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Natürliche Enthaarungsmethoden im Umwelt-Check

Natürliche Enthaarungsmethoden im Umwelt-Check

Die Entfernung ungeliebter Körperbehaarung ist und bleibt ein leidiges Thema. Ständig kommen neue Produkte auf den Markt oder werden Geheimtipps geteilt, mit denen es noch sanfter und unkomplizierter gehen kann. Letzten Endes bleibt es aber immer wieder bei den gleichen bewährten Methoden. Es sollte der Umwelt und der Haut zu Liebe ganz natürlich ablaufen, also fallen chemische Enthaarungscremes schon mal weg. Übrig bleiben dennoch eine Menge Auswahlmöglichkeiten, die wir hier für dich in einer praktischen Übersicht bewertet haben. Und ganz am Ende sind sogar ein paar neue und experimentelle Ideen dabei.

Rasieren

Der Klassiker unter den Methoden zur Haarentfernung. Die meisten Frauen rasieren täglich oder alle paar Tage unerwünschte Haare einfach ab. Wenn du dazu eine cremige Seife, ein Pflanzenöl oder Duschcreme benutzt, ist die Rasur hautschonend und sanft. Dennoch reagiert manche Haut regelmäßig mit kleinen Ausschlägen oder Rötungen auf die Rasur und dann müssen noch mehr Pflegeprodukte her, um diese zu lindern. Die Rasur gehört irgendwann ganz automatisch zur Dusch-Routine. Dennoch stört es die meisten Nutzerinnen, dass so oft rasiert werden muss, damit es wirklich glatt bleibt. Außerdem müssen laufend neue Rasierklingen gekauft und benutzte entsorgt werden. Rasieren ist somit eine schnelle, schmerzfreie und praktische Möglichkeit, die aber nur 2-3 Tage anhält.

Epilieren

Auf dem zweiten Platz der meist genutzten Enthaarungsmethoden liegt ganz klar der Epilierer. Einmal in ein gutes Gerät investiert, musst du jahrelang keine Verbrauchsteile nachkaufen. Du benötigst außerdem auch keine Rasiercreme und produzierst keinen Abfall damit. Epilieren ist aber nichts für empfindliche Menschen, denn egal wie sanft die Geräte sind, die Haare werden nun mal schnell und in Massen ausgerupft. Nach einigen Malen stellt sich das Schmerzempfinden jedoch ein und das Epilieren wird als immer weniger schmerzhaft wahrgenommen. Wenn dir das unangenehme Zupfen nichts ausmacht, hast du als Ergebnis zumindest 2-4 Wochen (je nach persönlichem Haarwachstum) Ruhe vor dem Enthaaren.

Waxing mit Harzen

Wenn du schon einmal mit Warmwachs- oder Kaltwachsstreifen versucht hast, deinen Haarwuchs in den Griff zu bekommen, kennst du die Schmerzen. Hinzu kommt, dass diese Wachse absolut nicht natürlich sind, sondern voller künstlicher und ungesunder Inhaltsstoffe stecken. In guten Beauty-Salons gibt es aber eine bessere Variante mit natürlichen Harzen. Die rein pflanzlichen Harze müssen länger auf der Haut liegen, damit sie kalt werden und die Haare festhalten. Dann werden sie genauso wie Wachs abgezogen. Harze haften nicht an der Haut, so dass ein schmerzhaftes Reißen ausbleibt. Lediglich die Haare bleiben daran kleben. So bekommst du bis zu vier Wochen haarfreie Haut durch 100% natürliches „Harz-Waxing“.

Sugaring

In arabischen Ländern ist das Sugaring kein Geheimtipp, sondern gehört ganz natürlich zur Körperpflege. Eine warme, sehr klebrige Zuckerpaste wird dabei jeweils auf einige Zentimeter der behaarten Haut gestrichen. Dann wird ein Stoffstreifen darauf gedrückt und die Masse mit kleinen, ruckhaften Bewegungen abgezogen. Die Haare bleiben dabei auf der Zuckerpaste kleben. Sugaring funktioniert ähnlich wie Waxing, ist jedoch sanfter und schonender für die Haut. Die Paste haftet nämlich nur an den Haaren und nicht auf der Haut, so dass diese nicht schmerzhaft wieder davon befreit werden muss. Zuckerpaste kannst du zum Beispiel in türkischen Geschäften kaufen oder dir sogar selbst anrühren. Die Zutaten sind rein natürlich und damit gut für Haut, Umwelt und Geldbeutel. Außerdem hält das Ergebnis bis zu vier Wochen an.

Enthaarungspads

Eine Methode, die nicht jede Frau kennt, ist das Enthaarungspad. Hier ist eine Art dünnes Schleifpapier auf einem handlichen Pad aufgebracht. Die Schleifpartikel sind sehr zart und bestehen aus Siliciumcarbid. Mit kreisenden Bewegungen und leichtem Druck wird das Pad über die Haut gerieben und schleift dabei die Haare direkt über der Haut ab. Durch häufige Wiederholungen werden die Haarwurzeln geschwächt, so dass die Haare auch verzögerter nachwachsen. Mit diesem Pad ist die Haarentfernung schmerzfrei und benötigt keine zusätzlichen Hilfsmittel (außer vielleicht eine pflegende Lotion nach der Enthaarung, wenn du zu trockener Haut neigst). Die Schleifpartikel tragen sich jedoch ab und die Beschichtung muss regelmäßig ersetzt werden, so dass etwas Abfall entsteht.

DIY-Mischungen

Hier kommen die alternativen Methoden, die mit Lebensmitteln angerührt werden. Sie sind daher die natürlichsten Methoden, aber vielleicht nicht unbedingt die zuverlässigsten. Der Vorteil: Wahrscheinlich hast du die meisten Inhaltsstoffe sowieso im Haus und das Ausprobieren schadet daher nicht.

Es gibt zum Beispiel die Natron-Methode, bei der in Natronlösung getauchte Mullbinden auf der behaarten Hautpartie einwirken. Ebenso wirksam soll eine Mischung aus gemahlenem weißen Pfeffer, Kampferpulver und Öl sein. Die entstehende Paste kannst du dir einfach auf die Beine streichen und nach kurzem Einwirken entfernen. Die dritte Mischung besteht aus Kichererbsenmehl, Kurkuma und Milch, ebenfalls zu einer Paste vermischt. Diese wird aufgetragen, eine halbe Stunde auf der Haut belassen und dann nach kurzem Einmassieren abgewaschen.

Diese DIY-Methoden können je nach Haut und Haartyp mehr oder weniger Haare entfernen. Langfristig können sie durch die enthaltenen Stoffe zu schwächerem Haarwuchs führen.

Unsere Produktempfehlungen für die natürliche Haarentfernung:

 

Fotos: New Africa / stock.adobe.com; PR / Amazon

Jeanette Biedermann: „Es war eine Frage der Zeit, bis auch dieses Thema musikalisch aus mir herauswollte“

Jeanette Biedermann Interview

Vor drei Jahren legte Jeanette den Grundstein zum neuen Album „DNA“, denn so lange ist es bereits her, dass sie den ersten Song dafür schrieb. Eine ganze Weile hat sie keine Musik mehr gemacht, um sich dann aber mit Pauken und Trompeten frisch erwachsen emporzuheben. Besonders ein Song auf ihrem Album hat eine sehr besondere Bedeutung für sie, denn Jeanette verarbeitet mit der Musik einfach alles, was ihr passiert – und ihr passiert vieles. So war sie gerade bei „Sing meinen Song“ und auch ihre nächste Tour steht vor der Tür.

Vor einigen Jahren noch wäre Jeanette ständig über ihre Grenzen gegangen, um allem gerecht zu werden, heute aber ist eines der wichtigsten Dinge in ihrem Leben ihre Lebenserfahrung, die sie in den weniger guten oder sehr stressigen Zeiten beschützt. Auf was ihre Fans sich freuen können, wie sie mit der vielen Arbeit umgeht und was hinter dem Song „Deine Geschichten“ steckt, hat sie uns im Interview erzählt.

Dein DNA Solo-Album ist gerade erschienen. Was geht in dir vor? Wieviel Arbeit steckt im Album und wie ist es dir von der ersten Idee bis zur fertigen Produktion so ergangen?

Ich habe vor knapp drei Jahren das erste Lied für das Album „DNA“ geschrieben. Meine Band „Ewig“, mit der ich die letzten 8 Jahre unterwegs war, liegt im Moment auf Eis, da Christian in unserer gemeinsamen Band-Geschichte zweifacher Vater geworden ist und sich im Moment ausschließlich seiner Kinder widmen möchte. Ich verstehe das sehr gut, dennoch war es erstmal ein tiefes Loch, in das sowohl ich als auch Jörg gefallen ist. Wir haben erstmal keine Musik mehr gemacht. Irgendwann wusste ich, wenn ich will, dass es musikalisch weitergeht, muss es aus mir heraus geschehen. Ich bin also musikalisch daraus wieder neu erwachsen. Der erste Song, den ich fürs Album geschrieben habe, heißt „Solotrip“. Dieser Song hat bei mir wirklich einen Knoten platzen lassen und alles prasselte aus mir raus. Und von diesem Moment an hat mich Jörg großartig bei diesem Album unterstützt und mir so viel Input gegeben. Er hat alle Gitarren-Arrangements gemacht, alle Gitarren gespielt, wir haben wunderbare Songs zusammen geschrieben, unter anderem „Deine Geschichten“ und er hat gemeinsam mit Jules Kalmbacher, Jens Schneider und Daniel Flamm tolle Produktionen gemacht. Es war eine lange Reise bis hierher.

Das Album ist sehr privat und geht einem unter die Haut, gerade beim Song „Deine Geschichten“, der über deinen Vater handelt. Wir wissen, dass du sehr schwer mit seinem Tod zu kämpfen hattest. Was kannst du uns dazu erzählen?

Ich verarbeite durch Musik viele Dinge. Es war also eine Frage der Zeit, bis auch dieses Thema musikalisch aus mir herauswollte. Ich habe mich irgendwann gefragt, was mir seit seinem Tod am allermeisten fehlt. Und das sind ganz einfach seine Geschichten. Ich wollte meiner Familie und mir mit diesem Song wieder ein bisschen Hoffnung schenken, dass wir mit einem Lächeln an ihn und seine Geschichten denken können. Wir müssen die Geschichten unserer Liebsten weitererzählen, damit sie am Leben bleiben. So ist es mit unserer Geschichte an sich: sie muss erzählt werden, damit sie lebendig bleibt.

Wir sehen dich aktuell in der Sendung „Sing meinen Song“, in der deine Musiker-Kollegen auch alte und neue Lieder von dir singen. Was ist das für ein Gefühl für dich?

