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Kolumne: Forever Alone – Aber gerne…

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Einsam! Ist es heutzutage überhaupt noch möglich einsam und allein zu sein? Bei all der Technik und den ganzen Wegen und Hilfsmitteln, die wir nutzen, um ständig in Kontakt zu bleiben, dürfte sich doch eigentlich niemand mehr alleine fühlen?!

Es gibt ständig jemanden, der sich mitteilt, mit dem man über WhatsApp Nachrichten schreibt oder dessen Beitrage man auf Facebook liked oder kommentiert oder oder oder. Ist die Einsamkeit in der heutigen Zeit eher ein Fluch, den wir zu tragen haben oder vielleicht sogar ein Segen und ganz schön, wenn endlich mal Ruhe einkehrt und man Zeit für sich hat?

Ich stehe hier mitten unter tausenden von Menschen. Ich bin auf einem Konzert, um genau zu sein, ist es sogar ein Festival. Die Musik ist großartig, obwohl ich nur wegen einem einzigen Lied gekommen bin. Die Menge tobt. Alle feiern ausgelassen, manche auch zu sehr, was auf einem Festival ja auch nicht gerade unüblich ist. Alkoholleichen liegen hier und da auf dem Boden herum, es riecht nach Schweiß, Alkohol und vielen andern Dingen, die ich hier nicht weiter erwähnen möchte, weil sich das sicherlich jeder denken kann. Neben mir stehen 2 junge Frauen, gerade mal 20 Jahre jung, würde ich schätzen. Beide haben blonde, lange Haare, sehen ein bisschen aus wie aus den 70ern, Blumenkinder! Und die beiden Mädels sind voll wie Bolle! Sie pusten wie wild Seifenblasen über meinen Kopf, die weiter über die graue Menschenmenge ziehen und dann irgendwann in der Ferne zerplatzen. Ich starre ihnen fasziniert hinter her, wie sie im Licht die Farbe wechseln und bin mit meinen Gedanken weit weg…

Alone? Nein, ich will jeden Tropfen des Nektars der Einsamkeit auskosten

So, da steh ich nun und mache etwas, das ich über alles liebe: Musik hören und das auch noch live, großartig. Und ja, ich bin alleine hier her gekommen, was für mich ganz normal erscheint, da ich zum Musik hören niemanden brauche, eigentlich. Doch heute ist alles etwas anders…

Wie ein großes schwarzes Loch, das aus dem Nichts auftaucht und mich einsaugt, ist auf einmal die Einsamkeit da. Ich bin kein unkommunikativer Mensch, ganz im Gegenteil. Prinzipiell würde ich mich hier schnell jemanden anschließen können, aber das will ich heute einfach nicht. Nein, ich will jeden Tropfen des Nektars der Einsamkeit auskosten, mich darin baden und mir selbst etwas weh tun (also rein metaphorisch, versteht sich!). Nicht nur baden, nein, untertauchen wenn nicht sogar ertrinken….. Aber warum kann dieses Gefühl von einer Sekunde auf die andere da sein und all meine Gedanken beherrschen und mich fest umklammern. Wieso reichen mir meine Freunde, die bis vor ein paar Stunden da waren, mit denen ich gefeiert, getanzt und gelacht habe, nicht aus? Was fehlt in meinem Leben, das ich gerade so vermisse? Und dann ist er da, der Moment, auf den ich den ganzen Abend gewartet habe: Mein Lied, der Grund dafür, dass ich heute hier her gekommen bin. Ich kann den Text natürlich auswendig und gröle (singen kann man das, was ich tue, nun leider wirklich nicht nennen) jedes Wort mit.

Ich bin so froh, dass ich hier bin, und glücklich, dass ich es, trotz 2-maligem Verlaufen, an die richtig Bühne geschafft habe und genau jetzt hier bin. Und doch bin ich so einsam unter all den vielen Menschen. Niemand neben mir, der in diesem Moment genau das gleiche fühlt, das ich fühle. Niemand da, der MICH sieht, obwohl mich unzählige Augenpaare anschauen. Leider kann die ganze Technik, alle Kommunikationsmittel der Welt, die Einsamkeit nicht wegschieben, auf meinem Telefon gibt es diese Taste oder diese App leider nicht. Dieser Knopf existiert leider auch weder auf meinem Laptop, noch auf meinem Handy, die mich fast überall hin begleiten. Auch wenn ich mich quasi nackt fühle, wenn diese 2 Kameraden nicht an meiner Seite sind, helfen können sie mir trotzdem nicht.

Nein, wenn die besonderen Menschen in unserm Leben nicht da sind, gerade keine Zeit haben, vielleicht gerade weggezogen sind, arbeiten müssen, sich nicht melden oder ein neues Leben leben, dann ist nur einer da, die Einsamkeit…

Foto: I Am Alone by Lendl Peralta via flickr.com, CC BY-SA 2.0

Die Ice Bucket Challenge wird zum Viralhit

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Habt ihr eigentlich mitgekriegt, dass sich momentan gefühlt die halbe Welt und ganz Facebook einen Eimer Eiswasser über den Kopf schütten, um auf die Krankheit ALS aufmerksam zu machen?

