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The Bear: King of the Kitchen: Ein letztes Wiedersehen mit Carmy und seinem Signature Look!  

Disney+ serviert das Dessert! Am 26. Juni startet die fünfte und finale Staffel „The Bear: King of the Kitchen“ exklusiv auf Disney+ und den Fans schmeckt es. Mit der Serie wurde Chef Carmy weltberühmt und für seinen ikonischen Serienlook gefeiert. Wer neben Darsteller Jeremy Allen White auch noch T-Shirt-Geschichte schrieb:

James Dean

Sein Look aus Jeans, weißem T-Shirt und Lederjacke wurde zum Sinnbild jugendlicher Rebellion. Besonders mit dem Film“ Rebel Without a Cause“ wird dieser Stil verbunden.


 

Marlon Brando

In „A Streetcar Named Desire“ machte er ein enganliegendes weißes T-Shirt zu einem weltweiten Männlichkeits- und Stil-Statement.


 

Steve McQueen

Kaum jemand verkörperte mühelose Coolness so sehr wie McQueen. Ein weißes T-Shirt, Chinos oder Jeans und eine Sonnenbrille reichten für einen legendären Look. Er etablierte das weiße Shirt als Fashion-Must-Have.


 

Jennifer Aniston

Als moderne Stil-Ikone wurde sie häufig für ihren cleanen, zeitlosen Look gelobt. Weißes T-Shirt, Jeans und schlichtes Styling gehören zu ihren bekanntesten Fashion-Signatures. So lieben die Fans sie auf dem „Friends-Sofa“.


 

Jeremy Allen White

Seit Jeremy Allen White in „The Bear“ ein weißes T-Shirt aus Deutschland trug, ist ein wahrer Hype ausgebrochen. Der „Chef“ wird seitdem für seinen ikonischen Look feiert und zeigt wie cool ein simpler Look sein kann.


 

Zum Staffelfinale verlosen wir zwei Merz b. Schwanen Shirts in Größe M sowie zwei limitierte Kochbücher zur Serie.

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Die fünfte und finale Staffel der FX Serie „The Bear: King of the Kitchen“ setzt am Morgen nach einer Hiobsbotschaft an: Sydney Adamu (Ayo Edebiri), Richard „Richie“ Jerimovich (Ebon Moss-Bachrach) und Natalie „Sugar“ Berzatto (Abby Elliott) haben erfahren, dass Carmen „Carmy“ Berzatto (Jeremy Allen White) die Gastronomie aufgegeben und ihnen das Restaurant überlassen hat. Während sie plötzlich die Verantwortung für das Restaurant tragen, kämpfen sie mit finanziellen Problemen, der drohenden Veräußerung und einem gewaltigen Sturm. Gemeinsam mit dem verbliebenen Team setzen sie alles auf die letzte Schicht – in der Hoffnung, endlich einen Michelin-Stern zu erhalten. Letztlich erkennen sie, dass das „perfekte“ Restaurant vielleicht weniger eine Frage des Essens ist als eine Frage der Menschen.

Zum Cast zählen außerdem Lionel Boyce, Liza Colón-Zayas und Matty Matheson sowie Ricky Staffieri, Oliver Platt, Will Poulter und Jamie Lee Curtis in wiederkehrenden Rollen.

Kreiert wurde „The Bear: King of the Kitchen” von Christopher Storer, der gemeinsam mit Josh Senior, Cooper Wehde, Tyson Bidner, Matty Matheson, Hiro Murai und Rene Gube als Executive Producer fungiert. Courtney Storer fungiert als kulinarische Produzentin. Produziert wird die Serie von FX Productions.

 

Jetzt am Gewinnspiel teilnehmen –
Versuche dein Glück!

* erforderlich










Ich akzeptiere die Teilnahmebedingungen **

 

** Teilnahmebedingungen:

Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen Personen mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz außer Mitarbeitern der beteiligten Firmen und deren Angehörigen. Die Gewinner werden unter allen Einsendern der richtigen Lösung durch das Los ermittelt und anschließend per E-Mail benachrichtigt. Eine Barauszahlung des Gewinnwertes ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich möchte den ajoure.de Newsletter abonnieren und bin damit einverstanden, dass ich per E-Mail über Angebote der Ajouré GmbH & Co. KG informiert werde. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen.

Teilnahmeschluss ist der 20.07.2026.

 

Fotos: Disney PR; Merz b. Schwanen

Digitale Produkte erstellen: Was wirklich funktioniert und was du realistisch verdienen kannst

Frau entwickelt digitale Produkte am Laptop in einem kreativen Studio

Digitale Produkte gelten als das ideale passive Einkommen: einmal erstellen, immer wieder verkaufen, ohne Lager, Versand oder Produktionskosten. Das stimmt – aber nur zur Hälfte. Dieser Artikel zeigt, was digitale Produkte wirklich sind, welche Typen tatsächlich funktionieren, wie viel du realistisch verdienen kannst und warum „passiv“ der falsche Begriff dafür ist.

Was sind digitale Produkte?

Digitale Produkte sind Dateien oder Zugänge, die digital ausgeliefert werden – ohne physische Produktion, ohne Versand, ohne Lager. Du erstellst sie einmal und kannst sie unbegrenzt oft verkaufen.

Die wichtigsten Kategorien:

  • E-Books und Guides: PDF-Dokumente mit Wissen, Anleitungen oder Ratschlägen. Vom Rezeptbuch bis zum Business-Guide.
  • Templates und Vorlagen: Canva-Designs, Excel-Sheets, PowerPoint-Präsentationen, Notion-Templates, Figma-Dateien – vorgefertigte Strukturen, die andere anpassen.
  • Online-Kurse: Video- oder textbasierte Kursformate, die Wissen strukturiert vermitteln. Von einer einstündigen Einheit bis zum mehrteiligen Programm.
  • Printables: Druckvorlagen – Planer, Kalender, To-do-Listen, Bullet-Journal-Seiten, Lernmaterialien. Besonders beliebt auf Etsy.
  • Presets und Filters: Lightroom-Presets, VSCO-Filter, Photoshop-Actions – für Fotografinnen und Content Creators.
  • Stockfotos und Grafiken: Eigene Fotos, Illustrationen oder Icons, die andere für ihre Projekte lizenzieren.
  • Audio und Musik: Soundeffekte, Hintergrundmusik, Meditationsaufnahmen, Podcast-Intros.
  • Software und Tools: Apps, Plugins, Scripts, Spreadsheet-Automatisierungen – technisch anspruchsvoller, aber oft sehr gut vergütet.

Was all diese Kategorien gemeinsam haben: Sie brauchen am Anfang Zeit und Arbeit – und dann potenziell nicht mehr.

Welche digitalen Produkte funktionieren wirklich?

Die ehrliche Antwort: Es kommt auf die Kombination aus echtem Problem, klarer Zielgruppe, Qualität und Vermarktung an – nicht auf den Produkttyp allein.

AJOURE´-Realitätscheck

Starte nicht mit der Produktidee. Starte mit dem Problem.

Digitale Produkte verkaufen sich nicht, weil sie schön gestaltet sind. Sie verkaufen sich, wenn sie einer bestimmten Frau ein konkretes Problem schneller, einfacher oder klarer lösen.

Bevor du also 40 Stunden in ein Workbook steckst, schreibe einen Satz auf: „Dieses Produkt hilft [Zielgruppe], [Problem] zu lösen, damit [Ergebnis].“ Wenn dieser Satz nicht sitzt, ist das Produkt noch nicht reif.

Templates und Printables haben die niedrigste Einstiegshürde und funktionieren auf Etsy besonders gut, weil die Plattform bereits Traffic hat. Gute Canva-Templates für Social-Media-Content, Bewerbungsunterlagen oder Hochzeitsplanung verkaufen sich konstant. Herausforderung: viel Konkurrenz, Preise oft niedrig (5 bis 25 Euro), und du brauchst viele Verkäufe für nennenswerte Einnahmen.

Online-Kurse haben das höchste Einkommenspotenzial – aber auch den höchsten Aufwand in der Erstellung und Vermarktung. Ein Kurs für 97 Euro, der 20 Mal pro Monat verkauft wird, bringt 1.940 Euro – das klingt gut. Aber bis dahin liegt viel Arbeit: Inhalt strukturieren, aufnehmen, produzieren, eine Zielgruppe aufbauen, die kauft. Ohne bestehende Reichweite dauert das Monate.

E-Books funktionieren gut als Ergänzungsprodukt – als günstiger Einstieg in ein Thema, das du tiefer als Kurs anbietest. Als alleiniges Produkt sind die Margen bei Plattformgebühren dünn, wenn der Preis unter 15 Euro liegt.

Notion-Templates sind gerade sehr gefragt – besonders für Produktivität, Content-Planung und Freelance-Business-Organisation. Wer Notion gut kennt und sauber designen kann, hat hier eine echte Nische.

Presets und visuelle Assets funktionieren gut, wenn du bereits eine Reichweite in einer Community hast (Instagram, Pinterest, YouTube). Kalt ohne Follower zu starten, ist schwierig.

Was verdienst du damit realistisch?

Hier ist die Wahrheit, die in den meisten Artikeln fehlt:

In den ersten Monaten wirst du wahrscheinlich wenig verdienen. Nicht weil das Modell nicht funktioniert, sondern weil digitale Produkte Zeit brauchen, um gefunden zu werden. Etsy-Shops ohne Bewertungen verkaufen kaum. Kurse ohne Zielgruppe verkaufen nichts. E-Books ohne Traffic erreichen niemanden.

Realistische Einordnung nach Phase:

  • Monat 1–3: 0 bis 200 Euro – du lernst, was funktioniert, baust erste Verkäufe auf, sammelst Bewertungen.
  • Monat 4–9: 100 bis 600 Euro – wenn du konsistent neue Produkte hinzufügst, SEO optimierst und aktiv vermarktest.
  • Ab Jahr 2: 500 bis mehrere Tausend Euro möglich – aber nur, wenn du in Reichweite investiert hast (eigener Newsletter, organische Reichweite auf einer Plattform, gutes SEO).

Auf Marktplätzen gilt meist eine harte Verteilung: Einige wenige Shops erzielen sehr gute Umsätze, viele kleine Shops bleiben lange niedrig. Dasselbe gilt für Kurse und E-Books ohne eigene Reichweite.

Das bedeutet nicht, dass es sich nicht lohnt – aber es bedeutet, dass du realistische Erwartungen brauchst und bereit sein musst, langfristig zu denken.

Wo verkaufst du digitale Produkte?

Etsy ist der einfachste Einstieg für Printables, Templates und visuelle Produkte. Die Plattform bringt Traffic – du brauchst keine eigene Reichweite. Gebühren: 0,20 Dollar Einstellgebühr pro Artikel, 6,5 Prozent Transaktionsgebühr plus Zahlungsgebühren. Unterm Strich bleiben rund 70 bis 80 Prozent des Verkaufspreises.

Gumroad ist ideal für E-Books, Kurse und Software. Einfach, keine Grundgebühr, 10 Prozent Gebühr im kostenlosen Tarif (bei Pro-Abo günstiger). Du kannst deine eigene Zielgruppe direkt ansprechen, ohne Plattform-SEO zu brauchen.

Digistore24 und Elopage sind deutsche Plattformen mit DSGVO-Konformität aus der Box, auf Deutsch und beliebt im DACH-Raum – besonders für Kurse und digitale Produkte mit Affiliate-Programm. Digistore24 erhebt keine monatliche Grundgebühr, dafür Provisionen pro Verkauf (zwischen 7,9 und 9,9 Prozent plus Zahlungsgebühren).

Teachable, Podia und Kajabi sind Kursplattformen mit eigenem Branding. Sie kosten monatlich (ab ca. 30 Euro), bieten aber dafür vollständige Kursinfrastruktur, Community-Features und Zertifikate.

Eigene Website mit WooCommerce oder Easy Digital Downloads bietet die meiste Kontrolle und die niedrigsten laufenden Gebühren – erfordert aber technisches Know-how oder Budget für Setup.

Empfehlung für den Einstieg: Starte auf einer Plattform, die Traffic mitbringt (Etsy für Visuelle Produkte, Digistore24 für Kurse im DACH-Raum) und baue parallel eine eigene E-Mail-Liste auf.

Wie erstellst du digitale Produkte ohne Technik-Vorkenntnisse?

E-Books und Guides: In Google Docs oder Canva schreiben, als PDF exportieren. Canva hat fertige E-Book-Templates, die professionell aussehen. Zeitaufwand: je nach Umfang 5 bis 40 Stunden.

