Top Bücher für Teenager & junge Erwachsene

Lust auf gute Literatur, aber keine Lust auf anstrengende Klassiker und alles, was in der Schule nervige Pflichtlektüre war? Mit unserer Liste der Top Ten unter den spannenden Büchern für Teenager und junge Erwachsene findest du garantiert das Richtige. Und ja, wir geben zu, es sind auch ein paar Bücher dabei, die zur Schullektüre gehören – aber gib auch ihnen eine Chance. Es lohnt sich!

Science-Fiction und Medienkritik

1. Die Tribute von Panem

Los geht’s mit „Die Tribute von Panem“, einer spannenden Zukunfts-Trilogie, von der du bestimmt schon gehört hast, vielleicht auch durch die packende Kinoverfilmung mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle. Die Story: In nicht allzu ferner Zukunft regiert ein brutales Regime die durch Kriege und Naturkatastrophen zerstörten Vereinigten Staaten von Amerika. Die verzweifelte Bevölkerung muss mit allen Mitteln um ihr Überleben kämpfen. Jedes Jahr veranstaltet die Regierung die brutalen „Hungerspiele“, aus denen nur eine einzige Person lebend herauskommen kann. Um ihre kleine Schwester zu schützen, nimmt die 16-jährige Katniss an dem Gewaltspiel mit ungewissem Ausgang teil.

2. Erebos

„Dystopien“ nennt man solche Werke, in denen gesellschaftliche Trends der Gegenwart zugespitzt in die Zukunft transportiert werden. So wird vor möglichen dramatischen Entwicklungen gewarnt. Während mit den „Tributen“ das Prinzip der Reality-Shows auf die Spitze getrieben wird, zeigt „Erebos“, wohin unkontrolliertes Gaming führen kann. „Erebos“ ist der Name eines Spiels, das an einer Londoner Schule herumgereicht wird. Wer einmal einsteigt, kommt nicht mehr davon los und befolgt schließlich willenlos die immer krasseren Anweisungen, die das Spiel stellt. Das Perfide: Die Umsetzung dieser Anweisungen geschieht nicht mehr auf der Gaming-Ebene, sondern muss im realen Leben erfolgen.

Erebos: Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2011, Kategorie Preis der Jugendjury
  • Abmessungen: 4 x 12,5 x 19 CM (L x B x H)Gewicht: 541,000 G
  • Poznanski, Ursula (Autor)

Geschichte und Verantwortung

3. Der Junge im gestreiften Pyjama

Kann man das Thema „Holocaust“ in einen spannenden Roman für Teenager packen? Der irische Autor John Boyne hat gezeigt, dass man es kann: In seiner Story „Der Junge im gestreiften Pyjama“ lernt der neunjährige Bruno, Sohn eines SS-Offiziers und Lagerkommandanten, den jüdischen Jungen Schmuel kennen, der im Konzentrationslager lebt. Bruno und Schmuel treffen sich am Zaun des Lagers. Bruno begreift die Situation nicht, sondern hält Schmuels Gefangenenkluft für einen gestreiften Pyjama. Seine Naivität führt schließlich zur Katastrophe. Boynes Buch wurde von der Presse überschwänglich gelobt, erhielt aber auch Kritik. Verharmlosung und Perspektivenverschiebung zwischen Tätern und Opfern wurden ihm gelegentlich vorgeworfen – am besten, du liest das Buch und bildest dir selbst ein Urteil.

4. Die Welle

Ein ganz anderer Versuch, junge Menschen für das Thema Nationalsozialismus zu interessieren, ist „Die Welle“ des US-Schriftstellers Morton Rhue. Das Buch erschien bereits 1981 und spielt an einer amerikanischen High School. Mittlerweile gehört es zu den Klassikern unter den Büchern für junge Erwachsene. Es basiert auf der wahren Geschichte eines Lehrers in den USA, der seiner Klasse mit einem Experiment verdeutlichen wollte, wie leicht man Menschen manipulieren und zu Mitläufern machen kann. Das Jugendbuch liefert schockierende Einsichten über das Böse, das in uns allen schlummert – ein Thema übrigens, das sich ohne weiteres auch auf (Cyber-)Mobbing und andere Methoden fieser Ausgrenzung übertragen lässt.


