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Die geheime Waffe gegen krauses Haar: So bekommst du endlich seidig glatte Locken!

Hast du wundervolle Locken, die aber einen eigenen Willen zu haben scheinen? Hier zeigen wir dir wie die Pflege gelingt. Mit dem richtigen Know-how erstellst du ganz einfach eine Routine, die krauses Haar entsprechend pflegt und deine Lockenmähne ohne viel Aufhebens in einen echten Hingucker verwandelt.

Was zeichnet krauses Haar aus?

Während nur etwa 15 % der Europäer echte Naturlocken haben, dürfen sich weltweit allerdings über 50 % zu den Lockenköpfen zählen.

Wer Locken hat, ist von der Genetik abhängig. Die Neigung zu krausem Haar gibt sich dominant weiter und bleibt oft über viele Generationen hinweg erhalten.

Von der Wissenschaft wird vermutet, dass sich Locken ursprünglich als Schutz gegen die Sonne entwickelten. In ihrer Zusammensetzung weisen lockige Haare einen geringeren Anteil des Proteins Trichohyalin auf. Dies führt zu welligem Haar, und sind die Haarfollikel in ihrer Form zudem asymmetrisch, führt das zu richtigen Locken. Letztere zeigen vor allem auch ethnisch bedingte Unterschiede.

Auch das Faserprotein Keratin hat bei diesem Haartyp einen geringeren Anteil, was die Widerstandsfähigkeit negativ beeinflusst. Weniger Schuppenschichten führen zu einer naturgegebenen Neigung zur Trockenheit. Neben der geringeren Fettproduktion und der erschwerten Verbreitung aufgrund der kringeligen Strähnen, nimmt das Haar auch weniger Talg über Hautkontakt auf, da es nicht besonders nah anliegt. All dies führt zu einer Verminderung von Flexibilität und Glanz und macht die Strähnen splissanfälliger.

Als Frizz bezeichnetes, unerwünscht gewelltes und abstehendes Haar ist ebenfalls oft genetisch bedingt und lässt sich daher nur begrenzt kontrollieren.

Aber all dies sollte keinen Anlass zum Frust geben, denn auch wenn dieser Haartyp pflegeintensiver ist, ist gesundes Haar noch lange kein Ding der Unmöglichkeit.

Umwelteinflüsse

Aufgrund der Tendenz zur Trockenheit solltest du weitere Belastungen, wie zu lange direkte Sonneneinstrahlung oder extreme Temperaturunterschiede, weitestgehend meiden. Auch das unentwegte Spielen mit den Haarlocken stellt eine Strapazierung dar.

Auch bei Textilien, welche mit dem Haar in Berührung kommen, kannst du Vorkehrungen treffen. Alltägliche Fasern wie Baumwolle rauen das Haar zusätzlich auf, weshalb Kissenbezüge aus Seide, welche eine haarglättende Wirkung hat, vorzuziehen sind. Alternativ bieten sich während dem Schlafen auch ein Seidenturban oder die Verwendung von Schlafkappen an. Diese bewahren die Spitzen vor dem Abbrechen und setzen das Haar weniger Reibung aus.

Im Badezimmer sind Mikrofaser-Handtücher vorzuziehen, da diese durch Weichheit und feine Webung weniger Frizz verursachen.

Die richtige Pflege für krauses Haar

Generell gilt es bei krausem Haar übermäßig auf die Inhaltsstoffe von Pflegeprodukten zu achten. Silikone enthalten schädliche Chemikalien, die langfristig eine austrocknende Wirkung haben und daher gemieden werden sollten. Ebenso verhält es sich mit Mineralölen, denen zudem keinerlei positive Eigenschaften zuzuschreiben sind ist. Sulfate haben die riskante Eigenschaft einer extremen Entfettung und machen das Haar noch bruchanfälliger.

Förderlich sind hingegen Proteine, Lipide und Keratin. Wer bei der Auswahl Unterstützung benötigt, kann verschiedene Apps zurate ziehen, welche auf schädliche Inhaltsstoffe hinweisen.

Besonders bei lockigen Haaren empfiehlt es sich Haaröl zu verwenden. Dieses glättet nicht nur die Haarstruktur, sondern fungiert auch als Schutzschicht vor Umwelteinflüssen, wie Extremtemperaturen. Nach dem Waschen einfach in das noch leicht feuchte Haar einmassieren. Gesund sind vor allem reine Pflanzenöle, die im Falle von Kokos- oder Mandelöl zusätzlich regenerative Vitamine und Mineralstoffe enthalten.

Lockiges, krauses Haar sollte pro Woche höchstens zwei- bis dreimal gewaschen werden, da im Shampoo enthaltene Tenside den Talgschutzfilm reduzieren. Unbedingt notwendig ist die Verwendung von hochwertigen Shampoos für trockenes Haar mit milden, aber reichhaltigen Inhaltsstoffen. Auch Anti-Frizz-Shampoos bieten sich an. Von Volumenshampoos solltest du aber die Finger lassen.

Eine Alternative stellt Conditioner Washing dar. Hierbei wird das gängige Shampoo einfach durch Conditioner ersetzt, was den Vorteil hat, dass die abstehende oberste Schuppenschicht wieder angelegt wird.

