Cristiano Ronaldo

Der Portugiese Cristiano Ronaldo gilt als einer der besten Fußballer, die die Welt je gesehen hat. Seine Faszination entstammt jedoch nicht nur seinem Können am Platz, sondern auch aus seinem Auftreten, seinem Style und seinem Lebensstil. Der Star strotzt vor Selbstvertrauen und richtet sein Leben vollkommen auf seinen Sport aus. Schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 galt er als einer der schönsten Spieler des Turniers. Seine Ausstrahlung hat bis heute nichts von ihrem Glanz verloren.

Christiano Ronaldo Statue
Der Star hat bereits zu Lebzeiten ein Denkmal erhalten

Sein Eifer ist ebenso legendär wie seine Hingabe an das Training. Wenn andere ihren Tag beenden, beginnt jeder von Ronaldo erst so richtig. Der Spieler ernährt sich strikt nach einer auf ihn zugeschnittenen Diät und beschäftigt private Trainer, die seine Fitness vorantreiben sollen. Kein Wunder also, dass der Stürmer auch im hohen Fußballalter von 37 Jahren immer noch zu den am meisten bewunderten weltweit gehört. Doch zuletzt haben sich zahlreiche Konflikte in seine bisher makellose Karriere eingeschlichen.

Streit in Manchester

Der Transfer von Cristiano Ronaldo von Juventus Turin zu Manchester United hatte etwas von der Rückkehr des verlorenen Sohns. Schließlich war der Portugiese einst in der Premier League zu jenem Star herangereift, den man heute kennt. Zunächst schien alles glatt zu laufen, doch schon bald zeigten sich Risse in einer scheinbar harmonischen Zusammenarbeit. Dies ist vor allem auf Erik ten Hag zurückzuführen. Der neue Trainer von Manchester United zeigte wenig Verständnis für Extravaganzen und setzte vom ersten Tag an alles daran, den ehemals größten Klub der Welt wieder auf die Erfolgsspur zurückzuführen. Die beiden Persönlichkeiten prallten aufeinander und das Drama nahm seinen Lauf.

Ten Hag setzte seinen Superstar auf die Bank und prompt feierte Manchester United wieder Siege. Seither ist das Verhältnis zwischen Ronaldo und seinem Trainer zerrüttet. Nach einem aufsehenerregenden Interview des Fußballstars war es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die Wege wieder trennen. Längst hat sich das Beraterteam von Ronaldo auf die Suche nach einem neuen Verein begeben. Manchester United hingegen setzte weiter auf den Weg von Erik ten Hag, der zuvor schon mit Ajax Amsterdam für Aufsehen gesorgt hatte.

Die Experten sind hingegen noch nicht ganz überzeugt. So listen derzeit die Buchmacher Manchester United bei ihren Sportwetten lediglich auf Platz fünf ihrer Favoritenliste für den Gewinn der Premier League. Trifft diese Vorhersage ein, dann würde der Traditionsklub neuerlich die Qualifikation für die UEFA-Champions League verpassen. Das würde auch einen herben finanziellen Rückschlag bedeuten. Doch die Buchmacher weichen in einigen Bereichen von der Ist-Situation ab. Sie geben sowohl dem FC Liverpool als auch Newcastle United gute Chancen auf vordere Tabellenplätze. Gleichzeitig gehen die Experten davon aus, dass Pep Guardiolas Manchester City den Tabellenführer FC Arsenal noch abfängt und den Titel holt.

Basis dieser Einschätzung ist eine langfristige Betrachtung des Kaders und dessen Fähigkeiten, schließlich handelt es sich bei der aktuellen Tabelle nur um eine tagesaktuelle Betrachtung. Manchester United ist offenbar noch nicht so weit, um an seine Glanzzeit anzuschließen. Das Experiment mit Cristiano Ronaldo ist zu Ende, die beiden Streitparteien trennten sich vor kurzem mit sofortiger Wirkung. Jetzt wartet die Sportwelt gespannt darauf, wohin es Cristiano Ronaldo ziehen wird.

Louis Vuitton Kampagne mit Lionel Messi

Doch vorerst erregte Ronaldo erst einmal Aufsehen mit einer Modekampagne. Das Luxuslabel Louis Vuitton brachte ihn gemeinsam mit seinem ewigen Konkurrenten Lionel Messi auf ein gemeinsames Foto für einen Attaché-Koffer. Der sinnige Werbespruch dazu lautet: „Victory is a state of mind“. In stiller Denkerpose widmen sich die beiden Superstars dem Spiel der Könige, Schach. Damit lassen die Werbestrategen die alte Rivalität zwischen Ronaldo und Messi für ihre Kampagne wieder aufleben. Das Foto schoss Star-Fotografin Annie Leibovitz, die schon zahllose Stars vor ihrer Linse hatte.

Letzte Chance Fußball-Weltmeisterschaft?

Für beide Stars geht es bei der gerade gestarteten Fußball-Weltmeisterschaft in Katar um viel. Aufgrund ihres Alters müssen beide Fußballer davon ausgehen, dass dies ihr letztes großes Turnier wird. Beide haben zwar bisher unzählige Titel gesammelt, doch jener des Weltmeisters fehlt den Rivalen noch in ihrer Sammlung. Für Ronaldo geht es darüber hinaus auch darum, sich so zu präsentieren, dass er noch wie geplant zwei oder drei weitere Jahre bei einer Spitzenmannschaft auflaufen kann. Hier könnte sich per Zufall eine große Chance für ihn eröffnen.

Als Ronaldo einst Real Madrid in Richtung Italien verließ, blühte sein Stürmer-Kollege Karim Benzema förmlich auf. Aus dem Star im Hintergrund wurde der beste Angreifer der Welt. Doch jetzt hat sich der Franzose verletzt und stürzt damit nicht nur seinen Verein, sondern auch die französische Fußballnationalmannschaft in ein großes Dilemma. Benzema dürfte für längere Zeit ausfallen und hinterlässt damit eine klaffende Lücke in beiden Mannschaften.

Während sich die französischen Fans geschockt zeigen, kursieren bereits Gerüchte über eine Rückkehr von Cristiano Ronaldo nach Madrid. Das wäre vor allem für Benzema bitter, der es nach seiner Rückkehr schwer haben dürfte, sich neuerlich gegen den Portugiesen durchzusetzen. Angeblich sind die Berater von Ronaldo und Real Madrid bereits im Gespräch über einen 6-monatigen Vertrag.

Fußball-Stadion Madrid
Das Stadion in Madrid hat schon viele Superstars gesehen

Sollte es tatsächlich zu einem Comeback des Stars in Madrid kommen, dürfte dies bei Karim Benzema keine Begeisterung auslösen. Schließlich kämpfte er viele Jahre lang darum, als Speerspitze der Königlichen agieren zu können. Eine Rückkehr von Ronaldo könnte seinen Status in Madrid neuerlich infrage stellen. Ob es sich dabei nur um Spekulationen handelt, oder ob an den Gerüchten etwas Wahres dran ist, wird sich bald zeigen. Die Fußballwelt sollte jedenfalls damit rechnen, noch viel von Cristiano Ronaldo zu hören.

 

Fotos: Pixabay; Fotografías Archimadrid.es, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons