Home Office Knigge: So arbeitest du zuhause produktiv und diszipliniert

Kein Stop-and-go im morgendlichen Berufsverkehr, keine Kannst-du-mal-eben-kurz-Anfragen der Kollegen zu unpassenden Zeiten, kein bohrender Blick vom Chef und keine sonstigen Ablenkungen, die dich vom konzentrierten Arbeiten ablenken – Home-Office erfreut sich nicht ohne Grund stetig steigender Beliebtheit. Dein Chef hat dir diesen Traum für einen oder mehrere Tage wahrgemacht? Oder gehörst du zur ständig wachsenden Gruppe der Angestellten und Freiberufler, die ihrer Tätigkeit permanent von zuhause nachgehen? In beiden Fällen wirst du früher oder später bemerken, dass die Sache mit dem produktiven Arbeiten in den eigenen vier Wänden neben zahlreichen Vorzügen auch so einige Tücken birgt.

Du möchtest den gängigsten Fallen vorbeugen und dir und deinem Chef beweisen, was du von zuhause aus alles leisten kannst? Mit unseren Tipps und Tricks rund um das produktive Home-Office nutzt du deine Arbeitszeit effektiv – und kannst am Ende des Tages stolz auf deine Erfolge sein.

1. Vorbereitung ist alles

Am nächsten Tag soll es losgehen? Damit du am Morgen auch direkt starten kannst, solltest du schon am Abend zuvor alle nötigen Vorbereitungen treffen. An welchem Platz arbeitest du? Um wie viel Uhr möchtest du ungefähr anfangen und wann sollte dafür dein Wecker klingeln? Hast du diese Fragen beantwortet, kannst du nicht nur mit einem guten Gefühl das Licht ausmachen, sondern auch tatsächlich ohne Zwischenfälle loslegen.

2. Nutze gleichbleibende Abläufe

Um 12 Uhr ist Mittagspause, zu einer anderen Uhrzeit macht ihr eine kurze Kaffeeauszeit… Im Büro ist der Tag aus gutem Grund mit festen Abläufen strukturiert. Die immer gleichen Muster helfen dir, den Überblick zu bewahren und bewusst zu arbeiten – auch mit Aussicht auf die nächste Pause. Beim Home-Office solltest du dir genau das zunutze machen. Überleg dir eine feste Anfangszeit, leg einen Zeitraum für das Mittagessen fest und setz dir unbedingt auch eine Deadline für den Feierabend. Nur wer rechtzeitig aufhört, ist tatsächlich produktiv!

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3. Starte mit voller Kraft in den Morgen

Wach, ausgeruht und mit einem genauen Plan, was heute ansteht – so beginnst du deinen Arbeitstag am besten. Solltest du zu den Nachteulen gehören, die morgens eher langsam auf Betriebstemperatur kommen, empfiehlt sich ein kurzer Spaziergang. Die frische Luft kombiniert mit der Bewegung mobilisiert deine Energiereserven.

4. Zieh dich passend an

Im Pyjama an die Arbeit? Das hört sich leider besser an, als es ist. Auch wenn du dich hochmotiviert an den PC setzt, überlistet dich mit der Zeit dein Unterbewusstsein und deine Disziplin lässt unweigerlich nach. Mit einem ganz gewöhnlichen Arbeitsoutfit signalisierst du hingegen nach innen wie nach außen, dass es dir ernst ist mit der Arbeit – und das werden unter anderem auch deine Gesprächspartner am Telefon bemerken!

5. Arbeite mit einem festen Tagesplan

Auch wenn es nicht gerade innovativ klingt: Eine gute To-do-Liste kann dir das produktive Arbeiten wesentlich erleichtern. Du behältst nicht nur den Überblick, welche Aufgaben dich im Laufe des Tages erwarten, sondern siehst gleichzeitig auch, was du schon alles geschafft hast. Die positiven Auswirkungen auf die eigene Motivation sind nicht zu unterschätzen! Darüber hinaus stellst du mithilfe des Plans natürlich auch sicher, dass du nicht aus Versehen eine bestimmte Deadline verpasst.

