Affirmationen anwenden und verstärken: Motivation für jeden Tag

Kennst du das auch? Der Wecker klingelt, du kämpfst dich aus dem Bett und schon startest du schlecht gelaunt in den Tag, weil du müde bist und lieber ausschlafen würdest. Der Gedanke an die bevorstehenden Aufgaben, die nervige Kollegin und der Druck vom Chef machen es auch nicht gerade besser.

Dadurch bist du nicht automatisch ein Morgenmuffel. Dir geht es so wie vielen anderen Menschen auch, deren Tag einzig und alleine durch negative Gedanken mit Unmut beginnt. „Aber es ist doch auch so“, wirst du vielleicht sagen. Du denkst morgens an den Stress auf der Arbeit und dieser bewahrheitet sich auch prompt. Das nennt sich eine selbsterfüllende Prophezeiung. Wenn wir glauben, dass der Arbeitstag stressig wird, dann werden wir bereits angespannt das Büro betreten und selektiv nur das wahrnehmen, was unsere Annahme unterstützt. Der Mensch neigt nämlich dazu, dass er Bestätigung für sich, seine Meinung und seine Emotionen sucht – leider auch im Negativen. Dadurch verlieren wir schnell den Blick für die Realität und verlernen, das Leben auch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Die gute Nachricht: Das kannst du ganz leicht ändern, indem du dein Mindset durch positive Affirmationen beeinflusst. Dadurch bekommst du einen neuen und frischen Blick auf dich und dein Weltbild und optimierst es nach deinen Vorstellungen.

Was sind positive Affirmationen?

Bei positiven Affirmationen handelt es sich um kurze und prägnante Sätze, die dich und deine Wünsche bejahen und bestärken. Sie können dir dabei helfen, dass du insgesamt glücklicher und selbstbewusster wirst. Dein Selbstvertrauen wächst bei regelmäßiger Anwendung spürbar. Beispiele für positive Affirmationen sind:

„Ich bin glücklich.“
„Ich bin erfolgreich.“
„Ich lebe in absoluter Fülle.“
„Ich habe beruflich und privat Erfolg.“

Du siehst, es handelt sich dabei um positiv formulierte Sätze. Besonders die Formulierung spielt eine wichtige Rolle bei der Anwendung von positiven Affirmationen.

Was solltest du bei der Formulierung von stark wirksamen Affirmationen beachten?

Wir Menschen leben Tag für Tag mit unseren inneren Glaubenssätzen. Die meisten davon sind uns nicht einmal bewusst. Sie spielen sich nämlich auf einer tieferen Ebene – in unserem Unterbewusstsein – ab, sodass wir sie zwar situativ (und manchmal auch ständig) denken, sie jedoch nicht aktiv wahrnehmen.

Leider sind die meisten Glaubenssätze negativ ausgerichtet. Du kennst es vielleicht, wenn dir etwas misslingt und du automatisch denkst: „Ich bin so blöd. Ich kann gar nichts. Ich bin zu nichts zu gebrauchen.“ Hierbei handelt es sich um negative Glaubenssätze, mit welchen du dir und deinem Selbstvertrauen schadest. Oben hast du bereits gelernt, was es mit einer selbsterfüllenden Prophezeiung auf sich hat.

Bei der Formulierung von positiven Affirmationen solltest du also unbedingt darauf achten, dass sie dir dienen. Denn deine Affirmationen sind deine Diener, die dir dabei helfen, dein Traumleben zu realisieren.

Negationen vermeiden

Wichtig dabei ist, dass du auf Negationen verzichtest. Sage nicht: „Ich will nicht krank sein“, sondern „Ich bin gesund“. Statt „Ich will nicht arm sein“, sagst du dir „Ich bin finanziell unabhängig“.

Es kann dir helfen, wenn du dir zuerst überlegst, was dich beschäftigt. Hast du Geldsorgen? Bist du krank? Willst du weniger schüchtern sein? Notiere dir all deine negativen Aussagen zu deinem Selbstbild und pole sie in positive Aussagen um: Du bist reich, kerngesund und selbstbewusst!

Keine Wünsche formulieren

Wichtig bei der Formulierung ist auch, dass du sie nicht als Wünsche formulierst. Nicht: „Ich wünsche mir, dass ich selbstbewusst bin“, sondern „Ich bin selbstbewusst“. Gestalte deine Aussagen so, als seien sie bereits eingetreten. Wenn du dir Dinge wünschst, bedeutet es nämlich, dass du dich in einem Mangel befindest und dein Unterbewusstsein reagiert gewohnt negativ auf diesen. Wenn du dich jedoch in Fülle befindest, indem du so tust, als sei alles, was du haben willst, schon eingetreten, wird auch dein Unterbewusstsein positiv darauf reagieren und du wirst dich automatisch glücklicher und zufriedener fühlen. Diesen inneren Push deines Selbstbewusstseins kannst du auch nutzen, um deine persönlichen Ziele proaktiv anzupacken, denn dadurch wirst du automatisch mehr Überzeugung, Tatendrang und Selbstsicherheit leben.

