Aufgepasst beim Haarstyling - Zu viel kann Kopfhaut und Haar strapazieren!

Haare sind ein unumstrittenes Schönheitssymbol unserer Gesellschaft. Haarschnitt und Frisur sagen nicht nur etwas über den Charakter der Trägerin oder des Trägers aus, sondern sollen unter Umständen sogar eine bestimmte Botschaft transportieren. Das Haarstyling spielt dabei vor allem bei Frauen, aber auch bei Männern eine große Rolle.

Während glänzende Haare als schön gelten, werden Schuppen als unangenehm empfunden, obwohl jeder Zweite mindestens einmal im Leben davon betroffen ist. Gerade deshalb gilt es, beim Haarstyling einige Dinge zu beachten, um Haut und Haar nicht überzustrapazieren. Im Zweifelsfall hilft ein mildes Shampoo gegen Schuppen, um trockene Kopfhaut zu pflegen und die Haare zu schützen.

Wie entstehen Schuppen?

Grundsätzlich sind eine geringe Menge an Schuppen ganz normal und gehören zum natürlichen Prozess der Hauterneuerung. Circa alle vier Wochen hat sich unsere Haut einmal komplett erneuert. Dabei verliert ein gesunder Mensch jeden Tag ungefähr 14 Gramm Hautschuppen am ganzen Körper. Die Kopfhaut ist besonders empfindlich, denn ihr spezielles Mikroklima soll uns vor äußeren Einflüssen, wie Sonneneinstrahlung und Bakterien schützen.

Gerät das Gleichgewicht der Kopfhaut zum Beispiel durch die Verwendung aggressiver Pflege- oder Stylingprodukte durcheinander, kann es zu einer vermehrten Abschuppung kommen.

Arten von Schuppen

Übermäßiges Haarstyling kann zu zwei verschiedenen Arten von Schuppen führen:

  • Trockene Schuppen

Trockene Schuppen entstehen bei trockener Kopfhaut und gehen meist mit einem unangenehmen Spannungsgefühl und Juckreiz einher. Trockene Schuppen sind die bekannteste Schuppenart, denn sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf den Schultern landen und besonders auf dunkler Kleidung deutlich sichtbar sind.

Verantwortlich sind neben Faktoren wie Sonneneinstrahlung und Stress vor allem das Haarstyling. Häufiges Waschen, heißes Föhnen oder das Styling mit Lockenwicklern, Lockenstab und Glätteisen strapazieren nicht nur das Haar und lassen es spröde und brüchig werden, sondern führen auch zu trockener Kopfhaut. Zusätzlich wird die Kopfhaut durch das falsche Shampoo, Conditioner, aggressive Haarfestiger, Haarschaum und Haarfärbemittel irritiert.
 

Ein mildes Shampoo gegen Schuppen kann zwar helfen, trockene Kopfhaut wieder mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen, jedoch kann eine nachhaltige Besserung nur dann eintreten, wenn die Haarstylingroutine entsprechend verändert wird.

 

  • Fettige Schuppen

Fettige Schuppen entstehen dann, wenn die Kopfhaut zu viel Talg produziert, weil der natürliche pH-Wert der Kopfhaut, beispielsweise durch Rückstände von Stylingprodukten, gestört wird. Kleine Schuppen verschmelzen miteinander und formen so größere gelblich-aussehende fettige Schuppen. Diese rieseln nicht, wie trockene Schuppen, auf die Schultern, sondern verkleben nahe der Kopfhaut.

Das fördert eine Vermehrung eines Hefepilzes, der natürlicherweise auf der Kopfhaut vorkommt und sich von Talg ernährt. Wenn der Pilz sich durch eine Überproduktion von Talg zu stark ausbreitet, kommt es zu Entzündungen der Kopfhaut und dadurch zu noch mehr Schuppen. Außerdem führt eine vermehrte Talgproduktion zu fettigen Haaren.

Tipps für dein Haarstyling

Für strahlende Haare und eine gesunde Kopfhaut musst du nicht komplett auf dein Haarstyling verzichten. Schon ein paar kleine Veränderungen in deiner Routine können Haut und Haar entlasten.

1. Verwende das richtige Shampoo

Ein Shampoo, das auf die Bedürfnisse deiner Haare abgestimmt ist, ist das A und O für eine glückliche Kopfhaut und somit für starkes Haar. Wenn deine Kopfhaut bereits fettige oder trockene Schuppen aufweist, solltest du auf jeden Fall auf ein entsprechendes Shampoo gegen Schuppen zurückgreifen. Solche Shampoos beinhalten Wirkstoffe, die mindestens zwei Minuten lang einziehen sollten, damit sie sich entfalten können.

2. Gönn deinen Haaren eine Pause

Wenn du dein Haar häufig föhnst, glättest oder lockst, lege regelmäßige Pausen ein, um trockener Kopfhaut eine Pause zu gönnen. Lass das Haar ab und zu lieber Lufttrocknen, als es zu föhnen.

3. Setze auf natürliche Produkte

Die meisten haben bereits natürliche Produkte in Küche oder Bad, die sich zur Pflege müder Haare und trockener Kopfhaut einsetzen lassen. Kokosöl ist dabei ein echter Allrounder. Setze generell bei Pflege- und Stylingprodukten auf Qualität und wenn möglich natürliche Inhaltsstoffe.

Haarwäsche

4. Haarwäsche: Max. alle zwei Tage

Vermeide tägliches Haarewaschen, so wird die Kopfhaut weniger gereizt und du gibst ihr die Gelegenheit, ausreichend Talg zu produzieren. Talg schützt und pflegt Haare und Kopfhaut. Wasche deine Haare nur alle zwei bis drei Tage mit lauwarmem Wasser und achte darauf, Rückstände von Pflege- und Stylingprodukten sorgfältig auszuspülen. Trockne die Haare danach vorsichtig mit einem Handtuch, ohne dabei zu rubbeln.

5. Beachte diese Regeln beim Bürsten

Kämme deine Haare regelmäßig, um den Talg in den Haaren zu verteilen. Verwende dafür eine Bürste mit Naturhaarborsten, um Haut und Haare zu schützen. Besonders trockene Kopfhaut reagiert empfindlich auf scharfkantige Zacken und Borsten. Kleine Wunden bieten einen Nährboden für Bakterien, die Entzündungen verursachen können. Wasche deine Bürste außerdem regelmäßig aus, um Mikroorganismen und Stylingrückstände zu entfernen.
 

Wenn du unter fettigen Schuppen leidest, bürste deine Haare nur vor dem Duschen. Das Bürsten fördert die Durchblutung und regt die Talgproduktion an.

 

Wer sich langfristiger an einer schönen und gesunden Haarpracht erfreuen möchte, sollte beim Haarstyling nach dem Motto “Weniger ist mehr!” handeln. Haut und Haar sind mehr als nur ein Schönheitsideal, sie sind auch ein Spiegel unserer Seele und Gesundheit. Deshalb sollten wir liebevoll und achtsam mit ihnen umgehen und im Zweifelsfall lieber zu einem Shampoo gegen Schuppen, als zum Haarspray greifen.

 

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