Templates und Printables: Canva ist das Standard-Tool – kostenlos nutzbar, intuitive Bedienung, riesige Template-Auswahl als Startpunkt. Für Notion-Templates brauchst du Notion (kostenloser Plan reicht). Zeitaufwand pro Template: 2 bis 10 Stunden.

Online-Kurse: Screencast-Software (Loom ist kostenlos), ein gutes Mikrofon (ab 50 Euro) und eine Kursplattform reichen für den Start. Kein Video-Profi nötig. Zeitaufwand: 20 bis 100 Stunden für einen Kurs mit 2 bis 5 Stunden Inhalt – inklusive Skript, Aufnahme, Schnitt.

Wichtig: Starte mit dem einfachsten Produkt, das echten Nutzen liefert. Ein klares, gut gemachtes 10-Euro-Template schlägt ein halbfertiges 50-Euro-E-Book jedes Mal.

Was kostet der Einstieg?

Digitale Produkte sind eines der wenigen Business-Modelle, das fast ohne Startkapital funktioniert. Realistische Kosten:

  • Canva Pro: 0 Euro (kostenlose Version reicht für den Start) oder 13 Euro/Monat für Pro-Features
  • Etsy-Shop eröffnen: 0 Euro Grundgebühr, 0,20 Dollar pro eingestelltem Artikel
  • Gumroad oder Digistore24: 0 Euro Grundgebühr
  • Mikrofon für Kurse: ab 50 Euro (z. B. Blue Snowball)
  • Eigene Domain und Hosting (optional): 50 bis 150 Euro/Jahr

Du kannst sehr günstig starten. Was du brauchst, ist vor allem Zeit, ein klares Problem und eine realistische Vermarktung – keine teuren Tools und kein Kurs über Kurse.

Die ehrliche Wahrheit über „passives Einkommen“

Digitale Produkte sind kein passives Einkommen im Wortsinne. Sie sind skalierbare Arbeit: Du arbeitest einmal, um das Produkt zu erstellen – aber dann musst du es vermarkten, aktuell halten und erweitern, wenn es langfristig Geld bringen soll.

Was wirklich passiv ist: der Verkauf nachts, am Wochenende, während du im Urlaub bist. Aber das setzt voraus, dass du vorher Reichweite aufgebaut hast – durch Content, SEO, Newsletter oder Empfehlungen. Und das ist Arbeit.

Die ehrlichste Einschätzung: Digitale Produkte eignen sich sehr gut als Nebeneinkommen neben einer Haupttätigkeit. Als sofortiger Einkommensersatz ohne bestehende Zielgruppe sind sie eine langfristige Investition – nicht ein schneller Geldfluss.

Typische Fehler beim Start

Das falsche Produkt für die falsche Zielgruppe: Wer etwas erstellt, das niemanden interessiert, verkauft nichts – egal wie gut es gemacht ist. Validiere dein Produkt, bevor du 40 Stunden investierst: Gibt es eine Nachfrage? Suchst du auf Etsy oder Google und findest ähnliche Produkte, die Bewertungen haben? Das ist ein gutes Zeichen.

Zu günstiger Preis: Viele starten mit 2 bis 3 Euro aus Unsicherheit. Das ist fast nie sinnvoll – weder für deine Einnahmen noch für die Wahrnehmung des Produkts. Ein E-Book für 12 Euro kann Wert signalisieren, wenn Nutzen, Umfang und Positionierung stimmen. Ein Preis von 1,99 Euro wirkt dagegen schnell wie Wegwerfinhalt – und lässt dir kaum Spielraum für Aufwand, Support oder Plattformgebühren.

Kein Marketing: Wer ein Produkt hochlädt und wartet, wartet oft vergeblich. Reichweite kommt nicht von selbst. Eine simple Strategie: ein Pinterest-Board mit Pins zu deinem Produkt, ein Instagram-Post pro Woche zum Thema, oder gezielte Etsy-SEO-Optimierung. Irgendetwas muss Traffic bringen.

Zu viele Produkte gleichzeitig: Zehn mittelmäßige Produkte verkaufen schlechter als zwei wirklich gute. Starte klein und optimiere, bevor du erweiterst.

Rechtliche Grundlagen ignorieren: Auch digitale Produkte brauchen ein Impressum, eine Datenschutzerklärung und ggf. eine korrekte Rechnung. Wer in Deutschland verkauft, unterliegt deutschem Recht – auch auf internationalen Plattformen wie Etsy.

Deine nächsten Schritte

Diese Woche: Entscheide dich für einen Produkttyp und eine Plattform. Recherchiere 10 Minuten auf Etsy oder Gumroad, was in deiner Nische bereits existiert und wie viele Bewertungen die Bestseller haben.

In den nächsten zwei Wochen: Erstelle ein erstes einfaches Produkt. Nicht das perfekte – das erste. Wenn du später ein eigenes Angebot sauber verkaufen möchtest, findest du im AJOURE´ Store Beispiele für einfache digitale Produktseiten. Lade es hoch und schreib eine klare, ehrliche Produktbeschreibung mit den Suchbegriffen, die deine Zielgruppe wirklich nutzt.

Wenn du dich breiter aufstellen willst: Digitale Produkte lassen sich gut mit Freelancing oder einer Virtual-Assistenz-Tätigkeit kombinieren. Wie das zusammenpassen kann, zeigt dir der AJOURE´ Nebeneinkommen-Überblick.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Gewerbeanmeldung, wenn ich digitale Produkte verkaufe?

In Deutschland gilt: Wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht verkauft, betreibt ein Gewerbe – auch digital. Das bedeutet: Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt (15 bis 60 Euro einmalig) und steuerliche Erfassung beim Finanzamt. Die Kleinunternehmerregelung kann den Einstieg vereinfachen, wenn du die aktuellen Umsatzgrenzen einhältst. Seit 2025 gilt: im Vorjahr höchstens 25.000 Euro Umsatz und im laufenden Jahr höchstens 100.000 Euro. Einnahmen musst du trotzdem versteuern.

Kann ich Canva-Designs als eigene Templates verkaufen?

Ja, unter bestimmten Bedingungen. Canva kann für Templates genutzt werden, aber die Lizenzbedingungen sind wichtig: Du darfst Canva-Inhalte nicht einfach als eigenständige Dateien weiterverkaufen. Prüfe vor dem Verkauf genau, ob dein Template-Modell zu den aktuellen Canva-Lizenzen passt. Die Canva-Nutzungsbedingungen solltest du vor dem Start lesen – sie wurden in den letzten Jahren mehrfach angepasst.

Wie schütze ich meine digitalen Produkte vor Raubkopien?

Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Was hilft: Wasserzeichen bei Grafiken, PDF-Passwortschutz bei E-Books (schreckt ab, hält Entschlossene nicht auf), und eine klare Nutzungslizenz im Produkt. Die meisten Käuferinnen sind ehrlich – der Aufwand für starken Kopierschutz übersteigt oft den tatsächlichen Schaden durch Raubkopien.

Was ist der Unterschied zwischen Digistore24 und Gumroad?

Digistore24 ist auf den DACH-Markt ausgerichtet, verarbeitet die Mehrwertsteuer automatisch, bietet integrierte Affiliate-Programme und ist bei deutschen Kundinnen bekannt. Gumroad ist international, einfacher in der Handhabung und besonders gut für Englischsprachige Zielgruppen geeignet. Für den deutschen Markt kann Digistore24 sinnvoll sein, wenn du Affiliate-Strukturen, DACH-Zahlungslogik und deutsche Nutzerführung brauchst. Für einfache internationale Downloads kann Gumroad schlanker sein.

Quellen

Marktentwicklung digitale Produkte und E-Learning: Statista – Umsatz im Segment E-Learning in Deutschland 2023. Verfügbar unter: statista.com

Etsy-Verkaufsgebühren und Richtlinien: Etsy Seller Handbook – Fees & Payments Policy. Verfügbar unter: etsy.com/legal/fees

Canva-Nutzungsbedingungen für kommerzielle Nutzung: Canva – Free Media License Agreement und Content License Agreement. Verfügbar unter: canva.com/policies/content-license-agreement

Gumroad-Gebührenmodell: Gumroad Pricing. Verfügbar unter: gumroad.com/pricing

Digistore24-Gebührenstruktur: Digistore24 Preise und Konditionen. Verfügbar unter: digistore24.com

Gewerbesteuer-Freibetrag und Kleinunternehmerregelung: Bundesministerium der Finanzen – Informationen für Selbstständige. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html

Foto: KI

Freelancerin werden: Der ehrliche Leitfaden für den Start

Freelancerin arbeitet konzentriert am Laptop im Homeoffice

Freelancerin werden klingt nach Freiheit – und das ist es auch. Aber Freiheit ohne Struktur wird schnell zu Chaos. Dieser Artikel zeigt, was Freelancing in Deutschland wirklich bedeutet, welche Bereiche sich für den Einstieg eignen, wie du die ersten Kunden findest und was du dabei realistisch verdienen kannst.

Ohne Hype. Ohne Erfolgsversprechen. Mit echten Zahlen.

Was bedeutet Freelancerin – und was nicht?

„Freelancerin“ ist kein rechtlich geschützter Begriff. Im deutschen Steuer- und Gewerberecht gibt es zwei Kategorien, die für selbstständige Arbeit relevant sind: Freiberuflerin und Gewerbetreibende.

Freiberuflerinnen üben bestimmte, gesetzlich definierte Tätigkeiten aus – etwa als Journalistin, Übersetzerin, Journalistin, Übersetzerin, Designerin, Lehrerin, Psychologin oder Beraterin – je nach konkreter Tätigkeit und Einordnung durch das Finanzamt (§ 18 EStG). Sie melden kein Gewerbe an, zahlen keine Gewerbesteuer und reichen beim Finanzamt lediglich Anlage S ein.

Gewerbetreibende üben kaufmännische oder handwerkliche Tätigkeiten aus, die nicht unter § 18 EStG fallen. Sie melden ein Gewerbe beim Gewerbeamt an und reichen Anlage G ein. Dafür gilt der Gewerbesteuer-Freibetrag von 24.500 Euro.

Im Alltag nennen sich viele einfach „Freelancerin“ – egal ob freiberuflich oder gewerblich. Wenn du unsicher bist, welche Kategorie zu dir passt, kläre das beim Finanzamt oder mit steuerlicher Beratung. Es lohnt sich, das von Anfang an richtig zu machen.

Für welche Bereiche eignet sich Freelancing?

Freelancing funktioniert überall dort, wo Aufgaben projektweise oder auf Stundenbasis vergeben werden und kein fester Anwesenheitsort nötig ist. Besonders starke Nachfrage gibt es derzeit in diesen Bereichen:

  • Text und Content: Artikel, Website-Texte, Newsletter, Social-Media-Content, Lektorat, Übersetzung
  • Design und Kreatives: Grafikdesign, Canva-Templates, Branding, Illustrationen, Video-Editing
  • Marketing und Social Media: Community Management, Pinterest-Strategie, E-Mail-Marketing, SEO
  • IT und Technik: Webdesign, WordPress-Pflege, App-Entwicklung, Datenbankarbeit
  • Beratung und Coaching: Business-Coaching, HR-Beratung, Finanzbildung, Business-Finanzplanung, Karriereberatung
  • Virtuelle Assistenz: E-Mail-Management, Recherche, Projektorganisation, Kundenkommunikation
  • Bildung und Training: Online-Kurse, Workshops, Nachhilfe, Unternehmensschulungen

Die Faustregel: Wenn du eine Fähigkeit hast, die jemand anderem Zeit oder Probleme erspart, gibt es dafür einen Markt. Die Frage ist nicht ob, sondern wie du sie positionierst.

Was verdient eine Freelancerin realistisch?

Stundensätze für Freelancerinnen in Deutschland variieren stark – je nach Bereich, Erfahrung und Spezialisierung:

  • Einsteigerin ohne Portfolio: 20 bis 40 Euro pro Stunde. Wer erst anfängt und wenig nachweisbare Erfahrung hat, muss sich den Markt erst erarbeiten.
  • Mit 1–2 Jahren Erfahrung: 40 bis 75 Euro pro Stunde. Eine klare Nische und erste Referenzen machen den Unterschied.
  • Spezialisiert oder beratend: 75 bis 150 Euro pro Stunde. IT, Unternehmensberatung, spezialisierte Marketing-Beratung oder juristische Tätigkeiten liegen oft in diesem Bereich.

Wichtig: Diese Zahlen sind Bruttostundensätze. Davon gehen Steuern, Sozialversicherung (wenn freiwillig oder Künstlersozialkasse), Pufferzeit für unbezahlte Aufgaben und Betriebsausgaben ab. Als grobe Orientierung: Von 50 Euro Stundensatz bleibt am Ende deutlich weniger übrig – wie viel genau, hängt von Steuerbelastung, Versicherungen, Betriebsausgaben und deiner Auslastung ab.

