Start Blog

Medizinische Eingriffe im Sommer? Warum die warme Jahreszeit sogar Vorteile haben kann

Lächelnde Frau in Arztpraxis - Operation im Sommer
Operationen im Sommer: Wichtiger als die Jahreszeit ist die richtige Nachsorge. © Freepik, wavebreakmedia_micro

Wer eine Operation plant, entscheidet sich häufig bewusst für die kühleren Monate. Viele befürchten, dass hohe Temperaturen, intensive Sonneneinstrahlung oder das Tragen von Kompressionskleidung den Heilungsprozess im Sommer erschweren könnten. Tatsächlich halten sich rund um medizinische Eingriffe in der warmen Jahreszeit zahlreiche Mythen. Viele verschieben geplante Operationen auf Herbst oder Winter – aus Sorge, Hitze und Sonne könnten den Heilungsprozess beeinträchtigen.

Dabei ist die Jahreszeit allein kein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Genesung. Viel wichtiger sind eine gute Vorbereitung, eine konsequente Nachsorge und die Einhaltung der ärztlichen Empfehlungen. Unter diesen Voraussetzungen können viele medizinische Eingriffe auch in den Sommermonaten durchgeführt werden. Für einige Patientinnen und Patienten bietet die warme Jahreszeit sogar besondere Vorteile: Die Urlaubszeit ermöglicht ausreichend Ruhe, weniger Alltagsstress und mehr Zeit für die eigene Erholung.

Laura Bernunzo
© Laura Bernunzo – Leitung Geschäftsbereich Lipödemzentrum bei S-thetic

Laura Bernunzo weiß das aus eigener Erfahrung. Die Kölnerin hat Lipödem und ließ sich bereits an Armen und Beinen operieren. Alle ihre Lipödem-Operationen plante sie bewusst in den Sommermonaten. Für sie überwogen die Vorteile. Aus ihren eigenen Erfahrungen hat Laura einige Tipps zusammengestellt, die Betroffenen nach einer Operation in der warmen Jahreszeit helfen können.

Ausreichend trinken

Gerade bei hohen Temperaturen benötigt der Körper ausreichend Flüssigkeit. Viel Wasser sowie elektrolythaltige Getränke oder Kokoswasser können dabei helfen, den Flüssigkeitshaushalt zu unterstützen und den Kreislauf zu stabilisieren.

Direkte Sonne vermeiden

Frische Narben reagieren empfindlich auf UV-Strahlung. Deshalb sollten Operationsnarben konsequent vor direkter Sonne geschützt werden. Je nach Heilungsstand sollte Sonnenschutz nur nach ärztlicher Empfehlung eingesetzt werden – häufig ist zunächst eine Abdeckung durch Kleidung die bessere Wahl.

Starke Hitze meiden

Lange Sonnenbäder, Saunagänge oder heiße Vollbäder können den Körper zusätzlich belasten und Schwellungen verstärken. Besonders in der ersten Heilungsphase sollte starke Hitze vermieden werden.

Kompressionskleidung konsequent tragen

Nach einer Lipödem-Operation gehört Kompressionskleidung für viele Patientinnen und Patienten zur wichtigen Nachsorge. Auch wenn sie bei sommerlichen Temperaturen zunächst ungewohnt oder unangenehm sein kann, kann sie den Heilungsverlauf positiv begleiten.

In Bewegung bleiben – aber mit Maß

Schonende Bewegung ist nach vielen Eingriffen wichtig. Kurze Spaziergänge können die Durchblutung fördern und den Kreislauf in Schwung bringen. Intensive sportliche Aktivitäten oder größere körperliche Belastungen sollten jedoch erst wieder aufgenommen werden, wenn die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt dies empfiehlt.

Geduld haben

Auch wenn der Sommer zu Aktivitäten im Freien einlädt: Schwimmbad, Meer und ausgiebige Sonnenbäder sollten erst dann wieder möglich sein, wenn die Wunden vollständig verheilt sind. Der richtige Zeitpunkt sollte immer individuell mit dem medizinischen Team abgestimmt werden.

Fazit: „Gute Genesung hängt nicht vom Wetter ab!“

Eine Operation im Sommer muss kein Nachteil sein. Entscheidend ist nicht die Jahreszeit, sondern der Umgang mit der Heilungsphase. Wer ausreichend Zeit für die Regeneration einplant, auf die Signale des eigenen Körpers hört und die ärztlichen Empfehlungen befolgt, kann die warmen Monate sogar gezielt für die Erholung nutzen.

Kratom im Trend – was steckt hinter dem unbekannten Baum?

In vielen Fitness-Shops steht mit Kratom ein neues Produkt zur Verfügung, das weder zu den Nahrungsergänzungsmitteln noch zu den Lebensmitteln gehört. Trotzdem wird es unter Influencern und Kennern gehypt. Was hinter dem Produkt steckt, ist dabei oft unbekannt und auch über den Ursprung ist das Wissen noch nicht umfassend. Wir klären auf.

Ein Baum aus Südostasien – das steckt hinter Kratom

Botanisch gesehen handelt es sich bei Kratom um den Baum Mitragyna speciosa, der zur Familie der Rötegewächse gehört und damit eng mit dem Kaffeestrauch verwandt ist. Das Interesse an dieser Pflanze konzentriert sich auf die in den Blättern enthaltenen Alkaloide, allen voran Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin.

Diese chemischen Verbindungen interagieren im menschlichen Körper mit den Opioidrezeptoren, weshalb die Wirkung oft als untypisch beschrieben wird.

Da das Pulver in Deutschland nicht als Lebensmittel oder Arzneimittel zugelassen ist, deklarieren Händler es häufig als Anschauungsmaterial, Sammlerobjekt oder Naturfarbstoff. Der Konsum und Verkauf des unbehandelten Pflanzenmaterials sind in einem seriösen Kratom Online Shop legal, solange keine Heilsversprechen abgegeben oder Missbrauchszwecke gefördert werden.

Dennoch warnen Institutionen wie das Bundesinstitut für Risikobewertung vor den unkalkulierbaren Risiken, da die Dosierung schwierig ist und Schadstoffbelastungen vorkommen können.

Zu welchen Zwecken wird Kratom eingesetzt?

Die Motivationen für die Nutzung im Alltag sind vielfältig, da die Inhaltsstoffe je nach zugeführter Menge gegensätzliche Effekte im Organismus auslösen. Anwender nutzen das Pulver meist in getrockneter Form, um es als Tee aufzubrühen oder direkt mit Flüssigkeit einzunehmen.

In niedrigen Dosen, wenn nur wenige Gramm genutzt werden, soll Kratom vor allem stimulierend und anregend wirken. So mancher Nutzer spricht über mehr Energie und eine bessere Aufmerksamkeit, die Wirkung wird gerne mit einer starken Tasse Kaffee verglichen.

In diesem Zustand wird das Mittel oft zur Bewältigung von Müdigkeit oder zur Motivationssteigerung bei der Arbeit eingesetzt.

Wenn die Dosierung dann aber gehört wird, ändert sich die Wirkung. Bei hohen Dosen sind tiefe körperliche Entspannung bis zur Sedierung berichtet, manche Menschen sprechen darüber, dass ihr Nervensystem gedämpft wird.

Einige Anwender benutzen Kratom dazu, chronische Schmerzen oder Schlafstörungen zu lindern, allerdings gibt es bislang keine validen Studien, die einen echten Effekt belegen.

Wo kommt Kratom ursprünglich her?

Der Baum ist in den tropischen Regenwäldern Südostasiens beheimatet, wobei die Hauptvorkommen in Thailand, Malaysia, Myanmar und Indonesien liegen.

In den Herkunftsländern gehört die Nutzung von Kratom zur Volksmedizin, die meisten Bauern und Feldarbeiter kauen einfach auf den Blättern herum, um sich davon stimulieren zu lassen. In der Vergangenheit soll das Mittel vor allem dazu verwendet worden sein, Hunger und Hitze zu ertragen.

In einigen Ländern wie Thailand war der Baum streng verboten, dann wurde der Status aber gelockert und ist in einen staatlichen Markt übergegangen.

Wie wird Kratompulver gewonnen?

Im Handel findest du vor allem grünes Pulver, das ein bisschen an Matcha erinnert. Gewonnen wird es in einem mehrstufigen Prozess, bei dem die Blätter von Hand gepflückt werden. Je nach Alter und Färbung der Blattadern ist das Pulver später zusammengesetzt.

Nach der Ernte werden die Blätter gründlich gewaschen und je nach Sorte entweder im Dunkeln oder unter direkter Sonneneinstrahlung getrocknet. Durch diesen Fermentationsprozess verändern sich die chemischen Eigenschaften der Wirkstoffe.

Ist das Material komplett trocken und bröselig, entfernt man die harten Blattadern und vermahlt den Rest zum gewohnten Pulver, das in den Handel kommt.

 

Foto: wasanajai / stock.adobe.com

Wohlbefinden steigern: Die Rolle von Schlaf

Frau streckt sich im Bett - Wohlbefinden steigern: Die Rolle von Schlaf

Erholsamer Schlaf ist die Grundlage für körperliche und psychische Gesundheit. Trotzdem ist vielen Menschen nicht bewusst, wie stark der Schlaf ihr tägliches Wohlbefinden prägt. Wer morgens gerädert aufwacht, kämpft den ganzen Tag mit Konzentrationsproblemen, Reizbarkeit und anhaltender Erschöpfung. Entscheidend ist dabei nicht nur die Schlafdauer, sondern in erster Linie die Qualität der Nachtruhe. Schon kleine Anpassungen der Schlafumgebung oder der Abendroutine können die Schlafqualität merklich steigern. Dieser Artikel beleuchtet im Folgenden, welche biologischen und psychologischen Mechanismen hinter einem wirklich erholsamen Schlaf stecken, warum bestimmte Schlafphasen für die körperliche und geistige Regeneration besonders wertvoll sind und mit welchen alltagstauglichen Strategien, die sich ohne großen Aufwand umsetzen lassen, sich die Schlafqualität gezielt und dauerhaft anheben lässt.

Wie Schlafmangel das emotionale Gleichgewicht und die Stressresistenz im Alltag beeinflusst

Chronischer Schlafentzug, der über einen längeren Zeitraum andauert, wirkt sich unmittelbar und in erheblichem Maße auf die emotionale Stabilität sowie die psychische Belastbarkeit eines Menschen aus. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen eindeutig, dass bereits zwei aufeinanderfolgende Nächte mit weniger als sechs Stunden Schlaf die Aktivität der Amygdala, also des Hirnareals, das für die Verarbeitung von Angst und Stress zuständig ist, merklich erhöhen. Alltägliche Situationen wie Stau oder Kritik lösen dann übertrieben starke emotionale Reaktionen aus.

Stresshormone und der Schlaf-Wach-Rhythmus

Der Cortisolspiegel folgt einem natürlichen Tagesrhythmus. Morgens steigt er an, um Wachheit zu fördern, und sinkt abends wieder ab. Bei dauerhaftem Schlafmangel bleibt der Cortisolspiegel auch nachts erhöht, was das Einschlafen zusätzlich erschwert. Ein Teufelskreis entsteht, der ohne bewusste Gegenmaßnahmen kaum zu durchbrechen ist. Wer wirksame Entspannungsmethoden für die mentale Gesundheit in den Abend integriert, kann diesen Kreislauf unterbrechen und das Nervensystem gezielt beruhigen.

Soziale Auswirkungen von Schlafdefizit

Neben der persönlichen Belastung, die Betroffene im Alltag spüren, leidet auch das soziale Miteinander erheblich unter chronisch schlechtem Schlaf, da zwischenmenschliche Beziehungen zunehmend beeinträchtigt werden. Studien belegen, dass übermüdete Personen Gesichtsausdrücke häufiger falsch interpretieren und weniger Empathie zeigen. In Partnerschaften führt das zu vermehrten Konflikten, im beruflichen Umfeld zu Missverständnissen. Langfristig kann sich daraus eine Abwärtsspirale entwickeln, bei der soziale Isolation und Schlafstörungen sich gegenseitig verstärken, weil der zunehmende Rückzug aus zwischenmenschlichen Beziehungen den Stresspegel erhöht, was wiederum das Ein– und Durchschlafen erheblich erschwert und die Betroffenen in einen Kreislauf treibt, aus dem sie ohne gezielte Hilfe nur schwer herausfinden.

Welche Schlafphasen für die körperliche und mentale Regeneration tatsächlich bedeutsam sind

Nicht jede Minute Schlaf trägt gleichermaßen zur Erholung bei, da die verschiedenen Schlafphasen, die der Körper während der Nacht durchläuft, sich in ihrer Wirkung auf die körperliche und geistige Regeneration deutlich unterscheiden. Unser Schlaf besteht aus mehreren Zyklen von je rund 90 Minuten mit verschiedenen Phasen. Vor allem Tiefschlaf und REM-Phase spielen dabei eine besondere Rolle.

Tiefschlaf als Motor der körperlichen Erneuerung

In den Tiefschlafphasen, die vorwiegend in der ersten Nachthälfte auftreten, schüttet der Körper Wachstumshormone aus. Diese fördern die Zellreparatur, stärken das Immunsystem und unterstützen den Muskelaufbau. Wer regelmäßig vor Mitternacht einschläft, verlängert typischerweise diese kostbare Phase. Die Liegefläche spielt dabei eine unterschätzte Rolle: Durchgelegene oder unpassende Matratzen stören die Tiefschlafphase durch unbewusste Lagekorrekturen. Wer komfortable Matratzen für besseren Schlaf sucht, findet in Toppern eine wirkungsvolle Möglichkeit, den vorhandenen Schlafplatz aufzuwerten, ohne die gesamte Matratze austauschen zu müssen.

