beispiel: „Wie kann ich das in meinen Alltag übernehmen?“ oder „Ich möchte nicht in die Sendung kommen und vor die Kamera, aber die Thematik ist schon komplett meine, Hilfe!“ Da lag die Idee natürlich sehr nahe, einen Ratgeber zu schreiben, der genau diese Philosophie transportiert.

Ajouré: Basiert das Buch also auf Schrankalarm oder ist es schon etwas komplett eigenes?

Es ist schon etwas eigenes, also kein Schrankalarm-Buch oder das klassische Style-Book, mit dem wir dort gearbeitet haben. Aber es ist natürlich ein bisschen getragen von unserer Philosophie und vor allen Dingen hat es auch handfeste Tipps. Ich denke, ein Ratgeber sollte aus beidem bestehen, also eine Philosophie, die eine Grundrichtung vorgibt, was man letztendlich bekommt, wenn man dieses Buch kauft und handfesten Tipps von dem richtigen Einkaufsverhalten, gleichzeitig auch Ordnung im Schrank bis hin aber auch zu sehr viel Selbstliebe und wie man dazu kommt, sich selber besser anzunehmen.

Wir hatten in der Sendung zehn goldene Styling-Regeln, die findest du auch im Buch. Nur sind sie dieses Mal ausgearbeitet, sie haben jeweils ein Kapitel bekommen und es wird auch auf die einzelnen Body Types eingegangen, wo es dann sehr viele Infos gibt zu Schnitten, Farben, Proportionen und so weiter.

Ajouré: Richtet sich das Buch an alle Menschen oder ist es eher für diejenigen, die vor dem Schrank stehen und Schwierigkeiten haben, wie sie sich stylen sollen?

Ich glaube, es ist ein Buch für jede Frau, die modeinteressiert ist oder einfach Interesse daran hat, ihren Style zu finden. Das Buch heißt ja auch: „Finde deinen Style!“, aber eben auch im Untertitel: „Und fühle dich endlich wohl mit dir selbst“. Und seien wir mal ehrlich: Du kannst eine Stylo-Mutti sein oder total trendy, aber das heißt noch lange nicht, dass du wirklich komplett im Einklang mit dir selbst bist. Wir haben mittlerweile auch durch die Gesellschaft alle irgendwelche Issues mit uns, sind nie zufrieden, halten uns für zu klein, zu dick, zu alt, irgendwas passt immer nicht. Die Message ist eigentlich universal. Das heißt also, das Buch ist jetzt nicht unbedingt für die Frau, die unzufrieden mit sich selbst ist, sondern ein bisschen davon tragen wir ja alle in uns. Aber wir haben auf der anderen Seite auch alle Bock darauf uns auszudrücken, uns mit Styling schön zu fühlen und da fangen wir mit diesem Buch eben mal von innen an.
Miyabi Kawai
Ajouré: Das heißt, wir können in deinem Buch auch psychologische Ratschläge erwarten?

Definitiv ja. Styling und Mode klingt zwar erstmal sehr oberflächlich, ist es aber tatsächlich gar nicht. Denn im Grunde ist Mode ein Spiegel unserer Gesellschaft, Mode zeigt die Strömung, Mode bedeutet eben nicht nur Klamotte, sondern alle Strömungen, die uns prägen. Ob wir jetzt einen Links- oder Mittelscheitel tragen oder was gerade das In-Getränk ist, aber auch, dass man anfängt, den Müll zu trennen. Das ist alles letztendlich Mode bzw. Trend.

Psychologisch ist es auf jeden Fall, denn was wir tragen, sagt viel über uns aus. Man kann letztendlich in dem Style von jedem auch lesen, ob derjenige sich mag oder nicht und wie sehr. Es kann sein, dass sich jemand mit seiner Kleidung versteckt, aber auch, dass jemand ganz stark nach außen geht oder provozieren will, mit dem, was er trägt. Es ist also extrem viel Psychologie dahinter und eine Stylistin ist immer auch eine ganze Ecke Psychologin. Erst einmal muss man Vertrauen aufbauen, dann muss man auch kapieren, wie derjenige tickt, was das Lebensumfeld ist, wo man hinwill oder was man vielleicht auch mit Mode momentan noch versteckt. Das muss man dann umdrehen und mit viel Vertrauen den Kunden dazu bringen, Mode zu benutzen, seine Persönlichkeit auszudrücken. Und da wollen wir hin!

Ajouré: Du bist durch Schrankalarm in zig Städten Deutschlands gewesen und hast die verschiedensten Charaktere kennengelernt. Da gibt es von Region zu Region auch unterschiedliche Styles und Looks. Würdest du trotzdem behaupten, dein Buch funktioniert für jeden?

Ich glaube, es ist wirklich universal. Ich behaupte sogar, es bezieht sich nicht nur auf Deutschland, sondern das ist etwas, das weltweit funktioniert. Denn es geht hier nicht um Trends. Diese werden zwar auch behandelt, aber es geht nicht darum, die aktuellen Trends vorzustellen, denn dafür ist Mode auch zu schnelllebig. Da wäre ein Buch gar nicht das richtige Medium dafür.
In dem Buch geht es wirklich darum, seinen eigenen ganz persönlichen Style zu finden, sich mit diesem Style auch ausdrücken zu können, sich selbst ein bisschen damit zu helfen und die richtige Message nach außen zu senden. Da ist es auch egal, ob man auf Tattoos und einen rockigen Style steht oder ob man der Hip-Hopper ist oder ob man meint, ich habe einen Berlin-Look oder Hamburg ist mein Hood, das ist tatsächlich allgemeingültig.