Starkes Rubbeln ist beim Abtrocknen ein No-Go. Viel besser ist es, die Haare sorgsam abzutupfen.

Auch aufs Föhnen reagieren Locken empfindlich, weshalb auf einen Abstand von 15 cm und das Verwenden eines Diffusoraufsatzes zu achten ist. Lufttrocknen ist zwar eine schonende Alternative, bauscht das Haar aber auch auf. Die Wahl ist also präferenzabhängig.

Dass man Haare nicht in nassem Zustand bürsten soll, gilt auch für diesen Haartyp. Das vorhergehende Auftragen von Hitzeschutzspray und Haaröl ist allerdings von Vorteil. Lockige Haare solltest du wegen ihrer Neigung zum Bruch nur mäßig kämmen und dafür einen grob gezinkten Kamm aus Naturmaterialien, wie Horn oder Holz, verwenden, da dieser weder die Haare aufraut, noch sie statisch auflädt.

Weitere Pflegeoptionen, die sich anbieten, sind einmal pro Woche eine Haarmaske, welche man vor dem Ausspülen für 20 Minuten einwirken lässt und eine regelmäßige Haarspülung. Beides gerne auch in Kombination oder mit einer Intensivkur verbunden.

Für den Notfall außer Haus kannst du eine Feuchtigkeitscreme fürs Gesicht oder eine Tube Handcreme einpacken. Beides gibt dem Haar seine definierte Form zurück.

Locken bändigen

Dieses Thema hat bereits einige Erfindungen hervorgebracht.
So glätten Haar-Tools, wie Bürste oder Föhn, mit neuer Ionen-Technologie die Schuppenschicht und ermöglichen dadurch einen leichteren Umgang.
Jedoch nicht jeder will sein Haar immer lockig tragen, aber welche Methoden bieten sich für das Glätten an?

Auf die herkömmliche Vorgehensweise mit Glätteisen sollte, wenn möglich, verzichtet werden. Wenn dies dennoch eine Option für dich ist, dann achte auf eine hochwertige Beschichtung des Produkts und benutze unbedingt einen Hitzeschutzspray. Im Allgemeinen belasten Glättungen das Haar und sollten zuvor gut überlegt sein.

Über die Jahre wurden auch mehrere Methoden für einen langfristigeren Effekt entwickelt.

CHI-Methode: Die Abkürzung steht für „Cationic Hydration Interlink“ und beschreibt die Zufügung von Seide als Pulver oder Flüssigkeit während einer vierstündigen Behandlung, welche etwa 300 € kostet. Das Resultat hält sechs bis acht Monate an. Bei Mehrfachanwendung wird das Haar allerdings spröde.

Keratin-Treatment: Diese Methode stammt ursprünglich aus Brasilien und eignet sich besonders für extrem krause Locken. Nach der Keratin-Behandlung ist das Haar etwa drei bis sechs Monate glatter und robuster und lässt sich einfacher kämmen. Vornehmen kann das Verfahren entweder ein Friseur oder aber auch du selbst mit einem Keratin-Kit für zuhause. Die Kosten betragen je nach Haarlänge 250 bis 400 €. Allerdings wird das Haar dabei einer enormen Hitze ausgesetzt und für die Pflege danach sollte man sich idealerweise Produkte für keratinbehandelte Haare zulegen.

Tanino-Methode: Hierbei kommt der pflanzliche Gerbstoff Tannin zum Einsatz. In einigen Kreisen gilt dies als gesündeste und erfolgreichste Methode. Die Kosten belaufen sich auf rund 150 €. Der Glättungseffekt hält etwa drei Monate an.

Geeignete Frisuren für krauses Haar

Für dickes bis mittleres Haar bieten sich Stufenschnitte, wie der Shag-Cut an, da diese optisch für mehr Volumen sorgen.

Dünne Haare hingegen verlangen eine einheitliche Länge.

Generell sind auch die schulterlangen Long Bobs oder der sehr kurze Pixie Cut, der zudem wenig Pflege benötigt, eine exzellente Wahl.

Ein interessantes Haarschneideverfahren ist die patentierte Curlsys-Methode, welche nur von speziell geschulten Friseuren angeboten wird. Bei häufiger Anwendung führt diese allerdings zu einer Ausdünnung.

Im Allgemeinen gilt, je kürzer die Haare, desto kompakter bleibt deren Form.

Für das Styling bieten sich Locken für imposante Hochsteckfrisuren oder einen Dutt geradezu an, aber auch ein Fischgrätzopf, ein Half-up oder ein hoher Pferdeschwanz ist ein schönes und praktisches Design. Ebenso hat das offene Tragen seinen Reiz.

Bei Haargummis sollte darauf geachtet werden, dass sie keine Metallschließen haben. Am allerbesten vertragen sich aber Spiralgummis aus Kunststoff oder Scrunchies aus Stoff mit den Eigenschaften dieser Haarstruktur.

Bestimmt hast du nun selber schon einige Ideen für deinen nächsten Friseurtermin oder die nächste Haarwäsche. Die Routine wird deine beeindruckende Haarpracht so richtig zur Geltung bringen.

 

Foto: edwardderule / stock.adobe.com

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AJOURE´ Redaktion
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