Bittertropfen: Helfen Bitterstoffe beim Abnehmen?

Bitter ist die wohl am wenigsten erforschte der vier allgemein anerkannten Geschmacksrichtungen. Wenn Lebensmittel einen bitteren Geschmack haben, dient dieser in der Regel als Warnung: Mithilfe von Bitterstoffen schützen sich Pflanzen vor Fressfeinden.

Doch für den menschlichen Körper sind ebendiese Pflanzen überaus gesund: Artischocken, Rucola, Chicorée, Spargel und Oliven – sie alle schmecken leicht bitter und sollten dennoch unbedingt regelmäßig auf den Teller kommen.

Um die wohltuende Wirkung von Bitterstoffen weiß die Menschheit schon seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden: Aus bitteren Kräutern gewonnene Tinkturen und Liköre werden in der Naturheilkunde als Arzneimittel eingesetzt. Sie sollen die Verdauung fördern und sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Natürlich stellt sich in diesem Zusammenhang oft die Frage, ob man denn mit Bitterstoffen auch abnehmen kann? Hier erfährst du alles über Bitterstoffe und wie sie dir im Kampf gegen die Pfunde behilflich sein können.

Warum Bitterstoffe wichtig sind

Unsere Vorfahren kamen regelmäßig in den Genuss bitterer Lebensmittel. Dank fortgeschrittener Technologien in der Lebensmittelindustrie lassen sich selbst traditionell bitter schmeckende Lebensmittel wie Wirsing, Brokkoli oder Grapefruit heutzutage jedoch kaum noch als bitter bezeichnen. Dabei sind es gerade Bitterstoffe, die für die Gesundheit eine sehr wichtige Rolle spielen.

Fast überall im menschlichen Körper sind Rezeptoren für Bitterstoffe angesiedelt. Treffen Bitterstoffe auf diese Rezeptoren, entwickeln sie eine entzündungshemmende Funktion. So lässt sich beispielsweise mit Bitterstoffen gegen Asthma vorgehen, da auch in den Bronchien die entsprechenden Rezeptoren vorhanden sind.

Die wichtigste Eigenschaft von Bitterstoffen jedoch ist ihre verdauungsfördernde Wirkung. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie sowohl in der chinesischen als auch in der indischen und europäischen Volksheilkunde zur Regulierung der Leberfunktion eingesetzt werden.

Warum viele Menschen bittere Lebensmittel meiden

Noch nicht allzu lange ist es her, da standen bittere Lebensmittel fast täglich auf dem Speiseplan. Mittlerweile werden Bitterstoffe aus vielen Obst- und Gemüsesorten herausgezüchtet, sodass selbst der Verzehr von ehemals bitteren Lebensmitteln nicht die gewünschte Wirkung hat.

Darüber hinaus legen heutzutage die meisten Menschen eine Neigung zu Süßem an den Tag und versuchen bei jeder Gelegenheit, den bitteren Geschmack bestimmter Lebensmittel durch Süßungsmittel zu neutralisieren. Das geschieht beispielsweise beim Kaffee, der mit Zucker, Milch oder Schlagsahne verfeinert wird, um den bitteren Geschmack zu verdecken. Sogar die geschmacklichen Eigenschaften von Grüntee werden nach demselben Prinzip verändert.

Die Folge davon ist, dass die meisten Menschen bitteren Lebensmitteln nichts abgewinnen können. Es ist nämlich schon längst bekannt, dass sich der Körper nur nach und nach an Bitterstoffe gewöhnt. Wenn du jedoch regelmäßig bittere Lebensmittel zu dir nimmst, tust du etwas Gutes für deine Verdauung und gewöhnst deinen Körper an den Geschmack.

Bitterstoffe als Gegenspieler des Zuckers

Allgemein wird angenommen, dass salzige Lebensmittel den Gegenpol zu Süßem bilden. Dabei sind es in Wahrheit die Bitterstoffe, die als Pendant zum Zucker fungieren. Bitterstoffe bremsen den Heißhunger auf Süßes und sorgen dafür, dass vermehrt Verdauungssäfte produziert werden. Statt sie zu zerstören, schützen Bitterstoffe die Zellen vor schädlichen Einflüssen.

Der bittere Geist: vom Digestif bis zum Cocktail

Beim Digestif handelt es sich wortwörtlich um einen Verdauungsschnaps. Der Brauch, eine üppige Mahlzeit mit einem Kräuterschnaps abzurunden, ist inzwischen eher in den Hintergrund gerückt. Doch das Prinzip der Bitterstoffe als Verdauungsanreger lässt sich auch hier nachverfolgen.

Trester- und Obstbrände wie Cognac oder Calvados werden oft als Digestif eingesetzt, darüber hinaus gibt es auch spezielle Kräuterliköre wie Chartreuse oder Sambuca, die denselben Effekt aufweisen.

Zu den verdauungsfördernden Cocktails gehört beispielsweise der „Rusty Nail“, ein Mix aus Whiskey und Drambuie, einem schottischen Whiskey-Likör mit Kräutern und Honig.

Allerdings kann der Alkohol ganz schön auf den Magen schlagen. Deshalb empfiehlt es sich, statt eines Digestifs lieber Bittertropfen oder -kapseln einzunehmen.

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Wie helfen Bitterstoffe beim Abnehmen?