Natürlich haben verschiedene Regionen in Deutschland und auch weltweit eine gewisse Handschrift, aber wir sind doch auch in sich noch sehr unterschiedlich. Was uns vereint, ist dann eher der Wunsch, sich modisch anzuziehen und sich damit auszudrücken. Und das Buch bestärkt einen ja darin, seinen eigenen Style zu finden, egal, aus welcher Region oder welchem Hintergrund man kommt.

Ajouré: Wir können also sehr vielschichtigen Inhalt erwarten. Wie verlief für dich die Arbeit und Recherche an dem Buch?

Es war eine Menge Vorbereitung. Drei Jahre Schrankalarm zu drehen war natürlich eine gute Schule. Ich habe sehr viel während der Dreharbeiten gelernt. Wenn man sich überlegt, dass man vorher als Stylistin hauptsächlich mit Models oder Künstlern zu tun hatte, dann ist das eine ganz andere Arbeit, plötzlich in einer Fernsehsendung mit der ganz normalen Frau zu tun zu haben. Wir hatten eine tolle Bandbreite an Frauen, von der Kindererzieherin oder Hausfrau bis hin zu einer Kardiologin und allem, was so dazwischen liegt. Und dennoch gab es so viele Dinge, die uns Frauen vereint haben, was Unsicherheiten oder auch Wünsche angeht.

Ich habe trotzdem noch lange recherchiert. Es zeigte sich, dass es zwar viele Ratgeber auf dem Markt gibt und man auch hier die Themen findet, die man in einem Styling-Ratgeber sucht, wie zum Beispiel die Body Types, die passenden Schnitte und Farben dazu und so weiter. Aber wir gehen auch sehr stark auf Dinge ein, die man in typischen Styling-Ratgebern sonst nicht findet. Wir sind nicht die Mode-Polizei, es gibt kein No-go und es gibt keine absoluten Regeln, im Sinne von: „Du musst das und das tun und dann hast du einen guten Style.“ Denn wir haben den Ansatz, dass Styling eben nicht eine Marke ist bzw. nicht auf Regeln basiert wie „trage immer die und die Farben“ oder „du musst darauf achten, dass du immer classy bist“ oder „trage die und die Klassiker und dann bist du auf der sicheren Seite“. Die Erfahrung zeigt, dafür sind wir doch zu unterschiedlich und eine Frau braucht im Alltag das Kleine Schwarze sehr viel weniger als wir denken. Deswegen ist es praxisorientierter und es ist vor allen Dingen getragen von sehr viel Selbstliebe.

Ajouré: Du hast das Buch gemeinsam mit deinem Partner Manuel Cortez geschrieben, mit dem du auch Schrankalarm gedreht hast. Gibt es im Buch auch Styling-Tipps für Männer?

Wir haben in dem Buch keine Unterteilung Männer oder Frauen. Es gibt auch keinen Teil, den nur einer von uns geschrieben hat, sondern wir haben uns viel ausgetauscht und das aufgeteilt, wie wir das auch schon in der Sendung gemacht haben. So wie wir uns zu zweit um die Frau generell gekümmert haben, so machen wir das auch im Buch.

Es ist also eher ein Frauen-Buch, weil das einfach auch unsere Kandidatinnen in der Sendung waren. Und demensprechend richtet sich das Buch an Frauen, das die vielen Fragen, die uns dort gestellt wurden zusammenfasst und beantwortet.
Manuel Cortez
Ajouré: Hand aufs Herz: Wer hat mehr Styling-Probleme – Mann oder Frau?

Das kommt tatsächlich auf die Frau oder den Mann an. Wir reden mal in Klischees: Der klassische heterosexuelle Mann hat seine paar Jeans, T-Shirts und vielleicht noch einen schicken Anzug für die Gelegenheiten im Schrank und ist eher einkaufsfaul. Er ist aber trotzdem an Mode nicht uninteressiert. Ich habe schon öfters erlebt, dass genau diese Männer beim Einkaufen sehr schwierig waren. Denn es muss zum Beispiel eine ganz bestimmte Hose sein, die dann auch gerne dreimal gekauft wird, wenn sie gut aussieht. Aber da kann dann auch schon die falsche Farbe der Naht ein Problem sein.

Frauen sind in der Regel experimentierfreudiger, aber von mehr Ängsten getragen. Da höre ich viel mehr: „wie kann ich richtig kaschieren“ oder: „ich bin unzufrieden mit meiner Problemzone (ein Wort, das es übrigens bei uns nicht gibt) und darum würde ich niemals Kleider tragen“. Bei Frauen und Styling sind da also viel mehr Ängste dahinter und damit wollen wir aufräumen.

Ajouré: Hat dich bei der Arbeit an diesem Buch das Schreibfieber gepackt, sodass wir noch mehr in dieser Richtung von dir erwarten können?

Mich hat das Schreibfieber absolut gepackt! Ich komme aus einer Familie, in der sehr viel geschrieben wird und es war immer so ein geheimer Wunsch von mir. Dass sich dieser jetzt als erstes über einen Styling-Ratgeber verwirklicht hat, war unerwartet. Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Teilweise war es auch eine Qual, aber ich habe Blut geleckt und sitze schon am zweiten Buch.

Ajouré: Kannst du uns darüber schon etwas verraten?

Ja, das zweite Buch hat dann weniger mit Mode und Styling zu tun, diese Themen haben wir glaube ich ganz gut im ersten Buch verpackt. Es geht vielmehr um Self Love und Body Positivity. Selbstliebe bedeutet ja nicht Egoismus oder Selbstüberschätzung, sondern sich selbst anzunehmen und zu lieben und zudem positiv mit dem eigenen Körper umzugehen. Also große Frauenthemen gerade.

Ajouré: Wir genießen gerade die warmen Sommertage, was ist dein Must-have Fashion-Piece aktuell?

