Diese 8 Fehler beim Duschen haben wir alle schon gemacht

Die Zeiten, in denen die Dusche ganz profan für die regelmäßige Körperhygiene genutzt wurde, sind längst vorbei. Wenn wir unter der warmen Brause stehen, schaffen wir in unserem Alltag etwas für die gewisse Wellness zwischendurch, die uns für einen kurzen Zeitraum vor der Hektik des Lebens abschottet. In der muckeligen Umgebung aus heißem Dampf und wärmenden Tropfen sinnieren wir über das Leben, singen uns die Seele aus dem Leib und fühlen uns anschließend wie neu geboren. Klar, gewaschen und geschrubbt wird beim Duschen auch noch, doch inmitten von Schaum und Wasser putzen wir eben nicht nur unseren Körper, sondern reinigen auch unseren Geist.

Im ersten Augenblick könnte man meinen, dass das Duschen wahrlich kein Hexenwerk ist. Rein in die Dusche, shampoonieren, einseifen, abbrausen, fertig. Doch es gibt tatsächlich einige Fehler, die uns während des Brausebads immer wieder unterlaufen und unserem Körper auf Dauer nicht guttun. Deshalb präsentieren wir dir die acht häufigsten Angwohnheiten, die wir zwar alle schon einmal unter der Dusche getan haben, uns aber in Zukunft schleunigst abgewöhnen sollten.

1. Zu warmes Wasser

Viele von uns dürften es kennen: Das Duschen wird für uns erst dann zum richtigen Genuss, wenn der heiße Wasserdampf das ganze Badezimmer vernebelt. Besonders in der kalten Jahreszeit bietet das warme Brausebad einen gelungenen Gegenpol zu den frostigen Temperaturen, denen wir uns draußen aussetzen müssen. Allerdings ist bei der Wahl der Wassertemperatur ein gewisses Maß an Vorsicht geboten. Wenn wir zu heiß duschen, tun wir unserer Haut wahrlich keinen Gefallen. Sehr warmes Wasser trocknet die Hautoberfläche aus, entfernt schützende Öle und kann in extremen Fällen sogar zu juckenden Ausschlägen führen. Wenn du ohnehin mit trockener, rissiger Haut zu kämpfen hast, empfehlen wir dir, unbedingt auf sehr heißes Duschen zu verzichten.

Allgemein solltest du versuchen, Wechselduschen in deine regelmäßigen Brausebäder einzubauen. Der Wechsel von warmem und kaltem Wasser mag im ersten Augenblick gewöhnungsbedürftig anmuten, ist aber sehr gesund für unseren Kreislauf. Es reicht bereits, wenn du dich für eine halbe Minute unter das kalte Wasser stellst. Von daher gilt: Kurz die Zähne zusammenbeißen und anschließend die positiven Effekte auf deine Gesundheit auskosten.

2. Künstliche Duftstoffe in Seifen

Zu heißes Wasser ist nicht das einzige Übel, das unserer Haut unter der Dusche schaden kann. Parfümierte Seifen bezirzen uns zwar mit einem herrlichen Duft, unter ihrer wohlriechenden Fassade verstecken die kleinen Waschstücke jedoch eine hässliche Fratze. Die künstlichen Duftstoffe, die in den Seifen verarbeitet werden, stürzen den natürlichen pH-Wert unserer Haut ins Chaos. Was folgt sind trockene Stellen, die schon bald anfangen zu jucken und sogar Schuppen bilden können.

Möchtest du bei deiner Seife aber partout nicht auf das gewisse Aroma verzichten, solltest du darauf achten, dass das entsprechende Produkt keine künstlichen Duftstoffe enthält, und möglichst naturbelassen verarbeitet wurde.

