Ashwagandha: Das steckt hinter der Ayurveda-Heilpflanze

Manche Begriffe klingen irgendwie geheimnisvoll und magisch. „Ashwagandha“ ist so ein Begriff. Wenn du dich schon einmal mit dem traditionellen indischen Medizinsystem Ayurveda befasst hast, kennst du Ashwagandha vielleicht schon aus eigener Erfahrung. Die Inder nutzen Extrakte der Pflanze schon seit Jahrhunderten traditionell als Heilmittel.

Ayurvedischen Ärzten zufolge können Ashwagandha-Extrakte den Blutzuckerspiegel regulieren. Sie sollen der indischen Alternativmedizin zufolge die Wirkung von Stresshormonen abmildern, beim Einschlafen unterstützen oder die Gehirnfunktion optimieren können. Bis heute setzen Inder die Heilpflanze auch bei leichten Depressionen oder milden Angstzuständen ein.

Grundwissen über das indische Heilkraut

Die Wissenschaft bezeichnet Ashwagandha mit dem botanischen Namen: „Withania somnifera“. Im Volksmund wird die Pflanze auch als indischer Ginseng, Schlafbeere oder Winterkirsche bezeichnet. Aus der Übersetzung des Begriffes „Ashwagandha“ ins Deutsche ergibt sich seltsamerweise „Geruch des Pferdes“. Tatsächlich erinnert der Geruch der Wurzeln an den typischen Pferdegeruch.

Im ayurvedischen Kontext wird indischer Ginseng bevorzugt gegen Depressionen, Angststörungen, Schlafstörungen und nervöse Zustände eingesetzt. Im Übrigen hat sich die Heilpflanze auch außerhalb Indiens etablieren können – zum Beispiel in Südasien. Moderne Forscher erkennen in Ashwagandha ein natürliches Adaptogen. Das bedeutet, dass diese Heilpflanze den Organismus dabei unterstützen kann, sich Stress, Alterserscheinungen oder anderen Zuständen besser anzupassen.

Ashwagandha-Extrakte können die innere Balance wiederherstellen. Die adaptogenen Eigenschaften der Heilpflanze kommen bei verschiedenen Störungen zur Wirkung. Sie wird in Indien beispielsweise als vorbeugendes Mittel gegen stressbedingte Herz-Kreislauf-Erkrankungen genutzt.

Der Nutzwert von Ashwagandha

Die Inder haben bereits seit Jahrhunderten mit Ashwagandha Erfahrungen sammeln können. Die Extrakte der Pflanze wirken demnach ausgleichend und harmonisierend. Sie verbessern die Anpassung des Organismus und der Psyche.

Hierzulande können wir bisher nur auf Tierstudien oder Kundenbewertungen für Ashwagandha-Präparate verweisen. Diesen Quellen zu Folge kann das Kraut Hirnleistungen oder Gedächtnisprozesse verbessern. Du kannst energetische Tiefs überwinden. Ashwagandha soll außerdem schlaffördernd und beruhigend wirken. Forscher diskutieren, ob die Heilpflanze auch Schilddrüsenhormone unterstützen kann oder als Aphrodisiakum genutzt werden könnte.

Die Inder nutzen Ashwagandha für verschiedene Zwecke:

  • Sie regulieren damit den Blutzuckerspiegel,
  • behandeln damit Abgeschlagenheit oder Erschöpfung
  • und mildern damit Stresserscheinungen ab.
  • Ashwagandha wirkt demnach schlaffördernd,
  • leichte Angststörungen können damit abgemildert werden
  • und depressive Verstimmungen werden abgeschwächt.
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Für weitere Verordnungen liegen nach europäischem Maßstab noch zu wenig wissenschaftliche Belege vor. Ob die Schlafbeere die Schilddrüsenfunktion beeinflusst, auf die sexuellen Funktionen oder die Fruchtbarkeit einen Einfluss hat, ist nicht hinreichend geklärt. Auch die Wirkung von Ashwagandha bei Krebserkrankungen ist nicht geklärt.

Innerhalb des ayurvedischen Medizinsystems stellt Ashwagandha eine beachtliche Größe dar. Betrachtet man das ayurvedische Heilmittel jedoch isoliert davon, könnten die Ergebnisse andere sein. Daher sind weitere Forschungsvorhaben nötig. Die Pflanzenteile – Samen, Blüten, Früchte, Wurzeln oder Stängel – werden traditionell ohne jegliche Zusätze verarbeitet. Je höher die Reinheit des Präparates, desto besser sei die Wirkung. Das gilt insbesondere für die Wurzelextrakte. Diese enthalten besonders viele Flavonoide.

