So puscht eine entzündungshemmende Ernährung dein Immunsystem

…und lässt gleichzeitig die Pfunde purzeln

Immer mehr Menschen scheinen sich besonders im Winter von einer Erkältung in die nächste zu husten, ohne richtig gesund zu werden. Der Wechsel von warm zu kalt in den Jahreszeiten fällt manchen ziemlich schwer. Das Immunsystem leidet und du bist ständig erkältet, fühlst dich schlapp und unmotiviert.

Schuld daran sind Entzündungen, die durch unsere Ernährung zustandekommen. Keine Überraschung: Zu viel Zucker und Fett machen alles schlimmer und fördern die Entzündungen, die dadurch chronisch werden können. Erkältungen, Bronchitis, Diabetes und sogar Akne – fast jede Erkrankung lässt sich auf eine Entzündung in deinem Körper zurückführen. Doch es gibt eine gute Nachricht: Du kannst die Entzündungsrate in deinem Körper durch eine gesunde Ernährung wieder senken. Eine Umstellung deiner Essgewohnheiten wird dir also nicht nur einen schnief-freien Winter bescheren, sondern nebenbei bestimmt auch ein paar Kilos purzeln lassen.

Ursache und Wirkung von Entzündungen

Eine Entzündung ist eine Abwehrreaktion deines Körpers gegen Schadstoffe, wie etwa Bakterien. Diese verursachen Stress, der abgewehrt werden muss. Dadurch können Rötungen, Schwellungen oder ähnliches entstehen, die dir von außen signalisieren, dass dein Körper etwas bekämpft. Fieber während einer Erkältung zum Beispiel ist ein Zeichen dafür, dass dein Immunsystem die verantwortlichen Viren bekämpft. Manchmal spielt sich aber auch alles in deinem Körper ab, ohne äußerliche Anzeichen. Wenn du regelmäßig zu viel Zucker und Fett konsumierst, bringst du diese Reaktion aus dem Gleichgewicht. Denn beide Stoffe sind für unseren Körper im Übermaß schädlich. Dadurch rufen sie eine Abwehrreaktion hervor, die zu Entzündungen führt. Geht das länger so, kann es zu chronischen Entzündungsherden kommen. Fast Food, Süßigkeiten oder Softdrinks sind also bei übermäßigem Verzehr echte Immun-Killer, die dich auf lange Sicht einschränken können.

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Das spricht für eine entzündungshemmende Ernährung

Eine effiziente und gesunde Abhilfe gegen zu viele Entzündungen ist also eine Umstellung deiner Ernährung. Die hilft dir nicht nur dabei, gesund zu werden, sondern unterstützt dich noch bei vielen anderen Dingen: Besserer Schlaf, mehr Energie, Gewichtsverlust und ein längeres Leben. Eine schwedische Studie hat tatsächlich festgestellt, dass sich für Männer und Frauen, die sich entzündungshemmend ernähren, die Wahrscheinlichkeit erhöht, länger zu leben.

entzündungshemmende Nahrung

Wie sieht eine entzündungshemmende Ernährung aus?

Eine entzündungshemmende Ernährung hilft uns und lässt uns weniger krank werden. Doch wie genau sieht der Speiseplan dafür aus? Was sollte man essen, wovon lieber die Finger lassen?

Ausreichend Wasser

Als erstes solltest du viel Wasser trinken. Das ist der beste Helfer für einen gesunden Körper und ein funktionierendes Immunsystem. Es hilft dabei, die Nieren und die Lymphsysteme freizuhalten und somit Entzündungen gleich im Keim zu ersticken. Nebenbei gibt es noch eine lange Liste an anderen Vorteilen viel Wasser zu trinken: Unter anderem freut sich deine Haut, du hast einen klaren Kopf und deine Muskeln sind beim Sport weniger verkrampft.

Zitrusfrüchte als Helfer

Noch besser ist es, wenn du ab und zu Zitrusfrüchte zu deinem Wasser gibst. Das gibt nicht nur abwechslungsreiche Geschmackssorten, sondern hilft deinem Körper auch dabei, Schadstoffe schneller abzustoßen. Die Vitamine der Zitrusfrüchte halten dein Immunsystem fit. Besonders effektiv sind Zitrone und Grapefruit. Bei Orangen, Kiwis und Mango solltest du aufpassen, dass sie nicht überreif sind und damit einen hohen Zuckergehalt haben.

Grün, mit großen Blättern – die besten Gemüsesorten

Für dich ist es bestimmt keine Überraschung, dass Obst und Gemüse Teil einer entzündungshemmenden Ernährung sein sollten. Doch es gibt ein paar Sorten, die speziell dafür geeignet sind, Entzündungen zu bekämpfen. Dank ihres hohen Anteils an Vitamin K sind zum Beispiel Spinat und Brokkoli, beide sogenanntes großblättriges Gemüse, besonders gute Helfer für diesen Zweck. Das gleiche Vitamin lässt sich in unserem Darm finden, der davon nie genug haben kann.
Als Faustregel kannst du dich einfach an allem satt essen, das grün ist und große Blätter hat. Dazu gehören auch Mangold, Pak Choi, Grünkohl und Co. Sie alle helfen beim Aufbau neuer Zellen und stoppen damit vorzeitig Entzündungen.

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Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind der ideale Partner für den Kampf gegen Entzündungen. Sie enthalten Stoffe, die schon den Auslöser davon bekämpft. Besonders reich an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse, Hanf- und Leinöl, aber auch fettige Fischsorten wie Lachs, Makrelen und Sardinen. Für dein morgendliches Müsli eignen sich Chia-Samen.

Probiotische Lebensmittel

Probiotisch heißt im Klartext: Es hilft deiner Darmflora. Die braucht nämlich ein mikrobisches Gleichgewicht, um ihren Job machen zu können. Durch ungesunde Ernährung kann das kippen und so Entzündungen begünstigen. Probiotische Nahrungsmittel wie etwa Joghurt, Kefir, Kombucha, saure Gurken oder Sauerkraut wirken dagegen an. Die bringen deine Darmflora wieder in Schwung und schmecken auch noch gut.

Netter Nebeneffekt: Die Pfunde purzeln

Eine entzündungshemmende Ernährungsweise führt nicht nur dazu, dass sich unser Körper wieder um die eigentlichen Schadstoffe kümmern kann. Sie senkt auch deinen Cortisol-Spiegel, der mit Stress in Verbindung steht. Weniger Stress bedeutet daher weniger Heißhunger. Und gesunde Lebensmittel haben noch dazu eine sehr viel geringere Kalorienzahl als Fast Food und Süßes. Mit deiner neuen Ernährung wird also mit den Entzündungen bestimmt auch die Zahl auf der Waage zurückgehen.

 

Fotos: MeganBetteridge; nblxer / stock.adobe.com