3. Ausgiebiges Duschen

Wenn wir erst einmal unter Dusche stehen, kann uns so schnell nichts wieder aus unserer Wellness-Oase herausholen. Langes Duschen ist für uns genau so selbstverständlich wie das tägliche Zähneputzen. Aber Achtung: Experten empfehlen, nicht länger als 10 Minuten unter der Dusche zu verbringen. Stattdessen gilt sogar der Grundsatz: Je kürzer das Duschen, umso mehr freut sich unsere Haut. Wenn wir uns einem nicht enden wollenden Schwall warmen Wassers aussetzen, tragen wir gleichzeitig wichtige Öle und Fette von unserem Körperoberfläche ab. Sind diese erst einmal fortgespült, wird unsere Hautoberfläche nicht mehr ausreichend feucht gehalten und trocknet schlussendlich aus. Versuche also bei deinem nächsten Brausebad die Zeit im Auge zu behalten.

4. Der ganze Körper versinkt im Schaum

Gehörst du auch zu der Fraktion, die nach dem Einseifen wie ein menschgewordener Schneemann aussieht? Haben wir erst einmal mit dem Einschäumen begonnen, ist keine Körperregion vor dem Duschgel unserer Wahl sicher. In Wahrheit ist das Einseifen des ganzen Körpers jedoch kontraproduktiv. Dies gilt besonders für unsere Arme und Beine, die von Natur aus nur einen sehr dünnen Fettfilm besitzen und ohnehin nicht zur Geruchsbildung neigen. Schäumst du diese Extremitäten dennoch ein, entziehst du ihnen unnötigerweise Feuchtigkeit.

5. Jeden Tag Haarewaschen

Auf tägliches Haarewaschen solltest du in jedem Fall verzichten. Wenn du nun denkst „Aber wenn ich mir meine Haare nicht jeden Tag wasche, werden sie sofort fettig“, dann hast du deinen Fehler bereits selbst erkannt. Es ist eben jene tägliche Haarwäsche, die dafür sorgt, dass unsere Kopfhaut ständig neues Öl nachproduziert. Je öfter du den natürlichen Fettfilm deiner Haut abträgst, desto schneller wird der Organismus versuchen, die entstandene Öl-Lücke auf seiner Oberfläche zu schließen. Experten raten sogar dazu, ihre Haare höchstens zweimal in der Woche mit Shampoo zu waschen.

6. Den Schwamm nicht säubern

Bei der „Schwamm-Frage“ scheiden sich die Geister. Während die eine Fraktion die flauschigen Reinemacher für überflüssig hält, schwören die anderen auf die sanften Peeling-Eigenschaften von Luffaschwämmen und Co. Wenn auch du zu der Sorte Mensch gehörst, die unter der Dusche nicht auf ihren Schwamm verzichten möchte, solltest du diesen im regelmäßigen Abstand gründlich säubern. Andernfalls sammeln sich unliebsame Bakterien und Keime in deinem Schwamm, die du folglich mit jeder Dusche wieder auf deine Haut aufträgst. Möchtest du ganz auf Nummer sicher gehen, solltest du dir alle paar Wochen einen neuen Schwamm zulegen.

7. Mit dem Handtuch trocken schrubben

Haben wir es erst einmal aus der Dusche hinausgeschafft, gilt es, unseren Körper gründlich abzutrocknen. Es gibt jedoch viele Menschen, die hier dazu neigen, das Handtuch wie wild und mit viel zu viel Druck über ihren Körper und ihre Haare zu rubbeln. Doch genau davor warnen uns die Experten. Während das Schrubben den schützenden Fettfilm unserer Haut abträgt, verknoten sich unsere Haare unter den Rubbel-Tiraden. An dieser Stelle ist es ratsam, Haut und Haar behutsam trockenzutupfen oder sich gleich ganz in ein flauschiges Frotteetuch einzuwickeln. In der Zeit, in der du schonend an der Luft trocknest, kannst du dir beispielsweise die Zähne putzen oder dein Gesicht eincremen.

8. Das Handtuch zu selten austauschen

Apropos Handtuch: Genau wie bei den Schwämmen können sich auch in den beliebten Frotteetüchern unliebsame Bakterien einnisten. Daher solltest du dein Handtuch regelmäßig auswechseln und nicht öfter als dreimal hintereinander benutzen. Dadurch verringerst du nicht nur unangenehme Gerüche im Stoff des Tuchs, sondern beugst auch Hautinfektionen vor.

 

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