Die Haut: Sinnbild für jugendliche Frische und Gesundheit

Wie wichtig die Haut als körpergrößtes Organ ist, wird uns bewusst, wenn wir Schädigungen an unserem äußeren Erscheinungsbild erfahren. Eine schöne Haut ist Inbegriff für Gesundheit sowie jugendliche Frische und hat in der Vergangenheit der Menschheitsgeschichte zu vielen extravaganten Erscheinungsbildern geführt.

Dass diese Schönheitsideale oftmals den direkten Gegensatz zur natürlichen Gesundheitspflege bedeuten, sei hier nur am Rand erwähnt. Schön war, was als schön galt. So stand die Körperpflege, vor allen Dingen des Adels, nicht im Mittelpunkt des barocken Lebens, sondern eher die Dekadenz des Absolutismus, sich von allem Niederen unterscheiden zu müssen. So wurde die Haut gepudert sowie eine Perücke getragen, um sich vom gemeinen Landsknecht abzuheben. Wer schön sein will, muss bekanntlich leiden. Und so war das Hauptproblem der Zeit die unzureichende Hygiene, welche sich durch alle Schichten zog. Die Verbreitung der Pest und von Flöhen sind nur zwei Resultate dieser Lebensweise.

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Im Gegensatz zu diesen selbstauferlegten Qualen des vermeintlichen Schönheitsideals, sind die Ursachen für Hauterkrankungen heutzutage vielfältiger Natur. Eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, wie Rosacea, kann somit innere als auch äußere Ursachen haben und bedarf einer speziellen Rosacea Pflege.

Die Haut, ein Organ mit vielfältigen Funktionen

Wer denkt, dass die Haut nur dazu da ist, um unser äußeres Erscheinungsbild zu vervollkommnen, denkt weit gefehlt. Die Haut ist vielmehr ein Hüllorgan, welches unseren inneren Körper vor äußeren Umwelteinflüssen schützt. Sowohl die Wärmeregulation unseres gleichwarmen Daseins als auch die Oberflächensensibilität und somit der Tastsinn lassen sich auf dieses vielfältige Organ zurückführen. Mit einem engen Hautkontakt wird der Körperkontakt und somit die soziale Bindung bei vielen Säugetieren gepflegt, wofür das Wort „aneinander Kuscheln“ wohl die beste Erklärung bietet. Mit allen Sinnen genießen, dies beginnt im Grunde genommen mit der Haut.

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Nicht aus seiner Haut zu können, ist somit ein exemplarischer Hinweis für die Gefühlsenge, in der sich ein Mensch befinden kann. Dabei verfügt dieser über keinen Panzer, also einem Exoskelett, wie ihn die Insekten verwenden. Der Mensch wird somit von innen gestützt. Dass dies auf zweierlei Weise erfolgen kann, ist unserem reichen Innenleben zu verdanken, welches jedoch auch Ursache für chronische Erkrankungen, z.B. den Hauterkrankungen Dermatitis und Rosacea, sein kann. Die Haut ist somit ein vielschichtiger Apparat, welcher aus der Epidermis (Oberhaut), der Dermis (Lederhaut), der Subcutis (Unterhaut) sowie Nerven (Thermozeptoren, Nozizeptoren), Hautanhangsgebilden und vielem mehr besteht.

Die möglichen Ursachen einer Hauterkrankung

Die Haut ist im übertragenen Sinne ein vielschichtiges Wesen, wie der Mensch selbst. Sie ist täglich Umwelteinflüssen ausgesetzt, welche unterschiedlichster Natur sein können. Angefangen mit der Strahlung, im Mittelpunkt die UV-Strahlung, können selbst Kosmetika, Waschlotionen und andere Salben und Cremes die Haut stark belasten. Oftmals wird eine genetische Veranlagung ebenfalls als Ursache einer Hauterkrankung diskutiert. Dies kann jedoch für nahezu alle plötzlich auftretenden Krankheiten gelten kann.

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Dass Alkohol, Nikotin und andere giftige Stoffe das Risiko einer Erkrankung erhöhen, ist vor allem von dem Blickpunkt aus interessant, da viele dieser Stoffmissbräuche selbst durch Stress, Schlafmangel und eine ungeordnete Psyche verursacht werden. Selbst Kleidung kann für die Haut schädlich sein, wenn diese in unserem Körper eine Immunantwort auslösen. Deswegen spielen Stoff- und Nahrungsmittelverträglichkeiten eine übergeordnete Rolle in der Körperhomöostase und sollten nicht vernachlässigt werden. Eine hautfreundliche Atmungsregulation durch Funktionskleidung ist somit eine Möglichkeit, um die Körperfunktionen der Haut aufrechtzuerhalten.

 

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