6 wertvolle Tipps, um Freundschaften zu pflegen

Freundschaften sind Beziehungen

Es gibt eine Menge Informationen darüber, wie die Liebesbeziehung zum Partner stabilisiert und gepflegt werden kann. Viel seltener steht das Thema Freundschaft im Raum, dabei ist eine wirklich gute Freundin mindestens genauso wichtig wie der Partner! Zu deinen Freundinnen hast du nämlich auch Beziehungen, die ganz ähnlich funktionieren wie eine Liebesbeziehung. Auch dabei geht es um Vertrauen, Ehrlichkeit, sich kümmern und gemeinsamen Spaß. Und auch freundschaftliche Beziehungen können eingehen, wenn sie nicht umsorgt und beachtet werden. Darum solltest du dir einmal Zeit nehmen, dich mit den Beziehungen zu deinen Freundinnen und Freunden zu beschäftigen. Vielleicht brauchen sie noch etwas mehr Pflege, um wirklich zu blühen und nicht einzuschlafen.

Wie steht es um deine Freundschaften?

Oft laufen Freundschaften nicht so positiv, wie sie sollten oder könnten. Dann haben sie genau die entgegengesetzte Wirkung, als sie eigentlich sollten: Sie belasten, kosten Nerven und machen unglücklich. Falls es dir in einer Freundschaft auch so geht, solltest du dich fragen, an welchen Faktoren das genau liegt. Liste auf, was alles falsch läuft und dir mehr Sorgen als Freude bringt. Und dann frage dich, was du dazu beitragen kannst, dass die Beziehung zu der Freundin oder dem Freund wieder besser funktioniert. Vielleicht hilft ein offenes Gespräch, in dem ihr beide aussprechen könnt, was euch fehlt oder verletzt.

Wenn du dir etwas Zeit für alle deine Freundschaften nimmst, kannst du sie jeweils genau untersuchen und feststellen, ob du sie ausreichend pflegst. Dabei helfen dir die wichtigsten Punkte, die in einer guten Freundschaft erfüllt sein sollten.

Freundschaftspflege

Das 1×1 der Freundschaftspflege

Was gehört also zu einer wirklich guten Freundschaft? Eigentlich machen wir wahrscheinlich alle schon instinktiv vieles richtig, sonst würde keine Freundschaft jemals halten. Aber mit diesen Tipps kannst du deine Freundschaften noch besser und bewusster pflegen. Denn sie sind es wert, erhalten und wertgeschätzt zu werden.

1. Offenheit und Ehrlichkeit

Es sollte selbstverständlich sein, dass Freunde bzw. Freundinnen sich nicht anlügen. Zu Ehrlichkeit gehört aber noch viel mehr als nur das ehrliche Antworten auf Fragen. Es geht auch darum, einander nichts zu verschweigen und Informationen zu teilen, selbst wenn die Folgen unangenehm sind. Auch die eigenen Gefühle und Gedanken sollten so oft und selbstverständlich wie möglich mitgeteilt werden. Dass führt dazu, dass keine Vermutungen angestellt werden müssen oder eine Stimmung unter einander herrscht, die nicht einzuschätzen ist. Je mehr ganz offenherzig miteinander geteilt wird, desto entspannter und vertrauensvoller kann die Freundschaft nämlich sein.

2. Akzeptanz und Nachsicht

Niemand ist perfekt und vor wem kann man das zulassen, wenn nicht vor Freunden? Gute Freunde sollten Fehler nicht als Angriffsfläche nutzen, sondern nachsichtig damit umgehen. Liebevoll darauf hinweisen ist zwar angebracht (denn auch dafür sind Freunde da), aber dann ist vor allem Nachsicht angesagt. Auch wenn Fehler einem selbst bewusst sind, ist es nämlich nicht leicht, sie zu ändern. Manche unangenehmen Verhaltensweisen bleiben vielleicht für immer Teil der Persönlichkeit. Und gute Freunde sollten einander dann trotzdem lieben und mit allen Seiten akzeptieren – so wie man eben ist und ohne sich gegenseitig zurechtbiegen zu wollen.

3. Zuverlässigkeit

Wenn ein guter Freund oder eine gute Freundin ein Versprechen gibt, dann sollte das in Stein gemeißelt sein. Kommt nicht gerade ein Notfall dazwischen, dann wird dieses Versprechen eingehalten. Das ist die Idealvorstellung, die es leider nicht immer gibt. Versprechen oder Verabredungen werden schnell ausgesprochen und dann später wieder relativiert oder abgeändert. Viel zu oft vergessen wir, dass der andere sich darauf gefreut oder verlassen hat. Wir hören uns eben selber gerne reden und klingen gerne wie richtig tolle Freunde. Mit der Umsetzung nehmen wir es aber dann nicht ganz so genau. Wenn du dich darin wiedererkennst, sollte sich das unbedingt ändern!

4. Gemeinsam (er)leben

Genauso wie in der Beziehung zum Partner geht auch bei einer Freundschaft das Abenteuer oft im Alltag verloren. Man lebt so nebeneinander her und erzählt sich von Sorgen und Problemen. Dabei vergisst man die große, spannende Welt da draußen, die man eigentlich zusammen erleben wollte. Im Leben geht es doch vor allem um die tollen Erfahrungen und Erlebnisse, die man mit geliebten Menschen teilen kann. Von denen man sich dann Jahre später noch mit leuchtenden Augen und lachend erzählen kann. Also seid öfter mal spontan, aktiv oder abenteuerlustig zusammen und schafft euch gemeinsame Erinnerungen!

5. Geben und Nehmen

So ungefähr sollte es sich immer die Waagschale halten, auch wenn es je nach Phase natürlich stark schwankt: Das Geben und das Nehmen in einer Freundschaft. Das bedeutet nicht, dass du einer Freundin mit Kummer den Hahn zudrehst, weil du jetzt an der Reihe sein müsstest. Wenn es aber über lange Zeit hinweg ein Ungleichgewicht gibt, dann ist eine Person wahrscheinlich bald überlastet. Beobachte also immer ein wenig, ob eure Freundschaft ausgeglichen ist und von euch beiden jeder mal stark und mal schwach sein kann. Ob es mal um dich und mal um die andere Person geht, oder immer nur einer von euch im Mittelpunkt steht. Und sprich ein Ungleichgewicht unbedingt an!

6. Den Alltag teilen

Es geht im Alltag vor allem um die kleinen Dinge, die einen schönen Tag ausmachen. Die geteilten Insider, die lustigen Fotos, die spontanen Treffen oder die kurzen Telefonate. Es muss nicht immer ein stundenlanges Treffen sein, in dem alles miteinander geteilt wird. Viel besser sind die kurzen Nachrichten oder Meldungen, die uns am realen Alltag eines lieben Menschen hautnah teilhaben lassen. Die lassen uns mitleiden, mitfreuen oder mitlachen. Also: Wann hast du deiner besten Freundin zuletzt ein lustiges Foto von dir oder eine „Ich denk an dich!“-Nachricht geschickt?

 

Fotos: olly, Jacob Lund / stock.adobe.com