Nackte Beine! Endlich ist der Sommer da, also zeigt her eure Beine, werdet knackig braun, lasst Sonne an eure Haut!

 


 

Gewinnspiel

Wir verlosen zum Release von „Finde deinen Style! Und fühle dich endlich wohl mit dir selbst“ drei handsignierte Exemplare des Styling-Ratgebers – mach mit!

Das Gewinnspiel ist leider schon abgelaufen.


 

Fotos: Mirjam Knickriem; PR / Rowohlt Verlag

Im Gespräch mit Julia Hartmann

Julia Hartmann im Interview

Horrorfilme und Thriller anzuschauen ist nicht unbedingt ihr Ding, in diesen aber mitzuspielen dafür schon viel eher. Ende des Jahres ist sympathische Julia Hartmann deshalb auch im Psycho-Thriller „Jenseits des Spiegels“ zu sehen. Wie sie sich auf diese Rolle vorbereitet hat, was sie tun musste, um die gruseligen Szenen hinter sich zu lassen und was sie tut, wenn sie nicht gerade vor der Kamera steht, hat uns natürlich brennend interessiert. Also haben wir uns mit Julia für ein Interview getroffen und haben nicht schlecht gestaunt, als wir erfahren haben, wie sie mit emotionalen Szenen umzugehen weiß. Und was sie mit der Peta-Kampagne „Goodbye Milch“ zu tun hat, wollten wir natürlich auch noch wissen.

AJOURE´: Im November dieses Jahr werden wir dich im Rahmen der NDR Nordlichter-Reihe im Psycho-Thriller „Jenseits des Spiegels“ in der Hauptrolle sehen. Wie unheimlich waren die Dreharbeiten, denn du selbst hast über dich gesagt, dass du eigentlich ein Schisser bist?

Ja, ich bin bei dem Thema wirklich ein totaler Schisser. Abends im kleinen, ländlichen Hotel am Wald war es beim Text lernen tatsächlich manchmal ziemlich gruselig. Wenn es da irgendwo geknarzt hat, hatte ich Herzklopfen und musste mich manchmal sogar mit Atemübungen beruhigen. (lacht)

AJOURE´: Schauspieler wie du können sich ihre Rollen aussuchen. Was war der ausschlaggebende Grund für dich, diese Rolle anzunehmen?

Mich hat die Psychologie der Figur total interessiert und das Genre Psychothriller bietet mir als Schauspielerin eine super Bühne. Ich habe davor oft Komödien oder Dramen gespielt und hatte nun Lust auch diese Richtung zu erforschen.


 

AJOURE´: Hast du dich auf diese Hauptrolle besonders vorbereiten müssen? Wie sehr muss man hierfür an sich und seinem Können vorab arbeiten?

Während des Studiums an der Schauspielschule haben wir sämtliche Techniken erlernt, wie man sich bestmöglich einer Figur hingibt. Für diesen Film war ich zusätzlich noch beim Coaching und wir haben dort die Figur geformt und Tricks entwickelt, um heftige Emotionen nach der Szene „wegzuklatschen“. Die Technik ist so simpel, wie es klingt: Wenn ich nach einer Szene emotional nicht richtig aussteigen konnte, habe ich einmal laut in meine Hände geklatscht und die Emotion danach mit einem Seufzer abgeschüttelt. Klingt strange, aber hat top funktioniert. Horrorfilme habe ich nicht geguckt. Zu heftig für mich. Ich habe sogar das Drehbuch nur tagsüber gelesen und auch den fertigen Film beim ersten Schauen, auf meinem Laptop in der Sonne auf dem Balkon gesehen. Mit 14 bin ich zweimal für „Blair Witch Projekt“ ins Kino gegangen und war verstört und fasziniert zugleich. Bis heute habe ich den Film nicht wirklich verarbeitet… Die Erinnerung an diesen Film hat mir aber bei der Vorbereitung geholfen.

Julia Hartmann

AJOURE´: Was macht denn das Besondere an „Jenseits des Spiegels“ für dich aus?

Es ist ein sehr spannender Film geworden, wie ich finde. Düster, zum Teil verwirrend und emotional. Ein Psychothriller mit Horror-Elementen und starker Kameraführung.

AJOURE´: Du warst gerade mit Axel Stein in der Kino-Komödie „Hilfe – Ich habe meine Eltern geschrumpft“ zu sehen und spielst Krimis im ZDF wie „Der Kriminalist“ und „Letzte Spur Berlin“. Jetzt das Grusel-Genre „Jenseits des Spiegels“. Welches Genre liegt dir persönlich denn am meisten und warum?

Für mich liegt der Reiz darin, so unterschiedlich wie möglich zu arbeiten. Die Vielfalt macht die Schönheit hier für mich aus. Dadurch habe ich kein Genre, in dem ich mich besonders zu Hause fühle. Am liebsten würde ich nach einer Komödie ein Drama spielen, dann einen Märchenfilm, einen Psychothriller, einen Tanzfilm, einen Actionfilm, einen Kinderfilm usw. Einzig der klassische Heimatfilm ist wahrscheinlich nicht meine Stärke… (lacht)

Julia Hartmann im Interview

AJOURE´: Mal weg vom Film und hin zur privaten Julia: Wenn wir uns deinen Instagram-Account ansehen, dann fällt vor allem auf, dass dieser durch Authentizität und Lebensfreude glänzt. Wie wichtig findest du es in der heutigen Zeit, sein wahres Ich zu präsentieren und nicht nur gekünstelte und gestellte Bilder für sich sprechen zu lassen?

