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Die Zukunft des Online-Lernens: Wohin geht die Reise?

Die Zukunft des Online-Lernens: Wohin geht die Reise?

Kevin Chen, CEO und Mitbegründer von italki , der weltweit führenden Sprachlernplattform, verrät, wohin die Reise gehen wird.

Die Pandemie hat die Gesellschaft in vielerlei Hinsicht verändert, angefangen bei den sozialen Beziehungen bis hin zum Geschäftsleben. Die größte Auswirkung hatte sie jedoch auf die Bildung, bedingt durch den Umbruch beim Online-Lernen in den letzten zwei Jahren. Weltweit gab es ein rasantes Wachstum, da junge Menschen auf der ganzen Welt die Technologie nutzten, um auf ganz neue Weise zu lernen und Kontakte zu knüpfen. Experten gehen davon aus, dass der weltweite E-Learning-Markt bis 2025 ein Volumen von 325 Milliarden Dollar erreichen wird.

Einer der Pioniere im Bereich des Online-Lernens ist italki, eine Sprachlernplattform, die über sechs Millionen Schüler und knapp 30.000 Lehrer auf der ganzen Welt verbindet. Durch ständige Weiterentwicklung und Innovation bietet italki sowohl Einzelunterricht als auch andere fortschrittliche Tools, die das Erlernen einer Sprache noch weiter vorantreiben. Untersuchungen haben ergeben, dass sich mit italki am besten eine Sprache lernen lässt.

Wohin steuert das Online-Lernen im Jahr 2022?
Kevin Chen, CEO und Mitbegründer von italki.com, erklärt im Interview, was die Zukunft bringt und wohin sich diese innovative Bildungsplattform entwickeln wird.

1. Als italki an den Start ging, veränderte es die Welt des Online-Lernens. Erzählen Sie uns von italki und seiner Mission.

Immersives Lernen – Ich habe in der High School jahrelang Französisch gelernt und konnte am Ende kein einziges Wort davon sprechen. Viele Jahre später ging ich nach Shanghai und studierte Chinesisch an der Universität. Ich habe viel mehr Fortschritte gemacht. Das liegt nicht daran, dass meine Lehrer besser waren. Auch nicht, weil meine Lehrbücher besser waren. Sondern weil ich die Sprache in einer natürlicheren Umgebung anwenden konnte. Das war die Idee hinter italki: dass wir die Technologie nutzen können, um die gleiche intensive Erfahrung zu machen. Anstatt irgendwo hinfliegen zu müssen, um eine Sprache zu lernen, könnte man sich per Videochat mit Menschen auf der ganzen Welt online verbinden und voneinander lernen.

Echte Innovation – Bei vielen Technologien geht es darum, Menschen zu ersetzen, aber bei italki geht es darum, Menschen zu verbinden. Letztlich führt nur das dazu, dass man fließend spricht. Mit italki wenden wir auch die Konzepte der sozialen Netzwerke und Marktplätze auf den Sprachlernprozess an. Wir glauben, dass sich die Bildungsbranche radikal verändert und dass wir Teil einer tektonischen Verschiebung hin zu einer persönlicheren, flexibleren, authentischeren und effektiveren Online-Welt des schülerzentrierten Lernens sind.

italki - die Sprachlernplattform

2. Wie hat sich die Pandemie auf das Online-Lernen mit italki ausgewirkt?

The New Normal – COVID hat der Welt ein Leben im Internet aufgezwungen, was die Einführung von Online-Technologien in allen Branchen beschleunigt hat. Die anfängliche Skepsis gegenüber vielen Online-Diensten ist also nicht mehr vorhanden. Denken Sie an den Lebensmitteleinkauf und die vielen Menschen, die das nie gemacht haben. Plötzlich waren sie gezwungen, online einzukaufen, und stellten fest, dass das ziemlich gut ist, und werden es auch weiterhin tun. In ähnlicher Weise ist der Gedanke, dass Menschen online mit Lehrern lernen können, nicht länger eine seltsame Idee – es ist jetzt normal.

Smarte Lösungen – Bei italki verzeichneten wir 2020 und 2021 ein enormes Wachstum. In einem Umfeld, in dem viele nicht zur Schule gehen konnten, waren wir ein Ort, an dem die Menschen weiter lernen konnten. In einer Zeit, in der so mancher Lehrer nicht arbeiten konnte, boten wir eine weitere Einkommensquelle. Ich glaube, viele Menschen sahen die Pandemie auch als Chance, ihren Lebensstil zu ändern, indem sie einige alte Aktivitäten durch neue, bessere ersetzten und daran arbeiteten, ihre Ziele zu erreichen. Viele Menschen hatten das persönliche Ziel, eine Sprache zu lernen, aber sie hatten einfach nicht die Zeit oder den Kopf, dies zu tun. Für sie war COVID eine Gelegenheit, dieses Ziel zu erreichen.

3. Was sind die Vorteile des Online-Lernens mit italki?

Lage und Erreichbarkeit – Es gibt keinen Grund, von einem Sprachlehrer zu verlangen, dass er in Ihrer Nähe wohnt. Dennoch gehen die meisten Menschen auf diese Weise an das Sprachenlernen (und viele andere Dienstleistungen) heran. Mit italki können Sie einen großartigen Lehrer für jede Sprache finden, der Sie von überall aus unterrichtet.

Flexibilität – Beim Online-Lernen kann ein Student an jedem Ort und zu jeder Zeit lernen. Sie können zu Hause oder bei der Arbeit sein. Sie können am Wochenende, in der Nacht, morgens oder in der Mittagspause lernen. Sie können jedes Gerät benutzen, das Sie bevorzugen. Solange Sie eine Internetverbindung haben, können Sie mit der Welt verbunden sein.

Personalisierung – Sie können so lernen, wie es für Sie am besten ist. Vielleicht wünschen Sie sich einen Lehrer, der es mit der Grammatik genau nimmt, oder einen Lehrer, der Ihre Liebe zum Sport teilt. Vielleicht bevorzugen Sie eine zweistündige Lektion einmal pro Woche oder Sie lernen besser mit 30 Minuten Unterricht pro Tag. Die Welt ist riesig, und italki bietet Lehrer, die Sie unterstützen können. Diese Personalisierung ist ein Schlüsselelement des schülerzentrierten Lernens, welches unserer Meinung nach die Richtung vorgibt, wohin das Bildungswesen sich bewegt.

Effizienz und Motivation – Die City University of New York kam in einer Studie zu dem Schluss, dass italki die effizienteste Methode zum Sprachenlernen ist. 19 Stunden mit italki entsprechen einem College-Semester. Aber ich denke, die wirkliche Erkenntnis lag nicht in der reduzierten Zeit oder dem zusätzlichen Nutzen für die mündlichen Fähigkeiten, sondern in der Auswirkung auf die Motivation der Teilnehmer: 98 Prozent hatten Spaß am Lernen und planten, auch nach dem Studium weiter zu lernen.

Kulturelle Verbindung – italki hilft Menschen, Kontakte zu knüpfen, andere Perspektiven zu verstehen und mehr über andere Kulturen zu erfahren. Man lernt eine Sprache nicht nur, um eine hohe Punktzahl in einem Grammatiktest zu erreichen. Letztlich lernen Sie eine Sprache, um einen anderen Ort kennenzulernen.

italki - die Sprachlernplattform

4. Wohin wird sich das Online-Lernen Ihrer Meinung nach entwickeln?

Globalisierung – Auf der Verbraucherseite werden wir sehen, dass die Globalisierung, sowohl wirtschaftlich als auch kulturell, das Sprachenlernen weiter vorantreiben wird. Die Fähigkeit zu kommunizieren ist eine entscheidende Fähigkeit in der globalen Wirtschaft, und dies wird sich über Englisch hinaus auf andere Weltsprachen ausdehnen. Langfristig werden die Menschen feststellen, dass sie mit Kollegen aus der ganzen Welt zu tun haben, sei es durch Zuwanderung und Reisen oder durch dezentrale Teams und Remote-Working.

Bildungswachstum – Ich denke, wir werden erleben, dass die Menschen immer mehr Zeit und Geld in Bildung investieren. Bildung ist ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal für die Produktivität eines Landes, die Einkommensmobilität sowie die Gesundheits- und Lebensbedingungen. Die Fähigkeit, in einem zunehmend internationalen Umfeld zu arbeiten, wird eine wichtige Voraussetzung für Einkommensfreiheit sein.

Datenanalysen – Ich sehe eine stärkere Integration von Bildung und Technologie. Ich denke, dass die Daten im Bildungsbereich stark fragmentiert sind und für echte Erkenntnisse zusammengeführt werden könnten. Was sagen die Daten darüber aus, wie Menschen Sprachen lernen? Wenn wir mehr Daten von verschiedenen Diensten sammeln, sollten wir im Laufe der Zeit in der Lage sein, einige wichtige Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welche Aktivitäten und Lernmethoden für den Sprachunterricht wirklich funktionieren und wer mit welcher Art von Anregung und Unterstützung gut zurechtkommt. Dies könnte den Menschen helfen, schneller zu lernen, größere Fortschritte zu machen, den Lernprozess zu genießen und wenig effiziente Methoden zu vermeiden. Natürlich glaube ich, dass die größte Veränderung darin besteht, dass sich immer mehr Menschen mit dem Online-Sprachunterricht anfreunden.

5. Wie geht es mit italki weiter?

Wachstum – Wir expandieren auf der ganzen Welt und erreichen immer mehr Nutzer. Wir glauben, dass viele Menschen auf der Welt noch nie eine Online-Lektion mit einem Live-Lehrer ausprobiert oder mit einem Sprachpartner in einem anderen Land gesprochen haben. Unser Ziel ist es, das zu ändern.

Innovation – Wir entwickeln weiterhin Funktionen, die italki zur besten Plattform überhaupt machen. Unser neues, verbessertes italki-Klassenzimmer beispielsweise ist unsere eigene Technologie, und wir haben neue Tools eingeführt, die den Unterricht auf die nächste Stufe heben. Zwei Beispiele sind das Whiteboard, mit dem Sie zeichnen, schreiben und Formen erstellen können, was zu besonders interaktiven Lektionen führt. Dann gibt es noch den Lektionsplan, der es dem Lehrer ermöglicht, für jeden Schüler einen schriftlichen Lektionsplan hochzuladen, um den Unterricht noch individueller zu gestalten. All dies wird zu einer umfassenderen Sprachlernerfahrung führen, die mehr Schülern auf ihrem Weg zum sicheren Umgang mit der Sprache helfen wird.

 

Weitere Informationen zu italki sind abrufbar über www.italki.com sowie Facebook, Twitter, und Instagram.

 

Über italki

italki ist die führende globale Sprachlern-Community, die mehr als zehn Millionen Schüler und knapp 30.000 muttersprachliche qualifizierte Lehrer verbindet, die über 150 Sprachen unterrichten. italki ist die richtige Wahl, um eine Fremdsprache gründlich zu beherrschen. Studenten auf italki wählen den Preis und den Zeitplan des Unterrichts. Weitere Informationen: www.italki.com

 

Fotos: italki

So nutzt du die wohltuende Wirkung von Pflanzen auf den Menschen

So nutzt du die wohltuende Wirkung von Pflanzen auf den Menschen

Nach einem Spaziergang im Wald spüren wir häufig, wie gut uns der Aufenthalt in der der Natur getan hat. Bei einem Spaziergang im Grünen sinkt das Stresslevel und die Stimmung steigt. Es spricht also vieles dafür, sich auch zuhause im Alltag mit mehr Grün zu umgeben. Die positive Wirkung von Pflanzen auf die Umwelt und auf uns ist wissenschaftlich belegt und wir können auf vielfältige Weise davon profitieren. Nicht jeder hat die Natur direkt vor der Haustür, doch mit Zimmerpflanzen holst du dir ein Stück Natur ins Haus.

Pflanzen verschönern das Zuhause

Zimmerpflanzen sind dekorativ und verbreiten eine gemütliche Atmosphäre in Innenräumen. Dabei bieten sich viele Möglichkeiten für eine individuelle Gestaltung. Je nach Platz und persönlicher Vorliebe hast du die Wahl zwischen großen und keinen, blühenden oder immergrünen Pflanzen mit den unterschiedlichsten Blattstrukturen. Du kannst sie von Schränken und Regalen ranken lassen, als besonderen Blickfang einsetzen oder dein Badezimmer in eine grüne Oase verwandeln. Doch Pflanzen können weitaus mehr als nur Wohnräume zu verschönern.

