Jobsuche: Die besten Tipps, um deinen Traumjob zu finden

Der Beruf nimmt einen großen Teil deiner Zeit in Anspruch und je wohler du dich mit ihm fühlst, desto eher wirst du dich darin entfalten können. Aber wie findest du überhaupt einen Job, in dem du dich wohlfühlst? Eine wichtige Rolle spielen nicht nur die geografische Lage des Arbeitsplatzes und deine fachliche Kompetenz, sondern auch persönliche Interessen sowie das tägliche Arbeitsklima. Vielleicht helfen dir die folgenden Tipps auf deinem Weg, die Balance aus allen Faktoren und somit deinen Traumjob zu finden.

Gründe für die Jobsuche

Sich einen Job zu suchen, ist ein völlig normaler und gleichzeitig vielseitiger Prozess. Die klassische Ausgangssituation für die Jobsuche ist der Berufseinstieg, denn sobald Studium, Schule oder Ausbildung abgeschlossen sind, beginnt die eigentliche Karriere. Achte hierbei vor allem auf spezielle Einstiegs- und Junior-Positionen, um deine Chancen zu verbessern. Falls du schon im Berufsleben stehst, sind Jobwechsel beziehungsweise eine Neuorientierung häufige Gründe für die Jobsuche. Vielleicht bist du ja unzufrieden, willst ein besseres Gehalt, eine Beförderung oder gar eine völlig andere Branche?

Wo du nach Jobs suchen kannst

Wo auch immer du gerade stehst, sei versichert, dass deinen Traumjob zu finden nicht unmöglich ist. Dir stehen sogar zahlreiche Wege zur Verfügung, die du nach Belieben kombinieren kannst. Während sich über das Jobcenter als arbeitssuchend zu melden oft der erste Schritt ist, stellen Online-Jobbörsen eine weitere Möglichkeit dar, nach Berufen und Branchen zu suchen. Mithilfe von diversen Suchkriterien und Filtern kannst du den Prozess individualisieren und die Ergebnisse verbessern. Du kannst in der Regel direkt in deiner Region oder Stadt, wie beispielsweise Frankfurt, nach einem Job suchen. Oder du filterst nach deiner gewünschten Arbeitszeit (Voll- / Teilzeit) und deinen Gehaltsvorstellungen.

Doch auch Jobmessen, Zeitungen und Magazine können dir wichtige Impulse verleihen. Erstere haben den Vorteil, dass du direkt mit deinen künftigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern in Kontakt treten kannst. Nicht selten werden dort sogar Bewerbungsunterlagen entgegengenommen.

Neben diesen aktiven Methoden der Jobsuche gibt es auch die passive Bewerbung, wo es vor allem darum geht, von gewünschten Unternehmen gefunden zu werden. Dazu kannst du beispielsweise einen Blog starten und über branchenrelevante Themen schreiben oder aber ein professionelles Profil in verschiedenen sozialen Netzwerken pflegen.

Zuletzt kommst du mit der Initiativbewerbung mit deinem Wunschunternehmen in Kontakt, auch wenn dieses gerade keine Stellenangebote veröffentlicht. Recherchiere hierzu selbstständig einen Ansprechpartner und sende deine Bewerbungsunterlagen ein. Wichtig hierbei ist, dass du dich gekonnt in Szene setzt und über entsprechende Referenzen verfügst. Auch ein starkes Selbstbewusstsein, auf diese Art mit einem Unternehmen in Kontakt zu treten, kann großen Eindruck schinden.

Wo geht‘s eigentlich hin?

Ehe die Suche nach dem Traumberuf losgehen kann, solltest du dich fragen, wohin du dich überhaupt entwickeln willst. Denn mit dieser Intention beeinflusst du alle künftigen Entscheidungen und je klarer du sie formulierst, desto einfacher machst du es dir selbst. Andersherum ist eine Jobsuche aus der Not heraus keine gute Idee. Natürlich lässt sich ein unliebsamer Job schnell wieder kündigen. Jedoch könnte dich das beim nächsten Bewerbungsgespräch unter Druck setzen.