Oh merci. Das ist schön zu hören. Ja, Authentizität und Lebensfreude sind mir näher, als stark bearbeitete Bilder, auf denen alles makellos scheint. Für mich ist Instagram eine super Plattform, um meinen Humor auszuleben, es hat auch eine spielerische Komponente. Ich nutze die sozialen Netzwerke zudem, um Inhalte zu teilen, die ich wichtig finde. Oft erschreckt es mich aber, wie gespalten die Gesellschaft ist.
Wenn ich ein Statement poste und mich beispielsweise für flüchtende Menschen in Not ausspreche und dann schreiben Leute mit Internet, Dach überm Kopf und vollem Kühlschrank darunter: „Und was ist mit uns?“, dann ist das für mich unglaublich.

AJOURE´: Anfang des Jahres gab es eine große Peta-Kampagne, die sich für den Verzicht von Kuhmilch stark gemacht hat und für die auch du dich engagiert hast. Wie bist du zu dieser Kampagne gekommen?

Die Peta ist eine wichtige Organisation und ich kann mich mit den Inhalten identifizieren. Als die Anfrage für „Goodbye Milch“ kam, habe ich sofort zugesagt. Ich lebe zum größten Teil vegan, verabscheue Massentierhaltung und ich sehe einen Sinn darin, dass wir Tiermilch den Tieren lassen sollten. Milch ist für uns nicht mehr überlebenswichtig, noch besonders gesund.


 

AJOURE´: Wie ernährst du dich am Set?

Beim Catering ist es zum Glück mittlerweile oft Standard, dass es auch veganes Essen gibt. Zusätzlich habe ich immer Nüsse, Dinkelzwieback, eine Banane und andere Leckereien in der Tasche.

AJOURE´: Nun bist du eine vielbeschäftigte Schauspielerin, die ebenfalls viel unterwegs ist. Wie findest du eine Möglichkeit, abzuschalten und Zeit für dich zu haben?

Ich fahre gerne in die Natur: Berge, Seen, Wälder, Meer… Ich kann auch gut alleine Urlaub machen und tagelang nicht reden oder nur singen, für mich selbst sein. In Berlin fahre ich viel Fahrrad. Sobald ich draußen bin, höre ich über Kopfhörer Musik, das entspannt mich. Ansonsten bin ich auch ziemlich gerne in meiner Wohnung oder bei den liebsten Menschen. Und beim Zugfahren kann ich auch gut abschalten.

Julia Hartmann

AJOURE´: Hast du eine Herzensangelegenheit, für die du alles stehen und liegen lässt? Etwas, was dir besonders viel bedeutet und wovon du der Meinung bist, dass es unterstützt werden sollte?

Soziale Gerechtigkeit und ein würdiger Umgang mit der Natur liegt mir besonders am Herzen. Es gibt Organisationen, die ich neben der Peta regelmäßig und gerne unterstütze, hier ein paar Beispiele:
https://betterplace.org – (Spendenplattform)
https://avaaz.org
https://www.campact.de
https://change.org
www.sumofus.org
https://utopia.de
https://abgeordnetenwatch.de

AJOURE´: Auf was dürfen wir uns dieses Jahr noch von dir freuen?

Am 9. Juli habe ich Geburtstag, da wird es bestimmt ‘ne Insta-Story geben… (lacht)
Bis Mitte Juli drehe ich noch „Die letzte Spur Berlin“, da spiele ich eine Ökohof-Betreiberin, die auch Imkerin ist. Super Botschaft. Save the Planet! Danach werde ich Sommerurlaub mit Familie und Freunden machen.

Beruflich sind momentan einige spannende Rollen “im Backofen“, da werden wir sehen, was das Jahr noch so bringt… Im November läuft dann „Jenseits des Spiegels“ im TV.

AJOURE´: Vielen Dank Julia, für das tolle Interview.

Sehr gerne…

Julia Hartmann – Kurzinfo

Beruf: Schauspielerin
Geboren: 9. Juli 1985 in Berlin
Größe: 1,65 m
Haarfarbe: braun
Augenfarbe: braun-grün
Geschwister: Sebastian Hartmann

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Fotos: © Niklas Vogt; Lou van Door

Entdecke mit der Yoni-Massage deine Lust neu

Entdecke mit der Yoni-Massage deine Lust neu

Thai-Massage war gestern – Yoni-Massage ist heute

Mädels, aufgepasst – wer schon bei einer Thai-Massage herrlich abschalten kann, sollte jetzt die Ohren spitzen. Denn nun gibt es eine neue Massageform, die für eine viel umfassendere und vor allem sinnlichere Art der Entspannung sorgt: die Yoni-Massage.

Noch gibt es zwar keine flächendeckende Angebote, aber auf diversen Internet-Portalen und bei Mädelsabenden ist die Yoni-Massage schon in aller Munde. Wer schon eine an sich ausprobiert hat, berichtet von wunderschönen Erfahrungen der anderen Art und entdeckt im Idealfall sogar eine neue Sinnlichkeit bzw. Lust am eigenen Körper. Für uns definitiv mehr als genug Gründe, um die Yoni-Massage einmal genauer unter die Lupe zu nehmen!

Worum geht es bei einer Yoni-Massage?

