So erstellst du dir dein persönliches Bullet Journal

So erstellst du dir dein persönliches Bullet Journal

Die neue Art von Produktivität

So erstellst du dir dein persönliches Bullet Journal

Das Bullet Journal erfreut sich seit ein paar Jahren immer größerer Beliebtheit. Mittlerweile ist es nicht nur ein sehr praktischer Helfer im Alltag, das Bullet Journal ist zum Lifestyle geworden, und auf den Social-Media-Kanälen werden Bilder von Bullet Journals gezeigt, bei denen eins kreativer als das andere gestaltet ist.

Wir switchen ständig zwischen Arbeit oder Uni, Haushalt und Familie hin und her, und ein bisschen Zeit für uns selbst für eigene Projekte möchten wir, wenn möglich, auch noch. So viel zu tun, so wenig Zeit. Das Bullet Journal ist ein Organizer, den du ganz nach deinen eigenen Bedürfnissen und Gewohnheiten führst.
 

Was genau ist ein Bullet Journal?

Kennst du das auch? Um dich besser zu organisieren, hast du Kalender, Organizer und noch viele andere Apps auf deinem Smartphone, die deine Organisation erleichtern sollen, damit du deinen Tagesablauf produktiv gestaltest.

So erging es auch Ryder Carroll, einem Designer für digitale Produkte aus New York. Keine App und kein Organizer erfüllten seine Anforderungen und so entwickelte er, ganz analog, das Bullet Journal.

Es ist dein persönlich erstellter Kalender, Organizer und ein Notizbuch in einem. Termine, To-do-Listen, persönliche Ziele und Erfolge; alles, was dir wichtig ist, kannst du in dein eigenes Bullet Journal eintragen. Ein einziges Notizbuch für alles, das bekommt keine noch so ausgeklügelte App hin.

 


 

Was brauchst du für dein Bullet Journal?

Am Anfang brauchst du nicht viel. Ein Notizbuch, einen Stift und ein Lineal. Das war‘s. Für Bullet Journals werden sehr gerne Notizbücher mit punktierten Linien genommen. Die sind bei Zeichnungen mit dem Lineal sehr hilfreich und lassen trotzdem genug Freiheit für die Kreativität im Plan, ohne dass durchgezogene Linien oder Karos die Optik stören. Wenn du mit Filzschreibern arbeiten möchtest, solltest du auf dickeres Papier bei deinem Bullet Journal achten, damit sich die Schreiber nicht durchdrucken.

Wenn du angefangen hast und später deine Kreativität ausleben möchtest, kannst du deine Ausrüstung immer noch um Schablonen, Marker, Sticker, Stempel, usw. erweitern. Das ist das Tolle daran. Auch bei deiner Kreativität ist dein Bullet Journal flexibel.

 

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Die Regeln

Vielleicht hast du schon einige Bullet Journals gesehen. Die Schönsten sehen sehr aufwendig aus. Ja, in den kreativen Bullet Journals steckt viel Zeit und Kreativität. Das muss es aber nicht sein und du kannst es schlicht und einfach gestalten. Die Regeln für den persönlichen Produktivitätsplaner sind nämlich sehr einfach gehalten.

Der Name sagt es ja schon. Hauptbestandteil des Bullet Journals sind die „Bullets“, die Stichpunkte.

 

Stichpunkte

Für Aufgaben werden Stichpunkte vor die Aufgabe gesetzt, für Notizen werden Spiegelstriche gesetzt und für feste Termine und Treffen Kreise.

Ist eine Aufgabe erledigt, wird aus dem Stichpunkt ein „X“ gemalt. Ist die Aufgabe nicht erledigt worden, weil die Zeit fehlte, oder es an dem Tag doch nicht mehr so wichtig erscheint, wird die Aufgabe auf den nächsten Tag übertragen und vor dem Punkt der verschobenen Aufgabe setzt du ein „>“.

Wenn du ein Stichpunkt mehr als drei Mal verschiebst, kannst du dir ja überlegen, ob der Punkt vielleicht doch nicht so wichtig für dich ist und ob du ihn ganz aus deinem Journal streichst. Denn dafür hast du es, damit du nicht nur viele Punkte abarbeitest, sondern damit du deine Zeit auch produktiv nutzt. Vieles, was einem erst mal wichtig erscheint, ist es dann doch nicht mehr.

 

 

Der Aufbau eines Bullet Journals

Das Grundgerüst ist dasselbe, du kannst es jedoch ganz deinen Bedürfnissen anpassen.