Besseres Raumklima mit Pflanzen

Pflanzen können die Luftqualität in Räumen verbessern. Sie produzieren im Rahmen der Fotosynthese Sauerstoff und reduzieren den Kohlenstoffdioxidgehalt der Raumluft. Darüber hinaus besitzen einige Arten die Fähigkeit, Schadstoffe aus der Luft zu filtern, wie eine Studie der NASA belegt. Dabei handelt es sich um schädliche Substanzen wie Formaldehyd, Benzol oder Toluol, die als gesundheitsschädlich eingestuft sind. Sie stammen häufig aus Teppichen, Baustoffen oder Möbeln und können diverse Symptome wie Kopfschmerzen, Allergien oder Reizungen der Schleimhäute verursachen. Zu den natürlichen Schadstofffiltern zählen beispielsweise Grünlilie, Einblatt, Nestfarn, Bogenhanf und Drachenbaum.

Nestfarn

Natürliche Luftbefeuchter

Besonders in der Heizperiode kannst du von der natürlichen Luftbefeuchtung durch Zimmerpflanzen profitieren. Das Gießwasser wird zu mehr als 90 Prozent wieder an die umgebende Fläche abgegeben und erhöht dadurch die Luftfeuchtigkeit im Wohnraum. Trockene Heizungsluft belastet die Atemwege, trocknet die Schleimhäute aus und macht damit anfälliger für Erkältungen. Bei großer Hitze hingegen, kühlt die Feuchtigkeit die Luft und sorgt für eine leichte Abkühlung. Der Effekt ist abhängig von der Anzahl der Zimmerpflanzen, der Größe der Blätter sowie dem jeweiligen Wasserbedarf. Ein guter Luftbefeuchter ist zum Beispiel das Zyperngras, das gerne feucht steht.

Pflanzen steigern Motivation und Konzentration

Wissenschaftliche Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Arbeitnehmer mit Grünpflanzen in Büros zufriedener und produktiver sind. Eine Begrünung reduziert psychischen Stress, verbessert die Aufmerksamkeitsspanne und steigert das allgemeine Wohlbefinden. Die Arbeitnehmer selber hatten den Eindruck einer verbesserten Konzentrationsfähigkeit, was durch um eine bis 15 Prozent erhöhte Produktivität im Rahmen der Langzeitstudie belegt werden konnte. Darüber hinaus eignen sich Pflanzen als natürliche Raumteiler in Großraumbüros, die als positiven Nebeneffekt auch noch den Lärmpegel reduzieren können. Nicht zu unterschätzen ist auch der Wohlfühlfaktor, wenn Angestellte ihr Arbeitsumfeld mit ausgewählten persönlichen Dingen wie einer eigenen Grünpflanze mitgestalten dürfen.

Pflanzen helfen zu entspannen

Das Grün von Zimmerpflanzen hat eine beruhigende Wirkung auf Menschen, so lautet das Ergebnis zahlreicher Studien. Demzufolge gelingt es besser, Spannungen abzubauen, wenn wir Pflanzen betrachten. Das fördert den Stressabbau und die Regeneration nach einem anstrengenden Arbeitstag. Du kannst mit grünen Wohlfühloasen in deinem Zuhause ein entspanntes Umfeld schaffen, um dir regelmäßig Auszeiten vom turbulenten Alltag zu gönnen. Pflanzenpflege kann darüber hinaus ein Ritual mit entspannender Wirkung sein und kurzfristig von den Sorgen des Alltags ablenken. Eine Erfahrung, die Hobbygärtner kennen und schätzen.

Bogenhanf

Wie Pflanzen die Gesundheit stärken

Seit ewigen Zeiten verwendet der Mensch Pflanzen und Pflanzenextrakte als Heilmittel. Aufgrund der Wirksamkeit und überschaubaren Nebenwirkungen ist die Medizin aus der Natur bis heute geschätzt, um die Symptome zahlreicher Krankheiten zu lindern. Sie verfügen je nach Pflanze beispielsweise über antibakterielle, wundheilende oder schmerzlindernde Wirkungen. In vielfältigen Verabreichungsformen kommen sie zur Anwendung, lindern Symptome und unterstützen die Genesung.

Mittlerweile haben Forscher herausgefunden, dass schon Bäume vor dem Fenster Heilungsprozesse beschleunigen können. Patienten in Krankenhäusern, die nach einer Operation durch das Fenster auf Bäume blicken konnten, erholten sich schneller als bei einem Blick auf Hauswände. Bereits wenige Minuten Aufenthalt in der freien Natur oder ein kurzer Blick auf die Natur können ausreichen, um Schmerzen und Ängste zu reduzieren.

Pflanzen unterstützen das Immunsystem

Wer die Gelegenheit hat, Spaziergänge in der Natur zu unternehmen, sollte so oft wie möglich davon Gebrauch machen. Bewegung in der Natur ist ein idealer Stresskiller. Der Aufenthalt im Freien fördert und ermöglicht die Bildung von Vitamin D, einem Vitamin, das der Körper nicht in ausreichender Form über die Nahrung aufnehmen kann. Als zusätzlichen Effekt stärkst du dein Immunsystem, wenn du bei Wind und Wetter draußen unterwegs bist. Ein Trend aus Japan ist das sogenannte Waldbaden, das dazu beitragen soll, die Vitalität zu steigern und Studienergebnissen zufolge positive Auswirkungen auf Angstzustände, Depressionen oder Wut hat. Die Atmosphäre des Waldes stimuliert den Parasympathikus, der auch Ruhenerv genannt wird. Er beeinflusst den Stoffwechsel und die Stresshormone. Der Mensch kommt zur Ruhe und der Blutdruck sinkt.

Pflanzen aus der Küche

Neben den Zimmerpflanzen gibt es die Möglichkeit, Kräuter und essbare Pflanzen auf der Fensterbank oder dem Balkon heranzuziehen. Viele Kräuter sind pflegeleicht und haben einen geringen Platzbedarf. Mit ihrem frischen Duft und gesunden Vitaminen bereichern sie jede Mahlzeit, sind ständig und in Bio-Qualität verfügbar. Bei der Auswahl kannst du dich ganz nach deinen persönlichen Vorlieben richten. Als besonders pflegeleicht gelten Kräuter wie Basilikum, Minze, Petersilie und Thymian.

Kräuter

Welche Pflanzen sind für mich geeignet?

Bei Pflanzen gibt es eine riesige Auswahl. Dadurch ist es möglich, für jeden Geschmack und die unterschiedlichsten Umstände passende Pflanzen zu finden. Zunächst ist bei Zimmerpflanzen wohl die Optik ein wichtiges Kriterium. Die Pflanzen sollen gefallen und zum persönlichen Einrichtungsstil passen. Zimmerpflanzen haben unterschiedliche Ansprüche an ihr Umfeld, die du beachten solltest. Einige Pflanzen haben einen hohen Lichtbedarf, andere kommen mit weniger Licht aus und manche gedeihen fast ohne Licht.

Einen grünen Daumen brauchst du nicht unbedingt. Wenn du keine Erfahrungen mit Zimmerpflanzen hast und auf Nummer sicher gehen möchtest, dann wähle Pflanzen wie den Bogenhanf, Grünlilie oder Glücksfeder, die robust sind und Pflegefehler verzeihen. Wenn kleine Kinder oder Haustiere zu deinem Haushalt gehören, dann solltest du darauf achten, ungiftige Pflanzen zu wählen oder einen Standort auszusuchen, der für Kinder und Tiere unzugänglich ist.

 

Fotos: Photographee.eu, New Africa, okrasiuk, Felix / stock.adobe.com

10 Spiele für Erwachsene, mit denen du beim nächsten Spielabend punkten kannst

10 Spiele für Erwachsene, mit denen du beim nächsten Spielabend punkten kannst

Gesellschaftsspiele sind nicht nur für Kinder und Jugendliche geeignet. Auch als Erwachsener kannst du mit deinen Freunden viel Spaß bei ein paar Spielrunden erleben. Wir haben wir dich 10 Spiele für Erwachsene rausgesucht, die eine echte Empfehlung für deinen nächsten Gesellschaftsspieleabend sind.

Top Spiele für Erwachsene:

Arschkarte

Angebot

Arschkarte ist ein Ratespiel, bei denen du nicht nur dein eigenes Halbwissen, sondern auch deine Menschenkenntnis unter Beweis stellen kannst. Du kannst mit bis zu neun Spielern antreten und dich 400 witzigen Schätzfragen stellen. Dabei nützt es dir nichts, wenn du in normalen Quiz-Sendungen bisher ein gutes Händchen hattest. Es gibt nur Schätzfragen, sodass jeder Mitspieler sein Glück versuchen kann, um sich an die richtige Lösung heranzuarbeiten.

Alle Spieler müssen ihre Antwort aufschreiben. Bevor die Ergebnisse offengelegt werden, schiebst du dem Spieler die Arschkarte zu, von dem du meinst, dass sein Ergebnis am weitesten von der richtigen Antwort entfernt ist. Hast du richtig getippt, streichst du ordentlich Punkte ein. Liegst du falsch, hast du dagegen wohl selbst die Arschkarte gezogen.


Safe House

Bei diesem Brettspiel von Thriller-Autor Sebastian Fitzek musst du zusammen mit bis zu drei anderen Spielern vom Ort eines grausigen Verbrechens flüchten. Die Zeit ist knapp, weil euch ein Mörder auf den Fersen ist. Das Ziel ist es, durch das Ausspielen der richtigen Zahlen und Farben immer einen Schritt voraus zu bleiben und sich bis ins Safe House vorzuarbeiten. Wenn du es nicht schaffst, fällst du dem Mörder zum Opfer und das Verbrechen bleibt unaufgelöst.

Safe House erstreckt sich über insgesamt fünf unterschiedliche Kapitel, die du in einem Pop-up-Spielplan erleben kannst. Vom eigentlichen Tatort durch die Wälder bis hin zum sicheren Safe House und dem Zeugenschutzprogramm ist es ein weiter Weg. Nur, wenn du mit deinen Mitspielern als Team zusammenspielst, kann die Flucht gelingen.


Just One

Das Ratespiel gibt dir jeweils eine Chance, um eines der dreizehn geheimen Wörter zu erraten. Mit bis zu sieben Spielern trittst du gemeinsam an, um dein Rateglück zu probieren. Es gibt pro Wort immer einen aktiven Spieler, der das gezogene Wort erraten muss. Die anderen Spieler müssen – ohne Absprachen – jeweils ein Wort als Hinweis notieren, das auf die Lösung deuten soll. Wenn deine Mitspieler Hinweise doppelt aufschreiben oder etwas notieren, was nicht zur Lösung passt, hast du leider Pech, weil alle falschen oder doppelten Hinweise gelöscht werden und dir dann weniger Tipps zur Verfügung stehen. Schaffst du es trotzdem, mit deinen Freunden alle geheimen Wörter zu knacken?


Actionreihe Spiele für Erwachsene:

Tick Tack Bumm

Du spielst gegen deine Freunde und gegen die Zeit. Denn es tickt eine Bombe gnadenlos runter. Du kannst sie nur zum nächsten Spieler weiterreichen, wenn du es schaffst, aus den Buchstaben der von dir gezogenen Karten ein passendes Wort zu bilden. Was schon im normalen Rahmen knifflig werden kann, wird durch den Zeitdruck der bald explodierenden Bombe zur Herkules-Aufgabe. Nur, wenn du einen kühlen Kopf bewahrst, kannst du die drohende Gefahr abwenden und die Bombe dem nächsten Mitspieler unterjubeln.

In der Party-Edition von Tick Tack Bumm gibt es zusätzliche Spielmodi, in denen du unter anderem den Namen eines Promis oder bestimmte Wörter zu verschiedenen Szenarien zusammenpuzzlen musst. Dadurch kannst du deine Knobeltalente je nach Lust und Laune auf verschiedenen Gebieten und Schwierigkeitsgraden unter Beweis stellen.


Blitzdings

Bei diesem schnellen Party-Spiel musst du auf Zack sein. Du kannst mit bis zu fünf Spielern spielen und reihum Karten auslegen. Auf den Karten sind immer Symbole und Kategorien abgebildet. Wenn zwei Spieler Karten mit einem gleichen Symbol auslegen, startet sofort das Blitzdings-Duell. Die Spieler müssen einen Begriff nennen, der zu der Kategorie auf der Karte des Gegners passt. Bist du schneller als dein Gegenüber, gewinnst du die Karte. Aber pass auf, denn dein Duell ist nicht unbedingt das einzige, das gerade läuft. Auch die anderen Spieler legen parallel Karten und duellieren sich, sodass es schnell vorkommen kann, dass du gerade einen Begriff nennen willst und jemand anders dir plötzlich die eigene Karte mopst. Bleib also immer wachsam! Bist du zu langsam, verlierst du deine Karten und bist schneller raus, als du “Blitzdings” sagen kannst.