Okay…dämliche Frage, wenn jeder zweite Post auf dem Instagram- und Facebook-Feed mit #ALSicebucketchallenge markiert ist, ist es schwierig, diesem Internetphänomen zu entkommen. Angefangen hat alles am 29. Juli dieses Jahres: Die Amerikaner Corey Griffin und Pete Frates sollen hinter dem Viralhit stecken. Pete Frates leidet selbst unter der Nervenkrankheit ALS, zusammen mit Griffin startete er den Spendenaufruf über Social Media. Grundgedanke der beiden: Spende oder Eiswasserdusche – Wer sich vor einer Spende drückt, der soll mit eiskaltem Wasser überschüttet werden. In ihrer Heimat Boston breitete sich die Aktion wie ein Virus aus, bald schon lies sich ganz Amerika anstecken und von da aus die ganze Welt. Mittlerweile hat sich das Konzept ein wenig abgeändert: Zuerst die Dusche, dann die Spende. Dank prominenter Unterstützung (u.a. Victoria Beckham, Jennifer Lopez, Bill Gates, Bastian Schweinsteiger,…die Liste ist unendlich lang) dürfte mittlerweile auch der größte Hinterweltler von der Ice Bucket Challenge gehört haben. Doch wofür genau wird hier aufmerksam gemacht?

Was ist überhaupt ALS?

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine noch relativ unerforschte Krankheit, die zur Zerstörung der Nervenzellen und Muskellähmungen führt. Betroffene haben im Verlauf der Erkrankung Schwierigkeiten beim Schlucken, Sprechen und Atmen, können sich ab einem bestimmten Stadium nicht mehr bewegen, wobei Bewusstsein und Intellekt in der Regel von der Krankheit unberührt bleiben. Ungefährt 50 Prozent der Erkrankten sterben noch in den ersten drei Jahren, meist an Atemlähmung. ALS gilt als unheilbar, über die Krankheit, ihre Ursachen und ihre Behandlung ist so gut wie nichts bekannt. Betroffen sind in der Regel Menschen im höheren Alter (50+), bei denen die Krankheit spontan und ohne Vorwarnung auftritt.

Die Ice Bucket Challenge

Bei der Ice Bucket Challenge geht es vor allem um eins: Aufmerksamkeit erregen und Spenden sammeln für die (bis dato) noch sehr unbekannte und von der Pharmaindustrie vernachlässigte Krankheit. Prominente, Poltiker, Menschen wie du und ich haben schon mitgemacht und die Challenge auf Social Media Seiten wie Facebook, Instagram, Youtube und co. gepostet und Freunde und Bekannte dazu aufgerufen, ebenfalls an der Challenge teilzunehmen. Ein Erfolg auf ganzer Linie?

Wie jeder Viralhit hat natürlich auch dieser seine Kritiker: Die Challenge diene lediglich zur Selbstdarstellung von Narzissten, sei für Prominente nur ein PR-Gag oder würde die Krankheit verharmlosen. Spenden sei schließlich sowieso viel ehrvoller, wenn man es im Stillen und Leisen tut und das Wasser war auch gar nicht kalt genug („Schäm dich, da waren nur 5 Eiswürfel drin!“) Jaja…wie bei jeder gut gemeinten Aktion kriechen auch hier wieder all die Mutter Theresas aus ihren Löchern und wedeln heftig mit dem Zeigefinger: „Ein Eimer Wasser wird verschwendet, der Menschen in Afrika vor Durst hätte retten können!“ Na sicher…ohne die Ice Bucket Challenge würde es all den an Armut und Krankheit leidenden Menschen dieser Welt schließlich viel besser gehen, ist klar.

Die Ice Bucket Challenge ist bei Weitem nicht perfekt und mit Sicherheit auch zu einem guten Marketinginstrument geworden, aber sie hat eins erreicht: Aufmerksamkeit für eine Krankheit, von der ein Großteil der Menschen sonst nichts gehört hätte. Nur so, mit dem Bewusstsein und dem Interesse der Masse, kann Forschung eine erfolgreiche Basis haben. Und selbst wenn nur ein Bruchteil all derer, die sich bei Facebook mit Wasser überschütten lassen, auch tatsächlich spenden, Erfolg hat die Aktion schon längst bewiesen: Die Spenden für ALS-Organisationen in den USA sind von 2 Millionen Dollar im letzten Jahr auf sagenhafte 70 Millionen gestiegen. Sind 70 Millionen Dollar an Spenden nicht auch immerhin 70 Millionen Dollar, die es ohne die #ALSicebucketchallenge nicht gegeben hätte? Und auch Deutschland spendet weiterhin kräftig mit und macht so Hoffnung für alle ALS-Patienten.

Deswegen sagen wir: Daumen hoch für diese Aktion, schüttet euch weiterhin Eiswasser über den Kopf und vergesst nicht zu spenden. Wir von der AJOURE haben es übrigens auch schon getan. Spenden über und mehr Infos unter diesem Link.
 