Das Wort „Yoni“ stammt dabei aus der Tantra-Lehre und bezeichnet die weiblichen Genitalien. Wir finden, dass es viel schöner klingt, als das sonst übliche M-Wort, und unserer intimsten Körperstelle besser gerecht wird. Inwiefern profitiert unsere Yoni nun von der Yoni-Massage? Nun, der Intimbereich kommt erst später ins Spiel – zunächst geht es bei der Yoni-Massage darum, den gesamten Körper durch eine Mischung aus Massagen, sinnlichen und sanften Berührungen in einen Zustand der Entspannung zu bringen. Die Frau ist nackt und genießt es, überall gestreichelt, berührt und massiert zu werden. So kann sie sich fallenlassen und ganz bei sich sein – es geht darum, in seinen Körper hineinzuhören, Blockaden zu lösen und Raum für Genuss und Sinnlichkeit zu schaffen. Danach folgt eine sanfte Massage der Yoni, wobei zunächst der Außenbereich zwischen den Beinen massiert wird. Wenn die Frau es möchte, wird sie auch von innen massiert. Dabei muss es sich um keine klassische Massage handeln – ob und wie Druck mit den Fingern aufgebaut wird, ist ihr selbst überlassen. Die erfahrene Masseurin fragt nach und geht auf individuelle Bedürfnisse ein. Das Ziel ist dabei nicht primär der Orgasmus, sondern die vollständige Entspannung des Intimbereichs und das Genießen der eigenen Sexualität. Kommt man dabei zum Höhepunkt, ist es lediglich ein schöner Nebeneffekt.

Welche positiven Effekte hat diese Art von Massage?

Eine Yoni-Massage ist die beste Möglichkeit, einerseits vom Alltag abzutauchen, und andererseits eine neue Sinnlichkeit zu erwecken und zu entdecken, die davor unter dem Schutt von Stress, emotionalen Verletzungen und körperlichen Blockaden nicht gelebt werden konnte. So kann eine Yoni-Massage geradezu heilende Effekte haben – Masseurinnen erklären, wie sie das Wohlbefinden der Kundinnen auf unterschiedliche Art und Weise fördern. So helfen liebevolle Berührungen im Gesicht der Frau beispielsweise dabei, den eigenen Selbstwert wiederzufinden und sich als „wertvoll und geliebt“ wahrzunehmen. Manche Frauen sind so überwältigt von den Erfahrungen einer Yoni-Massage, dass währenddessen Tränen fließen. Auch die Berührungen innerhalb der Yoni bewirken nicht nur tiefe Entspannung, sondern auch, dass alte Schmerzen durch vergangene Erfahrungen (z. B. sexuelles Benutzt-werden durch rücksichtslose Partner) und im Gewebe gespeicherte Erinnerungen gelöst werden können.

Bei der Yoni-Massage bekommt der weibliche Intimbereich genau die Aufmerksamkeit und Liebe, die er verdient hat. Eine tiefe Verbundenheit zum eigenen Körper entsteht und sorgt dafür, dass man umso intensiver auf seine eigenen Bedürfnisse hört und diese auch zukünftig achtet.

Ich bin in einer Beziehung – kann ich mir trotzdem eine Yoni-Massage gönnen?

Unsere Antwort ist ganz klar: JA! Denn nur weil es jemanden gibt, der Anspruch auf deinen Intimbereich erhebt, heißt das ja nicht, dass du ihn nicht professionell verwöhnen lassen solltest. Im Gegenteil: zum einen werden Yoni-Massagen für Frauen auch nur von Frauen ausgeübt, zum anderen kann es eurem Liebesleben einen neuen Aufschwung geben. Du wirst viele Berührungen erfahren, die du von deinem Freund in dieser Form noch nicht kennst. Wenn sie dir gefallen, kannst du sie hinterher gemeinsam mit ihm einbinden, indem du ihm beschreibst, was er mit seinen Fingern machen muss. So hat auch er etwas von der Yoni-Massage, denn durch die Erfahrung kann er zu einem besseren Liebhaber werden, was dich wiederum glücklicher macht! Eine klassische Win-Win Situation für alle.

 

Unser Buchtipp:

Dieses Buch zeigt Frauen einen neuen Zugang zu ihrer Weiblichkeit, zu größerer Lebendigkeit, Heilung und Lust. Für Männer ist es eine Einladung, mehr über das Mysterium Frau zu erfahren. Die Yoni-Massage ist für Frauen, die sich in ihrer Körperlichkeit, Psyche und Spiritiualität ganz und unmittelbar erfahren und entwickeln möchten.

 

Fotos: Nik_Merkulov / stock.adobe.com; PR / Amazon

Garcinia Cambogia im Test: Diätwunder oder Abnehmlüge?

Garcinia Cambogia

Wenn du abnehmen willst, wirst du früher oder später auf das Thema Garcinia Cambogia stoßen. Hierbei handelt es sich um eine südasiatische Frucht, die dir angeblich mehr Energie verleihen kann. Allerdings sind sich die Experten über die Wirkung der Garcinia Cambogia nicht einig. In der indischen Heilkunst wird sie schon seit vielen Jahren zu unterschiedlichsten Zwecken eingesetzt. Doch kann sie auch beim Abnehmen helfen? Wir klären diese und viele weitere Fragen rund um die angebliche Wunderfrucht.

Was genau ist Garcinia Cambogia?

Garcinia Cambogia, häufig auch Malabar-Tamarinde genannt, ist eine Zitrusfrucht, die vor allem in Südostasien zu finden ist. Sie soll sehr gesund sein und viele wertvolle Wirkstoffe enthalten, die der Körper braucht, um gesund zu bleiben. Und aufgrund ihrer antibakteriellen Wirkung kommt sie sehr häufig in der indischen Medizin zum Einsatz. Der Wirkstoff, der dir angeblich beim Abnehmen helfen kann, wird aus der Rinde der Garcinia Cambogia gewonnen und wird als Hydroxyzitronensäure (HCA) bezeichnet.

Welche Stoffe sind noch enthalten?

Die Zitrusfrucht enthält unter anderem folgende Wirkstoffe:

  • Kalzium
  • Vitamin B
  • Eisen
  • Niacin
  • Phosphor
  • Thiamin
  • Riboflavin

Wie wirkt Garcinia Cambogia?