Die folgenden Fragen sind eine Orientierungshilfe für dich, um deine Vorstellungen grundsätzlich zu ordnen:

  • Wohin möchtest du dich beruflich entwickeln?
  • Welche Aspekte sind dir an einem Arbeitsplatz besonders wichtig?
  • Was sind deine Karriereziele?
  • Welche Perspektiven muss der neue Job bieten?

Es mag nicht immer einfach sein, in sich hineinzuhorchen. Doch, das kannst du uns glauben, diese anfangs etwas mühselig wirkende Zeit ist die sinnvollste Investition, denn sie hilft dir nicht nur, eine klare Richtung einzuschlagen, sondern definiert auch deine persönlichen Ansprüche. Schraube diese übrigens niemals herunter, um schneller an einen Job zu kommen. Schließlich prägt dieser dein Leben und soll ein harmonischer Bestandteil dessen sein. Vielleicht wird die Jobsuche dadurch erschwert. Doch wenn du konsequent deine Ziele verfolgst, wirst du mit deiner neuen Stelle auf jeden Fall glücklich.

Prioritäten setzen

Sobald deine Vorstellungen feststehen, darfst du sie noch priorisieren. Finde heraus, was dir besonders wichtig ist und wo du Abstriche machen kannst, denn ein Arbeitsplatz wird selten alle deine Wünsche erfüllen können. Mögliche Auswahlkriterien:

  • Nähe zum Wohnort
  • Gehalt
  • Verantwortung
  • Aufstiegschancen
  • Relevanz/Sinn der Arbeit
  • Beziehung zu Kolleginnen und Kollegen
  • Sicherheit der Arbeitsstelle

Was auch immer auf der Suche nach deinem Traumjob an Schwierigkeiten passiert, bleibe dir treu und verbiege dich nicht. Setze stattdessen deine Grenzen. Eine Beschäftigung anzunehmen, die weder deinen Jobvorstellungen und Qualifikationen noch deinen Interessen entspricht, schadet allen Beteiligten, weil du so jemand anderem einen begehrten Arbeitsplatz wegnimmst, nur um dich selbst täglich am Schreibtisch zu langweilen. Klingt nicht so toll, oder?

Typische Fehler

Vielleicht hast du schon das eine oder andere ausprobiert, doch leider ohne Erfolg. Sei dir bewusst, dass auch die Kombination aus der besten Vorbereitung, dem schönsten Outfit und sprudelnder Eloquenz nicht immer zum Erfolg führen muss. Doch bevor du den Misserfolg auf eine dir gegenüber feindlich gesinnte höhere Macht schiebst, schau einmal, ob du nicht einfach ein paar typische Fehler begangen hast.

Fehlendes Selbstbewusstsein

Fehlendes Selbstbewusstsein ist fatal. Bedenke, dass deine Einstellung einen direkten Einfluss auf den Erfolg deiner Jobsuche hat. Sich zur Bittstellerin zu machen, die hofft, dass man sie einstellt, ist also keine gute Idee. Was auch immer dir Selbstbewusstsein verleiht, widme dich diesen Dingen und geh geladen auf die Suche nach deinem Traumjob.

Schlechte Vorbereitung

Auch schlecht vorbereitet zu sein, kann den entscheidenden negativen Impuls im Vorstellungsgespräch geben. Klar, du möchtest einen gut bezahlten Job mit flexiblen Arbeitszeiten, direkt bei dir um die Ecke, und zwar jetzt. Das verstehen wir und möchten dennoch davon abraten, sich einfach so in die Arbeitsuche zu stürzen. Natürlich kann auch diese Strategie funktionieren, allerdings geht sie meist schief. Daher gilt, dass eine gute Vorbereitung die halbe Miete ist. Mache dir klar, welche Position du suchst, in welcher Branche du einsteigen willst und welche Arbeitgeber dich überhaupt interessieren. Vernachlässige auch unangenehme Fragen zu Gehaltsvorstellungen nicht, denn sie werden mit Sicherheit auftauchen.

