„Berlin ist dein perfekter bester Freund.“ – Lara-Isabelle Rentinck im Interview

„Berlin ist dein perfekter bester Freund.“ – Lara-Isabelle Rentinck im Interview

„Berlin ist dein perfekter bester Freund.“ – Lara-Isabelle Rentinck im Interview

Neben der Schauspielerei ist Mode eine weitere Leidenschaft der gebürtigen Berlinerin. Was sie über schnelllebige Fashion-Trends denkt, welches ihre Summer Must-haves sind und vieles mehr hat uns die schöne Schauspielerin im Interview verraten.
 

Ajouré: Seit etwa 10 Jahren bist du im Schauspiel-Business tätig und hast schon in viele Charaktere schlüpfen dürfen. Auf welches Rollen-Angebot wartest du noch?

JEDE Rolle – egal ob groß oder klein – der ich durch den Ausdruck meines Spiels ein „Gesicht“ geben kann, erfreut mich. Sehr gerne würde ich auch einmal ein Teil eines historischen Films sein oder Rollenangebote bekommen, in denen ich durch die Kraft meines Spiels und einer gewissen Natürlichkeit einem gebrochenen Charakteren Ausdruck verleihen kann. Ich würde mir wünschen die Chance zu erhalten, mich in meinem Beruf weiter entwickeln zu können, auch wenn ich dafür über Grenzen gehen müsste. Daher ist es auch völlig egal, ob die Rolle groß oder klein ist.

Ajouré: Was war bisher das peinlichste Erlebnis am Set?

Was für andere peinlich ist, wird bei mir meistens mit einem Lachen kommentiert. Eine Prise Humor hat noch niemandem geschadet. Besonders beim Drehen sollte man über sich selbst lachen können und nicht alles zu ernst nehmen – dann sind einem auch aufgeplatzte Hosen nicht peinlich (lach).
 

Lara-Isabelle Rentinck Interview

 
Ajouré: Neben der Schauspielerei stehst du auch immer wieder mal als Model vor der Kamera. Was macht dir mehr Spaß?

Ehrlich gesagt stellt sich mir die Frage überhaupt nicht. Jede Art von Herausforderung macht mich glücklich und an jede neue Aufgabe gehe ich mit großer Leidenschaft heran. Die Zukunft wird zeigen, wo mein Weg hinführen wird. Ich bin für alles offen. Durch meine Arbeit als Schauspielerin eröffnen sich auch hin und wieder Möglichkeiten, tolle Fotoprojekte zu verwirklichen und das auch noch mit beeindruckenden Fotografen, die für mich wahre Künstler sind. Ich habe auch großen Respekt vor allen Models. Es ist wirklich ein verdammt harter Job. Viele wissen das nicht. Aber der größte Teil meines Herzens wird immer bei der Schauspielerei bleiben.

Ajouré: Wie man sieht, ist Mode eine weitere Leidenschaft von dir. Wo shoppt es sich denn deiner Meinung nach am besten?

Ich shoppe viel in meiner Heimatstadt Berlin. Ich mag es über den Kudamm zu ziehen und mir die Nase an den Schaufenstern plattzudrücken. Ich bin kein großer Fan von Online Shopping – alleine schon aus dem Grund, alles wieder zur Post schleppen zu müssen, wenn es nicht passt. Ich möchte die Stoffe im Laden anfassen und sie nicht nur sehen, sondern auch fühlen ob mir etwas gefällt. Ich liebe es in anderen Städten shoppen zu gehen. Jede Stadt hat ihr ganz eigenes Flair und eigenen Spirit. Ich war vor kurzem in Mailand. Die Menschen dort sind sehr inspirierend. Ich bin unglaublich begeistert vom Street Style der Mailänder und wie sie Mode unterschiedlich interpretieren.
 

Lara-Isabelle Rentinck privat

 
Ajouré: Die Berliner Fashion Week steht wieder vor der Tür. Wie würdest du den Style von Berlin beschreiben? Was ist hier anders als in anderen Städten?

Berlin ist dein perfekter bester Freund. Er fragt dich nicht, warum du als Super Mario verkleidet neben ihm in der Bahn sitzt. Er schaut dich auch nicht schräg an, wenn du im Ballkleid an einer Currywurst-Bude stehst – mit einer riesigen Serviette im Dekolleté und Klopapier am Absatz. Berlin ist laut und leise, grau und bunt, schräg und normal. Berlin ist einfach wunderschön – und offen für jeden Modetrend. Du brauchst dir nie Gedanken zu machen, wie du vor die Haustür gehst, weil es niemanden interessiert und dich niemand auslacht – das gilt zumindest für alle Berliner oder Wahlberliner.