Ich war tatsächlich für einen kurzen Moment sehr erstaunt, wieviel Zeit doch schon vergangen ist. Und wieviel ich gemeinsam mit meinen Leuten erlebt habe! Es war eine wunderbare Zeitreise, die mich hier in die Gegenwart zu meinem neuen Album „DNA“ geführt hat. Das war eine ganz besondere Zeit! Meine Kollegen von Sing meinen Song haben mir auch viel Kraft gegeben, um selbstbewusst auftreten zu können. Es ist schön, sich mit Kollegen auszutauschen. Denn viele Dinge empfindet man ähnlich und fühlt sich somit hier und da nicht so allein mit so mancher Erfahrung und Empfindung.

Vor zehn Jahren hattest du einen großen Tiefpunkt, sowohl künstlerisch als auch körperlich bist du extrem an deine Grenzen gegangen. Nun bist du gerade bei „Sing meinen Song“, kommst mit deinem neuen Album, das sicherlich jede Menge Zeit und Arbeit gekostet hat und gehst im Januar auf Tour. Hast du aus dem damaligen Trubel ein Fazit gezogen, damit dir so etwas nicht mehr passiert?

Ich achte mehr auf mich! Nehme mir meine Pausen und gehe nicht ständig über mein absolutes Limit. Das habe ich früher anders gemacht. Aber heute weiß ich es besser. Die Natur hat es so eingerichtet: Wir müssen immer wieder unsere Kräfte aufladen, weil sie auch immer wieder verschwinden. Insofern muss man diese Art „Kräfte-Sterblichkeit“ akzeptieren:)

Vor 10-15 Jahren war der Social-Media-Hype noch nicht absehbar und man hatte bestimmt mehr Privatsphäre als heute. Heute wird jeder überall schnell gefilmt, oder man filmt sich selbst, um Präsenz zu zeigen. Wie gehst du damit um?

Für mich als Musikerin ist es wunderbar, einen so engen Kontakt mit meiner Community zu halten. Das ist der einzige Grund, aus dem ich in den sozialen Netzwerken bin. Um meinen Leuten nah zu sein, um ihnen Informationen und Nachrichten übermitteln zu können. Insofern mache ich es gerne für sie, aber am Ende natürlich auch für mich, da ich mich sehr über all die wunderbaren Kommentare und Feedbacks meiner Leute freue. Sie geben mir immer wieder Kraft!

Jeanette  Biedermann im Interview

Nach so vielen Jahren im Business kannst du unseren jungen Lesern Tipps geben, auf was man immer achten sollte, damit man nicht tief in ein Loch fällt?

Ich glaube wichtig ist, dankbar zu sein für das, was man hat. Und diese Dankbarkeit nie zu vergessen. Aber das Wichtigste ist: immer tief in sich reinzuhören, ob das, was man tut, einem guttut.

Was würdest du sagen, was der Unterschied zwischen der Jeanette vor 10-15 Jahren und der Jeanette heute ist?

Lebenserfahrung!

Dir ist es besonders wichtig, ehrlich und authentisch zu sein und trägst deshalb kein oder kaum Make-up. Welchen Hintergrund hat dein Denken?

Ich bin einfach echt! Und möchte mich auch so zeigen. Das heißt aber nicht, dass ich nicht hier und da auch mal geschminkt bin. Aber es ist eben für mich in der Öffentlichkeit kein Dogma. Ich lasse einfach den Moment den Moment sein, und mich in diesem Moment so sein, wie ich nun mal in diesem Moment bin. Ich glaube, entscheidend ist, sich wohl zu fühlen und zu verstehen, dass andere Menschen das spüren und sehen wollen, und nicht vor eine Mauer gestellt werden wollen, die aus irgendeinem Image besteht. Diese Ehrlichkeit bedarf natürlich eines großen Mutes. Den habe ich mit 20 auch noch nicht besessen, sondern dieses Selbstbewusstsein kommt im Laufe der Zeit. Ich kann nur allen jungen Mädchen da draußen raten, traut euch, echt zu sein, traut euch, ehrlich zu sein! Denn das ist es, worauf es ankommt. Die Menschen, um die es sich lohnt, wollen genau nur das sehen und nichts anderes.

Ab 20. Januar tourst du durch 13 deutsche Städte und Wien. Was ist es für ein Gefühl, nach so vielen Jahren wieder auf so eine große Tour zu gehen?

Ich freue mich wahnsinnig! Und platze bald vor Energie dafür! Ich freu mich so, gemeinsam mit meinen Leuten Musik zu machen und in eine gemeinsame Atmosphäre abzutauchen. Es wird so ein bisschen wie eine kleine Zeitreise. Denn ich werde natürlich auch alte Jeanette-Songs spielen, in einem neuen Gewand, so wie ich sie heute empfinde. Aber die Geschichten bleiben die alten. Ich werde Ewig-Songs spielen und natürlich die ganz neuen. Ich habe zum Teil Leute, die seit der ersten Stunde dabei sind, die jede Platte haben und alles erlebt haben. Ich habe Leute, die mir Nachrichten schreiben und sagen, du warst der Soundtrack zur Geburt meines Kindes oder meiner Hochzeit. Es sind so viele neue Leute dazugekommen, die direkt einen Einblick in die ganze Geschichte bekommen. Ich freu mich so sehr alle zu sehen… Das wird wunderbar!

Du bist in deinem Business ja ein „alter Hase“ und hast sicherlich schon vieles erlebt. Doch wann war das letzte Mal, dass du etwas zum ersten Mal erlebt hast?

Das ist eine wundervolle Frage! Eben diese stelle ich in meinem Song „Dumme Gedanken“ auch… Da muss ich drüber nachdenken und verrate die Antwort dann auf meiner Tour 🙂

 

Fotos: Helen Sobiralski

Down Dating: Weiblich, ledig, erfolgreich sucht…

Down Dating: Weiblich, ledig, erfolgreich sucht...

Partnersuche mit Blick nach unten

Viele Damen kennen das: Sie haben keine Probleme damit, Dates mit netten Männern auszumachen, kommen dann beim Treffen auch gut mit den Herren ins Gespräch, doch sobald es um das Thema Beruf geht, gerät die Unterhaltung auf einmal ins Stocken. Lief bis dahin der gesamte Abend noch optimal, so scheint die Männerwelt von Damen, die selbst erfolgreich in der Berufswelt unterwegs sind, wie magisch abgeschreckt zu sein. Vielen Männern behagt es nicht, wenn sie intelligent und souverän auftritt und außerdem auch noch in beruflicher Hinsicht ihren eigenen Weg geht. Vielmehr stehen viele Herren noch immer auf die anschmiegsamen Damen, auf Frauen, die zu ihnen aufschauen.

Daher macht sich ein besonderes Phänomen im Datingbereich breit: das Down Dating. Frauen geben sich den Männer gegenüber weniger intelligent als sie eigentlich sind. Sie spielen die eigenen Fähigkeiten herunter oder verschweigen ihren Rang. Und das nur, um bei Herren, die vermeintlich gesellschaftlich gleichgestellt sind oder sogar unter ihnen stehen, einen guten Eindruck zu hinterlassen und die Chancen auf ein zweites Date zu erhöhen.

Down Dating bezeichnet gleichzeitig aber auch das Verhalten, dass sich Frauen bewusst nicht nach gleichgestellten Herren umschauen, sondern eher Dates mit Männern mit geringerem Einkommen, mit weniger hohem Status oder mit jüngerem Alter umschauen.

Traditionelle Denkmuster bei der Wahl des Partners

Das Down Dating ist eine Entwicklung, die durch traditionelle Muster bei der Partnerwahl ausgelöst wird. Ursprünglich war es gesellschaftlicher Standard, dass der Mann der Ernährer in der Beziehung war. Er ging Tag für Tag zur Arbeit und kümmerte sich darum, dass das Geld auf das Konto kam. Die Dame an seiner Seite ergab sich ihrem Schicksal und geriet damit in eine Abhängigkeit. Während er sich beruflich verwirklichen konnte, kümmerte sie sich um die Familie und den Haushalt.

Bei der Partnerwahl schauten sich junge Frauen nach Männern um, die ihnen den Lebensstandard versprachen, den sie vom Elternhaus her kannten. Auf Seite der Herren sah es genau andersherum aus: Da es kaum beruflich erfolgreiche Frauen gab, die in gesellschaftlicher Hinsicht mit ihnen auf Augenhöhe waren, entschied man sich für die Damen mit niedrigerem Status. Wichtigste Merkmale waren dann Schönheit und Jugendlichkeit. Ein wenig Intelligenz war darüber hinaus natürlich auch gern gesehen. Männer als erfolgreiche Machertypen im Job, Damen als hübsche Begleiterinnen an der Seite: So sah es die über Jahrhunderte gepflegte Norm vor. Doch dieses Bild hat keinen Bestand mehr.

Männer scheuen die Konkurrenzsituation in der Beziehung

Sind die Herren unter sich, dann werden ständig Vergleiche angestellt. Sie wetteifern geradezu darum, wer mehr erreicht hat, bessere Ergebnisse liefert oder mehr Besitz aufweisen kann. Dieses Konkurrenzdenken treibt viele Männer an. In der Partnerschaft sieht es dann jedoch ganz anders aus. Hier schrecken Männer vor derartigen Situationen zurück. Sie wollen sich nicht mit der Dame an ihrer Seite vergleichen. Vielmehr ziehen sie im privaten Bereich klare Verhältnisse vor. Zweifel an der eigenen Überlegenheit machen den Herren der Schöpfung sogar Angst. Für sie ist wichtig, dass sie in jedem Fall der stärkere Part sind. Sie wollen als Beschützer wahrgenommen werden und verstehen sich als Versorger im klassischen Sinn.

Wenn nun die Dame des Herzens womöglich dem Mann überlegen ist, sei es, weil sie qualifizierter ist als er oder ein höheres Einkommen aufweisen kann, dann gerät die vom Mann bevorzugte hierarchische Struktur in der Partnerschaft ins Wanken. Und das wiederum hat zur Folge, dass die Dame für den Mann an erotischer Anziehungskraft verliert. Paradoxerweise fühlt sich der Herr nicht von diesem Status angezogen, sondern wird vielmehr abgeschreckt.

Down Dating

Das Umfeld als entscheidender Faktor

Was beim Down Dating immer eine große Rolle spielt, ist das Umfeld. Damen, die sich mit Männern einlassen, die weniger gut gestellt sind als sie selbst, werden schräg von der Seite angeschaut. Egal ob der Mann weniger Einkommen hat, einen geringeren gesellschaftlichen Status oder einfach jünger ist als sie, im Freundeskreis und im Umfeld sorgt eine solche Beziehung für Stirnrunzeln. Lästereien sind hier nicht unüblich. Und sei es nur die neckische Frage nach dem „Toyboy“ oder das Anheben der Augenbrauen beim Gegenüber, wenn man erwähnt, dass man die Rechnung beim letzten gemeinsamen Restaurantbesuch selbst übernommen hat. Selbst wenn es unbewusst ist: In vielen Kreisen sind die alten Denkmuster in Bezug auf die Rollenverteilung von Mann und Frau noch sehr tief verwurzelt.