Bevor du die Zitrusfrucht isst, um an Gewicht zu verlieren, solltest du zunächst wissen, wie sie eigentlich wirkt. Wissenschaftlich konnte bislang noch nicht belegt werden, dass sie beim Abnehmen helfen kann. Dennoch sind einige Menschen überzeugt von der einzigartigen Wirkung der Frucht. Die in der Schale befindliche Hydroxyzitronensäure (HCA) soll überschüssige Kalorien binden und entweder in Energie umwandeln oder aus dem Körper leiten können. Zudem kann die Fettverbrennung angeregt werden, was sich ebenfalls beim Gewicht bemerkbar macht. Somit könnte die Frucht eine ähnliche Wirkung wie bei einer sogenannten Low Carb Diät erzeugen. Der große Vorteil ist aber, dass du Kohlenhydrate zu dir nehmen darfst. Das hören sicherlich sehr viele Frauen sehr gerne, die mit der Garcinia Cambogia an Gewicht verlieren wollen.

Zudem soll die Frucht auch in der Lage sein, die Serotonin-Produktion anzuregen. Dadurch fühlst du dich wohler und neigst weniger dazu, nur aus Frust zu essen. Der Hersteller des Nahrungsergänzungsmittels gibt an, dass durch die Einnahme auch der Appetit gesenkt werden kann. Dadurch soll es möglich sein, ohne eine große Nahrungsumstellung an Gewicht zu verlieren.

Haben die kapseln auch Nebenwirkungen?

Hin und wieder ist zu lesen, dass die Kapseln einige leichte Nebenwirkungen erzeugen können. So kann es nach der Einnahme zum Beispiel zu Schwindel, Magenschmerzen, Kopfschmerzen oder Durchfall kommen. Daher macht es durchaus Sinn, vor der Einnahme deinen Hausarzt aufzusuchen und mit ihm darüber zu reden. Denn eventuell gibt es einige Wechselwirkungen mit anderen medizinischen Produkten, die du beachten solltest.

Garcinia Cambogia-Diät unwirksam?

Schon im Jahr 1998 zeigte eine Studie der sogenannten University of Columbia, dass allein die Einnahme der Garcinia Cambogia-Kapseln nicht ausreicht, um an Gewicht zu verlieren. Das Ergebnis wurde dann im Jahr 2008 von japanischen Wissenschaftlern bestätigt. Dennoch soll es einigen Menschen gelungen sein, mit der Frucht an Gewicht zu verlieren. Ob diese eventuell zusätzlich noch einige weitere Mittel eingenommen haben, ist nicht bekannt. Der Hersteller gibt auf jeden Fall an, dass die Frucht ideal dafür geeignet ist, um Diäten zu unterstützen und das aktuelle Gewicht zu halten. Zudem soll es möglich sein, durch die Einnahme den Fettmetabolismus zu regulieren, da der Aufbau von Fett vermindert wird.

Fazit: Garcinia Cambogia ist kein Zaubermittel

Ob Garcinia Gambognia den Stoffwechsel beeinflussen und damit auch die Fettverbrennung anregen kann, konnte wissenschaftlich bislang nicht bestätigt werden. Dennoch ist die Frucht sehr gesund und es ist immer wieder davon zu hören, dass sie auch beim Abnehmen helfen kann. Somit gibt es einige Stimmen, die dafür sprechen aber auch einige, die die These widerlegen. Wenn du wissen willst, ob Garcinia Cambogia wirklich beim Abnehmen helfen kann, solltest du es einfach selbst ausprobieren, allerdings erst nach Absprache mit deinem Hausarzt. Zudem ist es bei jeder Diät wichtig, sich ausreichend zu bewegen.
 

 

Fotos: kdshutterman; kegfire / stock.adobe.com

10 geniale Tricks für die Waschmaschine

10 geniale Tricks für die Waschmaschine

Das Thema Wäsche ist für viele von uns eine Wissenschaft für sich. Eine unüberschaubare Anzahl an Produkten und viele gut gemeinte Insider-Tipps machen es zu einem Buch mit sieben Siegeln. Wir geben zehnmal Hilfestellung, damit die Wäsche leichter von der Hand geht.
 

1. Waschmittel: genug ist genug

Achte unbedingt auf die vorgeschriebene Waschmittelmenge. Normalerweise genügt es, entsprechend der Vorgabe „leicht verschmutzte Wäsche“ zu dosieren. Wichtig ist auch, den Härtegrad des Wassers zu berücksichtigen. Wenn du ihn nicht kennst, empfehlen wir eine Nachfrage bei deinem regionalen Wasserversorger.

2. Reine Ansichtssache: flüssig oder Pulver

Früher war es einfacher: Waschmittel gab es nur in Pulverform und aufgrund der zugesetzten Hilfsstoffe mussten relativ große Mengen verwendet werden. Heute sind Kompaktwaschmittel üblich, und du hast die Wahl zwischen Pulver – dazu gehören auch Megaperls oder Tabs – und flüssigem Waschmittel, das du auch als bereits portionierte Geltabs kaufen kannst.

Generell ist es so, dass pulverisierte Waschmittel Bleichmittel enthalten. Sie verhindern, dass sich über die weiße Wäsche mit der Zeit ein Grauschleier legt, außerdem kommen sie bei Temperaturen ab 40 Grad der Hygiene zugute. Andererseits können ihre Rückstände für weiße Streifen auf der Kleidung sorgen. Das kommt insbesondere dann vor, wenn viel Wäsche in die Maschine gepackt wurde. Flüssigen Waschmitteln fehlt das Bleichmittel, sie wirken daher weniger gut gegen Flecken von Obst, Gemüse oder Rotwein. Um das auszugleichen, werden vor allem Flüssigwaschmitteln für weiße Wäsche optische Aufheller beigemengt. Liquidwaschmittel wirken wiederum etwas besser bei Flecken auf Basis von Fett. Unser Vorschlag: investiere in beide Arten von Waschmitteln und setze sie entsprechend ein.

