Authentizität

Wenn es um den Ausdruck der eigenen Persönlichkeit geht, so wird ständig von Authentizität gesprochen. Egal ob im Berufs- oder im Privatleben: Mit einer authentischen Ausstrahlung können wir unsere Mitmenschen von uns überzeugen und mächtig Eindruck schinden. Doch was versteht man eigentlich unter dem Begriff Authentizität und wie gelingt es uns Menschen tatsächlich authentisch zu sein?

Was bedeutet es authentisch zu sein?

Als authentisch werden Menschen bezeichnet, die allen voran nicht künstlich, sondern vollkommen echt und natürlich zu sein scheinen. Sie zeichnen sich insbesondere durch ihre ehrliche und direkte Art aus. Authentische Menschen spielen anderen nichts vor, sondern geben sich genau so, wie sie wirklich sind. Sie stehen zu ihrem Verhalten und halten ihr Wort. Auch geben sie ihre eigene Meinung stets kund und versuchen nichts zu beschönigen oder zu verstecken. Begehen sie Fehler oder leisten sich etwaige Fehltritte, so gestehen sie auch diese offen ein. Hierzu gehören jedoch eine ganze Menge Mut und eine große Portion Selbstbewusstsein.

Authentische Menschen besitzen meist sehr starke Persönlichkeiten und werden hierfür von ihren Mitmenschen besonders respektiert und gemocht. Sie lassen sich nur geringfügig und selten von Anderen beeinflussen, handeln selbstbestimmt und eigenverantwortlich und treffen ihre Entscheidungen grundsätzlich selbstständig. Auf diese Weise stehen sie hinter ihren Überzeugungen, Werten und Ansichten und sind für andere Menschen gut und klar einzuschätzen.

Warum fällt authentisch sein vielen so schwer?

Authentizität hat lauter positive Eigenschaften und scheint auch für die persönliche Entfaltung und das eigene Glück von Vorteil zu sein. Dennoch fällt es den meisten unter uns schwer, völlig frei sie selbst zu sein und ihr Inneres offen nach außen zu tragen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Wir haben die drei häufigsten Ursachen hierfür einmal zusammengefasst.

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Fremde Erwartungen erfüllen

Unser gesamtes Leben lang werden wir von fremden Erwartungen geprägt. Dies beginnt bereits in der frühen Kindheit und nimmt mit den Jahren immer stärker zu. Die Erwartungen bestimmen ganz unbewusst unser Verhalten und unsere Lebensweise. Zwar haben wir prinzipiell alle die Möglichkeit, unser Leben genau so zu gestalten, wie wir es uns vorstellen, dennoch tun das nur die wenigsten unter uns. Äußere Einflüsse wie beispielsweise die eigene Familie, etwaige Gegebenheiten oder auch die Gesellschaft an sich stellen bestimmte Ansprüche daran, was wir Menschen mit unserem Leben anzufangen haben und welche Ziele wir erreichen sollen. Dass diese oftmals jedoch von der Allgemeinheit definiert werden und überhaupt nicht unseren persönlichen Wünschen und Bedürfnissen entsprechen, verdrängen die meisten. Stattdessen tun sie eben das, was von ihnen erwartet wird und lassen sich einfach treiben, anstatt ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen oder sich selbst ihre innersten Träume zu erfüllen.

Angst

Ein weiterer Grund dafür, sein wahres Ich zu verbergen, ist die Angst. In uns allen schlummert die Angst vor Ablehnung. Wir alle wollen gesehen, gehört und allen voran akzeptiert werden. Keiner möchte sich ausgrenzen lassen oder unangenehm auffallen. Zudem kommt bei vielen Menschen die große Sorge hinzu, versagen oder seine Mitmenschen enttäuschen zu können. So liegt es nahe, dass wir uns lieber so geben, wie andere uns gern hätten, als so offen und frei zu leben, wie wir es gern würden, um hierfür nicht kritisiert oder ausgeschlossen zu werden. Derartige Ängste können ganz bewusst auftreten oder aber völlig unbewusst in uns herrschen. Um als authentische Persönlichkeit wahrgenommen zu werden, ist es von großer Bedeutung, derartige Ängste zu überwinden und auf sich selbst zu vertrauen.

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Rollen definieren

Je nachdem, in welcher Situation wir uns gerade befinden, verändert sich häufig die Art und Weise, wie wir uns verhalten. Es ist in etwa so, als wenn wir tagtäglich in verschiedene Rollen schlüpfen, die auf die jeweiligen Situationen oder Umgebungen angepasst sind. Hierbei fällt es uns meist schwer zu definieren, wer wir wirklich sind und welche Rolle unserem tatsächlichen Ich am nächsten kommt.

Der Weg zu einem authentischen Leben

Zu Beginn sei gesagt, dass kein Mensch auf dieser Welt zu 100 % er selbst ist. Wir alle entwickeln uns ständig weiter und werden von einschneidenden Erlebnissen und Erfahrungen geprägt. Dennoch ist ein authentisches Leben kein Hexenwerk. Damit die Umstellung gelingt, ist es wichtig, sich selbst besser kennenzulernen und demnach auch einschätzen zu können. Mach dir hierfür bewusst, was deine persönlichen Stärken und Schwächen sind, welche Ziele du im Leben verfolgst und warum du dies tust und was dich wirklich glücklich macht. Auch kann es helfen, sich mit der Frage zu befassen, wie man gern sein möchte und wie man sich selbst sieht. Dieser ganze Prozess ist eine Art intensive Selbstreflexion und bildet den Grundbaustein einer authentischen Lebensweise.

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Zudem ist es wichtig, etwaige Ängste abzubauen. Menschen sind individuell und einzigartig. Habe Mut, deine Gefühle und Meinungen in die Welt zu tragen und versuche dich nicht zu verstellen. Kein Mensch wird von jedem gemocht oder geliebt. Entscheidend ist, dass du mit dir selbst im Reinen bist und dich selbst so liebst wie du bist. Diese Einstellung färbt unmittelbar auf deine Mitmenschen ab und macht dich zu einem wahren Vorbild und einem starken Charakter.

Der effektivste Weg zu einer authentischen Ausstrahlung ist das Ausprobieren und Experimentieren. Öffne dich und zeige der Welt, wer du wirklich bist. Zu Beginn mag das etwas beängstigend sein und dir schwerfallen, doch umso mehr positive Erfahrungen du auf deinem Weg sammelst, desto leichter geht dir das Ganze von der Hand und desto wohler wirst du dich in deiner Haut fühlen. Schließlich wirst du nur dann ein glückliches und erfülltes Leben haben können, wenn du deinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen höchste Priorität verleihst.

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