Der häufigste Fehler beim Preissetzen: zu niedrig starten aus Unsicherheit. Ein niedriger Preis zieht oft schwierige Kunden an und macht den Aufbau eines nachhaltigen Business fast unmöglich.

AJOURE´-Realitätscheck

Dein Stundensatz muss mehr bezahlen als deine Arbeitszeit.

Viele Freelancerinnen kalkulieren nur die Stunde, die sie direkt beim Kunden leisten. Aber bezahlt werden müssen auch Akquise, Buchhaltung, Abstimmung, Weiterbildung, Krankheit, Urlaub, Steuer-Rücklagen und Leerlauf zwischen Projekten.

Wenn dein Preis nur deine reine Arbeitszeit deckt, arbeitest du schnell viel und verdienst trotzdem zu wenig. Rechne deshalb vom gewünschten Monatsnetto rückwärts – nicht von dem Betrag, der sich für dich gerade noch angenehm anfühlt.

Wie du als Freelancerin startest – Schritt für Schritt

Schritt 1: Klarheit über dein Angebot

Bevor du irgendwas anmeldest oder eine Website baust: Definiere, was du für wen tust. Nicht „ich mache Text und Design und Social Media und auch Übersetzungen“. Sondern: Was machst du besonders gut, für welche Branche oder Zielgruppe, mit welchem konkreten Ergebnis?

Ein klares Angebot lässt sich kommunizieren. Alles anzubieten lässt sich nicht verkaufen.

Schritt 2: Steuerliche Erfassung

Sobald du deine erste bezahlte Leistung erbringst, bist du verpflichtet, dich beim Finanzamt anzumelden. Das geht über ELSTER (Fragebogen zur steuerlichen Erfassung). Du bekommst eine Steuernummer für deine selbstständige Tätigkeit – damit kannst du Rechnungen schreiben.

Wenn du ein Gewerbe ausübst: Melde es zusätzlich beim Gewerbeamt deiner Stadt an. Die Kosten liegen je nach Standort zwischen 15 und 60 Euro.

Schritt 3: Kleinunternehmerregelung oder Regelbesteuerung?

Wer im Vorjahr höchstens 25.000 Euro Umsatz hatte und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht überschreitet, kann die Kleinunternehmerregelung nutzen: Du stellst Rechnungen ohne Umsatzsteuer aus – weniger Bürokratie, gut für den Einstieg. Sobald du die Grenze überschreitest oder mit Unternehmenskunden arbeitest, die Vorsteuerabzug geltend machen wollen, lohnt sich die Regelbesteuerung.

Schritt 4: Professionelles Auftreten

Du brauchst kein großes Budget für den Start. Was du brauchst: eine klare Angebotsseite (auch eine einzelne Landing Page reicht), ein professionelles LinkedIn-Profil und eine saubere Rechnungsvorlage mit Pflichtangaben (Name, Anschrift, Steuernummer, Rechnungsnummer, Leistungsdatum, Betrag).

Schritt 5: Erste Kunden finden

Dazu gleich mehr – aber vorab: Die meisten ersten Aufträge kommen nicht von Kaltakquise oder Plattformen. Sie kommen aus deinem bestehenden Netzwerk.

Wie du die ersten Kunden findest

Dein direktes Netzwerk: Sag Freundinnen, früheren Kolleginnen, Bekannten, was du anbietest. Gezielt, konkret, ohne Scheu. Viele erste Aufträge entstehen durch eine einzige Nachricht: „Ich biete ab sofort XY an – kennst du jemanden, der das braucht?“

LinkedIn: Aktualisiere dein Profil auf „Freelance [deine Tätigkeit]“, beschreibe klar, was du für wen löst, und sei aktiv sichtbar – nicht durch Werbeposts, sondern durch echten Mehrwert in Kommentaren und Beiträgen. LinkedIn ist für B2B-Freelancing eine der effektivsten Plattformen.

Direkte Ansprache: Recherchiere Unternehmen, die deinen Service brauchen könnten. Schreib keine Massen-E-Mails, sondern personalisierte, kurze Nachrichten, die zeigen, dass du ihre Situation verstehst.

Freelance-Plattformen: Upwork, Malt, Fiverr oder Twago können funktionieren – aber rechne mit mehr Zeitaufwand und oft mit Preisdruck. Besser als Ergänzung denn als einzige Strategie.

Kooperationen: Andere Freelancerinnen, Agenturen oder Studios vergeben regelmäßig Unteraufträge. Ein gutes Netzwerk zu anderen Selbstständigen ist oft wertvoller als jede Plattform.

Was kostet der Einstieg?

Freelancing ist eines der wenigen Business-Modelle, das mit fast null Startkosten funktioniert. Typische Ausgaben im ersten Jahr:

  • Gewerbeanmeldung (falls nötig): 15 bis 60 Euro
  • Buchhaltungssoftware: 0 bis 20 Euro/Monat (ELSTER ist kostenlos, Tools wie Lexoffice oder sevDesk kosten ab ca. 8 Euro)
  • Eigene Website (optional): 100 bis 500 Euro für ein einfaches Setup
  • Berufshaftpflichtversicherung: 100 bis 300 Euro/Jahr – empfehlenswert, besonders im IT- oder Beratungsbereich

Was du nicht brauchst: ein teures Coaching, eine aufwendige Website, ein professionelles Fotoshooting oder teure Tools. Starte mit dem, was du hast, und investiere mit dem ersten Geld, das reinkommt.

Was viele unterschätzen: Die unbezahlte Arbeit

Als Freelancerin verkaufst du nicht nur deine Fachkompetenz. Du bist gleichzeitig deine eigene Buchhalterin, Akquise-Abteilung, Marketing-Managerin und Projektleiterin. Diese Aufgaben sind nicht fakturierbar, aber notwendig.

Eine realistische Einschätzung: Von 40 Arbeitsstunden pro Woche sind bei vielen Freelancerinnen am Anfang nur 20 bis 25 Stunden direkt abrechenbar. Der Rest geht für Verwaltung, Akquise, Weiterbildung und Puffer drauf. Das bedeutet: Dein Stundensatz muss diese unbezahlten Stunden mit einpreisen. Wenn du das konkret berechnen willst, hilft dir der AJOURE´ Preisrechner für Selbstständige.

Die einfache Formel: Wenn du 3.000 Euro netto im Monat verdienen willst und realistisch 80 bezahlte Stunden pro Monat hast, brauchst du einen Bruttostundensatz von mindestens 60 bis 70 Euro – je nach Steuerbelastung.

Typische Fehler im ersten Jahr

Zu viel Vorbereitung, zu wenig Start: Viele warten auf die perfekte Website, das perfekte Angebot, den perfekten Moment. Es gibt ihn nicht. Fang mit dem an, was du heute hast.

Jeden Auftrag annehmen: Gerade am Anfang ist die Versuchung groß, alles zu nehmen. Das führt zu schlechter Positionierung, Unterbezahlung und Erschöpfung. Besser: Wähle früh, welche Art von Aufträgen du wirklich willst.

Kein schriftlicher Vertrag: Halte Umfang, Liefertermine und Bezahlung immer schriftlich fest – auch bei kleinen Projekten. Für sauberere Angebotsprozesse ist der AJOURE´ Angebotsbaukasten ein guter nächster Schritt. Mündliche Absprachen sind kein Schutz.

Keine Vorauszahlung: Besonders bei neuen Kunden ist eine Anzahlung (30 bis 50 Prozent) vor Projektstart sinnvoll. Das schützt dich vor Zahlungsausfällen.

Kein Rücklagenkonto: Freelance-Einkommen schwankt. Leg jeden Monat 20 bis 30 Prozent deines Gewinns auf ein separates Konto – für Steuern, magere Monate und Investitionen. Für deinen privaten Puffer kannst du zusätzlich mit dem AJOURE´ Notgroschen-Rechner arbeiten.

Deine nächsten Schritte

Diese Woche: Definiere ein konkretes Angebot mit Zielgruppe, Leistung und Preis. Nicht perfekt, aber klar genug, um es einer Person zu erklären.

In den nächsten zwei Wochen: Melde dich beim Finanzamt an. Richte ein einfaches System für Belege und Rechnungen ein. Sprich fünf Personen aus deinem Netzwerk an.

Wenn du dich breiter orientieren willst: Im AJOURE´ Nebeneinkommen-Workbook findest du neben dem Freelancing-Weg 20 weitere Modelle im direkten Vergleich – mit ehrlicher Einschätzung, welcher Weg wann sinnvoll ist.

Häufige Fragen

Kann ich Freelancerin werden, ohne Erfahrung?

Ja – aber du brauchst etwas, das du anbieten kannst. Das muss keine jahrelange Berufserfahrung sein, aber eine nachweisbare Fähigkeit. Wer gerade anfängt, kann Erfahrungen durch Projekte im Freundeskreis, Testprojekte zu günstigeren Konditionen oder eigene Showcase-Arbeiten aufbauen. Hauptsache, du hast etwas, das du zeigen kannst.

Brauche ich eine eigene Website?

Für den Einstieg nein. Ein gutes LinkedIn-Profil und eine klare Angebotsseite (auch auf Notion, Carrd oder als einfache Landing Page) reichen zum Start. Eine eigene Website wird mit der Zeit wichtiger, wenn du gezielt über Google gefunden werden willst.

Kann ich Freelancing neben meinem Job anfangen?

In vielen Fällen ja – aber prüfe deinen Arbeitsvertrag. Manche Arbeitgeber verlangen die Genehmigung für Nebentätigkeiten oder schließen bestimmte Branchen aus. Eine schriftliche Genehmigung ist ratsam, wenn du im selben Bereich tätig bist wie dein Arbeitgeber.

Was ist der Unterschied zwischen Freelancerin und Selbstständiger?

Im deutschen Recht gibt es den Begriff Freelancerin nicht. Selbstständige ist der übergeordnete Begriff. Darunter fallen Freiberuflerinnen (§ 18 EStG, kein Gewerbe) und Gewerbetreibende (§ 15 EStG, mit Gewerbe). Was im Alltag als „Freelancing“ bezeichnet wird, ist meist eine dieser beiden Formen.

Quellen

Freiberufliche Tätigkeit (§ 18 EStG): Einkommensteuergesetz § 18. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/estg/__18.html

Stundensätze Freelancerinnen Deutschland: Freelancer-Kompass 2024, GULP / Hays. Verfügbar unter: freelancermap.de/freelancer-kompass

Gewerbesteuer-Freibetrag: Gewerbesteuergesetz § 11 GewStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/gewstg/__11.html

Kleinunternehmerregelung: Umsatzsteuergesetz § 19 UStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html

Wachstum der Freelance-Wirtschaft in Deutschland: Statista – Anteil der Selbstständigen an der Erwerbsbevölkerung 2023. Verfügbar unter: statista.com

Foto: KI

Nebeneinkommen versteuern: Was du wirklich zahlen musst – und was du absetzen kannst

Frau prüft Belege und Nebeneinkommen am Laptop

Viele denken: Nebeneinkommen unter 500 Euro – das muss ich nicht versteuern. Das stimmt leider nicht. Wann du Steuern zahlst, wie viel das wirklich ist und was du clever absetzen kannst, erklären wir hier – ehrlich und ohne unnötige Panik.

Dieser Artikel richtet sich an alle, die neben einem Hauptjob Geld dazuverdienen: als Virtual Assistant, Freelancerin, mit digitalen Produkten, durch Reselling oder andere selbstständige Tätigkeiten.

Das Grundprinzip: Alle Einkünfte zählen zusammen

Das deutsche Steuerrecht kennt keine pauschale Freigrenze für Nebeneinkommen. Entscheidend ist dein Gesamteinkommen – also Gehalt aus dem Hauptjob plus alle weiteren Einkünfte. Erst wenn dieses Gesamteinkommen den Grundfreibetrag übersteigt, fällt Einkommensteuer an.

Für 2026 liegt der Grundfreibetrag bei 12.348 Euro. Da dieser Betrag durch ein Vollzeit- oder Teilzeit-Gehalt in der Regel längst überschritten ist, wird Nebeneinkommen fast immer steuerpflichtig – unabhängig davon, wie gering es ist.

Anders gesagt: Wer im Hauptjob 30.000 Euro brutto verdient und 3.000 Euro Nebeneinkommen erzielt, zahlt auf die 3.000 Euro Einkommensteuer – weil der Grundfreibetrag durch das Gehalt bereits aufgebraucht ist.