Foto top: Helene Fischer Ice Bucket Challenge

Google Hacks – So funktioniert die Suchmaschine

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Täglich werden Millionen von Suchanfragen über Suchmaschinen wie Google gestellt. Das Netz liefert schnell und unkompliziert die Informationen, die gewünscht sind. Oftmals sind jedoch auch Begriffe dabei, die gar nicht eingetippt wurden oder nur entfernt mit dem Gegenstand der Suche zu tun haben. AJOURE zeigt wertvolle Tipps, wie man die Googlesuche optimieren kann. Hier die Top Google Hacks:

Der richtige Suchbegriff

Gezielte Suche ist der Schlüsselbegriff hierfür. Um nicht in tausenden von Treffern bei der Eingabe eines simplen Suchwortes zu ersticken, bieten sich Suchparameter wie etwa „inurl“ und „intitle“ an, die richtig in Kleinbuchstaben eingetippt, die Ergebnisse filtern. Will man nach dem eigenen Namen googlen, so setzt man ihn am besten in typografische Anführungszeichen („). Die Suche wird sofort verkürzt und liefert weniger falsche unbrauchbare Ergebnisse. Will man einen Begriff nicht dabei haben, so markiert man ihn mit einem vorangestellten Minus-Zeichen. Ein Beispiel wäre „Bücher“ –koch, so werden alle Bücher aufgerufen, die keine Kochbücher sind. Mit „intext“ oder „allintext“ wird die Seite nach dem angegebenen Begriff durchsucht. Das spart das lästige komplette Durchlesen eines Textes. Sind noch weitere Informationen zu einer Suche gewünscht, kann man mit „info“ alle weiterführenden Links aufstöbern.

Der Blick ins Schlüsselloch

Webcams sind oftmals frei durch das Internet zugänglich, was sie zum beliebten Ziel von Hobbyhackern macht. Mit dem Suchbegriff „live view – axis“ kann man zum Teil Netzwerkkamera des Herstellers Axis fernsteuern. Auch Datenbanken lassen sich durchforsten, es ist nur der richtige Begriff nötig. So ist Vertrauliches ganz schnell öffentlich. Neben Seriennummern können auch Freischaltschlüssel für Software so ergattert werden. Spammer nutzen Emaillisten von Kunden, um an Adressen zu kommen. Das erklärt, warum jeden Tag das Postfach von ungewollten Mails überschwemmt wird. Mit „Index of /“ kann man zum Beispiel gezielt nach MP3-Dateien suchen. Hier ist besondere Vorsicht geboten, da es mittlerweile auch Seiten gibt, die vorgeben ein Index zu sein, aber eigentlich Malware verbreiten sollen. Virusgefahr!

Word-, Excel- & Powerpoint-Dateien finden

Der Parameter „filetype:“ öffnet die Türen zu allen Dateitypen mit einer bestimmten Endung. Die Suche nach PDF-Dokumenten liefert so zum Beispiel über 180 Ergebnisse. Das ist für den normalen User zu viel, doch mit einem Schlüsselwort kann die Suche maßgeblich verfeinert werden. Besonders praktisch ist dies für Bücher, die kein Copyright mehr besitzen. Sie sind im Web oftmals leicht auffindbar und man spart sich den Gang in die Bibliothek.

Web Adressen

Mit dem Parameter „inurl:“ lassen sich verschiedene Suchbegriffe miteinander kombinieren. Ein Beispiel ist „inurl:downloads“, durch das der Weg zu allen Download-Rubriken einer Website geöffnet werden können. Mit über 45 Millionen Treffern ist dies eine ergiebige Suche. Verwendet man „allinurl:“ zusammen mit einem Suchbegriff, kann man die Suche verfeinern.

Rechtliche Aspekte

Es gibt bisher zu wenige einschlägige Gerichtsurteile für das Ansehen von vertraulichen Dokumenten. Das Strafgesetzbuch besagt aktuell in §202a, Absatz 1: „Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ In Zukunft wird diese Unklarheit aber mit Sicherheit noch schärfer geahndet. Anders ist dies beim Urheberrecht, welches unumstößlich ist.

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Nagellacktrends der Stunde

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Hände sind das Markenzeichen einer jeden Frau – da sollten die Nägel natürlich top in Form sein. Dafür existieren auf dem Beautymarkt gefühlte 1000 Möglichkeiten, die Frau alle ausprobieren darf. Egal, ob passend zum Outfit oder der krasse Gegensatz – diese Saison ist erlaubt, was knallt.
 

Sandstyle Lacke

Diese Sorte von Lack ist etwas ganz Besonderes und erleichtert die Maniküre um Lichtjahre. Die meisten dieser Lacke sind bereits mit einer Schicht deckend, enthalten dazu einen wunderbaren Schimmer, der direkt Sommerlaune macht. Die Oberfläche ist ungewöhnlich rau, was sich zunächst sicher ungewohnt anfühlt, doch die kurze Gewöhnungszeit lohnt sich. Gerade wegen der unebenen Struktur hält der Lack Belastungen viel besser stand als sein aalglatter Kollege. So ist man bestens gewappnet für den Strand.

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Marine-Motive

Sommer, Sonne, Meer: Da darf natürlich auch das Marine-Motiv nicht fehlen. Streifen in Rot oder Blau zieren einen weißen Untergrund, der vorher gut getrocknet sein muss. Anker oder kleine Schiffe verzaubern jede Trägerin. Wer die filigranen Motive nicht selbst pinseln will, nimmt die Hilfe einer professionellen Kosmetikerin in Anspruch. Als Outfit dazu darf es gerne ein Blazer mit weiteren Streifen sein.
 

Ombré Nails

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Der Farbverlauf eroberte schon die Mode, Haare und Schuhe, jetzt ist er auf den Nägeln angesagt. Hierfür werden zwei Farben benötigt, von denen zunächst eine als Basisschicht aufgetragen wird. Danach folgt der Griff zum Schwämmchen, mit dem die zweite Farbe graduell aufgetragen wird. Ein besonders weicher Farbverlauf entsteht, wenn die beiden Farbtöne nicht so weit auseinander liegen. Doch auch ein harter Gegensatz ist durchaus reizvoll, Schwarz und Weiß paaren sich an heißen Sommertagen zu einer überaus eleganten Mischung.
 