Deine wahre Intention

Meist wollen wir etwas Materielles haben, weil wir glauben, dass wir dadurch glücklicher sein werden oder ähnliches. Betrachte deinen Wunsch und frage dich, ob es wirklich das ist, was du willst oder ob du bspw. durch ein neues Auto hoffst, dass du mehr Anerkennung erfährst. In diesem Fall willst du nämlich kein neues Auto, sondern einfach mehr Anerkennung. Und das wiederum lässt darauf schließen, dass du in deinem inneren einen Mangel an Selbstwert besitzt, den du durch Aufmerksamkeit von Außen kompensieren möchtest. Hier wäre die ideale Affirmation also: „Ich liebe mich und bin absolut einzigartig und wertvoll.“

 

 

Wie kannst du deine positiven Affirmationen verstärken?

Wiederholungen

Du verstärkst deine Affirmationen, indem du sie regelmäßig wiederholst. Am besten machst du dir am Anfang Notizzettel, die du an deinem Spiegel anbringst, an deinen Laptop heftest oder aber, indem du deine Affirmation als Hintergrund auf deinem Smartphone integrierst. Jedes Mal, wenn du dein Mantra liest, wird es sich in dir verfestigen, bis es in deinem Automatiezentrum angelegt ist und dadurch die negativen Glaubenssätze in dir verdrängt.

Visualisierung

Du kannst deine Affirmation zusätzlich verstärken, indem du dein Ziel visualisierst. Auch dies ist eine Technik zur Autosuggestion, also eine Methode, um dich selbst positiv zu beeinflussen. Stelle dir hierfür einfach vor, wie es sein wird, wenn du dein Ziel erreicht hast. Gedanklich hast du es bereits erreicht. Wie wird dein Leben dann sein? Was ist anders? Wie fühlst du dich dabei?

Fühlen und Hinspüren

Das Fühlen ist ein weiterer wichtiger Schritt, um deinen Wunsch zu verstärken. Indem du positive Gefühle erzeugst, verändert sich deine Schwingung. Du wirst nicht nur in dir Glückshormone freisetzen, die dich besser fühlen lassen, auch deine Ausstrahlung wird sich dadurch verändern. Ausstrahlung bedeutet hier auch, wie du dich plötzlich „neu“ wahrnimmst und auch, wie dein Umfeld dich plötzlich wahrnimmt.

Feste Rituale

Am effektivsten wendest du deine Affirmationen an, indem du feste Rituale in deinem Alltag etablierst. Zum Beispiel kannst du dir abends vor dem Schlafengehen Zeit nehmen, um eine kurze Meditation einzuleiten. Wenn du damit noch keine Erfahrung hast, kannst du auch eine geführte Meditation auf YouTube auswählen und den Anweisungen des Sprechers folgen, um eine Selbsthypnose oder Trance einzuleiten. Ein meditativer Zustand hilft dir dabei, deine Gedanken abzuschalten und dich voll und ganz auf deine Affirmation zu konzentrieren. Diese kannst du mehrmals wiederholen, um anschließend mit der Kraft deiner Imagination Bilder und Filme in deinem Kopf zu erzeugen, die dich bereits in deinem Traumleben zeigen. Nutze diesen Moment, um voll in das Gefühl einzutauchen, das bei der Idee an dein ideales Leben in dir aufkommt. Fühle es und genieße es.

 

 

Können positive Affirmationen auch Nachteile haben?

In der Regel haben positive Affirmationen nur Vorteile für dich. Es gibt jedoch auch ein paar kritische Stimmen hierzu.

Solltest du an einer psychischen Erkrankung oder einem Burnout leiden, kann es sein, dass du dich durch positive Affirmationen zu sehr unter Druck gesetzt fühlst. Um dies zu vermeiden, solltest du mit „kleinen Dingen“ anfangen. Arbeite in diesem Fall nicht mit großen Zielen, sondern etwa mit „Heute bin ich zufrieden“. Der zeitlich begrenzte Aspekt hilft dabei, dass du nicht zu viel auf einmal von dir erwartest. Sollte es nicht direkt beim ersten Mal funktionieren, versuche es einfach am nächsten Tag noch einmal. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Aber: Übung macht den Meister.

Eine andere Kritik besteht darin, dass diese Form des positiven Denkens auch schädlich sein kann; toxic positivity genannt. Die Annahme besteht darin, dass wir durch die positive Ausrichtung negative Gefühle verdrängen und dann dazu neigen, alles rosarot zu sehen. Du kannst das vermeiden, indem du abends deinen Tag realistisch Revue passieren lässt. Was ist Gutes passiert? Was hat dich zum Lachen gebracht? Was ist nicht gut gelaufen und warum? Reflektiere den vergangenen Tag und mache dir Notizen dazu in einem Tagebuch oder Daily Journal.

 

Foto: Drobot Dean / stock.adobe.com

Letzte Aktualisierung am 26.10.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API