Home Lifestyle Erfolg & Motivation Stressresistenz: Tipps für einen besseren Umgang mit Stress

Stressresistenz: Tipps für einen besseren Umgang mit Stress

Stressresistenz

Stressresistenz gehört in der Arbeitswelt inzwischen zu den wertvollen Soft Skills bei Arbeitnehmer:innen. Sie trägt einerseits zu deinem Wohlbefinden bei und wirkt sich andererseits positiv auf deine Leistungsfähigkeit im Job aus. Das zahlt sich nicht nur für dich, sondern auch für deinen Arbeitgeber aus. Was genau ist Stressresistenz und wie kann sie trainiert werden? Auf diese Fragen geben wir dir in unserem Artikel Antworten und viele nützliche Tipps.

Was genau ist Stressresistenz?

Mit dem Begriff Stressresistenz wird die psychische Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress bezeichnet. Wer eine hohe Stressresistenz aufweist, der reagiert nicht oder nur sehr gering mit körperlichen und psychischen Symptomen auf Stress und Belastung am Arbeitsplatz oder im Alltag. Bei Menschen mit niedriger Stressresistenz treten beispielsweise Herzrasen, Schweißausbrüche, Konzentrationsstörungen und der so genannte Tunnelblick in stressigen Situationen auf. Langanhaltender Stress kann zudem zu körperlichen Beschwerden wie Schlafstörungen, allgemeinem Unwohlsein, Verdauungsbeschwerden und schlimmstenfalls Depressionen führen. Daher ist eine hohe Stressresistenz nicht nur im Berufsalltag von Vorteil, sondern wirkt sich auch positiv auf deine Lebensqualität aus.

Was verursacht eigentlich Stress?

Im Arbeitsalltag gibt es verschiedene Auslöser für Stress und diese sind teilweise sehr individuell. Während eine Arbeitnehmerin mit Zeitdruck gut umgehen kann, ist eine andere Arbeitnehmerin damit vielleicht schnell überfordert. Neben Zeitdruck bei der Arbeit sorgt auch eine hohe Arbeitsbelastung vielfach für Stress. Ebenso können Überforderung und Unterforderung Auslöser für Stress im Job sein. Hinzu kommt die soziale Komponente, denn ein schlechtes Betriebsklima, Mobbing und Ausgrenzung sind ebenfalls Stressoren aus dem Arbeitsalltag.

Manchmal nehmen wir auch privaten Stress mit an den Arbeitsplatz und sind dadurch in unserer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Probleme in der Familie, Ärger mit Freunden, Geldsorgen oder schwere gesundheitliche Probleme sind für viele Menschen eine große Belastung und führen zu anhaltendem Stress. Dieser macht sich dann teilweise auch am Arbeitsplatz bemerkbar.

In welchen Lebensbereichen ist eine hohe Stressresistenz von Vorteil?

Als Soft Skill wird Stressresistenz in der Regel im Zusammenhang mit dem Berufsleben bezeichnet. Hier sorgt eine hohe Toleranz gegenüber stressigen Arbeitsphasen für fokussiertes Arbeiten, eine höhere Leistungsfähigkeit und trägt zur Bewältigung eines größeren Arbeitspensums bei. Außerdem haben stressresistente Arbeitnehmer:innen weniger Fehltage durch Krankheiten, was einen wichtigen Vorteil für Arbeitgeber darstellt.

Auch für die eigene Karriere kann Stressresistenz von großem Vorteil sein, denn wer auf Herausforderungen besonnen und zielgerichtet reagiert, der wird eher als Führungskraft wahrgenommen und für höhere Positionen eingesetzt. Allerdings zahlt sich psychische Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress nicht nur um Job aus, sondern erleichtert dir auch die Bewältigung deines Alltags mit all seinen individuellen Herausforderungen.

Tipps: So steigerst du deine Stressresistenz

Stressresistenz ist keine angeborene Fähigkeit, sondern entsteht im Laufe unseres Lebens durch Erfahrungen, soziale Prägung und Übung. Das bedeutet auch, dass du sie trainieren kannst und dadurch zukünftig besser mit Stress und anderen Herausforderungen umgehst. Wie du deine Stressresistenz steigerst und welche Verhaltensweisen dir helfen, das erfährst du hier.

Achtsamkeit und Distanzierung

Ein wichtiges Hilfsmittel auf dem Weg zu mehr Stressresistenz ist Achtsamkeit. Gerade in einer akuten Stresssituation kann Achtsamkeit helfen, denn sie bricht den Tunnelblick auf, verlagert den Fokus und schafft dadurch Distanz zum Stressauslöser. Ein so genannter Tunnelblick sorgt in Stresssituationen dafür, dass du dich ganz auf den Stressauslöser fokussierst und andere Dinge aus dem Blick verlierst. Dadurch wird ein besonnener und lösungsorientierter Umgang mit Herausforderungen schwierig.