 

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Warum ist Ashwagandha als Naturheilmittel interessant?

Viele Europäer setzen bekanntlich lieber auf Naturheilmittel als auf pharmazeutische Medizinprodukte. In diesem Kontext könnte insbesondere den adaptogenen Heilmitteln zukünftig vermehrtes Interesse entgegengebracht werden. Hier sieben Beispielbereiche, in denen Ashwagandha zukünftig eine größere Rolle spielen könnte:

1. Bei der Unterstützung der Schilddrüsenfunktion

Die adaptogenen Pflanzenwirkstoffe in Ashwagandha könnten insbesondere bei einer Unterfunktion der Schilddrüse ausgleichende Wirkungen entfalten. Es gibt Hinweise darauf, dass die Schlafbeere bei Schilddrüsenunterfunktion oder Morbus Hashimoto ausgleichend wirken könnte. Weitere Studien dazu sind notwendig.

2. Ausgleich bei Angst- und stressbedingten Störungen

Wenn dir die innere Balance einmal abhandenkommt, könnte Ashwagandha hilfreich sein. Die adaptogenen Effekte harmonisieren bei Erschöpfungszuständen, Stress, Angstzuständen oder stressbedingten Schlafstörungen Organismus und Psyche. Nicht immer sind bei leichteren psychischen Störungen hochpotente Medikamente nötig. Oft helfen bei leichteren bis mittelschweren Störungen auch natürliche Präparate ausreichend. Vor allem aber leisten die Unterstützung oft nebenwirkungsfrei.

Das Stresshormon Cortisol kann gesundheitliche Probleme begünstigen, wenn es in größeren Mengen ausgeschüttet wird. Es kann zu Schlafproblemen, psychischen Befindlichkeitsstörungen oder reduzierter Leistungsfähigkeit führen. Diese Zustände können wiederum eine Entzündungsneigung fördern. Das kann in der Folge zu Bluthochdruck, Diabetes oder Arteriosklerose führen. Daher sind zeitig eingenommene Heilmittel mit ausgleichender Wirkung sinnvoll.

3. Depressive Verstimmungen natürlich behandeln

Leichte und mittelschwere Depressionen können oft mit Naturheilmitteln behandeln werden. Sehr effektiv und gut untersucht ist beispielsweise das Johanniskraut. Auch die Schlafbeere kann depressive Verstimmungen abmildern. Es kann eine bessere Resilienz gegenüber Stress herstellen.

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Pflanzliche Adaptogene können bei psychischen Belastungen ausgleichend wirken. Die klassischen Symptome depressiver Verstimmungen können so gelindert werden. Bei erhöhter Reizbarkeit und anderen Stressfolgen kann die Schlafbeere seine ausgleichende Wirkung entfalten.

4. Ashwagandha lindert Schlafstörungen

Viele Menschen leiden heutzutage an stressbedingten Ein- und Durchschlafstörungen. Die alternative Bezeichnung „Schlafbeere“ weist bereits darauf hin, dass Ashwagandha bei Einschlafproblemen eine gute Wirkung erzielt.

Ohne ausreichende Schlafdauer und bei minderer Schlafqualität bist du schnell gereizt und unkonzentriert. Die adaptogene Wirkung von der Heilpflanze macht sich positiv durch schnelleres Einschlafen und tieferen Schlaf bemerkbar.

5. Gedächtnisoptimierung mit Ashwagandha

Stresszustände und Dauerstress schlagen sich im Gehirn und im Nervensystem nieder. Neuere Forschungsergebnisse lassen den Schluss zu, dass Ashwagandha einen schützenden Effekt auf solche Folgeerscheinungen haben könnte. Gegenüber Zelldegenerations-Prozessen kann die Heilpflanze vorbeugend wirken. Damit lassen sich möglicherweise neurogene Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer verhindern.

In Ashwagandha sind potente Antioxidantien zu finden. Diese können freien Radikalen im Körper etwas entgegenhalten. Damit können altersbedingte degenerative Prozesse auf der Zellebene verhindert werden. Die in der Schlafbeere enthaltenen Substanzen „Withaferin A“ und „Desoxywithanolid D“ sollen Gehirnleistungen optimieren können. Das verblüfft zuweilen, weil die Wurzelextrakte kaum nennenswerte Nährstoffmengen enthalten.

Dafür sind aber viele sekundäre Pflanzenstoffe mit überragender adaptogener Wirkung enthalten. Solche sekundären Pflanzenstoffe sind hauptsächlich in Nachtschattengewächsen vorhanden. Vermutlich dienen diese Pflanzenstoffe dazu, Fressfeinde durch ihren bitteren Geschmack abzuschrecken. Die botanische Bezeichnung „Withania somnifera“ für Ashwagandha verweist auf den Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wie Withaferin.