Color Blocking

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Diese Kombination ist aus keinem Kleiderschrank mehr wegzudenken. Orange trifft Blau, Rot verführt zusammen mit Grün und Violett feiert eine Party mit Gelb. Beim Color Blocking dürfen die wildesten Farbtöne miteinander gemischt werden. Besonders einfach ist das auf den Nägeln, da Frau ohnehin meist mehr als eine Farbe zuhause im Regal stehen hat. Harmonisch wirken farbige Nägel, wenn alle Töne in einer Familie bleiben, zum Beispiel Blau von zartem Hellblau bis hin zu einem Nachthimmelschwarz. Das eignet sich auch für Anfänger.
 

Hololacke

Liebe Damen, wenn etwas nicht fehlen darf, dann ist es Glitzer. In den letzten Jahren bescherte die Industrie bereits duochrome oder holografische Autolacke, also immer her damit! Was auf dem liebsten Fortbewegungsmittel der Männer schön aussieht, ist auch für die Finger ein wahrer Hingucker. Holo-Glitzer besitzt zum Teil große Flakes, die leicht abstehen können, deshalb sauber lackieren und anschließend auf alle Fälle einen Topcoat verwenden. So widersteht der Fingerschmuck auch einem spontanen Besuch im Swimmingpool.

Alle Trends findest du online z.B. bei Douglas.
 

Foto top: clipdealer.com

Kolumne: Trust me, I’m a grown-up.

Verantwortung übernehmen! Los, auf, übernimm endlich Verantwortung für dich, für dein Handeln! Ja, wie denn, wo denn, was denn? Meist nimmt dich da niemand an die Hand, wenn es auf einmal heißt, man sei für alles selbst verantwortlich. Ab ins kalte Wasser!

Notiz an mich: Ich übernehme seit Jahren Verantwortung für mich. Mittlerweile auch für andere. Und ich hab diesen Prozess gar nicht bewusst mitbekommen. Das ist gut, oder?

„Du bist richtig erwachsen geworden.“ Oha. Ob das im Alter von 27 Jahren ein Kompliment oder lediglich eine sehr überfällige Einschätzung ist, lasse ich mal offen. Denn Fakt ist, dieser Kommentar hat mich gefreut. Ich bin deswegen kurz stehen geblieben, habe mein Leben, das derzeit rasant durch mich hindurchfährt, ebenfalls angehalten und mir gedacht: Yes. Ich bin erwachsen geworden. Und das Beste daran: Ich kann immer noch Mama anrufen, wenn ich verzweifle.

Warum das für mich ein überraschender Bonus ist? Nun ja, als ich im Alter zarter und höchst pubertierender 16 war, dachte ich, man sei mit Ende 20 so richtig… groß. Man stehe mit beiden Beinen im Leben und würde alles, einfach alles, alleine regeln. Das ist zwar bei manchen Dingen der Fall, aber ehrlich gesagt hüpfe ich teilweise dann doch noch auf einem Bein durch die Gegend und manchmal, ganz selten, tue ich lediglich so, als würde ich meinen Kram regeln. Tue es aber nicht. So, Schluss mit dem Nähkästchen.

Was ich sagen möchte: Erwachsen werden und dabei Verantwortung zu übernehmen, kann ein verdammt perfektes Gefühl sein. Muss nicht langweilig oder gar versnobbt wirken. Wie lässig ist es denn bitte, beispielsweise ein Projekt auf die Beine zu stellen und vom Gehaltsscheck die Miete zahlen zu können? Heiliger Bimbam, ich wusste gar nicht, wie toll es ist, Rechnungen zu begleichen, sobald man sie wirklich begleichen kann.

Und ganz nebenbei, irgendwann in den letzten Jahren zwischen Single-Bude und Redaktionsalltag, habe ich angefangen, verantwortlich für mich, mein Tun, mein Dasein, mein Leben zu sein. Ich stehe hinter meinen Entscheidungen und kann einschätzen, was mir gut tut. Das schließt nicht aus, dass man Tagträumen hinterherjagt und dabei ab und an aus der Puste kommt, aber es ist ein Schritt weiter in die Realität, die permanent um mich herumschwirrt. Die da ist und nicht so einfach zu verleugnen ist, wie damals, mit Pickel auf der Nase und schnell unter die Bettdecke.

Und dann, wenn man das geschafft hat, kommen die Menschen um einen herum dazu.
In meinem Fall zwar noch nicht eigene Kinder, aber Freunde, die Hilfe benötigen oder gar Leute, die auf einmal für mich arbeiten. Huch, wie ist denn das passiert? Verantwortung für ein Team übernehmen, für Mitmenschen, von mir aus auch noch für den Partner… alles, was in der Pubertät einschüchtert und ein paar Jahre später das ist, wovor wir uns alle drücken wollen, kann auf einmal so gut sein. Die Dinge im Griff haben, das kommt mir mit meinem Kontrollzwang gerade recht.

Älter werden ohne Verantwortung zu übernehmen? Ich sag mal so: Kann man machen, sollte man aber nicht. Die Zeiten sind einfach vorbei.

Eine Freundin von mir wird in vier Wochen dreißig. Angesichts dieser nahenden Zahl haben wir alle kopfnickend eingestimmt: Nö, Anfang 20 möchten wir nicht mehr sein. Und die Probleme wollen wir auch nicht mehr haben.

