Du träumst schon lange davon, ein Musikinstrument zu spielen, eine Fremdsprache sprechen zu können oder Kleidungsstücke selbst zu nähen, hast dich bisher aber nicht getraut, das Projekt anzugehen? Viele scheuen sich davor, etwas Neues zu lernen, weil sie nicht wissen, wie sie dabei vorgehen sollen.

Das Problem: Sie sehen nur den großen Berg an Dingen, die sie sich aneignen müssen, um die neue Fertigkeit zu beherrschen. Statt dein Vorhaben als Ganzes zu betrachten, solltest du es lieber in kleine Etappen aufteilen. Das können unterschiedliche Schwierigkeitsstufen oder einzelne Einheiten sein.

Beginne mit den Grundlagen, also der niedrigsten Schwierigkeitsstufe beziehungsweise der kleinsten Einheit. Sobald du diese beherrschst und verinnerlicht hast, kannst du die Schwierigkeit und Komplexität langsam steigern. So eignest du dir nach und nach das erforderliche Wissen an und hast am Ende etwas Neues gelernt. Nach diesem Prinzip kannst du dir alles beibringen, was du können möchtest. Was du jetzt noch brauchst, ist ein bisschen Vertrauen in deine Fähigkeiten. Denn mit der richtigen Erwartungshaltung gelingt dir alles.

Starte deine Musikkarriere

Gitarre, Saxophon, Klavier, Schlagzeug oder Geige – es gibt viele gute Gründe, ein Musikinstrument zu lernen und die Auswahl ist groß. Wenn du musikalisch begabt bist oder es werden möchtest, brauchst du dir nur ein Instrument auszusuchen und schon kann es losgehen.

Grundlagen lernen

Egal, für welches Instrument du dich auch entscheidest – zunächst geht es darum, sich mit den Basics auseinanderzusetzen: Wie wird das Instrument zusammengebaut, wie heißen die Einzelteile und welche Funktion haben sie? Wie erzeugt man mit dem Instrument Töne? Solche und weitere Fragen stehen anfangs im Vordergrund.

Vor allem bei einem so komplexen Musikinstrument wie dem Schlagzeug ist es wichtig, sich erst einmal mit den Grundlagen auseinanderzusetzen, ehe du richtig mit dem Spielen beginnst. Denn dieses Instrument besteht aus vielen einzelnen Komponenten, die sich unterschiedlich auf den Sound auswirken: Im Groben sind das die Bass Drum, zwei Hängetoms, ein Standtom, die Snare Drum, die Hi-Hat und die Becken. Die Trommeln sind jeweils mit einem Fell bezogen. Die Becken gibt es in verschiedenen Varianten, die jeweils einen anderen Klang hervorbringen.

Gespielt werden die Bestandteile des Schlagzeugs hauptsächlich mit Drumsticks, die in den Händen gehalten werden. Nur die Bass Drum wird mit dem Fuß über die sogenannte Fußmaschine bedient.

Schlagzeug lernen

Vom ersten Ton zum ersten Musikstück

Als nächstes lernst du, was du tun musst, um mit deinem Instrument Töne zu erzeugen. Dazu gehört die richtige Körperhaltung und -spannung, bei den meisten Instrumenten ist auch die richtige Position der Finger entscheidend.

Bei Blasinstrumenten wie Trompete, Klarinette und Querflöte musst du außerdem den richtigen Ansatz lernen. Darunter versteht man das Ansetzen des Mundstücks an den Mund und die Anspieltechnik. Schließlich lernst du nach und nach, wie du verschiedene Töne, Taktarten und Rhythmen spielst. Schon mit wenigen Tönen kannst du einfache Musikstücke spielen.

Was du wissen solltest: Ein Musikinstrument zu erlernen ist ein jahrelanger Prozess und es ist viel Disziplin, musikalisches Gespür und Übung.

Handarbeit lernen

Kleidungsstücke herstellen, nützliche Dinge für den Alltag selbst machen und andere mit handgearbeiteten Geschenken erfreuen – eine Handarbeitstechnik zu beherrschen, hat viele Vorteile. Noch dazu ist es recht einfach, sie zu erlernen. Denn beim Häkeln und Stricken wiederholen sich die Abläufe häufig und prägen sich dadurch besonders gut ein.

Aber: Es ist völlig normal, dass deine ersten Handarbeitsversuche noch nicht das Nonplusultra sind und eventuell nicht ganz so aussehen wie das Bild in der Anleitung. Doch Übung macht den Meister und du wirst sehen, dass deine nächsten Versuche schon viel besser gelingen.

stricken lernen

Was du brauchst

Um mit dem Häkeln oder Stricken anzufangen, brauchst du folgende Materialien:

  • Wolle (sollte nicht zu dünn sein),
  • eine Häkelnadel bzw. ein Paar Stricknadeln in der passenden Stärke zur Wolle,
  • eine Wollnadel zum Vernähen des Endfadens,
  • eine kleine Schere und
  • eine Anleitung für das gewünschte Projekt.