Wie hoch ist die Steuer auf Nebeneinkommen?

Nebeneinkommen wird nicht pauschal besteuert. Es wird zum Gesamteinkommen addiert und mit deinem persönlichen Grenzsteuersatz versteuert. Das ist der Steuersatz, der auf den letzten Euro deines Einkommens anfällt.

Wer 30.000 Euro Jahresgehalt hat, liegt je nach Steuerklasse bei einem Grenzsteuersatz von etwa 30 bis 35 Prozent. Das bedeutet: 1.000 Euro Nebeneinkommen kosten dich ungefähr 300 bis 350 Euro Einkommensteuer – plus ggf. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

Das klingt viel, aber: Es bleiben immer noch 650 bis 700 Euro netto. Und Betriebsausgaben kannst du vorher abziehen – mehr dazu weiter unten.

AJOURE´-Merkkasten

Plane nicht mit deinem Brutto-Gefühl.

Wenn du nebenbei Geld verdienst, wirkt der Betrag auf dem Konto schnell wie frei verfügbares Einkommen. Besser: Trenne gedanklich sofort zwischen Umsatz, Gewinn und Steuerrücklage.

Als einfache Startregel kannst du von jedem Gewinn 25 bis 35 Prozent auf ein separates Konto legen. Was du später nicht fürs Finanzamt brauchst, bleibt als Puffer für dein Business oder deinen Notgroschen.

Steuerpflicht ab dem ersten Euro – mit einer Ausnahme

Sobald du selbstständig tätig bist und Einnahmen erzielst, bist du verpflichtet, diese in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Eine Freigrenze wie beim Kapitalertrag (Sparerpauschbetrag) gibt es für selbstständige Nebeneinkünfte nicht.

Die einzige Ausnahme: Ein klassischer Minijob kann pauschal über den Arbeitgeber versteuert werden. Wer einen Minijob als Arbeitnehmerin ausübt, muss diesen nicht in der Steuererklärung angeben – die Pauschalsteuer ist abgegolten. Das gilt aber nicht für selbstständige Tätigkeit.

Was ist mit der Kleinunternehmerregelung?

Die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) befreit dich von der Umsatzsteuer – also davon, 19 Prozent auf deine Rechnungen aufzuschlagen und ans Finanzamt abzuführen. Du stellst Rechnungen ohne Umsatzsteuer aus und hast weniger bürokratischen Aufwand.

Voraussetzung: Dein Jahresumsatz im Vorjahr lag unter 25.000 Euro und im laufenden Jahr voraussichtlich unter 100.000 Euro.

Wichtig: Die Kleinunternehmerregelung befreit dich nur von der Umsatzsteuer, nicht von der Einkommensteuer. Du musst dein Nebeneinkommen trotzdem als Gewinn in der Steuererklärung angeben und versteuern.

Was kannst du als Betriebsausgaben absetzen?

Hier liegt oft viel ungenutztes Potenzial. Ausgaben, die du für deine selbstständige Tätigkeit hast, reduzieren deinen steuerpflichtigen Gewinn. Du zahlst Steuer nur auf den Gewinn (Einnahmen minus Betriebsausgaben), nicht auf den Umsatz.

Typische Betriebsausgaben bei Nebenjobs:

  • Arbeitsmittel: Laptop, Headset, Maus, Tastatur, Druckerpapier
  • Software & Tools: Canva, Adobe, Buchhaltungssoftware, Projektmanagement-Apps
  • Weiterbildung: Online-Kurse, Fachliteratur, Seminare
  • Heimarbeitsplatz: Anteiliger Raum, wenn du ein separates Arbeitszimmer nutzt – oder seit 2023 pauschal 6 Euro pro Homeoffice-Tag (max. 1.260 Euro/Jahr)
  • Telefon & Internet: Anteilig, wenn beruflich genutzt – pauschal 20 Prozent des Rechnungsbetrags möglich
  • Kontoführung: Gebühren für ein separates Geschäftskonto
  • Fahrten: Zur Kundschaft oder zu Veranstaltungen, 0,30 Euro pro Kilometer

Ein Beispiel: Du verdienst 4.000 Euro Nebeneinkommen im Jahr und hast 800 Euro Betriebsausgaben. Dein versteuerbarer Gewinn beträgt dann 3.200 Euro – nicht 4.000 Euro.

Gewerbesteuer: Wann wird sie relevant?

Wer ein Gewerbe anmeldet (also keine freiberufliche Tätigkeit wie Texter, Berater oder Lehrerin ausübt), unterliegt grundsätzlich der Gewerbesteuer. Für Einzelpersonen gilt jedoch ein Freibetrag von 24.500 Euro (§ 11 GewStG). Erst auf den darüberliegenden Gewinn fällt Gewerbesteuer an.

Für die meisten Nebenjobbenden ist Gewerbesteuer also kein Thema – die 24.500 Euro Freibetrag werden selten überschritten.

Freiberuflerinnen (Journalistinnen, Grafikerinnen, Übersetzerinnen, Lehrerinnen und viele weitere Berufe nach § 18 EStG) sind von der Gewerbesteuer gänzlich befreit – sie zahlen nur Einkommensteuer.

Steuervorauszahlungen: Was das bedeutet

Wenn dein Finanzamt feststellt, dass du Nebeneinkommen erzielst und eine Nachzahlung von mehr als 400 Euro entsteht, fordert es vierteljährliche Vorauszahlungen auf die erwartete Steuerschuld (§ 37 EStG). Das passiert automatisch nach deiner ersten Steuererklärung mit Nebeneinkommen.

Das klingt unangenehm, ist aber logisch: Statt einmal im Jahr eine große Summe zu zahlen, zahlst du in kleineren Raten. Leg dir deshalb von Anfang an 25 bis 35 Prozent deines Nebenverdiensts auf ein separates Konto – dann bist du nie unangenehm überrascht.

Steuererklärung: Was du einreichen musst

Mit Nebeneinkommen aus selbstständiger Tätigkeit bist du verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung einzureichen. Dazu gehören:

  • Anlage S (für freiberufliche Tätigkeit nach § 18 EStG) oder
  • Anlage G (für gewerbliche Tätigkeit nach § 15 EStG)
  • Jeweils mit einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) – einer vereinfachten Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben

Die EÜR ist kein kompliziertes Dokument: Du listest, was du eingenommen hast, und ziehst davon die Betriebsausgaben ab. Der Rest ist dein Gewinn. Es gibt kostenlose Tools wie ELSTER, die das Formular digital abbilden.

Praktische Schritte von Anfang an

Belege sammeln: Jede Ausgabe für dein Nebeneinkommen gehört dokumentiert – Quittung, Rechnung oder Kontoauszug. Erstell dir einen einfachen Ordner (digital oder physisch) und leg alles dort ab.

Einnahmen aufzeichnen: Führ eine einfache Tabelle: Datum, Kundin, Betrag, Leistung. Das reicht für die EÜR völlig aus.

Rücklagen bilden: 25 bis 35 Prozent deines Gewinns auf ein separates Konto. Nicht anrühren bis zur Steuererklärung.

Steuernummer beantragen: Sobald du mit selbstständiger Tätigkeit beginnst, informiere dein Finanzamt – entweder per ELSTER (Fragebogen zur steuerlichen Erfassung) oder schriftlich. Du bekommst dann eine Steuernummer für deine Selbstständigkeit.

Häufige Fragen

Muss ich Nebeneinkommen angeben, wenn ich es nicht angemeldet habe?

Ja. Die Steuerpflicht entsteht unabhängig davon, ob du ein Gewerbe angemeldet hast. Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit müssen in der Steuererklärung angegeben werden – auch wenn du erst im Nachhinein ein Gewerbe anmeldest.

Was passiert, wenn ich Nebeneinkommen nicht angebe?

Das gilt als Steuerhinterziehung und kann zu Nachzahlungen, Zinsen und in schweren Fällen zu Bußgeldern führen. Das Risiko ist real, weil Zahlungen über Plattformen wie PayPal, Stripe oder Etsy bei Bedarf von Behörden abgefragt werden können.

Kann ich die Steuererklärung selbst machen?

Bei überschaubarem Nebeneinkommen und einfacher EÜR: ja. ELSTER ist kostenlos und führt dich durch alle Felder. Wer mehrere Einkommensquellen, Betriebsausgaben-Optimierung oder Unsicherheiten hat, ist bei einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein gut aufgehobenn.

Wann lohnt sich ein Steuerberater?

Wenn dein Nebeneinkommen über 10.000 Euro im Jahr liegt, du investierst (Mieteinnahmen, ETFs mit Verlusten), oder du mehrere selbstständige Tätigkeiten kombinierst. Die Kosten für die Steuerberatung sind selbst wieder absetzbar.

Quellen

Grundfreibetrag 2026: Bundesministerium der Finanzen, Einkommensteuergesetz § 32a EStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/estg/__32a.html

Kleinunternehmerregelung: Umsatzsteuergesetz § 19 UStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html

Gewerbesteuer-Freibetrag: Gewerbesteuergesetz § 11 GewStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/gewstg/__11.html

Steuervorauszahlungen: Einkommensteuergesetz § 37 EStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/estg/__37.html

Freiberufliche Tätigkeit: Einkommensteuergesetz § 18 EStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/estg/__18.html

Homeoffice-Pauschale: Bundesministerium der Finanzen – Jahressteuergesetz 2022, Erhöhung auf 6 Euro/Tag ab VZ 2023. Verfügbar unter: bundesfinanzministerium.de

Foto: KI

Virtual Assistant werden: Was du wirklich verdienst und wie du startest

Frau arbeitet konzentriert mit Laptop im Homeoffice

Virtual Assistant – der Begriff klingt nach Laptop am Strand und vier Stunden Arbeit pro Woche. Die Realität sieht anders aus. Und das ist keine schlechte Nachricht: Wer weiß, was wirklich dahintersteckt, kann fundierter entscheiden – und besser starten.

Dieser Artikel erklärt ehrlich, was ein Virtual Assistant macht, was du realistisch verdienst, wie du die ersten Kunden findest und was du rechtlich wissen musst. Ohne Hype. Mit Zahlen, die sich überprüfen lassen.

Was macht ein Virtual Assistant?

Ein Virtual Assistant – kurz VA – arbeitet remote und unterstützt Selbstständige, Unternehmen oder Führungskräfte bei administrativen, organisatorischen oder inhaltlichen Aufgaben. Die Bandbreite ist groß:

Administrative Aufgaben: E-Mail-Management, Kalenderplanung, Recherche, Reisebuchungen, Datenpflege, Kundenkommunikation.

Content & Social Media: Beiträge erstellen oder einplanen, Texte redigieren, Newsletter versenden, Pinterest-Pins gestalten.

Technische Unterstützung: WordPress-Pflege, Shopify-Produkte einstellen, Canva-Designs, einfache Website-Updates.

Projektmanagement & Organisation: Trello oder Asana pflegen, Meeting-Protokolle, Onboarding neuer Kunden koordinieren.

Der Unterschied zum klassischen Bürojob: Du arbeitest von zuhause aus, meist auf Stundenbasis oder für ein monatliches Paket – und du arbeitest gleichzeitig für mehrere Auftraggeber.

Was verdient ein Virtual Assistant realistisch?

Hier werden online oft Zahlen genannt, die nicht repräsentativ sind. Eine realistische Einordnung:

Einsteiger ohne Spezialisierung: 15 bis 25 Euro pro Stunde. Wer gerade anfängt, wenig Referenzen hat und allgemeine Aufgaben übernimmt, liegt in diesem Bereich.

VA mit Erfahrung oder Nische: 30 bis 55 Euro pro Stunde. Wer sich auf einen Bereich spezialisiert – etwa Buchhaltungsvorbereitung, technisches WordPress, oder Social-Media-Management für eine bestimmte Branche – kann deutlich mehr verlangen.

Monatlicher Verdienst im Nebenjob: Bei 10 Stunden pro Woche und 20 Euro Stundensatz wären das rund 800 Euro brutto im Monat. Das ist ein realistischer Einstieg – kein passives Einkommen, aber ein echter finanzieller Unterschied.

Wichtig: Diese Zahlen gelten für Deutschland und setzen voraus, dass du aktiv Kunden findest und regelmäßig arbeitest. Die ersten Monate sind oft langsamer, weil Aufbau Zeit braucht.

Für wen passt der VA-Weg – und für wen nicht?