REM-Schlaf und kognitive Leistungsfähigkeit

Die REM-Phasen, die gegen Morgen deutlich an Dauer und Häufigkeit zunehmen, spielen eine entscheidende Rolle bei der Verarbeitung emotionaler Erlebnisse sowie bei der Festigung und Konsolidierung von Gedächtnisinhalten. Wer regelmäßig zu früh aufwacht oder durch den Wecker aus dem REM-Schlaf gerissen wird, hat oft Probleme, neue Inhalte zu lernen. Ein gleichmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus, auch am Wochenende, schützt diese empfindliche Phase und stärkt die geistige Belastbarkeit.

So lässt sich die Schlafumgebung mit dem passenden Topper für spürbar mehr Liegekomfort verbessern

Die Beschaffenheit des Schlafplatzes, die von zahlreichen Faktoren wie Raumklima, Beleuchtung und der gewählten Unterlage abhängt, beeinflusst die Nachtruhe deutlich stärker, als viele Menschen es vermuten würden, weshalb diesem Aspekt besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Temperatur, Licht, Geräusche und Liegefläche bestimmen die Schlafqualität. Besonders die Liegefläche verdient eine genauere Betrachtung, da Druckpunkte, die vor allem an Schultern und Hüfte entstehen, wenn die Matratze den Körper nicht ausreichend stützt oder sich nicht an die natürliche Körperform anpasst, zu den häufigsten Ursachen für nächtliches Aufwachen und unruhigen Schlaf gehören.

Ein gut verarbeiteter Topper, der aus sorgfältig ausgewählten Materialien gefertigt ist, passt sich der individuellen Körperkontur des Schlafenden an und sorgt dafür, dass das Körpergewicht über die gesamte Liegefläche hinweg deutlich gleichmäßiger verteilt wird, was den Schlafkomfort spürbar verbessert. Das verringert Druckstellen und sorgt dafür, dass Durchschlafstörungen deutlich seltener auftreten. Bei der Auswahl zählen vor allem die Materialqualität, die Atmungsaktivität und die passenden Maße des Toppers. Auch Marken wie Matratzenschutz24 lassen sich an transparenten Produktangaben und geprüfter Materialqualität messen. Letztlich bleibt es ratsam, verschiedene Materialien wie Kaltschaum, Gelschaum oder Latex sorgfältig anhand des eigenen Schlafverhaltens und der persönlichen Vorlieben miteinander zu vergleichen, bevor man eine endgültige Entscheidung für einen bestimmten Topper trifft.

Neben der Liegefläche sind weitere Faktoren wichtig. Die Raumtemperatur sollte zwischen 16 und 18 Grad betragen. Verdunklungsvorhänge blockieren störendes Licht, und ein ruhiges Schlafzimmer ohne Elektronik erleichtert das Abschalten.

Vier alltagstaugliche Gewohnheiten, mit denen sich die Schlafqualität ab heute Abend gezielt verbessern lässt

Verhaltensänderungen zeigen oft innerhalb weniger Wochen messbare Ergebnisse. Die folgenden vier Strategien lassen sich im Alltag ohne großen Aufwand in die Praxis umsetzen:

  1. Feste Schlafenszeiten einhalten: Regelmäßige Bett- und Aufstehzeiten stabilisieren den zirkadianen Rhythmus innerhalb von zehn bis vierzehn Tagen.
  2. Bildschirmzeit ab 20 Uhr reduzieren: Blaues Licht hemmt Melatonin – abends lieber Buch, Musik oder Atemübungen nutzen.
  3. Koffein nur bis 14 Uhr: Die Halbwertszeit beträgt ca. fünf Stunden – spätnachmittags kann Kaffee das Einschlafen um bis zu 40 Minuten verzögern.
  4. Abendritual etablieren: Wiederkehrende Rituale wie warme Duschen, Stretching oder ein Dankbarkeitstagebuch signalisieren dem Gehirn die nahende Ruhephase.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet in der Rubrik für gesundheitsbewusste Lebensführung viele weiterführende Impulse. Kleine, konsequent umgesetzte Veränderungen erzielen langfristig oft bessere Ergebnisse als radikale Umstellungen, die nach wenigen Tagen wieder aufgegeben werden.

Warum dauerhaftes Wohlbefinden nur mit einer bewussten Schlafstrategie gelingt

Ernährung, Bewegung und Stressmanagement werden allgemein als die drei Säulen eines gesunden Lebensstils angesehen. Der Schlaf wird dabei häufig vergessen oder in seiner Bedeutung unterschätzt, obwohl er, wie zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, alle drei genannten Bereiche in einem erheblichen Ausmaß beeinflusst und somit als unverzichtbare Grundlage für einen wirklich gesunden Lebensstil betrachtet werden sollte. Ohne ausreichende Nachtruhe sinkt nicht nur die Motivation für regelmäßigen Sport, sondern auch die Lust auf ausgewogene Mahlzeiten nimmt deutlich ab, während gleichzeitig bewährte Stressbewältigungsstrategien zunehmend ihre gewohnte Wirksamkeit verlieren.

Eine bewusste Schlafstrategie umfasst mehr als das bloße Einhalten einer bestimmten Stundenzahl. Es geht darum, die eigenen Schlafmuster zu kennen, störende Faktoren systematisch zu beseitigen und die Schlafumgebung regelmäßig zu überprüfen. Die Deutsche Hirnstiftung bietet hierzu wertvolle Einblicke und fundierte Empfehlungen für besseren Schlaf und mehr Wohlbefinden, die auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

Wer die Nachtruhe als festen und unverzichtbaren Bestandteil der eigenen Selbstfürsorge betrachtet, schafft damit eine solide Grundlage für dauerhafte Vitalität und langfristige körperliche wie geistige Widerstandskraft. Schlaf ist kein Luxus, den man leichtfertig zugunsten anderer Aktivitäten opfern sollte, sondern vielmehr eine grundlegende biologische Notwendigkeit, die sowohl den Körper als auch den Geist jeden Tag aufs Neue regeneriert und stärkt. Eine Investition in besseren Schlaf zahlt sich in jedem Lebensbereich aus – von der beruflichen Leistungsfähigkeit über zwischenmenschliche Beziehungen bis hin zur allgemeinen Lebensfreude.


Häufig gestellte Fragen

Welche Raumtemperatur fördert das Einschlafen am besten?

Die ideale Schlafzimmertemperatur liegt zwischen 16 und 19 Grad Celsius. Bei höheren Temperaturen fällt es dem Körper schwer, die notwendige Absenkung der Kerntemperatur einzuleiten, die für tiefe Schlafphasen erforderlich ist. Ein gut belüfteter Raum und atmungsaktive Bettwäsche unterstützen die natürliche Temperaturregulation während der Nacht.

Wie wirkt sich Alkohol am Abend wirklich auf die Schlafqualität aus?

Alkohol mag das Einschlafen zunächst beschleunigen, sabotiert jedoch die wichtigen REM-Phasen in der zweiten Nachthälfte. Der Körper ist mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt, was zu häufigem Erwachen und unruhigem Schlaf führt. Bereits zwei Gläser Wein können die Regenerationsleistung des Schlafs um bis zu 40 Prozent verringern und den Erholungswert einer ganzen Nacht zunichtemachen.

Welche Matratze ist am besten für einen erholsamen Schlaf geeignet?

Die optimale Matratze passt sich der individuellen Körperkontur an und stützt die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Form. Bei Matratzenschutz24 finden Sie komfortable Matratzen für besseren Schlaf, die durch punktgenaue Druckentlastung nächtliche Ausgleichsbewegungen minimieren. Besonders Menschen mit Rückenproblemen oder Verspannungen profitieren von einer ergonomisch abgestimmten Liegefläche.

Was kann ich tun wenn ich nachts häufig aufwache?

Nächtliches Erwachen lässt sich oft durch feste Rituale reduzieren: Vermeiden Sie schwere Mahlzeiten nach 19 Uhr und reduzieren Sie die Flüssigkeitsaufnahme ab dem späten Nachmittag. Atemübungen wie die 4-7-8-Methode helfen beim Wiedereinschlafen. Sollten Sie länger als 20 Minuten wach liegen, verlassen Sie kurz das Schlafzimmer und kehren erst bei erneuter Müdigkeit zurück.

Wie lange vor dem Schlafengehen sollte ich auf Bildschirme verzichten?

Experten empfehlen mindestens 60 bis 90 Minuten vor dem Zubettgehen auf Smartphone, Tablet und Computer zu verzichten. Das blaue Licht der Bildschirme hemmt die Melatoninproduktion und signalisiert dem Gehirn fälschlicherweise Tageslicht. Wer auf digitale Geräte nicht verzichten kann, sollte zumindest einen Blaulichtfilter aktivieren oder eine Brille mit entsprechender Beschichtung tragen.

 

Foto: Rido / stock.adobe.com

The Bear: King of the Kitchen: Ein letztes Wiedersehen mit Carmy und seinem Signature Look!  

Disney+ serviert das Dessert! Am 26. Juni startet die fünfte und finale Staffel „The Bear: King of the Kitchen“ exklusiv auf Disney+ und den Fans schmeckt es. Mit der Serie wurde Chef Carmy weltberühmt und für seinen ikonischen Serienlook gefeiert. Wer neben Darsteller Jeremy Allen White auch noch T-Shirt-Geschichte schrieb:

James Dean

Sein Look aus Jeans, weißem T-Shirt und Lederjacke wurde zum Sinnbild jugendlicher Rebellion. Besonders mit dem Film“ Rebel Without a Cause“ wird dieser Stil verbunden.


 

Marlon Brando

In „A Streetcar Named Desire“ machte er ein enganliegendes weißes T-Shirt zu einem weltweiten Männlichkeits- und Stil-Statement.


 

Steve McQueen

Kaum jemand verkörperte mühelose Coolness so sehr wie McQueen. Ein weißes T-Shirt, Chinos oder Jeans und eine Sonnenbrille reichten für einen legendären Look. Er etablierte das weiße Shirt als Fashion-Must-Have.


 

Jennifer Aniston

Als moderne Stil-Ikone wurde sie häufig für ihren cleanen, zeitlosen Look gelobt. Weißes T-Shirt, Jeans und schlichtes Styling gehören zu ihren bekanntesten Fashion-Signatures. So lieben die Fans sie auf dem „Friends-Sofa“.


 

Jeremy Allen White

Seit Jeremy Allen White in „The Bear“ ein weißes T-Shirt aus Deutschland trug, ist ein wahrer Hype ausgebrochen. Der „Chef“ wird seitdem für seinen ikonischen Look feiert und zeigt wie cool ein simpler Look sein kann.


 

Zum Staffelfinale verlosen wir zwei Merz b. Schwanen Shirts in Größe M sowie zwei limitierte Kochbücher zur Serie.

215 Loopwheeled Classic Fit Midweight T-Shirt

https://www.merzbschwanen.com/de/products/mens-loopwheeled-t-shirt-7-2oz-sq-yd-classic-fit-4

Die fünfte und finale Staffel der FX Serie „The Bear: King of the Kitchen“ setzt am Morgen nach einer Hiobsbotschaft an: Sydney Adamu (Ayo Edebiri), Richard „Richie“ Jerimovich (Ebon Moss-Bachrach) und Natalie „Sugar“ Berzatto (Abby Elliott) haben erfahren, dass Carmen „Carmy“ Berzatto (Jeremy Allen White) die Gastronomie aufgegeben und ihnen das Restaurant überlassen hat. Während sie plötzlich die Verantwortung für das Restaurant tragen, kämpfen sie mit finanziellen Problemen, der drohenden Veräußerung und einem gewaltigen Sturm. Gemeinsam mit dem verbliebenen Team setzen sie alles auf die letzte Schicht – in der Hoffnung, endlich einen Michelin-Stern zu erhalten. Letztlich erkennen sie, dass das „perfekte“ Restaurant vielleicht weniger eine Frage des Essens ist als eine Frage der Menschen.

Zum Cast zählen außerdem Lionel Boyce, Liza Colón-Zayas und Matty Matheson sowie Ricky Staffieri, Oliver Platt, Will Poulter und Jamie Lee Curtis in wiederkehrenden Rollen.

Kreiert wurde „The Bear: King of the Kitchen” von Christopher Storer, der gemeinsam mit Josh Senior, Cooper Wehde, Tyson Bidner, Matty Matheson, Hiro Murai und Rene Gube als Executive Producer fungiert. Courtney Storer fungiert als kulinarische Produzentin. Produziert wird die Serie von FX Productions.

 

Jetzt am Gewinnspiel teilnehmen –
Versuche dein Glück!

* erforderlich










Ich akzeptiere die Teilnahmebedingungen **

 

** Teilnahmebedingungen:

Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen Personen mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz außer Mitarbeitern der beteiligten Firmen und deren Angehörigen. Die Gewinner werden unter allen Einsendern der richtigen Lösung durch das Los ermittelt und anschließend per E-Mail benachrichtigt. Eine Barauszahlung des Gewinnwertes ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich möchte den ajoure.de Newsletter abonnieren und bin damit einverstanden, dass ich per E-Mail über Angebote der Ajouré GmbH & Co. KG informiert werde. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen.

Teilnahmeschluss ist der 20.07.2026.