Codenames

Angebot

Als Agent trittst du mit bis zu sieben anderen Spielern an, um deine Kontaktpersonen zu ermitteln. Einer der Mitspieler ist der Geheimdienstchef, der genau weiß, wo sich deine Kontakte verstecken. Er kann es aber natürlich nicht offen verraten, damit die Gegenseite nicht Wind bekommt. Stattdessen gibt er dir durch Codewörter wie “Ball” Hinweise. Findest du die passenden Wörter zu den Codewörtern wie beispielsweise “Tanz” oder “Golf”, kannst du deine Verbündeten aufdecken. Aber du musst vorsichtig sein. Nicht jede Figur in der Umgebung ist ein Freund. Es gibt auch Zivilisten, die du besser nicht in dein Agentenspiel verwickeln solltest. Außerdem versteckt sich unter den Figuren noch ein Attentäter, der dir und deinem Team schnell das Lebenslicht auspustet, wenn du ihn entdeckst.

Das Team, das zuerst alle Verbündeten enttarnt hat, gewinnt die Runde und schaltet den gegnerischen Geheimdienst aus.


Weitere klasse Spiele für Erwachsene:

Activity

Zeichnen, Darstellen oder Umschreiben – Bei Activity musst du zusammen mit deinem Team Begriffe erraten. Jeweils ein Spieler aus dem Team zieht einen Begriff und bekommt eine Anweisung, ob der zu erklärende begriff gemalt, Tabu-mäßig umschrieben oder rein durch deine Gesten dargestellt werden soll. Die Zeit läuft, denn nur 60 Sekunden bleiben dir und dem Team, um den Begriff aufzulösen. Wenn du es ein wenig anzüglicher möchtest, gibt es Activity auch in einer Erwachsenen-Ausgabe mit jeder Menge anzüglicher Begriffe und erotischen Anspielungen.


Tabu XXL


Wörter umschreiben, ohne andere Bezugsworte zu nennen, ist schon schwierig. Aber in der XXL-Version des Spielklassikers gibt es auch zusätzliche Hürden, wie beispielsweise die 15-Wort-Beschränkung. Du darfst ein gesuchtes Wort also nur mit maximal 15 Wörtern beschreiben. Kommst du auf eine Darstellungs-Aktion, musst du die Wörter mit der Hilfe des knuffigen Knoten-Knuts und seinen biegsamen Gliedmaßen pantomimisch umsetzen. Aber reicht das, damit deine Mitspieler die von dir gezeigten Begriffe auch erraten können?


Catan

Catan ist ein einfaches, aber schnell komplex werdendes Aufbauspiel für drei bis vier Spieler. Das Ziel ist recht einfach. Du musst wie auch deine Freunde auf einer unbewohnten Insel eine Siedlung errichten und diese zu Ruhm und Reichtum bringen. Klingt simpel, wird aber schnell schwierig, weil die Ressourcen auf der Insel nicht im Überfluss vorhanden sind. Du musst also mit deinen Mitspielern Handel betreiben, wenn du im Ausbau deiner eigenen Siedlung vorankommen willst. Das Ziel des Spiels ist es, am Ende der Partie die größte Macht auf Catan zu sein. Das gelingt dir aber nur, wenn du clever mit den Rohstoffen und Mechaniken des Spiels umgehen kannst. Wenn du zu gierig bist oder dir zu viel Zeit lässt, überholen dich deine Mitspieler und du schaust schnell in die Röhre!


Ubongo

Bei diesem Knobelspaß brauchst du schnelle Augen und einen scharfen Verstand. Zusammen mit bis zu drei Mitspielern geht es darum, Formen zu erkennen. Das klingt erstmal nicht schwierig. Allerdings müssen die Formen dann auch so schnell wie möglich nachgebildet werden. Das Spiel setzt sich aus 36 Karten mit unterschiedlichen Gebilden und insgesamt 48 Legesteinen. Wenn eine Karte ausgelegt ist, versuchst du mit den Legesteinen, die abgebildete Form genau nachzubilden. Gelingt es dir, sammelst du Edelsteine ein. Ist jemand anders schneller, geht dir die beliebte Beute durch die Lappen.

Um die Aufgabe noch etwas anspruchsvoller zu gestalten, kannst du auch nach vorgegebenen Farben gehen. Du bekommst nur dann die Belohnung, wenn sowohl die Form als auch die verwendeten Farben für dein Ubongo richtig sind. Du musst also schnell sein und ein gutes Auge haben, damit deine Mitspieler dich nicht abhängen!


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Foto: Studio Romantic / stock.adobe.com

Effektive Aufwärmübungen für jedes Training

Effektive Aufwärmübungen für jedes Training

Ob schweißtreibendes Training oder kleines Workout zwischendurch, Kaltstarts sind bei jedem Training gefährlich und führen rasch zu Verletzungen. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich intensiv und gut warm zu machen. Die ausgeübte Sportart sowie der Trainingsumfang spielen hierbei keine Rolle. Wir haben uns mit dem Thema Aufwärmung ausführlich beschäftigt und klären im Folgenden, welche Aufwärmübungen besonders effizient sind und wieso es so wichtig ist, sich vor dem Training warm zu machen.

Wieso sind Aufwärmübungen überhaupt so wichtig?

Während des Aufwärmens werden die Muskeln stärker durchblutet und die Körpertemperatur steigt leicht an. Auch das Herz-Kreislauf-System kommt richtig in Schwung. Die Belastungsfähigkeit steigt und gleichzeitig sinkt das Verletzungsrisiko. Zusätzlich werden die Bänder und Sehnen belastbarer, da sie an Elastizität zunehmen.

Ein gutes Warm-Up sorgt dafür, dass du dich mental besser auf das bevorstehende Workout vorbereiten kannst. Wer mit Stress im Alltag oder in der Familie zu kämpfen hat, der sollte dies im Vorfeld ausblenden. Im Sport kann bereits eine kleine Unkonzentriertheit unschöne Folgen mit sich bringen.

Vergleiche deinen Körper mit einem Motor. Im Kaltstart erzielt er keineswegs die gewünschten Ergebnisse. Zudem ist der Verschleiß deutlich höher. Ein Training ohne Aufwärmen ist wie ein Motor im Kaltstart: ineffizient.

Das bringt ein gutes Aufwärmen mit sich

Der ganze Körper wird auf das bevorstehende Training vorbereitet. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Sport ausgeübt wird. Ein gutes Warmmachen sollte stets die folgenden Elemente aufzeigen:

  • Anregung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Vorbereitung der Muskulatur
  • Aufwärmen der Gelenke
  • Vorbereitung des Geistes

Wissenswert: Vor allem bei schnellen Sportarten wie Fußball, Handball sowie Kampfsport ist der Geist ohne Warm-Up nicht ausreichend vorbereitet. Mit einem Kaltstart erhöht sich deshalb das Verletzungsrisiko enorm.

durch Aufwärmtraining Verletzungsrisiko minimieren

So gestaltet sich ein gutes Aufwärmtraining

Das ideale Aufwärmprogramm sollte aus drei Stufen bestehen. Dabei ist es egal, welchen Sport du ausübst und mit welcher Intensität du trainieren möchtest. Du solltest ein allgemeines Aufwärmen, ein spezielles Aufwärmen sowie ein koordinatives Aufwärmen praktizieren. Was das beinhaltet und wieso diese drei Stufen so wichtig sind, zeigen wir dir in den folgenden Abschnitten.

Das allgemeine Aufwärmen

In diesem Abschnitt wird das Herz-Kreislauf-System auf die bevorstehende Belastung vorbereitet und die Pulsfrequenz langsam erhöht. Hier ist Gehen oder auch ein lockeres Joggen ideal, um den Körper in den gewünschten Aktivitätszustand zu bringen. Du hast nicht genug Platz für eine Laufeinheit? In diesem Fall kannst du auch mit lockeren Dehnübungen starten.

Das spezielle Aufwärmen

Im zweiten Teil des Aufwärmens sollte der Fokus auf die Muskulatur gelegt werden. Wärme sie auf, kräftige sie und dehne sie gut. Hierbei liegt der Fokus vor allem auch auf den Muskelpartien, die in deiner Trainingseinheit besonders belastet werden. Für Läufer aus der Leichtathletik sind zum Beispiel ABC-Läufe oder auch Steigerungsläufe ideal.

Das koordinative Aufwärmen

Nun steht die bevorstehende Sportart im Mittelpunkt des Aufwärmens. Hier soll das Zusammenspiel von Muskeln und Nerven optimiert werden. Für den Sport typische Aufwärmübungen kommen zum Einsatz und bereiten den Körper ideal auf die bevorstehende Belastung vor.

Die optimale Länge des Aufwärmens

An sich kann keine feste Dauer des Aufwärmens festgelegt werden. Sie richtet sich nach der folgenden Intensität des Trainings sowie nach der ausgeübten Sportart. Ein Fußballer muss sich beispielsweise am Match-Tag deutlich besser warmmachen als ein Hobbysportler vor einem 20-minütigen Lauf. Wichtig ist, dass du dich aber auch nicht zu intensiv aufwärmst. In der Regel sollte das Aufwärmen nicht mehr als 20 Prozent deines gesamten Trainings in Beschlag nehmen.

Die meisten Warm-Ups gehen circa fünf bis zehn Minuten. So lange dauert es in etwa, bis du ins Schwitzen gerätst. Bringe deinen Körper langsam auf Touren und vergiss das statische Stretching der einzelnen Körperpartien nicht. So legst du im Anschluss eine gute Performance hin.

Sind Aufwärmübungen Zeitverschwendung?

Viele Sportler sehen das Aufwärmen als Zeitverschwendung an und wollen die Zeit im Fitnessstudio oder auf dem Sportplatz so effizient wie möglich nutzen. Doch wer das Aufwärmen ausfallen lässt, büßt eher an Leistung ein und zieht sich im schlimmsten Fall eine Verletzung zu. Das Training fällt anschließend aus, da der Muskelfaserriss oder ähnliches mindestens sechs Wochen heilen muss. Wer sich umfangreich aufwärmt, profitiert von einem dynamischen Training und verletzt sich viel seltener. Ein sehr wünschenswerter Zustand für jeden Sportler, egal ob Hobby- oder Profisport.

Tipp: Wer das Aufwärmen richtig einsetzt, der kann sein Training bereits ideal ergänzen, beispielsweise mit einem Lauf-ABC oder mit Stabilisierungsübungen für die Muskulatur.

Aufwärmübungen Dehnen

Effiziente Aufwärmübungen für jede Sportart

Es gibt eine endlose Bandbreite an Übungen, die für das Aufwärmen geeignet sind. In diesem Teil bieten wir dir effiziente Aufwärmübungen, die du vor jedem Training durchführen kannst. Hierbei ist es egal, welchen Sport du ausübst und wie stark du an dem Tag trainieren möchtest.

Laufeinheiten

Zunächst sollte das Herz-Kreislauf-System in Schwung gebracht werden. Mit Laufeinheiten erfolgt dies am besten. Damit das Laufen nicht zu öde wird, können Laufparcours aufgestellt werden. Auch das Heben der Knie und das Anfersen an den Po sind gute Übungen, um warm zu werden. Ein Lauf von ca. 15 Minuten wird empfohlen. Um die Fußgelenke zu stärken, kannst du auch ein paar Bahnen rückwärts laufen.

Tipp: Wer nicht gern läuft oder zu wenig Platz hat, der kann es mit Hampelmann, Seilspringen oder auch Treppensteigen versuchen. Auch hier wird die Pulsfrequenz allmählich gesteigert.

Wer sich gerade im Fitnessstudio befindet, der greift zum Crosstrainer, Rudergerät, Air Bike oder auch zum Laufband. Hier werden ebenfalls 15 Minuten empfohlen, um warm zu werden.

Ausfallschritt nach vorne

Sobald das Herz-Kreislauf-System bereit ist, kann es ans Dehnen gehen. Mit passenden Aufwärmübungen wird die Elastizität von Bändern, Sehnen und Faszien erhöht und das Verletzungsrisiko gemindert. Perfekt dafür geeignet ist beispielsweise der Ausfallschritt nach vorne. Und so funktioniert es:

Stehe zunächst schulterbreit und stütze die Hände knapp oberhalb der Hüfte ab. Wichtig ist, dass die Rumpfmuskulatur bei der gesamten Durchführung angespannt ist. Kopf und Rücken müssen die ganze Zeit über gerade gehalten werden. Nun beugst du das linke Knie Richtung Boden, während du mit dem rechten Bein einen großen Schritt nach vorne machst. Lediglich die Spitze des linken Fußes berührt jetzt noch den Boden. Verharre kurz in dieser Position, bis du langsam wieder in die Ausgangsposition übergehst. Im Anschluss wiederholst du den Vorgang mit dem anderen Bein. Insgesamt sind 8 bis 12 Durchgänge ideal.