Down Dating aus der Sicht der Männer

Die einschüchternde Wirkung der erfolgreichen Frau wurde bereits erwähnt. Gleichzeitig spielt bei einer solchen Konstellation auch das Thema Scham eine große Rolle. Wenn die Dame den Mann mit geringerem Einkommen nach dem Date nach Hause fahren will, wird er bestimmt große Augen machen, sobald sie im schicken Mercedes vorfährt. Und nachdem beide eine gemeinsame Nacht in ihrem schicken Loft verbracht haben, hat er bestimmt bei nächster Gelegenheit verständlicherweise große Bedenken, sie in sein kleines WG-Zimmer einzuladen.
Und in der Partnerschaft setzt sich dieses Phänomen fort. Zum Beispiel, wenn er aufgrund von beruflichen Umstellungen im Job in wenig kürzer treten muss und sie gleichzeitig eine Beförderung erhält. Die Einkommensschere vergrößert sich und er fühlt sich unmännlich.

Den passenden Mann im kreativen Bereich finden

Das große Problem ist also, dass Männer sich nicht mit höher gestellten Damen einlassen, weil dadurch ihr Selbstbewusstsein geschwächt wird. Was liegt also näher, als sich nach einem Mann umzusehen, der nicht all sein Selbstvertrauen aus dem eigenen Job zieht. Besonders Männer, die in kreativen Bereichen tätig sind, bieten sich hier an. Denn diese ziehen ihr eigenes Wirken häufig auch aus der künstlerischen Tätigkeit. Und das nicht nur im Job, sondern auch in der Freizeit. Mit einem Künstler machst du also garantiert nichts falsch.

Wann wird Down Dating zum Problem?

Führst du eine glückliche Partnerschaft, dann sollte der Status des anderen sowieso keine Rolle spielen, ob down oder up. Grundsätzlich wird das Down Dating erst zum Problem, wenn bei der Dame Torschlusspanik herrscht. Sie entscheidet sich dann eben „für irgendwen“ und schraubt ihre Ansprüche runter. Das alles geschieht aus der Angst heraus, sonst keinen Partner mehr abzubekommen. Sich selbst klein zu machen in der Hoffnung, so erfolgreicher auf dem Single-Markt unterwegs zu sein, oder zu viele Kompromisse in der Partnerwahl einzugehen, ist aber bestimmt keine Lösung, die dauerhaft glücklich macht.

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Fotos: jozzeppe777 / stock.adobe.com

Booste dein Selbstbewusstsein mit der 10-10-10 Übung

10-10-10 Übung

Gehörst du zu den Menschen, die irgendwie ständig übersehen und übergangen werden? Oder misslingen dir häufig Dinge, die du eigentlich können solltest? Dann hapert es irgendwo mit deinem Selbstbewusstsein und die 10-10-10 Übung könnte genau das Richtige für dich sein!

Wie unser Unterbewusstsein das Leben steuert

Dein Leben wird nur zu etwa 5 Prozent von deinem alltäglichen Wachbewusstsein gesteuert, für den Rest ist das Unterbewusstsein zuständig. Sprechen die beiden keine einheitliche Sprache, zeigt sich das in deinem Leben durch Barrieren und Probleme. Du kannst dir das so vorstellen, dass dein Unterbewusstes dir so etwas wie den Grundaufbau des Lebens bereitstellt. Deine inneren Überzeugungen sind die Matrix und mit dem Wachbewusstsein navigierst du darin. Jetzt wirst du dich sicherlich fragen, warum dein Unterbewusstsein dir dann überhaupt Probleme beschert.

Bist du innerhalb einer harmonisch liebevollen Familie aufgewachsen und wurdest du als Kind ernst genommen, gefördert und beachtet, kennst du Selbstwertprobleme wahrscheinlich eher nicht so. Warst du dagegen sehr viel Kritik ausgesetzt, auf dich alleine gestellt oder hat ein Elternteil gefehlt, können sich insgeheim negative Überzeugungen über das Leben festgesetzt haben.

Umstände, die zu solchen versteckten Selbstwertproblemen führen können sind:

  • Sätze wie: „Das kannst du nicht!“, „Das bringt nichts!“, „Ergreif lieber einen sinnvollen Beruf!“ oder „Erzähl nicht so viel Blödsinn!“
  • Eine Situation des ständigen Mangels. Es war nicht genug Geld da oder ein Elternteil war allein erziehend und musste hart ums Überleben kämpfen.
  • Zu wenig frühkindliche Wünsche gingen in Erfüllung.
  • Es wurde im familiären sozialen Umfeld sehr viel negativ über andere Menschen und das Leben gesprochen.

Ein gewisser Teil innerhalb unserer Psyche übernimmt alles aus dem Umfeld als „normal“, was mit gewisser Regelmäßigkeit, Überlegenheit oder emotionalen Intensität um uns herum geschehen ist. Dabei bewerten diese Systeme des automatisierten Lernens nicht, ob das gut oder böse war. Die Natur kennt diese Wertungen nicht, sondern geht immer davon aus, dass Kinder von dem umgeben sind, das sie zum Überleben lernen müssen. Das bedeutet, deine Matrix spielt das so oder so ähnlich immer wieder ab. Von Manipulationen, Vorteilnahme, Eifersucht oder anderen missgünstigen Geisteshaltungen weiß sie nichts.

Ein weiterer Aspekt dieses automatischen Lernens suggeriert dem Kind, dass die versorgenden Personen und andere Autoritäten recht haben. Der kleine Vogel im Nest soll ja auch nicht beginnen, die Eltern infrage zu stellen, sondern zusehen, übernehmen und nachahmen. Auf einer gewissen Ebene funktionieren wir Menschen genauso.

Den inneren Kritikern zuhören

Vielleicht kennst du diese inneren Stimmen schon, die permanent an dir herummäkeln und dich manchmal ganz schön verwirren. Wenn nicht, dann achte einmal besonders auf Situationen, in denen du dich nicht entscheiden kannst, gehemmt bist, anhaltende und bohrende Ängste hast oder in sonstiger Weise emotional unangenehm berührst bist.

In genau diesen Momenten sind die sich widersprechenden Informationen aus unserem wachen Geist und den unbewussten Programmierungen voll aktiv. Vielleicht kannst du einige dieser Stimmen sogar identifizieren.

Wie du gesehen hast, übernimmst du viele Dinge in dein Unterbewusstsein, ohne das zu wollen. Mit dem Willen rudern Menschen oftmals mit voller Kraft dagegen. Je nachdem, wie stark die inneren Manipulatoren sind, können die Erfolge mäßig sein oder sie kosten dich enorm viel Kraft. Das ist in etwa so wie Tauziehen mit sich selbst. Insgeheim ist da ja noch diese Ebene in dir, die sagt, diese Menschen in deiner Kindheit damals hatten recht!

Den eigenen Selbstwert erkennen und leben

Vielleicht kennst du solche Tage, an denen du richtig gut drauf bist und alles plötzlich flutscht. Doch dann scheint irgendetwas diesen Erfolg wieder zu zerstören und die Gedanken rund um deine Probleme und Misserfolge halten dich erneut gefangen. Irgendetwas möchte dir einreden, das sei normal. Auf Erfolge kämen eben Misserfolge und so weiter.

Hör dem bitte nicht mehr zu, sondern stell dir vor, dein Leben flutscht immer! Einfach so! Plötzlich kommen die guten Angebote, Menschen nehmen dich ernst und am Morgen in der U-Bahn bekommst du bereits das erste Kompliment.

Wie, das ist nicht möglich? Doch!

Du musst die ständig mäkelnden Programme nur gegen neue tauschen und die 10-10-10 Übung hilft dir genau dabei!

Die 10-10-10 Übung – so wird’s gemacht!

Um dein Unterbewusstsein langsam, aber beständig umzuprogrammieren, solltest du positive Werte als Gegengewicht und Ausgleich setzen. Erfunden wurde diese einfache Übung vom Selbstwert-Coach und Redner Steffen Kirchner. Durch die tägliche Wiederholung immer der gleichen Werte zu allen Tageszeiten, hilfst du dir selbst, neue Datenbahnen in dein Unterbewusstsein zu zementieren – und zwar genau dorthin, wo dein wahres Selbst, deine wirkliche Schönheit und all die Liebe für dich selbst Zuhause sind!

Nimm dir zunächst ein Blatt Papier und einen Stift. Dann setzt du dich gemütlich hin und schreibst spontan 10 deiner absoluten Stärken auf. Wofür schätzt du dich selbst und was hältst du an dir selbst für besonders gut und liebenswert? Versuch die Ideen frei fließen zu lassen und sei dir sicher, du kannst nur das Richtige aufschreiben!

Vielleicht kannst du an dieser Stelle bereits die Kritiker hören. Lass sie reden und schreibe weiter. Wenn es dir schwerfällt auf Anhieb 10 Stärken zu nennen, dann leg Stift und Zettel weg. Über den Tag verteilt werden dir Stärken einfallen oder sie werden dir ganz plötzlich während deines Tuns bewusst. Oder aber du fragst Freunde und Bekannte, was sie an dir ganz besonders stark und liebenswert finden!

Wenn du die Liste vollständig hast, dann beginnst du, ab sofort diese 10 Stärken 10 Mal am Tag laut vor dich hinzusagen. Laut! Es ist wichtig, dass du dich selbst diese Stärken sagen hörst, denn deine Stimme übt einen besonderen Einfluss auf dein Unbewusstes aus. Die Übung wiederholst du dann 10 Tage lang.

10 Tage lang, 10-mal täglich, 10 deiner Stärken

Beobachte dich, wie sich deine Wahrnehmung dieser Stärken und der 10-10-10 Übung im Laufe dieser Zeit verändert. Auch die Stimmen der Kritiker werden sich verändern. Während dieser 10 Tage wirst du wahrscheinlich öfters innehalten und bemerken, dass du diese Stärken jeden Tag lebst. Wenn andere sie bisher noch nicht anerkannt haben, dann nur, weil du dir selbst nicht über diese Stärken in vollem Umfang bewusst warst!