3. Weichspüler adé

Nahezu jedes Waschmittel enthält mittlerweile auch Wirkstoffe gegen Kalk, sodass der Weichspüler unnötig ist. Gegen das Hartwerden der Wäsche beim Trocknen hilft entweder der Trockner oder Bewegung beim Trocknen, entweder durch Zugluft oder durch Aufhängen im Freien. Zudem belasten die Inhaltsstoffe des Weichspülers das Abwasser und nicht selten kommt es durch die Duftstoffe zu allergischen Reaktionen.

4. Links vor rechts

Ob du die Kleidung vor dem Waschen auf links drehen sollst, geht in der Regel aus dem Pflegeetikett hervor. Ansonsten gilt diese Vorgehensweise für folgende Wäsche, um ihre Farbe lange zu erhalten, um eine gute Reinigung zu erzielen oder um Knickfalten zu vermeiden: Jeans und feste Gewebe, dunkle Mikrofaserteile, Taschen von Hosen und Jacken, Bett- oder Kissenbezüge.

Unser Spezialtipp: Reißverschlüsse an Kleidungsstücken immer vor dem Waschen schließen und diese Kleidung ebenfalls auf links drehen. So kannst du Löcher in empfindlichen Textilien vermeiden.

5. Den Flecken an den Kragen gehen

Make-up-Reste am Blusenkragen oder ein Soßenfleck auf dem hellen Shirt – manchmal braucht deine Kleidung eine Sonderbehandlung vor dem Waschen. Unsere Großmütter griffen dazu gerne auf eine Seifenlauge zurück, die sie vorab zum Einweichen und zum Lösen der Flecken benutzten. Bei groben Verschmutzungen kannst du so vorgehen, aber spüle die Sachen dann gut aus, um die gelösten Rückstände loszuwerden. Gegen viele Fleckenarten wirkt auch Gallseife, die sich aus Kernseife und Rindergalle zusammensetzt. Mittlerweile gibt es dazu auch vegane Alternativen „wie Gallseife“, deren Reinigungswirkung genauso gut ist. Ansonsten kannst du auf eine Reihe von ganz speziellen Fleckentfernern zurückgreifen, die du am besten direkt vor dem Waschen anwendest.

6. Antifalten-Maßnahme

Damit deine Wäsche nicht zu sehr knittert, was wiederum das Trocknen und das Bügeln erschwert, solltest du die Maschine nicht zu voll packen und die Schleuderzahl niedriger einstellen. Bedenke aber, dass letztere Maßnahme die anschließende Trockenzeit verlängert. Wir raten außerdem dazu, unterschiedlich große Teile zusammen zu waschen, um das Knittern zu reduzieren.

7. Kein Sonderstatus für Schwarzes

Schwarz ist stylish und entsprechend werden auf dem Waschmittelmarkt spezielle Produkte angeboten, die den tiefen Farbton der Wäsche lange bewahren sollen. Die Stiftung Warentest kam allerdings vor ein paar Jahren zu dem Ergebnis, dass sie sich nicht von Color-Produkten unterscheiden; berücksichtigt wurden neben dem Farbtonerhalt auch die Waschwirkung und die Schonung der Fasern.

8. Sicherheitsverwahrung für lose Teile

Damit sich lose kleine Teile wie Knöpfe, Spangen oder Bügel (sind in vielen BHs eingearbeitet) nicht in der Trommel der Waschmaschine verfangen und zu Schäden führen, solltest du sämtliche „Risikoteile“ in Wäschenetzen waschen. Du kannst sie auch für feine Strümpfe oder ähnliches benutzen, damit sie sich nicht verheddern oder Fusseln anziehen.

9. Manche mögen’s heiß

Die meisten Textilien lassen sich bei 30 Grad gut reinigen, höhere Temperaturen braucht es dafür nicht. Wobei es Bakterien und Keime gibt, die selbst eine 60-Grad-Wäsche unversehrt überstehen. Spätestens wenn deine Waschmaschine unangenehm riecht oder wenn sich eine schleimige Schicht im Dichtungsring oder in der Waschmittelschublade zeigt, solltest du eine Runde bei 95 Grad waschen, um alles abzutöten. Je nachdem, wie oft du wäschst, raten wir, alle ein bis zwei Monate entsprechend vorzugehen.

10. Beauty-Tag für die Maschine

Am besten gewöhnst du dir von vornherein an, nach jedem Waschen die Waschmittelschublade rauszuziehen, damit sie trocknen kann. Lass außerdem die Einfülltür aus demselben Grund offen stehen. Wenn du nach dem Waschvorgang mit einem feuchten Tuch die Tür und die Gummidichtung abwischst, hast du deine Maschine bereits grundgepflegt. Von Zeit zu Zeit solltest du die Schublade herausnehmen und gründlich reinigen. Tipp von uns: leg sie dazu in die Spülmaschine. Bei dieser Gelegenheit kannst du auch das Fusselsieb kontrollieren. Eine solche Beauty-Kur solltest du deiner Waschmaschine regelmäßig gönnen.

Foto: runzelkorn / stock.adobe.com

So funktioniert das Beziehungsmodell „Living Apart Together“

So funktioniert das Beziehungsmodell Living Apart Together

Jean Paul Sartre und Simone de Beauvoir haben es getan. Für Woody Allen ist es die optimale Vorstellung einer Beziehung. Living Apart Together, kurz LAT ist für viele Paare die optimale Form einer Beziehung. Doch was verbirgt sich dahinter und warum wenden sich zunehmend Paare vom klassischen Paarmodell ab?
 

