Geld sparen beim Einkaufen: Spartipps rund um das Essen

Die Lebensmittelpreise sind seit Beginn der Corona-Pandemie weltweit gestiegen. Die Preissteigerungen treffen dabei sämtliche Kategorien und reichen von Obst und Gemüse über Fleisch und Fisch bis hin zu Getreideprodukten und Milchprodukten. Die Gründe dafür sind vielfältig. Mitverantwortlich sind die seit der Pandemie gestörten Lieferketten und die damit einhergehende Verknappung von Rohstoffen. Die Transportkosten sind ebenfalls deutlich gestiegen.

Mit Ausbruch des Krieges in der Ukraine-Krise geriet der Energiemarkt weltweit aus den Fugen, ganz besonders aber in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern. Verschärft wird die Situation zusätzlich durch die steigende Inflation in Deutschland. Viele Menschen müssen also für den Wocheneinkauf im Discounter, im Supermarkt und auf dem Wochenmarkt immer tiefer in die Tasche greifen.

In diesem Artikel geben wir dir deshalb viele nützliche Spartipps rund um das Thema Essen und zeigen dir, wie Geld sparen beim Einkaufen für dich am besten funktioniert.

Geld sparen beim Einkaufen

Wochenplan machen

Ein guter Tipp, um Geld zu sparen ist es, sich einen Wochenplan zu erstellen, auf dem alle Mahlzeiten für die kommenden sieben Tage aufgelistet sind. Wer nicht seine komplette Ernährung durchplanen möchte, sollte zumindest die Hauptmahlzeiten festlegen. Wenn du eine Familie hast, könnt ihr euch an einem Tag in der Woche zusammensetzen und gemeinsam überlegen, was es zu Essen geben soll. Jeder darf einmal aussuchen.

Auch für Singles ist es wichtig, eine Liste zu schreiben, denn darüber lässt sich bares Geld sparen. Aus der Liste entsteht hinterher eine Einkaufsliste, die zunächst mit den eigenen Vorräten abgeglichen werden. Danach schaust du in die Werbeprospekte oder Apps, welche deiner benötigten Lebensmittel gerade im Angebot sind. Alternativ kannst du auch die Werbeprospekte zuerst anschauen und die Lebensmittel raus schreiben, die es in der Folgewoche besonders günstig zu kaufen gibt. Daran muss sich dann der Speiseplan für die Woche orientieren.

Saisonal einkaufen

Wer im Dezember Erdbeeren essen möchte, muss viel dazu bezahlen. Auch Tomaten sind in den kalten Wintermonaten eher teuer. Wer saisonal einkauft, spart also viel Geld. Kürbis, Zucchini und Weintrauben werden eben im Winter geerntet. Saisonales Obst und Gemüse ist nicht nur günstiger, sondern enthält häufig auch mehr Vitamine und schmeckt besser. Hier findest du unseren Saisonkalender als pdf zum Download, der dir genau verrät, wann welches Obst oder welches Gemüse reif ist. Folgst du dem Plan, kannst du viel sparen, denn meistens sind exakt diese Lebensmittel auch im Angebot.


Saisonkalender für Gemüse, Obst, Nüsse, Salat und Kräuter

Saisonkalender Vorschau
Download PDF Saisonkalender


Angebote kaufen im Supermarkt

Wenn du Angebote kaufst, kannst du ebenfalls beim Essen Geld sparen. Dies gilt vor allem für Lebensmittel, die du magst und sowieso kaufst. Greife bei den Angeboten zu und kaufe im Aktionszeitraum etwas mehr, dann sparst du in der Summe gesehen richtig Geld. Du benötigst nur etwas Platz für deine Vorräte.

Die für dich passenden Angebote findest du in den Werbeprospekten, in den Apps der Discounter oder Supermärkte sowie direkt im Supermarkt. Achte im Supermarkt direkt auf Ware, deren Mindesthaltbarkeitsdatum demnächst abläuft. Samstagabend kannst du so bei Obst und Gemüse und manchmal auch beim Fleisch gute Schnäppchen machen, weil die Supermärkte die Ware loswerden möchten. Kurz vor Ladenschluss sind somit viele Produkte reduziert.

Nicht hungrig einkaufen gehen

Einer der wichtigsten Tipps ist es, nicht hungrig einkaufen zu gehen. Wenn der Magen knurrt, sind die Augen größer und du kaufst mehr Lebensmittel, als du benötigst und mit großer Wahrscheinlichkeit kaufst du auch ungesündere Snacks ein. Plötzlich locken Schokolade, Tiefkühlpizza und Chips und wirken noch verführerischer. Besser ist es deshalb, immer satt einkaufen zu gehen. Du wirst dann vielleicht immer noch das Eis mitnehmen, aber insgesamt weniger Essen kaufen.

