Warum will er keinen Sex mehr?

Eigentlich läuft eure Beziehung sehr gut: Ihr unternehmt viel zusammen, habt einen gemeinsamen Freundeskreis aufgebaut und verbringt gerne Zeit miteinander. Aber in letzter Zeit fehlt einfach etwas. Er scheint gar kein Verlangen mehr nach körperlicher Nähe zu haben. Soll heißen: Im Bett herrscht Flaute. Doch was sind die Gründe dafür, dass er keine Lust mehr auf Sex hat? Viele Frauen suchen bei diesem Problem die Ursachen bei sich. Dabei können die Auslöser für die Lustlosigkeit bei ihm ganz unterschiedlicher Natur sein. Wenn du dahinterkommst, warum er lustlos ist, könnt ihr das Problem gemeinsam angehen und euch schon bald wieder durch die Laken wühlen. Hier geben wir dir ein paar nützliche Tipps.

Er hat Stress im Berufsleben

Manchmal ist die Erklärung ganz einfach. Er kann sich zu Hause einfach nicht so fallenlassen, wie es sonst der Fall ist. Grund dafür sind berufliche Entwicklungen. Vielleicht betreut er gerade ein kompliziertes Projekt oder er behandelt einen Fall. Und die Gedanken daran kann er einfach nicht abschalten, nicht einmal in deinen Armen. Weitere Gründe können eine nervige Deadline sein oder ein Termin zu einem wichtigen Gespräch mit dem Vorgesetzten. Eventuell befindet er sich gerade auch in einer Phase der beruflichen Neuorientierung und fürchtet diese Unsicherheit.

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In diesem Fall ist es vor allen Dingen wichtig, dass du Verständnis für die Situation zeigst. Oft ist diese Phase des beruflichen Stresses auch in absehbarer Zeit vorbei, sodass ihr euch dann wieder mehr aufeinander konzentrieren könnt. Schlag ihm doch vor, ein gemeinsames Romantikwochenende zu buchen, mit dem ihr die überwundene Stresssituation anschließend feiert.

Er hat körperlicher Probleme

Das Bild vom omnipotenten Mann ist weit verbreitet. Der Mann hat immer Lust auf Sex und ist immer bereit, gleich loszulegen. Doch von dieser Vorstellung solltest du dich verabschieden. Besonders bei körperlichen Problemen wird die Lust schnell gedämmt. Das sind nicht nur Krankheiten, auch psychologische Fakten spielen eine Rolle. Vielleicht hat es bei eurem letzten Liebesspiel nicht so ganz mit seiner Erektion geklappt. Und nun macht er sich Sorgen – und entwickelt sogar Ängste, dass das jetzt häufiger passieren könnte.

Du hilfst ihm jetzt am besten, indem du vorsichtig auf ihn zugehst und das Thema ansprichst. Gib ihm das Gefühl, dass du zu ihm stehst; mach ihm klar, dass du ihn auch in problematischen Phasen liebst. Dann werdet ihr ganz offen über das Thema und seine möglichen Nöte reden und diese Gedanken beim nächsten Liebesspiel berücksichtigen. Solltest du ein ernsteres körperliches Leiden als Hintergrund vermuten, überrede ihn dazu, sich einmal gründlich von einem Arzt durchchecken zu lassen.

Er macht eine Phase der Lustlosigkeit durch

Manchmal ist die Erklärung ganz einfach: Er befindet sich in einer Phase, in der er nicht so viel Verlangen nach Sex hat. Die Sexualität ist ein menschlicher Prozess, der sich ständig wandelt. Und auf lustlose Phasen folgen auch wieder Zeiten der hemmungslosen Romantik. Daher musst du dir nicht unbedingt sofort Sorgen um eure Beziehung machen. Auch das ist ein Problem, das du mit einem klärenden Gespräch gut aus dem Weg schaffen kannst. Im besten Fall schafft ihr es gemeinsam, eure Sexualität neu zu entdecken.

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Die Langeweile hat Einzug in euer Bett gehalten

Vor allem in langjährigen Beziehungen tritt dieser Faktor häufig auf: Er empfindet das Sexualleben als langweilig. Das hat damit zu tun, dass sich routinierte Abläufe etablieren und im Bett somit das überraschende Moment fehlt. Irgendwie vermisst er beim Sex das gewisse Etwas, das aufregende Kribbeln. Das muss gar nicht mit dir zusammenhängen und erst recht bedeutet das nicht, dass er dich nicht mehr körperlich attraktiv findet. Es ist vielmehr so, dass das Einbinden das Liebesleben in den Alltag dem Ganzen ein wenig die Magie raubt. Besonders Pärchen, die eine gemeinsame Wohnung beziehen, kennen das Problem. Auf einmal ist eher der nächste Abwasch das Thema oder der Hausputz – und dann wird es schwer, im Kopf auf lustvolle Gedanken umzuschalten.

Auch hier ist die Lösung: reden! Sprich mit ihm ganz offen darüber, dass du seine Lustlosigkeit bemerkt hast und dich fragst, was man dagegen tun kann. Mitunter reicht es schon aus, aus der Sex-Routine auszubrechen und mal etwas Neues auszuprobieren. Bitte ihn, dir eine Stellung zu nennen, die ihn schon lange interessiert. Vielleicht kommt ihr auf einen Nenner und entdeckt ganz neue Seiten aneinander. Auch Sextoys oder Rollenspiele können hier sehr hilfreich sein. Eurer Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt, solange es beiden Spaß macht. So bringt ihr frischen Wind in euer Bett.

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In der Beziehung läuft es nicht mehr optimal

Vielleicht hängt das veränderte Sexleben auch mit einer grundsätzlichen Krise in eurer Beziehung zusammen. Kommt es in letzter Zeit häufiger vor, dass ihr euch streitet, geht ihr euch aus dem Weg oder seid ihr schnell genervt voneinander? Dann ist die logische Konsequenz daraus, dass ihr auch weniger Lust verspürt, mit dem Partner zu schlafen. Hier hilft nur, dass ihr euch gegenseitig fragt: Wie soll es weitergehen? Gibt es einen bestimmten Auslöser für eure Streits oder einen tiefersitzenden Grund für die Unstimmigkeiten? Dann könnt ihr dieses Problem im besten Fall aus der Welt schaffen. Ist dem nicht so und spielt vielleicht sogar noch eine dritte Person eine Rolle, dann musst du dir überlegen, ob die Beziehung noch eine Zukunft hat.

Andererseits kann ein offenes und klärendes Gespräch, in dem beide Partner dem anderen ihre Gefühle darlegen, oftmals die Grundlage für einen Neuanfang sein. Und der heiße Versöhnungssex nach der Aussprache stellt den passenden Start dar.

 

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