Passt gut, wenn du:

  • organisiert bist und anderen gern Struktur bringst
  • zuverlässig kommunizierst – auch schriftlich
  • selbstständig arbeitest, ohne ständige Anleitung
  • digitale Tools schnell lernst (E-Mail, Tabellen, Projektmanagement)
  • bereit bist, am Anfang aktiv Kunden zu suchen

Passt weniger, wenn du:

  • passive Einnahmen erwartest (VA ist aktive Dienstleistung)
  • Unsicherheit beim Preis-Setzen scheust
  • kein Interesse daran hast, für andere zu arbeiten und deren Prozesse zu verstehen
  • kurzfristig viel Geld erwartest – der Aufbau dauert

Wie du als Virtual Assistant startest – Schritt für Schritt

Schritt 1: Deine Stärken konkret benennen

Nicht „ich bin organisiert“ – sondern: Was hast du in den letzten Jahren beruflich oder privat gemacht, das anderen nützt? Hast du E-Mail-Postfächer gemanagt, Social-Media-Beiträge erstellt, Excel-Tabellen gepflegt, Kundengespräche koordiniert?

Schreib fünf konkrete Aufgaben auf, die du gut und gern machst. Darum baust du dein erstes Angebot.

Schritt 2: Ein konkretes Angebot definieren

Breite Angebote wie „Ich helfe bei allem“ sind schwer zu verkaufen. Ein klares Angebot ist leichter zu kommunizieren und leichter zu finden. Beispiel: „Ich übernehme E-Mail-Management und Kalenderorganisation für selbstständige Coaches – 10 Stunden pro Monat, Festpreis 350 Euro.“

Das klingt enger, aber es ist leichter, damit anzufangen. Du kannst später ausbauen.

Schritt 3: Gewerbe anmelden

In Deutschland musst du eine gewerbliche Tätigkeit beim zuständigen Gewerbeamt anmelden, sobald du damit Einkommen erzielst – unabhängig von der Höhe. Die Kosten liegen je nach Stadt zwischen 15 und 60 Euro. Danach meldest du dich beim Finanzamt an und erhältst eine Steuernummer für selbstständige Tätigkeit.

Wer unter 25.000 Euro Jahresumsatz bleibt, kann die Kleinunternehmerregelung nutzen: Du stellst Rechnungen ohne Umsatzsteuer aus und hast weniger bürokratischen Aufwand. Ein guter Einstieg für den Nebenjob.

Schritt 4: Preis festlegen – und bei ihm bleiben

Viele VAs starten zu günstig, weil sie sich noch nicht sicher fühlen. Das führt zu Unterbezahlung und Erschöpfung. Ein einfacher Einstieg: Berechne, wie viel du netto pro Stunde benötigst, addiere Steuern, Sozialversicherung und Pufferzeit für unbezahlte Aufgaben wie Akquise und Buchhaltung. Als Faustregel gilt: Dein Stundensatz sollte mindestens doppelt so hoch sein wie ein vergleichbarer Bruttostundenlohn in einem Angestelltenverhältnis.

Schritt 5: Die ersten Kunden finden

Der häufigste Fehler: Auf Plattformen wie Fiverr warten. Das funktioniert, aber langsam und mit Preisdruck. Schneller geht es über:

Direktes Netzwerk: Sag in deinem Umfeld, was du anbietest. Viele erste Aufträge kommen über Bekannte oder deren Kontakte.

LinkedIn: Profil aktualisieren, klar beschreiben was du anbietest, aktiv mit potenziellen Auftraggebern in Kontakt treten – nicht spammen, sondern echten Mehrwert kommentieren und sichtbar werden.

Facebook-Gruppen: Es gibt aktive Gruppen für Selbstständige, Coaches und Online-Unternehmerinnen in Deutschland, die regelmäßig VAs suchen.

Kaltakquise per E-Mail: Gezielt Selbstständige oder kleine Unternehmen ansprechen, deren Bedarf du erkennst. Mit einem konkreten, personalisierten Angebot – kein Copy-Paste.

Was du steuerlich wissen musst

Nebeneinkommen ist nicht steuerfrei. Wenn dein Gesamteinkommen – also Hauptjob plus Nebentätigkeit – den Grundfreibetrag übersteigt (2025: 12.096 Euro), zahlst du auf den Mehrbetrag Einkommensteuer. Bei einem laufenden Anstellungsverhältnis wird Nebeneinkommen in der Regel separat in der Einkommensteuererklärung angegeben und mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert.

Was viele nicht wissen: Ausgaben für dein VA-Geschäft – Laptop, Software, Büromaterial, Weiterbildung – kannst du als Betriebsausgaben absetzen. Das reduziert deinen steuerpflichtigen Gewinn. Mehr dazu im Artikel Steuererklärung als Freelancerin.

Typische Fehler am Anfang – und wie du sie vermeidest

Zu breites Angebot: „Ich mache alles“ ist für potenzielle Kunden schwer greifbar. Starte mit einem klaren Schwerpunkt.

Zu niedrige Preise: Günstig starten klingt strategisch, zieht aber oft Kunden an, die schwer zu bedienen sind. Lieber einen fairen Preis und weniger Kunden.

Kein schriftlicher Vertrag: Halte Umfang, Stunden und Bezahlung immer schriftlich fest – auch bei kleinen Projekten. Das schützt beide Seiten.

Keine Puffer einplanen: Als VA arbeitest du für andere, aber du brauchst auch Zeit für Akquise, Buchhaltung und Kommunikation. Diese Stunden sind nicht direkt abrechenbar, aber notwendig. Plane sie ein.

Deine nächsten Schritte

Diese Woche: Schreib fünf Aufgaben auf, die du gut kannst und gern für andere übernimmst. Definiere daraus ein erstes konkretes Angebot mit Umfang und Preis.

Nächste Woche: Informiere drei bis fünf Personen aus deinem Netzwerk über dein Angebot. Melde dich auf LinkedIn sichtbar.

Wenn du mehr Orientierung willst: Im AJOURÉ Nebeneinkommen-Workbook findest du neben dem VA-Weg auch 20 weitere Modelle im direkten Vergleich – mit ehrlicher Einschätzung, wann welcher Weg sinnvoll ist und wie du in sieben Tagen testest, ob er zu dir passt.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Ausbildung, um Virtual Assistant zu werden?

Nein. Es gibt keine geschützte Berufsbezeichnung. Was zählt, sind nachweisbare Fähigkeiten, zuverlässige Kommunikation und der Wille, dich in neue Tools einzuarbeiten. Kurse können helfen, Lücken zu schließen, sind aber kein Pflichtprogramm.

Kann ich als VA von zuhause aus arbeiten?

Ja – das ist das Grundprinzip. Du brauchst einen stabilen Internetanschluss, einen Computer und Zugang zu den Tools deiner Kunden (meist E-Mail, Kalender, Projektmanagement-Software).

Wie viele Stunden pro Woche muss ich mindestens investieren?

Als Nebenjob sind 5 bis 15 Stunden pro Woche ein realistischer Rahmen. Darunter wird es schwierig, Kunden zu halten und den Aufbau voranzutreiben. Mehr ist möglich, aber nur wenn dein Hauptjob es zulässt.

Was ist der Unterschied zwischen VA und Freelancerin?

Technisch sind beide selbstständig tätig. „Virtual Assistant“ beschreibt eine bestimmte Art von Dienstleistung – organisatorische und administrative Unterstützung auf Distanz. Freelancerin ist der übergeordnete Begriff für alle, die auf Projektbasis für verschiedene Auftraggeber arbeiten.

Quellen

Stundensätze und Vergütung: Freelancer-Kompass 2024, GULP / Hays (jährliche Studie zu Freelancer-Stundensätzen in Deutschland). Verfügbar unter: gulp.de/gulp2/home/presse/freelancer-kompass.html

Gewerbanmeldung und Kleinunternehmerregelung: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz – Existenzgründungsportal. Verfügbar unter: existenzgruender.de

Grundfreibetrag 2025: Bundesministerium der Finanzen, Einkommensteuergesetz § 32a EStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/estg/__32a.html

Wachstum der Remote- und Freelance-Wirtschaft: Statista – Anteil der Freelancer an der Erwerbsbevölkerung in Deutschland 2023. Verfügbar unter: statista.com

Markt für virtuelle Assistenz: Allied Market Research – Virtual Assistant Market Report 2023. Verfügbar unter: alliedmarketresearch.com

Foto: Surface / Unsplash, Bearbeitung: AJOURE´

Gewinnspiel: Wir verlosen 3 Kinopakete zu „Couscous und Geheimnisse“

Couscous und Geheimnisse

Ein bisschen Paris, ein bisschen Familienchaos und ganz viel kulinarischer Charme: Zum Kinostart der französischen Komödie „Couscous und Geheimnisse“ verlosen wir gemeinsam mit Lighthouse 3 tolle Gewinnpakete.

Ab dem 25. Juni 2026 bringt „Couscous und Geheimnisse“ jede Menge Herz, Humor und kulinarische Würze auf die große Leinwand. Im Mittelpunkt steht Mehdi, ein junger algerischer Koch, der eigentlich kurz vor einem großen Schritt steht: Gemeinsam mit seiner Partnerin Léa möchte er das Bistro übernehmen, in dem er tagsüber mit Leidenschaft französische Küche zaubert.

Zwischen Familie, Liebe und kleinen Notlügen

So offen und ambitioniert Mehdi im Restaurant ist, so kompliziert wird es zu Hause. Vor seiner Mutter Fatima spielt er noch immer den perfekten Sohn, der ihren Erwartungen entspricht. Léa und seine große Liebe zur französischen Gastronomie passen in dieses Bild allerdings nicht so richtig hinein.

Als Léa schließlich darauf besteht, Fatima kennenzulernen, gerät Mehdi immer stärker unter Druck. Statt reinen Tisch zu machen, entscheidet er sich für eine kleine Notlüge. Doch wie das mit kleinen Notlügen so ist: Sie bleiben selten klein. Schon bald nimmt das Ganze eine Eigendynamik an, bei der Missverständnisse, Familienbilder und kulturelle Erwartungen schneller hochkochen als ein Topf Couscous.

Eine liebevolle Culture-Clash-Komödie

Regisseur Amine Adjina erzählt mit „Couscous und Geheimnisse“ eine warmherzige Komödie über das Leben zwischen zwei Kulturen, über unausgesprochene Erwartungen, familiäre Bindungen und den Mut, zu sich selbst zu stehen. Serviert wird das Ganze mit viel Wärme, feinem Humor und einem Ensemble, das den Film besonders lebendig macht.

In den Hauptrollen sind unter anderem Younès BoucifClara BretheauHiam Abbass und Malika Zerrouki zu sehen.

Das gibt es zu gewinnen

Passend zum Kinostart verlosen wir 3 Gewinnpakete. Jedes Paket besteht aus:

2 Kinokarten für „Couscous und Geheimnisse“
1 Buch „Paris zum Verlieben“ aus dem Frederking & Thaler Verlag

Paris zum VerliebenCouscous und Geheimnisse Freikarten

Über das Buch „Paris zum Verlieben“

Als besonderes Extra wartet auf die Gewinnerinnen und Gewinner das Buch „Paris zum Verlieben“ aus dem Frederking & Thaler Verlag. Der liebevoll gestaltete Band ist mehr als ein klassischer Stadtführer: Mit 40 handgezeichneten Karten führt er durch charmante Gassen, gemütliche Cafés, versteckte Parks und zu besonderen Orten, die Paris mit Herz, Stil und jeder Menge Atmosphäre zeigen.

Das Buch ist eine kleine Liebeserklärung an perfekte Croissants, Spaziergänge an der Seine und all die magischen Ecken, die man in der französischen Hauptstadt entdecken kann.

So nehmt ihr teil

Füllt einfach das untenstehende Teilnahmeformular aus und schon seid ihr im Lostopf.

„Couscous und Geheimnisse“ startet am 25. Juni 2026 im Kino.

 

Jetzt am Gewinnspiel teilnehmen –
Versuche dein Glück!

* erforderlich










Ich akzeptiere die Teilnahmebedingungen **

 

** Teilnahmebedingungen:

Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen Personen mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz außer Mitarbeitern der beteiligten Firmen und deren Angehörigen. Die Gewinner werden unter allen Einsendern der richtigen Lösung durch das Los ermittelt und anschließend per E-Mail benachrichtigt. Eine Barauszahlung des Gewinnwertes ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich möchte den ajoure.de Newsletter abonnieren und bin damit einverstanden, dass ich per E-Mail über Angebote der Ajouré GmbH & Co. KG informiert werde. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen.

Teilnahmeschluss ist der 31.03.2026.