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6. Richte deinen Arbeitsplatz optimal ein

Beim Einrichten deines Schreibtisches solltest du gleich mehrere Faktoren berücksichtigen, die deine Produktivität erheblich beeinflussen können. An erster Stelle steht die Frage nach dem richtigen Arbeitsort. Um den zu finden, solltest du zunächst darauf achten, welche Ablenkungen jeweils zu erwarten sind. Blickst du direkt auf eine vielbefahrene Straße oder laufen andere Mitbewohner des Hauses regelmäßig durch dein Büro, ist konzentriertes Arbeiten kaum möglich.

Unverzichtbar sind außerdem gute Lichtverhältnisse, ergonomisches Mobiliar, eine angenehme Temperatur und eine vollständige Ausrüstung mit allen nötigen Materialien. Deine Arbeitszeit sollte nicht beim Schlange stehen im nächsten Schreibwarenladen verstreichen! In Sachen Material ist allerdings auch beim gegenteiligen Extrem Vorsicht geboten: Ein übervoller Schreibtisch kann deine Konzentration erheblich stören.

7. Lass dich nicht ablenken

Ein kurzes Telefonat hier, eine neue Mail dar – diese Ablenkungsfallen kennst du vermutlich schon aus dem ganz gewöhnlichen Büroalltag. Keine Frage, diese Zeitfresser lauern auch beim Home-Office. Doch damit nicht genug: Hinzu können auch noch Spielanfragen deiner Kinder, spontane Einkaufsideen und vieles mehr kommen. Damit du dich am Ende des Tages nicht fragen musst, wo eigentlich deine Arbeitsstunden geblieben sind, sind vorbeugende Maßnahmen das A und O. Verabrede mit deiner Familie genau, wann du in Ruhe arbeiten möchtest, wäge ab, ob du eine Mail unbedingt schreiben musst und ignoriere fiese Haushaltsfallen wie die fertige Spülmaschine. Das alles kann genauso wie im Büroalltag warten, bis du nach der Arbeit den Laptop zuklappst!

8. Denk an kleine Auszeiten zwischendurch

Dir sind plötzlich alle Ideen ausgegangen? Du fühlst dich müde und erschöpft? Denk daran: Auch im Büro arbeitet niemand acht Stunden ohne Pause durch. Nach einer kleinen Runde um den Block, mit ein paar Nüssen und ausreichend zu trinken und nicht zuletzt gegebenenfalls mit einem kurzen Power-Nap kannst du deine Energie- und Kreativitätsspeicher wieder aufladen.

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9. Achte auf deine Ernährung

Die Erfahrung lehrt ebenso wie die Wissenschaft: Die Ernährung entscheidet mit darüber, wie leistungsfähig du bist. Da im Home-Office keine Kantine zur Verfügung steht, brauchst du daher eine gute Alternative zu Tiefkühlpizza und Fertiggerichten. Gibt es in deiner Nähe einen Supermarkt oder Imbiss mit frischem Salatangebot? Kannst du etwas für deine Home-Office-Tage vorkochen? Oder gibt es einen guten Lieferdienst, der ausgewogene Gerichte im Angebot hat? Nach einer Mittagspause mit gesunder Kost arbeitet es sich erfahrungsgemäß gleich viel besser.

10. Triff dich mit anderen Menschen

Ob kurzes Gespräch mit den Kollegen oder längeres Meeting, diese Kommunikationsformen fallen im Home-Office naturgemäß flach. Gerade deshalb solltest du Wert darauf legen, regelmäßig unter Leute zu kommen. Vom gemeinsamen Lunch bis hin zum persönlichen Treffen mit Kunden gibt es vielfältige Möglichkeiten, die dich ganz nebenbei auch noch aus deinem Haus hinausführen.

11. Bleib gelassen

Deine ersten Tage im Home-Office waren nicht so erfolgreich wie gedacht? Du kämpfst dich gerade durch ein Tief? Keine Bange! Wie an jede Veränderung musst du dich auch an den Home-Office-Alltag erst gewöhnen. Lass dich nicht entmutigen, versuche jeden Tag deiner neu gewonnen Freiheit zu genießen – und du wirst schon bald Erfolge sehen!

 

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