Gute Organisation und Bewerbungsstrategie

Liebst du Struktur oder das Chaos? So oder so braucht eine erfolgreiche Arbeitssuche eine vernünftige Organisation sowie eine sinnvolle Bewerbungsstrategie. Unzählige Bewerbungen nach dem Trial-and-Error-Prinzip zu verschicken macht dir nur unnötige Arbeit und führt letztlich dazu, dass du den Überblick verlierst. Betrachte deine Jobsuche lieber wie ein Projekt – mit fester, wöchentlicher Struktur, Analysen und Feedbacks.

Zu hohe Erwartungen

Stell dir vor, du liest eine Jobanzeige: solides Gehalt, flache Hierarchien, junges Team und viele Aufstiegsmöglichkeiten. Ziemlich gut, denkst du dir, aber nicht perfekt. Schließlich wolltest du von vornherein viel Verantwortung übernehmen und ein bisschen zu weit weg von deinem Wohnort ist die Arbeitsstelle auch. Bedenke, dass zu hohe Erwartungen deiner Arbeitssuche schaden können. Der perfekte Job mag irgendwo da draußen existieren, aber er ist ziemlich selten. Zudem muss ein Traumjob noch lange nicht perfekt sein. Wichtig ist, dass du dich damit wohlfühlst und morgens gern zur Arbeit fährst.

Erfolgreiche Jobsuche: Wie du vorgehen kannst

Das war jetzt ganz schön viel Input. Daher findest du im Folgenden noch einmal eine kleine und vor allem strukturierte Schritt-für-Schritt-Anleitung, die dir hoffentlich Mut macht und zeigt, dass deinen Traumjob zu finden nur auf den ersten Blick so kompliziert erscheint.

Gutes Timing

Es beginnt alles mit dem richtigen Zeitpunkt. Bewirbst du dich aus eigenem Antrieb, um deinem beruflichen Traum näherzukommen, beeindruckst du die meisten Personaler umso mehr. Dasselbe gilt für eine Kündigung oder die Arbeitslosigkeit. Solang du diese Phasen nutzt, um Erfahrungen im Ausland zu sammeln oder dir neue Fähigkeiten anzueignen, ist die Lücke im Lebenslauf kein großes Drama. Je nachdem, wie du dich präsentierst, kann sie sogar das Gegenteil sein. Gehe selbstbewusst ins Vorstellungsgespräch und zeige, dass du weder Bittstellerin noch Opfer bist und dass häufige Jobwechsel nun einmal zum Zeitgeist gehören.

Aktueller Lebenslauf

Ob mit oder ohne Lücken, achte unbedingt darauf, dass dein Lebenslauf up to date ist. Den letzten Job zu aktualisieren und alles andere gleich zu lassen, ist nicht genug. Auch den Rest solltest du entsprechend anpassen, damit sich ein harmonisches Gesamtbild von dir und deiner aktuellen Situation ergibt. Achte auf detaillierte und prägnante Beschreibungen und konzentriere dich bei einem längeren Berufsweg auf die relevanten, bedeutenden und eher jungen Informationen. Einen Umfang von höchstens zwei Seiten sollte ein Lebenslauf nicht überschreiten, noch besser ist eine.

Bewerbungsroutine

Richte, sobald du deine Jobsuche beginnst, Routinen ein, denn sie verleihen Struktur und befeuern die Disziplin. Vielleicht gehörst du ohnehin zu den Menschen, die gern einer Routine folgen. Leg also fest, wann du was erledigen möchtest. Das kann zum Beispiel beinhalten, dass du dir jeden Morgen neue Jobangebote ansiehst und dich anschließend entscheidest, wo du dich bewerben willst. Der Nachmittag dient dann zum Schreiben und Optimieren der Bewerbungen.

Breit gefächerte Jobsuche

Kombiniere außerdem verschiedene Möglichkeiten, nach Jobs zu suchen, denn eine Strategie ist erst dann erfolgreich, wenn sie breit gefächert ist. Dazu zählen beispielsweise passive Bewerbungen, Bewerbungsvideos oder auch gut gestaltete Profile in sozialen Netzwerken. Je vielseitiger du deine Jobsuche gestaltest, umso schneller wirst du die passende Stelle finden. Zumal Enthusiasmus und Kreativität bei der Bewerbung oft belohnt werden, allein schon, weil du bei der Vielzahl an Bewerbern auffällst.