 

Fotos: © 2026 Lighthouse

Finanzielle Unabhängigkeit beginnt im Kopf

Frau arbeitet konzentriert am Laptop und plant ihre finanzielle Unabhängigkeit

Finanzielle Unabhängigkeit klingt oft nach einem großen, weit entfernten Ziel: genug Geld, um frei entscheiden zu können. Nicht von einem Partner abhängig sein. Rücklagen haben. Investieren. Vielleicht irgendwann weniger arbeiten, selbstständiger arbeiten oder ein eigenes Business aufbauen.

Aber bevor daraus ein Plan wird, passiert bei vielen Frauen etwas anderes: Sie bremsen sich innerlich aus.

Nicht, weil sie „schlecht mit Geld“ wären. Nicht, weil sie nicht ehrgeizig genug wären. Sondern weil Geld, Sicherheit und Selbstbestimmung selten nur mit Zahlen zu tun haben. Sie hängen auch daran, was du dir zutraust, was du über Geld gelernt hast und welche Rolle du dir selbst erlaubst einzunehmen.

Genau darum geht es in diesem Artikel: nicht um leere Manifestationssätze, sondern um ein Money-Mindset, das dich handlungsfähiger macht. Denn finanzielle Unabhängigkeit beginnt nicht nur auf dem Konto. Sie beginnt auch mit der Frage, ob du dir selbst erlaubst, klare Entscheidungen für dein Geld zu treffen.

Kurz gesagt: Mindset ersetzt keinen Finanzplan.

Aber ohne ein gesundes Money-Mindset setzt du viele gute Finanzpläne gar nicht erst um. Du verhandelst nicht. Du schaust nicht genau hin. Du verschiebst Entscheidungen. Oder du hältst dich kleiner, als du müsstest.

Was finanzielle Unabhängigkeit wirklich bedeutet

Finanzielle Unabhängigkeit bedeutet nicht für jede Frau dasselbe. Für die eine heißt es: genug Rücklagen zu haben, um nicht bei jeder unerwarteten Rechnung nervös zu werden. Für die andere: nach einer Trennung nicht in existenzielle Panik zu geraten. Für wieder eine andere: selbstständig zu arbeiten, weniger abhängig von einem Arbeitgeber zu sein oder langfristig Vermögen aufzubauen.

Der wichtigste Punkt ist: Du brauchst deine eigene Definition. Nicht die von Instagram. Nicht die von Finanz-Influencern. Nicht die von Menschen, die dir erzählen, du müsstest in drei Monaten fünfstellig verdienen.

Eine realistische Definition kann zum Beispiel so aussehen:

  • Ich kenne meine monatlichen Fixkosten.
  • Ich habe einen Notgroschen, der mehrere Monate abdeckt.
  • Ich verdiene genug, um nicht nur zu leben, sondern auch vorzusorgen.
  • Ich investiere regelmäßig, auch wenn es am Anfang kleine Beträge sind.
  • Ich weiß, welche finanziellen Entscheidungen ich nicht länger aufschieben will.

Finanzielle Unabhängigkeit ist also weniger ein einzelner Kontostand als eine Kombination aus Klarheit, Einkommen, Rücklagen, Vorsorge und Entscheidungsspielraum.

AJOURE´ Tool

Wenn du zuerst Sicherheit aufbauen willst

Bevor du über große Ziele nachdenkst, lohnt sich ein nüchterner Blick auf deine Rücklagen. Unser Notgroschen-Rechner hilft dir einzuschätzen, wie viel finanzielle Sicherheit du für deine Lebenssituation brauchst.

Notgroschen-Rechner öffnen

Warum Mindset trotzdem eine Rolle spielt

Über Geld zu sprechen ist für viele Frauen immer noch unangenehm. Über Gehalt zu sprechen, noch mehr. Über Investieren, Altersvorsorge oder Vermögensaufbau zu sprechen, wirkt schnell „zu groß“, „zu trocken“ oder „nicht wie ich“.

Genau hier setzt Mindset an. Es geht nicht darum, dir einzureden, dass alles leicht ist. Es geht darum, innere Muster zu erkennen, die dich von guten Entscheidungen abhalten.

Typische Gedanken sind zum Beispiel:

  • „Ich bin einfach nicht gut mit Geld.“
  • „Über Geld spricht man nicht.“
  • „Verhandeln wirkt unsympathisch.“
  • „Investieren ist zu riskant für mich.“
  • „Andere können das, aber ich nicht.“

Solche Sätze fühlen sich oft wie Wahrheit an. Häufig sind sie aber nur alte Überzeugungen, die nie überprüft wurden. Und genau da wird es spannend: Wenn du einen Gedanken erkennst, kannst du entscheiden, ob du ihm weiter folgen willst.

Die 6 Schritte zu einem Money-Mindset, das dich weiterbringt

1. Erkenne deine Geldsätze

Schreib dir auf, welche Sätze dir spontan zu Geld einfallen. Nicht die schönen, vernünftigen Sätze, sondern die ehrlichen.

Reiche Frauen sind …
Wenn ich mehr Geld verdiene, dann …
Frauen, die verhandeln, wirken …
Investieren ist für Menschen, die …
Ich bin finanziell unabhängig, wenn …

Diese Übung ist simpel, aber sehr aufschlussreich. Sie zeigt dir, ob du Geld eher mit Freiheit, Sicherheit und Gestaltung verbindest oder mit Angst, Schuld und Überforderung.

2. Trenne Gefühl von Fakt

Ein Gedanke wie „Ich kann nicht mit Geld umgehen“ ist kein Fakt. Ein Fakt wäre: „Ich kenne meine monatlichen Ausgaben aktuell nicht genau.“ Das ist ein Unterschied.

Der erste Satz macht dich klein. Der zweite zeigt dir eine konkrete nächste Handlung.

Frag dich deshalb bei jedem belastenden Geldgedanken: Ist das eine Tatsache oder eine Geschichte, die ich mir erzähle?

Aus „Ich kann das nicht“ wird „Ich habe es noch nicht sortiert“.

Das klingt kleiner, ist aber ein riesiger Unterschied. Denn was noch nicht sortiert ist, kannst du sortieren. Was du angeblich grundsätzlich nicht kannst, fühlt sich dagegen wie eine feste Identität an.

3. Definiere dein erstes finanzielles Sicherheitsziel

Viele Frauen starten mit einem zu großen Ziel: finanzielle Freiheit, passives Einkommen, Vermögensaufbau, Selbstständigkeit. Das kann motivierend sein, aber auch lähmen.

Besser ist ein erstes Sicherheitsziel. Zum Beispiel:

  • 500 Euro Puffer aufbauen
  • einen Monatsbedarf als Notgroschen sparen
  • alle Fixkosten sauber erfassen
  • einen ETF-Sparplan verstehen und starten
  • deinen Marktwert und deine Gehaltsargumente sammeln

Dieses erste Ziel muss nicht beeindruckend klingen. Es muss umsetzbar sein. Finanzielle Unabhängigkeit entsteht nicht durch einen perfekten Plan, sondern durch wiederholte Entscheidungen, die dich stabiler machen.

4. Arbeite an deinem Einkommen, nicht nur an deinen Ausgaben

Sparen ist wichtig. Aber finanzielle Unabhängigkeit entsteht selten nur dadurch, dass du dir alles verkneifst. Besonders für Frauen ist der Blick auf Einkommen zentral: Gehalt, Verhandlung, berufliche Entwicklung, Selbstständigkeit, Nebeneinkommen oder ein eigenes Angebot.

Der Gender Pay Gap zeigt, dass Einkommensunterschiede nicht nur ein individuelles Thema sind. Laut Statistischem Bundesamt verdienen Frauen in Deutschland im Durchschnitt weiterhin weniger als Männer. Ein Teil der Lücke hängt mit strukturellen Faktoren wie Teilzeit, Branchenwahl und Erwerbsunterbrechungen zusammen. Trotzdem bleibt auch bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation eine bereinigte Lücke.

Das ist kein Grund, sich schuldig zu fühlen. Es ist ein Grund, den eigenen Marktwert ernst zu nehmen.

Passend dazu

Wenn du dein Einkommen aktiver angehen willst

Der nächste konkrete Schritt kann eine Gehaltsverhandlung sein. In unserem Artikel findest du typische Fehler, bessere Formulierungen und konkrete Gesprächsansätze.

Gehaltsverhandlung vorbereiten

5. Such dir eine Strategie, die zu deinem Leben passt

Es gibt nicht den einen Weg zu finanzieller Unabhängigkeit. Für manche Frauen ist ein sicherer Job plus ETF-Sparplan der richtige Weg. Für andere ist ein Nebeneinkommen sinnvoll. Wieder andere wollen ein Business aufbauen oder sich langfristig selbstständig machen.

Wichtig ist nicht, welcher Weg am lautesten beworben wird. Wichtig ist, welchen Weg du realistisch umsetzen kannst.

Frag dich:

  • Wie viel Sicherheit brauche ich gerade?
  • Wie viel Zeit und Energie habe ich wirklich?
  • Will ich mehr verdienen, mehr behalten oder mein Geld besser arbeiten lassen?
  • Bin ich eher im Angestelltenkontext, in der Selbstständigkeit oder dazwischen?
  • Welcher nächste Schritt wäre klein genug, dass ich ihn diese Woche wirklich mache?

Eine gute Strategie fühlt sich nicht immer bequem an. Aber sie sollte zu deiner aktuellen Lebensrealität passen.

6. Baue Vertrauen durch Beweise auf

Selbstvertrauen entsteht nicht dadurch, dass du wartest, bis du dich bereit fühlst. Es entsteht, wenn du dir selbst beweist, dass du handeln kannst.

Das können kleine Beweise sein:

  • Du prüfst deine Fixkosten.
  • Du kündigst ein unnötiges Abo.
  • Du rechnest deinen Notgroschen aus.
  • Du liest dich in ETFs ein.
  • Du formulierst drei Gehaltsargumente.
  • Du sprichst mit einer Freundin offen über Geld.

Mach daraus eine kleine Liste. Jeden Abend ein Satz: „Heute habe ich für meine finanzielle Unabhängigkeit …“ Nach 30 Tagen siehst du schwarz auf weiß, dass du nicht nur nachdenkst, sondern dich bewegst.

Was du diese Woche konkret tun kannst

Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, starte hier:

  1. Schreib drei Geldsätze auf, die dich bremsen.
  2. Formuliere jeden Satz in eine konkrete Handlung um.
  3. Berechne deinen monatlichen Mindestbedarf.
  4. Lege ein erstes Sicherheitsziel fest.
  5. Entscheide dich für einen nächsten Schritt: mehr Klarheit, mehr Einkommen oder mehr Vorsorge.

Mehr braucht es für den Anfang nicht. Nicht perfekt. Nicht vollständig. Nur ehrlich genug, damit du ins Handeln kommst.

AJOURE´ Orientierung

Wenn du tiefer einsteigen willst

Je nachdem, wo du gerade stehst, passen diese nächsten Schritte besonders gut:

Ein letzter Gedanke

Finanzielle Unabhängigkeit ist kein Zustand, den du erst verdienst, wenn du alles perfekt machst. Sie beginnt viel früher: wenn du anfängst, deine finanzielle Realität ernst zu nehmen.

Du musst nicht sofort alles wissen. Du musst nicht sofort investieren, verhandeln, gründen und einen perfekten 10-Jahres-Plan haben. Aber du darfst anfangen, dich selbst als Frau zu sehen, die Geldthemen nicht länger wegschiebt.

Denn am Ende geht es nicht nur darum, mehr Geld zu haben. Es geht darum, mehr entscheiden zu können.

 

Foto: AI

Krankenversicherung als Selbstständige: GKV oder PKV?

Selbstständige Frau bespricht Unterlagen zur Krankenversicherung in einer Beratungssituation

Wenn du dich selbstständig machst, kommt irgendwann dieser Moment, in dem aus „Ich starte jetzt“ plötzlich sehr erwachsene Fragen werden. Eine davon lautet: Wie versichere ich mich eigentlich?

GKV oder PKV klingt erst einmal nach Bürokratie. In Wahrheit ist es eine der wichtigsten Finanzentscheidungen deiner Selbstständigkeit. Denn deine Krankenversicherung beeinflusst nicht nur deinen monatlichen Fixkostenblock, sondern auch deine Sicherheit bei Krankheit, deine Familienplanung, deine Rücklagen und später auch deine Spielräume im Alter.

Die gute Nachricht: Du musst diese Entscheidung nicht aus Angst treffen. Du musst auch nicht sofort alles perfekt verstehen. Du brauchst eine ruhige Struktur, aktuelle Eckwerte und die richtigen Fragen. Genau dafür ist dieser Guide da.

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Krankenversicherungs-Checkliste + Rechner

Wenn du deine Entscheidung nicht nur lesen, sondern wirklich durchdenken willst: Hol dir die AJOURE´ Checkliste und den Excel-Rechner per E-Mail und gehe deine Zahlen Schritt für Schritt durch.