 

Fotos: Wayhome Studio / stock.adobe.com

Barre Workout: Fit an der Ballettstange

Barre Workout: Fit an der Ballettstange

So rank und schlank wie eine Balletttänzerin sein – das wünschen sich viele Frauen. Auch in Hollywood ist dieser Wunsch allgegenwärtig. Sowohl Models als auch Schauspielerinnen stehen regelmäßig an der Ballettstange, um sich fit zu halten. Doch ein Barre Workout ist härter als du vielleicht denken magst. Ballett bedeutet nicht einfach nur in rosafarbenen Tutus durch den Raum zu hüpfen. Das Training der Tänzerinnen ist wahrlich nicht ohne und wird dich ordentlich ins Schwitzen bringen.

Schon vor ein paar Jahren entdeckten einige Hollywoodstars das Barre-Training für sich und posteten Bilder davon auf ihren Social-Media-Kanälen. Damit riefen sie einen neuen Trend ins Leben, der mittlerweile auch in Deutschland angekommen ist.

Vor allem Tanzschulen profitierten von diesem neuen Hype, die sich nun über immer mehr Zulauf freuen. Doch was ist es denn nun? Sport oder Tanz?

Ballett oder Workout?

Es handelt sich um eine Kombination aus beidem. Tanzschritte des Balletts werden zu einem schweißtreibenden Workout zusammengestellt. Mit Blick zum Spiegel geht es an die Ballettstange, die Füße zeigen leicht nach außen und dann heißt es: „Ab in die Knie!“ Auf dem Weg zurück nach oben werden die Füße ordentlich gestreckt und alles geht wieder von vorn los. Das Ganze wird so lang wiederholt bis es ordentlich brennt. Deine Beine beginnen zu zittern? Keine Sorge, denn genau so soll es sein. Wenn das kein Workout ist, was dann?

Das macht das Barre Workout mit deinem Körper

Dein gesamter Körper wird gestrafft und in Form gebracht. Die Übungen zielen vor allem auf die langen Muskeln ab und erreichen sogar deine Tiefenmuskulatur. Schon nach ein paar Trainingsstunden kannst du, wenn du ordentlich mitmachst, erste Erfolge sehen. Vor allen an den Beinen und am Po machen sich die Übungen recht schnell bemerkbar. Hinzu kommt, dass sich deine Haltung deutlich verbessert, was Verspannungen vorbeugt, und auch dein Stoffwechsel wird angeregt. Du straffst also nicht nur deinen Körper, sondern beschleunigst auch die Erneuerung deiner Zellen und den Abtransport von Giftstoffen.

Die Stange dient dabei als unterstützendes Element. Bei Übungen, die viel Gleichgewicht erfordern, ist sie dazu da, damit du dich daran festhalten kannst.

Das Workout ist an die Stange gebunden, was von Sportwissenschaftlern als erheblicher Nachteil angesehen wird. Dadurch, dass du dauerhaft von der Ballettstange unterstützt wirst, erlangt dein Körper nur sehr langsam die Stabilität, die er benötigt, um diese Bewegungen auch frei ausüben zu können.

Das erwartet dich bei den Trainingseinheiten

Es gibt keine bestimmten Vorgaben, wie das Training abläuft oder welche Übungen durchgeführt werden sollen. Der Kreativität der Kursleiter werden dabei keine Grenzen gesetzt. Als Basis dienen zwar Ballettschritte, doch diese können beliebig abgewandelt werden. Also keine Angst, auch ohne Tanzerfahrung kannst du die Übungen ausführen und beim Training mithalten. Was immer gleich ist, ist lediglich, dass das Workout barfuß absolviert wird.

Auch Bewegungen aus dem Yoga und vom Pilates werden gern integriert. Hinzu kommen Cardioübungen, die deine Ausdauer trainieren. Kein Wunder also, dass dir beim Barre-Training ordentlich Schweiß hinunterläuft.

Neben der Ballettstange werden beispielsweise auch Bälle, Gummibänder, Matten oder kleine Hanteln eingebaut, um die Übungen noch anspruchsvoller und intensiver zu machen. Auch Situps oder Liegestütze werden gern in das Training integriert, um noch einmal die letzten Kräfte aus dir herauszukitzeln.

Eignet sich Barre-Training wirklich für jeden?

Wer seinem Körper etwas Gutes tun möchte und keine Angst davor hat, ordentlich zu schwitzen, sollte ein Barre Workout unbedingt einmal ausprobieren. Es mag nicht sehr anspruchsvoll klingen, aber eines kannst du uns glauben – der Schweiß wird fließen und du wirst den Muskelkater deines Lebens haben.

Du wirst plötzlich Muskeln spüren, von denen du nicht einmal wusstest, dass du sie hast.

Egal ob du sportlich bist oder nicht, das Training ist für jeden Fitnessstand geeignet. Bist du schon fortgeschritten, dann benutze einfach Zusatzgewichte oder Gummibänder, um alles noch ein bisschen anspruchsvoller zu gestalten. Hattest du noch nicht sehr viel mit Sport am Hut, beginnst du ohne zusätzliche Spielereien und nutzt einfach dein eigenes Körpergewicht.

Solltest du Gelenkprobleme haben, empfehlen wir dir, erst einmal mit einem Arzt abzuklären, ob du bedenkenlos am Training teilnehmen kannst.

 

Fotos: photology1971 / stock.adobe.com

Wie deine Hormone das Abnehmen erschweren oder ankurbeln können

Wie deine Hormone das Abnehmen erschweren oder ankurbeln können

Du kennst das garantiert, wenn du glücklich oder traurig, gestresst oder entspannt bist, wenn du Ärger oder deine Tage hast oder frisch verliebt bist, es ändert sich dein Essverhalten. Doch nicht nur das. Oft scheint es, dass du in manchen Situationen essen kannst, was du möchtest und nimmst kein Gramm zu. In anderen Situationen musst du das Essen nur ansehen und schon schlägt die Waage am nächsten Tag aus. Doch woran liegt das? Schuld daran sind deine Hormone, die den Stoffwechsel und deine Fettverbrennung entweder hemmen oder auch ankurbeln. Wir wollen diese mysteriösen Hormone mal näher betrachten und dir verraten, wie du verschiedene Hormone aktivieren kannst, damit es auch bei dir mit der Wunschfigur klappt.

Welche Hormone beeinflussen den Stoffwechsel?

Die Hormone, die maßgeblich an unserer Figur und unserer Fettverbrennung beteiligt sind heißen:

  • Insulin
  • Cortisol
  • Östrogen
  • Testosteron
  • Schilddrüsenhormone T3 und T4

Diese Hormone sind unter anderem für die Gewichtsregulation, aber auch für unsere Stimmung verantwortlich. Wenn du somit abnehmen möchtest, ist es sinnvoll, den Hormonhaushalt zu regulieren und die Hormone in die richtige Richtung zu schicken. Doch auch hier heißt es gewusst wie.

Insulin – die Sache mit dem Blutzuckerspiegel

Du hast vielleicht schon von Insulin gehört, es meist jedoch mit Diabetes in Verbindung gebracht. Doch Insulin ist eines der wichtigsten Hormone für alle. Es wird mitunter in der Bauchspeicheldrüse erzeugt.

Die wichtigste Aufgabe dieses Hormons ist, die Glukose aus dem Blut zu den Zellen zu transportieren. Wenn diese somit nicht ordnungsgemäß funktioniert, verbleibt die Glukose im Blut und wird später als Reserve in Fett umgewandelt.

Wenn du trotz wenig zu essen zunimmst, so kann dies an einer Insulinresistenz liegen. Um diese wieder zu senken gibt es einige Methoden. Das interessante ist, eine Insulinresistenz kann durch falsche Diäten, aber auch durch eine komplett falsche Ernährung entstehen.

Eine gute Methode, um dieses Hormon wieder aufzuwecken ist, eine Low-Carb-Ernährung. Besser ist es noch, wenn du diese mit einem sogenannten 16:8 Intervallfasten kombinierst. Das bedeutet, du isst nur zum Beispiel zwischen 9 und 17 Uhr und hier ausschließlich Nahrungsmittel ohne, oder mit wenig Kohlenhydraten.

Auch eine sogenannte Plant-based-Ernährung ist toll, um gegen die Insulinresistenz zu wirken. Hier verzichtest du auf jegliche tierische Produkte und baust vor allem gesundes Obst, Gemüse und ballaststoffreiches Vollkorn-Getreide in deinen Speiseplan ein.

Cortsiol – das Hormon aus der Nebennierenrinde

Auch dieses Hormon reguliert den Blutzuckerspiegel. Zugleich ist es aber auch für die Steuerung des Fettstoffwechsels und der Verstoffwechselung von Eiweiß verantwortlich. Cortisol wird auch das Stresshormon genannt, welches du in stressigen Situationen ausschüttest.

In diesen Situationen erhöht sich automatisch der Blutzuckerspiegel, um dich gut durch die vermeintlich gefährliche Situation zu bringen. Dies ist eine Schutzfunktion des Körpers. Wird der Blutzuckerspiegel erhöht, so kannst du auf mehr Energie zurückgreifen, die du vielleicht in stressigen oder gefährlichen Situationen benötigen könntest.

Die hohe Cortisol-Ausschüttung erzeugt auch Heißhunger, damit du selbst deinen Körper ausreichend mit Essen versorgst. In Stresssituationen solltest du daher von nun an zu gesunden Lebensmitteln und nicht etwa zu Schokolade und Co greifen. Nüsse eignen sich hervorragend, um dich durch stressige Momente zu führen, aber auch Obst ist natürlich gesund. Vor allem aber solltest du darauf achten, weniger Stress zu haben. Durch ausreichend Schlaf, Atemübungen, Sport und Meditation kannst du deinen Cortisolspiegel ebenfalls senken.

Östrogen – das Hormon der Weiblichkeit

Östrogen ist das weibliche Sexualhormon. Auch hier hat es die Natur so eingerichtet, dass dieses als Schutzmechanismus fungiert und für die Fetteinlagerung für schlechte Zeiten verantwortlich ist.

Achte darauf, dass dein Östrogenwert immer ausbalanciert ist. Auch das erreichst du mittels einer guten Ernährung. Brokkoli, Kohl und Blumenkohl zum Beispiel helfen dabei, den Östrogenspiegel zu senken. Mit Vollkornprodukten und Fisch kannst du deinen Östrogenwert natürlich anheben.

Testosteron – das männliche Sexualhormon für eine gute Fettverbrennung

In der Regel ist es so, dass Männer schneller und besser abnehmen. Unter anderem liegt dies auch am Testosteron, dem männlichen Sexualhormon. Testosteron ist für den Stoffwechsel und die Fettverbrennung verantwortlich. Ist der Testosteronwert zu niedrig, verlangsamt sich auch der Stoffwechsel.

Es gibt einige Lebensmittel, die den Ruf haben, den Testosteronspiegel zu senken. Dazu gehören Milch und Milchprodukte, aber auch Soja, Brot, Alkohol und Limonaden. Zudem solltest du auf Getränke aus sogenannten PET-Flaschen verzichten. Die Weichmacher und das enthaltene BPA haben ebenfalls den Ruf, sich negativ auf das Hormon Testosteron auszuwirken.

Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 – und die Schilddrüsenunterfunktion

Du hast sicher schon öfter gehört, dass eine Schilddrüsenunterfunktion zu Gewichtszunahme führt. Der Stoffwechsel arbeitet langsamer und du legst an Gewicht zu, auch wenn du dich vielleicht gut ernährst und nicht zu viel isst.

Du kannst deine Schilddrüsenfunktion jedoch selbst ankurbeln, wenn du Stress vermeidest. Auch hier sind Aktivitäten wie Yoga, Meditation und Atemübungen wieder sehr ratsam. Auch Vitamin D ist perfekt für die Schilddrüse. Das bedeutet für dich: Geh raus an die Sonne.

Auch gibt es einige Lebensmittel, auf die du verzichten könntest, damit die Schilddrüse wieder besser arbeitet. Streiche verarbeitete Lebensmittel und Fertigprodukte, verwende weniger Salz und verzichte auf übermäßig Kaffee. Grünes Gemüse tut deiner Schilddrüse gut. Trinke daher mehrmals pro Woche einen grünen Smoothie – der ist lecker und gesund.

Weitere Hormone für Gewichtsverlust

Ghrelin ist das sogenannte Hungerhormon und reguliert den Appetit. Es wird in der Bauchspeicheldrüse, in der Niere, in der Magenschleimhaut und auch im Hypothalamus gebildet. Je höher die Ausschüttung dieses Hormons, um so größer ist auch dein Appetit.
Eine proteinreiche und zugleich ballaststoffreiche Ernährung kann dir helfen, das Hormon Ghrelin zu senken. Dazu solltest du vor allem auf Hülsenfrüchte aller Art zurückgreifen. Diese liefern pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und machen richtig satt.

Leptin ist ein Hormon, welches in den Fettzellen produziert wird. Bei diesem Hormon handelt es sich um einen natürlichen Appetit-Zügler. Damit Leptin wieder ordentlich produziert werden kann und auch wirkt, solltest du auf fettreiche und zuckerreiche Lebensmittel verzichten. Auch Sport regt die Wirkung von Leptin immens an.

 

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CO2 einsparen im Alltag: 7 Tipps für weniger Kohlendioxid-Emissionen

CO2 einsparen im Alltag: 7 Tipps für weniger Kohlendioxid-Emissionen

CO2 ist ein Treibhausgas, das erheblich zur Klimakrise beiträgt. Im Alltag kannst du an vielen Stellen Kohlendioxid einsparen, indem du geschickt planst und dich für klimafreundliche Alternativen entscheidest. Lass dich nicht entmutigen, wenn einige Anregungen für dich nicht umsetzbar sind, sondern leiste für das Klima den Beitrag, der für dich realistisch machbar ist.

1. Fleischkonsum reduzieren

Wie du dich ernährst, trägt zu einem großen Teil deiner persönlichen CO2-Emissionen bei. Eine vegetarische oder vegane Ernährung verursacht weniger CO2 als eine fleischhaltige. Je weniger Fleisch, Wurst und tierische Produkte du verzehrst, desto mehr Emissionen kannst du einsparen.

Wenn eine rein pflanzliche Ernährung nichts für dich ist, kannst du deinen Fleischkonsum zumindest reduzieren und beispielsweise zum Sonntagsbraten zurückkehren. Insbesondere Rindfleisch gilt als Klima-Killer, da Rinder das schädliche Methan produzieren.

2. Saisonal und regional essen

Wenn deine Lebensmittel nur eine kurze Strecke vom Feld bis zu deinem Teller zurücklegen, fallen deutlich weniger transportbedingte Emissionen an. Über die Frage, welche Entfernung noch als „regional“ gilt, herrscht keine Einigkeit. Landesgrenzen sind dabei weniger entscheidend als die tatsächlich zurückgelegte Strecke. Wenn du nahe der niederländischen Grenze wohnst, können Möhren aus dem Nachbarland besser sein als Möhren aus Bayern.

Allerdings kann diese Einsparung zunichtegemacht werden, wenn zum Beispiel ein Apfel lange gekühlt werden muss. Deshalb ist auch eine saisonale Ernährung sinnvoll und wird oft in einem Atemzug mit regionalen Produkten genannt. Saisonal zu essen bedeutet: Du isst das, was gerade in der Umgebung geerntet werden kann.

Viele Menschen, die beim Einkauf auf Regionalität und Saisonalität achten, kochen für den Winter Lebensmittel ein – denn in Mitteleuropa gibt der Acker in der dunklen Jahreszeit nicht mehr viel her. Beim Einmachen solltest du jedoch ebenfalls bedenken, dass durch den Energieverbrauch beim Einkochen und Dörren weitere Emissionen entstehen können.

3. Mobilität überdenken

Sobald du dich morgens ins Auto setzt oder aufs Fahrrad schwingst, triffst du eine klimarelevante Entscheidung – denn auch die individuelle Mobilität spielt für die Entstehung von CO2 eine wichtige Rolle. Bei der Verbrennung von Benzin oder Diesel kommen weitere Schadstoffe hinzu, die auch für die Gesundheit von Belang sind.

Fußgänger und Fahrradfahrer verursachen geringe CO2-Emissionen. Ein Auto, in dem nur eine Person sitzt, schneidet hingegen schlecht ab. Selbst wenn du nicht allein durch Muskelkraft an dein Ziel gelangst, kannst du also CO2 einsparen – zum Beispiel, indem du…

  • eine Fahrgemeinschaft organisierst
  • Carsharing nutzt
  • auf öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn umsteigst
  • mehrere Verkehrsmittel kombinierst: mit dem Fahrrad zum Bahnhof und von dort aus mit dem Zug zur Arbeit oder Uni

Eine gute Planung kann ebenfalls dazu beitragen, deinen ökologischen Fußabdruck zu verbessern. Statt dreimal in der Woche mit dem Auto einen Umweg zum Supermarkt zu fahren, kannst du deine Mahlzeiten im Voraus planen und alles in einem Wocheneinkauf erledigen.

Fahrrad fahren und CO2 einsparen

4. Weniger wegwerfen

Eigentlich ist es ganz simpel: Was nicht hergestellt werden muss, verursacht auch keine Klimagase. Das gilt nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für Kleidung, Schuhe und andere Güter. Verderbliche Lebensmittel sollten so gelagert werden, dass sie bis zum Verbrauch halten. Wenn du dir mit mehreren Personen einen Kühlschrank teilst, solltet ihr euch gut absprechen, um doppelte Einkäufe zu vermeiden.

Auch Modeinteressierte müssen nicht verzweifeln: Auf Tauschpartys oder in Secondhand-Läden findest du Kleidung, an der nichts auszusetzen ist und die Abwechslung in deinen Kleiderschrank bringt. Unter Freunden, Kollegen und innerhalb der Familie lassen sich ebenfalls Tauschkreise etablieren.

5. Grün putzen und waschen

In vielen Drogerien und Supermärkten findest du oft eine Auswahl an Öko-Waschmitteln und grünen Reinigungsmitteln. Mithilfe von einheimischen Pflanzen wie Seifenkraut, Efeu oder Rosskastanien kannst du sogar dein eigenes Waschmittel herstellen. Da Pflanzen für ihr Wachstum CO2 aufnehmen, sind solche DIY-Lösungen praktisch kohlenstoffneutral.

Für eine hygienische Reinigung deiner Wohnung genügen oft wenige Basisprodukte. Wenn du regelmäßig putzt, lassen sich viele Verschmutzungen allein mit lauwarmem Wasser und einem kleinen Schuss Reinigungsmittel lösen.

Bei der Wäsche kannst du zudem CO2 sparen, wenn du keinen Wäschetrockner verwendest und deine Textilien stattdessen an der frischen Luft trocknest. Achte darauf, dass die Waschmaschine nicht halb leer läuft. Eine Waschtemperatur von mehr als 60 Grad ist nur in wenigen Fällen erforderlich.

Vielleicht ergibt sich sogar die Möglichkeit, eine Waschmaschine mit anderen zu teilen? In einer Studenten-WG ist das oft der Standard, aber auch Ein- oder Zweipersonenhaushalte, die auf getrennte Wohnungen verteilt sind, können sich in der Nachbarschaft zu einer Waschgemeinschaft zusammenschließen.

6. Flugreisen vermeiden

Ein Urlaub in Asien, Afrika oder Australien ist für viele ein Erlebnis, an das sie noch lange zurückdenken. Leider gelangen bei einer Flugreise viele Klimagase in die Atmosphäre. Wenn du dich einfach nur mal richtig erholen möchtest, ist eine Fernreise nicht erforderlich: Wellness-Hotels, Yoga-Seminare oder ein entspannter Strandurlaub an der Ostsee sind mit geringem Aufwand möglich. Innerhalb von Europa kommst du mit der Bahn sehr gut voran.

„Der Weg ist das Ziel“ ist ein Motto, mit dem auch eine Fernreise zu einem echten Abenteuer wird. Als Student in den Semesterferien oder während eines Sabbaticals kannst dir die Herausforderung stellen, so klimafreundlich wie möglich die Welt zu erkunden. Mit einer großen Fahrrad-Tour sparst du auf Reisen ebenfalls CO2.

In manchen Berufen ist es üblich, zu Meetings oder Kongressen ebenfalls mit dem Flugzeug anzureisen. Bevor du darüber nachdenkst, auf welche alternativen Transportmittel du ausweichst, kannst du überlegen, ob deine räumliche Anwesenheit überhaupt erforderlich ist. Viele Besprechungen lassen sich heutzutage auch per Videochat erledigen. Kannst du eine Reise nicht absagen, bieten dir Kompensationsprogramme die Möglichkeit, die CO2-Emissionen zumindest auszugleichen.

7. Stromverbrauch reduzieren

Da die Stromerzeugung Kohlendioxid verursacht, kannst du beim Stromsparen nicht nur deinem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt etwas Gutes tun. Elektrogeräte sollten nicht unnötig im Stand-by-Modus bleiben. Das gilt auch für Computerbildschirme am Arbeitsplatz oder den privaten Laptop in der Uni.

Auch bei den Einstellungen für deinen Kühlschrank, Backofen oder Herd sowie bei deiner Heizung kannst du überlegen, welche Temperatur wirklich erforderlich ist und was nur deiner Ungeduld geschuldet ist.

Eine E-Mail zu verschicken, verursacht weniger CO2 als ein Brief. Allerdings ist auch eine E-Mail nicht CO2-neutral, da für den Versand Server betrieben werden müssen. Bei der Nutzung von Handy, Computer und Tablet lohnt es sich deshalb, vor dem Schreiben kurz innezuhalten und zu überlegen, ob die Nachricht wirklich notwendig ist. Da beim (vor-)schnellen Abschicken leicht ein Punkt vergessen wird und du dann eine zweite E-Mail verschicken musst, hilft das Nachdenken auch dabei, die Menge an Nachrichten zu reduzieren.