Anleitungen für deine Handarbeitsprojekte findest du oft kostenlos im Internet. In der Regel ist dabei vermerkt, welchen Schwierigkeitsgrad sie haben.

Die Grundlagen

Zunächst musst du dir die Grundtechniken aneignen. Mit der Anfangsschlaufe beginnt jedes Häkel- und Strickprojekt. Anschließend werden die ersten Maschen gemacht.

Beim Häkeln sind das anfangs immer Luftmaschen. Um verschiedene Häkelprojekte umsetzen zu können, musst du aber auch die weiteren Maschenarten beherrschen. Auch beim Stricken gibt es verschiedene Maschenarten. Außerdem gibt es verschiedene Häkel- und Stricktechniken wie das Zu- und Abnehmen der Maschen.

Werde zum Profi-Gärtner

Du hast einen grünen Daumen und möchtest gerne dein eigenes Gemüse anpflanzen? Nichts leichter als das! Du musst nur wissen, wie viel Licht und welche Pflege deine Pflanzen brauchen und sie werden prächtig gedeihen.

Gute Einsteigerpflanzen

Die Bedürfnisse der Pflanzen sind so verschieden wie ihre Artenvielfalt umfangreich ist. Manche Gewächse sind recht unkompliziert, andere benötigen dafür umso mehr Pflege.

Damit dir das Gärtnern von Anfang an Erfolgserlebnisse beschert, solltest du lieber mit Exemplaren anfangen, die nur wenig Pflegebedarf haben und keine speziellen Anforderungen an die Lichtverhältnisse und die Bodenbeschaffenheit stellen. Auch bei der Anzahl der Pflanzen solltest du zunächst zurückhaltend sein und dir nicht gleich ein großes Beet anschaffen.

Gemüsegarten anlegen

Ideal für den Anfang sind Kräuter – sie wachsen draußen im Garten genauso gut wie auf deiner Fensterbank in der Wohnung. Als Steigerung kannst du unkomplizierte Gemüsesorten anpflanzen. Dazu gehören Radieschen, Salat, Zucchini und Knoblauch. Wenn dir die Pflanzen gut gelingen, kannst du etwas kompliziertere Kandidaten dazu nehmen und so deinen Gemüsegarten weiter ausbauen.

Lerne eine neue Sprache

Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, eine Fremdsprache zu lernen: Du möchtest deine Grundkenntnisse aus der Schulzeit vertiefen, du kannst dir damit einen beruflichen Vorteil verschaffen, du bereitest dich auf einen längeren Auslandsaufenthalt vor oder du hast einfach Spaß und Interesse daran.

Von einfach zu komplex

Welcher Grund auch bei dir zutrifft: Wenn du dir eine neue Fremdsprache aneignen möchtest, solltest du es langsam angehen lassen. Besonders, wenn man schon eine andere Fremdsprache beherrscht, fällt das schwer und man wird schnell ungeduldig.

Trotzdem ist es sinnvoller, Vokabeln und Grammatik in kleinen Etappen zu lernen. Mach es wie damals im Schulunterricht: Beginne mit einfachen Vokabeln und kurzen Sätzen. Für den Anfang reicht es, sich mit Sätzen wie „Hallo! Mein Name ist…und ich komme aus…“ verständigen zu können. Je besser deine Sprachkenntnisse werden, desto komplexer werden auch die Sätze und grammatikalischen Strukturen.

Wiederholen und vertiefen

Wichtig beim Erlernen einer neuen Sprache sind vor allem regelmäßige Wiederholungen. Nur durch Wiederholung wandern die Vokabeln und Grammatikregeln in dein Langzeitgedächtnis. Man spricht dabei auch von Langzeitpotenzierung. Andernfalls wirst du sie nach recht kurzer Zeit wieder vergessen – damit wäre der ganze Aufwand umsonst. Bleib also dran und versuche deine sprachlichen Skills stetig zu erweitern.

Dabei hilft es, Nachrichten und Bücher in der Sprache zu lesen, Filme zu schauen oder Musik zu hören. Am intensivsten lernst du eine Sprache aber mit einem Aufenthalt in einem Land, in dem sie gesprochen wird.

In kleinen Etappen zum Ziel

Sich eine neue Fertigkeit anzueignen, geschieht nicht von heute auf morgen. Es ist immer ein Prozess, der dir einiges an Geduld abverlangt. Je nachdem, was du dir vorgenommen hast, dauert es seine Zeit, bis sich erste Fortschritte zeigen.

Aber wie heißt es so schön: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Gib also nicht gleich auf, wenn du nicht so schnell vorankommst wie erhofft. Hab Geduld mit dir und übe fleißig weiter.

Verlange nicht zu viel auf einmal von dir und geh lieber in kleinen, aber beständigen Schritten deinen Weg zu deiner neuen Fertigkeit. Du wirst sehen, es lohnt sich!

 

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