Sex im Fahrstuhl

So richtig nett ist’s nur im Bett. Das gilt sicherlich für verdiente Ruhepausen oder den Nachtschlaf. Beim Thema Sex gibt es für viele Paare jedoch spannendere Ort als die heimische Matratze. Doch wohin zum Vergnügen? Wie wär’s zum Beispiel mal mit Sex im Fahrstuhl?

Das richtige Setting

Sex in der Natur ist wetterabhängig, zudem können stechende Insekten das Schäferstündchen zum unangenehmen Erlebnis werden lassen.

Ein Quickie im Auto kann, je nach Automodell und Gelenkigkeit der Beteiligten, ganz schön unbequem werden.

Das Schäferstündchen an einer Hauswand oder im Park ist den meisten dann doch zu öffentlich.

Eine reizvolle Alternative ist der Fahrstuhl. Er bietet Privatsphäre, optimalerweise auch noch eine verspiegelte Wand und es ist genug Platz vorhanden. Zudem bringt Sex im Aufzug den, von vielen Paaren gewünschten, Kick ertappt zu werden. Dass dies in der Realität passiert, will kaum jemand. Doch alleine der Gedanke, jemand könne dazukommen, regt bei vielen nicht nur die Fantasie, sondern auch noch andere Körperregionen an. Kein Wunder also, dass der Aufzug auch in zahlreichen Filmen Ort des reizvollen Geschehens ist.

Soll aus Fiktion Realität werden, dann gibt es jedoch einiges zu beachten, damit die schönste Nebensache der Welt nicht teuer wird und womöglich eine Anzeige nach sich zieht.

Sex im Fahrstuhl? Die Grundausstattung der Beteiligten

Sex im Fahrstuhl lässt sich mit vier Worten auf den Punkt bringen: „Es muss schnell gehen.“ Wer ein Vorspiel zum Genießen braucht, wird im Fahrstuhl sicher nicht auf die Kosten kommen.

Nicht nur am Gegenüber, sondern auch an sich selbst sind lange Fummeleien unerwünscht. Das heißt, die Kleidung muss Quickie-geeignet sein. Ein absolutes No-Go sind Hosen bei Frauen oder noch schlimmer, Strumpfhosen. Am besten eignen sich kurze, weite Röcke. Darunter trägt Frau entweder nichts oder Slips, die sich problemlos zur Seite schieben lassen.

„Mann“ sollte mit einer Hose bekleidet sein, die weder von einer langen Knopfleiste verziert wird, noch zu eng ist.

Da auf das Vorspiel verzichtet werden muss, kann der Einsatz von Gleitgel sinnvoll sein.

Nicht nur auf die Länge kommt es an

Nein, hier ist nicht die Länge eines gewissen Körperteils gemeint, sondern die Dauer der Fahrt. Denn den Fahrstuhl, der so lange gemütlich nach oben schaukelt, bis beide Beteiligten auf ihre Kosten gekommen sind, gibt es leider nur im Film.

In der Realität gilt es Abstriche zu machen. Was nicht heißt, dass der Sex nicht filmreif sein kann. Es gibt nur einiges zu beachten.

Um die maximale Fahrzeit herauszuholen, sollte das Gebäude so hoch wie möglich sein. Wer nicht unfreiwillig auf Video landen will, muss bei einer Probefahrt sicherstellen, dass der Fahrstuhl nicht von Kameras überwacht wird.

Wichtig auch, das Gebäude, in dem sich der Fahrstuhl befindet, sollte nicht beliebt bei Familien mit Kindern sein.
Und klar, beim Sex kann es durchaus schmuddelig zugehen. Wer allerdings schon mit öffentlichen Fahrstühlen gefahren ist, weiß, dass der hygienische Zustand manch einer Kabine jegliche Erotik im Keim erstickt.

Zudem gilt es Zeiten für „die“ Fahrt herauszusuchen, während derer das Gebäude nicht hochfrequentiert wird. Oft eignen sich dafür sehr frühe oder sehr späte Tagesstunden.

Sex im Fahrstuhl : Der Knopf der Versuchung

Selbst die längste Fahrt mag für aufkommende Leidenschaft zu kurz erscheinen. Deshalb ist der Gedanke, den Aufzug für einige Minuten anzuhalten nachvollziehbar. Ältere Fahrstühle verfügen über einen Stopp-Knopf. Neuere Modelle haben diese Option nicht mehr.

Doch selbst wenn ein solcher Notfallschalter zur Verfügung steht: Es ist verboten, diesen zu betätigen. Ein erzwungener Zwischenstopp kann also leicht ins Geld gehen.

Auch wer im Eifer des Gefechts versehentlich die Alarmtaste auslöst, gerät in Schwierigkeiten. Denn diese ist wirklich nur für Notsituationen vorgesehen. Und ja, Leidenschaft kann durchaus überwältigend sein, als Notfall wird sie aus rechtlicher Sicht jedoch nicht durchgehen und deshalb unangenehme Folgen nach sich ziehen.

Fahrstuhltaugliche Stellungen

Ist der perfekte Fahrstuhl zur richtigen Zeit gefunden, gilt es nur noch eine Frage zu klären: Welche Stellung darf’s denn sein?

Auch hier ist aufgrund des Zeitdrucks keine Zeit für Experimente. Damit aus Lust kein Frust wird, sollte schon vorher die Stellung festgelegt werden. Aus nachvollziehbaren Gründen werden die meisten Paare im doch etwas beengten Fahrstuhl Sex im Stehen bevorzugen. Auch hier gibt es einige unterschiedliche Varianten.

Wer noch keine Erfahrung mit solchen Positionen hat, der sollte sich zuhause einige Testrunden gönnen, um die begrenzte Zeit im Fahrstuhl dann auch wirklich lustvoll genießen zu können.

 

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