 

(Bildquelle: Geraint Rowland (flickr) via cc by sa-2.0)

 

Kolumne: Freunde bleiben

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In meinem Freundeskreis spiele ich mehr oder weniger aber immer mal wieder Beziehungstherapeutin und höre dadurch alle paar Wochen von großen und kleinen Ehekrisen. Meine gute Freundin hat sich nach 2 gemeinsamen Jahren von ihrem Freund getrennt. „Wir sind aber im Guten auseinander gegangen und wollen Freunde bleiben“, hieß es dann von ihr. Freunde bleiben also…

„Dein Hund ist gestorben, aber du kannst ihn trotzdem gerne behalten.“

Aha. Es war übrigens ihre Idee, die Freundenummer. „Ja ich weiß, das wird schwer, aber bei uns klappt das schon. Wir sehen uns ja nur noch freundschaftlich…“ Nun, das bezweifle ich. Dass Mann und Frau nach 2 (in diesem Fall übrigens sehr turbulenten) Jahren befreundet bleiben können. Vielleicht irgendwann in Zukunft, wenn nicht mehr alles so frisch ist. Aber sofort die Friendsschiene einschlagen, wo man gerade die Beziehung beendet hat? Das ist wie „Dein Hund ist gestorben, aber du kannst ihn trotzdem gerne behalten.“
Es sprechen nämlich so einige Punkte dagegen:

    Egal was gesagt wird: Wer geliebt hat, der braucht nach der Trennung Zeit und Abstand, um alles zu verdauen. Vor allem der Verlassene wird nicht so leicht über das Ganze hinwegkommen. Und schwerer wird’s, wenn man mit dem oder der Ex noch freundschaftlichen Kontakt hält.
    Rückfallalarm!!! Einsam und allein? Da kommen ganz schnell alte Gefühle hoch und man läuft Gefahr, sich in einer Teufelsspirale wieder zu finden. Denn auf einmal war die Beziehung gar nicht so schlimm. Auf einmal weiß man gar nicht mehr, wieso man überhaupt Schluss gemacht hat. Solche Gedanken keimen vor allem kurz nach der Trennung immer wieder auf und werden verstärkt, wenn man den Ex-Partner noch sieht und trifft.
    Eifersuchtsgefahr! Man kriegt mit, dass der andere aktiv sein Single-Leben auslebt. Das ist immer ein schlechtes Gefühl, egal, ob man selbst Schluss gemacht hat oder verlassen wurde. Sieht man seine/n Ex mit jemand anderes, ruft das immer Unwohlsein hervor. Das willst du dir nicht antun!

Es gibt noch viel mehr Gründe, die gegen eine sofortige Freundschaft sprechen. Fakt ist einfach: Nur weil Schluss ist, reißen die Gefühle nicht von heute auf morgen ab. Das braucht Zeit und die sollte man sich und dem anderen gönnen. Es ist immer schwer, jemanden, mit dem man alles geteilt hat, erstmal aus seinem Leben zu streichen. Aber nur so kann man loslassen. Wenn die Vergangenheit ständig um dich herum ist, wirst du nicht von ihr wegkommen. Man redet sich gerne ein „Wir schaffen das schon“ und überschätzt sich dabei oft selbst.

Es spricht prinzipiell nichts gegen eine Freundschaft, es ist sogar ziemlich toll, wenn zwei Menschen, die sich mal geliebt haben, weiterhin füreinander da sind. Dennoch: Damit aus Liebe wirklich Freundschaft wird, muss Gras über die Beziehung wachsen. Und das dauert.

Foto: clipdealer.com

Modetrend Crop Tops: Fashion-Statements, die Haut zeigen

Crop Tops

26 Grad und es wird noch heißer – garantiert mit Crop Tops! Der Sommer neigt sich zwar langsam dem Ende zu, auf die Sommertrends können und wollen wir aber noch nicht verzichten. Es wartet eine große Auswahl auf alle mutigen Frauen, die ein wenig Bauch zeigen wollen. Ajouré erklärt, wie der Trend richtig sitzt.

Material der Crop Tops

Für kürzere Tops bieten sich leichte Materialien an mit einem hohen Elasthan-Anteil, der dafür sorgt, dass sich der Stoff optimal dem Körper anpassen kann. Das ist vor allem für Oberteile ohne Ärmel oder Halterungen wichtig. Sind Ärmel vorhanden, kann auch Baumwolle angenehm auf der Haut sein, da sie im Sommer atmungsaktiv ist.

Crop Tops Schnitte

Off the Shoulder Versionen sind zeitlos und elegant zugleich. Sie zeigen ein wenig mehr Haut am Schulterbereich, die man optimal mit einer schönen Kette betonen kann. Leichte Bräune ist ebenso ein Muss. Lira hingegen präsentiert das Crop Top mit einem lässigeren Schnitt, der durch Fransen in die Welt von Hippie und Bohemien erhoben wird. Solche Tops sind besonders für verspielte Ladies geeignet, da sie ungezwungen wirken. Eine ganz andere Richtung kann mit einem enger geschnittenen Top eingeschlagen werden, welches an ein Bustier erinnert. Der Reisverschluss in der Mitte lässt vor allem Männerherzen höher schlagen.

