Wie du Kopfschmerzen ohne Tabletten loswirst

Wie du Kopfschmerzen ohne Tabletten loswirst

Natürlich schmerzfrei

Wie du Kopfschmerzen ohne Tabletten loswirst

Kopfschmerzen sind lästig und können dich in deiner Arbeit, beim Lernen oder in der Freizeit belasten. Trotzdem ist es nicht ratsam, jedes Mal zu Tabletten zu greifen. Letztendlich bekämpfst du damit immer nur das Symptom, nicht aber die Ursache. Außerdem treten bei regelmäßigem Gebrauch von Tabletten Gewöhnungserscheinungen auf. Das bedeutet, dass du die Dosis immer mehr erhöhen musst, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Und wie alle Medikamente können auch Kopfschmerztabletten Nebenwirkungen haben.

Wir zeigen dir, welche Ursachen es für Kopfschmerzen gibt, wie du sie wirksam bekämpfst und wann du zum Arzt gehen solltest.
 

Ursachen von Kopfschmerzen

Es gibt viele Faktoren, die zu Kopfschmerzen führen können. Hier haben wir die häufigsten für dich aufgelistet und erklären dir, was du dagegen tun kannst.
 

Stress

Der Klassiker. Wenn du Erkrankungen und andere Ursachen ausschließen kannst, hast du deine Kopfschmerzen höchstwahrscheinlich dem Stress zu verdanken. Zum Thema Stressreduzierung lassen sich ganze Bücher schreiben, aber wenn du ein paar schnelle Hilfen brauchst, findest du sie weiter unten bei „Entspannung“.
 

Hunger

Wenn dein Körper nicht ausreichend mit Nahrung versorgt wird, sinkt dein Blutzuckerspiegel, was zu Kopfschmerzen führen kann. Am besten isst du etwas Magnesiumhaltiges, zum Beispiel Fisch oder Vollkornprodukte. Auch eine Prise Salz kann helfen. Meiden solltest du hingegen Fetthaltiges, Zucker und natürlich Alkohol. Kaffee fördert die Durchblutung und kann gegen Kopfschmerzen helfen. Allerdings solltest du darauf achten, dass du ihn nur in Maßen trinkst.
 

Durst

Flüssigkeitsmangel ist eine der häufigsten Ursachen für Kopfschmerzen. Trinke am besten zwei bis drei Liter in kleinen Mengen über den Tag verteilt, bei akuten Kopfschmerzen auch etwas mehr. Am gesündesten ist Wasser!
 

Zahnschmerzen

Manchmal sind Kopfschmerzen nichts anderes als versteckte Zahnschmerzen. Entzündungen der Zahnwurzeln können sich wie ein Migräne-Anfall anfühlen. Sicher feststellen kann das nur ein Zahnarzt. Auch Kieferfehlstellungen oder nächtliches Zähneknirschen können zu Belastungskopfschmerzen führen. Wenn du dauerhaft unter Kopfschmerzen leidest, lohnt sich der Gang zum Kieferorthopäden.
 

Sehschwierigkeiten

Weit- und Kurzsichtigkeit treten schleichend auf und werden oft erst bemerkt, wenn die Augen bereits überbelastet sind. Ein einfacher Sehtest beim Augenarzt oder Optiker bringt Klarheit.
 

Schlafmangel

Selbst wenn du genug schläfst, ist es möglich, dass du schlecht schläfst, häufig wach wirst oder zu wenig Zeit im Tiefschlaf verbringst. Wenn du Schlafschwierigkeiten hast, kann es helfen, abends bewusst zur Ruhe zu kommen und jede Art von Stress in den letzten Stunden vor dem Schlafengehen zu meiden.
 

Arbeit am Bildschirm

Das Flackern von Bildschirmen ist eine Belastung für Kopf und Augen. Manchmal hilft ein Erhöhen der Bildschirmfrequenz, doch wenn du viele Stunden am Tag vor dem Bildschirm verbringst, sind regelmäßige Pausen unbedingt notwendig.
 