 

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Ruby O. Fee: Ihr Leben, ihre Leidenschaft & ihr Streben nach Nachhaltigkeit

Drei Monate war Ruby nun beruflich in Los Angeles. Eine Stadt, die es ihr im wahrsten Sinne des Wortes angetan hat. Sie liebt L.A. und könnte sich durchaus ein Leben dort vorstellen. Frisch zurückgekehrt im schönen Berlin haben wir uns mit ihr in ihrem Lieblings-Café Rose Garden getroffen, da sie vor allem zum aktuellen Thema Nachhaltigkeit viel zu erzählen hat. Wie sie selbst versucht, Gutes für die Umwelt zu tun, wie sie aufgewachsen ist und was Ruby schon früh in ihrem Heimatland Brasilien gelernt hat, erfährst du hier.

Geboren in Costa Rica (San José; 1996), aufgewachsen in Brasilien und dann 2008 der Umzug nach Berlin. Neben Deutsch und Englisch sprichst du fließend Portugiesisch und hast durch diese Kombination wohl einiges an südamerikanischem Temperament in dir. Gibt es denn etwas, was du in Brasilien nach wie vor besser findest als hier – etwas, woran du dich hier einfach nicht gewöhnen kannst oder willst?

Das ist schwer zu sagen, denn ich mag es, mich auf Situationen einzulassen. Brasilien hat unglaublich viele schöne Seiten, die super toll sind. Andererseits gibt es hier in Berlin aber Seiten, die ich in Brasilien nie zu Gesicht bekommen hätte. Beruflich ist es für mich natürlich viel besser in Berlin zu sein, aber ich liebe Brasilien und besonders Bahia, den Ort, an dem ich aufgewachsen bin. Ich weiß nicht, ob man sagen könnte, dass es in Brasilien besser ist als hier, aber was ich am Leben in diesem südamerikanischen Land schön finde ist, dass man sehr viel in der Natur ist. Man ist einfach viel naturverbundener. Das ist etwas, was mir hier fehlt. Dann ist da natürlich noch der Strand, den ich sehr liebe. Klar haben wir hier in Berlin auch Sommer, doch das Wetter ist in meinem Heimatland schon um einiges besser und angenehmer.

Und dann sind da noch die Menschen, die alle so herzlich, offen und positiv sind, wo ich mir hin und wieder wünsche, man könnte das hier manchmal auch ein bisschen mehr rauslassen. Hier sind viele einfach sehr für sich selbst eingestellt und oftmals auch verängstigt und nicht wirklich offen der Welt gegenüber. Ich freue mich immer, wenn ich nach Brasilien fliege. Ich versuche, dass ich wenigstens einmal im Jahr dort sein kann, um meine Freunde und Familie zu besuchen.

Wo fühlst du dich denn mehr zuhause?

Ich muss zugeben, dass es fast ausgeglichen ist: Ich liebe Berlin und ich bin seit meinem zwölften Lebensjahr hier, was ja schon eine ganze Weile ist und weshalb ich Berlin auch als mein Zuhause sehe. Wenn ich dann nach Brasilien fliege, fällt mir allerdings auf, was ich alles vermisst habe. Für mich ist es die Abwechslung zwischen Berlin und Brasilien, die mir ein außergewöhnliches Zuhause bietet. Ein Zuhause auf zwei Kontinenten.

Ruby O. Fee

Ein Thema, welches dir unheimlich wichtig ist, ist Nachhaltigkeit. Du hast schon als Kind mit deiner Mutter viel Zeit auf Flohmärkten verbracht, um dort eure Kleidungsstücke an Bedürftige weiterzugeben. Wie kam es dazu?

Wir haben das nicht bewusst gemacht, es war vielmehr normal für uns, anderen helfen zu wollen. Meine Mutter hat damals immer meine Kinderklamotten an Bedürftige weitergegeben, da man als Kind so schnell wächst. Auch wenn wir längere Zeit auf Reisen waren, was ja des Öfteren vorkam, haben wir Koffer voller Kleidungsstücke an die Menschen und Kinder im jeweiligen Land verschenkt. Ich muss auch sagen, dass es eine sehr schöne Erfahrung ist, wenn man seinen Mitmenschen etwas Gutes tut. Wir sind in sehr vielen Ländern gewesen, Indien, Afrika und Thailand und dort sind die Menschen über Hilfe sehr dankbar.

Ich finde jetzt aber nicht, dass man weit reisen muss, um helfen zu können, denn das kann und sollte man im eigenen Land genauso tun. Bei uns ist dies im Ausland passiert, weil wir eben viel unterwegs gewesen sind. Mittlerweile ist das Reisen natürlich weniger geworden, also nehme ich die Kleidungsstücke, die ich nicht mehr trage, um sie Leuten zu geben, die hier bei uns leben. Generell muss ich sagen, dass ich dieses ganze Movement, was gerade so passiert, sehr wichtig finde. Wir alle sollten sehr viel achtsamer werden. Ich erinnere mich, als ich noch in Brasilien gelebt habe, dass die Bewohner dort, besonders da sie so viel in der Natur unterwegs sind, generell nachhaltiger leben als Menschen in dichtbesiedelten Großstädten, wo von der Natur nicht mehr viel übrig ist.

Gibt es denn aktuelle Projekte zum Thema Nachhaltigkeit, an denen du arbeitest?

Ich befasse mich erst seit kurzem so stark mit dem Thema Nachhaltigkeit im eigenen Land, denn vieles, was nachhaltig ist, habe ich vorher automatisch gemacht, ohne groß darüber nachzudenken. In letzter Zeit habe ich mich viel mit anderen Interessierten über das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz austauschen können. Jetzt möchte ich selbst aktiver werden und überlege, was genau ich machen könnte. Ich bin mir sicher, dass ich sehr bald eine passende Aufgabe finde, die mich zu diesem Thema etwas beitragen lässt. Vielleicht kommt ja auch jemand auf mich zu und erzählt mir von einer tollen Idee, die wir dann gemeinsam umsetzen.

Wir Deutschen bilden uns ja immer ein, super nachhaltig und umweltbewusst zu sein. Im Vergleich zu dem, was du aus Brasilien kennst, wie schneiden wir da ab und was sollte hier vielleicht deutlich besser laufen?

Ich glaube, es ist immer und überall noch Verbesserungsbedarf. Jeder einzelne Haushalt kann mehr zum Schutz unserer Erde beitragen, als er aktuell vielleicht bereits tut. Da ist es sicherlich egal, ob das hier in Deutschland oder in Brasilien ist, denn niemand verhält sich diesbezüglich perfekt. Man kann natürlich nicht alles von heute auf morgen auf den Kopf stellen, aber das, was jedem Einzelnen individuell möglich ist, sollten wir auch umsetzen. In meinem Beruf ist es so, dass ich auch nicht auf alles verzichten kann, was jetzt nicht zwingend super nachhaltig ist. Aber ich kann darauf achten, was ich persönlich ändern kann, um auch beruflich nachhaltiger zu sein. Was ich sehr gut finde ist, dass mittlerweile am Set darauf geachtet wird, dass weniger Plastik verbraucht wird. Es gab immer Plastikbecher und Plastikflaschen und jeder ließ die ständig irgendwo liegen. Irgendwann kam es dazu, dass man einen einzigen Wasserkanister deponiert hat und jeder bekam einen Becher, den er oder sie sich an die Hüfte klippen konnte. Ebenso wie die Mülltrennung am Set – damals gab es nur einen großen Mülleimer, heute stehen da manchmal drei bis vier und das ist gut so. Dies sind zwar nur Kleinigkeiten, doch auch diese sind bereits ein Schritt in die richtige Richtung.

Du sagtest kürzlich: „Wenn jeder im kleinen Rahmen nachhaltiger agiert, ist schon viel getan.“ Wo und wie versuchst du persönlich diesem Streben nach Nachhaltigkeit gerecht zu werden?

Ich habe lustigerweise durch meine beste Freundin Zsá Zsá sehr viel dazugelernt. Ich war ja damals kein Stadtkind und vieles war für mich neu. Sie ist Vegetarierin, trennt akribisch den Müll, kauft Lebensmittel aus der Region und achtet darauf, dass ihre Lebensmittel Bioqualität haben. All das war für mich neu und dank ihr konnte ich mein Bewusstsein dahingehend erweitern. Wir waren gerade wieder bei der Veranstaltungsreihe BE A MOVER von Daimler zu Gast, wo es ausnahmslos um Nachhaltigkeit und E-Mobilität ging. Angefangen bei fairer Mode aus der Region, über diverse recycelte Produkte und vieles mehr. Ich finde dieses Thema interessant und gleichzeitig ist es sehr wichtig sich zu informieren. Ich denke, wir sollten alle gemeinsam dazulernen und voneinander lernen: wenn ich z.B. ein Interview dafür nutzen kann, um mich über diese alltäglichen „Kleinigkeiten“, die unsere Welt ein wenig besser machen austauschen zu können, dann freut mich das und ich nutze die Möglichkeit natürlich.

Aktuell spaltet die junge Schwedin Greta Thunberg die Gemüter weltweit. Wie stehst du zu dem was sie sagt, tut und denkt? Wie realistisch oder unrealistisch sind ihre Denkansätze?

Ich glaube, sie ist auf die Welt gekommen und hat diesen Auftrag für sich entdeckt. Ich finde es ist wichtig, dass die Klimabewegung eine so starke Stimme gewonnen hat, aber natürlich kann sich nicht jeder einhundertprozentig nachhaltig verhalten. Was ich gut finde ist, dass das Thema Umweltschutz durch Greta aktuell so sehr in den Medien ist und dass diese Tatsache viele zum Nachdenken bewegt und man sich selbst die Frage stellen kann, was man ändern könnte. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, weshalb Greta von immer noch so vielen so sehr verurteilt wird. Ich denke, dass liegt vielleicht auch daran, dass Menschen, die vor etwas Neuem stehen, erst einmal verunsichert werden. Es kann und muss sich natürlich jeder seine eigene Meinung bilden, aber ich bin da sehr wissbegierig, offen und höre mir das gerne an, um dann entscheiden zu können was ich persönlich in meinem Wirkungsfeld zum Klimaschutz beitragen kann.

Vor kurzem wurde eine Woche lang Berlin durch die Umweltschutzbewegung „Extinction Rebellion“ lahmgelegt. Sitzblockaden und gesperrte Straßen wohin man geschaut hat. Warst du dabei?