Farben und Muster

Alle Trendfarben dieser Saison sind vertreten und die Qual der Wahl liegt bei der Fashionista. Asos präsentiert vor allem Gelb in vielerlei Variationen, daneben ist unschuldiges Weiß vertreten, was nahezu zu allen anderen Farben kombiniert werden kann. Blumige Prints bringen noch mehr Spaß am Sommer, zudem sie endlich noch farbenfroher werden. Die Untergründe sind nun nicht mehr nur schwarz, sondern knallbunt. Das bringt Abwechslung in den Kleiderschrank, ausgeflippter geht es nicht.

Crop Tops Kombinationen

Da das Crop Top sehr freizügig ist, sollte der Rest des Outfits mit Bedacht gewählt werden. Frauen mit einem ultraflachen Bauch dürfen zur tiefgeschnittenen Jeans greifen, fahren jedoch mit einem höher geschnittenen Kleidungsstück ebenso besser. Besonders beliebt zu dem neuen It-Piece sind High-Waisted-Röcke oder Shorts, die einen guten Teil des Ausblicks verdecken. Ein kleiner Schlitz ist manchmal besser als ein völlig enthüllter Bauch. Wer besonders auffallen will, wählt für beide Kleidungsstücke dasselbe Muster. Gemerkt sei aber: Wer die lässige Schiene fahren möchte greift zu Jeans-Shorts oder Boyfriend-Hose, elegant wird’s mit engen Röcken, verspielt mit A-Linien-Röcken. Ein gestrickter Cardigan ist übrigens perfekt zum Drüberziehen.

Noch mehr Styling-Tipps für dein Crop Top

Hier sind einige Tipps, wie du Crop Tops stilvoll kombinieren kannst:

  1. Hoch taillierte Hosen oder Röcke: Kombiniere dein Crop Top mit hoch taillierten Hosen oder Röcken, um eine ausgewogene Silhouette zu schaffen und nur einen Hauch Haut zu zeigen.
  2. Lagenlook: Trage ein Crop Top über einem T-Shirt oder einem dünnen Rollkragenpullover für einen trendigen Lagenlook.
  3. Maxiröcke oder -hosen: Kombiniere ein Crop Top mit einem Maxirock oder einer -hose für einen eleganten und dennoch lässigen Look.
  4. Blazer: Trage ein Crop Top unter einem taillierten Blazer für einen schicken und erwachsenen Touch.
  5. Jeans: Kombiniere dein Crop Top mit einer gut sitzenden Jeans für einen lässigen Alltagslook.
  6. Taille betonen: Nutze den kurzen Schnitt des Crop Tops, um deine Taille zu betonen. Kombiniere es mit einem Gürtel, um die Aufmerksamkeit auf deine schmale Mitte zu lenken.
  7. Schuhe: Von Sneakers über Stiefeletten bis hin zu Heels – die Wahl der Schuhe kann den Look drastisch verändern. Entscheide dich für das, was am besten zu deinem Stil passt.
  8. Accessoires: Füge Accessoires hinzu, um deinem Outfit den letzten Schliff zu verleihen. Statement-Halsketten, Ohrringe oder Armbänder können den Look aufwerten.
  9. Lässige Knoten: Falls dein Crop Top länger ist, kannst du es in der Mitte zu einem lockeren Knoten binden, um einen lässigen Look zu erzeugen.
  10. Strickware: In den kühleren Monaten kannst du Crop Tops mit einer leichten Strickjacke oder einem Cardigan kombinieren, um warm zu bleiben.

Denke daran, dass Selbstbewusstsein der Schlüssel ist. Wenn du dich wohl fühlst, wirst du in deinem Crop Top großartig aussehen!

Foto: Wrangler / stock.adobe.com

Die lass ich nicht mehr gehen! Wie du SEINE Traumfrau wirst

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Was macht Sie aus? Die EINE. Die Traumfrau schlechthin. Wir wollten es wissen und haben deshalb die Herren der Schöpfung befragt. Was sie uns verraten haben und worauf es tatsächlich ankommt:

1. Smile Baby!

Ein strahlendes Lachen wirkt auf Männer anziehend. Natürlich nur wenn es ehrlich ist und natürlich wirkt. Gerne dürfen die Zähne dabei zu sehen sein denn weiße Zähne wirken ebenfalls sehr attraktiv.

2. Fels in der Brandung

Aussehen ist tatsächlich nicht alles. Vielen Männern ist es wichtig wie eine Frau spricht und sich bewegt. Sie muss ihm ein Zuhause schenken und Ruhe ausstrahlen. Geborgenheit und das Gefühl ein Nest zu haben, ist also nicht nur für viele Ladies ein Must 😉

3. Kopf hoch sonst fällt das Krönchen runter!

Selbstbewusstsein also. Frauen die sich ihrer Anziehungskraft bewusst sind, keine Angst vor neuen Herausforderungen haben und mit roten Lippen die Welt erobern wollen. Außerdem gefällt es vielen Männern, wenn Sie zwar taff ist aber trotzdem auch mal gerne Prinzessin sein will.

4. Natural Beauty

Klar, wenn ER Sie abends ausführt dann darf sich richtig rausgeputzt werden. Aber wir Mädels haben ja gerne mal den Drang morgens direkt im Bad zu verschwinden, bevor er wach wird. Totaler Quatsch wenn man auf die Antworten der befragten Männer hört. Strubbelhaare, verwischtes Make Up und Kopfkissenabdruck. Ja genau, diese Dinge finden die Jungs tatsächlich süß. Wer hätte damit gerechnet!

