Diese 10 feministischen Bücher solltest du unbedingt lesen

Den Feminismus hat die Welt heute nötiger denn je. In Zeiten, in denen der Populismus und rechte Gruppierungen im Aufmarsch sind, droht die Emanzipation der Frau ins Hintertreffen zu geraten. Ein Grund mehr, sich der feministischen Lektüre zu widmen. Im Folgenden stellen wir dir zehn Bücher zur Frauenfrage vor, die jeder am Feminismus Interessierte gelesen haben sollte.

1. Die letzten Tage des Patriarchats

Die letzten Tage des Patriarchats

Dass die 1986 geborene deutsch-polnische Autorin Margarete Stokowski einmal zu einer Verfechterin des Feminismus‘ sein wird, wurde schon mit dem Thema ihrer Abschlussarbeit an der Humboldt-Universität Berlin deutlich. Sie handelte von der bedeutenden französischen Philosophin Frauenrechtlerin Simone de Beauvoir. Ihr 2018 erschienenes Buch „Die letzten Tage des Patriarchats“ enthält Kolumnen und Essays, die sie in Zeitschriften wie taz und Spiegel veröffentlicht hatte. Sie alle kreisen um die Rolle der Frau in der heutigen Welt. Dabei wirft die Autorin auch schon mal einen ironischen Blick auf die Bewegung. Etwa, wenn sie der Frage nachgeht, ob Männer heutzutage den Frauen noch die Tür aufhalten sollten.

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2. Feminist Fight Club. Wie sich Frauen am Arbeitsplatz erfolgreich durchboxen

Feminist Fight Club

Titel und Untertitel dieses Sachbuchs von Jessica Bennett sprechen Bände. Sie signalisieren, dass die Situation der Frau auf dem gesellschaftlichen Parkett der eines Kämpfers bzw. einer Kämpferin in einem Boxring gleicht. Frauen müssen sich noch immer regelrecht durchboxen gegen gesellschaftliche Vorurteile und Ressentiments, um ihre Ziele zu erreichen. Vor allem in der Arbeitswelt sind sie nach wie vor mit subtilen bis hin zu offenkundigen sexistischen Anfeindungen konfrontiert. Doch Bennett plädiert nicht dafür, den Männern per se einen Kinnhaken zu verpassen. Vielmehr gilt es, mit aller Härte Phänomene wie Sexismus und Ungerechtigkeit zu bekämpfen.

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3. Wenn Männer mir die Welt erklären

Wenn Männer mir die Welt erklären

Für die männliche Angewohnheit, den Frauen die Welt zu erklären, gibt es einen aus dem Englischen stammenden Begriff. „Mansplaining“ ist en Kompositum aus den Wörtern „man“ und „explaining“, was nichts anderes heißt als: Der Mann erklärt. Geprägt hat den Begriff die US-amerikanische Autorin Rebecca Solnit mit ihrem Buch „Wenn Männer mir die Welt erklären“. Das 2014 erschienene Werk besteht aus mehreren Essays, die alle um genau dieses Phänomen kreisen: nämlich darum, wie Männer den Frauen unentwegt die Welt zu erklären glauben. Eingehend, nicht selten humorvoll blickt Solnit in den jeweiligen Aufsätzen auch auf andere Ausdrucksformen des Sexismus‘, der im Alltag und im Beruf mal offenkundig, mal subtil in Erscheinung tritt.

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4. Bitch Doktrin

Bitch Doktrin

Laurie Penny wird in den Feuilletons schon mal als wichtigste Feministin der Gegenwart bezeichnet. Erworben hat sie sich den Ruf mit zahlreichen Büchern, in denen sie sich für die Rechte der Frau stark macht und konservative gesellschaftliche Mechanismen kritisch hinterfragt. In ihrem Essay-Band „Bitch Doktrin“ versammelt die Autorin Artikel und Kolumnen, die sie in den Jahren 2014 bis 2016 veröffentlicht hatte. In ihnen deckt sie immer aus einer feministisch-liberalen Perspektive ein breites Themenspektrum ab – angefangen mit dem Phänomen Donald Trump über Kinderkriegen bis hin zum Frauenbild in den Medien und in Hollywood-Filmen. Durch alle Texte zieht sich eine Erkenntnis wie ein roter Faden durch: Sexismus und Frauenfeindlichkeit ist in unseren vermeintlich aufgeklärten westlichen Gesellschaften nach wie vor präsent.

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5. Mehr Feminismus. Ein Manifest und vier Stories

Mehr Feminismus

Die Nigerianerin Chimamanda Ngozi Adichie hat Kommunikations- und Politikwissenschaften sowie Afrikanistik studiert. Internationale Bekanntheit erlangt sie als Autorin von Romanen und Erzählungen. Aber auch als Essayistin zum Thema Feminismus macht sich die 1977 geborene Schriftstellerin einen Namen. Eines ihrer bekanntesten Bücher auf diesem Gebiet ist der Band „Mehr Feminismus. Ein Manifest und vier Stories“. Er enthält den Essay „We Should All Be Feminists“ und vier Erzählungen, in denen sie in gewohnt einfacher und wenig aufdringlicher Sprache das komplexe Thema behandelt. Adichie geht es in ihren Texten nicht um die Darstellung theoretischer Konstrukte. Sie ist vielmehr daran interessiert, wie die Ideen und Forderungen des Feminismus‘ im Alltag umgesetzt werden und sollten.

