Yvonne Catterfeld: „Mir geht es darum, zu erinnern, wie frei die meisten von uns sind.“

Yvonne Catterfeld: „Mir geht es darum, zu erinnern, wie frei die meisten von uns sind.“

Interview

Yvonne Catterfeld: „Mir geht es darum, zu erinnern, wie frei die meisten von uns sind.“

Im Interview mit der schönen und äußerst talentierten Erfurterin sprachen wir über ihr neues Album „Guten Morgen Freiheit“, ihr eigens gegründetes Record-Label und über ihre Verantwortung als Coach bei „The Voice of Germany“.
 

Ajouré: Eine Zeit lang war es in den Medien etwas ruhiger um dich. Wie hast du die mediale Auszeit genutzt?

Wirklich? Also ich hatte nicht das Gefühl (lacht). Aber ich ziehe mich auch gern mal aus der Öffentlichkeit zurück, wissend, da steht bald wieder ein neuer Film an oder solch große Publikumsmagneten wie „Sing meinen Song“ oder „The Voice“. Ich mag Schaffenspausen und es treibt mich auch gerade nach solch einer Aufmerksamkeit zurück in den Alltag. Bei all dem Trubel und dem abwechslungsreichen Beruf, empfinde ich Alltag als sehr beruhigend und schön.

Ajouré: Im vergangenem Jahr hast du dein eigenes Record-Label „Veritable Records“ gegründet. Was hat dich dazu bewegt?

Der Wunsch, machen zu können was ich will. So rebellisch das auch klingen mag (lacht). Vielleicht hatte ich den schon immer in mir, aber weder den Mut, noch den richtigen Geschäftspartner und den richtigen Zeitpunkt – jetzt ist er da.
 

Yvonne Catterfeld
 

Ajouré: Am 10.3. erscheint dann auch dein neues Album „Guten Morgen Freiheit“. Warum dieser Titel?

Mir geht es darum, zu erinnern, auch mich selbst, wie frei die meisten von uns sind und dass sie jeden Tag neu entscheiden könnten, wenngleich das manchmal schmerzhafte Konsequenzen mit sich zieht. Aber ich glaube, so bereuen wir am Ende weniger…

Ajouré: Was erwartet uns auf deinem neuen Album?

Songs, die voller Soul sind, mit urbanen akustischen Sounds. Texte, die ermutigen wollen, Fragen stellen, zum Nachdenken anregen, um was es jedem von uns im Leben geht.

Außerdem kehre ich zurück zu meinen musikalischen Wurzeln. Es sind Elemente des Hip Hops zu finden, so habe ich auch ein Feature mit Motrip, wie auch mit Bengio und dem Soulsänger Teezy.
 

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Ajouré: Was ist dein persönlicher Lieblingssong darauf?

„Was bleibt“ weil alles mit der Frage anfing. Aber auch „Mehr als ihr seht Part 2“, der ansatzweise schon vor zwei Jahren auf meinem Diktiergerät darauf wartete, angepackt zu werden.

Ajouré: Wie lange hast du an „Guten Morgen Freiheit“ gearbeitet?

Weniger als ein halbes Jahr. Aber die Ansätze und Themen haben im Verlauf von anderthalb Jahren mehr und mehr Form angenommen. Ich wusste selten so genau, was ich sagen und ausdrücken wollte.

Ajouré: Jetzt im März gehst du auch wieder auf Tour. Worauf freust du dich besonders?

Ich freue mich, nun direkt in Gesichter zu blicken und meine Geschichten und Gedanken zu erzählen und vielleicht jedem etwas anderes mit auf den Weg geben zu können.
 

Yvonne Catterfeld
 

Ajouré: Bei „The Voice of Germany“ warst du nicht nur Jury-Mitglied, sondern natürlich auch Coach. Was bedeutet dir diese Funktion – vor allem hinsichtlich junger Talente?

Seit ich 15 Jahre alt bin, habe ich alle möglichen Formen des Coachings, wie Gitarren-, Klavier- und vor allem Gesangunterricht, über viele Jahre selbst in Anspruch genommen, am meisten aber von meinen Schauspielcoachs gelernt, mit denen ich bis heute an jeder Rolle arbeite. Es erfüllt uns doch, wenn wir wissen, wie wir unser Potenzial nutzen und ausschöpfen können. Das ist mein Anspruch an mich selbst, aber ich möchte auch aus anderen das Beste rausholen, wenn jemand sich für mein Team entscheidet.

Ajouré: Hattest du selber einen Mentor, der dir während deiner Karriere zu Seite stand (bzw. steht)?

Ich hatte viele. Ich habe so viel gelernt, von Coachs jeglicher Art, aber auch von meinen Managern, vor allem von Menschen, die mir privat begegnet sind. In jedem Fall war es wie eine Lehre und ich finde es großartig, sich weiter zu entwickeln, immer mehr hinter Strukturen und oberflächliche Tatsachen zu schauen.

Ajouré: Wird man dich demnächst auch wieder als Schauspielerin vor der Kamera sehen?

Wir drehen die Krimireihe „Wolfsland“ weiter, die sehr erfolgreich im Dezember in der ARD lief. Ich freue mich, dass ich diese spannende und vielschichtige Rolle weiterhin spielen darf.
 

Yvonne Catterfeld Interview
 

Ajouré: Seit vergangenem Jahr bist du auch Markenbotschafterin von Lavera – wie sieht deine persönliche Beauty-Routine aus?

Meine „private Routine“ umfasst vielleicht zehn Minuten am Morgen. Ich baue nach wie vor auf das, was mir die Natur mitgegeben hat und benutze je nach Tageslaune, Zeit und Müdigkeit Produkte, die mir an diesem Tag ein besseres Gefühl geben. Die Pflege beginnt bekanntlich bei Cremes, sodass man nicht viel Make-up braucht. Ich mag es in jeglichem Sinne natürlich, deshalb auch Lavera.

Ajouré: Bist du als Mutter eh entspannter, wenn es ums Styling geht?

Ja. Mir sind Schlaf und ein gemütliches Frühstück, am liebsten mit der gesamten Familie, wichtiger.

Ajouré: Was sind noch so deine Pläne für 2017?

Ich werde einfach versuchen, meine neuen Songs für viele Menschen hörbar zu machen, lege aber sehr viel Wert auf viel Zeit mit meiner Familie. Und auf meine zweite Staffel bei „The Voice“ freue ich mich sehr, sowie auf die Dreharbeiten zu „Wolfsland“.

 

Fotos: Christoph Köstlin; PR/Amazon


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