Schuld und Gewissen

5. Tote Mädchen lügen nicht

Der inhaltliche Übergang zwischen Büchern, die die ganz großen politischen Themen anpacken, und denen, die die Fragen nach Schuld und Gewissen eher im „kleinen“ Alltagsleben abhandeln, ist fließend. In einen spannenden Thriller gepackt hat Autor Jay Asher in „Tote Mädchen lügen nicht“ die Frage nach der Mitverantwortung anderer Menschen am Selbstmord eines jungen Mädchens. Schwere Kost in leichter Verpackung bietet dieser Pageturner – kein Wunder, dass er bereits als Netflix Original verfilmt wurde. Aber das Buch ist noch besser!

Tote Mädchen lügen nicht
  • Asher, Jay (Autor)

6. One Of Us Is Lying

„One Of Us Is Lying“ setzt auf ein ähnliches Storykonzept. Hier geht es um Simon, den tot aufgefundenen Schüler an einer High School, und vier seiner Mitschüler. Alle hatten eine spezielle Verbindung zu ihm, alle hätten ein Mordmotiv gehabt und alle stehen unter Verdacht. Aber wer von ihnen lügt? Ein dramatisches, fesselndes Jugendbuch, das man auch als Erwachsener nicht mehr aus der Hand legen kann.

7. The Hate U Give

Das leider brandaktuelle Thema der Rassendiskriminierung steht im Fokus des amerikanischen Jugendbuchs „The Hate U Give“. Es geht um die 16-jährige Starr, die in einem sozialen Brennpunkt aufgewachsen ist, aber auf eine Privatschule geht, an der sie zu den wenigen People of Color gehört. Der Kontrast zwischen beiden Welten droht sie zu zerreißen. Als ihr Freund Khalil von einem Polizisten getötet wird und die Medien Tag und Nacht darüber berichten, wird sie von der Polizei unter Druck gesetzt. Denn nur Starr weiß, was in der betreffenden Nacht wirklich geschehen ist. Auch dieses Buch ist so spannend geschrieben, dass man es nicht mehr weglegen kann, obwohl es einen zwingt, sich mit harten Themen auseinanderzusetzen. Wie wichtig das ist, sehen wir in den Nachrichten fast jeden Tag, und wir müssen nicht erst mit dem Finger auf die USA zeigen – Rassismus findet auch in Deutschland jeden Tag vor unserer Haustür statt.


Krankheit, Drogen und Tod

8. Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Ein ergreifendes, aber unsentimentales Buch über Krankheit und Tod ist „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green. Es erzählt die Geschichte der Jugendlichen Hazel und Augustus, die sich in einer Selbsthilfegruppe kennenlernen. Beide sind an Krebs erkrankt und haben keine Aussicht auf Heilung. Doch sie feiern ihre Liebe und das Leben, so lange es ihnen noch möglich ist.

9. Am Ende sterben wir sowieso

Auch „Am Ende sterben wir sowieso“ kreist um das Thema Tod, ist aber kein realistischer Roman, sondern eher ein Gedankenexperiment. Zwei junge Männer erhalten unabhängig voneinander die Nachricht, dass sie nur noch 24 Stunden zu leben haben. An diesem letzten Tag ihres Lebens lernen sie sich kennen und erleben zusammen ein tolles Abenteuer, bei dem sie sich auch noch ineinander verlieben. Lohnt sich das alles denn überhaupt, wenn es ohnehin der letzte Tag ihres Lebens ist? Diese Frage stellt das Buch und überlässt mögliche Antworten den Leser:innen.

Am Ende sterben wir sowieso
  • Silvera, Adam (Autor)

10. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Ein Buch, das wahrscheinlich schon deine Mutter gelesen hat, ist „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Das Thema Drogen war nämlich in den 1970er-Jahren genauso aktuell wie heute, und das traurige Schicksal der Hauptfigur Christiane F. zeigt, warum man die Finger von Drogen lassen sollte. Gerade, weil es die authentische Geschichte einer jungen Frau ist und Christiane F. aus ihrer eigenen Sicht erzählt, kommt das Ganze ohne jeden erhobenen Zeigefinger aus. Man versteht, wie leicht und scheinbar harmlos der Einstieg passiert und warum der Ausstieg später wieder so schwer ist. Dabei erfährt man ganz nebenbei noch jede Menge interessanter Facts über die Westberliner Szene von damals und ihre Musik.

 

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Unser Fazit: Auch wenn die Themen hammerhart sind, die Geschichten sind so mitreißend geschrieben, dass du sie am liebsten in einem Rutsch durchlesen würdest. So lernst du quasi „wie nebenbei“ jede Menge Fakten zu Themen, die dir bisher vielleicht schwierig oder langweilig erschienen sind.

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Letzte Aktualisierung am 22.05.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API