Was wurde eigentlich aus Jim Carrey?

Was wurde eigentlich aus Jim Carrey?

Was wurde eigentlich aus Jim Carrey?

Es gab mal eine Zeit, da gehörte Jim Carrey zu den begnadetsten Komikern der Welt. Sein Markenzeichen waren Blödeleien und das Grimassenschneiden. Nach ersten Anläufen in den 1980er Jahren schaffte Carrey im folgenden Jahrzehnt auch den Durchbruch als Schauspieler. In seinen ersten Filmrollen tat er das, was am besten kann: Grimassen schneiden, seinen Körper verrenken, Stimmen imitieren. Mit Filmen wie „Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv“ und „Dumm und Dümmer“ erwarb er sich schnell den Ruf, der neue Jerry Lewis zu sein.

Dieser Vergleich mit seinem großen Vorbild wird ihm sicher geschmeichelt haben, dennoch wollte Carrey mehr sein als „nur“ ein Spaßmacher. Er wollte als Schauspieler ernstgenommen werden. Auch dieses Ziel erreichte er scheinbar mühelos. 1998 wirkte er in der Mediensatire „Die Truman Show“ mit, die ihm viel Lob einbrachte. Den Höhepunkt seiner Schauspiellaufbahn erreichte er mit der Filmbiographie „Der Mondmann“, für die er nach „Die Truman Show“ erneut eine Golden-Globe-Nominierung erhielt. Mit der tragischen Romanze „Vergiss mein nicht“ zementierte er endgültig seinen Ruf als Charakterdarsteller.

Die Truman Show
Die Truman Show

Jim Carrey war nie weg

Doch schon bald wurde es still um den Komiker und Schauspieler. Was war passiert? Und die dringendere Frage: Was macht Jim Carrey heute? Die Antwort ist kurz und bündig: Jim Carrey ist noch immer aktiv. Er mag zwar nicht mehr in dem Maße im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen wie in den 1990er Jahren. Dennoch dreht er noch immer fleißig Filme. Mehr noch: Zuletzt hat Carrey sein künstlerisches Repertoire erweitert, als er vor einigen Jahren unter die Künstler und Autoren gegangen ist.

Dumm und dümmer
Dumm und dümmer

Als Schauspieler wandte sich Carrey zuletzt wieder stärker dem komischen Fach zu. 2013 fiel er in der Zauberer-Parodie „Der unglaubliche Burt Wonderstone“ auf, in der er an der Seite Steve Carrells zu sehen war. Ein Jahr später nahm er eine seiner populärsten Rollen wieder auf. In „Dumm und Dümmehr“ spielte er wieder den verblödeten Lloyd. Seit seinem Auftritt in „Das Büro“ hat Carrey öfters auch Gastauftritte in TV-Serien, bis er mit „Kidding“ 2018 sein eigenes Fernsehformat bekam. Carrey spielt in der Tragikomödie den Spaßmacher einer Kinder-TV-Sendung, der durch den Tod seines Sohnes aus der Bahn geworfen wird.

Schriftsteller und Maler

„Kidding“ ist das Stichwort, das zum nächsten Betätigungsfeld Carreys hinüberleitet. Seit 2013 darf sich das Multitalent offiziell auch als Schriftsteller bezeichnen. In dem Jahr veröffentlichte Carrey das Kinderbuch „How Roland Rolls“. Es handelt von einer Welle, die Angst davor hat, den Strand zu erreichen. Sie glaubt, sie würde sterben, wenn sie am Ziel ankommt. Doch dann entdeckt sie, dass sie Teil des großen Ozeans ist.

Das größte Betätigungsfeld Carreys neben der Schauspielerei ist aber die Malerei. Tatsächlich ist er als Maler so gut, dass der Filmemacher David Bushell 2017 einen Kurzfilm über ihn und seine Arbeit drehte. In „I Need Color“ wird deutlich, dass die Malerei für Carrey weit mehr ist als nur ein Hobby. Sie ist für ihn zu einer Besessenheit geworden, wie er selbst sagt.

Im Jahr 2015 stand der Privatmensch Carrey wieder in den Schlagzeilen. Der Anlass war ein trauriger. Seine Ex-Freundin hatte sich weniger Tage nach dem Beziehungsaus das Leben genommen, womit sie auch Carrey in ein tiefes Loch stürzte. Nach vielen Tiefs und Hochs in den letzten fünf Jahren, geht es ihm heute wieder gut. Oder wie es der Künstler selbst formuliert: „Es gibt Tage, an denen bin ich happy, an anderen traurig, dann wieder zufrieden und dann wieder einsam.“ Grundsätzlich sei er „mehr zufrieden“ mit seinem Leben und das sei „aufregend“ und „toll“, so Carrey.

 

Fotos: Paramount Pictures Germany, New Line

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