Schlechte Körperhaltung

Hochgezogene Schultern und ein krummer Rücken führen zu Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, die schnell zu Kopfschmerzen werden. Massagen und Entspannungsübungen können Linderung bringen, doch langfristig ist es wichtig, die Körperhaltung zu verbessern. Hier hilft am besten ein erfahrener Physiotherapeut.
 

Natürliche Mittel gegen Kopfschmerzen

 

Wärme

Wärme ist wohltuend, entspannend und lindernd. Genieße, wenn möglich, ein ausgiebiges Vollbad bei etwa 38 Grad. Schnelle Helfer sind auch Kirschkernkissen für die Mikrowelle oder eine sanfte „Massage“ mit warmer Luft aus dem Fön. Konzentriere dich dabei besonders auf den Schulter-Nacken-Bereich.
 

Kälte

Gerade bei Spannungskopfschmerzen empfinden manche Menschen auch Kälte als angenehm. Am einfachsten funktioniert ein Kühlakku oder Gelkissen, aber zur Not tut es auch der traditionelle nasse Waschlappen auf der Stirn. Auf die Schläfen aufgebracht wirkt auch verdünntes Minzöl lindernd. Achte aber darauf, dass es nicht in die Augen gerät.
 

Wechselduschen

Nichts für Zartbesaitete, aber die durchblutungsfördernde Wirkung von Wechselduschen kann Kopfschmerzen nachhaltig lindern. Ein Wechsel zwischen warm und kalt etwa alle 30 Sekunden hat sich bewährt.
 

Ätherische Öle

Pfefferminzöl, Lavendelöl und Rosmarinöl werden traditionell gegen Kopfschmerzen eingesetzt. Hier kommt es auf die Qualität an. Wähle unbedingt reine Öle aus, die für die Anwendung auf der Haut geeignet sind (keine Duftlampenöle!). Direkt auf die Haut auftragen solltest du sie nur verdünnt. Es kann auch helfen, die Düfte im Raum zu verbreiten, zum Beispiel über ein Potpourri.
 

Frische Luft und Bewegung

Schon ein zehnminütiger rascher Spaziergang im Freien verscheucht die Kopfschmerzen oft völlig. Auch ein kurzes Workout oder ein tiefes Durchatmen am offenen Fenster können helfen.
 

Power-Nap

Diese Technik muss erst erlernt werden, aber wer sich einmal daran gewöhnt hat, einen kurzen, effizienten Mittagsschlaf zu halten, kann Kopfschmerzen damit wirksam bekämpfen. Länger als 30 Minuten sollten es aber nicht sein.
 

Entspannung

Sehr häufig haben Kopfschmerzen mit Verspannungen zu tun. Hier kannst du aus einer Vielzahl von Methoden wählen, die dir helfen, dich zu entspannen und deine Kopfschmerzen zu lindern. 15 Minuten Yoga wirken Wunder. Autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen sind ebenso wirksam wie eine kurze Meditation, das bewusste Ausführen einer Atemtechnik oder eine Massage der Schultern. Auch Dehnübungen für den Nacken helfen schnell. Für die Abenteuerlustigen bietet sich eine Fußmassage an. Besonders die Reflexzonen der großen Zehe wirken auf den Kopfbereich. Aus demselben Grund hilft manchen auch ein kaltes Fußbad.
 

Wichtig!

Wir hoffen, dass unsere Tipps dir helfen, deine Kopfschmerzen schnell und dauerhaft loszuwerden. Trotzdem gilt: Wenn du häufig unter Kopfschmerzen leidest, starke Schmerzen hast oder unsere Tipps bei dir nicht wirken, solltest du einen Arzt aufsuchen, um sicherzugehen, dass keine ernstere Erkrankung dahintersteckt. Gute Besserung!

 

Foto: Alessandro De Carli / EyeEm / Getty Images


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