Ich war zu dieser Zeit selbst in New York, wo so viele Menschen bei „Fridays For Future“ auf der Straße waren. Es war sehr krass, denn wir standen zwischen so vielen Hochhäusern und überall waren Kinder mit Schildern, die geschrien haben: „Wir wollen eine Zukunft, wir wollen eine Zukunft!“ Es war ein heftiges Gefühl, zwischen all den alten und jungen Demonstranten zu stehen.

Bist du der Meinung, es wären auch so viele junge Menschen auf der Straße gewesen, wenn es ein Samstag gewesen wäre und kein Freitag, an dem sie für die Demo die Schule haben schwänzen dürfen?

Ich glaube tatsächlich, dass sie auch samstags gekommen wären. Man kann natürlich behaupten, dass junge Menschen solche Großveranstaltungen ausnutzen, um blau zu machen, aber ich bin der Überzeugung, dass sie dennoch gekommen wären. Die Kinder wissen nicht, was die Zukunft bringt und ich hatte echt das Gefühl, dass sie Angst davor haben.

Findest du, dass man für einen guten Zweck auch Gesetze brechen darf?

Ich weiß es nicht. Das ist eine echt schwierige Frage. Die Sache ist doch die, dass man sich fragen muss, wie und wann Leute aufwachen und wirklich zuhören. Klar ist so ein Verhalten auch nachteilig für die, die arbeiten müssen und durch Straßenblockaden in Mitleidenschaft gezogen werden. Es entsteht ein riesiges Chaos, aber gleichzeitig ist es wichtig, um Aufmerksamkeit zu generieren, weil uns sonst weitestgehend die Hände gebunden sind und sonst niemand zuhört. Also entstehen solche Ausnahmezustände wie Sitzblockaden quer durch Berlin, Paris und New York.

Oftmals geht Nachhaltigkeit mit dem Thema Vegetarismus einher. Deine beste Freundin und WG-Mitbewohnerin Zsá Zsá Inci Bürkle, mit der wir vor einiger Zeit ebenfalls zusammensaßen, hat dich der vegetarischen Ernährung etwas nähergebracht. Ist das jetzt genau dein Ding oder steht Fleisch nach wie vor aus der Speisekarte?

Ich bin in Brasilien aufgewachsen und dort wird Fleisch in der Ernährung ganz großgeschrieben. Man sollte sich jedoch auch bewusst machen, dass Fleisch nicht sehr gesund für unseren Körper ist. Hier entstehen dann sozusagen zwei Ansatzpunkte: Zum einen ist der Massenkonsum von Fleisch nicht nachhaltig und schadet dem Weltklima, auf der anderen Seite schadet es aber auch dir selbst. Ein umweltschonenderer Fleischkonsum wäre schon erreicht, wenn man nur noch ein oder zweimal pro Woche Fleisch isst und darauf achtet dieses aus ökologischer und artgerechter Haltung zu beziehen. Dadurch wird dein Verhalten automatisch nachhaltiger – auch wenn du es in erster Linie für dich selbst tust. Wenn man dann noch versucht seinen Einkauf bei lokalen Landwirten zu tätigen, dann hat man schon wieder einen weiteren Schritt zur Nachhaltigkeit gemacht, ganz ohne, dass es einem selbst weh tut.

Du bist schon früh vor der Kamera gestanden und bist diesem Beruf bis heute treu geblieben. War das schon immer dein Traum? Wie kam es dazu?

Ich wollte als Kind eigentlich Malerin werden. (lacht) Ich weiß deshalb nicht, ob die Schauspielerei schon immer mein Traum war, es wurde es aber. Nach dem wir nach Berlin gezogen sind musste ich mich erst einmal schlaumachen, was ich tun muss, um meinem Wunsch nachzukommen. So landete ich in einer Agentur und durfte meinen allerersten Film spielen. Das war sehr aufregend und schön.

Ich war schon immer ein Freigeist und fand schon früh, dass Filme eine faszinierende Welt waren, wo man Dinge kreieren kann, die es im echten Leben nicht gibt. Eine Art Fantasiewelt. Als Kind nimmst du Sachen wahr, die du als Erwachsener nicht mehr wahrnimmst und darüber die Macht zu haben, hat mich gefesselt. In eine Fantasiewelt einzutauchen und dies als Beruf zu machen, war das Beste, was mir hätte passieren können.

Als Kind bin ich in den Wald gegangen und habe überall Kekse verteilt und darauf gewartet, dass die Elfen kommen, um diese zu holen. Diese Traumwelt hat mich damals schon gepackt. Als ich entdeckt habe, dass ich einen Beruf ausüben kann, in dem ich den ganzen Tag spielen darf, da war für mich klar, dass dies mein Weg sein soll. Bis heute liebe ich es Filme zu machen und hoffe, dass ich das noch eine lange Weile machen darf.

Deine Filmografie kann sich mittlerweile sehen lassen und im Januar 2020 startet im Kino die Lebensverfilmung Udo Lindenbergs, einem echten deutschen Urgestein. Welche Rolle spielst du und wie waren die Dreharbeiten?

Die Dreharbeiten waren sehr schön. Ich übernehme nur einen kleinen Teil in seiner Geschichte in den 70er Jahren. Ich spiele eine verflossene Liebe und bin gespannt, wie der Film am Ende geworden ist. Jan Bülow spielt Udo Lindenberg, der echt super dazu gepasst hat und ihn sehr authentisch spielt. Udo Lindenberg selbst wird aber nicht im Film zu sehen sein.

Liebe Ruby, weiterhin viel Erfolg beim Film und wir hoffen, dass deine Ansatzpunkte zur Nachhaltigkeit bei vielen Lesern ankommen und umgesetzt werden.

 


 

Steckbrief von Ruby O. Fee

Vollständiger Name: Ruby Moonstone Camilla Willow Fee (Was das O. in Ruby O. Fees Namen bedeutet, bleibt ihr Geheimnis.)
Geboren: 7. Februar 1996 in San José (als Hausgeburt in einer Holzhütte im Dschungel Costa Ricas)
Sternzeichen: Wassermann
Größe: 1,68 m
Privates: Seit 2019 ist Ruby O. Fee mit dem Schauspieler Matthias Schweighöfer liiert.

Filmografie:

2010: Womb
2010–2012: Allein gegen die Zeit (Fernsehserie, 26 Folgen)
2011: Löwenzahn – Das Kinoabenteuer
2013: Lotta & die frohe Zukunft (Fernsehfilm)
2013: Letzte Spur Berlin – Ewige Dunkelheit (Fernsehserie)
2013: Die schwarzen Brüder
2013: Tatort – Happy Birthday, Sarah (Fernsehfilm)
2013: Dead
2014: Bibi & Tina
2014: Kein Entkommen (Fernsehfilm)
2014: Bibi & Tina: Voll verhext! (Gastauftritt)
2015: Als wir träumten
2015: Gespensterjäger – Auf eisiger Spur
2016: Rockabilly Requiem
2016: Tatort – Kartenhaus (Fernsehfilm)
2016: Das Geheimnis der Hebamme (Fernsehfilm)
2016: Shakespeares letzte Runde (Fernsehfilm)
2016: Zazy
2016: Seitenwechsel
2016: Verrückt nach Fixi
2016: Prinz Himmelblau und Fee Lupine (Fernsehfilm)
2017: Die Ketzerbraut (Fernsehfilm)
2017: Hard Way: The Action Musical (Kurzfilm)
2017: SCHULD nach Ferdinand von Schirach – Anatomie (Fernsehserie)
2017: Die Unsichtbaren – Wir wollen leben
2018: Tatort – Der kalte Fritte (Fernsehfilm)
2018: Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier
2018: Rosamunde Pilcher: Nanny verzweifelt gesucht (Fernsehserie)
2018: Der Alte – In voller Absicht (Fernsehserie)
2019: Polar
2019: Sweethearts
2019: Morden im Norden: Heile Familie
2019: Deine Farbe
2020: Lindenberg! Mach dein Ding

Fotos: Kerem Bakir / @keba; Kristian Fenselow

Lecker & gesund: So backst du mit Proteinpulver

Lecker & gesund: So backst du mit Proteinpulver

Bisher hast du Eiweißpulver nur für Shakes verwendet? Das proteinhaltige Pulver bietet noch viele weitere Möglichkeiten, um es kreativ einzusetzen. Es gilt als vielseitige Zutat für Brownies, Pancakes, French Toast oder Pralinen. Im Folgenden verraten wir dir alles rund ums Backen mit Proteinpulver und teilen gleichzeitig unsere liebsten Rezepte mit dir.

Warum solltest du mit Eiweißpulver backen?

Oftmals hören wir die Frage, warum überhaupt mit Proteinpulver gebacken wird. Warum sollte der bewährte Schokoladen- oder Käsekuchen nun mit Eiweißpulver zubereitet werden, wenn die Nascherei doch bisher gut schmeckte. Dabei geht es vordergründig um die verbesserten Nährwerte, die Proteinpulver bietet. Somit kann dadurch die Mehl- und Zuckermenge verringert werden und dennoch wird dem Gebäck die erforderliche Süße verliehen. Deshalb stammt der Großteil der Rezepte von Low-Carb-Fanatikern.

Statt dem klassischen und als ungesund eingeschätzten Industriezucker ermöglicht das Proteinpulver das Backen gesunder Süßigkeiten mit hohen Proteinwerten bei einer gleichzeitig niedrigeren Kohlenhydratmenge. Kuchen, Pfannkuchen und Pralinen, die wenig Zucker haben und dennoch süß schmecken – ein Traum aller Sportler und Ernährungsbewussten.

Verlieren sich die Proteine beim Backen?

Aufgrund der positiven Effekte des Eiweißpulvers entscheiden sich immer mehr Gesundheitsorientierte für das Backen mit Proteinpulver. Doch leidet die Eiweißmenge durch die Hitze? Da können wir Entwarnung geben. Sowohl beim Kochen als auch beim Backen wird die Proteinmenge nicht verringert. Der menschliche Körper nimmt das Eiweiß sowohl unverarbeitet als auch verarbeitet auf. Protein setzt sich aus mehreren Aminosäureketten zusammen und verändert durch das Backen die Struktur. Im Körper angelangt, werden die Moleküle gespalten und weiterverwertet. Dabei ist der menschliche Organismus dazu fähig, die aufgenommenen Aminosäuren in jeglicher Ausprägungsart zu verarbeiten.

Ändert sich der süße Geschmack des Eiweißpulvers nach dem Backen?

Generell verändert sich der Geschmack nicht. Doch die Geschmacksrichtung ist beim Backen ein ausschlaggebender Faktor. Insbesondere die Sorten Vanille und Schokolade eignen sich, da sie neutraler sind als Varianten wie Käsekuchen oder Schokolade-Karamell. Letztendlich bleibt es aber Geschmackssache. Für einige Rezepte sind auch andere Eiweißpulver-Sorten durchaus denkbar.