5. Attention please!

Sie darf natürlich flirten und gegen die Blicke der anderen Männer kann Sie sowieso nichts tun. Aber man stelle sich folgendes Szenario vor: Sie ist in einer Bar mit ihm verabredet. Er ist noch nicht da also wartet Sie. Ein Fremder spricht sie an. Na gut so lässt sich die Zeit überbrücken. Dann öffnet sich die Tür und ihr eigentliches Date betritt die Bar. Sie strahlt und lächelt ihm zu- Ja, sie hat nur noch Augen für ihn! Er möchte spüren, dass er die volle Aufmerksamkeit von ihr genießt, weil Sie stolz ist ihn an ihrer Seite zu haben.

6. Touch me.

Die Art und Weise wie Sie ihn berührt. Sein Gesicht in beide Hände nehmen während man sich küsst, sich fest an ihn drücken und ihm das Gefühl geben: Ich fühle mich geborgen und sicher bei dir. Bei dir kann mir nichts passieren. Viele der Befragten sagten, dass genau diese Art der Berührung es ausmacht, ob sie eine Frau sehr anziehend finden oder eben nicht.

7. Femininität

Eine Frau muss eine Frau sein. Ganz einfach! Keine Boyfriendjeans, Ugg Boots oder sonstige Späße. Sie soll zeigen, dass sie eine Frau ist. High Heels, tolles Make Up, Nagellack und vor allem ein Gang mit atemberaubenden Hüftschwung- Miau!

Kolumne: Talk is cheap!

Wenn mich jemand nach meinem Hobby fragen würde, würde ich wahrscheinlich sagen: Reden. Wasserfallartige Monologe, Diskussionsrunden und stundenlange Gespräche mit Freundinnen – das füllt mich aus. Nur eine Sache merke ich dabei ganz stark: Das Fühlen verirrt sich im Denklabyrinth.

Dem Reden geht das Denken zuvor und mit dem Denken geht die Analyse Hand in Hand. Ohne nähere Betrachtung bedeutet das eigentlich etwas Positives. Man macht sich Gedanken über etwas, man reflektiert und lässt nicht alles unberührt an sich vorbeiziehen. Doch in einem Zeitalter, das die Talk-Show zum Leben erweckt hat, in dem Gesprächsrunden für einen politisches Diskurs stehen und man immer mehr Leute beobachtet, die lieber mit sich selbst sprechen als zu schweigen, komme ich nicht umhin, mich zu fragen:
Wann sind wir an dem Punkt angelangt, an dem es nichts mehr zu besprechen und zu analysieren gibt? Ein Punkt, an dem alles gesagt wurde und alle Richtungen gedanklich eingeschlagen – werden wir dann schweigen? Was wird dann passieren?

Am Wochenende saß ich mit ein paar Freundinnen zusammen, als das Thema aufkam, wie seltsam es doch sei, wenn bei einem ersten Date gar nicht geküsst wird. Oder vielleicht nur ganz dezent platziert zum Abschied. Was ich persönlich einfach nur unter Romantik verbuchen wollte und meine Freundin zu überzeugen versuchte, dass da jemand (glücklicherweise!) von der alten Schule sei, fiel nicht wirklich auf fruchtbaren Boden. Es wurde weiter darüber debattiert, ob es etwas Negatives bedeuten könnte, dass der future-boyfriend die Herzensdame nicht beim nächtlichen Abendspaziergang ins dubiose Kornfeld gezogen habe, sondern lieber mit ihr bis morgens Arm in Arm durch die schummrigen Straßen lief. Ich finde ja, das ist einen Hach-Moment wert. Eventuell zwei.

Und was ich damit sagen möchte: Wir – vor allem wir Frauen – müssen verdammt nochmal aufhören, jedem Mann die Worte in den Mund zu legen, bevor er sie überhaupt mal gedacht hat. Gepaar mit dem Hobby, einfach in jedes Blinzeln etwas hineinzuinterpretieren. Und das nur aus der Gewohnheit heraus, sich über jegliche Begegnung millionenfach Gedanken zu machen und davon auszugehen, die Erfahrungen würden sich immer wieder bestätigen.

Ich nehme mich da ganz und gar nicht heraus. Von außen betrachtet sieht die Situation wundervoll aus. Das, was wir bei einem Hollywoodfilm als überaus gentleman-like betiteln. Wäre ich selbst in der Situation, hätte ich entweder schon 10 Kolumnen geschrieben oder würde in einem Berg aus Pro und Contra-Listen sitzen.

Zu viel Reden und das damit verbundene Denkwerk sind Werkzeuge des Geistes, die den Raum für Wunder nehmen. Ihn nicht nur nehmen, sondern gar nicht erst geben. Es ist für uns alle so schwer geworden, den Dingen ihren Lauf zu lassen und nicht an Vergangenem zu klammern. Der Grund dafür ist, dass wir das Reden über diese alltäglichen Probleme mit Sicherheit verwechseln. Weil alles, was wir kennen, wir aus dem hauseigenen Erfahrungswert schöpfen. Der ist meist randvoll. Und wir kleben daran fest und reden, bis wir über unseren verwirrten und rauchenden Köpfen stolpern und fallen.

