„Hey, you wanna be friends with benefits?“

„Hey, you wanna be friends with benefits?“

„Hey, you wanna be friends with benefits?“

Freunde, die miteinander Sex haben – ohne Gefühle versteht sich! Wie lange geht das gut?

…Solange, bis sich einer von beiden verliebt. Primitive Antwort und eine einfache Theorie („Bloß nicht verlieben!“), meist aber fatal in der Praxis umgesetzt. Aber rollen wir dieses Phänomen mal von vorne auf. Es waren einmal ein Mann und eine Frau, die wollten nachts nicht alleine schlafen, den Tag aber nicht mit Beziehungsstress belasten, also schlossen sie einen Pakt: Sex ja, Gefühle no-go! Eine klassische Win-Win-Situation: Man genießt die Zärtlichkeiten, das Zusammensein und nicht zuletzt den Sex, spart sich dazu noch den belastenden Beziehungsalltag. Frau zickt nicht, Mann nervt nicht. Klingt alles wunderbar einfach, da fragt man sich doch glatt….“Wieso habe ich eigentlich nicht so einen Friend with Benefit?“

Singleleben, One-Night-Stands, Affären, Beziehungen – alles schon gehabt und erlebt; und so langsam wird’s halt einfach langweilig. Einen sogenannten „Fuckbuddy“ zu haben ist allerdings erst seit neustem Trend. Da es aber nicht ein Fremder sein soll (man weiß ja nie, wie strange manche Leute sein können…), schaut man sich einfachshalber mal im Freundeskreis um. Ein Kumpel, der nach Bedarf eben auch das Bett mit einem teilt. Solange, bis man keine Lust mehr hat oder der Traumpartner ums Eck kommt.

Warum der Masterplan oft nicht aufgeht

Meist aber passiert vorher das (fast) Unvermeidbare: Gefolge dem Motto „Alles verlief nach Plan, nur der Plan war scheiße“ entpuppt sich nicht selten der Bettgefährte als Prince bzw. Princess Charming. Was dann folgt ist in der Regel Theater ganz im Stil der besten Hollywood-Drehbuchautoren: Geweckte Hoffnungen, andere Erwartungen, unerwiderte Gefühle und eine tränenreiche Katastrophe.

Ja habt ihr denn nicht alle die Filme geguckt?! Mila Kunis und Justin Timberlake in „Freunde mit gewissen Vorzügen“ oder Natalie Portman und Ashton Kutcher in „Freundschaft Plus“ haben vorgemacht, was sich nicht selten auch im realen Leben ereignet: Einer tritt in die Liebesfalle, es folgen Missverständnisse und Eifersuchtsdramen. Es ist fast unvermeidbar, für eine Person, der man freundschaftlich nahe steht, mit der man dazu noch regelmäßig Intimitäten austauscht, keine romantischen Gefühle zu entwickeln – sei es wegen reiner Gewohnheit oder des menschlichen Bedürfnisses, sein Leben irgendwann einmal mit einem Partner zu teilen. Emotional gesehen wird das eine Achterbahnfahrt, ein wildes Auf und Ab der Gefühle und am Ende steht man dann vor den Scherben einer einst so tollen Freundschaft. Ungetreu dem klassischen Hollywood-Rezept gibt’s nämlich im wahren Leben nur selten ein Happy End.

Friends with Benefits – Wie es funktionieren kann

Dennoch…Ausnahmen bestätigen die Regel. Friends with Benefits kann ein Experiment sein ohne Tränenverguss. Hierfür Folgendes beachten…

…Kann ich Sex und Gefühle trennen?
Nur wer in der Lage ist, eine klare Grenze zu ziehen, sollte sich auf so etwas einlassen. Du verliebst dich schnell? Bist eine hoffnungslose Romantikerin oder hast in der Kindheit einfach nur zu viele Disney-Filme geguckt? Dann vergrab die Idee mal lieber ganz schnell im hintersten Eck deiner Gedankenwelt. Auch wer sonderlich emotional ist oder schnell zu Eifersucht neigt, sollte diesen Gedanken verwerfen. Besitzansprüche und Regeln gehören nicht zum No-Strings-Attached-System.

…ist der Partner der richtige dafür?
Auch bei der Auswahl des Gegenübers drauf achten: Finger weg von Romantik-Fanatikern und Dauerverliebten. Man will den anderen schließlich nicht an der Nase herumführen. Wichtig ist es auch, den Grad der Freundschaft zu bedenken. Mit dem besten Kumpel ins Bett? Dann doch lieber die Freundschaft wahren.

…Was genau will ich?
Sehne ich mich nach einer Beziehung? Bin ich das Single-Leben satt? Nur wer wirklich „just for fun“ eine solch ungebundene Beziehung eingeht, ist auf der sicheren Seite. Wer eigentlich nach etwas Festem sucht und sich aus Mangel an geeigneten Partnern mit einem Friend with Benefit zufrieden gibt, den erwartet meist ein böses Erwachen: Schnell interpretiert man zu viel in die Sexbeziehung hinein – Enttäuschung vorprogrammiert!

…Klare Ansagen machen
Damit auch ja keine Missverständnisse entstehen! Bloß kein „Mal schauen, wohin das führt“-Gedusel. Von Anfang an deutlich machen, worum es hier geht: Sex, aber bitte ohne Gefühle.

Foto top: No Strings Attached (2011) Movie Poster, Paramount Pictures

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