 

Fotos: Disney PR; Merz b. Schwanen

Digitale Produkte erstellen: Was wirklich funktioniert und was du realistisch verdienen kannst

Frau entwickelt digitale Produkte am Laptop in einem kreativen Studio

Digitale Produkte gelten als das ideale passive Einkommen: einmal erstellen, immer wieder verkaufen, ohne Lager, Versand oder Produktionskosten. Das stimmt – aber nur zur Hälfte. Dieser Artikel zeigt, was digitale Produkte wirklich sind, welche Typen tatsächlich funktionieren, wie viel du realistisch verdienen kannst und warum „passiv“ der falsche Begriff dafür ist.

AJOURE´-Einordnung

Digitale Produkte sind kein Trick, sondern ein Business-Baustein. Wenn du aus Wissen, Erfahrung oder einer Methode ein bezahlbares Angebot machen willst, findest du im Bereich Business für Frauen weitere Grundlagen zu Positionierung, Preisen, Sichtbarkeit und selbstständigem Arbeiten.

Was sind digitale Produkte?

Digitale Produkte sind Dateien oder Zugänge, die digital ausgeliefert werden – ohne physische Produktion, ohne Versand, ohne Lager. Du erstellst sie einmal und kannst sie unbegrenzt oft verkaufen.

Die wichtigsten Kategorien:

  • E-Books und Guides: PDF-Dokumente mit Wissen, Anleitungen oder Ratschlägen. Vom Rezeptbuch bis zum Business-Guide.
  • Templates und Vorlagen: Canva-Designs, Excel-Sheets, PowerPoint-Präsentationen, Notion-Templates, Figma-Dateien – vorgefertigte Strukturen, die andere anpassen.
  • Online-Kurse: Video- oder textbasierte Kursformate, die Wissen strukturiert vermitteln. Von einer einstündigen Einheit bis zum mehrteiligen Programm.
  • Printables: Druckvorlagen – Planer, Kalender, To-do-Listen, Bullet-Journal-Seiten, Lernmaterialien. Besonders beliebt auf Etsy.
  • Presets und Filters: Lightroom-Presets, VSCO-Filter, Photoshop-Actions – für Fotografinnen und Content Creators.
  • Stockfotos und Grafiken: Eigene Fotos, Illustrationen oder Icons, die andere für ihre Projekte lizenzieren.
  • Audio und Musik: Soundeffekte, Hintergrundmusik, Meditationsaufnahmen, Podcast-Intros.
  • Software und Tools: Apps, Plugins, Scripts, Spreadsheet-Automatisierungen – technisch anspruchsvoller, aber oft sehr gut vergütet.

Was all diese Kategorien gemeinsam haben: Sie brauchen am Anfang Zeit und Arbeit – und dann potenziell nicht mehr.

Welche digitalen Produkte funktionieren wirklich?

Die ehrliche Antwort: Es kommt auf die Kombination aus echtem Problem, klarer Zielgruppe, Qualität und Vermarktung an – nicht auf den Produkttyp allein.

AJOURE´-Realitätscheck

Starte nicht mit der Produktidee. Starte mit dem Problem.

Digitale Produkte verkaufen sich nicht, weil sie schön gestaltet sind. Sie verkaufen sich, wenn sie einer bestimmten Frau ein konkretes Problem schneller, einfacher oder klarer lösen.

Bevor du also 40 Stunden in ein Workbook steckst, schreibe einen Satz auf: „Dieses Produkt hilft [Zielgruppe], [Problem] zu lösen, damit [Ergebnis].“ Wenn dieser Satz nicht sitzt, ist das Produkt noch nicht reif.

Templates und Printables haben die niedrigste Einstiegshürde und funktionieren auf Etsy besonders gut, weil die Plattform bereits Traffic hat. Gute Canva-Templates für Social-Media-Content, Bewerbungsunterlagen oder Hochzeitsplanung verkaufen sich konstant. Herausforderung: viel Konkurrenz, Preise oft niedrig (5 bis 25 Euro), und du brauchst viele Verkäufe für nennenswerte Einnahmen.

Online-Kurse haben das höchste Einkommenspotenzial – aber auch den höchsten Aufwand in der Erstellung und Vermarktung. Ein Kurs für 97 Euro, der 20 Mal pro Monat verkauft wird, bringt 1.940 Euro – das klingt gut. Aber bis dahin liegt viel Arbeit: Inhalt strukturieren, aufnehmen, produzieren, eine Zielgruppe aufbauen, die kauft. Ohne bestehende Reichweite dauert das Monate.

E-Books funktionieren gut als Ergänzungsprodukt – als günstiger Einstieg in ein Thema, das du tiefer als Kurs anbietest. Als alleiniges Produkt sind die Margen bei Plattformgebühren dünn, wenn der Preis unter 15 Euro liegt.

Notion-Templates sind gerade sehr gefragt – besonders für Produktivität, Content-Planung und Freelance-Business-Organisation. Wer Notion gut kennt und sauber designen kann, hat hier eine echte Nische.

Presets und visuelle Assets funktionieren gut, wenn du bereits eine Reichweite in einer Community hast (Instagram, Pinterest, YouTube). Kalt ohne Follower zu starten, ist schwierig.

Von der Idee zum Angebot

Der beste Produkttyp ist der, den du sauber verkaufen kannst.

Ein Workbook, ein Template oder ein Mini-Guide wird erst dann wertvoll, wenn Nutzen, Preis und Verkaufsseite zusammenpassen. Deshalb lohnt es sich, nicht nur das Produkt zu planen, sondern direkt auch die Vermarktung mitzudenken.

Hilfreich dafür: Preise kalkulieren, eine klare Website für Selbstständige und ein Produkt, das wirklich zu deiner Lebenssituation passt. Wenn du noch suchst, welche Art von Nebeneinkommen realistisch ist, starte mit dem AJOURE´ Nebeneinkommen-Überblick.

Was verdienst du damit realistisch?

Hier ist die Wahrheit, die in den meisten Artikeln fehlt:

In den ersten Monaten wirst du wahrscheinlich wenig verdienen. Nicht weil das Modell nicht funktioniert, sondern weil digitale Produkte Zeit brauchen, um gefunden zu werden. Etsy-Shops ohne Bewertungen verkaufen kaum. Kurse ohne Zielgruppe verkaufen nichts. E-Books ohne Traffic erreichen niemanden.

Realistische Einordnung nach Phase:

  • Monat 1–3: 0 bis 200 Euro – du lernst, was funktioniert, baust erste Verkäufe auf, sammelst Bewertungen.
  • Monat 4–9: 100 bis 600 Euro – wenn du konsistent neue Produkte hinzufügst, SEO optimierst und aktiv vermarktest.
  • Ab Jahr 2: 500 bis mehrere Tausend Euro möglich – aber nur, wenn du in Reichweite investiert hast (eigener Newsletter, organische Reichweite auf einer Plattform, gutes SEO).

Auf Marktplätzen gilt meist eine harte Verteilung: Einige wenige Shops erzielen sehr gute Umsätze, viele kleine Shops bleiben lange niedrig. Dasselbe gilt für Kurse und E-Books ohne eigene Reichweite.

Das bedeutet nicht, dass es sich nicht lohnt – aber es bedeutet, dass du realistische Erwartungen brauchst und bereit sein musst, langfristig zu denken.

Wo verkaufst du digitale Produkte?

Etsy ist der einfachste Einstieg für Printables, Templates und visuelle Produkte. Die Plattform bringt Traffic – du brauchst keine eigene Reichweite. Gebühren: 0,20 Dollar Einstellgebühr pro Artikel, 6,5 Prozent Transaktionsgebühr plus Zahlungsgebühren. Unterm Strich bleiben rund 70 bis 80 Prozent des Verkaufspreises.

Gumroad ist ideal für E-Books, Kurse und Software. Einfach, keine Grundgebühr, 10 Prozent Gebühr im kostenlosen Tarif (bei Pro-Abo günstiger). Du kannst deine eigene Zielgruppe direkt ansprechen, ohne Plattform-SEO zu brauchen.

Digistore24 und Elopage sind deutsche Plattformen mit DSGVO-Konformität aus der Box, auf Deutsch und beliebt im DACH-Raum – besonders für Kurse und digitale Produkte mit Affiliate-Programm. Digistore24 erhebt keine monatliche Grundgebühr, dafür Provisionen pro Verkauf (zwischen 7,9 und 9,9 Prozent plus Zahlungsgebühren).

Teachable, Podia und Kajabi sind Kursplattformen mit eigenem Branding. Sie kosten monatlich (ab ca. 30 Euro), bieten aber dafür vollständige Kursinfrastruktur, Community-Features und Zertifikate.

Eigene Website mit WooCommerce oder Easy Digital Downloads bietet die meiste Kontrolle und die niedrigsten laufenden Gebühren – erfordert aber technisches Know-how oder Budget für Setup.

Empfehlung für den Einstieg: Starte auf einer Plattform, die Traffic mitbringt (Etsy für Visuelle Produkte, Digistore24 für Kurse im DACH-Raum) und baue parallel eine eigene E-Mail-Liste auf.

Wie erstellst du digitale Produkte ohne Technik-Vorkenntnisse?

E-Books und Guides: In Google Docs oder Canva schreiben, als PDF exportieren. Canva hat fertige E-Book-Templates, die professionell aussehen. Zeitaufwand: je nach Umfang 5 bis 40 Stunden.

Templates und Printables: Canva ist das Standard-Tool – kostenlos nutzbar, intuitive Bedienung, riesige Template-Auswahl als Startpunkt. Für Notion-Templates brauchst du Notion (kostenloser Plan reicht). Zeitaufwand pro Template: 2 bis 10 Stunden.

Online-Kurse: Screencast-Software (Loom ist kostenlos), ein gutes Mikrofon (ab 50 Euro) und eine Kursplattform reichen für den Start. Kein Video-Profi nötig. Zeitaufwand: 20 bis 100 Stunden für einen Kurs mit 2 bis 5 Stunden Inhalt – inklusive Skript, Aufnahme, Schnitt.

Wichtig: Starte mit dem einfachsten Produkt, das echten Nutzen liefert. Ein klares, gut gemachtes 10-Euro-Template schlägt ein halbfertiges 50-Euro-E-Book jedes Mal.

Was kostet der Einstieg?

Digitale Produkte sind eines der wenigen Business-Modelle, das fast ohne Startkapital funktioniert. Realistische Kosten:

  • Canva Pro: 0 Euro (kostenlose Version reicht für den Start) oder 13 Euro/Monat für Pro-Features
  • Etsy-Shop eröffnen: 0 Euro Grundgebühr, 0,20 Dollar pro eingestelltem Artikel
  • Gumroad oder Digistore24: 0 Euro Grundgebühr
  • Mikrofon für Kurse: ab 50 Euro (z. B. Blue Snowball)
  • Eigene Domain und Hosting (optional): 50 bis 150 Euro/Jahr

Du kannst sehr günstig starten. Was du brauchst, ist vor allem Zeit, ein klares Problem und eine realistische Vermarktung – keine teuren Tools und kein Kurs über Kurse.

Die ehrliche Wahrheit über „passives Einkommen“

Digitale Produkte sind kein passives Einkommen im Wortsinne. Sie sind skalierbare Arbeit: Du arbeitest einmal, um das Produkt zu erstellen – aber dann musst du es vermarkten, aktuell halten und erweitern, wenn es langfristig Geld bringen soll.

Was wirklich passiv ist: der Verkauf nachts, am Wochenende, während du im Urlaub bist. Aber das setzt voraus, dass du vorher Reichweite aufgebaut hast – durch Content, SEO, Newsletter oder Empfehlungen. Und das ist Arbeit.

Die ehrlichste Einschätzung: Digitale Produkte eignen sich sehr gut als Nebeneinkommen neben einer Haupttätigkeit. Als sofortiger Einkommensersatz ohne bestehende Zielgruppe sind sie eine langfristige Investition – nicht ein schneller Geldfluss.

Typische Fehler beim Start

Das falsche Produkt für die falsche Zielgruppe: Wer etwas erstellt, das niemanden interessiert, verkauft nichts – egal wie gut es gemacht ist. Validiere dein Produkt, bevor du 40 Stunden investierst: Gibt es eine Nachfrage? Suchst du auf Etsy oder Google und findest ähnliche Produkte, die Bewertungen haben? Das ist ein gutes Zeichen.

Zu günstiger Preis: Viele starten mit 2 bis 3 Euro aus Unsicherheit. Das ist fast nie sinnvoll – weder für deine Einnahmen noch für die Wahrnehmung des Produkts. Ein E-Book für 12 Euro kann Wert signalisieren, wenn Nutzen, Umfang und Positionierung stimmen. Ein Preis von 1,99 Euro wirkt dagegen schnell wie Wegwerfinhalt – und lässt dir kaum Spielraum für Aufwand, Support oder Plattformgebühren.

Kein Marketing: Wer ein Produkt hochlädt und wartet, wartet oft vergeblich. Reichweite kommt nicht von selbst. Eine simple Strategie: Pins zu deinem Produkt, ein Instagram-Post pro Woche zum Thema, gezielte Etsy-SEO-Optimierung oder ein eigener Artikel, der dein Angebot erklärt. Wichtig ist: Irgendetwas muss Traffic bringen. Genau deshalb solltest du dein digitales Produkt nicht isoliert denken, sondern als Teil deines Business-Aufbaus.

Zu viele Produkte gleichzeitig: Zehn mittelmäßige Produkte verkaufen schlechter als zwei wirklich gute. Starte klein und optimiere, bevor du erweiterst.