Ob uns das wirklich weiter hilft? Wer die Worte aus dem eigenen Mund und die Gedanken, die er noch nicht kontrollieren kann, nicht ganz so ernst nimmt, hat eine Chance darauf, auch mal wieder etwas zu erfahren, was ganz neu ist. Ihn umhaut und mal inne halten lässt. Kein Alles-besser-wissen, kein Umdrehen und von allen Seiten beleuchten. Ne, nur ein kleines Wunder vielleicht. Und wenn’s nur das ist, dass es vielleicht endlich wieder mal klappt, mit diesen ersten Dates und den Schmetterlingen im Bauch.
 

 

Mehr von unserer Kolumnistin Anika Landsteiner:

Nennt mich naiv!

 

 

Foto: Anika Landsteiner privat

Der Detoxtrend im Test

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Sport, Diät und Sommerfigur. Natürlich kennt jede Frau diese Themen. Wir überwinden täglich unseren inneren Schweinehund um einfach toll auszusehen und uns wohl zu fühlen. Allen Komponenten täglich ausreichend Zeit einzuräumen, ist gar nicht mal so einfach. Egal ob Haus- oder Geschäftsfrau: Wir haben beide Hände voll zu tun. Der nötige Erfolg, also eine rasche Gewichtsnahme, erfordert Disziplin, Ausdauer und ein präzises Zeitmanagement. Es versteht sich also von selbst, wieso immer mehr Frauen dem Detoxtrend folgen.

Sprödes Haar, fahler Teint, Müdigkeit und Antriebslosigkeit sind nach der Detoxkur Schnee von gestern. Zumindest hört man davon immer wieder…

Deshalb starten wir den Selbstversuch und begeben uns auf eine 7 tägige Detoxreise.

Tag 1: Motivation Ahoi!

Heute ist es endlich soweit. Alle Tees sind eingekauft und zum testen bereit. Ich habe mich für die Kusmi Teas entschieden. Da ich eine richtige Teetante bin, probiere ich mich eifrig durch alle Sorten und finde sie köstlich. HA! Das wird ein Kinderspiel ein paar Tage lang nur diese leckeren Tees zu trinken. Stärkere Probleme verursachen mir Kaffee- und Zigarettenentzug, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Den ersten Tag meistere ich spielerisch und ich schlafe stolz (und hungrig!) ein.

Tag 2 & 3: Mc Donalds, ich hasse dich!

Ich erwache mit Hunger und gehe mit Hunger ins Bett. Das findet ihr schlimm? Ihr habt doch keine Ahnung! Schlimm sind die Gedanken tagsüber. Junk Food hat mich nie gereizt. Pizza, Burger, Döner und Co. Wecken bei mir normalerweise keinerlei Gelüste. Wenn ich jetzt auch nur in die Nähe eines Fast Food Restaurants kommen- und der Duft von fettigem Essen meine Nase betört- habe ich das Bedürfnis sämtliche Gerichte auf einmal zu essen. Menschen die bereits im Restaurant sitzen und es sich schön schmecken lassen, sind meine Erzfeinde. Ja ich verfluche sie! Meine beste Freundin hat zu mir gesagt, ich sei eine richtige Furie. Schwachsinn! Auch sie isst bestimmt gerade eine riesige Salamipizza! Verräterin!!!!!

detox-diet

Tag 4 & 5:

Der Hunger ist weg! Ich fühle mich nicht mehr schwach und kraftlos, sondern erwache bevor der Wecker klingelt. Fit wie ein Turnschuh springe ich voller Tatendrang aus dem Bett. Mhhh… meine Tees schmecken mir wieder! Unter der Dusche schaue ich an mir hinunter. Wow! Mein Bauch sieht richtig flach aus… JA ich fühle mich großartig! Rein in die Skinny Jeans und raus in die Welt! Ich glaube heute gehe ich shoppen und belohne mich. Vielleicht kaufe ich mir auch das enge Kleid, welches ich letzte Woche entdeckt habe. Aber nicht wie sonst in schwarz, sondern in knallrot. Achtung ich komme!

Tag 6:

Ich fühle mich von Tag zu Tag besser. Die Gedanken an Essen verfolgen mich nicht mehr und beim Blick in den Kalender stelle ich fest: Ich darf heute eine Suppe essen. Das ging ja schnell! Ein Kinderspiel! Als ich abends aus dem Büro komme, mache ich mir keinen Tee. Nein, heute widme ich mich der Zubereitung meiner Suppenbrühe. Ich genieße jeden Löffel. Es schmeckt toll und ich bin wahnsinnig schnell gesättigt.

Tag 7:

Der letzte Tag meiner Detoxreise ist gekommen. Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Naja… zu Beginn war es sehr schwer. Wer schön sein will, muss eben leiden. Beim Blick in den Spiegel bin ich super zufrieden. Ich fühle mich tatsächlich rundum wohl in meiner Haut. Heute Abend gibt es endlich wieder feste Nahrung. Dieses Ereignis muss gebührend gefeiert werden. Ich schnappe meine beste Freundin und wir besuchen unser Lieblingsrestaurant. Ich muss selbstverständlich langsam machen, damit mir nach der Kur nicht schlecht wird. Also bestelle ich mir einen Salat. Köstlich! Alles schmeckt viel intensiver. Als ihre Pasta kommt läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Zum Glück ist die Detoxkur für mich vorbei!


Fazit: Als kurzzeitige Entschlackungskur sensationell. Als dauerhafte Diät für sich selbst und das gesamte Umfeld reinste Folter.

Foto top: Green Smootie by Robert Gourley via flickr.com, CC BY 2.0

Artikelfoto: detox-diet by TipsTimesAdmin via flickr.com, tipstimes.com/diet

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