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6. Ein Zimmer für sich allein

Ein Zimmer für sich allein

Virginia Woolf ist Schöpferin von Romanklassikern wie „Mrs. Dalloway“, „Zum Leuchtturm“ und „Die Fahrt hinaus“. Unsterblich hat sich die britische Schriftstellerin aber auch mit dem berühmten Essay „Ein Zimmer für sich allein“ gemacht, der bis heute zum Standardwerk des Feminismus‘ gehört. Darin umreißt Woolf die repressiven gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen sich bedeutende Autorinnen wie Jane Austen und die Brontë-Schwestern ihren Platz im literarischen Olymp erkämpfen mussten. Der Titel des Textes verweist nicht nur auf einen eigenen Raum etwa in einem Haus, die auch Frauen für das Schreiben von Büchern benötigen. Er symbolisiert auch eine notwendige geistige Unabhängigkeit, um schöpferisch tätig zu sein.

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7. Das Unbehagen der Geschlechter

Das Unbehagen der Geschlechter

Judith Butler ist von Hause aus Philosophin, entsprechend komplex und vielschichtig geraten ihre feministischen Gedanken. Eines ihrer Hauptwerke ist das 1990 erschienene Buch „Das Unbehagen der Geschlechter“. Darin übt sie Kritik an der gesellschaftlich diktierten Geschlechterunterscheidung. Faktoren wie ethnische und kulturelle Zugehörigkeit würden dabei nicht berücksichtigt. Von ihrer Kritik bleibt auch die feministische Forschung nicht aus, die diese Denkweise vorbehaltlos übernommen hat. Mit ihren Studien sorgt Butler bis heute weit über die Fachkreise hinaus für Aufsehen, wo ihre Gedanken immer kontrovers diskutiert werden. Im Jahr 2012 wird die Philosophin mit dem renommierten Theodor-W.-Adorno-Preis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet.

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8. Das andere Geschlecht

Das andere Geschlecht

Die französische Schriftstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir ist eine Ikone des Feminismus‘. Mit ihrem Buch „Das andere Geschlecht“ hat sie ein Standardwerk zum Thema Gleichberechtigung der Geschlechter geschaffen. In der 1949 erschienenen Studie stellt de Beauvoir die zentrale These auf, dass Weiblichkeit ein Konstrukt sei, das hauptsächlich von Männern gemacht ist. Das heißt nichts anderes, als dass unsere Gesellschaften immer und nach wie vor mit den Augen eines Mannes auf die Frau blicken würden. Eine Frau werde nicht als Frau geboren, sondern von den Männern zu einer solchen gemacht. Sie ist also aus Sicht des die Welt erklärenden Mannes das „andere Geschlecht“, das in Abhängigkeit zum Mann steht.

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9. Der Report der Magd

Der Report der Magd

„Der Report der Magd“ ist ein Klassiker der feministischen Literatur – verfasst von der ebenso klugen wie erfolgreichen kanadischen Schriftstellerin Margaret Atwood. Der 1985 veröffentlichte Roman ist in den USA der nahen Zukunft angesiedelt. Die meisten Menschen sind nach einer nuklearen Katastrophe unfruchtbar. Eine christlich-fundamentalistische Gruppe hat erfolgreich den Staatsstreich gewagt. Die Macht befindet sich seitdem in den Händen eines Diktators. Zu seinen größten Opfern zählen Frauen, die entrechtet und ganz dem Mann untergeordnet wurden. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht einer Magd, die für einen Militär und dessen unfruchtbare Frau ein Kind austragen muss. „Der Report der Magd“ wurde 1990 von Volker Schlöndorff verfilmt. Populärer als „Die Geschichte der Dienerin“ ist die gleichnamige Serie von Hulu.

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10. Bad Feminist

Bad Feminist

„Bad Feminist“ aus dem Jahr 2014 ist eine Sammlung von Essays, die alle um die Stellung der Frau in der modernen Gesellschaft kreisen. In einem übergeordneten Sinne ging es Roxanne Gay in den einzelnen Texten um grundlegende Fragen wie Menschlichkeit und Empathie, wie die Autorin in einem Interview selbst sagte. Gay veröffentlichte nach dem Bestseller weitere Bücher, die Aufmerksamkeit erregten. Eine nachhaltige Wirkung hatte auch ihr 2017 erschienenes Buch „Hunger: A Momoir of (My) Body, das in Deutschland unter dem Titel „Hunger: Die Geschichte meines Körpers“ erschien. Es handelt von der Essstörung der Autorin.

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Fotos: Bits and Splits / stock.adobe.com; PR Verlage / Amazon