Rechtliche Grundlagen ignorieren: Auch digitale Produkte brauchen ein Impressum, eine Datenschutzerklärung und ggf. eine korrekte Rechnung. Wer in Deutschland verkauft, unterliegt deutschem Recht – auch auf internationalen Plattformen wie Etsy.

Deine nächsten Schritte

Diese Woche: Entscheide dich für einen Produkttyp und eine Plattform. Recherchiere 10 Minuten auf Etsy oder Gumroad, was in deiner Nische bereits existiert und wie viele Bewertungen die Bestseller haben.

In den nächsten zwei Wochen: Erstelle ein erstes einfaches Produkt. Nicht das perfekte – das erste. Wenn du später ein eigenes Angebot sauber verkaufen möchtest, findest du im AJOURE´ Store Beispiele für einfache digitale Produktseiten. Lade es hoch und schreib eine klare, ehrliche Produktbeschreibung mit den Suchbegriffen, die deine Zielgruppe wirklich nutzt.

Wenn du dich breiter aufstellen willst: Digitale Produkte lassen sich gut mit Freelancing oder einer Virtual-Assistenz-Tätigkeit kombinieren. Wie das zusammenpassen kann, zeigt dir der AJOURE´ Nebeneinkommen-Überblick.

AJOURE´-Tipp

Starte mit einem kleinen Produkt, aber denke wie eine Unternehmerin. Du brauchst nicht sofort einen großen Kurs. Oft reicht ein klarer Guide, eine Vorlage oder ein Workbook, das ein konkretes Problem löst. Wenn du aus deiner Idee ein verkaufbares Angebot machen möchtest, helfen dir der AJOURE´ Angebotsbaukasten und der AJOURE´ Preisrechner dabei, Struktur und Preis nicht aus dem Bauch heraus festzulegen.

Häufige Fragen

Welches digitale Produkt eignet sich für den Start?

Für den Anfang eignen sich einfache Produkte mit klar erkennbarem Nutzen: Checklisten, Workbook-PDFs, Vorlagen, Rechner oder kleine Guides. Sie sind schneller erstellt als ein großer Kurs und lassen sich leichter testen. Wichtig ist nicht, dass das Produkt riesig ist, sondern dass es ein konkretes Problem löst und die Käuferin danach spürbar weiter ist.

Brauche ich eine große Reichweite, um digitale Produkte zu verkaufen?

Nicht zwingend, aber du brauchst irgendeinen Zugang zu Menschen mit genau diesem Problem. Das kann Pinterest, Google, Etsy-Suche, ein Newsletter, eine kleine Community oder bestehende Kundinnen sein. Ohne Reichweite, Suchintention oder Empfehlung bleibt selbst ein gutes digitales Produkt unsichtbar.

Brauche ich eine Gewerbeanmeldung, wenn ich digitale Produkte verkaufe?

In Deutschland gilt: Wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht verkauft, betreibt ein Gewerbe – auch digital. Das bedeutet: Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt (15 bis 60 Euro einmalig) und steuerliche Erfassung beim Finanzamt. Die Kleinunternehmerregelung kann den Einstieg vereinfachen, wenn du die aktuellen Umsatzgrenzen einhältst. Seit 2025 gilt: im Vorjahr höchstens 25.000 Euro Umsatz und im laufenden Jahr höchstens 100.000 Euro. Einnahmen musst du trotzdem versteuern.

Kann ich Canva-Designs als eigene Templates verkaufen?

Ja, unter bestimmten Bedingungen. Canva kann für Templates genutzt werden, aber die Lizenzbedingungen sind wichtig: Du darfst Canva-Inhalte nicht einfach als eigenständige Dateien weiterverkaufen. Prüfe vor dem Verkauf genau, ob dein Template-Modell zu den aktuellen Canva-Lizenzen passt. Die Canva-Nutzungsbedingungen solltest du vor dem Start lesen – sie wurden in den letzten Jahren mehrfach angepasst.

Wie schütze ich meine digitalen Produkte vor Raubkopien?

Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Was hilft: Wasserzeichen bei Grafiken, PDF-Passwortschutz bei E-Books (schreckt ab, hält Entschlossene nicht auf), und eine klare Nutzungslizenz im Produkt. Die meisten Käuferinnen sind ehrlich – der Aufwand für starken Kopierschutz übersteigt oft den tatsächlichen Schaden durch Raubkopien.

Was ist der Unterschied zwischen Digistore24 und Gumroad?

Digistore24 ist auf den DACH-Markt ausgerichtet, verarbeitet die Mehrwertsteuer automatisch, bietet integrierte Affiliate-Programme und ist bei deutschen Kundinnen bekannt. Gumroad ist international, einfacher in der Handhabung und besonders gut für Englischsprachige Zielgruppen geeignet. Für den deutschen Markt kann Digistore24 sinnvoll sein, wenn du Affiliate-Strukturen, DACH-Zahlungslogik und deutsche Nutzerführung brauchst. Für einfache internationale Downloads kann Gumroad schlanker sein.

Quellen

Marktentwicklung digitale Produkte und E-Learning: Statista – Umsatz im Segment E-Learning in Deutschland 2023. Verfügbar unter: statista.com

Etsy-Verkaufsgebühren und Richtlinien: Etsy Seller Handbook – Fees & Payments Policy. Verfügbar unter: etsy.com/legal/fees

Canva-Nutzungsbedingungen für kommerzielle Nutzung: Canva – Free Media License Agreement und Content License Agreement. Verfügbar unter: canva.com/policies/content-license-agreement

Gumroad-Gebührenmodell: Gumroad Pricing. Verfügbar unter: gumroad.com/pricing

Digistore24-Gebührenstruktur: Digistore24 Preise und Konditionen. Verfügbar unter: digistore24.com

Gewerbesteuer-Freibetrag und Kleinunternehmerregelung: Bundesministerium der Finanzen – Informationen für Selbstständige. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html

Foto: KI

Freelancerin werden: Der ehrliche Leitfaden für den Start

Freelancerin arbeitet konzentriert am Laptop im Homeoffice

Freelancerin werden klingt nach Freiheit – und das ist es auch. Aber Freiheit ohne Struktur wird schnell zu Chaos. Dieser Artikel zeigt, was Freelancing in Deutschland wirklich bedeutet, welche Bereiche sich für den Einstieg eignen, wie du die ersten Kunden findest und was du dabei realistisch verdienen kannst.

Ohne Hype. Ohne Erfolgsversprechen. Mit echten Zahlen.

AJOURE´-Einordnung

Freelancing ist oft der schnellste Weg, aus einer Fähigkeit ein erstes Einkommen zu machen. Es ist aber kein Selbstläufer. Du brauchst ein klares Angebot, realistische Preise und eine Struktur, mit der du nicht nur arbeitest, sondern dein Business aufbaust. Mehr Grundlagen dazu findest du im Bereich Business für Frauen.

Was bedeutet Freelancerin – und was nicht?

„Freelancerin“ ist kein rechtlich geschützter Begriff. Im deutschen Steuer- und Gewerberecht gibt es zwei Kategorien, die für selbstständige Arbeit relevant sind: Freiberuflerin und Gewerbetreibende.

Freiberuflerinnen üben bestimmte, gesetzlich definierte Tätigkeiten aus – etwa als Journalistin, Übersetzerin, Designerin, Lehrerin, Psychologin oder Beraterin – je nach konkreter Tätigkeit und Einordnung durch das Finanzamt (§ 18 EStG). Sie melden kein Gewerbe an, zahlen keine Gewerbesteuer und reichen beim Finanzamt lediglich Anlage S ein.

Gewerbetreibende üben kaufmännische oder handwerkliche Tätigkeiten aus, die nicht unter § 18 EStG fallen. Sie melden ein Gewerbe beim Gewerbeamt an und reichen Anlage G ein. Dafür gilt der Gewerbesteuer-Freibetrag von 24.500 Euro.

Im Alltag nennen sich viele einfach „Freelancerin“ – egal ob freiberuflich oder gewerblich. Wenn du unsicher bist, welche Kategorie zu dir passt, kläre das beim Finanzamt oder mit steuerlicher Beratung. Es lohnt sich, das von Anfang an richtig zu machen.

Für welche Bereiche eignet sich Freelancing?

Freelancing funktioniert überall dort, wo Aufgaben projektweise oder auf Stundenbasis vergeben werden und kein fester Anwesenheitsort nötig ist. Besonders starke Nachfrage gibt es derzeit in diesen Bereichen:

  • Text und Content: Artikel, Website-Texte, Newsletter, Social-Media-Content, Lektorat, Übersetzung
  • Design und Kreatives: Grafikdesign, Canva-Templates, Branding, Illustrationen, Video-Editing
  • Marketing und Social Media: Community Management, Pinterest-Strategie, E-Mail-Marketing, SEO
  • IT und Technik: Webdesign, WordPress-Pflege, App-Entwicklung, Datenbankarbeit
  • Beratung und Coaching: Business-Coaching, HR-Beratung, Finanzbildung, Business-Finanzplanung, Karriereberatung
  • Virtuelle Assistenz: E-Mail-Management, Recherche, Projektorganisation, Kundenkommunikation
  • Bildung und Training: Online-Kurse, Workshops, Nachhilfe, Unternehmensschulungen

Die Faustregel: Wenn du eine Fähigkeit hast, die jemand anderem Zeit oder Probleme erspart, gibt es dafür einen Markt. Die Frage ist nicht ob, sondern wie du sie positionierst.

Was verdient eine Freelancerin realistisch?

Stundensätze für Freelancerinnen in Deutschland variieren stark – je nach Bereich, Erfahrung und Spezialisierung:

  • Einsteigerin ohne Portfolio: 20 bis 40 Euro pro Stunde. Wer erst anfängt und wenig nachweisbare Erfahrung hat, muss sich den Markt erst erarbeiten.
  • Mit 1–2 Jahren Erfahrung: 40 bis 75 Euro pro Stunde. Eine klare Nische und erste Referenzen machen den Unterschied.
  • Spezialisiert oder beratend: 75 bis 150 Euro pro Stunde. IT, Unternehmensberatung, spezialisierte Marketing-Beratung oder juristische Tätigkeiten liegen oft in diesem Bereich.

Wichtig: Diese Zahlen sind Bruttostundensätze. Davon gehen Steuern, Sozialversicherung (wenn freiwillig oder Künstlersozialkasse), Pufferzeit für unbezahlte Aufgaben und Betriebsausgaben ab. Als grobe Orientierung: Von 50 Euro Stundensatz bleibt am Ende deutlich weniger übrig – wie viel genau, hängt von Steuerbelastung, Versicherungen, Betriebsausgaben und deiner Auslastung ab.

Der häufigste Fehler beim Preissetzen: zu niedrig starten aus Unsicherheit. Ein niedriger Preis zieht oft schwierige Kunden an und macht den Aufbau eines nachhaltigen Business fast unmöglich.

AJOURE´-Realitätscheck

Dein Stundensatz muss mehr bezahlen als deine Arbeitszeit.

Viele Freelancerinnen kalkulieren nur die Stunde, die sie direkt beim Kunden leisten. Aber bezahlt werden müssen auch Akquise, Buchhaltung, Abstimmung, Weiterbildung, Krankheit, Urlaub, Steuer-Rücklagen und Leerlauf zwischen Projekten.

Wenn dein Preis nur deine reine Arbeitszeit deckt, arbeitest du schnell viel und verdienst trotzdem zu wenig. Rechne deshalb vom gewünschten Monatsnetto rückwärts – nicht von dem Betrag, der sich für dich gerade noch angenehm anfühlt.

Wie du als Freelancerin startest – Schritt für Schritt

Schritt 1: Klarheit über dein Angebot

Bevor du irgendwas anmeldest oder eine Website baust: Definiere, was du für wen tust. Nicht „ich mache Text und Design und Social Media und auch Übersetzungen“. Sondern: Was machst du besonders gut, für welche Branche oder Zielgruppe, mit welchem konkreten Ergebnis?

Ein klares Angebot lässt sich kommunizieren. Alles anzubieten lässt sich nicht verkaufen.

Schritt 2: Steuerliche Erfassung

Sobald du deine erste bezahlte Leistung erbringst, bist du verpflichtet, dich beim Finanzamt anzumelden. Das geht über ELSTER (Fragebogen zur steuerlichen Erfassung). Du bekommst eine Steuernummer für deine selbstständige Tätigkeit – damit kannst du Rechnungen schreiben.

Wenn du ein Gewerbe ausübst: Melde es zusätzlich beim Gewerbeamt deiner Stadt an. Die Kosten liegen je nach Standort zwischen 15 und 60 Euro.

Schritt 3: Kleinunternehmerregelung oder Regelbesteuerung?

Wer im Vorjahr höchstens 25.000 Euro Umsatz hatte und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht überschreitet, kann die Kleinunternehmerregelung nutzen: Du stellst Rechnungen ohne Umsatzsteuer aus – weniger Bürokratie, gut für den Einstieg. Sobald du die Grenze überschreitest oder mit Unternehmenskunden arbeitest, die Vorsteuerabzug geltend machen wollen, lohnt sich die Regelbesteuerung.

Schritt 4: Professionelles Auftreten

Du brauchst kein großes Budget für den Start. Was du brauchst: eine klare Angebotsseite (auch eine einzelne Landing Page reicht), ein professionelles LinkedIn-Profil und eine saubere Rechnungsvorlage mit Pflichtangaben (Name, Anschrift, Steuernummer, Rechnungsnummer, Leistungsdatum, Betrag).