Redaktionelle Orientierung, keine Versicherungs-, Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.

Krankenversicherung als Selbstständige: Warum die Entscheidung so groß wirkt

Als Angestellte läuft vieles automatisch: Arbeitgeberanteil, Meldungen, Lohnabrechnung, Sozialversicherung. Als Selbstständige sitzt du plötzlich selbst am Steuer. Du zahlst deine Beiträge selbst, musst Ausfälle selbst abfedern und solltest wissen, welche Absicherung wirklich zu deinem Leben passt.

Gerade für Frauen ist diese Entscheidung oft emotional aufgeladen. Nicht, weil Frauen weniger rational entscheiden. Sondern weil bei vielen zusätzlich Themen wie schwankendes Einkommen, Care-Arbeit, Kinderwunsch, Teilzeitphasen, Rückkehr in eine Anstellung oder eine spätere finanzielle Neuorientierung mitschwingen.

Die zwei Grundwege: gesetzlich oder privat

Für Selbstständige gibt es im Kern zwei Wege: die freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder eine private Krankenversicherung (PKV). Beide können richtig sein. Beide können falsch sein, wenn sie nicht zu deiner Situation passen.

Gesetzliche Krankenversicherung: planbarer, solidarischer, einkommensabhängig

In der GKV orientiert sich dein Beitrag grundsätzlich an deinen beitragspflichtigen Einnahmen. 2026 liegt der allgemeine Beitragssatz bei 14,6 Prozent, der ermäßigte Beitragssatz bei 14,0 Prozent. Dazu kommt der individuelle Zusatzbeitrag deiner Krankenkasse. Als Orientierung wird für 2026 ein durchschnittlicher Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent genannt. Zusätzlich musst du die Pflegeversicherung einplanen.

Wichtig: Die GKV rechnet nicht unbegrenzt auf jedes Einkommen. Die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung liegt 2026 bei 5.812,50 Euro monatlich. Gleichzeitig gibt es für freiwillig Versicherte eine Mindestbemessungsgrundlage. Selbst wenn du weniger verdienst, kann also ein Mindestbeitrag anfallen.

GKV passt häufig gut, wenn dein Einkommen schwankt, du Familienversicherung brauchst, du Vorerkrankungen hast, du Kinder planst oder dir Planbarkeit wichtiger ist als ein möglicherweise niedrigerer Beitrag in jungen, gesunden Jahren.

Private Krankenversicherung: individueller, leistungsstark, langfristig anspruchsvoll

In der PKV hängt dein Beitrag nicht direkt von deinem Einkommen ab, sondern vor allem von Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Tarif, Leistungsumfang, Selbstbehalt und Beitragsentwicklung. Neue Tarife sind Unisex-Tarife; das Geschlecht darf bei neuen Verträgen nicht einfach als Preisfaktor genutzt werden.

Die PKV kann attraktiv wirken, wenn du gesund bist, gut verdienst, keine beitragsfreie Familienversicherung brauchst und Wert auf bestimmte Leistungen legst. Aber sie ist keine kurzfristige Sparlösung. Du brauchst langfristig Rücklagen für steigende Beiträge, musst Krankentagegeld sauber absichern und solltest die Rückkehr in die GKV nicht als Plan B einpreisen.

Der größte Fehler: nur den Monatsbeitrag vergleichen

Viele Vergleiche bleiben an der Oberfläche: GKV kostet X, PKV kostet Y. Das ist zu kurz gedacht. Entscheidend ist dein kompletter Absicherungsblock.

  • Krankenversicherung: Was kostet der eigentliche Schutz?
  • Pflegeversicherung: Was kommt zusätzlich dazu?
  • Krankengeld oder Krankentagegeld: Was passiert, wenn du sechs, acht oder zwölf Wochen ausfällst?
  • Selbstbehalt: Welche Kosten trägst du im Jahr selbst?
  • Familie: Müssen Partner oder Kinder mitversichert werden?
  • Alter: Kannst du Beiträge auch später noch tragen?

Genau deshalb enthält unser Rechner nicht nur eine einfache Monatszahl, sondern auch Pflegeversicherung, Selbstbehalt, Krankengeld-Frage und langfristige Orientierungswerte.

Was 2026 für die GKV wichtig ist

Für deine grobe Planung sind diese Werte besonders wichtig:

  • Allgemeiner Beitragssatz: 14,6 Prozent, relevant wenn Krankengeldanspruch berücksichtigt wird.
  • Ermäßigter Beitragssatz: 14,0 Prozent, wenn kein Krankengeldanspruch enthalten ist.
  • Zusatzbeitrag: kassenindividuell; der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt 2026 bei 2,9 Prozent.
  • Beitragsbemessungsgrenze: 5.812,50 Euro monatlich in der Krankenversicherung.
  • Pflegeversicherung: zusätzlich einplanen; der Satz hängt unter anderem davon ab, ob du Kinder hast.

Bitte prüfe vor einer echten Entscheidung immer die konkreten Werte deiner Krankenkasse. Der Artikel und der Rechner geben Orientierung, ersetzen aber keine individuelle Berechnung.

Krankengeld: der Punkt, den viele Selbstständige unterschätzen

Wenn du angestellt bist, ist Krankheit oft unangenehm, aber finanziell zumindest teilweise abgefedert. Als Selbstständige kann ein längerer Ausfall direkt deine Einnahmen treffen. Deshalb ist die Frage nach Krankengeld oder Krankentagegeld nicht nebensächlich, sondern zentral.

In der GKV musst du prüfen, ob und wie du Krankengeld absicherst. In der PKV brauchst du in der Regel ein passendes Krankentagegeld. Ohne diese Absicherung kann ein günstiger Monatsbeitrag trügerisch sein.

Familie, Kinderwunsch und Care-Arbeit: bitte ehrlich mitdenken

Wenn du Kinder planst, Angehörige versorgst oder perspektivisch weniger arbeiten möchtest, sollte die Entscheidung nicht nur auf dem aktuellen Einkommen basieren. Die GKV kann durch Familienversicherung und solidarische Struktur Vorteile haben. In der PKV braucht jede Person grundsätzlich einen eigenen Vertrag.

Das heißt nicht automatisch: Frauen sollten immer in der GKV bleiben. Es heißt nur: Eine gute Entscheidung rechnet mit deinem echten Leben, nicht nur mit einem idealen Business-Jahr.

Rückkehr in die GKV: kein Plan, auf den du dich blind verlassen solltest

Ein häufiger Denkfehler lautet: „Ich gehe jetzt privat, und wenn es später teuer wird, wechsle ich zurück.“ So einfach ist es oft nicht. Eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung kann je nach Alter, Erwerbsstatus und Vorversicherung schwierig sein. Besonders ab 55 Jahren gelten enge Regeln.

Wenn du die PKV prüfst, dann bitte als langfristige Entscheidung. Nicht als günstige Zwischenlösung.

Eine einfache Entscheidungshilfe

GKV spricht eher für dich, wenn:

  • dein Einkommen noch schwankt oder nicht dauerhaft hoch ist,
  • du Familie beitragsfrei mitversichern möchtest,
  • Vorerkrankungen oder laufende Behandlungen eine Rolle spielen,
  • du Kinder planst oder Care-Phasen realistisch sind,
  • du eine planbare, solidarische Lösung möchtest.

PKV solltest du sorgfältig prüfen, wenn:

  • du gesund bist und ein stabiles hohes Einkommen hast,
  • du keine Familienversicherung brauchst,
  • du bestimmte Leistungen oder schnellere Facharzttermine sehr hoch gewichtest,
  • du langfristige Beitragssteigerungen realistisch einkalkulierst,
  • du Krankentagegeld, Pflege und Altersbeiträge separat sauber planst.

So gehst du jetzt konkret vor

Erstens: Trage deine Zahlen in den AJOURE´ Krankenversicherungs-Rechner ein. Zweitens: Fülle die PDF-Checkliste aus und markiere alle Punkte, bei denen du unsicher bist. Drittens: Hole dir konkrete Werte von deiner Krankenkasse oder mehrere PKV-Angebote. Viertens: Stelle einer unabhängigen Beratung gezielte Fragen statt mit einem diffusen „Ich weiß nicht“ hineinzugehen.

Wenn du deine Selbstständigkeit insgesamt finanziell stabiler aufstellen willst, passen als nächster Schritt auch unser Notgroschen-Rechner, der Netto-Ziel-Rechner für Selbstständige und der Überblick Finanzen für Frauen.

FAQ: Krankenversicherung als Selbstständige

Was ist günstiger: GKV oder PKV?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei niedrigem oder schwankendem Einkommen ist die GKV oft planbarer. Bei hohem stabilem Einkommen kann die PKV günstiger wirken, muss aber mit langfristigen Beiträgen, Gesundheitsprüfung, Selbstbehalt und Krankentagegeld betrachtet werden.

Was ist die Beitragsbemessungsgrenze?

Die Beitragsbemessungsgrenze ist der maximale Einkommensbetrag, bis zu dem GKV-Beiträge berechnet werden. 2026 liegt sie in der Krankenversicherung bei 5.812,50 Euro monatlich.

Kann ich als Selbstständige in der GKV bleiben?

Ja, viele Selbstständige sind freiwillig gesetzlich versichert. Entscheidend sind deine Vorversicherung, deine Situation und die konkrete Anmeldung bei der Krankenkasse.

Ist die PKV für Frauen schlechter?

Nicht grundsätzlich. Neue PKV-Tarife sind Unisex-Tarife. Entscheidend sind nicht „Frau oder Mann“, sondern Alter, Gesundheitszustand, Tarif, Leistungen, Familienplanung und langfristige Finanzplanung.

Welche Absicherung brauche ich zusätzlich?

Prüfe besonders Krankengeld/Krankentagegeld, Berufsunfähigkeitsversicherung, Betriebshaftpflicht je nach Tätigkeit, Notgroschen und Altersvorsorge. Krankenversicherung ist nur ein Teil deiner finanziellen Sicherheit.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Sozialgesetzbuch V §§ 240, 241 und 243: beitragspflichtige Einnahmen und Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung.
  • Bundesregierung/BMAS: Sozialversicherungs-Rechengrößen 2026, insbesondere Beitragsbemessungsgrenze und Jahresarbeitsentgeltgrenze.
  • Bundesgesundheitsministerium und GKV-Schätzerkreis: durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2026.
  • Verbraucherzentrale: Informationen zur privaten Krankenversicherung, Wechsel und Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung.
  • PKV-Verband: Informationen zu privater Krankenversicherung, Basistarif und Tarifwechselrechten.

Foto: AI

Verkürzter Zyklus – was steckt dahinter?

Menstruationstasse und Zyklus-App - verkürzter Zyklus

Plötzlich kommt deine Periode früher als gewohnt, und das nicht nur einmal? Ein verkürzter Zyklus kann beunruhigend sein. Daher lohnt es sich, genauer hinzuschauen. In diesem Artikel erklären wir dir, was hinter einem kurzen Zyklus stecken kann, welche Warnzeichen du ernst nehmen solltest und was du jetzt konkret tun kannst.

Was gilt überhaupt als normaler Zyklus?

Der weibliche Zyklus dauert im Durchschnitt 28 Tage – aber das ist nur ein Richtwert.[1] Ein Zyklus zwischen 25 und 35 Tagen ist als normal anzusehen. Alles darunter wird medizinisch als verkürzter Zyklus (Polymenorrhoe) bezeichnet. Wichtig ist dabei nicht nur ein einzelner kurzer Zyklus, sondern das Muster: Wenn deine Periode regelmäßig häufiger als alle 3 Wochen kommt, solltest du das ärztlich abklären lassen.

Mögliche Ursachen: Warum wird dein Zyklus kürzer?

Ein plötzlich verkürzter Zyklus kann viele Ursachen haben. Die häufigsten Ursachen sind:

Hormonelle Schwankungen

Hormone sind sensible Botenstoffe – und sie reagieren auf fast alles. Stress, Schlafmangel oder starke Gewichtsveränderungen können das hormonelle Gleichgewicht durcheinanderbringen und dazu führen, dass dein Zyklus kürzer wird. Östrogen und Progesteron bestimmen den Takt deines Zyklus: Geraten sie aus dem Gleichgewicht, verschiebt sich auch der Rhythmus deiner Periode.

Perimenopause

Wenn du Mitte 40 bist oder älter, kann ein Zyklus, der immer kürzer wird, auf den Beginn der Wechseljahre hindeuten. In der sogenannten Perimenopause – der Phase vor der eigentlichen Menopause – verändert sich die Hormonproduktion der Eierstöcke. Studien zeigen, dass sich der Zyklus in dieser Phase im Durchschnitt um 2 bis 7 Tage verkürzen kann, bevor er schließlich unregelmäßig wird.

