The World’s End

The World’s End

Eine Kneipentour kann etwas so Schönes sein. Man liegt sich etwas angetüdelt in den Armen und schwelgt in vergangenen Zeiten oder schmiedet Welteroberungspläne und kreiert stumpfsinnige, aber in dem Moment so herrlich intellektuell erscheinende Weisheiten. Oder aber es kommt alles anders.

Nach zwei Jahrzehnten steht Gary (Simon Pegg) vor den Türen seiner ehemals vier besten Freunden, um eine legendäre Kneipentour zu wiederholen, die sie am Tag ihres Schulabschlusses nicht zu Ende bringen konnten. Nur widerwillig lassen sich die vier Anderen überreden und machen sich auf in ihre beschauliche Heimatstadt Newton Haven. Dort angekommen müssen die fünf Freunde feststellen, dass nicht nur ihre Freundschaft etwas eingerostet ist, sondern auch das beschauliche Städtchen nicht mehr das ist, was es einmal war und sich die Bewohner merkwürdig verhalten.

Der Abschluss einer Trilogie

Mit the World’s End beschert uns das Duo Edgar Wright und Simon Pegg den dritten Teil ihrer nicht inhaltlich zusammenhängenden Blood-and-Ice-Cream-Trilogie. Und damit Blödsinn auf höchstem Niveau.

Die Geschichte, die sich, angefangen als verkapptes Buddy-Movie, immer mehr hin zu einem skurrilen Genre übergreifenden Mix entwickelt, kann locker mit den beiden anderen Teilen (Shaun of the Dead, Hot Fuzz) mithalten. Schräge Szenen, Action und Zitate aus anderen Filmen geben sich quasi die Klinke in die Hand und lassen den Film in keiner Minute langweilig werden. Dass dabei auch schonmal die Logik etwas über Bord geht, muss man dem Film einfach verzeihen, denn nur so kann er sein herrlich verrücktes Potential voll ausschöpfen.

Besonders als Kenner der beiden Vorgängerfilme wird man hier den ein oder anderen Verweis entdecken und alte Bekannte wiedersehen.

Wer’s mag…

Wer seinen Spaß an Teil eins und zwei der Trilogie hatte, kommt auch hier voll auf seine Kosten. Der Humor ist derselbe, das Szenario ein anderes. Besonders die Herren der Schöpfung dürften sich hier von den fünf Freunden mitreißen lassen.
Realismus-Fans und solche, denen britischer, zuweilen schwarzer Humor nicht liegt, können diesen Film dagegen ruhig von ihrer Liste streichen.

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