Der Ausfallschritt erwärmt vor allem den Po sowie die Beine. Auch das Gleichgewicht wird verbessert und gleichzeitig kräftigst du deine Muskulatur.

Den Oberschenkel sowie den Hüftbeuger dehnen

Auch bei dieser Übung geht es mit einem hüftbreiten Stand los. Deine Fußspitzen zeigen nach vorne. Ziehe nun dein rechtes Bein so weit wie möglich zu deinem Oberkörper hoch, umfasse dein Knie mit den Händen und ziehe es noch weiter an dich heran. Spürst du die Dehnung in deinem Oberschenkel? Halte die Position für einige Sekunden, bis du sie wieder löst. Beuge nun dein rechtes Knie nach hinten durch, bis der Unterschenkel am Oberschenkel angewinkelt anliegt. Umfasse nun den Spann deines Fußes und übe erneut Druck in Richtung deines Körpers aus, um die Dehnung zu unterstützen.

Achtung: Während des gesamten Durchgangs ist es wichtig, dass deine Haltung gerade ist. Hüfte, Knie und Fußgelenke müssen sich beim Heben und Beugen auf einer geraden Linie befinden, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Diese Übung kann pro Bein 3 bis 5 Mal wiederholt werden. Es wird der Gleichgewichtssinn geschult, sowie Po und Beine auf die bevorstehende Aktivität vorbereitet.

Mountain Climber

Für diese Übung benötigst du idealerweise eine Gymnastikmatte. Gehe nun in die Liegestützposition. Winkle ein Bein zum Körper an und setze den Fuß auf Hüfthöhe auf. Wechsel nun das Bein und führe dabei dynamische Hüftsprünge durch. Diese Übung hat es richtig in sich und ist sehr effizient.

Zehn Wiederholungen sind ideal. Mache anschließend eine Pause und führe erneut zehn Wiederholungen durch. Diese Übung ist perfekt, um das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu bringen sowie um die Bein- und Oberkörpermuskulatur zu erwärmen.

Kopfdrehen und -nicken

Um die Halswirbelsäule zu mobilisieren, empfehlen sich diese beiden Aufwärmübungen. Zunächst begibst du dich in einen aufrechten Stand, den du die gesamte Übung über beibehalten solltest. Bewege deinen Kopf abwechselnd nach links und nach rechts. Im Anschluss folgt das Kopfnicken. Führe hierzu das Kinn Richtung Brustbein und lege den Kopf anschließend in den Nacken. Für beide Übungen empfehlen sich 12 bis 20 Wiederholungen.

Achtung: Mache langsame Bewegungen, um die Muskulatur zu erwärmen und Verletzungen zu vermeiden.

Schulterkreisen

Wenn die Halswirbelsäule warm ist, geht es an die Schultern. Begib dich wieder in einen aufrechten Stand und beginne mit den Schultern nach hinten zu kreisen. Die Arme lässt du locker baumeln. Diese Übung ist ideal, um die Rücken- sowie Schultermuskulatur zu erwärmen. Auch hier empfehlen sich 12 bis 20 Wiederholungen. Im Anschluss kannst du mit den Schultern nach vorne kreisen.

Armkreisen

Das Armkreisen ist ähnlich wie das Schulterkreisen. Nimm einen aufrechten Stand ein, fixiere deine Schultern und beginne mit den Armen zu kreisen. Die Übung ist ideal für Handballer und Volleyballer. Rücken-, Schulter-, Brust- und Armmuskulatur werden erwärmt und auf die bevorstehende Belastung vorbereitet.

Die Wirbelsäule ein- sowie ausrollen

Diese Übung wird häufig vernachlässigt, bringt aber attraktive Vorzüge mit sich. Stelle dich aufrecht hin und rolle die Wirbelsäule nun Schritt für Schritt ein. Arbeite dich Wirbel für Wirbel vor. Fang mit den Halswirbeln an und arbeite dich über die Brustwirbel bis hin zu den Lendenwirbeln. Lass die Beine die gesamte Zeit gestreckt. Sobald du unten angekommen bist, machst du das Ganze rückwärts, bis du wieder in der Ausgangsposition ankommst. Strecke im Anschluss deine Arme über den Kopf und mache dich ganz lang.

Diese Übung ist ideal, um die Wirbelsäule zu mobilisieren und die Bandscheiben auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten. 12 bis 20 Wiederholungen sind bestens für jedes Workout geeignet.

Wirbelsäulenrotation

Nimm wieder einen geraden Stand ein und lege deine Hände in die Hüfte. Nun beginnst du mit dem Becken zu kreisen. Lass den Oberkörper dabei so ruhig wie möglich. Die Bewegungen sollten ausschließlich im Lenden- sowie Beckenbereich stattfinden.

Diese Übung stabilisiert die Lendenwirbelsäule, aktiviert die Beckengelenke und erwärmt die untere Rücken- sowie Hüftmuskulatur. Auch hier sind 12 bis 20 Wiederholungen empfehlenswert.

Beinkreisen

Zu guter Letzt kommen die Beine an die Reihe. Stelle dich aufrecht hin und hebe ein Bein an. Das Becken muss immer nach vorne zeigen und das Standbein sollte leicht gebeugt sein. Kreise nun das angehobene Bein in unterschiedliche Richtungen und führe Pendelbewegungen durch.

Die Übung ist ideal, um die Hüft- und Beinmuskulatur zu mobilisieren. Zudem trainierst du gezielt deine Koordinations- sowie Gleichgewichtsfähigkeit.

Fazit: Aufwärmübungen sind unverzichtbar

Wer Höchstleistungen beim Sport bringen möchte und das Verletzungsrisiko senken will, der kommt um ein gutes Aufwärmtraining nicht drum herum. Wer jedoch mit einem warmen Motor startet, wird deutlich mehr Erfolge erzielen und viel mehr Spaß beim Training haben. Mit einfachen Übungen wird dein Körper erfolgreich warm und du stabilisiert und aktivierst Muskeln, Gelenke, Bänder und Sehnen.

Ob Fußball, Handball, Leichtathletik oder eine andere Sportart, richtiges Aufwärmen ist das A und O und ebnet den weiteren Weg. Unsere auflisteten Aufwärmübungen sind für jeden Sportler geeignet und ohne Grundkenntnisse durchführbar. Da steht deinem Erfolg nichts mehr im Weg!

 

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Der Geschmackssinn: Wie Essen zum Sinnesrausch wird

Der Geschmackssinn: Wie Essen zum Sinnesrausch wird

Der Geschmackssinn ist einer unserer vielleicht genialsten Sinne. Etwas schmecken zu können ist eine wunderbare Kunst und ein großes Geschenk zugleich. Erinnere dich nur an deine letzte Erkältung. Die Nase war verstopft und die Zunge belegt, egal ob du einen süßen Tee oder eine bittere Medizin geschluckt hast, du hast beides geschmacklich nicht voneinander unterscheiden können.

Dies ist nicht nur ärgerlich, sondern auch sehr irritierend. Wenn du nichts schmecken kannst, wird dir zudem ein großer Teil der Lust am Essen genommen.

Wie entsteht der Geschmackssinn?

Im Mund befinden sich alleine am Zungenrücken und am Gaumen mehr als 10.000 Geschmacksknospen. Diese sind in Papillen gegliedert, die sowohl für das Erkennen der Textur, aber auch für das Schmecken selbst verantwortlich sind.

Die Geschmacksrezeptoren auf der Zunge können die Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter, salzig und herzhaft, auch unter dem Begriff umami bekannt, erkennen. Zusammen mit den Geschmacksfühlern, welche die Konsistenz erkennen und mit dem Geruchssinn, ergibt sich bereits ein komplexes Bild. Hinzu kommt weiter die Optik. Auch diese spielt eine große Rolle, ob wir ein Gericht als himmlische Verführung, als ganz okay, oder als nicht schmackhaft einordnen.

Dieses Zusammenspiel wird an das Gehirn weitergeleitet. Manche Geschmacksrichtungen und Aromen verankern sich so fest im Gehirn, dass wir auch in Zukunft starke Assoziationen mit diesem Geschmack verbinden. So kann zum Beispiel der Geschmack von Apfelkuchen sofort ein Gefühl von Geborgenheit auslösen. Der bittere Rosenkohl oder der weiche und salzige Kohleintopf erzeugt jedoch negative Erinnerungen und sofort musst du an die Schulkantine mit ihrem muffigen Geruch denken.

Unser Geschmackssinn ist somit etwas ganz Wunderbares. Ohne diesen Sinn wäre jede Mahlzeit lediglich ein Essen, durch das wir unsere benötigte Energie gewinnen. Da wir aber einen ausgeprägten Geschmackssinn besitzen, können wir genießen, und eine tolle Mahlzeit kann zu einem rauschenden Fest der Sinne werden.

Warum ist der Geschmackssinn so wichtig?

In früheren Zeiten war der Geschmackssinn sogar überlebenswichtig. Die Menschen wussten noch nicht, welche Nahrungsmittel wirklich gut für den Körper sind. Durch den Geschmackssinn konnten giftige Lebensmittel, aber auch verdorbene Speisen erkannt werden. Hier arbeitet der Geschmackssinn als eine Art Frühwarnsystem.

Die unterschiedlichen Geschmacksrichtung lassen bereits gut auf die Beschaffenheit und die Eigenschaften der Lebensmittel schließen. Früher konnten dadurch giftige Nahrung schnell erkannt werden. Nicht genießbare oder gar giftige Lebensmittel präsentieren sich häufig mit einem bitteren Geschmack. Der verführerische umami Ton in Nahrungsmitteln ließ die Menschen wichtige Proteine erkennen. Umami macht Lust auf mehr und so wurde durch diesen Geschmack sichergestellt, dass dem Körper ausreichend Eiweiß zugeführt wurde.

Die sauren Nuancen ließen Menschen früher erkennen, ob die Nahrung bereits verdorben war. Auch noch unreifes Obst und Gemüse konnte durch säuerliche und bittere Aromen erkannt werden. Die Lust auf Salziges bedeutet meist, dass der Körper dringend die enthaltenen Mineralstoffe benötigt. Auf süße Aromen sprechen fast alle Menschen gleich positiv an. Die süße Geschmacksrichtung suggeriert dem Organismus zudem, dass in diesem Lebensmittel viel und schnell verfügbare Energie enthalten ist.

Süß, sauer, salzig, scharf und umami – warum manches Essen so genial schmeckt

Warst du im letzten Urlaub von den simplen Speisen in Thailands Garküchen fasziniert, oder haben dir die köstlichen Dhals in Indien die Sinne geraubt? Warst du fasziniert von den simplen, aber grandiosen Saucen in Mexiko?

Warum schmecken in manchen Ländern so einfache Speisen so herrlich? Das liegt daran, dass die traditionelle Küche dieser Länder stets alle fünf Geschmacksrichtungen in einem Gericht vereinen.

Ein thailändischer Salat oder ein Curry muss immer süße und saure, salzige, scharfe und bittere Komponenten haben. Dies gilt auch für die indische, die mexikanische und auch die orientalische Küche.

Selber kochen leicht gemacht

Du bist nun hinter dieses Geheimnis gekommen. Jetzt ist es nur mehr ein kleiner Schritt, und du kannst auch zu Hause diese tollen Gerichte zaubern. Der reiseverrückte Meisterkoch Alex Wahi, der zudem indische Wurzeln hat, hat genau diese Küche perfektioniert.

In seinem Kochbuch „WAHI – süß, sauer, salzig, scharf“ widmet er sich genau diesem Thema. Lerne auch du, diese ausgewogenen und ausbalancierten Speisen aus aller Welt nachkochen. In diesem Kochbuch findest du genau diese Rezepte. Doch keine Angst, hier warten keine exotischen und fremden Speisen, deren Namen du nicht aussprechen kannst und deren Zutaten du nicht kennst.

Alex Wahi verbindet mit seinen Rezepten die Geheimnisse der Garküchen aus aller Welt, mit den traditionellen und zeitgemäßen Gerichten, die einfach nachzukochen sind. Freue dich auf moderne Rezepte, die garantiert für ein Fest der Sinne stehen.

Kann guter Geschmack erlernt werden?

Wie auch bei stilistischen Fragen, ist auch der Geschmackssinn ein Sinn, der von vielen Elementen geprägt wird. Laut zahlreichen Studien beginnt diese Prägung bereits im Mutterleib. Babys, deren Mütter in der Schwangerschaft viele Bananen, Karotten oder andere Produkte in großen Mengen gegessen hatten, wiesen auch später genau diese spezifischen Vorlieben auf.

