Persönliche Finanzen: Das können wir vom GameStop-Debakel lernen

Schnell und smart Geld zu verdienen, ist für viele Menschen reizvoll. Wie schnell das mit dem Geld im Internet tatsächlich funktionieren kann, hat uns die GameStop-Affäre gezeigt. Innerhalb kürzester Zeit wurde der Aktienmarkt durcheinandergebracht, die Kleinanleger brachten das Geschäft in Schwung. Manch einer profitierte davon, andere gingen leer aus. Wir werfen einen Blick auf das moderne Aktiengeschäft und was wir von GameStop lernen können.

Über steigende Kurse und Leerverkäufe

Zur richtigen Zeit in die richtigen Aktien zu investieren – darauf basiert ein gutes Aktiengeschäft. Doch weniger erfahrene Menschen neigen dazu, zum falschen Zeitpunkt zu investieren. Sie kaufen hoch und verkaufen niedrig. Einem vielversprechenden Trend zu folgen, bedeutet, einen Blick auf das zu haben, was eine Aktie in Zukunft antreiben wird. Bei GameStop dachte Investor Senvest, dass die Firma aufgrund neuer Produktveröffentlichungen einen Umsatzanstieg erleben würde. Aber ob ein steigender Kurs von Vorteil ist, hängt davon ab, auf welcher Seite man steht: GameStop galt als eine geshortete Aktie. Wird eine Aktie von Investoren leer verkauft, geht man davon aus, dass der Aktienpreis geringer wird.

Nun gab es aber eine Gruppe von Menschen, die sich über Reddit zusammenschlossen und Aktien von GameStop kauften. Immer mehr Leute und Investmentamateure stiegen in das Geschäft ein, entsprechend stieg der Kurs weiter an. Die Leerverkäufer bekamen es dann schnell mit der Angst zu tun, weshalb sie ihre Positionen schlossen. Das wiederum hatte zur Folge, dass der Aktienkurs noch mehr in die Höhe schoss. So wurde GameStop plötzlich zu einer unsicheren Sache und zeigte, wie volatil der Aktienmarkt ist.

Und was bedeutete das für Senvest? Sie verkauften die Aktien zu genau dem richtigen Zeitpunkt und gingen mit 700 Mio. Dollar aus der Sache. Man erkannte wohl genau den richtigen Punkt zwischen Risiko und Gewinn. Die Aktie stieg schnell an, man blieb dabei und wartete, bis sogar Elon Musk über GameStop getwittert hatte. Das Unternehmen schätzte die Situation und den schnellen Anstieg genau richtig ein und machte in nur wenigen Wochen ein großes Geschäft.

Wer im Internet Geld verdienen möchte, sollte seine Recherche machen

Wo und in was investiert werden soll, sind Fragen, die sich wohl jeder Amateurinvestor stellt. Gelernt haben wir von GameStop, dass ein zu schnell wachsender Kurs mit Vorsicht zu genießen ist. Investiert werden sollte in Unternehmen, die langfristig erfolgreich erscheinen und deren finanzielle Lage als gut einzustufen ist. Kurzweilige Trends zu erkennen, kann schnell viel Geld einbringen, doch diese Glücksgriffe sind vor allem für Neulinge auf dem Aktienmarkt eher die Seltenheit.

Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten, online Geld zu verdienen. Vom Online-Glücksspiel bis hin zu Aktien, die über Apps für wenig Geld gekauft werden können. Wer mit niedrigem Risiko ins Geschäft gehen möchte, sollte seine Hausaufgaben machen und keine Wunder erwarten. GameStop war so beeindruckend wie ein Jackpotgewinn am Spielautomaten, und tatsächlich haben beide mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick denken mag: Das Aktiengeschäft ist bis zu einem gewissen Teil immer ein Glücksspiel.

Manchmal sind Glücksspiele im Internet sogar weniger risikoreich als der Aktienhandel. Im Online Casino ohne Anmeldung ist nicht einmal eine Registrierung notwendig, stattdessen hat man blitzschnell Zugang zu tausenden von Spielen. Wird im Online Casino außerdem ein Bonus ohne Einzahlung genutzt, dann gibt es gar kein eigenes Risiko. Es wird mit einem kostenlosen Bonus um echte Gewinne gespielt, ohne dass je ein einziger Cent eingezahlt wurde – beim Aktienhandel sieht es da ganz anders aus. Ein Risiko gibt es immer, egal, wie gut die Hintergrundrecherche ist. Deshalb sollte nur Geld investiert werden, das langfristig angelegt werden kann und nicht die privaten Rücklagen gefährdet.

Aktientrends für 2021

Corona hat uns noch immer Fest im Griff, insgesamt scheint sich die Stimmung vielerorts aber wieder zu entspannen. Auch der Dax zeigte uns bereits zum Beginn des neuen Jahres, dass es ein paar spannende Trends gibt.

Der globale Klimaschutz, Infrastrukturprogramme und Konjunkturpakete sind etwas, mit dem sich die Menschen in diesem Jahr mehr denn je befassen. Die Pandemie hat großen Schaden angerichtet, einige Branchen werden hoffentlich wieder einen Aufschwung erleben. Dazu gehören zum Beispiel Luftfahrtunternehmen und Reiseveranstalter. Von Ryanair oder Lufthansa erwartet man beispielsweise, dass es bald wieder bergauf geht.

Spekuliert wird außerdem, dass andere Unternehmen wieder an Bedeutung verlieren werden. Dazu gehören unter anderem Amazon oder Netflix, bei denen es nach der Pandemie wahrscheinlich wieder etwas ruhiger zugeht.

So zeigt sich, dass erfolgreiche Aktiengeschäfte mit dem Treffen richtiger Prognosen und einer gehörigen Portion Glück einhergehen. Dass am Ende doch alles anders kommen kann als geplant, hat uns GameStop auf eindrucksvolle Weise gezeigt. Auch die vielen Amateur- und Kleinanleger, die die Pandemie nutzten, um sich mit Aktiengeschäften zu befassen, bringen den Markt in Bewegung. Das Jahr 2021 bleibt also ein spannendes für große und kleine Investoren, einige Auf- und Abwärtstrends werden wir noch beobachten.

 

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