Verliebt, verlobt, verheiratet

Die westliche Gesellschaft wurde lange Zeit durch ein gängiges Familienmodell geprägt. Ein Paar lernte sich kennen, genoss die Phase der Schmetterlinge im Bauch und der leichten Flirterei. Beide genossen die Dates, das magische Vorbereiten auf ein Treffen und den Zauber des Geheimnisses um den anderen. Wurde die Beziehung intensiver, folgte schnell die Suche nach einer gemeinsamen Unterkunft. Lief es weiterhin gut, wurde das Aufgebot bestellt und vielleicht kurze Zeit darauf stellte sich Nachwuchs ein. Nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge, aber für heterogene Paare war dies kein ungewöhnlicher Lebensweg.

In den letzten Jahrzehnten zeigt sich, dass das Versprechen „für immer“ nicht so bindend ist, wie in der Generation unserer Eltern und Großeltern. Verlorenes Vertrauen in die Partnerschaft lassen Paare neue Wege gehen und sich für unkonventionelle Modelle der Beziehung entscheiden.

Getrennt zusammen leben

Der Begriff wurde 1980 durch Cees J. Straver geprägt. Die Niederländerin beschrieb damit ein Paarmodell, das bis dato in Künstlerkreisen seine Anhänger fand. Liebespaare, mit allen Vorzügen einer stabilen Beziehung entschieden sich für getrennten Wohnraum. Eine Situation, die sich überwiegend in Fernbeziehungen fand, wurde von Paaren gelebt, die in der gleichen Stadt leben. Für Menschen, die ein großes Distanzempfinden haben, aber dennoch große Liebe füreinander empfinden ist die getrennte Wohnsituation eine optimale Lösung.

Warum ist Living Apart Together so beliebt?

Die Lebensform der Beziehung mit räumlicher Entfernung ist besonders bei Menschen über 40, mit einer oder mehreren gescheiterten Partnerschaften im Portfolio beliebt. Männer und Frauen, deren Liebe schon einmal an zu viel Nähe, zu wenig Freiraum und einer einengenden Gemeinsamkeit zerbrochen ist, verzichten auf den gemeinsamen Hausstand. Frauen mit einem festen Fuß im Berufsleben sind finanziell unabhängig, können sich eigene vier Wände gönnen und nutzen das auch. Junge Paare bevorzugen nach wie vor das klassische Ehemodell in der gemeinsamen Wohnung.

Welche Vorteile hat eine Trennung von Tisch und Bett?

Zwei Menschen, die die ersten kribbelnden Momente des Verliebtseins erleben, haben oft den Wunsch, so viel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen. Sie wollen sich entdecken und kennenlernen. Schicht für Schicht den anderen erkunden, immer mit dem Wunsch, möge sich die Liebe parallel dazu vertiefen. Warten da nicht die vielen Dinge, die schrittweise der Verliebtheit das Magische nehmen. Die Sockenfarbe, das Freizeitoutfit für die Couch. Fußnägel schneiden vor dem Essen gehen? Eine geöffnete Toilettentür beim Benutzen? Es gibt Dinge in einer Partnerschaft, die ruhig ein Geheimnis bleiben können.

Das Leben zweier Menschen in einer Wohnung ist ein andauernder Kompromiss. Du möchtest edle Weingläser und liest abends gern ein Buch bei klassischer Musik. Er schaut lieber Fußball auf dem großen Plasmafernseher. Du lädst gern Freunde ein und er geht früh schlafen. Ohne Absprachen oder Rückzugsmöglichkeiten gibt es schnell Streit. Es gibt viele Fallen in der Partnerschaft. Einer ist chaotisch, einer penibel ordentlich. Wer macht die Wäsche? Wer saugt? Wer kocht? Und nicht selten gibt es Streit um finanzielle Dinge. Harmonisch kann es sein, wenn jeder Partner diese Dinge in Eigenregie führt. Die gemeinsame Zeit wird aktiver genutzt, die Vorfreude auf ein Treffen bleibt erhalten.

Welche Nachteile hat Living Apart Together?

Für die getrennte Partnerschaft müssen wichtige Voraussetzungen erfüllt sein. Zum einen müssen sich beide Partner bedingungslos vertrauen. Wenn von beiden gewünscht, ist Treue ein absolutes Muss. Menschen mit einem hohen Kontrollbedürfnis müssen dieses auf ein Mindestmaß zurückschrauben. Beide Partner müssen ein Distanzbedürfnis haben, müssen sich allein wohlfühlen. Es ist niemand da, wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt. Auch ein warmer Körper, an den du dich nachts ankuscheln kannst, ist keine Selbstverständlichkeit. Spontane Aktivitäten sind selten.

Haben Partner unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe und gemeinsamen Alltag, sind getrennte Wohnungen schwierig. Untersuchungen zeigen, dass Paare die sich für Living Apart Together entscheiden, schneller bereit sind, eine Beziehung aufzugeben. Das kann mit den einfachen Umständen zusammenhängen, mit der die Partnerschaft gelöst werden kann. Vielleicht wird in dieser Situation, dann mit schwachen Waffen um die Liebe gekämpft.

Für wen ist eine Partnerschaft auf Distanz geeignet?

Es gibt Paare, über die sagen Freunde: „Sie können nicht miteinander, aber auch nicht ohne.“ Gemeint sind zwei Menschen, die sich in tiefer Liebe verbunden fühlen, verbringen die beiden jedoch eine längere Zeit zusammen, kracht es gewaltig. Häufig führen solche Paare eine On-Off-Beziehung. Für solche Menschen ist eine Distanz vielleicht eine Option. Wichtig ist, dass beide diese Lebenssituation möchten und sich darin wohlfühlen. Simone de Beauvoir zog übrigens zu ihrem geliebten Jean Paul, als dieser pflegebedürftig wurde.

 

Fotos: Jelena; Photographee.eu / stock.adobe.com

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