1. Das Inhaltsverzeichnis: Sehr wichtig und unverzichtbar ist der Index für eine schnelle Übersicht. Die ersten beiden Seiten sind für das Inhaltsverzeichnis. Das schreibst du natürlich nicht sofort, sondern erweiterst es mit jeder neu angefangenen Seite. Um es ordentlich führen zu können, müssen natürlich die folgenden Seiten nummeriert werden, wenn sie es nicht schon sind.

2. Die Jahresübersicht: Die nächsten beiden Doppelseiten werden deine Jahresübersicht. Teile mit Lineal und Stift deine Seiten in drei Teile ein, so hast du auf insgesamt vier Seiten zwölf Abschnitte. Für jeden Monat einen. Wenn du dein Bullet Journal schon im laufenden Jahr anfängst, passt du es eben an. Hier schreibst du alle anstehenden Termine und Veranstaltungen für das Jahr rein.

3. Future Log/Ziele: Hier schreibst du keine Termine rein, sondern Ziele und Projekte, die dir am Herzen liegen. Du kannst den Future Log entweder offen für das Jahr halten oder dir Ziele für bestimmte Monate setzen. Setze dir realistische Ziele und Zeitangaben!

4. Die Monatsübersicht: Für die Monatsübersicht kannst du wieder eine Doppelseite verwenden. Auf der linken Seite schreibst du untereinander die Tage des Monats und die dazu gehörigen Wochentag. Der erste Buchstabe genügt. Dort kannst du schon mal feste Termine, die du jetzt schon weißt, eintragen. Auf die rechte Seite schreibst du eine To-do-Liste für diesen Monat. Keine festen Termine, aber Dinge, die erledigt werden müssen oder die du erledigt haben möchtest. Besonders wichtige Aufgaben kannst du farblich markieren oder mit einem Sternchen oder Ausrufezeichen kenntlich machen.

5. Die Wochenübersicht: Am besten nimmst du wieder eine Doppelseite und teilst jede Seite in vier Abschnitte. Für jeden Tag der Woche einen plus noch einen Kasten für Kommendes oder Notizen.

6. Daily Journal: Hier wird es dann präzise. Je nach der Anzahl der zu erledigenden Aufgaben beschreibst du eine oder zwei Seiten für die Tage der Woche. Danach beginnst du mit der nächsten Monatsübersicht und führst die darauffolgenden Seiten für die Wochen und Tage. Nicht vergessen, dein Inhaltsverzeichnis mitzuschreiben! Du schreibst also erst mal die jährlichen Aufgaben und Termine, trägst sie dann in den jeweiligen Monat, dann in die passende Woche bis zur Tagesübersicht. Du wirst bei einigen Aufgaben sehen, dass sie es gar nicht ins Daily Journal schaffen. Das ist nicht schlimm, dann waren die Aufgaben nicht so wichtig und du hast deine Zeit für andere Projekte genutzt.

7. Eigene Projekte und Notizen: Weil du ja dein Inhaltsverzeichnis hast, ist es kein Problem, Seiten für eigene Notizen zu beschreiben. Möchtest du zum Beispiel deine Schlafgewohnheiten aufzeichnen, eine Liste der Bücher, die du gelesen hast oder lesen willst oder sonst eigene Projekte dokumentieren, kannst du dies jederzeit dank deines persönlichen und flexiblem Bullet Journals tun.

 

 

Hier ein paar Ideen, was dein Bullet Journal enthalten könnte:

  • Filme / Serien, die du dir gerne ansehen möchtest
  • Bücher, die du gerne lesen möchtest
  • Wunschliste
  • Dinge die du liebst
  • Wieviel Stunden du geschlafen hast
  • 2 Liter (8 Gläser) Wasser am Tag trinken
  • Tage, an denen du keinen Zucker gegessen hast
  • Trainingsplan
  • Putzplan
  • Sparziele
  • Geschenkideen für Familie und Freunde
  • Essensplanung für die anstehende Woche
  • Wochenrückblick (was lief gut, was schlecht)
  • Reiseplanung

 

Foto: Julia_Sudnitskaya / Getty Images

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1 Kommentar zu “So erstellst du dir dein persönliches Bullet Journal

  1. Feiner Artikel, schön das bulletjournaling langsam in den deutschprachigen raum eindringt. ich verwende ein buch von „There’s a book for that“ sehr angenehm nicht alle linien und struktur selber zu zeichen (wenn es nicht genau daurm geht natürlich) sondern gleich loszulegen.


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