Weiter geht es mit der kulinarischen Prägung in der Familie. Wird im Familienkreis täglich frisch gekocht, kommen lediglich natürliche Produkte auf den Tisch, wird sich auch später kaum eine Vorliebe für Fertigprodukte entwickeln. Wer als Kind jedoch immer nur Convenience Produkte isst, der ist auch später auf diese Geschmacksrichtung konditioniert.

So funktioniert dies beinahe mit allen Lebensmitteln. Wird in der Familie stets viel Rosenkohl gegessen, gehören Grapefruits und Leber zu den gängigen Nahrungsmitteln und speist die gesamte Familie liebend gerne Labskaus oder Spinat, so werden diese Speisen auch im späteren Leben in der Regel gerne gegessen.

Kombiniert mit Gefühlen ist diese frühe Prägung immens wichtig. Gerichte, die als Kind als unangenehm empfunden wurden, werden auch dem Erwachsenen später eher weniger gut schmecken. Verbindest du mit einem Gericht jedoch angenehme Erlebnisse, so wird diese Speise immer zu deinen Leibgerichten zählen.

Umgekehrt bedeutet dies aber auch, dass sich der Geschmackssinn auf gewisse Art und Weise trainieren lässt. Vorlieben und auch Abneigungen lassen sich sogar relativ einfach erlernen oder vergessen.

Liebst du auch alles immer immens süß und verwendest du viel zu viel Zucker? Ist dir jeder Tee zu bitter und benötigst du für deine Kuchen immer die doppelte Menge Zucker? Ist für dich die natürliche Süße aus Früchten nicht süß genug? Das kannst du ziemlich einfach in den Griff bekommen und ändern.

Dafür musst du lediglich zwei Wochen auf jeglichen Zucker verzichten. Das ist zwar eine kleine Challenge, aber nach diesen 14 Tagen bist du deinen Jieper auf Zucker ziemlich sicher los.

Nach diesen zwei Wochen nimmst du dir ein Stück Obst, das dir gewöhnlich viel zu wenig süß war. Beiße nun genussvoll in dieses Stück Obst und lasse es dir richtig auf der Zunge zergehen. Du wirst eine wahre Geschmacksexplosion erleben und die geballte Ladung Fruchtzucker wird deine Geschmacksnerven küssen.

Gerichte, die du bis jetzt nicht so gerne gehabt hast, kannst du ebenfalls in vielen Fällen lieben lernen. Hier kannst du mit der Verknüpfung von Emotionen arbeiten. Nehmen wir einfach den von vielen bis ins Alter gehassten Spinat als Beispiel. Bereite dir in Zukunft einen schönen cremigen Spinat aus frischen Spinatpflanzen zu. Verfeinere ihn mit tollen Gewürzen und einem Schuss Kokossahne. Richte den Spinat auf einem tollen Teller an und lass ihn dir in angenehmem Ambiente schmecken. Nachdem du dies einige Male zelebriert hast, wirst du plötzlich eine Vorliebe für diese Gemüsespeise entwickeln. Bei sehr vielen Gerichten, Lebensmitteln und Geschmacksrichtungen hilft diese Verbindung mit positiven Gefühlen und einer besonderen Umgebung.

Auch durch permanentes Probieren kannst du dir eine Vorliebe für ein gewisses Lebensmittel antrainieren. Magst du zum Beispiel Brokkoli so gar nicht gerne, möchtest ihn aber öfters essen, da er so gesund ist? Dann greife immer wieder, konsequent und kontinuierlich zu diesem grünen Gemüse. Bereite dir dazu den Brokkoli immer wieder in den unterschiedlichsten Varianten zu. So kannst du lernen, den gesunden Brokkoli zu lieben. Denke dabei auch immer an eine optisch schöne Präsentation und lass dir den Brokkoli auch immer wieder in gemütlicher Runde mit lieben Freunden schmecken.

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Warum wir jetzt zur Luxus-Aktie anstatt zur Luxus-Handtasche greifen

Warum wir jetzt zur Luxus-Aktie anstatt zur Luxus-Handtasche greifen

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte triff finanzielle Entscheidungen immer auf Basis eigener Recherche oder professioneller Beratung.

Weihnachten steht vor der Tür – doch was soll man dieses Jahr schenken – oder sich schenken lassen? Vielleicht beschenkst du dich auch einfach selbst. Mit einem Luxus-Artikel. An was denkst du, wenn du dieses Wort hörst? Champagner? Designer – Mode? Eine edle Handtasche? Wie wäre es stattdessen mit einer Aktie? Klingt langweilig? Wie wäre es mit einer Luxus-Aktie? Champagner ist schnell getrunken, das Designer-Stück in der nächsten Saison schon wieder out. Von der Investition in eine Luxus-Aktie kannst du jedoch auf vielfältige Weise profitieren.

Moët Hennessy Louis Vuitton

Schauen wir uns zum Beispiel mal die Aktie von Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH) an: hättest du diese Anfang 2019 gekauft, hättest du dafür ungefähr 250 € für eine Aktie gezahlt. Ende 2021 würdest du über 700 € dafür bekommen. Überleg mal: was ist mit den Designer-Teilen oder Luxusartikeln passiert, die du dir 2019 geleistet hast? Liegen sie irgendwo ganz hinten im Schrank oder sind längst schon verbraucht oder verschenkt? Von einer Luxus-Aktie hast du langfristig etwas.

Noch nie investiert?

Wenn du dich bislang noch nicht mit der Börse beschäftigt hast, dann wird es jetzt höchste Zeit. Das Geld, das du in Konsumgüter steckst, ist normalerweise einfach weg. Auf dem Sparkonto wird es durch die Inflation immer weniger wert. Zinsen gibt es auch keine. Die Börse ist aktuell der einzige Ort, an dem du dein Geld ohne viel Aufwand vermehren und vor der Inflation schützen kannst.

Natürlich solltest du dich nicht blindlings in die Börse stürzen. Aber Informationen sind heute schnell und einfach verfügbar. So gibt es zahlreiche seriöse YouTube-Kanäle und Podcasts für Anfänger:innen, die die Börse schnell und einfach erklären. Du investierst jetzt etwas Zeit in deine finanzielle Bildung und kannst ein Leben lang davon profitieren. Stell dir nur mal vor, wie du auf der nächsten Party für Erstaunen sorgst, wenn du plötzlich weißt, was ein ETF ist oder warum man breit diversifizieren sollte. Neben dem finanziellen Schub gibt dir das auch einen schönen Boost für dein Selbstbewusstsein.

Warum Luxus-Aktien?

Angesichts der Flut an negativen Nachrichten – gerade in Zeiten der Pandemie – stellt man sich zurecht die Frage: warum ausgerechnet in Aktien von Luxusartikeln investieren? Geht es den Menschen nicht immer schlechter? Die Antwort lautet: Nein. Dass wir denken, es würde den Menschen immer schlechter gehen, ist ein psychologisches Phänomen. Nachrichten verkaufen sich nur, wenn sie Aufmerksamkeit erregen. Daher werden mehr negative Nachrichten veröffentlicht, da diese besonders unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Und das betrifft auch die Börsennachrichten. Ein kurzer, aber heftiger Börsensturz schafft es immer wieder mal auch in die Acht-Uhr-Nachrichten. Die darauffolgende rasche Erholung oder stetige Steigerung wird hingegen nicht erwähnt. So entsteht oft die subjektive Wahrnehmung, alles würde immer schlechter laufen und an der Börse verliert man nur Geld.

Schaut man aber auf die langfristigen Zahlen, wird tatsächlich (fast) alles immer besser. Zumindest was die Finanzen angeht. Die Weltbevölkerung wird immer reicher. Nicht nur in den westlichen, reichen Ländern. Die Armut weltweit wird stetig reduziert. Es gibt zahlreiche sogenannte „Schwellenländer“, in denen sich eine neue Mittel- und Oberschicht herausbildet. So bilden sich nach und nach neue Käuferschichten, die auch auf Luxusartikel nicht verzichten oder den neuen Reichtum zeigen wollen. Der Markt für Luxusartikel ist daher in den letzten Jahren stetig gewachsen. Je nach Land ist Luxus dabei ein weiter Begriff. Für tendenziell ärmere Bevölkerungsschichten sind Marken wie Adidas, Nike oder L’Oréal bereits ein Zeichen des Wohlstands.

Insbesondere in der ausklingenden Pandemie haben die Menschen, die so lange auf vieles verzichten mussten, das Bedürfnis sich etwas zu gönnen. Auch das Geld ist – entgegen der schlechten Nachrichten – da: Im Corona-Jahr 2020 erhöhte sich einer Studie zufolge das globale Gesamtvermögen der Privathaushalte um ganze 7,4 Prozent auf 418,3 Billionen US-Dollar.

Was sind die Risiken?

Wenn man in einzelne Unternehmen investiert, kann es immer passieren, dass dieses pleite geht. Die Werte an der Börse können auch immer mal wieder stark schwanken – wie man zuletzt auch in der Corona-Pandemie gesehen hat. Wenn man sich aber vor der Investition das entsprechende Wissen angeeignet hat, kann man auch in solchen Phasen ruhig bleiben und abwarten. Der breite Markt erholt sich in der Regel wieder. Man sollte nur nicht alles auf eine Karte setzen, sondern Aktien von mehreren Unternehmen in verschiedenen Branchen und Ländern besitzen. Es lohnt sich dabei aber wegen der guten Prognosen, einen Teil Luxus-Aktien mit im Portfolio zu haben. Und besser investiert als in eine Handtasche ist es allemal. Denn dort ist das Geld einfach weg. Der Verkauf einer gebrauchten Handtasche zu einem höheren Preis ist nämlich höchst unwahrscheinlich.

Luxus-Aktien, die du dir genauer anschauen solltest

Gerade im Luxussegment gibt es viele stabile, weltweit bekannte Unternehmen, die eine gute Aussicht darauf haben, von dem wachsenden Reichtum zu profitieren.

LVMH haben wir oben schon genannt. Dieses ist in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen und hat zuletzt die Gewinnerwartungen weit übertroffen. Es ist der weltweite Branchenführer für Luxusgüter, nicht zuletzt, da Produkte von Champagner über Schmuck (Tiffany) bis Handtaschen abgedeckt sind. Gleiches gilt für Kering, zu dem Marken wie Gucci, Saint Laurent und Bottega Veneta gehören.

Auch die Aktie von Christian Dior folgt diesem Trend, ist dabei bereits eng mit LVHM verbandelt. Hermès hat sich erfolgreich gegen eine Übernahme durch LVHM gewehrt, ist aber weiterhin – oder deswegen? – ein begehrter Titel unter Börsenexpert:innen.

Den Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont sollte man ebenfalls beobachten. Der Umsatz des Herstellers von Cartier-Schmuck und Uhren ist im Vergleich zum Vorjahr um 62 % gestiegen.

Gute Perspektiven bieten auch die Kosmetikhersteller L’Oréal und Estée Lauder.

Beim Kauf der Aktien profitierst du nicht nur vom Wachstum des Unternehmens durch die Kurssteigerungen – also, dass du Aktien später wesentlich teurer verkaufen kannst, als du sie eingekauft hast. In vielen Fällen schütten sie während der Haltezeit auch einen Teil ihrer Gewinne in Form von Dividenden aus.

Einfach starten mit ETFs – schon ab 10 Euro

Wenn du noch am Anfang stehst und dir noch nicht zutraust in einzelne Aktien zu investieren, kannst du dir einen ETF (Exchange Traded Funds) ins Depot holen. Dabei handelt es sich um einen Aktienfonds, der mehrere Titel beinhaltet und im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds – die viele klassische Filialbanken anbieten – relativ günstig ist. Durch die breite Streuung auf mehrere Titel sinkt das Risiko eines Verlustes. Zudem ist es möglich, kleine Anteile des Fonds zu kaufen und so schon mit geringen Summen von 10, 25 oder 50 Euro zu investieren, um ein Gespür für die Börse zu bekommen.

ETF-Sparplan starten – der nächste sinnvolle Schritt

Wenn du das Thema nicht nur verstehen, sondern wirklich umsetzen willst, brauchst du ein Depot.

Ein ETF-Sparplan lässt sich heute in wenigen Minuten einrichten und automatisiert besparen.

✔ Einstieg bereits mit kleinen Beträgen möglich
✔ monatlich automatisch investieren
✔ jederzeit anpassbar oder pausierbar

Ein Anbieter, der sich besonders für Einsteigerinnen eignet, ist Scalable Capital. Die Oberfläche ist übersichtlich, die Kosten sind gering und Sparpläne lassen sich unkompliziert einrichten.