Nächster sinnvoller Schritt

Mach dein Angebot sichtbar, bevor du dich in Technik verlierst.

Viele angehende Freelancerinnen bauen zuerst Logos, Farben und Social-Media-Profile. Wichtiger ist: Kann eine potenzielle Kundin in zwei Minuten verstehen, was du anbietest, für wen es gedacht ist und was der nächste Schritt ist?

Dafür reicht am Anfang oft eine klare Angebotsseite. Wie du diese Struktur aufbaust, liest du im Guide zur Website für Selbstständige. Wenn du aus deiner Expertise später zusätzlich Vorlagen, Guides oder Workbooks entwickeln möchtest, passt auch der Artikel über digitale Produkte gut dazu.

Schritt 5: Erste Kunden finden

Dazu gleich mehr – aber vorab: Die meisten ersten Aufträge kommen nicht von Kaltakquise oder Plattformen. Sie kommen aus deinem bestehenden Netzwerk.

Wie du die ersten Kunden findest

Dein direktes Netzwerk: Sag Freundinnen, früheren Kolleginnen, Bekannten, was du anbietest. Gezielt, konkret, ohne Scheu. Viele erste Aufträge entstehen durch eine einzige Nachricht: „Ich biete ab sofort XY an – kennst du jemanden, der das braucht?“

LinkedIn: Aktualisiere dein Profil auf „Freelance [deine Tätigkeit]“, beschreibe klar, was du für wen löst, und sei aktiv sichtbar – nicht durch Werbeposts, sondern durch echten Mehrwert in Kommentaren und Beiträgen. LinkedIn ist für B2B-Freelancing eine der effektivsten Plattformen.

Direkte Ansprache: Recherchiere Unternehmen, die deinen Service brauchen könnten. Schreib keine Massen-E-Mails, sondern personalisierte, kurze Nachrichten, die zeigen, dass du ihre Situation verstehst.

Freelance-Plattformen: Upwork, Malt, Fiverr oder Twago können funktionieren – aber rechne mit mehr Zeitaufwand und oft mit Preisdruck. Besser als Ergänzung denn als einzige Strategie.

Kooperationen: Andere Freelancerinnen, Agenturen oder Studios vergeben regelmäßig Unteraufträge. Ein gutes Netzwerk zu anderen Selbstständigen ist oft wertvoller als jede Plattform.

Was kostet der Einstieg?

Freelancing ist eines der wenigen Business-Modelle, das mit fast null Startkosten funktioniert. Typische Ausgaben im ersten Jahr:

  • Gewerbeanmeldung (falls nötig): 15 bis 60 Euro
  • Buchhaltungssoftware: 0 bis 20 Euro/Monat (ELSTER ist kostenlos, Tools wie Lexoffice oder sevDesk kosten ab ca. 8 Euro)
  • Eigene Website (optional): 100 bis 500 Euro für ein einfaches Setup
  • Berufshaftpflichtversicherung: 100 bis 300 Euro/Jahr – empfehlenswert, besonders im IT- oder Beratungsbereich

Was du nicht brauchst: ein teures Coaching, eine aufwendige Website, ein professionelles Fotoshooting oder teure Tools. Starte mit dem, was du hast, und investiere mit dem ersten Geld, das reinkommt.

Was viele unterschätzen: Die unbezahlte Arbeit

Als Freelancerin verkaufst du nicht nur deine Fachkompetenz. Du bist gleichzeitig deine eigene Buchhalterin, Akquise-Abteilung, Marketing-Managerin und Projektleiterin. Diese Aufgaben sind nicht fakturierbar, aber notwendig.

Eine realistische Einschätzung: Von 40 Arbeitsstunden pro Woche sind bei vielen Freelancerinnen am Anfang nur 20 bis 25 Stunden direkt abrechenbar. Der Rest geht für Verwaltung, Akquise, Weiterbildung und Puffer drauf. Das bedeutet: Dein Stundensatz muss diese unbezahlten Stunden mit einpreisen. Wenn du das konkret berechnen willst, hilft dir der AJOURE´ Preisrechner für Selbstständige.

Die einfache Formel: Wenn du 3.000 Euro netto im Monat verdienen willst und realistisch 80 bezahlte Stunden pro Monat hast, brauchst du einen Bruttostundensatz von mindestens 60 bis 70 Euro – je nach Steuerbelastung.

Typische Fehler im ersten Jahr

Zu viel Vorbereitung, zu wenig Start: Viele warten auf die perfekte Website, das perfekte Angebot, den perfekten Moment. Es gibt ihn nicht. Fang mit dem an, was du heute hast.

Jeden Auftrag annehmen: Gerade am Anfang ist die Versuchung groß, alles zu nehmen. Das führt zu schlechter Positionierung, Unterbezahlung und Erschöpfung. Besser: Wähle früh, welche Art von Aufträgen du wirklich willst.

Kein schriftlicher Vertrag: Halte Umfang, Liefertermine und Bezahlung immer schriftlich fest – auch bei kleinen Projekten. Für sauberere Angebotsprozesse ist der AJOURE´ Angebotsbaukasten ein guter nächster Schritt. Mündliche Absprachen sind kein Schutz.

Keine Vorauszahlung: Besonders bei neuen Kunden ist eine Anzahlung (30 bis 50 Prozent) vor Projektstart sinnvoll. Das schützt dich vor Zahlungsausfällen.

Kein Rücklagenkonto: Freelance-Einkommen schwankt. Leg jeden Monat 20 bis 30 Prozent deines Gewinns auf ein separates Konto – für Steuern, magere Monate und Investitionen. Für deinen privaten Puffer kannst du zusätzlich mit dem AJOURE´ Notgroschen-Rechner arbeiten.

Deine nächsten Schritte

Diese Woche: Definiere ein konkretes Angebot mit Zielgruppe, Leistung und Preis. Nicht perfekt, aber klar genug, um es einer Person zu erklären.

In den nächsten zwei Wochen: Melde dich beim Finanzamt an. Richte ein einfaches System für Belege und Rechnungen ein. Sprich fünf Personen aus deinem Netzwerk an.

Wenn du dich breiter orientieren willst: Im AJOURE´ Nebeneinkommen-Workbook findest du neben dem Freelancing-Weg 20 weitere Modelle im direkten Vergleich – mit ehrlicher Einschätzung, welcher Weg wann sinnvoll ist.

Häufige Fragen

Welche Leistung sollte ich als Freelancerin zuerst anbieten?

Starte mit einer Leistung, die du konkret benennen, abgrenzen und liefern kannst. Besser „LinkedIn-Profil und Angebotsseite für Beraterinnen überarbeiten“ als „Marketing und Texte“. Je klarer das Ergebnis, desto leichter wird es für Kundinnen, den Wert zu verstehen – und desto einfacher wird deine Preisgestaltung.

Kann ich Freelancerin werden, ohne Erfahrung?

Ja – aber du brauchst etwas, das du anbieten kannst. Das muss keine jahrelange Berufserfahrung sein, aber eine nachweisbare Fähigkeit. Wer gerade anfängt, kann Erfahrungen durch Projekte im Freundeskreis, Testprojekte zu günstigeren Konditionen oder eigene Showcase-Arbeiten aufbauen. Hauptsache, du hast etwas, das du zeigen kannst.

Brauche ich eine eigene Website?

Für den Einstieg nein. Ein gutes LinkedIn-Profil und eine klare Angebotsseite (auch auf Notion, Carrd oder als einfache Landing Page) reichen zum Start. Eine eigene Website wird mit der Zeit wichtiger, wenn du gezielt über Google gefunden werden willst.

Kann ich Freelancing neben meinem Job anfangen?

In vielen Fällen ja – aber prüfe deinen Arbeitsvertrag. Manche Arbeitgeber verlangen die Genehmigung für Nebentätigkeiten oder schließen bestimmte Branchen aus. Eine schriftliche Genehmigung ist ratsam, wenn du im selben Bereich tätig bist wie dein Arbeitgeber.

Was ist der Unterschied zwischen Freelancerin und Selbstständiger?

Im deutschen Recht gibt es den Begriff Freelancerin nicht. Selbstständige ist der übergeordnete Begriff. Darunter fallen Freiberuflerinnen (§ 18 EStG, kein Gewerbe) und Gewerbetreibende (§ 15 EStG, mit Gewerbe). Was im Alltag als „Freelancing“ bezeichnet wird, ist meist eine dieser beiden Formen.

Quellen

Freiberufliche Tätigkeit (§ 18 EStG): Einkommensteuergesetz § 18. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/estg/__18.html

Stundensätze Freelancerinnen Deutschland: Freelancer-Kompass 2024, GULP / Hays. Verfügbar unter: freelancermap.de/freelancer-kompass

Gewerbesteuer-Freibetrag: Gewerbesteuergesetz § 11 GewStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/gewstg/__11.html

Kleinunternehmerregelung: Umsatzsteuergesetz § 19 UStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html

Wachstum der Freelance-Wirtschaft in Deutschland: Statista – Anteil der Selbstständigen an der Erwerbsbevölkerung 2023. Verfügbar unter: statista.com

Foto: KI

Nebeneinkommen versteuern: Was du wirklich zahlen musst – und was du absetzen kannst

Frau prüft Belege und Nebeneinkommen am Laptop

Viele denken: Nebeneinkommen unter 500 Euro – das muss ich nicht versteuern. Das stimmt leider nicht. Wann du Steuern zahlst, wie viel das wirklich ist und was du clever absetzen kannst, erklären wir hier – ehrlich und ohne unnötige Panik.

Dieser Artikel richtet sich an alle, die neben einem Hauptjob Geld dazuverdienen: als Virtual Assistant, Freelancerin, mit digitalen Produkten, durch Reselling oder andere selbstständige Tätigkeiten.

AJOURE´-Einordnung

Steuern sind nicht der Grund, nicht zu starten – aber sie sind der Grund, sauber zu planen. Wenn du dein Nebeneinkommen als echten Business-Baustein aufbauen willst, findest du im Bereich Business für Frauen weitere Orientierung zu Preisen, Angeboten und selbstständigem Arbeiten.

Das Grundprinzip: Alle Einkünfte zählen zusammen

Das deutsche Steuerrecht kennt keine pauschale Freigrenze für Nebeneinkommen. Entscheidend ist dein Gesamteinkommen – also Gehalt aus dem Hauptjob plus alle weiteren Einkünfte. Erst wenn dieses Gesamteinkommen den Grundfreibetrag übersteigt, fällt Einkommensteuer an.

Für 2026 liegt der Grundfreibetrag bei 12.348 Euro. Da dieser Betrag durch ein Vollzeit- oder Teilzeit-Gehalt in der Regel längst überschritten ist, wird Nebeneinkommen fast immer steuerpflichtig – unabhängig davon, wie gering es ist.

Anders gesagt: Wer im Hauptjob 30.000 Euro brutto verdient und 3.000 Euro Nebeneinkommen erzielt, zahlt auf die 3.000 Euro Einkommensteuer – weil der Grundfreibetrag durch das Gehalt bereits aufgebraucht ist.

Wie hoch ist die Steuer auf Nebeneinkommen?

Nebeneinkommen wird nicht pauschal besteuert. Es wird zum Gesamteinkommen addiert und mit deinem persönlichen Grenzsteuersatz versteuert. Das ist der Steuersatz, der auf den letzten Euro deines Einkommens anfällt.

Wer 30.000 Euro Jahresgehalt hat, liegt je nach Steuerklasse bei einem Grenzsteuersatz von etwa 30 bis 35 Prozent. Das bedeutet: 1.000 Euro Nebeneinkommen kosten dich ungefähr 300 bis 350 Euro Einkommensteuer – plus ggf. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

Das klingt viel, aber: Es bleiben immer noch 650 bis 700 Euro netto. Und Betriebsausgaben kannst du vorher abziehen – mehr dazu weiter unten.

AJOURE´-Merkkasten

Plane nicht mit deinem Brutto-Gefühl.

Wenn du nebenbei Geld verdienst, wirkt der Betrag auf dem Konto schnell wie frei verfügbares Einkommen. Besser: Trenne gedanklich sofort zwischen Umsatz, Gewinn und Steuerrücklage.

Als einfache Startregel kannst du von jedem Gewinn 25 bis 35 Prozent auf ein separates Konto legen. Was du später nicht fürs Finanzamt brauchst, bleibt als Puffer für dein Business oder deinen Notgroschen.

Steuerpflicht ab dem ersten Euro – mit einer Ausnahme

Sobald du selbstständig tätig bist und Einnahmen erzielst, bist du verpflichtet, diese in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Eine Freigrenze wie beim Kapitalertrag (Sparerpauschbetrag) gibt es für selbstständige Nebeneinkünfte nicht.

Die einzige Ausnahme: Ein klassischer Minijob kann pauschal über den Arbeitgeber versteuert werden. Wer einen Minijob als Arbeitnehmerin ausübt, muss diesen nicht in der Steuererklärung angeben – die Pauschalsteuer ist abgegolten. Das gilt aber nicht für selbstständige Tätigkeit.

Was ist mit der Kleinunternehmerregelung?

Die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) befreit dich von der Umsatzsteuer – also davon, 19 Prozent auf deine Rechnungen aufzuschlagen und ans Finanzamt abzuführen. Du stellst Rechnungen ohne Umsatzsteuer aus und hast weniger bürokratischen Aufwand.