Ajouré: Was ist dein Fashion Must-have für diesen Sommer?

Bedruckt, bestrickt, bemalt – Hauptsache bunt. Hippie-Taschen sind für mich in diesem Sommer das absolute Must-have. Egal, ob Handtasche, Umhängetasche oder Clutch; kombiniert mit einem weißen Kleid und farbigen Nägeln machen sie den Sommer-Look perfekt und das sicherlich nicht nur in dieser Saison.

Ajouré: Welches Kleidungsstück oder Accessoire ist dir besonders wichtig?

Es ist schwer sich auf eine Sache festzulegen, weil viele Stücke, wie Ketten oder Ringe, eine besondere Bedeutung für mich haben oder viele Kleidungsstücke an Reisen oder Geschichten erinnern. Was auf jeden Fall nie fehlen darf, ist u.a. eine gut sitzende Jeans im Kleiderschrank und eine passende Tasche zu jedem Look.
 

mit Lara-Isabelle Rentinck im Gespräch

 
Ajouré: Fällt es dir bei den ständig wechselnden Mode-Trends schwer, deinem Stil treu zu bleiben?

Grundsätzlich trage ich das, was mir gefällt. Ich liebe ausgewaschene Hoodies, aber auch das Kleine Schwarze. Und wenn ich Lust habe bunt zu sein, dann trage ich ein schrilles Kleid mit einer bunten Hose. Ich will mich wohlfühlen. Aber natürlich verfolge ich die Modetrends und lasse mich inspirieren.
Wenn mir ein Style gefällt, dann trage ich ihn auch dann noch, wenn er nicht mehr angesagt ist. Und ganz ehrlich: Jeder Trend kommt irgendwann wieder. Neu definiert, aber er kommt zurück.

Ajouré: Wie würdest du deinen Style beschreiben?

Ich denke mein Kleidungsstil ist sehr breit gefächert. Je nach Stimmung variiert er vom Surfer-Look bis hin zum eleganten und schicken Style.

Ajouré: Ist Mode und Stil das Gleiche in deinen Augen?

Nein. Mode kann sich jeder kaufen und jeder unterstreicht damit seine Persönlichkeit, ob nun bewusst oder unbewusst. Jeder entscheidet mit einem Kleidungsstück, wie er auf seine Außenwelt wirken möchte. Natürlich denkt nicht jeder Mensch 24 Stunden darüber nach, wie die Jogginghose oder der Anzug auf seine Mitmenschen wirkt. Aber die meisten Menschen geben durch ihre Mode ein Statement ab. Jeder entscheidet sich morgens am Kleiderschrank FÜR Mode. Kurz gesagt: Jeder Mensch kann sich Mode kaufen und jeder muss seinen persönlichen Stil finden. Der Unterschied zwischen Mode und Stil besteht für mich darin, dass man Stil nicht kaufen kann.

 

Lara-Isabelle Rentinck im Interview

 

Ajouré: Was war dein größter Fashion-Fauxpas?

Puh, schwer zu sagen. Mit Abstand betrachtet würde ich bei dem einen oder anderen Outfit bestimmt sagen: Oh je, das würde ich heute so in der Kombination nicht mehr tragen oder die Hose war ein Fehlkauf. Aber zum damaligen Zeitpunkt war es IN. Das vergisst man oft, wenn man sich alte Fotos anschaut. Ich bin heute viel sicherer in Sachen Mode. Ich weiß inzwischen, was mir steht und was gar nicht geht. Aber ich würde meine Fehltritte nicht zwingend als Fashion-Fauxpas bezeichnen. Ich habe mich auf dem Weg zum Erwachsenwerden ausprobiert – und so sah ich dann eben auch manchmal aus.

Ajouré: Wer ist dein modisches Vorbild?

Ich habe – offen gesagt – kein Fashion-Vorbild. Inspirationen hole ich mir auf der Straße oder auf den Modeblogs.

Ajouré: Du siehst immer blendend aus: Verrate uns dein Beauty-Geheimnis!

So abgedroschen das auch klingen mag: Schlaf, gute Ernährung und eine ordentliche Portion GLÜCKLICH sein!

Ajouré: Was findet man immer in deiner Handtasche?

Einen Lippenpflegestift, Concealer, Haarbürste, Handy, Geldbörse, Timer (ich weiß, Oldschool), Schlüsselbund und ein kleines Täschchen mit Kopfhörern, Pflaster, etc., sozusagen ein kleines Notfall-Case, wie Mary Poppins und Hermine Granger es wohl hätten.

 

Fotos: Lara-Isabelle Rentinck, privat

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