Depot eröffnen & ETF-Sparplan starten

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Willst du dabei in Luxusgüter investieren, kommt zum Beispiel der Amundi S & P Global Luxury UCITS ETF (WKN: A2H 564) in Betracht. Dieser hat geringe jährliche Kosten von 0,25 Prozent und in den letzten 3 Jahren seinen Wert um 69 Prozent erhöht. Dabei ist er breit diversifiziert: Der Fonds investiert in die 80 größten börsennotierten Unternehmen aus den verschiedenen Luxussegmenten. Unter ihnen sind auch die genannten LVHM, Richemont, Hermès und Estée Lauder. Aber auch Luxusautohersteller wie Tesla oder Daimler.

Stell dir mal vor, wie du auf der nächsten Party erzählst, Anteilseignerin von Louis Vuitton zu sein…

Was liegt also in diesem Jahr unter deinem Weihnachtsbaum? Bei uns sicher nicht eine Handtasche, die im nächsten Jahr schon wieder hinten im Schrank verschwunden ist, sondern eine Investition in unsere finanzielle Freiheit.

 

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7 Dinge, die du am besten gebraucht kaufen solltest

7 Dinge, die du am besten gebraucht kaufen solltest

Durch verschiedene Apps, Websites und Online-Portale ist es heutzutage einfacher denn je, Dinge gebraucht zu kaufen. Das ist nicht nur günstiger, es schont auch die Umwelt. Denn sind die Gegenstände bereits produziert worden, ist es nicht notwendig, erneut Ressourcen aufzuwenden. Dabei gibt es mache Sachen, die man besser secondhand kaufen kann als andere – und diverse, die man am besten nur noch gebraucht kauft. Wir verraten dir im Folgenden, welche das sind.

1. Kleidung

Die Modeindustrie ist eine der größten Umweltsünder überhaupt. Außerdem sorgt das Nacheifern diverser Trends dazu, dass Kleidung ständig neu gekauft werden muss. Immerhin sind die Modelle der letzten Saison ja nach wenigen Monaten schon aus der Mode gekommen. Die alten Kleidungsstücke, die teilweise nur selten getragen wurden, verstauben dann im Kleiderschrank oder kommen gleich in die Tonne. Nachhaltiger und auch günstiger ist es hingegen, seine Mode secondhand zu kaufen. Das geht über Online-Portale wie momox fashion  mittlerweile so einfach wie das Stöbern im Online-Shop konventioneller Kleidungsgeschäfte. Über praktische Suchmasken und Filter kannst du hier innerhalb kürzester Zeit das Kleidungsstück finden, das du suchst. Vor allem bei Textilien, die gar nicht oder selten getragen wurden, ist das eine gute Lösung. Und dieses Prinzip funktioniert auch in die andere Richtung: Gewöhne dir an, gut erhaltene Kleidungsstücke wieder zu verkaufen. So ermöglichst du auch anderen Menschen den umweltfreundlichen Konsum.

2. Schmuck

Schmuck gehört zu den Gegenständen, die den größten Werteverfall überhaupt haben. Das bedeutet, dass du für deinen wertvollen Schmuck vermutlich nur noch wenig Geld bekommen würdest, wenn du ihn verkaufst. Umgekehrt lässt sich hochwertiger Schmuck jedoch gebracht deutlich günstiger kaufen als neu. Bei Stücken mit Edelsteinen kann man so mehrere hundert Euro sparen. Und das Gute daran: Vintage-Schmuck hat oft einen ganz besonderen Charme. Selbst nach 20, 30 oder 50 Jahren sehen die meisten Schmuckstücke noch toll aus und werden gern getragen.

3. Bücher

Im Zeitalter von E-Books und Digitalisierung haben tatsächlich viele Menschen gar keine Bücher aus Papier mehr im Haus. Das ist schade, denn das Gefühl beim Lesen ist definitiv ein anderes. Wer liebt es nicht, bequem eingekuschelt in eine warme Decke auf dem Sofa in einem guten Buch zu schmökern? Neue Bücher sind jedoch häufig gar nicht billig – gebrauchte Bücher hingegen schon und sind einfach auch online zu finden, zum Beispiel auf medimops. Vor allem Klassiker der Weltliteratur werden teilweise für nur einen oder zwei Euro angeboten. Hier lohnt es sich auch, von Zeit zu Zeit über einen Flohmarkt zu schlendern und zu stöbern. Auch Fachbücher für die Schule oder das Studium lassen sich gebraucht meist deutlich günstiger erstehen.

4. Autos

Beim Kauf eines neuen Autos greifen die meisten Verbraucher besonders tief in die Tasche. Dabei haben Autos einen enorm hohen Werteverfall. Selbst ein Wagen, der nur einen Tag in Gebrauch war, kann bereits zehn bis zwanzig Prozent günstiger sein als ein Neuwagen. Das gilt auch, wenn er keine Gebrauchs- oder Abnutzungsspuren aufweist. Wer hier die Geduld hat, ein wenig zu suchen und sich zu informieren, findet echte Rohdiamanten.

5. Möbel

Möbelstücke sind Gebrauchsgegenstände und bekommen Kratzer, keine Frage. Das passiert teilweise schon beim Aufbauen und ist kaum vermeidbar. Warum also für einen deutlich teureren Preis ein Möbelstück kaufen, das innerhalb eines Jahres ohnehin aussieht wie das, das du gebraucht kaufen würdest? Vor allem robuste und hochwertige Möbel sind nach vielen Jahren noch problemlos nutzbar und können den einen oder anderen Umzug überstehen. Noch dazu kannst du dich hier kreativ austoben und den Sachen einen neuen Anstrich oder Lack verleihen, sodass deine Wohnung voller DIY-Unikate ist!

6. Elektronik

In manchen Handyverträgen ist es heutzutage enthalten, dass man jedes Jahr oder alle zwei Jahre ein neues Gerät bekommt. Die alten Geräte werden direkt verschrottet oder aussortiert. Das ist eine große Verschwendung – vor allem wenn man bedenkt, wie viele Rohstoffe für die Produktion eines Handys benötigt werden. Teilweise sind sehr seltene Erden enthalten, die nur an wenigen Orten in der Welt vorkommen. Daher macht es Sinn, wenn du nicht unbedingt immer die neueste und modernste Technik benötigst, auch technische Geräte gebraucht zu kaufen. Egal ob Fernseher, Smartphones, E-Books oder andere Geräte – professionell wiederaufbereitete Technik * besitzt oft sogar ein oder zwei Jahre Garantie.

7. Kindersachen

Kinder wachsen unglaublich schnell und durchlaufen innerhalb eines Jahres die verschiedensten Entwicklungsschritte. Daher können sich auch die Interessen sehr schnell ändern. Aus Kleidung sind die Kinder ohnehin schnell wieder herausgewachsen. Egal ob es um Spielzeug geht, um Anziehsachen oder um Kinderwagen – alles, was du brauchst, wird sicherlich irgendwo von anderen Eltern günstig abgegeben. Du musst dich nur ein wenig umsehen.

 

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Skincare mit Ultraschall: Der Ovall Gesichtsreiniger im Test

Skincare mit Ultraschall: Der Ovall Gesichtsreiniger im Test

Früher mussten wir für eine professionelle Gesichtsreinigung zur Kosmetikerin, heute übernehmen diese Aufgabe kompakte Ultraschall-Reinigungsgeräte, die sich zu Hause kinderleicht anwenden lassen. Eines dieser Geräte ist der neue Ovall Ultraschall Gesichtsreiniger. Laut Hersteller soll er sich für die sanfte, aber gründliche Gesichtsreinigung ebenso gut eignen wie für die Gesichtsmassage. Wir haben den kleinen Beautyhelfer getestet und sagen dir, ob er hält, was er verspricht.

Optik und äußere Merkmale

Der flache, eiförmige Ovall Ultraschall Gesichtsreiniger präsentiert sich in einem schicken Rosé-Ton und liegt gut in der Hand. Im oberen Bereich verfügt er über weiche Silikon-Noppen: feine Noppen auf der Vorderseite, größere Noppen auf der Rückseite. Auf der Vorderseite befindet sich unter den Noppen der Ein- und Ausschalter, seitlich davon liegt jeweils eine Plus- und eine Minus-Taste. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, das Gehäuse macht einen stabilen Eindruck. Zum Lieferumfang gehört eine Ladestation mit Ladekabel, außerdem bekommst du eine ausführliche Gebrauchsanleitung.

So funktioniert der Ovall Ultraschall Gesichtsreiniger

Ultraschallreiniger für den heimischen Gebrauch gibt es schon länger. Sie sorgen bei Brillen, Schmuck, Zahnspangen und -prothesen, aber auch bei Münzen und wasserdichten Uhren für strahlende Sauberkeit. Der Ovall Gesichtsreiniger basiert auf einem ähnlichen Prinzip. Das Gerät kann pro Minute mehr als 8000 Schallvibrationen abgeben, die tief in deine Poren eindringen und Verschmutzungen, abgestorbenen Hautschüppchen sowie Unreinheiten keine Chance lassen.

Anders als bei klassischen Kosmetikpads oder einer herkömmlichen Reinigungsbürste werden Bakterien und Keime dank der kurzen antimikrobiellen Silikonnoppen sofort weggespült und können sich nicht vermehren. Und wo keine Bakterien sind, bilden sich auch keine Pickel. Der Ovall Gesichtsreiniger eignet sich für jeden Hauttyp, auch für besonders empfindliche, fettige und trockene Haut.

Ovall Gesichtsreiniger

Der Ovall Ultraschall Gesichtsreiniger im Praxistest

Wir waren natürlich neugierig, wie sich eine Gesichtsreinigung mit dem kleinen Beautyhelfer anfühlt, und haben ihn ausgiebig getestet. Der Ovall kommt bereits vollständig geladen, sodass wir ihn zum Start nicht mehr aufladen mussten. Der Hersteller verspricht übrigens, dass eine Akkuladung bis zu 60 Tage hält. Für unseren Test hatten wir uns vorab ein gutes Reinigungsprodukt besorgt. Wir entschieden uns für ein Gel, da dessen Konsistenz ein besonders sanftes Gleiten ermöglicht. Du kannst je nach Hauttyp aber auch Reinungsschaum oder -öl verwenden.

Nachdem wir das Gel aufgetragen hatten (Augenpartie unbedingt aussparen!), kam der Ovall Gesichtsreiniger zum Einsatz. Besonders praktisch finden wir übrigens, dass sich das Gerät dank des eingebauten Timers nach drei Minuten selbstständig ausschaltet. So hast du immer die richtige Anwendungsdauer.

Zur Auswahl stehen fünf verschiedene Intensivitätsstufen, die sich über die Plus- und Minustaste steuern lassen. Wir begannen mit der niedrigsten Stufe und führten das Gerät mit der Vorderseite und mit kreisenden Bewegungen über das Gesicht. Das Ganze fühlte sich total angenehm und sanft an: Kaum vorstellbar, dass dieses niedliche kleine Ding eine gründliche Tiefenreinigung bewältigen kann!

Allerdings wurden wir eines Besseren belehrt, denn nachdem wir den Ovall über einen Zeitraum von zwei Wochen konsequent zweimal täglich (morgens und abends) angewandt hatten, freuten wir uns tatsächlich über ein klareres und ebenmäßigeres Hautbild. Die Intensität variierten wir währenddessen jedoch, wir probierten jede Stufe aus und blieben schließlich überwiegend bei der mittleren Intensität.

Unser Tipp: Hast du sehr empfindliche Haut, nutze am besten eine niedrige Stufe. Und ganz wichtig: Nach jeder Anwendung muss das Gesicht gründlich abgespült werden!

Ovall Gesichtsreiniger Pflege

Die Ergebnisse im Detail

Aufgefallen ist uns vor allem, dass die fiesen schwarzen Mitesser zurückgingen. Auch die Poren wirkten nach einer gewissen Zeit viel kleiner, was insgesamt für einen deutlich besseren Teint sorgte. Fuhren wir nach der Anwendung mit einem Kosmetikpad über die Haut, sahen wir … nichts, die weiße Oberfläche des Pads blieb schneeweiß. Das bedeutet, dass der Ovall tatsächlich kraftvoll genug arbeitet, um sämtlichen Schmutz aus den Poren zu ziehen. Auch die „Tast-Probe“ konnte uns überzeugen: Die Haut fühle sich glatter, weicher und fast schon samtig an.

Auch der Ovall braucht Pflege

Nach der Anwendung braucht dein Gesichtsreiniger eine kleine Frischekur. Es reicht aus, wenn du ihn (ohne Zusätze von Seife, Spülmittel etc.) unter dem Wasserhahn abspülst, das Wasser sollte warm sein und der Wasserstrahl relativ stark. Stell den Ovall anschließend in das Case. Das Kabel solltest du aber erst dann anschließen, wenn der Ovall vollständig getrocknet ist, ansonsten könnten die Ladekontakte Schaden nehmen. Grundsätzlich ist der Ovall aber wasserdicht. Wir haben ihn auch sehr gerne unter der Dusche benutzt, denn dadurch konnten wir morgens Zeit sparen und der Tag startete mit einem kleinen Wellness-Programm.

