Serien-Tipp: „Modern Family“

Serien-Tipp: „Modern Family“

Serien-Tipp: „Modern Family“

Längst hat die turbulente und preisgekrönte (u.a. Golden Globe Awards und Emmys für die beste Comedy-Serie) Multi-Kulti-Generationen-Sitcom Millionen von Herzen in den Staaten erobert und verspricht auch in Deutschland ein voller Erfolg zu werden.

Dabei scheint das Familienoberhaupt gar nicht so „modern“ zu sein. Denn kein anderer als Ex-Al-Bundy-Darsteller Ed O’Neill blickt uns mit seinem altbekannten grimmigen Knautschgesicht als Jay Pritchett entgegen. Wie in „Eine schrecklich nette Familie“ steht ihm auch hier eine kurvige, vollbusige Ehefrau zur Seite. Doch hier hören die Gemeinsamkeiten der Sitcoms auch schon auf. Zum Glück. „Modern Family“ ist von anderem (weit clevererem!) Kaliber: erfrischend, spritzig und einfach schräg.

In der Mockumentary dreht sich alles um das Alltagsleben von drei miteinander verwandten Familien, die unterschiedlicher nicht sein können.

Hier eine Vorstellung der Familienkonstellation: Der durch Schränke reich gewordene Jay Pritchett (Ed O’Neill) ist seit Kurzem mit der deutlich jüngeren kolumbianischen Schönheit Gloria (Sofia Vergara) in zweiter Ehe verheiratet. Die bringt nicht nur reichlich Lautstärke, amüsante Missverständnisse und vor allem heißblütiges Temperament ins Haus, sondern auch ihren elfjährigen, aber im Geiste doch wesentlich älteren Sohn Manny mit. Jays Kinder aus erster Ehe, Claire und Mitchell, sind erwachsen und haben selbst schon eine Familie.

Seit 16 Jahren verheiratet und mit drei Kindern gesegnet, stellen sich Claire (Julie Bowen) und ihr stets optimistischer Ehemann Phil Dunphy (Ty Burell) den Problemen von Haley, dem typischen Teenager, Alex, Frau Neunmalklug in Person, und Luke, dem verspielten, leicht begriffsstutzigen Küken der Dunphys.
Jays schwuler Sohn Mitchell (Jesse Tyler Ferguson) von Beruf Anwalt lebt mit seinem Lebensgefährten Cameron (Eric Stonestreet), von Beruf Musiklehrer, Footballcoach, Clown, Chor- und Theatergruppenleiter, zusammen, mit dem er soeben ein vietnamesisches Baby adoptiert hat.

Zugegeben, das klingt jetzt nicht so lustig. Ist es aber. Zum Beispiel, wenn ein Schwuler als Katze im Baum hängt, die Latina „Baby Jesus“ bestellt und wenn die Dunphys ihren Valentinstag auf der Rolltreppe verbringen.

Modern Family ist herrlich komisch, ohne albern, nervig und übertrieben grotesk zu sein. Ein definitives Must-See!

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