Streck- und Bückware und Eigenmarken

Hast du schon mal die Begriffe Streckware und Bückware gehört? Im Supermarkt sind Produkte so angeordnet, dass die teuersten Markenprodukte in angenehmer Augenhöhe liegen oder zumindest in Greifweite. Günstige Produkte befinden sich in der Regel ganz oben im Regal und du musst dich strecken, um sie zu erreichen. Deshalb heißen sie Streckware. Eigenmarken sind oft unten im Real eingeordnet, die sogenannte Bückware. Dem zugrunde liegt die psychologische Annahme, dass der Mensch bequem ist und lieber das kauft, was er gut erreichen kann und was sich in seinem Sichtfeld befindet. Deshalb finden sich in Sichtware immer die teuren Waren.

Mit Eigenmarken kannst du jedoch viel Geld sparen. Manchmal verbergen sich hinter diesen sogar Top-Markennamen. (Hier findest du eine Liste, welche Marke hinter den No-Name-Produkten steckt.) Hausmarken stehen den teuren Produkten in den meisten Fällen in nichts nach, sind aber deutlich günstiger als das Markenprodukt. Bedenke also, dass der Supermarkt die Waren immer so platziert, dass sie dir ins Auge stechen. Auch Aufsteller sind aus bestimmten Gründen dort platziert, wo sich Menschen länger aufhalten.

Großpackungen und der Kilopreis

Meistens kannst du Geld sparen, wenn du die Großpackung kaufst, statt die kleine praktische Packung, die noch ins Regal passt. Darauf verlassen solltest du dich aber nicht. Der Kilopreis gibt Aufschluss darüber, ob die Großpackung oder die kleinere Packung günstiger ist. Damit es für den Kunden transparenter ist, muss seit dem 28. Mai 2022 bei allen Lebensmitteln der Kilogrammpreis oder der Literpreis auf dem Preisschild mit angegeben werden – ohne Ausnahme. Das soll für mehr Transparenz für den Kunden sorgen.

Wenn du alleine lebst, solltest du bei Großpackungen das Mindesthaltbarkeitsdatum im Auge halten. Wie realistisch ist es, dass du die Packung verbrauchst, bis das Haltbarkeitsdatum abläuft? Manchmal lohnt es sich als Single auch, die Packung mit einer Freundin oder Nachbarn zu teilen, sodass beide vom günstigen Preis für große Packungen profitieren.

Aber Achtung: Manchmal ist tatsächlich auch die kleine Packung günstiger. Dann lohnt es sich, statt einer Großpackung zwei kleine zu kaufen. Günstiger ist es auch, Hartkäse am Stück zu kaufen und ihn selbst zu reiben. Du sparst gegenüber dem Preis für geriebenen Käse deutlich.

Kräuter selbst anpflanzen

Du kannst viel Geld sparen, wenn du die gängigsten Kräuter selbst pflanzt und aufziehst, zum Beispiel Dill, Schnittlauch und Petersilie. Selbst wenn du keinen Balkon hast, kannst du sie in deiner Wohnung auf einem Fensterbrett großziehen. Geht das nicht, weil du zum Beispiel viel unterwegs bist, solltest du dir Küchenkräuter kaufen, die nachwachsen. Es gibt spezielle Kräutertöpfe dafür. Das spart viel Geld, denn frische Kräuter in kleinen Mengen sind nicht nur völlig überteuert, sie sind auch noch in Plastik verpackt und verursachen viel Müll.

TK-Ware und Tiefkühlkost

Tiefkühlware ist nicht frisch, das stimmt. Aber gefrorenes Obst und Gemüse sind super gesund und haben den Vorteil, dass sie lange frisch bleiben und vor allem günstiger sind als frische Beeren. Wenn du die Beeren für das Dessert oder das Müsli im Gefrierschrank hast, sparst du also deutlich, als wenn du sie frisch kaufen musst. Die Beeren werden in der Regel noch beim Erzeuger direkt nach der Ernte eingefroren. Deshalb ist ihre Qualität genauso gut wie bei frischen Beeren. Ähnliches gilt für Konserven mit Mais, Tomaten und Kichererbsen.


Beim Essen Geld sparen

Einfache Gerichte kochen

Muss es im Alltag immer ein Fünf-Gänge-Menü sein oder ein besonderes Gericht, zu dem du mindestens fünf Zutaten extra kaufen musst? Weniger ist manchmal mehr. Mit einfachen Gerichten kannst du deshalb besonders viel Geld sparen, zum Beispiel Pellkartoffeln mit Quark, Eier mit Senfsoße, Frikadellen oder One-Pot-Pasta. Extravagante Gerichte kosten mehr Geld, vor allem Gewürze und Pasten können hier mit höheren Kosten verbunden sein.

Meal-Prep und Einfrieren: Vorbereitung ist alles

Wenn du dein Essen planst und vorbereitest, kannst du dir teure Lieferdienste und Fertiggerichte sparen. Meal-Prep heißt übersetzt „Mahlzeit vorbereiten“, du bereitest also regelmäßig Essen vor, das du kühlst oder einfrierst. Du musst nicht zwangsläufig extra dafür kochen, sondern kannst auch einfach beim nächsten Kochen mehr auf Vorrat kochen und eine Portion einfrieren. Besonders gut eigenen sich dafür zum Beispiel Bolognese, Curry und Pesto. So bist du immer gerüstet, falls du mal keine Zeit zum Kochen und Einkaufen hast.