Den Ovall für die Gesichtsmassage nutzen

Eine Gesichtsmassage kurbelt die Blutzirkulation an und macht deine Haut frisch und rosig. Auch diese Anwendung kostet im Kosmetikstudio ordentlich Geld, der Ovall übernimmt sie quasi zum Nulltarif. Du musst das Gerät nur umdrehen und die Rückseite mit den größeren Noppen verwenden.

Ovall Gesichtsreiniger Anwendung

Lohnt sich die Anschaffung?

Wir sagen: Ja! Du investiert in ein Produkt, das für deine Haut eine echte Wohltat ist, denn mit der Reinigungskraft kann keine manuelle Gesichtsreinigung mithalten. Außerdem bietet dir der Hersteller eine lebenslange Garantie, was wirklich sehr außgewöhnlich ist. Du wirst dir also niemals Ersatz anschaffen müssen und hast über Jahre einen zuverlässigen Helfer an deiner Seite.

Wer steckt hinter Ovall?

Ovallskincare ist ein noch recht junges Start-up. Alles begann im Frühjahr 2020, als sich Mitgründerin Toni über ihre ständig fahle und unreine Haut ärgerte. Durch Gespräche mit Freundinnen erfuhr sie, dass es anderen jungen Frauen ebenso erging. Leider war keine vernünftige Lösung in Sicht: Entweder waren die auf dem Markt erhältlichen Produkte zu teuer oder sie brachten keinen Erfolg. Also beschloss Toni gemeinsam mit Mihael Sabeder, dem heutigen Geschäftsführer, ein eigenes Produkt zu entwickeln. Schon etwa ein Jahr später ging die erste Serienproduktion an den Start. Der Ovall sorgte sofort für mächtig Furore, schon nach wenigen Tagen war die erste Serie komplett vergriffen. Mittlerweile ist Ovall eine starke Marke mit einer ständig wachsenden Community.

Erhältlich ist der Ovall Gesichtsreiniger beispielsweise auf Amazon:

 

Fotos: AJOURE´ Redaktion

STRAFFR – Das smarte Widerstandsband für zuhause und unterwegs

STRAFFR – Das smarte Resistenzband für zuhause und unterwegs

Intelligente Fitnessgeräte sind oft dadurch eingeschränkt, dass sie statisch und nicht tragbar sind. Aber was ist, wenn du dein smartes Training überallhin mitnehmen willst? Lerne STRAFFR kennen, ein intelligentes Fitnessband, welches du einfach in deinen Rucksack stecken und mitnehmen kannst, wenn du unterwegs bist. Und auch für dein Home Gym ist STRAFFR eine ideale Ergänzung für dein Workout zuhause.

Das gleichnamige deutsche Startup STRAFFR wählte ursprünglich letztes Jahr eine Crowdfunding-Route über Kickstarter und hat seit der Markteinführung im März dieses Jahres bereits einige tausend Bänder verkauft. Das Unternehmen wurde auch von Business Angels unterstützt und hat gerade eine weitere Seed-Runde mit einem internationalen Investor abgeschlossen, um sein neues Fitnessgeschäft zu erweitern.

STRAFFR optimiert dein Workout für Zuhause

Die intelligenten Widerstandsbänder von STRAFFR, die entweder in mittlerer oder starker Stärke erhältlich sind, können über Bluetooth mit der dazugehörigen App verbunden werden und beginnen mit der Aufzeichnung, sobald man beginnt, sich zu strecken und zu beugen. Dadurch erhältst du ein Feedback zu deinem Training, und zwar nicht nur zu den Wiederholungen, sondern auch zur Qualität der Durchführung.

Das gesamte Band ist eigentlich ein Sensor – aus einem dehnbaren Gummi, der elektrisch leitfähig ist. Das Team von STRAFFR hat das Material selbst entwickelt und einige Patente darauf angemeldet. Mit dem beiliegendem USB-C Kabel lässt sich der Sensor wieder aufladen. Ein einstündiger Ladevorgang reicht dabei für 36 Stunden Training.

STRAFFR Band Sensor

Jeder, der schon einmal Krafttraining mit einem (nicht intelligenten) Widerstandsband ausprobiert hat, weiß, dass es ohne professionelle Anleitung ziemlich schwierig sein kann, konzentriert und engagiert zu bleiben. Im Grunde genommen ist es schwer zu wissen, ob man die Bewegungen optimal ausführt oder einfach nur gedankenlos an einem Stück Gummi zieht. Ein sensorisches Element scheint also in der Lage zu sein, diesem speziellen Fitness-Kit einen großen Mehrwert zu verleihen.

Die STRAFFR App ist mehr als nur Daten-Deko

Das intelligente Band von STRAFFR misst die Wiederholungen, die Kraft und die Geschwindigkeit beim Ziehen, während die App während des Trainings Echtzeit-Feedback gibt – sie gibt verbale Hinweise, wenn man zu schnell zieht oder drückt, um langsam und gerade zu bleiben. Sie zeigt dir auch die Gesamtergebnisse des Trainings an, falls du ein Fan von Fitnessstatistiken bist.

Das erklärte Ziel von STRAFFR ist es, dein Workout zuhause effektiver zu machen. Dehalb erhält die App eine Auswahl an Trainingsvideos, mit denen du voraufgezeichnete Fitnessband-Sitzungen verfolgen kannst, z. B. HIIT-Workouts, Ganzkörperkrafttraining oder schnelle Workouts für das Home-Office.

Übrigens kannst du die App natürlich auch bequem auf deinen Fernseher übertragen und dir alle Workouts übersichtlich auf einem großen Bildschirm anzeigen lassen. Damit wird dein Training zuhause noch komfortabler. Und so kann dein Home-Workout mit dem STRAFFR Band dann aussehen:

Straffr App Home-Workout TV

Das Startup hat auch ein Premium-On-Demand-Angebot entwickelt – und kürzlich fünf persönliche Trainer eingebaut, um Einzeltrainingseinheiten anbieten zu können. Dies wird eine der zukünftigen Pro-Funktionen sein. Die Basis-App ist kostenlos, du musst dir also nur das STRAFFR Band für 99,99 € in der Stärke Medium oder 119,99 Euro in der Strong-Variante kaufen.

Hier ein paar Einblicke in die App:

STRAFFR Trainingsplan und eigene Erfahrungen

Es ist auch erwähnenswert, dass das Smartband von STRAFFR deutlich billiger ist als ein anderes hochwertiges Connected-Home-Gym-Set. Gerade weil Resistenzbänder so vielseitig einsetzbar sind, hast du hier ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Damit das Training in Zukunft noch abwechslungsreicher gestaltet werden kann, plant STRAFFR die Entwicklung weiterer Teile eines intelligenten Fitness-Kits. Bislang sind jedoch noch keine weiteren Infos über die geplanten Geräte bekannt.

In der Anwendung lässt sich das STRAFFR Band kinderleicht benutzen. Du musst übrigens die App nicht zwingend benutzen, um mit dem Band trainieren zu können. Du kannst damit sowohl Körpergewichtsübungen als auch simuliertes Hanteltraining durchführen.

Solltest du eine Klimmzugstange zuhause besitzen, kannst du das Band auch zur Erleichterung von Klimmzügen einsetzen.

smartes Widerstandsband

Zum Schluss haben wir dir einen kleinen Trainingsplan für dein Home-Workout mit dem STRAFFR Band zusammengestellt, den du aber auch mit jedem anderen Resistenzband durchführen kannst. In deiner App findest du noch viele weitere Trainingspläne von STRAFFR.

Bizeps Curls

Stelle dich aufrecht und Schulterbreit mit beiden Füßen in dein Resistenzband und nimm es mit dem Unterhandgriff am anderen Ende auf Hüfthöhe entgegen. Deine Ellenbogen sollten nah am Körper bleiben. Nun ziehst du das Band mit Hilfe deines Bizeps Richtung Schultern. Halte diese Endposition einen Moment und gehe dann langsam und kontrolliert in die Ausgangsstellung.

Push Ups

Spanne dein Resistenzband hinter dem Rücken und begib dich in die Liegestütz Position. Nun führst du einen gewöhnlichen Liegestütz durch. Das Resistenzband soll die Übung lediglich erschweren und nicht verändern, damit du nicht immer weiter das Volumen, sondern auch die Intensität steigern kannst.

Sitzendes Rudern

Setze dich aufrecht auf den Boden und nimm deine nach vorne ausgestreckten Beine zusammen. Das eine Ende deines Bandes legst du über deine Füße. Das andere Ende nimmst du in beide Hände. Diese führst du nun an deinem Körper nach hinten vorbei und ziehst am Band. Achte darauf, deinen Oberkörper nicht zu sehr zu bewegen, damit der Latissimus auch richtig durch die Übung angesprochen wird.

Schulterziehen

Stelle dich aufrecht und schulterbreit auf dein Resistenzband und nimm die beiden Enden in jeweils eine Hand. Nun ziehst du deine Schultern nach oben und lässt sie wieder herab, so wie beim Schulterzucken. Diese Übung wird im englischen nicht umsonst „Shrugs“ genannt.

Liegende Brustpresse

Nimm das Band wie beim Liegestütz. Lege dich bei dieser Übung aber auf den Rücken. Nun drückst du das Band von deiner Brust nach oben weg.

Good Mornings

Bei dieser Übung musst du dich wieder schulterbreit in dein Resistenzband stellen und es über deinen Kopf auf deinen Nacken legen. Mit den Händen kannst du dich am Band festhalten. Nun beugst du dich mit deinem Oberkörper nach vorne. Deine Beine bleiben dabei gestreckt und dein Blick ist geradeaus ausgerichtet. Versuche mit Ober- und Unterkörper einen 90-Grad-Winkel zu bilden. Achte auch darauf, dass der Rücken gerade bleibt und kein Hohlkreuz bildet.

Front Raise

Schultern trainieren ist auch mit einem Resistenzband genauso spaßig wie mit Hanteln. Stelle dich aufrecht und schulterbreit in dein Band und nimm deine Hände diesmal zusammen an das andere Ende. Nun ziehst du das Band nach oben vor deinen Körper. Deine Arme und der Rest deines Körpers sollten in einem 90 Grad Winkel zueinanderstehen. Halte diese Position einen Moment und senke die gestreckten Arme langsam ab.

Beinpresse

Für diese Übung darfst du dich auf deinen Rücken legen. Steige mit deinen Beinen in das Band und greif es an den Enden. Für erhöhte Intensität kannst du das Band auch doppelt nehmen. Die Ausgangsposition sind gebeugte Knie. Strecke deine Beine nach vorne aus und versuche dabei deine Arme am Körper zu behalten.

Straffr Band App

STRAFFR Band – unser Fazit

Du brauchst kein ganzes Fitnessstudio zu Hause, um deinen Körper in Schwung zu bringen. Denn Widerstandsbänder sind eine großartige, platzsparende Methode, um Muskeln im ganzen Körper zu trainieren und aufzubauen und dir die Zeit und den Stress im Fitnessstudio zu sparen. Mit dem smarten STRAFFR Band hast du zusätzlich ein tolles Trainingsprogramm per App, mit dem du auch noch gleichzeitig die korrekte Ausführung der Übungen und deine Fortschritte überprüfen kannst. Das STRAFFR Band ist somit eine sinnvolle Erweiterung für dein Home Gym und ist darüber hinaus durch seine platzsparende Größe auch ein idealer Begleiter für unterwegs.

 

Fotos: AJOURE´ Redaktion; STRAFFR

Der Dunning-Kruger-Effekt: Weshalb sich gerade Unwissende für besonders kompetent halten

Der Dunning-Kruger-Effekt: Weshalb sich gerade Unwissende für besonders kompetent halten

Die britische Comedy-Legende John Cleese sagte einmal: „Ich glaube, das Problem mit dieser Art von Leuten ist, dass sie so dumm sind, dass sie keine Ahnung haben, wie dumm sie sind.“ („I think the problem with people like this is, that they are so stupid, that they have no idea how stupid they are.“)

Das Zitat verbreitete sich als Meme überall im Internet. Was vielen jedoch nicht bewusst ist: Für das Phänomen, dass sich gerade besonders unwissende Menschen wegen ihrer mangelnden Selbsteinschätzung für besonders kompetent halten, gibt es einen wissenschaftlichen Namen: Man spricht vom Dunning-Kruger-Effekt.