Viele Lebensmittel, die Bitterstoffe enthalten, sind auch überaus kalorienarm. Dazu gehören zahlreiche Kräuter und Gemüsesorten. Doch auch Obst wie Grapefruit fällt in diese Kategorie und zählt zu den klassischen Diätspeisen. Bitterstoffe kurbeln die Verdauung sowie die Fettverbrennung an, außerdem wirken sie wie eine Hungerbremse.

Wenn du also mit einem Frühstück aus einer halben Grapefruit und Kaffee in den Tag startest, kannst du dir spätere Heißhungerattacken vom Leib halten.

Welche Bitterstoffe gibt es?

Bitterstoffe zeichnen sich durch ihren bitteren Geschmack aus. Hier ist es mit den Ähnlichkeiten auch schon vorbei, denn die Gruppe der Bitterstoffe ist alles andere als einheitlich. Die bitterste natürliche Substanz ist Amarogentin – ein Bitterstoff, der in der Wurzel des Gelben Enzians enthalten ist. Enzian wird deshalb gern als Zutat in Magenbittern verwendet.

Wie kann man mehr Bitterstoffe zu sich nehmen?

Versuche, deinen Speiseplan um bittere Lebensmittel zu erweitern. Du kannst mit der morgendlichen Grapefruit beginnen oder Gemüse wie Mangold, Wirsing und Artischocken wählen, um deine Mittagsmahlzeiten interessanter zu gestalten. Auch in Grüntee sind Bitterstoffe enthalten. Deshalb empfiehlt es sich, nach dem Essen eine Tasse des aus Asien stammenden Gebräus zu trinken.

In der Regel enthalten Obst- und Gemüsesorten aus biologischem Anbau mehr Bitterstoffe als ihre Artgenossen aus dem Supermarkt. Beginne mit kleinen Veränderungen, um deinen Körper und deine Geschmacksnerven an die Bitterstoffe zu gewöhnen.

Grapefruit sorgt für eine schlanke Linie

Nicht ohne Grund gehört die halbe Grapefruit zu den Klassikern sämtlicher Diätpläne. Studien zufolge verhilft einem die bittere Frucht tatsächlich zu einer schlanken Linie.

Bei einer in den USA durchgeführten Studie konnte belegt werden, dass Teilnehmer, die morgens eine halbe Grapefruit aßen oder ein Glas Grapefruitsaft tranken, im Schnitt anderthalb Kilo verloren, wohingegen sich das Gewicht der Kontrollgruppe nicht veränderte.

Bittertropfen: Was sie sind und wie du sie einnimmst

Weder Lust noch Zeit zu kochen? Dann greifst du am besten zu Bittertropfen. Bei diesen handelt es sich um ein Konzentrat aus den Bitterstoffen verschiedener Pflanzen. Bittertropfen sollten vor jeder Mahlzeit oder bei Heißhungerattacken eingenommen werden.

Im Laufe der Jahre haben zahlreiche Studien belegt, dass Menschen, die regelmäßig bittere Lebensmittel zu sich nehmen, seltener an Übergewicht leiden. Da es jedoch nicht immer einfach ist, bittere Lebensmittel in den Speiseplan aufzunehmen, stellen natürliche Bittertropfen eine ausgezeichnete Alternative dar.

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Kann man mit Bittertropfen abnehmen?

Wenn du nun denkst, mit der Einnahme von Bittertropfen würden die Kilos von alleine purzeln, hast du falsch gedacht. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und Sport sind nach wie vor wichtig, um den überschüssigen Pfunden den Garaus zu machen.

Allerdings dienen Bittertropfen dazu, den Heißhunger auf Süßes zu unterdrücken. Gerade Heißhungerattacken, die zu einem übermäßigen Verzehr von Schokolade, Kuchen und Co. führen, sind oft für das Übergewicht verantwortlich. Bittertropfen sorgen dafür, dass sich die Lust nach Süßem gar nicht erst einstellt.

Bittertropfen können dir auch bei Feiern oder anderen öffentlichen Anlässen behilflich sein. Wenn sich der Tisch unter einer Fülle von Leckereien biegt, fällt es oftmals schwer, den Verlockungen zu widerstehen. Ein paar Bittertropfen dämmen den Appetit und sorgen dafür, dass du dich nicht übermäßig am Buffet bedienst. Da es sich bei Bittertropfen um natürliche Extrakte handelt, sind sie völlig unbedenklich.

Wann sollte man Bittertropfen einnehmen?

Bittertropfen sollten rund eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit eingenommen werden, um den Appetit herunterzukurbeln. Nimm die Tropfen jedoch nicht direkt vor der Mahlzeit ein, da dann die Gefahr besteht, dass du gar nichts essen kannst.

Bei Hungerattacken ist jedoch schnelles Handeln gefragt: Sobald sich der Jieper auf Süßes bemerkbar macht, greifst du ganz einfach zu deinem Fläschchen mit Bittertropfen.

Da Bitterstoffe die Verdauung anregen, kannst du Bittertropfen auch nach einer Mahlzeit einnehmen. Dies ist vor allem dann empfehlenswert, wenn du über die Stränge geschlagen und allzu viel gegessen hast. Die Bittertropfen helfen nämlich auch, das Völlegefühl zu mindern.

 

Fotos: barmalini / stock.adobe.com; PR / Amazon