Schilddrüsenprobleme

Eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse zählt zu den häufig übersehenen Ursachen für Zyklusveränderungen. Die Schilddrüse beeinflusst direkt den Hormonspiegel und damit auch deinen Menstruationszyklus. Bei einer Überfunktion (Hyperthyreose) kann es zu einem kurzen Zyklus oder unregelmäßigen Blutungen kommen.

Polyp oder Myom

Gutartige Wucherungen in der Gebärmutter, wie Polypen oder Myome, können die Zykluslänge beeinflussen. Sie verändern die Gebärmutterschleimhaut und können dazu führen, dass die Blutung früher einsetzt oder stärker wird.

Stress und Lebensstil

Chronischer Stress beeinflusst über die sogenannte HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse) direkt die Hormonausschüttung. Wer dauerhaft unter Druck steht, hat ein erhöhtes Risiko für einen plötzlich verkürzten Zyklus – denn der Körper reagiert auf Belastung, indem er Prioritäten setzt.

Warnzeichen: Wann solltest du zum Arzt?

Nicht jede Zyklusveränderung ist ein Notfall – aber einige Signale solltest du nicht auf die lange Bank schieben:

  • Periode alle 2 Wochen oder häufiger: Wenn deine Blutung schon nach 2 Wochen erneut einsetzt, ist das ein klares Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Sprich zeitnah mit deinem Gynäkologen.
  • Starke Schmerzen oder ungewöhnlich starke Blutung: Beides kann auf strukturelle Veränderungen in der Gebärmutter hinweisen.
  • Dein Zyklus wird immer kürzer über mehrere Monate: Wenn sich der Trend fortsetzt und der Abstand zwischen den Blutungen kontinuierlich abnimmt, ist eine gynäkologische Untersuchung dringend empfohlen.
  • Zwischenblutungen: Blutungen außerhalb der eigentlichen Periode sollten immer abgeklärt werden.
  • Unerfüllter Kinderwunsch: Ein kurzer Zyklus kann die Eireifung beeinflussen und die Fruchtbarkeit mindern. Wenn du schwanger werden möchtest, ist eine frühzeitige Abklärung wichtig.

Was du jetzt tun kannst

  • Zyklus tracken: Nutze eine App oder ein Notizbuch, um deine Zykluslänge, Blutungsstärke und Begleitbeschwerden zu dokumentieren. Das gibt dir – und deiner Ärztin – wertvolle Informationen.
  • Blutbild und Hormonstatus checken lassen: Ein einfacher Bluttest kann Schilddrüsenwerte, Östrogen, Progesteron und weitere wichtige Parameter zeigen.
  • Stress aktiv reduzieren: Yoga, Atemübungen oder regelmäßige Bewegung können helfen, das hormonelle Gleichgewicht zu unterstützen.
  • Schlaf priorisieren: Schlafmangel wirkt sich direkt auf die Hormonproduktion aus. Ausreichend Schlaf ist eine Grundvoraussetzung für einen stabilen Zyklus.
  • Gynäkologen aufsuchen: Besonders wenn dein Zyklus plötzlich kürzer wird, du Periode alle 2 Wochen hast oder dein Zyklus immer kürzer wird, ist ein ärztliches Gespräch der wichtigste Schritt.

Fazit

Ein verkürzter Zyklus ist nicht automatisch gefährlich – aber er ist ein Signal deines Körpers, das du ernst nehmen solltest. Ob Stress, Hormone oder eine behandelbare Erkrankung: Die Ursachen sind vielfältig, und die gute Nachricht ist, dass die meisten davon gut behandelbar sind. Hör auf deinen Körper, halte deinen Zyklus im Blick – und scheue dich nicht, Unterstützung zu holen, wenn sich etwas verändert.


[1] „Weiblicher Zyklus – Wann sind die fruchtbaren Tage?“ Frauenaerzte-im-netz.de, www.frauenaerzte-im-netz.de/familienplanung-verhuetung/natuerliche-familienplanung/weiblicher-zyklus-wann-sind-die-fruchtbaren-tage/. Zugegriffen 2. Juni 2026.

[2] „Hormonstörungen“. Frauenaerzte-im-netz.de, www.frauenaerzte-im-netz.de/erkrankungen/hormonstoerungen/. Zugegriffen 2. Juni 2026.

[3] Delamater, Lara, und Nanette Santoro. „Management of the Perimenopause“. Clinical Obstetrics and Gynecology, Bd. 61, Nr. 3, 2018, S. 419–432, doi:10.1097/GRF.0000000000000389.

 

Foto: Seventyfour / stock.adobe.com

Gehaltsverhandlung nach Elternzeit: So verhandelst du deine Rückkehr fair

Berufstätige Mutter bereitet Gehaltsverhandlung nach Elternzeit am Schreibtisch vor

Die Rückkehr aus der Elternzeit ist selten nur ein organisatorischer Termin. Sie ist oft ein innerer Übergang: Du kommst zurück in einen Job, aber nicht in exakt dieselbe Lebenssituation. Du hast vielleicht weniger planbare Zeit, mehr Verantwortung zu Hause und trotzdem den Wunsch, beruflich nicht kleiner zu werden.

Genau deshalb ist die Gehaltsverhandlung nach Elternzeit so sensibel. Viele Frauen denken: „Ich sollte erstmal wieder reinkommen.“ Oder: „Ich bin froh, wenn alles klappt.“ Das ist verständlich. Aber dein Gehalt, deine Stunden, deine Rolle und dein nächster Entwicklungsschritt sollten nicht einfach nebenbei passieren.

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Warum du nach der Elternzeit nicht automatisch bei null startest

Elternzeit bedeutet nicht, dass deine berufliche Erfahrung gelöscht wurde. Dein Arbeitsverhältnis besteht während der Elternzeit fort. Nach Ende der Elternzeit lebt es grundsätzlich nach den arbeitsvertraglichen Vereinbarungen wieder auf. Gleichzeitig können sich Markt, Team, Aufgaben und Gehaltsbänder verändert haben.

Darum geht es in deinem Gespräch nicht darum, dankbar um einen Platz zu bitten. Es geht darum, deine Rückkehr professionell zu sortieren: Welche Rolle übernimmst du? Welche Verantwortung trägst du? Wie wird deine Arbeitszeit bewertet? Und passt dein Gehalt noch zu Markt und Leistung?

Der finanzielle Teil: Warum die Lücke langfristig weh tun kann

Viele Mütter erleben nach Geburt, Elternzeit oder Teilzeitphase einen Knick in Einkommen, Sichtbarkeit oder Karrieregeschwindigkeit. Dieser Effekt wird oft als Motherhood Penalty beschrieben. Das muss nicht in jedem Einzelfall passieren, aber es ist ein reales Muster: Weniger bezahlte Stunden, längere Pausen und geringere Aufstiegschancen können sich über Jahre auf Rücklagen, Vorsorge und Rente auswirken.

Das Statistische Bundesamt zeigt, wie stark Arbeitszeit und Elternschaft zusammenhängen: 2024 arbeiteten bei Eltern mit Kindern unter sechs Jahren 74,4 Prozent der erwerbstätigen Mütter in Teilzeit, aber nur 8,7 Prozent der Väter. Genau deshalb ist der Blick auf Einkommen nicht oberflächlich. Er ist ein Teil deiner finanziellen Sicherheit.

Passt dazu

Wenn du die größere Lohnlücke verstehen möchtest, lies auch unseren Artikel Gender Pay Gap: Was dich die Lohnlücke wirklich kostet.

Vorbereitung: Die drei Zahlen, die du brauchst

Bevor du in ein Gespräch gehst, solltest du drei Zahlen kennen. Erstens: dein letztes Jahresbrutto vor der Elternzeit. Zweitens: dein aktuelles oder angebotenes Jahresbrutto. Drittens: ein realistischer Marktwert für deine Rolle heute.

Der Marktwert ist keine perfekte Wahrheit. Aber er verhindert, dass dein altes Gehalt zum einzigen Anker wird. Nutze Gehaltsportale, Gespräche mit Recruiterinnen, Branchenkontakte oder interne Gehaltsbänder, wenn es sie gibt.

Was du im Gespräch sagen kannst

Eine gute Gehaltsverhandlung nach Elternzeit klingt nicht aggressiv. Sie klingt vorbereitet. Zum Beispiel:

Formulierung:

„Ich freue mich auf die Rückkehr und möchte meine Rolle auch gehaltlich sauber einordnen. Mein letztes Gehalt lag bei [X]. Seitdem haben sich Markt, Rahmenbedingungen und Aufgaben verändert. Auf Basis meiner Recherche sehe ich für meine Rolle heute eine faire Spanne von [Y] bis [Z]. Ich möchte deshalb über eine Anpassung auf [Zielwert] sprechen.“

Wenn du noch unsicher bist, hilft dir zusätzlich unser allgemeiner Guide Gehaltsverhandlung für Frauen. Dieser Artikel hier ist die spezifische Ergänzung für Rückkehr, Elternzeit und Teilzeit.

Wenn dein Arbeitgeber abwarten möchte

Ein häufiges Gegenargument lautet: „Komm erstmal wieder an.“ Du kannst das ernst nehmen, ohne dich dauerhaft auf ein altes Gehalt festlegen zu lassen. Frage nach einem verbindlichen Review-Termin, klaren Kriterien und einer Zielspanne.

Beispiel: „Ich verstehe, dass wir meine Rückkehr im Alltag sehen möchten. Mir ist aber wichtig, dass wir nicht dauerhaft bei einem alten Gehaltsanker bleiben. Können wir einen Review in drei Monaten vereinbaren, mit klaren Kriterien und einer konkreten Zielspanne?“

Teilzeit: Monatsgehalt ist nicht der einzige Wert

Wenn du nach der Elternzeit in Teilzeit zurückkommst, wird oft nur über das reduzierte Monatsgehalt gesprochen. Wichtig ist aber auch dein Stundenwert. Weniger Stunden bedeuten nicht automatisch weniger Wert pro Stunde. Prüfe also: Welche Verantwortung trägst du? Welche Aufgaben bleiben? Und wird deine Rolle fair auf die neue Arbeitszeit angepasst?

Was du schriftlich festhalten solltest

Nach dem Gespräch solltest du die wichtigsten Punkte per E-Mail zusammenfassen: Gehalt, Startdatum, Arbeitszeit, Review-Termin, Kriterien für die nächste Anpassung und offene Punkte. Das ist kein Drama, sondern professionelle Dokumentation.

Downloads: So nutzt du das Rückkehr-Paket

Die Checkliste führt dich durch die Vorbereitung. Das Skripte-PDF gibt dir Formulierungen für verschiedene Gesprächssituationen. Der Excel-Rechner zeigt dir, welche Größenordnung eine Lücke zwischen aktuellem Angebot und Marktwert langfristig haben kann. Die Zahl ist kein Urteil, sondern ein Orientierungspunkt.

FAQ: Gehaltsverhandlung nach Elternzeit

Sollte ich direkt nach der Elternzeit über Gehalt sprechen?

Ja, wenn sich Rolle, Markt, Verantwortung oder Arbeitszeit geändert haben. Wichtig ist, das Gespräch sachlich vorzubereiten und nicht nur aus einem Gefühl heraus zu führen.

Habe ich nach Elternzeit Anspruch auf mein altes Gehalt?

Das Arbeitsverhältnis besteht während der Elternzeit fort. Nach Ende der Elternzeit lebt es grundsätzlich nach den arbeitsvertraglichen Vereinbarungen wieder auf. Bei individuellen Konflikten solltest du arbeitsrechtliche Beratung einholen.

Wie bereite ich eine Gehaltsverhandlung nach Elternzeit vor?

Sammle dein letztes Gehalt, realistische Vergleichswerte, deine bisherigen Ergebnisse und deine gewünschte Rolle. Lege Wunschwert, Zielwert und Untergrenze fest.

Was ist die Motherhood Penalty?

Der Begriff beschreibt finanzielle und berufliche Nachteile, die Mütter nach Geburt, Elternzeit, Teilzeit oder Care-Arbeit erleben können. Er ist kein individueller Fehler, sondern ein strukturelles Muster.

Was kann ich verhandeln, wenn das Gehalt nicht sofort steigt?

Möglich sind ein verbindlicher Review-Termin, Weiterbildungsbudget, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Regelungen, ein klarer Entwicklungsplan oder ein schriftlich definierter nächster Gehaltsschritt.

Quellen

Foto: AI

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