Das Vorkochen und Einfrieren ist vor allem für Singles praktisch. Sie können größere Mengen kaufen und kochen und sich die Folgetage einfach ihr Essen warm machen. Das spart Energie und Zeit. Außerdem sind größere Lebensmittelmengen günstiger. Beim Einfrieren solltest du darauf achten, dass dein Gefrierschrank oder dein Gefrierfach regelmäßig abgetaut wird. Ein Gefrierfach mit einer dicken Eisschicht braucht nämlich viel mehr Energie als nötig.

Reste verwerten oder einfrieren

Egal ob als Familie oder als Single: In der Küche bleiben oft Reste übrig. Aus Schalen und Strünke lassen zum Beispiel sich leckere Suppen zubereiten. So werden die Schalen von Spargeln zu einer köstlichen Spargelsuppe oder der Stunk vom Blumenkohl zu einer feinen Blumenkohlsuppe. Auch Eintöpfe lassen sich prima aus Resten kreieren.

Wenn du von einem Gericht noch Essen übrighast, kannst du das entweder am nächsten Tag zu Mittag essen oder einfrieren. Ist die Menge gering, lohnt sich das Einfrieren trotzdem: Wenn du das nächste Mal dieses Gericht kochst, taust du deinen alten Rest einfach wieder dazu auf.

Aus der Resteküche kannst du auch viele andere Gerichte zaubern. Das ist nicht nur gut für deinen Geldbeutel, sondern trägt auch dazu bei, dass weniger Lebensmittel weggeworfen werden. Wenn du die Haltbarkeit von eingefrorenen Lebensmitteln verlängern willst, solltest du sie besser vakuumieren.

Brotzeit mitnehmen

Du gehst in der Mittagspause gern zum Bäcker, Imbiss oder zum Fastfood-Restaurant? Dieses Geld kannst du dir locker sparen, wenn du dir von zu Hause dein Mittagessen mitnimmst. Das können Salate sein, belegte Brote oder Brötchen, aber auch Wraps und Müsli. Hauptsache das Essen ist gesund und hält dich einige Zeit satt. Auch Snacks wie Schokoriegel oder Gummibärchen sind günstiger, wenn du sie nicht am Automaten im Büro kaufst, sondern sie dir von zu Hause mitbringst.

Sparen bei den Getränken

Deutschland hat Leitungswasser in bester Qualität und das ist sogar besser kontrolliert als das Mineralwasser, das du in Flaschen kaufen kannst. Richtig viel Geld kannst du deshalb sparen, wenn du das Wasser aus dem Hahn trinkst und gleichzeitig auf Softgetränke, Säfte und andere Mixgetränke verzichtest. Gesünder ist es auch. Wer sparen will, sollte also öfter den Wasserhahn aufdrehen und auf teure Getränke verzichten. Wenn du lieber Wasser mit Kohlensäure magst, kann sich für dich auch ein Wassersprudler rentieren. Die Kartuschen gibt es in fast allen Supermärkten, Discountern und Drogerien zum Tauschen.

Am Rezept sparen und Lebensmittel tauschen

Manchmal kannst du auch am Rezept sparen. Butter und Margarine lassen sich beim Backen zum Beispiel ohne Probleme austauschen. Bei Zucker reicht oft die Hälfte der angegebenen Menge und der Kuchen oder die Muffins werden trotzdem noch süß und lecker. Bei anderen Rezeptideen kannst du sicher auch das Gemüse gegen saisonales Gemüse tauschen und so Geld sparen. Mit etwas Kreativität lassen sich also viele Lebensmittel ersetzen und gleichzeitig schmeckt das Essen immer wieder anders.

Foodsharing, Apps und Co.

Viele Supermärkte, Restaurants und Dienstleister haben abends Lebensmittel übrig. Sie geben sie entweder für kleines Geld über die App „TooGoodToGo“ für einen geringen Betrag ab oder geben sie kostenfrei an sogenannte Foodsharer weiter. Foodsharer haben es sich zur Aufgabe gemacht, Lebensmittel vor dem Mülleimer zu retten. Sie bringen das Essen in Foodverteiler, wo du es dir kostenlos abholen kannst. Dadurch kannst du die Kosten für Essen pro Monat deutlich reduzieren und tust etwas gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Ein Nachteil ist, dass man nicht beeinflussen kann, welche Lebensmittel man geschenkt bekommt.

Selber machen spart Geld

Je mehr du selber machst, desto mehr kannst du sparen. Im Idealfall hast du einen Garten und kannst Gemüse und Obst anbauen, aber auch mit gekauften Waren lohnt es sich in der Saison Lebensmittel selbst herzustellen wie zum Beispiel Marmelade, Chutneys oder Pesto. Gewürzmischungen kannst du sehr einfach selbst mischen. Die Einzelzutaten sind dafür wesentlich günstiger als das fertige Gewürz in der bunten Verpackung. Für Gemüsebrühe, Aufstriche, eingelegtes Gemüse oder Antipasti gibt es viele tolle Rezepte – probiere es einfach mal aus und freue dich über das gesparte Geld beim Essen.

 

Foto: Drazen / stock.adobe.com

Letzte Aktualisierung am 6.10.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API