Welche Pulver sind ideal zum Backen?

Von Whey- bis Mehrkomponentenpulver: Alle Eiweißpulver haben ihre Daseinsberechtigung in der Welt des Backens. Whey-Proteinpulver bietet sich speziell für Pancakes, Energyballs und Kuchen an, während Casein-Eiweißpulver für Proteinbrötchen und Brot verwendet wird. Konträr dazu ermöglichen Mehrkomponentenpulver das Backen von Proteinriegeln.

Welche Rezepte sind einfach umsetzbar?

Im Folgenden stellen wir dir folgende drei Backrezepte mit Proteinpulver vor:

  • Brownies
  • Pancakes
  • Pralinen

Brownies

Brownies mit Proteinpulver

Für 9 Portionen benötigst du folgende Zutaten:

  • 2 Bananen
  • 185 g Magerquark
  • 100 ml Milch oder eine pflanzliche Alternative
  • 100 Haferflocken
  • 40 g Backkakao
  • 50 g Proteinpulver, vorzugsweise Schokolade
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 1 gemahlene Vanilleschote
  • 1 Prise Salz

Heize zu Beginn den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vor und verarbeite anschließend alle Zutaten zu einem cremigen Teig. Lege eine Backform mit ausreichend Backpapier aus und verteile den Teig. Je nach Größe der Form sind die Brownies dicker oder dünner. Backe die kleinen Küchlein ungefähr 20 Minuten auf der mittleren Ebene. Lasse sie danach abkühlen und schneide sie in 9 gleichgroße Stücke.

Pancakes

Pancakes mit Proteinpulver

Für 2 Portionen brauchst du folgende Zutaten:

Für den Teig:

  • 3 Eier
  • 45 ml Milch oder eine pflanzliche Alternative
  • 35 g Eiweißpulver, vorzugsweise Vanille
  • Prise Salz
  • Etwas Öl oder Butter

Für das Topping:

  • 100 g TK-Beeren wie Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren oder Brombeeren
  • 50 ml heißes Wasser
  • 50 g gehackte Pistazienkerne

Trenne zunächst die Eier und vermische das Eigelb mit der Milch in einer Schüssel. Schlage das Eiweiß steif. Hebe anschließend das Proteinpulver und etwas Salz unter die Eigelb-Milch-Mischung. Danach folgt der Eischnee. Streiche anschließend eine Pfanne mit Öl oder Butter ein und platziere einen gehäuften Esslöffel der Pancake-Mischung im Zentrum der Pfanne. Brate die kleinen Pfannkuchen dann knapp 4 Minuten. Die Tiefkühlbeeren mit dem heißen Wasser im Mixer zu einer geeisten Soße pürieren und über die Pancakes geben. Mit den Pistazienkernen dekorieren.

Pralinen

Pralinen mit Proteinpulver

Für 2 Portionen brauchst du:

  • 60 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
  • 50 Kokosflocken
  • 25 ml Milch oder eine pflanzliche Alternative
  • 40 g Magerquark
  • 40 g fettreduzierten Frischkäse
  • 30 g Eiweißpulver, vorzugsweise Vanille
  • 10 g Stevia
  • 1 gemahlene Vanilleschote

Vermische die Mandeln, Kokosflocken, das Eiweißpulver, Stevia und die gemahlene Vanilleschote. Anschließend fügst du die Milch, den Magerquark sowie den fettreduzierten Frischkäse hinzu. Wenn der Teig eine einheitliche Konsistenz aufweist, deckst du ihn ab und stellst ihn für knapp 2 Stunden kalt. Dadurch lässt sich die Masse zu einem späteren Zeitpunkt leicht formen. Nach Ablauf der Kühlzeit formst du mit angefeuchteten Händen die Kugeln und wälzt sie anschließend in den Kokosflocken und den gemahlenen Mandeln oder Haselnüssen.

 

Fotos: juliasudnitskaya; nata_vkusidey; Vladislav Nosik; New Africa / stock.adobe.com

4 typische Erfolgsmythen enttarnt

4 typische Erfolgsmythen enttarnt

Wahrscheinlich sind wir alle ein Stück weit auf der Suche nach der ultimativen Erfolgsformel. Denn Erfolg verspricht ein erfüllteres, glücklicheres Leben. Wer Erfolg hat, wirkt auf seine Mitmenschen attraktiver. Und dann ist da auch noch diese Sache mit den Erwartungen. Wir wollen erfolgreich sein, weil sich das einfach gut anfühlt, aber auch die Gesellschaft erwartet von uns, dass wir erfolgreich sein müssen.

Zahlreiche Tipps und Ratgeber wollen uns helfen, erfolgreich zu werden. Wir haben uns einige dieser Tipps genauer angeschaut und geprüft, ob sie wirklich so erfolgversprechend sind oder ob es sich nicht doch eher um Erfolgsmythen handelt.

Was ist Erfolg eigentlich?

Bevor wir die einzelnen Ratschläge anschauen, sollten wir uns noch mit der Frage auseinandersetzen, was Erfolg denn eigentlich ist. Die einfachste Definition ist sicherlich die folgende: Erfolg bedeutet, seine Ziele zu erreichen. Wir nehmen also ein Projekt oder eine Aufgabe in Angriff und wenn wir sie bewerkstelligen können, dann haben wir Erfolg.

Bei dieser Definition sollten wir allerdings nicht außer Acht lassen, dass nicht alle gesetzten Ziele auch sinnvoll und erfüllend sind. Denn viele Menschen verwechseln Erfolg mit Statussymbolen oder nehmen Ziele in Angriff, die sie nicht zufriedenstellen. Am Ende muss natürlich jeder seine eigenen Ziele definieren und herausfinden, was für ihn oder sie wichtig und erfüllend ist. Erfolg ist aber letztendlich nur möglich, wenn Sinnerfüllung und innere Zufriedenheit zur Erreichung der Ziele beitragen. Nur wer mit Leidenschaft und Begeisterung seine Ziele erreichen will, hat langfristig Erfolg.

Erfolgsmythos 1: Harte Arbeit führt zum Erfolg

Sicherlich sind Ehrgeiz, Einsatz und Fleiß ideale Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein. „Ohne Fleiß kein Preis“, diesen Spruch haben wir schon oft gehört. Wer hart und vor allem viel arbeitet, wird also zwangsläufig erfolgreich sein, oder? Nein, denn erfolgreich zu sein, bedeutet nicht, 16 Stunden am Tag zu arbeiten und dabei etwas zu tun, was einen nicht erfüllt. Wenn du auf diese Art erfolgreich bist, dann geht dies zu Lasten der Gesundheit, weil du zu wenig oder auch einfach schlecht schläfst. Es geht vielmehr darum, die anfallenden Aufgaben zu priorisieren und möglichst produktiv zu arbeiten. Du wirst es bei der Arbeit beispielsweise nicht schaffen, immer alle E-Mails und Telefonate sofort zu beantworten, gleichzeitig eine Präsentation zu erstellen oder die aktuelle Bilanz anzuschauen. Aber du kannst lernen zu priorisieren. Wende die 80/20 Regel an und konzentrier dich auf die Aufgaben, die dich weiterbringen. Und bei aller Begeisterung und bei allem Einsatz, vergiss nicht, dir auch mal eine Pause zu gönnen.

Erfolgsmythos 2: Erfolg ist Glückssache

Wer glaubt, dass Zufall und Glück unseren Erfolg beeinflussen, der ignoriert die Tatsache, wie viel wir selbst beitragen zu können, um erfolgreich zu sein. Sicherlich gibt es zufällige Begegnungen, die unser Leben verändern und manchmal haben wir Glück, weil wir eine Erfahrung machen, die uns bei der Bewerkstelligung einer Aufgabe auf die richtige Spur bringt. Wir dürfen uns aber nicht auf das Glück verlassen oder ihm gar die Schuld geben, wenn wir keinen Erfolg haben. Für den Erfolg ist es unerlässlich, die eigenen Ziele immer wieder zu hinterfragen und zu klären, was im Leben erreicht werden soll.

Darüber hinaus kannst du dich auch auf viele Situationen vorbereiten, indem du dir deiner eigenen Stärken und Schwächen bewusst bist und Selbstvertrauen in deine eigenen Fähigkeiten hast, ohne arrogant zu wirken. Achte auf dein Erscheinungsbild, das hilft dir dabei, dich gut zu fühlen und sei immer du selbst. Das macht dich authentisch und dadurch glaubwürdig. Wenn du dir das alles immer wieder vor Augen führst und richtig einsetzt, dann ist der Erfolg kein Glücksfall mehr.

Erfolgsmythos 3: Die richtige Anleitung führt dich zum Erfolg

Es ist nützlich zu wissen, wie erfolgreiche Menschen vorgegangen sind. Es ist hilfreich, ein paar Anregungen zu sammeln, wie du vorgehen kannst, um erfolgreich zu sein. Aber egal wie verführerisch die ganzen Ratschläge sind, Erfolg fällt einem nicht einfach in den Schoß. Deshalb solltest du deine Stärken nutzen und die Initiative ergreifen. Probiere Dinge aus und hab keine Angst vor Fehlern. Sei dein eigener Held und gestalte deinen eigenen Weg zum Erfolg. Lass dich inspirieren, aber nimm es selbst in die Hand. Und lass auf keinen Fall die Ausrede gelten, dass du ja etwas getan hättest und heute schon lange erfolgreich wärst, wenn dir nur mal jemand gesagt hätte, wie du das machen musst. Erfolg ist ein Prozess, um erfolgreich zu sein, musst du viele kleine Schritte gehen, die dich deinem Ziel näherbringen. Und keine Anleitung der Welt kann einem die Verantwortung nehmen, selbst aktiv zu werden.

Erfolgsmythos 4: Gute Noten bedeuten Erfolg im Berufsleben

Eine gute Grundausbildung ist wichtig, um erfolgreich zu sein. In der Schule, bei der Ausbildung und im Studium lernen wir viele nützliche Dinge, die uns helfen, die uns gestellten Aufgaben zu bewältigen. Aber eine solide Ausbildung mit guten Noten bedeutet nicht, dass wir auch im Berufsleben automatisch Erfolg haben. Persönlichkeit und Sozialkompetenzen sind hier mindestens genauso gefragt wie Fachwissen. Wir alle sind Teil eines Teams und werden irgendwann an einen Punkt kommen, an dem wir Informationen von Kollegen brauchen, um die eigenen Themen bearbeiten zu können. Dazu brauchen wir Teamgeist und Kommunikationsstärke, denn nur dann können wir erfolgreich mit anderen zusammenarbeiten.

 

Fotos: Andrey Kuzmin; Orlando Florin Rosu / stock.adobe.com

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