6. Ashwagandha entfaltet immunologischen Nutzen

Ein leistungsfähiges Immunsystem bewahrt dich vor Infektionen. Einer der effektivsten Immunkiller ist Stress. Das natürliche Adaptogen „Withania somnifera“ trägt dazu bei, dass dein Stresspegel sinkt. Davon profitiert dein Immunsystem. Infektionen und Entzündungen treten folglich seltener auf.

7. Ashwagandha als Ausdauer-Booster

Ob bei sportlichen Leistungen oder Gedächtnisleistungen – Ashwagandha-Extrakte können den Energiepegel steigern und deine Leistungen verbessern. Außerdem werden Schmerzen gelindert. Das Heilkraut hat außerdem eine allgemein beruhigende Wirkung auf das Gehirn. Sowohl beim geistigen Arbeiten wie beim Sport werden Stresshormone ausgeschüttet. Mit dem Wurzelpulver der Pflanze können Konzentration, Motivation und Ausdauer spürbar verbessert werden.

Darreichungsformen für Ashwagandha

Oft werden die Wurzelpräparate aus Ashwagandha-Pflanzen für potenter gehalten, als die Präparate, in denen auch Beeren, Blätter, Früchte oder Stängel verarbeitet wurden. Der Grund dafür liegt in der beachtlichen Konzentration der sekundären Pflanzenstoffe.

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Dein Blick beim Kauf von Ashwagandha sollte zunächst der Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe gehen. Füll- oder Zusatzstoffe sollten in keinem Präparat enthalten sein. Reine Präparate in Bio-Qualität gelten als wirkungsvoller.

Als Darreichungsformen stehen

  • Kapseln,
  • Tabletten mit Ashwagandha-Extrakt,
  • Pulver,
  • pulverförmiger Ashwagandha-Extrakt
  • und Tee

zur Verfügung. Jede der angebotenen Darreichungsformen hat bestimmte Vor- oder Nachteile. Unterwegs sind Kapseln leichter zu dosieren. Pulver hingegen kann für viele Zwecke verwendet werden.

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Dosis- und Einnahmeempfehlungen für Ashwagandha

Die Erfahrung zeigt, dass Tagesdosen unterhalb von 300 bis 600 Milligramm Ashwagandha-Wurzelextrakt wirkungslos bleiben. Placebo-gestützte Untersuchungen bestätigen das.

Kapseln sind am einfachsten zu dosieren. Bei der Einnahme von Pulver sollte die Tagesdosis bei sechs Gramm Pulver liegen. Darin sind etwa 600 Milligramm der Schlafbeere enthalten. Diese Dosis wird auf drei Einnahmen je Tag verteilt – zum Beispiel in Getränke eingerührt.

Ashwagandha enthält fett- und wasserlösliche Inhaltsstoffe. Daher wird empfohlen, die Einnahme eine Stunde vor oder nach dem Essen vorzunehmen. So können eventuelle Verdauungsbeschwerden vermieden werden. Da die Heilpflanze hierzulande als Nahrungsergänzung gilt, kannst du es auch ohne Rücksprache mit deinem Arzt anwenden.

Hat Ashwagandha irgendwelche Nebenwirkungen?

Laut dem „Bundesinstitut für Risikobewertung“ (BfR) kann bisher nicht sicher ausgeschlossen werden, dass es zu unerwünschten Wirkungen kommen könnte. Es liegen bisher keine ausreichenden wissenschaftlichen Studien zu Ashwagandha vor.

Möglicherweise kommt es bei hohen Anfangsdosen zu Verdauungsbeschwerden – etwa Übelkeit, Durchfall oder Bauchschmerzen. Daher solltest du zu Beginn der Einnahme vorsichtshalber eine niedrigere Dosis einnehmen. So kann sich dein Organismus an das Präparat gewöhnen.

Als Einkaufsquelle für Ashwagandha-Präparate bietet sich das Internet an. Oft führen aber auch Drogerien und ausgesuchte Apotheken solche Präparate. Wichtig ist der Blick in die Liste der Inhaltsstoffe. Empfehlenswert sind Bio-Produkte, die durch schadstofffreie Qualität überzeugen.

Europäische Hersteller sind vorzuziehen. Der Grund sind deren strenge Qualitätsvorschriften. Diese betreffen etwa die Inhaltsstoffe oder die Produktionsweise. In Indien und anderen Ländern Asiens sind die Qualitäts-Standards nicht vergleichbar hoch.

 

Fotos: Eskymaks / stock.adobe.com; PR / Amazon

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