Voraussetzung: Dein Jahresumsatz im Vorjahr lag unter 25.000 Euro und im laufenden Jahr voraussichtlich unter 100.000 Euro.

Wichtig: Die Kleinunternehmerregelung befreit dich nur von der Umsatzsteuer, nicht von der Einkommensteuer. Du musst dein Nebeneinkommen trotzdem als Gewinn in der Steuererklärung angeben und versteuern.

Was kannst du als Betriebsausgaben absetzen?

Hier liegt oft viel ungenutztes Potenzial. Ausgaben, die du für deine selbstständige Tätigkeit hast, reduzieren deinen steuerpflichtigen Gewinn. Du zahlst Steuer nur auf den Gewinn (Einnahmen minus Betriebsausgaben), nicht auf den Umsatz.

Typische Betriebsausgaben bei Nebenjobs:

  • Arbeitsmittel: Laptop, Headset, Maus, Tastatur, Druckerpapier
  • Software & Tools: Canva, Adobe, Buchhaltungssoftware, Projektmanagement-Apps
  • Weiterbildung: Online-Kurse, Fachliteratur, Seminare
  • Heimarbeitsplatz: Anteiliger Raum, wenn du ein separates Arbeitszimmer nutzt – oder seit 2023 pauschal 6 Euro pro Homeoffice-Tag (max. 1.260 Euro/Jahr)
  • Telefon & Internet: Anteilig, wenn beruflich genutzt – pauschal 20 Prozent des Rechnungsbetrags möglich
  • Kontoführung: Gebühren für ein separates Geschäftskonto
  • Fahrten: Zur Kundschaft oder zu Veranstaltungen, 0,30 Euro pro Kilometer

Ein Beispiel: Du verdienst 4.000 Euro Nebeneinkommen im Jahr und hast 800 Euro Betriebsausgaben. Dein versteuerbarer Gewinn beträgt dann 3.200 Euro – nicht 4.000 Euro.

Wichtig für deine Planung

Dein Nebenverdienst ist erst dann realistisch, wenn Rücklagen mitgedacht sind.

Viele rechnen mit dem Betrag, der auf dem Konto landet. Für eine saubere Entscheidung brauchst du aber drei Zahlen: deinen Umsatz, deinen Gewinn nach Ausgaben und deine Rücklage für Steuer, Tools und ruhigere Monate.

Wenn du deine private Sicherheit parallel aufbauen willst, nutze den Notgroschen-Rechner. Wenn du wissen möchtest, welcher Nebenverdienst-Weg überhaupt zu dir passt, starte mit dem AJOURE´ Nebeneinkommen-Workbook.

Gewerbesteuer: Wann wird sie relevant?

Wer ein Gewerbe anmeldet (also keine freiberufliche Tätigkeit wie Texter, Berater oder Lehrerin ausübt), unterliegt grundsätzlich der Gewerbesteuer. Für Einzelpersonen gilt jedoch ein Freibetrag von 24.500 Euro (§ 11 GewStG). Erst auf den darüberliegenden Gewinn fällt Gewerbesteuer an.

Für die meisten Nebenjobbenden ist Gewerbesteuer also kein Thema – die 24.500 Euro Freibetrag werden selten überschritten.

Freiberuflerinnen (Journalistinnen, Grafikerinnen, Übersetzerinnen, Lehrerinnen und viele weitere Berufe nach § 18 EStG) sind von der Gewerbesteuer gänzlich befreit – sie zahlen nur Einkommensteuer.

Steuervorauszahlungen: Was das bedeutet

Wenn dein Finanzamt feststellt, dass du Nebeneinkommen erzielst und eine Nachzahlung von mehr als 400 Euro entsteht, fordert es vierteljährliche Vorauszahlungen auf die erwartete Steuerschuld (§ 37 EStG). Das passiert automatisch nach deiner ersten Steuererklärung mit Nebeneinkommen.

Das klingt unangenehm, ist aber logisch: Statt einmal im Jahr eine große Summe zu zahlen, zahlst du in kleineren Raten. Leg dir deshalb von Anfang an 25 bis 35 Prozent deines Nebenverdiensts auf ein separates Konto – dann bist du nie unangenehm überrascht.

Steuererklärung: Was du einreichen musst

Mit Nebeneinkommen aus selbstständiger Tätigkeit bist du verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung einzureichen. Dazu gehören:

  • Anlage S (für freiberufliche Tätigkeit nach § 18 EStG) oder
  • Anlage G (für gewerbliche Tätigkeit nach § 15 EStG)
  • Jeweils mit einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) – einer vereinfachten Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben

Die EÜR ist kein kompliziertes Dokument: Du listest, was du eingenommen hast, und ziehst davon die Betriebsausgaben ab. Der Rest ist dein Gewinn. Es gibt kostenlose Tools wie ELSTER, die das Formular digital abbilden.

Praktische Schritte von Anfang an

Belege sammeln: Jede Ausgabe für dein Nebeneinkommen gehört dokumentiert – Quittung, Rechnung oder Kontoauszug. Erstell dir einen einfachen Ordner (digital oder physisch) und leg alles dort ab.

Einnahmen aufzeichnen: Führ eine einfache Tabelle: Datum, Kundin, Betrag, Leistung. Das reicht für die EÜR völlig aus.

Rücklagen bilden: 25 bis 35 Prozent deines Gewinns auf ein separates Konto. Nicht anrühren bis zur Steuererklärung.

Steuernummer beantragen: Sobald du mit selbstständiger Tätigkeit beginnst, informiere dein Finanzamt – entweder per ELSTER (Fragebogen zur steuerlichen Erfassung) oder schriftlich. Du bekommst dann eine Steuernummer für deine Selbstständigkeit.

AJOURE´-Tipp

Trenne dein Geld früh, auch wenn es am Anfang nur kleine Beträge sind. Ein separates Konto für Steuerrücklagen und Business-Ausgaben nimmt Druck aus der Steuererklärung. Wenn du aus deinem Nebeneinkommen Schritt für Schritt ein größeres Angebot machen möchtest, helfen dir klare Preise und Pakete – zum Beispiel mit dem AJOURE´ Preisrechner und dem AJOURE´ Angebotsbaukasten.

Häufige Fragen

Wie viel sollte ich für Steuern zurücklegen?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, weil dein persönlicher Steuersatz von deinem gesamten Einkommen abhängt. Als einfache Startregel sind 25 bis 35 Prozent deines Gewinns sinnvoll. Wenn du sehr gut verdienst oder Kirchensteuer zahlst, kann auch mehr nötig sein. Entscheidend ist: Lege lieber zu viel zurück als zu wenig.

Muss ich Nebeneinkommen angeben, wenn ich es nicht angemeldet habe?

Ja. Die Steuerpflicht entsteht unabhängig davon, ob du ein Gewerbe angemeldet hast. Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit müssen in der Steuererklärung angegeben werden – auch wenn du erst im Nachhinein ein Gewerbe anmeldest.

Was passiert, wenn ich Nebeneinkommen nicht angebe?

Das gilt als Steuerhinterziehung und kann zu Nachzahlungen, Zinsen und in schweren Fällen zu Bußgeldern führen. Das Risiko ist real, weil Zahlungen über Plattformen wie PayPal, Stripe oder Etsy bei Bedarf von Behörden abgefragt werden können.

Kann ich die Steuererklärung selbst machen?

Bei überschaubarem Nebeneinkommen und einfacher EÜR: ja. ELSTER ist kostenlos und führt dich durch alle Felder. Wer mehrere Einkommensquellen, Betriebsausgaben-Optimierung oder Unsicherheiten hat, ist bei einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein gut aufgehoben.

Wann lohnt sich ein Steuerberater?

Wenn dein Nebeneinkommen über 10.000 Euro im Jahr liegt, du investierst (Mieteinnahmen, ETFs mit Verlusten), oder du mehrere selbstständige Tätigkeiten kombinierst. Die Kosten für die Steuerberatung sind selbst wieder absetzbar.

Quellen

Grundfreibetrag 2026: Bundesministerium der Finanzen, Einkommensteuergesetz § 32a EStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/estg/__32a.html

Kleinunternehmerregelung: Umsatzsteuergesetz § 19 UStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html

Gewerbesteuer-Freibetrag: Gewerbesteuergesetz § 11 GewStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/gewstg/__11.html

Steuervorauszahlungen: Einkommensteuergesetz § 37 EStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/estg/__37.html

Freiberufliche Tätigkeit: Einkommensteuergesetz § 18 EStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/estg/__18.html

Homeoffice-Pauschale: Bundesministerium der Finanzen – Jahressteuergesetz 2022, Erhöhung auf 6 Euro/Tag ab VZ 2023. Verfügbar unter: bundesfinanzministerium.de

Foto: KI

Virtual Assistant werden: Was du wirklich verdienst und wie du startest

Frau arbeitet konzentriert mit Laptop im Homeoffice

Virtual Assistant – der Begriff klingt nach Laptop am Strand und vier Stunden Arbeit pro Woche. Die Realität sieht anders aus. Und das ist keine schlechte Nachricht: Wer weiß, was wirklich dahintersteckt, kann fundierter entscheiden – und besser starten.

Dieser Artikel erklärt ehrlich, was ein Virtual Assistant macht, was du realistisch verdienst, wie du die ersten Kunden findest und was du rechtlich wissen musst. Ohne Hype. Mit Zahlen, die sich überprüfen lassen.

AJOURE´-Einordnung

Virtual Assistance kann ein guter Einstieg in die Selbstständigkeit sein, aber sie ist kein „Laptop-Lifestyle“ auf Knopfdruck. Du verkaufst echte Dienstleistung, Verlässlichkeit und Struktur. Wenn du den VA-Weg als Business aufbauen möchtest, findest du im Bereich Business für Frauen weitere Grundlagen zu Angebot, Preisen und Sichtbarkeit.

Was macht ein Virtual Assistant?

Ein Virtual Assistant – kurz VA – arbeitet remote und unterstützt Selbstständige, Unternehmen oder Führungskräfte bei administrativen, organisatorischen oder inhaltlichen Aufgaben. Die Bandbreite ist groß:

Administrative Aufgaben: E-Mail-Management, Kalenderplanung, Recherche, Reisebuchungen, Datenpflege, Kundenkommunikation.

Content & Social Media: Beiträge erstellen oder einplanen, Texte redigieren, Newsletter versenden, Pinterest-Pins gestalten.

Technische Unterstützung: WordPress-Pflege, Shopify-Produkte einstellen, Canva-Designs, einfache Website-Updates.

Projektmanagement & Organisation: Trello oder Asana pflegen, Meeting-Protokolle, Onboarding neuer Kunden koordinieren.

Der Unterschied zum klassischen Bürojob: Du arbeitest von zuhause aus, meist auf Stundenbasis oder für ein monatliches Paket – und du arbeitest gleichzeitig für mehrere Auftraggeber.

Was verdient ein Virtual Assistant realistisch?

Hier werden online oft Zahlen genannt, die nicht repräsentativ sind. Eine realistische Einordnung:

Einsteiger ohne Spezialisierung: 15 bis 25 Euro pro Stunde. Wer gerade anfängt, wenig Referenzen hat und allgemeine Aufgaben übernimmt, liegt in diesem Bereich.

VA mit Erfahrung oder Nische: 30 bis 55 Euro pro Stunde. Wer sich auf einen Bereich spezialisiert – etwa Buchhaltungsvorbereitung, technisches WordPress, oder Social-Media-Management für eine bestimmte Branche – kann deutlich mehr verlangen.

Monatlicher Verdienst im Nebenjob: Bei 10 Stunden pro Woche und 20 Euro Stundensatz wären das rund 800 Euro brutto im Monat. Das ist ein realistischer Einstieg – kein passives Einkommen, aber ein echter finanzieller Unterschied.

Wichtig: Diese Zahlen gelten für Deutschland und setzen voraus, dass du aktiv Kunden findest und regelmäßig arbeitest. Die ersten Monate sind oft langsamer, weil Aufbau Zeit braucht.

Für wen passt der VA-Weg – und für wen nicht?

Passt gut, wenn du:

  • organisiert bist und anderen gern Struktur bringst
  • zuverlässig kommunizierst – auch schriftlich
  • selbstständig arbeitest, ohne ständige Anleitung
  • digitale Tools schnell lernst (E-Mail, Tabellen, Projektmanagement)
  • bereit bist, am Anfang aktiv Kunden zu suchen

Passt weniger, wenn du:

  • passive Einnahmen erwartest (VA ist aktive Dienstleistung)
  • Unsicherheit beim Preis-Setzen scheust
  • kein Interesse daran hast, für andere zu arbeiten und deren Prozesse zu verstehen
  • kurzfristig viel Geld erwartest – der Aufbau dauert

Wie du als Virtual Assistant startest – Schritt für Schritt

Schritt 1: Deine Stärken konkret benennen

Nicht „ich bin organisiert“ – sondern: Was hast du in den letzten Jahren beruflich oder privat gemacht, das anderen nützt? Hast du E-Mail-Postfächer gemanagt, Social-Media-Beiträge erstellt, Excel-Tabellen gepflegt, Kundengespräche koordiniert?

Schreib fünf konkrete Aufgaben auf, die du gut und gern machst. Darum baust du dein erstes Angebot.