Achtsamkeit kann in allen Situationen des Alltags gezielt trainiert werden. Richte hierzu einige Minuten lang deine volle Aufmerksamkeit auf deine Umgebung und nimm beispielsweise Gerüche oder Geräusche gezielt wahr. Alternativ dazu kannst du dich auf Gegenstände konzentrieren und ihre Beschaffenheit, Farbe und Form mit allen Sinnen erfassen. Je häufiger du deine Achtsamkeit trainierst, desto effektiver kannst du sie in Stresssituationen einsetzen.

Einen gesunden Lebenswandel pflegen

Ein weiterer wichtiger Gegenpart zu Stress und somit ein Hilfsmittel für eine bessere Stressresistenz ist ein gesunder Lebenswandel. Dazu gehört beispielsweise ausreichend Schlaf. Erwachsene Personen benötigen durchschnittlich sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht. Während dieser Zeit verarbeitet unser Gehirn Erlebnisse vom Tag und kann mit ihnen abschließen. Dauerhafter Schlafmangel macht nicht nur gereizt und unkonzentriert, er kann langfristig zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen.

Auch regelmäßige Bewegung im Alltag, eine ausgewogene Ernährung und die ausreichende Zufuhr von Wasser machen einen gesunden Lebenswandel aus. Dieser ist gerade in stressigen Lebensphasen wichtig, um vorhandene Ressourcen zu schonen und die eigenen Kräfte zu stärken.

Zeitmanagement und Priorisierung

Manchmal lässt sich eine temporäre Fülle von Aufgaben am Arbeitsplatz nicht vermeiden. In diesen stressigen Arbeitsphasen ist ein gutes Zeitmanagement Gold wert. Plane hierzu deine Tagesaufgaben, schätze die dafür benötigte Zeit richtig ein und setzte Prioritäten. Welche Aufgaben müssen unbedingt erledigt werden, was lässt sich möglicherweise etwas aufschieben und welche Aufgaben kannst du an Kolleginnen delegieren?

Perfektionismus ist übrigens ein Garant für Stress und in den meisten Fällen völlig unnötig. Falls du zu Perfektionismus neigst, versuche diesen abzulegen und dadurch für Entlastung zu sorgen.

Entspannungstechniken erlernen

Ein wichtiger Gegenspieler zu Stress ist die Entspannung. Um diese aktiv herbeizuführen, kannst du verschiedene Entspannungstechniken erlernen. Das stärkt deine Stressresistenz spürbar und steigert deine allgemeine Lebensqualität. Zu den weit verbreiteten Entspannungstechniken gehören Yoga und Pilates ebenso wie Autogenes Training und Meditation. Probiere einfach verschiedene Techniken aus und finden so heraus, welche Entspannungsübungen bei dir den größten Effekt haben und sich einfach in deinen Alltag integrieren lassen.

Sport zum Stressabbau

Wenn du gerade unter viel Stress leidest, kann Sport ein wertvoller Ausgleich sein. Das muss übrigens nicht gleich ein anspruchsvolles Marathontraining sein. Schon ein halbstündiger Spaziergang durch den Wald lädt deine Akkus wieder auf. Studien belegen die entspannende Wirkung von Bäumen, weshalb Waldspaziergänge in Japan beispielsweise als Therapiemaßnahme vom Arzt verordnet werden können.

Auch Wanderungen durch die Natur, Radfahrten, Schwimmeinheiten und Mannschaftssportarten helfen beim Stressabbau. Bestenfalls bringst du eine Routine in deine sportliche Aktivität und planst hierzu feste Zeiten in deinem Wochenplan ein.

Soziale Kontakte pflegen

Ein stabiles soziales Umfeld trägt ebenfalls zu einer hohen Stressresistenz bei. Sich mit Freunden oder Verwandten über Probleme im Job und Alltag austauschen zu können, entlastet dich. Gleichzeitig können dir Vertrauenspersonen vielleicht einen sinnvollen Rat zum Umgang mit einem akuten Problem geben. Außerdem wirkt Zeit mit Freunden entspannend auf uns, füllt die eigenen Akkus wieder auf und sorgt für schöne Erlebnisse.

Unser Fazit zur Stressresistenz

Stressresistenz gilt für Arbeitgeber als wertvolle Eigenschaft potenzieller Arbeitnehmer:innen. Mit den von uns vorgestellten Tipps kannst du deine Resistenz gegenüber Stress langfristig trainieren und profitierst von verschiedenen Vorteilen am Arbeitsplatz und im Privatleben.

Foto: sofiko14 / stock.adobe.com

Melanie Bojko bringt als Chefredakteurin der AJOURE´ ihre Expertise und Leidenschaft für Inhalte und Trends in die Medienwelt ein. Neben ihrer redaktionellen Tätigkeit leitet sie die Marketing-Agentur NEBO marketing GmbH, wo sie ihre Fachkenntnisse in praktische Marketingstrategien und -lösungen umsetzt. Berlin, die pulsierende Hauptstadt, ist ihr Zuhause, wo sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt. In ihrer Freizeit taucht Melanie gerne in die Welt der Bücher ein und hat eine Vorliebe fürs Reisen, um neue Kulturen und Orte zu entdecken.
Die mobile Version verlassen