Suchradius festlegen

Natürlich ergibt es Sinn, sich auf Stellen unweit des eigenen Wohnorts zu bewerben. Lege deshalb einen Suchradius fest, also ein Gebiet, auf das sich deine Suche zunächst konzentriert. Lass dich dabei nicht von der Luftlinie täuschen und berücksichtige stets die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel beziehungsweise die Erreichbarkeit mit dem Auto. Sollten sich in nahem Umfeld keine passenden Jobs finden, kannst du den Radius nach und nach erweitern.

Umgang mit Absagen

Es mag unnötig wirken, das zu erwähnen, doch jede Jobsuche bringt auch Absagen mit sich. Kommen nur Ablehnungen, dann stimmt wahrscheinlich etwas mit deinen Unterlagen nicht. In einem solchen Fall solltest du dir helfen lassen. Oft sehen Außenstehende, was du durch deinen Tunnelblick schon lang nicht mehr bemerkst. Sie analysieren Fehler und finden heraus, ob Qualifikationen fehlen oder andere Aspekte optimiert werden müssen. Zwar kostet das Geld, doch dieses ist gut investiert, und, falls du den Job bekommst, schnell wieder verdient. Lauf aber nicht zum erstbesten Coach, sondern vergleiche die vielen Angebote. Schließlich möchtest du mit einem Mehrwert aus der Beratung gehen.

Selbst mit Coach kann es passieren, dass du Absagen kassierst. Zerbrich dir darüber nicht allzu viel den Kopf. Es ist normal, dass die Jobsuche eine Weile dauert. Vielleicht kommt auch der Punkt, an dem du alles nur noch hinschmeißen möchtest. Dann gönne dir eine Auszeit, schreibe ein paar Tage keine Bewerbungen und lass es dir gutgehen. Es braucht innere Balance, um durchzuhalten. Die Selbstzweifel vergehen dann von ganz allein. Zögere ebenso nicht, dir seelischen Beistand zu holen, falls nötig. Rückhalt von Familie und Freunden wirkt Wunder, weil du deine Rückschläge und Fortschritte mit ihnen teilen und dir ein paar nette Worte abholen kannst.

Ablehnung als Chance

Deute zuletzt jede Ablehnung als eine weitere Herausforderung. Dieser Tipp ist womöglich schwieriger umzusetzen, weil jeder Misserfolg ein bisschen mehr am Ego nagt. Aussichtslos ist das Vorhaben aber nicht, denn diese Situationen geben dir die Chance, produktiv zu sein und neue Möglichkeiten zu erschaffen. Eine Absage härtet dich vor allem ab, du wirst merken, dass es gar nicht so schlimm ist. Und vielleicht war der Job sowieso nicht gut genug für dich.

Wichtig ist, dass du deine Jobsuche nach einer Ablehnung neu beurteilst und dich selbst reflektierst. Solltest du vielleicht etwas ändern? Was könntest du beim nächsten Anlauf besser machen? Überprüfe noch einmal den Wortlaut und die Formulierungen im Anschreiben. Sind alle formalen Kriterien erfüllt? Vielleicht hast du Fähigkeiten, die die meisten Unternehmen nicht interessieren, aber die für diese eine bestimmte Stelle sogar perfekt sind. Dann bring sie auf jeden Fall ein und gib nicht auf, nach dieser einen Stelle zu suchen. Sie wartet auf dich, ganz bestimmt.

Fazit zur Jobsuche

Nur den wenigsten kommt der Traumjob zugeflogen. Meist wirst du dafür Einsatz, Überzeugung und Durchhaltevermögen zeigen müssen. Je fokussierter und je strukturierter du bist, desto eher gehst du Frust und Komplikationen aus dem Weg. Zwar gehört etwas Glück an einigen Stellen auch dazu, doch der größte Erfolg resultiert aus dem richtigen Maß an Eigeninitiative sowie einer guten Vorbereitung. Zuletzt ist Durchhaltevermögen gefragt. Wir hoffen, dass dich unsere Tipps inspirieren konnten, deine Jobsuche heute noch zu starten!

 

Foto: Jobsuche: Andrey Popov / stock.adobe.com