Schritt 2: Ein konkretes Angebot definieren

Breite Angebote wie „Ich helfe bei allem“ sind schwer zu verkaufen. Ein klares Angebot ist leichter zu kommunizieren und leichter zu finden. Beispiel: „Ich übernehme E-Mail-Management und Kalenderorganisation für selbstständige Coaches – 10 Stunden pro Monat, Festpreis 350 Euro.“

Das klingt enger, aber es ist leichter, damit anzufangen. Du kannst später ausbauen.

Angebot statt Bauchladen

Je konkreter dein erstes Angebot, desto leichter wird die Kundengewinnung.

Viele starten als VA mit einer langen Liste möglicher Aufgaben. Besser ist ein kleines, verständliches Paket: für wen, welche Aufgabe, welches Ergebnis, welcher Umfang. So können potenzielle Kundinnen schneller entscheiden, ob du passt.

Wenn du daraus eine klare Angebotsseite machen möchtest, hilft dir der Guide zur Website für Selbstständige. Für die Preislogik lohnt sich außerdem der Artikel Preise kalkulieren für Selbstständige.

Schritt 3: Gewerbe anmelden

In Deutschland musst du eine gewerbliche Tätigkeit beim zuständigen Gewerbeamt anmelden, sobald du damit Einkommen erzielst – unabhängig von der Höhe. Die Kosten liegen je nach Stadt zwischen 15 und 60 Euro. Danach meldest du dich beim Finanzamt an und erhältst eine Steuernummer für selbstständige Tätigkeit.

Wer unter 25.000 Euro Jahresumsatz bleibt, kann die Kleinunternehmerregelung nutzen: Du stellst Rechnungen ohne Umsatzsteuer aus und hast weniger bürokratischen Aufwand. Ein guter Einstieg für den Nebenjob.

Schritt 4: Preis festlegen – und bei ihm bleiben

Viele VAs starten zu günstig, weil sie sich noch nicht sicher fühlen. Das führt zu Unterbezahlung und Erschöpfung. Ein einfacher Einstieg: Berechne, wie viel du netto pro Stunde benötigst, addiere Steuern, Sozialversicherung und Pufferzeit für unbezahlte Aufgaben wie Akquise und Buchhaltung. Als Faustregel gilt: Dein Stundensatz sollte mindestens doppelt so hoch sein wie ein vergleichbarer Bruttostundenlohn in einem Angestelltenverhältnis. Wenn du das konkret durchrechnen möchtest, hilft dir der AJOURE´ Preisrechner für Selbstständige.

Schritt 5: Die ersten Kunden finden

Der häufigste Fehler: Auf Plattformen wie Fiverr warten. Das funktioniert, aber langsam und mit Preisdruck. Schneller geht es über:

Direktes Netzwerk: Sag in deinem Umfeld, was du anbietest. Viele erste Aufträge kommen über Bekannte oder deren Kontakte.

LinkedIn: Profil aktualisieren, klar beschreiben was du anbietest, aktiv mit potenziellen Auftraggebern in Kontakt treten – nicht spammen, sondern echten Mehrwert kommentieren und sichtbar werden.

Facebook-Gruppen: Es gibt aktive Gruppen für Selbstständige, Coaches und Online-Unternehmerinnen in Deutschland, die regelmäßig VAs suchen.

Kaltakquise per E-Mail: Gezielt Selbstständige oder kleine Unternehmen ansprechen, deren Bedarf du erkennst. Mit einem konkreten, personalisierten Angebot – kein Copy-Paste.

Was du steuerlich wissen musst

Nebeneinkommen ist nicht steuerfrei. Wenn dein Gesamteinkommen – also Hauptjob plus Nebentätigkeit – den Grundfreibetrag übersteigt (2025: 12.096 Euro), zahlst du auf den Mehrbetrag Einkommensteuer. Bei einem laufenden Anstellungsverhältnis wird Nebeneinkommen in der Regel separat in der Einkommensteuererklärung angegeben und mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert.

Was viele nicht wissen: Ausgaben für dein VA-Geschäft – Laptop, Software, Büromaterial, Weiterbildung – kannst du als Betriebsausgaben absetzen. Das reduziert deinen steuerpflichtigen Gewinn. Mehr dazu im Artikel Steuererklärung als Freelancerin.

Typische Fehler am Anfang – und wie du sie vermeidest

Zu breites Angebot: „Ich mache alles“ ist für potenzielle Kunden schwer greifbar. Starte mit einem klaren Schwerpunkt.

Zu niedrige Preise: Günstig starten klingt strategisch, zieht aber oft Kunden an, die schwer zu bedienen sind. Lieber einen fairen Preis und weniger Kunden.

Kein schriftlicher Vertrag: Halte Umfang, Stunden und Bezahlung immer schriftlich fest – auch bei kleinen Projekten. Das schützt beide Seiten.

Keine Puffer einplanen: Als VA arbeitest du für andere, aber du brauchst auch Zeit für Akquise, Buchhaltung und Kommunikation. Diese Stunden sind nicht direkt abrechenbar, aber notwendig. Plane sie ein.

Passt auch dazu

VA ist eine Form von Freelancing. Wenn du noch unsicher bist, ob du dich als VA, Freelancerin oder mit einem anderen Nebeneinkommen positionieren sollst, lies ergänzend den Artikel Freelancerin werden. Wenn du später aus deinen Prozessen eigene Vorlagen, Workbooks oder Mini-Guides entwickeln möchtest, ist auch der Einstieg in digitale Produkte spannend.

Deine nächsten Schritte

Diese Woche: Schreib fünf Aufgaben auf, die du gut kannst und gern für andere übernimmst. Definiere daraus ein erstes konkretes Angebot mit Umfang und Preis.

Nächste Woche: Informiere drei bis fünf Personen aus deinem Netzwerk über dein Angebot. Melde dich auf LinkedIn sichtbar.

Wenn du mehr Orientierung willst: Im AJOURE´ Nebeneinkommen-Workbook findest du neben dem VA-Weg auch 20 weitere Modelle im direkten Vergleich – mit ehrlicher Einschätzung, wann welcher Weg sinnvoll ist und wie du in sieben Tagen testest, ob er zu dir passt.

Häufige Fragen

Welche VA-Leistung eignet sich für den Einstieg?

Für den Anfang eignen sich Leistungen, die klar abgrenzbar sind und schnell sichtbare Entlastung bringen: E-Mail-Management, Kalenderorganisation, Recherche, einfache Content-Planung oder WordPress-Pflege. Je konkreter dein erstes Angebot ist, desto leichter kannst du es erklären, bepreisen und verkaufen.

Brauche ich eine Ausbildung, um Virtual Assistant zu werden?

Nein. Es gibt keine geschützte Berufsbezeichnung. Was zählt, sind nachweisbare Fähigkeiten, zuverlässige Kommunikation und der Wille, dich in neue Tools einzuarbeiten. Kurse können helfen, Lücken zu schließen, sind aber kein Pflichtprogramm.

Kann ich als VA von zuhause aus arbeiten?

Ja – das ist das Grundprinzip. Du brauchst einen stabilen Internetanschluss, einen Computer und Zugang zu den Tools deiner Kunden (meist E-Mail, Kalender, Projektmanagement-Software).

Wie viele Stunden pro Woche muss ich mindestens investieren?

Als Nebenjob sind 5 bis 15 Stunden pro Woche ein realistischer Rahmen. Darunter wird es schwierig, Kunden zu halten und den Aufbau voranzutreiben. Mehr ist möglich, aber nur wenn dein Hauptjob es zulässt.

Was ist der Unterschied zwischen VA und Freelancerin?

Technisch sind beide selbstständig tätig. „Virtual Assistant“ beschreibt eine bestimmte Art von Dienstleistung – organisatorische und administrative Unterstützung auf Distanz. Freelancerin ist der übergeordnete Begriff für alle, die auf Projektbasis für verschiedene Auftraggeber arbeiten. Mehr zur allgemeinen Einordnung findest du im Artikel Freelancerin werden.

Quellen

Stundensätze und Vergütung: Freelancer-Kompass 2024, GULP / Hays (jährliche Studie zu Freelancer-Stundensätzen in Deutschland). Verfügbar unter: gulp.de/gulp2/home/presse/freelancer-kompass.html

Gewerbanmeldung und Kleinunternehmerregelung: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz – Existenzgründungsportal. Verfügbar unter: existenzgruender.de

Grundfreibetrag 2025: Bundesministerium der Finanzen, Einkommensteuergesetz § 32a EStG. Verfügbar unter: gesetze-im-internet.de/estg/__32a.html

Wachstum der Remote- und Freelance-Wirtschaft: Statista – Anteil der Freelancer an der Erwerbsbevölkerung in Deutschland 2023. Verfügbar unter: statista.com

Markt für virtuelle Assistenz: Allied Market Research – Virtual Assistant Market Report 2023. Verfügbar unter: alliedmarketresearch.com

Foto: Surface / Unsplash, Bearbeitung: AJOURE´

Gewinnspiel: Wir verlosen 3 Kinopakete zu „Couscous und Geheimnisse“

Couscous und Geheimnisse

Ein bisschen Paris, ein bisschen Familienchaos und ganz viel kulinarischer Charme: Zum Kinostart der französischen Komödie „Couscous und Geheimnisse“ verlosen wir gemeinsam mit Lighthouse 3 tolle Gewinnpakete.

Ab dem 25. Juni 2026 bringt „Couscous und Geheimnisse“ jede Menge Herz, Humor und kulinarische Würze auf die große Leinwand. Im Mittelpunkt steht Mehdi, ein junger algerischer Koch, der eigentlich kurz vor einem großen Schritt steht: Gemeinsam mit seiner Partnerin Léa möchte er das Bistro übernehmen, in dem er tagsüber mit Leidenschaft französische Küche zaubert.

Zwischen Familie, Liebe und kleinen Notlügen

So offen und ambitioniert Mehdi im Restaurant ist, so kompliziert wird es zu Hause. Vor seiner Mutter Fatima spielt er noch immer den perfekten Sohn, der ihren Erwartungen entspricht. Léa und seine große Liebe zur französischen Gastronomie passen in dieses Bild allerdings nicht so richtig hinein.

Als Léa schließlich darauf besteht, Fatima kennenzulernen, gerät Mehdi immer stärker unter Druck. Statt reinen Tisch zu machen, entscheidet er sich für eine kleine Notlüge. Doch wie das mit kleinen Notlügen so ist: Sie bleiben selten klein. Schon bald nimmt das Ganze eine Eigendynamik an, bei der Missverständnisse, Familienbilder und kulturelle Erwartungen schneller hochkochen als ein Topf Couscous.

Eine liebevolle Culture-Clash-Komödie

Regisseur Amine Adjina erzählt mit „Couscous und Geheimnisse“ eine warmherzige Komödie über das Leben zwischen zwei Kulturen, über unausgesprochene Erwartungen, familiäre Bindungen und den Mut, zu sich selbst zu stehen. Serviert wird das Ganze mit viel Wärme, feinem Humor und einem Ensemble, das den Film besonders lebendig macht.

In den Hauptrollen sind unter anderem Younès BoucifClara BretheauHiam Abbass und Malika Zerrouki zu sehen.

Das gibt es zu gewinnen

Passend zum Kinostart verlosen wir 3 Gewinnpakete. Jedes Paket besteht aus:

2 Kinokarten für „Couscous und Geheimnisse“
1 Buch „Paris zum Verlieben“ aus dem Frederking & Thaler Verlag

Paris zum VerliebenCouscous und Geheimnisse Freikarten

Über das Buch „Paris zum Verlieben“

Als besonderes Extra wartet auf die Gewinnerinnen und Gewinner das Buch „Paris zum Verlieben“ aus dem Frederking & Thaler Verlag. Der liebevoll gestaltete Band ist mehr als ein klassischer Stadtführer: Mit 40 handgezeichneten Karten führt er durch charmante Gassen, gemütliche Cafés, versteckte Parks und zu besonderen Orten, die Paris mit Herz, Stil und jeder Menge Atmosphäre zeigen.

Das Buch ist eine kleine Liebeserklärung an perfekte Croissants, Spaziergänge an der Seine und all die magischen Ecken, die man in der französischen Hauptstadt entdecken kann.

So nehmt ihr teil

Füllt einfach das untenstehende Teilnahmeformular aus und schon seid ihr im Lostopf.

„Couscous und Geheimnisse“ startet am 25. Juni 2026 im Kino.

 

Jetzt am Gewinnspiel teilnehmen –
Versuche dein Glück!

* erforderlich










Ich akzeptiere die Teilnahmebedingungen **

 

** Teilnahmebedingungen:

Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen Personen mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz außer Mitarbeitern der beteiligten Firmen und deren Angehörigen. Die Gewinner werden unter allen Einsendern der richtigen Lösung durch das Los ermittelt und anschließend per E-Mail benachrichtigt. Eine Barauszahlung des Gewinnwertes ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich möchte den ajoure.de Newsletter abonnieren und bin damit einverstanden, dass ich per E-Mail über Angebote der Ajouré GmbH & Co. KG informiert werde. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen.

Teilnahmeschluss ist der 31.03.2026.

 

Fotos: © 2026 Lighthouse

Finanzielle Unabhängigkeit beginnt im Kopf

Frau arbeitet konzentriert am Laptop und plant ihre finanzielle Unabhängigkeit

Finanzielle Unabhängigkeit klingt oft nach einem großen, weit entfernten Ziel: genug Geld, um frei entscheiden zu können. Nicht von einem Partner abhängig sein. Rücklagen haben. Investieren. Vielleicht irgendwann weniger arbeiten, selbstständiger arbeiten oder ein eigenes Business aufbauen.

