Was tun bei Pickel unter der Haut?

Ach ja, wer von uns kennt es nicht: Wir stehen morgens auf, schauen in den Spiegel und bekommen einen regelrechten Schock. Im Gesicht hat sich ein unschöner Pickel entwickelt. Aber es ist keiner von der harmlosen Sorte, keiner, der am nächsten Tag verschwindet, keiner, den man einfach mal schnell ausdrücken kann. Die Rede ist von einem unterirdischen Pickel. Doch was kannst du eigentlich gegen die lästigen Dinger tun, wenn sie erst einmal da sind? Und wie kannst du sie effektiv entfernen?

Was ist ein unterirdischer Pickel überhaupt?

Im Grunde genommen entstehen sie (wie jeder andere Pickel auch), weil die Poren verstopfen. Dies geschieht einerseits durch abgestorbene Hautzellen und andererseits durch übermäßige Talgproduktion. Dadurch dass die Poren nun verstopft sind, können sich die Bakterien problemlos vermehren und es entsteht eine Entzündung. Das ist das, was wir als roten, eitrigen Pickel auf der Haut wahrnehmen. Im Gegensatz zum normalen Pickel liegt die Entzündung beim unterirdischen Pickel noch weitaus tiefer; man sieht den typisch weißen, eitrigen Wundverschluss noch nicht. Stattdessen spannt die betroffene Hautstelle meist stark und ist gegenüber Berührungen sehr empfindlich. Viele nehmen einen unterirdischen Pickel als ziemlich schmerzhaft wahr.

Auf keinen Fall ausdrücken!

Auch wenn es noch so verlockend erscheint, dem grässlichen Pickel ein für alle Mal ein schnelles Ende zu setzen, solltest du keinesfalls einen unterirdischen Pickel ausdrücken. Zum einen wirst du schnell merken, dass das gar nicht so einfach ist, schließlich sitzt er ja unter der Haut. Man müsste theoretisch warten, bis er „reift“, erst dann hat man überhaupt die Möglichkeit, ihn bis auf die Wurzel auszuquetschen. Drückst du dennoch an dem Pickel herum, entzündet er sich nur noch mehr und die Bakterien verbreiten sich im umliegenden Gewebe. Somit hat man im Endeffekt nur erreicht, dass der Pickel noch größer wird und noch mehr schmerzt – also das genaue Gegenteil von dem, was man eigentlich wollte. Hab also ein bisschen Geduld und entferne den unterirdischen Pickel auf andere Art und Weise.

Teebaumöl

Teebaumöl ist DAS Wundermittel, was Pickel angeht. Es handelt sich hierbei um ein ätherisches Öl aus Australien, welches antimikrobielle Eigenschaften besitzt. Das heißt, sie sind wirksam gegen die Bakterien, die Pickel entstehen lassen, da sie deren Vermehrung erheblich verlangsamen. Teebaumöl gibt es in jeder Drogerie oder in der Apotheke in kleinen Fläschchen. Bei der Anwendung solltest du jedoch äußerst vorsichtig sein und sparsam vorgehen, es kann sonst unter Umständen sogar zu Verätzungen kommen. Gib am besten wenige Tropfen auf ein Wattestäbchen und tupfe die Lösung auf die betroffenen Stellen. Solltest du empfindliche Haut haben, kannst du das Öl mit Wasser verdünnen, so wird die Haut weniger gereizt. Alternativ kannst du das Teebaumöl auch in deine Pflegelotion mischen und diese jeden Tag auftragen.

Teebaumöl

Das Gesicht sorgfältig reinigen

Mit der richtigen Morgenroutine kannst du es nicht nur schaffen, dass der unterirdische Pickel schneller abheilt; du kannst weiteren Pickel sogar vorbeugen. PH-neutrale Waschgele, zum Beispiel mit Aktivkohle, sind bestens geeignet, um das Gesicht porentief zu reinigen und überschüssigen Talg zu entfernen. So verhinderst du ganz leicht, dass die Poren verstopfen und sich entzünden. Wichtig: Mit dem Waschgel entziehst du der Haut auch Feuchtigkeit. Zwar mag es sich im ersten Moment so anfühlen, als würde auch der Pickel ausgetrocknet werden, was schließlich auch gewollt ist, allerdings wird so die Talgproduktion nur noch mehr angeregt. Also solltest du es auf keinen Fall mit der Reinigung übertreiben und hinterher eine milde Feuchtigkeitscreme auftragen.

Waschgel pH-neutral

Zugsalbe

Zugsalbe zieht die Entzündung effektiv an die Hautoberfläche, sodass der Eiter schnell abfließen kann. Bereits nach kürzester Zeit wird der Pickel viel kleiner, bis er ganz verschwindet. Allerdings solltest du beachten, dass sich der Pickel zu Beginn deutlich verschlimmern wird. Das ist ganz normal und sogar gewünscht, denn nur so kann der Pickel an der Oberfläche abheilen. Drück den Pickel also bloß nicht zu früh aus. Bei der Anwendung solltest du so vorgehen, dass die Zugsalbe nicht auf gesunde Haut aufgetragen wird, da es sonst zu Reizungen kommen könnte. Tupfe also nur eine geringe Menge auf den Pickel.

Zugsalbe

Heilerde

Die Heilerde regt den Stoffwechsel und die Durchblutung an, saugt den Talg aus den Poren und verhindert so die Ausbreitung von Bakterien. Zuerst solltest du dein Gesicht mit warmem Wasser abspülen und die Heilerde-Maske anrühren. Dazu gibst du einfach Wasser zu dem Pulver und vermischst das Ganze, bis eine dicke Paste entsteht. Dann kannst du die Paste auf deinem Gesicht auftragen und sie einwirken lassen. Du solltest sie erst wieder mit lauwarmem Wasser abwaschen, wenn die Erde vollständig getrocknet ist. Das erkennst du daran, dass die Farbe der Erde wieder hell wird. Um einen Peeling-Effekt zu erzielen, kannst du die getrocknete Heilerde mit einem Handtuch wieder abrubbeln.

Heilerde

Kamillendampfbad

Mithilfe eines Dampfbads können die Poren schonend geöffnet werden und der Talg kann abfließen. Kamille hat außerdem beruhigende und entzündungshemmende Eigenschaften. Um eine Wirkung zu erzielen, solltest du ein solches Dampfbad am besten mehrmals die Woche wiederholen. Koche dafür Wasser auf und füge ein paar Tropfen Kamille hinzu. Alternativ kannst du auch einfach einen Kamillenteebeutel verwenden. Du kannst alles in einen Topf oder eine Schüssel umfüllen und dich anschließend darüber beugen. Am besten solltest du außerdem ein Handtuch über deinen Kopf und um die Schüssel legen. So entweicht der Wasserdampf nicht. Pass allerdings dabei auf, dass du den Kopf nicht zu nah an das heiße Wasser hältst, sonst könntest du dich im schlimmsten Fall noch verbrennen.

Kamillendampfbad

FAZIT:

Sollten all diese Tipps nicht helfen, gehst du am besten zum Hautarzt. Dieser kann dir gezielt Medikamente verschreiben und dabei auch auf Tabletten zurückgreifen, falls Salben nicht mehr helfen. Also: Nicht verzweifeln!

 

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