Die Studie

Benannt ist der Dunning-Kruger-Effekt nach den US-amerikanischen Psychologen David Dunning und Justin Kruger. Dunning und Kruger führten mit Studenten der Cornell University (New York) eine Studie durch. Die Studenten erhielten eine Reihe von Testaufgaben aus den Bereichen logisches Denken und Sprachfertigkeiten, die sie lösen sollten. Dabei ging es Dunning und Kruger jedoch nicht darum, die Inkompetenz der Probanden gegenüber der verschiedenen Themenbereiche herauszufinden, sondern wie ihre Selbsteinschätzung ist.

Das Ergebnis: Gerade die Studenten, die besonders schlecht abschnitten, glaubten, sie hätten die Aufgaben gut gelöst, während jene, die tatsächlich gute Ergebnisse erzielt hatten, an der eigenen Leistung zweifelten. Selbst als man den schlecht abschneidenden Studenten erlaubte, die Tests und Ergebnisse der anderen einsehen zu dürfen, waren sie, aufgrund ihrer zu hohen Selbsteinschätzung weiter von ihrer Überlegenheit überzeugt.

In einem weiteren Test über Selbsteinschätzung sollten Probanden ihr eigenen Kenntnisse zu 150 wissenschaftlichen Themengebieten einschätzen, wovon 30 jedoch von Dunning und Kruger frei erfunden waren. Bei den echten Themen gaben 44 % der Probanden an, sich bei ihnen einigermaßen auszukennen. Bei den frei erfundenen waren es aber immer noch 25 % der Befragten.

Die vier Thesen

Im Endergebnis formulierten Dunning und Kruger vier Thesen, die im Wesentlichen den Dunning-Kruger-Effekt zusammenfassen:

  1. Inkompetente Menschen neigen dazu, ihr eigenes Wissen und Können bzw. Fähigkeiten zu überschätzen.
  2. Gleichzeitig unterschätzen sie die Kompetenz und Fähigkeiten anderer.
  3. Deshalb sind sie unfähig, die eigene Inkompetenz zu erkennen.
  4. Aus diesem Grund sehen sie keinen Grund, etwas an ihrer Inkompetenz zu ändern und bleiben auf ihrem Stand der Fähigkeiten stehen.

2005 fasste David Dunning noch einmal zusammen: „Wenn man inkompetent ist, kann man nicht wissen, dass man inkompetent ist […]. Die Fähigkeiten, die Sie benötigen, um eine richtige Antwort zu geben, sind genau die Fähigkeiten, die Sie benötigen, um zu erkennen, was eine richtige Antwort ist.“

Auffallend, wenn auch wenig überraschend ist, dass der Effekt oft mit Narzissmus einhergeht. Denn gerade Menschen, die sich und ihr Können konstant überschätzen, halten die Steigerung der eigenen Fähigkeiten für unnötig. Das wiederum steigert die Uneinsichtigkeit nur, denn das hieße ja zugeben zu müssen, dass man falschlag.

Stattdessen führen Menschen, die vom Dunning-Kruger-Effekt betroffen sind, ihr im Grunde unausweichliches Scheitern nicht auf eigene Inkompetenz zurück, sondern auf die Fehler anderer oder eine Missachtung ihrer eigenen Genialität. Wobei inkompetente Menschen, solange sie sich unter ihresgleichen bewegen, sich gegenseitig ja noch bestätigen.

Für die Kompetenten mit besserer Selbsteinschätzung ist das dann oftmals zum Verzweifeln. Wie heißt es so schön: Mit Idioten ohne realistische Selbsteinschätzung zu diskutieren, ist wie mit einer Taube Schach zu spielen. Denn sie wird alle Figuren umschmeißen und auf dem Brett rumstolzieren, als habe sie gewonnen.

Die nachfolgende Grafik verdeutlicht noch einmal den Dunning-Kruger-Effekt bei der Entwicklung des Selbstvertrauens über ein Thema zu sprechen in Abhängigkeit von Erfahrung und Wissen:

Dunning-Kruger-Effekt Grafik

Das Gegenstück: Das Impostor-Syndrom

Wenn es grundlose Selbstüberschätzung gibt, muss es natürlich auch die grundlose Selbstunterschätzung geben. Dieses sogenannte Impostor- oder Hochstapler-Syndrom bezeichnet also umgekehrt das Phänomen, dass jemand, der durchaus kompetent in dem ist, was er tut, nicht an die eigenen Fähigkeiten glaubt oder aber denkt, dass der Erfolg, den er aufgrund seiner Fähigkeiten hat, unverdient sei.

Immerhin wusste schon Sokrates: „Ich weiß nur, dass ich nichts weiß.“ Soll heißen: Wahre Weisheit liegt in der Erkenntnis, dass man im Grunde stets unwissend ist. Denn was heißt schon „Wissen“? Im Grunde ist das, was wir uns als Wissen aneignen, stets nur eine Annahme, dass sich aus etwas, was wir selbst oder andere untersucht haben, eine allgemeine Gesetzmäßigkeit ableiten lässt.

Dabei sind wir uns darüber im Klaren, dass auch in den Naturwissenschaften etwas nur so lange für wahr gilt, bis einer daherkommt, der das Gegenteil belegt. Wirklich unumstößliche Beweise für Gesetzmäßigkeiten existieren nur in der Mathematik. Nun geht das Impostor-Syndrom aber über das Bewusstsein, dass das angeeignete Wissen nie sicher und stets ausbaufähig ist, hinaus.

Was zunächst wie eine recht angenehme Eigenschaft, nämlich Bescheidenheit afgrund von negativer Selbsteinschätzung, klingt, kann durchaus negative Folgen haben. Das Impostor-Syndrom kann in Selbsthass und Depressionen münden, wenn jemand wirklich von Selbstzweifel zerfressen ist oder gewisse Errungenschaften als unverdient empfindet. Diese Art des Selbstzweifels findet sich gerade bei intelligenten und sensiblen Menschen. Schon Charles Bukowski hielt fest: „Das Problem dieser Welt ist, dass die intelligenten Menschen so voller Selbstzweifel und die Dummen so voller Selbstvertrauen sind.

Beispiele für den Dunning-Kruger-Effekt

Hand aufs Herz: Wer kommt dir als Erstes in den Sinn, wenn es um völlig unbegründete, maßlose Selbstüberschätzung und Narzissmus gepaart mit Dummheit geht?

Wir tippen mal: Könnte es sich vielleicht um einen Geschäftsmann und Politiker handeln? Einen ehemaligen US-Präsidenten? Republikaner? Und bis zum jetzigen Zeitpunkt bleibt noch immer die Wahl zwischen Donald Trump und George W. Bush. Aber es ist natürlich vor allem Trump, der uns heute als Paradebeispiel für den Dunning-Kruger-Effekt einfällt.

Wobei der ja fast schon exemplarisch für eine ganze Gruppe von Personen steht, die glauben, dass sie nach dem Ansehen eines YouTube-Videos von „Dr.“ Leonard Coldwell glauben, besser über die aktuelle Pandemie Bescheid informiert zu sein als etwa Christian Drosten. Und ja, es gibt einen himmelweiten Unterschied zwischen Hinterfragen und gesundem Zweifel auf der einen und völliger Realitätsverleugnung auf der anderen Seite.

Noch ein Beispiel?

Dieses namens McArthur Wheeler führten Dunning und Kruger seinerzeit an: Bei McArthur Wheeler handelt es sich um einen US-amerikanischen Bankräuber, der in Pittsburg nacheinander zwei Banken ausraubte. Unmaskiert. Trotz offenkundiger Kameraüberwachung. Als er noch am selben Tag dank der Videoaufnahmen gefasst wurde, fragten ihn die ebenfalls verwunderten Polizeibeamten, warum er nicht zumindest versucht habe, sein Gesicht unkenntlich zu machen.

Die überraschte Antwort des völlig entgeisterten Wheeler: „Wieso? Ich habe doch extra Zitronensaft aufgetragen.“ Wheeler war der festen Überzeugung, dass, wenn Zitronensaft als unsichtbare Tinte funktioniere, er auch ihn unsichtbar machen würde.

Andere gängige Beispiele für den Dunning-Kruger-Effekt aus dem Alltag wären etwa:

  • Autofahrer, die der festen Überzeugung sind, besser zu fahren als der Durchschnitt, was rein statistisch nun einmal nur auf wenige tatsächlich zutrifft.
  • Zahlreiche Fußball-Fans sind der festen Überzeugung, sie wären taktisch versierter als der eigentliche Trainer. Und sie wüssten auch besser, wie man spiele, als die Personen, die tatsächlich auf dem Platz stehen.
  • Viele Menschen, die bei Lichte betrachtet über wenig politischen Sachverstand verfügen, glauben, sie wüssten genau, wie ihr Land zu regieren sei.

Dabei zeigt sich noch eine weitere Konstante bei Personen, auf die der Dunning-Kruger-Effekt zutrifft: Die Unfähigkeit zwischen Meinung und Tatsachen zu unterscheiden. Diese Personen nehmen an, dass ihre subjektive Einschätzung die eigentliche unumstößliche Wahrheit wäre.

Den Dunning-Kruger-Effekt vermeiden

Der Dunning-Kruger-Effekt kann dazu führen, dass wir unsere Fähigkeiten über- oder unterschätzen. Dies kann die Weiterentwicklung und das Selbstvertrauen einer Person in verschiedenen Bereichen beeinträchtigen. Deshalb kann die Bewältigung des Effekts in unserem eigenen Leben uns helfen, effektiver zu arbeiten, zu lernen und mit unseren Mitmenschen zu kommunizieren.

Hier sind einige Tipps, die helfen können, an deiner Selbsteinschätzung zu arbeiten und den Dunning-Kruger-Effekt zu überwinden:

  • Nimm dir Zeit zum Nachdenken. Manche fühlen sich sicherer, wenn sie schnell Entscheidungen treffen, aber schnelle Entscheidungen können auch zu Fehleinschätzungen führen. Wenn wir zuerst darüber nachdenken, was wir beim letzten Mal falsch gemacht haben, kann uns das auch helfen, weiterzukommen.
  • Betrachte Lernen als einen Weg nach vorn. Wenn du dich scheust, Fragen zu stellen, weil du befürchtest, dass sie deine Unzulänglichkeiten aufdecken, dann denke daran, dass niemand alles weiß. Deine Frage zu stellen oder um Hilfe zu bitten, kann dich nur weiterbringen.
  • Hinterfrage deine eigenen Überzeugungen. Gibt es Dinge über sich selbst oder die Welt, die du schon immer geglaubt und nie in Frage gestellt hast? Da sich die Welt ständig verändert, kann das Überprüfen unserer Überzeugungen uns helfen, mit diesen Veränderungen Schritt zu halten.
  • Ändere deine Argumentation. Wendest du auf jede Frage oder jedes Problem, das dir begegnet, die gleiche Logik an? Das Ausprobieren neuer Ansätze kann dir helfen, aus nicht hilfreichen Mustern auszubrechen.
  • Lerne aus Feedback. Viele Menschen fühlen sich durch Feedback bedroht, aber Feedback kann uns helfen, Fortschritte zu machen oder uns zu verbessern. Wenn du dir nicht sicher sind, ob das Feedback fair ist, dann nimm dir die Zeit, über dein eigenes Handeln und deine Leistung nachzudenken, bevor du voreilig darüber entscheidest, ob die andere Person im Unrecht ist.

Kritik am Dunning-Kruger-Effekt

2000 erhielten Kruger und Dunning den satirischen Ig-Nobelpreis. Wirkliche Kritik an der offenkundig populärwissenschaftlichen Arbeit der beiden US-Psychologen äußerten 2017 Philosoph Edward Nuhfer und Psychologe Steven Fleisher von der California State University. Sie hielten fest, „dass Fachleute geübt darin sind, sich der Grenzen ihrer Kenntnisse bewusst zu werden“.

Zugegeben, das ist jetzt eine ähnlich profane Erkenntnis wie der Dunning-Kruger-Effekt selbst. Daraus wiederum zu schlussfolgern, dass kein Zusammenhang zwischen Intelligenz, Bildung, Selbstreflexion und Selbsteinschätzung bestünde, könnte man, wenn man böse wäre, schon bald wieder selbst als Indiz für den Effekt sehen.

Letztlich bleibt der Hauptgrund, warum der Dunning-Kruger-Effekt in seriösen wissenschaftlichen Arbeiten so selten angeführt wird, weniger in der Fehlerhaftigkeit der von Kruger und Dunning gemachten Studie und der daraus gezogenen Schlüsse, als darin, dass gerade Personen, auf die der Dunning-Kruger-Effekt nicht zutrifft, sich schon immer über dessen Existenz bewusst waren, auch wenn sie nicht wussten, dass er so heißt.

 

Foto: deagreez / stock.adobe.com; 忍者猫 – Eigenes Werk, CC0, commons.wikimedia.org

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