Aber bevor daraus ein Plan wird, passiert bei vielen Frauen etwas anderes: Sie bremsen sich innerlich aus.

Nicht, weil sie „schlecht mit Geld“ wären. Nicht, weil sie nicht ehrgeizig genug wären. Sondern weil Geld, Sicherheit und Selbstbestimmung selten nur mit Zahlen zu tun haben. Sie hängen auch daran, was du dir zutraust, was du über Geld gelernt hast und welche Rolle du dir selbst erlaubst einzunehmen.

Genau darum geht es in diesem Artikel: nicht um leere Manifestationssätze, sondern um ein Money-Mindset, das dich handlungsfähiger macht. Denn finanzielle Unabhängigkeit beginnt nicht nur auf dem Konto. Sie beginnt auch mit der Frage, ob du dir selbst erlaubst, klare Entscheidungen für dein Geld zu treffen.

Kurz gesagt: Mindset ersetzt keinen Finanzplan.

Aber ohne ein gesundes Money-Mindset setzt du viele gute Finanzpläne gar nicht erst um. Du verhandelst nicht. Du schaust nicht genau hin. Du verschiebst Entscheidungen. Oder du hältst dich kleiner, als du müsstest.

Was finanzielle Unabhängigkeit wirklich bedeutet

Finanzielle Unabhängigkeit bedeutet nicht für jede Frau dasselbe. Für die eine heißt es: genug Rücklagen zu haben, um nicht bei jeder unerwarteten Rechnung nervös zu werden. Für die andere: nach einer Trennung nicht in existenzielle Panik zu geraten. Für wieder eine andere: selbstständig zu arbeiten, weniger abhängig von einem Arbeitgeber zu sein oder langfristig Vermögen aufzubauen.

Der wichtigste Punkt ist: Du brauchst deine eigene Definition. Nicht die von Instagram. Nicht die von Finanz-Influencern. Nicht die von Menschen, die dir erzählen, du müsstest in drei Monaten fünfstellig verdienen.

Eine realistische Definition kann zum Beispiel so aussehen:

  • Ich kenne meine monatlichen Fixkosten.
  • Ich habe einen Notgroschen, der mehrere Monate abdeckt.
  • Ich verdiene genug, um nicht nur zu leben, sondern auch vorzusorgen.
  • Ich investiere regelmäßig, auch wenn es am Anfang kleine Beträge sind.
  • Ich weiß, welche finanziellen Entscheidungen ich nicht länger aufschieben will.

Finanzielle Unabhängigkeit ist also weniger ein einzelner Kontostand als eine Kombination aus Klarheit, Einkommen, Rücklagen, Vorsorge und Entscheidungsspielraum.

AJOURE´ Tool

Wenn du zuerst Sicherheit aufbauen willst

Bevor du über große Ziele nachdenkst, lohnt sich ein nüchterner Blick auf deine Rücklagen. Unser Notgroschen-Rechner hilft dir einzuschätzen, wie viel finanzielle Sicherheit du für deine Lebenssituation brauchst.

Notgroschen-Rechner öffnen

Warum Mindset trotzdem eine Rolle spielt

Über Geld zu sprechen ist für viele Frauen immer noch unangenehm. Über Gehalt zu sprechen, noch mehr. Über Investieren, Altersvorsorge oder Vermögensaufbau zu sprechen, wirkt schnell „zu groß“, „zu trocken“ oder „nicht wie ich“.

Genau hier setzt Mindset an. Es geht nicht darum, dir einzureden, dass alles leicht ist. Es geht darum, innere Muster zu erkennen, die dich von guten Entscheidungen abhalten.

Typische Gedanken sind zum Beispiel:

  • „Ich bin einfach nicht gut mit Geld.“
  • „Über Geld spricht man nicht.“
  • „Verhandeln wirkt unsympathisch.“
  • „Investieren ist zu riskant für mich.“
  • „Andere können das, aber ich nicht.“

Solche Sätze fühlen sich oft wie Wahrheit an. Häufig sind sie aber nur alte Überzeugungen, die nie überprüft wurden. Und genau da wird es spannend: Wenn du einen Gedanken erkennst, kannst du entscheiden, ob du ihm weiter folgen willst.

Die 6 Schritte zu einem Money-Mindset, das dich weiterbringt

1. Erkenne deine Geldsätze

Schreib dir auf, welche Sätze dir spontan zu Geld einfallen. Nicht die schönen, vernünftigen Sätze, sondern die ehrlichen.

Reiche Frauen sind …
Wenn ich mehr Geld verdiene, dann …
Frauen, die verhandeln, wirken …
Investieren ist für Menschen, die …
Ich bin finanziell unabhängig, wenn …

Diese Übung ist simpel, aber sehr aufschlussreich. Sie zeigt dir, ob du Geld eher mit Freiheit, Sicherheit und Gestaltung verbindest oder mit Angst, Schuld und Überforderung.

2. Trenne Gefühl von Fakt

Ein Gedanke wie „Ich kann nicht mit Geld umgehen“ ist kein Fakt. Ein Fakt wäre: „Ich kenne meine monatlichen Ausgaben aktuell nicht genau.“ Das ist ein Unterschied.

Der erste Satz macht dich klein. Der zweite zeigt dir eine konkrete nächste Handlung.

Frag dich deshalb bei jedem belastenden Geldgedanken: Ist das eine Tatsache oder eine Geschichte, die ich mir erzähle?

Aus „Ich kann das nicht“ wird „Ich habe es noch nicht sortiert“.

Das klingt kleiner, ist aber ein riesiger Unterschied. Denn was noch nicht sortiert ist, kannst du sortieren. Was du angeblich grundsätzlich nicht kannst, fühlt sich dagegen wie eine feste Identität an.

3. Definiere dein erstes finanzielles Sicherheitsziel

Viele Frauen starten mit einem zu großen Ziel: finanzielle Freiheit, passives Einkommen, Vermögensaufbau, Selbstständigkeit. Das kann motivierend sein, aber auch lähmen.

Besser ist ein erstes Sicherheitsziel. Zum Beispiel:

  • 500 Euro Puffer aufbauen
  • einen Monatsbedarf als Notgroschen sparen
  • alle Fixkosten sauber erfassen
  • einen ETF-Sparplan verstehen und starten
  • deinen Marktwert und deine Gehaltsargumente sammeln

Dieses erste Ziel muss nicht beeindruckend klingen. Es muss umsetzbar sein. Finanzielle Unabhängigkeit entsteht nicht durch einen perfekten Plan, sondern durch wiederholte Entscheidungen, die dich stabiler machen.

4. Arbeite an deinem Einkommen, nicht nur an deinen Ausgaben

Sparen ist wichtig. Aber finanzielle Unabhängigkeit entsteht selten nur dadurch, dass du dir alles verkneifst. Besonders für Frauen ist der Blick auf Einkommen zentral: Gehalt, Verhandlung, berufliche Entwicklung, Selbstständigkeit, Nebeneinkommen oder ein eigenes Angebot.

Der Gender Pay Gap zeigt, dass Einkommensunterschiede nicht nur ein individuelles Thema sind. Laut Statistischem Bundesamt verdienen Frauen in Deutschland im Durchschnitt weiterhin weniger als Männer. Ein Teil der Lücke hängt mit strukturellen Faktoren wie Teilzeit, Branchenwahl und Erwerbsunterbrechungen zusammen. Trotzdem bleibt auch bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation eine bereinigte Lücke.

Das ist kein Grund, sich schuldig zu fühlen. Es ist ein Grund, den eigenen Marktwert ernst zu nehmen.

Passend dazu

Wenn du dein Einkommen aktiver angehen willst

Der nächste konkrete Schritt kann eine Gehaltsverhandlung sein. In unserem Artikel findest du typische Fehler, bessere Formulierungen und konkrete Gesprächsansätze.

Gehaltsverhandlung vorbereiten

5. Such dir eine Strategie, die zu deinem Leben passt

Es gibt nicht den einen Weg zu finanzieller Unabhängigkeit. Für manche Frauen ist ein sicherer Job plus ETF-Sparplan der richtige Weg. Für andere ist ein Nebeneinkommen sinnvoll. Wieder andere wollen ein Business aufbauen oder sich langfristig selbstständig machen.

Wichtig ist nicht, welcher Weg am lautesten beworben wird. Wichtig ist, welchen Weg du realistisch umsetzen kannst.

Frag dich:

  • Wie viel Sicherheit brauche ich gerade?
  • Wie viel Zeit und Energie habe ich wirklich?
  • Will ich mehr verdienen, mehr behalten oder mein Geld besser arbeiten lassen?
  • Bin ich eher im Angestelltenkontext, in der Selbstständigkeit oder dazwischen?
  • Welcher nächste Schritt wäre klein genug, dass ich ihn diese Woche wirklich mache?

Eine gute Strategie fühlt sich nicht immer bequem an. Aber sie sollte zu deiner aktuellen Lebensrealität passen.

6. Baue Vertrauen durch Beweise auf

Selbstvertrauen entsteht nicht dadurch, dass du wartest, bis du dich bereit fühlst. Es entsteht, wenn du dir selbst beweist, dass du handeln kannst.

Das können kleine Beweise sein:

  • Du prüfst deine Fixkosten.
  • Du kündigst ein unnötiges Abo.
  • Du rechnest deinen Notgroschen aus.
  • Du liest dich in ETFs ein.
  • Du formulierst drei Gehaltsargumente.
  • Du sprichst mit einer Freundin offen über Geld.

Mach daraus eine kleine Liste. Jeden Abend ein Satz: „Heute habe ich für meine finanzielle Unabhängigkeit …“ Nach 30 Tagen siehst du schwarz auf weiß, dass du nicht nur nachdenkst, sondern dich bewegst.

Was du diese Woche konkret tun kannst

Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, starte hier:

  1. Schreib drei Geldsätze auf, die dich bremsen.
  2. Formuliere jeden Satz in eine konkrete Handlung um.
  3. Berechne deinen monatlichen Mindestbedarf.
  4. Lege ein erstes Sicherheitsziel fest.
  5. Entscheide dich für einen nächsten Schritt: mehr Klarheit, mehr Einkommen oder mehr Vorsorge.

Mehr braucht es für den Anfang nicht. Nicht perfekt. Nicht vollständig. Nur ehrlich genug, damit du ins Handeln kommst.

AJOURE´ Orientierung

Wenn du tiefer einsteigen willst

Je nachdem, wo du gerade stehst, passen diese nächsten Schritte besonders gut:

Ein letzter Gedanke

Finanzielle Unabhängigkeit ist kein Zustand, den du erst verdienst, wenn du alles perfekt machst. Sie beginnt viel früher: wenn du anfängst, deine finanzielle Realität ernst zu nehmen.

Du musst nicht sofort alles wissen. Du musst nicht sofort investieren, verhandeln, gründen und einen perfekten 10-Jahres-Plan haben. Aber du darfst anfangen, dich selbst als Frau zu sehen, die Geldthemen nicht länger wegschiebt.

Denn am Ende geht es nicht nur darum, mehr Geld zu haben. Es geht darum, mehr entscheiden zu können.

 

Foto: AI

Beliebte Beiträge

dumme Fitnesstrends

Die schlimmsten (und unglaublich dämlichsten) Fitnesstrends, die du dir vorstellen kannst

Dass Sport wichtig für die Gesundheit ist, wird dir jeder Arzt bestätigen. Doch das Herz-Kreislauf-System, die Beweglichkeit von Sehnen und Gelenken oder ein aktives...
7 Fehler, die auch du garantiert beim Wiegen machst

7 Fehler, die auch du garantiert beim Wiegen machst

Du gehst auf die Waage und bist erstmal richtig frustriert. Das geht vielen so. Eventuell liegt das aber gar nicht daran, dass du ein...
besserer Sex durch Yoga

Besserer Sex durch Yoga

Mittlerweile hat sich Yoga zum beliebten Fitnesstrend entwickelt. Mehr als fünf Millionen Deutsche betreiben regelmäßig Yoga. Der Grund für die Beliebtheit? Bei korrekter Ausführung...
Die Boxy-Bag: Ab in die Kiste!

Die Boxy-Bag: Ab in die Kiste!

Die Boxy-Bag ist 2019 der Taschentrend schlechthin. Wer die Umhängetasche in Kastenformat in den vergangenen Monaten bereits getragen hat, kann sich sicher sein; dieses...
So kannst du besser mit Kritik umgehen

So kannst du besser mit Kritik umgehen

Kritik ist in den meisten Fällen unangenehm und wird schnell als Angriff auf die eigene Person wahrgenommen. Oft schaltet sich das logische Denken wie...
Abnehm-Shakes

Shake it off! Wie Abnehm-Shakes dir beim Gewichtsverlust helfen können

Ein cremiger Milchshake, lecker im Geschmack, voll in der Konsistenz. Mit jedem Schluck hinterlässt er ein angenehmes Gefühl. Ist das Glas leer, hinterlässt er...
Frau am Laptop hat Schleier vor den Augen

Schleier vor den Augen: Ursachen und Hilfe

Ein Schleier vor den Augen kann beunruhigend sein: Die Welt erscheint plötzlich unscharf, milchig oder wie durch einen grauen Film. Manche Menschen erleben diese...
Glukose-Trick

Abnehmen mit dem Glukose-Trick – Funktioniert die Diät wirklich?

Viele Diäten versprechen das Blaue vom Himmel und nicht jede lässt die Pfunde nachhaltig purzeln. Da kommt ein Ernährungskniff eigentlich wie gelegen. Diesen gibts...