Entdecke die schönsten nachhaltigen Jeans-Labels

Genauso wie viele andere Produktionen, verursacht auch die Modeindustrie große Umweltschäden und beutet Natur und Menschen aus. Das muss aber nicht sein, denn viele Labels beweisen mittlerweile, wie es anders gehen kann. Sie stellen ihre Produktion um, verzichten auf schädliche Stoffe, produzieren unter fairen Bedingungen und nutzen erneuerbare Ressourcen oder verwerten gar Abfallprodukte bzw. recyceln Textilien.

Vor allem beim Kauf einer Jeans ist Nachhaltigkeit eine Investition in die Zukunft von Natur und Umwelt, aber auch in die eigene Gesundheit und für den eigenen Geldbeutel. Denn nachhaltig produzierte Jeans zielen auf Langlebigkeit und Qualität hin, so dass sie ein zuverlässiges und hochwertiges Kleidungsstück sind.

Vorteile nachhaltiger Mode aus einen Blick:

  • Du kaufst mit gutem Gewissen gegenüber der Umwelt und den Arbeitern.
  • Du erwirbst ein langlebiges Qualitätsprodukt statt Fast Fashion zu kaufen.
  • Du trägst biologische Rohstoffe ohne Genmanipulation oder schädliche Chemikalien.
  • Du unterstützt Firmen, die Wert auf wasser- und energiesparende Produktion legen.
  • Du stimmst mit deinem Kauf für nachhaltige Produktion und erhöhst die Nachfrage.
  • Du trägst bei zum Erfolg verlässlicher Siegel und überprüfter Produktionen.

Nudie Jeans

Diese schwedische Jeans-Marke wirbt damit, dass ihre Jeans mit der Zeit immer schöner werden und quasi Charakter bekommen. Der Alltag darf Spuren auf ihnen hinterlassen und sie machen dank hervorragender Qualität alles mit. Dieser Qualität vertrauen die Hersteller so sehr, dass sie lebenslange kostenlose Reparaturen versprechen. Die Hosen bestehen aus GOTS-zertifizierter Baumwolle und werden in Italien und Tunesien unter fairen Bedingungen produziert (die Marke ist Mitglied der Fair Wear Foundation). Außerdem verwendet das Label keine Lederpatches, ist also vegan und macht die eigene Produktionskette auf ihrer Website transparent.

Mehr auf nudiejeans.com


Kuyichi

Auch die holländische Jeansmarke ist Mitglied Fair Wear Foundation und wurde von der Initiative MADE-BY als transparent bewertet, da die gesamte Produktionskette aufgeschlüsselt wird. Die Baumwolle der meisten Jeans ist GOTS-zertifiziert und bei der Herstellung wird auf die umweltschädliche Sandstrahlung komplett und auf Chemikalien weitestgehend verzichtet. Bei Kuyichi wird laufend an der Verbesserung von Energie- und Wasserverbrauch gearbeitet. Außerdem bietet das Label besonders viele verschiedene Schnitte, Passformen und Waschungen sowohl für Frauen als auch Männer an.

Mehr auf kuyichi.com


Bleed

Die Marke hat viele Ansprüche an sich selbst, denen sie auch allen gerecht wird: Sie ist ökologisch, fair, vegan und nachhaltig. Die Baumwolle für Jeans ist GOTS-zertifiziert und stammt aus Afrika und Indien. Sie wird angebaut, ohne Chemikalien zu verwenden und ebenso chemiefrei in Portugal weiterverarbeitet. Die letztendliche Jeans wird dann in Polen angefertigt. Damit ist die Produktionskette sehr transparent. Die Auswahl ist übersichtlich und umfasst zwei Herrenjeans und drei Damenjeans. Bleed bietet jedoch noch weitere Mode an, ist also kein reines Jeans-Label.

Mehr auf bleed-clothing.com


Manomama

Bei diesem neuen Label aus Augsburg findet tatsächlich die gesamte Produktion in Deutschland statt. Die Hosen bestehen alle aus Biobaumwolle und teilweise ein wenig regionalem Hanf und sind auch vegan. Da auf erdölbasierte Stoffe komplett verzichtet wird, geht das Label damit sogar über die Ansprüche der GOTS-Zertifizierung hinaus. Um keine Materialien zu verschwenden, werden die Jeans jeweils erst nach der Bestellung angefertigt – mehrere Modelle und Farben stehen zur Auswahl. Auf Wunsch gibt es sogar maßgefertigte Jeans. Diese kleine Firma arbeitet sehr sozial, ökologisch und transparent.

Mehr auf manomama.de


Kings of Indigo

Jeans dieser Marke bestehen aus Biobaumwolle mit GOTS-Zertifikat und aus recycelter Baumwolle. Außerdem ist das Label Mitglied der Fair Wear Foundation und macht alle Produktionsschritte transparent, so dass der Kunde sie nachvollziehen kann. Bei der Produktion werden wassersparende Waschmethoden und umweltfreundliche Färbemethoden angewendet. Eine Jeans dieser Marke kann man schon mit der Levis 501 vergleichen, denn sie ist entsprechend langlebig und zeitlos. Der Gründer des Labels hat die „Triple-R-Philosophy“ entwickelt, bei der es um Recycle, Repair und Reuse geht. Seine Jeans sollen also so lange wie möglich genutzt und repariert werden.

Mehr auf kingsofindigo.com


Re/Done

Eine ganz besondere Marke mit innovativem Konzept nutzt alte Levis-Jeans, um ihnen neues Leben einzuhauchen. Die Jeans werden auseinandergenommen, neu zusammen gesetzt, aufgewertet und an die aktuelle Mode angepasst. Durch umschneidern, umfärben, besticken usw. werden neue Trendjeans aus bewährt hochwertigem Material geschaffen. Diese Geschäftsidee deutet den Recycling-Gedanken damit neu und nutzt ausrangierte Jeans nicht nur als Rohmaterial, sondern für das, was sie sowieso schon sind: Langlebige und damit nachhaltige Markenjeans. Im Studio werden dabei außerdem keine giftigen Chemikalien verwendet und möglichst wenig Wasser genutzt.

Mehr auf shopredone.com


AYR

Ebenfalls ein sehr spannendes und gut durchdachtes Geschäftsmodell haben sich die Gründer von AYR einfallen lassen. Der Name steht nämlich für „all year around“ und richtet sich deutlich gegen Fast Fashion, vergängliche Modetrends und die damit einher gehende Verschwendung von Textilien. Jede Woche bietet die Marke ein neues Teil an, das immer perfekt in die Gesamtkollektion passt. Es handelt sich um gut kombinierbare und zeitlose Stücke, die jeweils so lange angeboten werden, bis alle ausverkauft sind. Es gibt also keine ständig wechselnden Kollektionen, welche die jeweils vorher da gewesene schon wieder für veraltet erklären. Zudem wird viel recycelte Baumwolle verwendet und bei der Produktion extrem wenig Wasser verbraucht.

Mehr auf ayr.com

 

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Foto: PR Kuyichi / Roos Jooren Photography